532 Spitzenmanager in Gütersloh
Neue Leitlinien für Bertelsmann

Gütersloh (WB). Gütersloh ist in der kommenden Woche nach 2016 zum zweiten Mal Standort eines Treffens des Top-Managements von Bertelsmann. Aktuell erwartet Vorstandschef Thomas Rabe am kommenden Mittwoch 532 Führungskräfte des Medien- und Dienstleistungskonzerns.

Freitag, 03.05.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 16:58 Uhr
Vorstandsvorsitzender Thomas Rabe. Foto: dpa

In diesem Jahr geht es bei dem Management-Meeting um Grundsätzliches – um die »Essentials«. Die Bertelsmann-Leitlinien sind zuletzt vor 15 Jahren überarbeitet worden. Den Prozess hat Rabe selbst schon vor drei Jahren angestoßen. Zwischendurch trafen sich 60 Führungskräfte in Venedig, um die neuen Essentials zu beraten. Input holte man sich dort auch von der italienischen Krimiautorin Donna Leon.

Nach dem grundsätzlichen Beschluss erhielten die 117.000 Mitarbeiter von Bertelsmann Gelegenheit, sich auf Meetings und im Intranet des Konzerns zu den neuen Leitlinien zu äußern. Außerdem wurde es bei einem Treffen der Nachwuchs-Führungskräfte ausführlich diskutiert.

Legt die aktuell gültige Fassung vor allem Wert auf Partnerschaft, Unternehmergeist und gesellschaftliche Verantwortung, so legt die überarbeitete Fassung dem Vernehmen nach darüber hinaus großen Wert auf Vielfalt. Als wichtige Kriterien gelten etwa Geschlecht, sexuelle Orientierung, Alter, Behinderung sowie Kultur und Religion oder Weltanschauung. Die Vielfalt oder Diversität werde sich, so kündigte Rabe zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr an, künftig auch in der Zusammensetzung des Spitzen-Managements widerspiegeln.

Das für zwei Tage angesetzte Management-Meeting wird am kommenden Mittwoch im Gütersloher Stadttheater von Rabe sowie den Vorstandskollegen Immanuel Hermreck (Personal) und Bernd Hirsch (Finanzen) eröffnet. Zwei Manager, die 2016 in Gütersloh noch neben Rabe auf der Bühne standen, sind inzwischen nicht mehr im Vorstand: Fernando Carro (ehedem Arvato) und Anke Schäferkordt (früher RTL). Beide Aufgaben hat Rabe selbst übernommen. Schäferkordts zwischenzeitlicher Nachfolger bei RTL, Bert Habets, trat erst Anfang April zurück. Bei der Hauptversammlung wurde ihm vor wenigen Tagen vom Mehrheitseigentümer Bertelsmann überraschend die übliche Entlastung verweigert.

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