Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer spürt aber erste Dämpfer DMG Mori auf Rekordkurs

Bielefeld (WB/OH). Beim Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori AG laufen die Geschäfte weiter wie geschmiert. Der börsennotierte Konzern erwartet im laufenden Jahr bei allen wesentlichen Kennziffern Rekordwerte.

Christian Thönes spricht von Rekorden.
Christian Thönes spricht von Rekorden. Foto: Oliver Schwabe

Angesichts weiterer Zuwächse in den ersten neun Monaten hob Vorstandschef Christian Thönes gestern die Prognose für den Auftragseingang an: von bislang 2,7 auf nun rund 2,9 Milliarden Euro.

»Wir haben nach drei Quartalen deutliche Steigerungsraten bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis«, sagt Thönes. Der Konzern, der zu 76 Prozent in Hand der japanischen DMG Mori Co. ist, warb in neun Monaten Neuaufträge im Volumen von 2,27 Milliarden Euro ein – ein Plus von neun Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um zwölf Prozent auf 1,86 Milliarden, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sogar um 20 Prozent auf 143,1 Millionen Euro.

»Wir haben weltweit genügend Chancen«

Zwischen Juli und Ende September stieg der Umsatz zum Vorjahresquartal sogar um 17 Prozent auf 642,6 Millionen, das Ebit um 20 Prozent auf 50,1 Millionen. Der Auftragseingang lag mit 693,5 Millionen zwar geringfügig unter dem Vorjahreswert – der aber war maßgeblich von der nur alle zwei Jahre stattfindenden Maschinenbaumesse EMO geprägt.

»Wir sehen auf dem sehr hohen Niveau eine abnehmende Dynamik hin zur Normalisierung der Nachfrage«, sagt Thönes. Der globale Handelsstreit mit Strafzöllen dämpfe derzeit das Geschäft in China. »Wir haben weltweit aber genügend Chancen, weiter zu wachsen und sind positiv gestimmt«, betont der DMG-Chef.

Mehr als 100 Maschinen der additiven Fertigung ausgeliefert

Der hohe Auftragsbestand, der seit Jahresbeginn von 1,3 auf 1,7 Milliarden Euro stieg, und die hohe Auslastung der Werke sorgten für längere Lieferzeiten. Dem werde in Zusammenarbeit mit Zulieferern und dem Ausbau der Produktionskapazitäten in Polen und dem Werk in Pfronten begegnet. »In Polen investieren wir nach der ersten Ausbaustufe für 60 Millionen weitere 40 Millionen bis Ende 2019«, sagt Thönes.

Gestärkt würden – auch personell – die Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung sowie additive Fertigung (3D-Druck). Bislang seien weltweit mehr als 100 Maschinen mit additiver Technologie ausgeliefert worden, bis Jahresende folgten weitere 30. Die Sparte sei federführend in Bielefeld angesiedelt mit bislang 60 Mitarbeitern. Thönes: »Wir wollen natürlich auch in diesem Segment weltweit führend sein.«

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