Thrombose-Fälle
Niederlande setzen Impfungen mit Astrazeneca-Präparat aus

Die Niederlande stoppen das Impfen mit dem Präparat von Astrazeneca. Auslöser waren Fälle von schweren Nebenwirkungen bei Frauen. Der Impfstopp soll vorläufig bis zum 7. April gelten.

Samstag, 03.04.2021, 12:33 Uhr aktualisiert: 03.04.2021, 12:54 Uhr
Der Impfstoff der Firma Astrazeneca lagert in einem Kühlschrank. Foto: Fabian Strauch

Den Haag (dpa) - Die Niederlande haben die Impfung mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorläufig eingestellt. Zunächst hatte das Gesundheitsministerium am Freitagabend beschlossen, Personen im Alter unter 60 Jahren nicht mehr mit dem Präparat von Astrazeneca zu impfen.

Auslöser waren Fälle von schweren Nebenwirkungen bei Frauen. Am Samstag entschieden die Gesundheitsämter nach Beratung mit dem Ministerium, alle Astrazeneca-Impfungen auszusetzen, um Verschwendung vorzubeugen.

Noch rund 700 Personen in der Altersgruppe über 60 sollten in den nächsten Tagen mit Astrazeneca geimpft werden. Da nicht garantiert werden konnte, dass bei wenigen Personen pro Impfzentrum tatsächlich der gesamte Impfstoff aus einer Ampulle auch genutzt werden konnte, hat man diese Termine vorläufig abgesagt. Der Impfstopp soll vorläufig bis zum 7. April gelten.

Grund für den vorläufigen Impfstopp sind fünf Thrombose-Meldungen bei Frauen im Alter von 25 bis 65 Jahre nach Impfung. Eine Person war gestorben. Es wird nach Angaben der Behörden noch untersucht, ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gibt. Bisher wurden in den Niederlanden rund 400.000 Personen mit dem Präparat von Astrazeneca geimpft.

© dpa-infocom, dpa:210403-99-72560/2

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