Termine werden ab Samstag vergeben – Laumann aktiviert Reserven anderer Mittel
Jeder ab 60 kann sich für Astrazeneca melden

Düsseldorf (WB) -

Keine Astrazeneca-Dosis soll im Lager verstauben. Deshalb starte am Samstag in NRW die Impf-Terminbuchung für Bürger ab 60 Jahre, die Astrazeneca als Impfstoff haben möchten, erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Mittwoch, 31.03.2021, 20:44 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 11:55 Uhr
Der Impfstoff, der ab Samstag auch für die Über-60-Jährigen freigegeben wird. Foto: Nicolas Armer/dpa

Wer 60 Jahre und älter ist, kann sich ohne eingeladen zu werden mit Astrazeneca impfen lassen.

Noch am Samstag würden dem Land 380.000 Dosen geliefert, sagte Laumann. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe gibt es allerdings zehn Mal so viele Anspruchsberechtigte, sodass diese Impfdosen zunächst nicht reichen werden. Sobald alle Termine gebucht seien, werde das Impfangebot für diese Personengruppe wieder eingestellt. Die Terminvergabe findet vom 3. April an über die KV statt – unter www.116177.de oder telefonisch unter 0800 116 177 02.

Wer zwischen 70 und 79 Jahre alt ist und kein Astrazeneca möchte, kann wie ursprünglich vorgesehen ab Dienstag, 6. April, alternativ einen Termin für eine Impfung mit Biontech vereinbaren. Dieser werde weiter jahrgangsweise vergeben, wobei mit dem Jahrgang 1941 begonnen werde, erklärt Andreas Daniel von der KV. Termine gibt es derzeit nur unter 0800 116 117 02.

 Über Ostern werde in den 53 Impfzentren mit zusätzlichem Personal und zusätzlichen Öffnungszeiten geimpft, sagte Laumann. Auch priorisierte Berufsgruppen würden weiter geimpft – aber nicht mit Astrazeneca, sondern aus der Impfstoff-Reserve von Biontech oder Moderna. Für die nächsten Wochen würden in NRW weitere Lieferungen dieser Vakzine erwartet. Parallel gehe es in den Zentren weiter mit Erst- und Zweitimpfungen für über 80-Jährige.

Der Ärztliche Direktor der Uni Essen, Jochen Werner, sagte, eine Zweit-Impfung mit einem alternativen Impfstoff sei „auf jeden Fall medizinisch denkbar“.

 Bund und Länder hatten beschlossen, Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre einzusetzen. Hintergrund sind vereinzelte Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen.

Impfstoff heißt jetzt Vaxzevria

Das Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Der Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur genehmigt worden. Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine AstraZeneca bekannt. Die Umbenennung sei seit Monaten geplant worden.

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