Shoppen: Terminvergabe auch an der Ladentür - Lockerungen für Regionen mit niedriger Inzidenz noch unklar
Was ab Montag in NRW erlaubt ist

Düsseldorf (dpa) -

Es wird ein bisschen lockerer in NRW: Das Land setzt die jüngsten Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) praktisch eins zu eins um. Ab Montag ist - wenn das Infektionsgeschehen so bleibt wie bisher - unter anderem Shoppen in bisher geschlossenen Läden mit Termin und Zeitfenster erlaubt.

Freitag, 05.03.2021, 12:52 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 16:56 Uhr
Als eine Lockerung der Corona-Auflagen erlaubt NRW ab Montag, dass der gesamte Einzelhandel wieder öffnen darf. In die Geschäfte kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit. Call (oder Click) and Collect ist schon jetzt erlaubt – wie hier in der City der hessischen Stadt Offenbach. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Frank Rump

Inwieweit es weitere Lockerungen für Regionen mit besonders niedriger Inzidenz wie beispielsweise derzeit Bielefeld geben könnte, steht noch nicht fest. Die Landesregierung prüfe noch, «inwieweit für Kreise und kreisfreie Städte mit einem nachhaltig geringeren Infektionsgeschehen unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können», hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

Ein Überblick über die Lockerungen, die für ganz NRW gelten, im Einzelnen:

Einzelhandel: Der gesamte Einzelhandel darf wieder öffnen, rein kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit. Die Anzahl der Kunden ist auf einen pro 40 Quadratmeter begrenzt. Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen und bei kleineren Läden einen Kunden pro 10 Quadratmeter rein lassen.

Es gebe keine Vorgaben bezüglich des zeitlichen Abstands zwischen Terminvergabe und Terminbeginn, erklärte ein Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums. «Somit kann ein Händler am Eingang des Ladens einem Kunden (unter Einhaltung der Hygieneregeln beziehungsweise kontaktlos) einen Termin geben.» Sofern die Regel von 40 Quadratmetern pro Kunde eingehalten werde, könne der Termin auch sofort beginnen.

Wie es für Regionen mit besonders niedriger Sieben-Tage-Inzidenz weiter geht, etwa Münster, bleibt offen. Die Landesregierung prüfe, inwieweit «unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können», hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

Kosmetik und Co.: Sogenannte körpernahe Dienstleistungen sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann - zum Beispiel bei Gesichtskosmetik - ist laut Gesundheitsministerium «ein tagesaktuelles negatives Testergebnis» notwendig. Das Personal wiederum muss regelmäßig getestet werden. Ob Schnelltests auch vor Ort gemacht werden können oder vorher von offizieller Seite aus belegt werden müssen, blieb zunächst unklar.

Museen, Burgen und Zoos: Museen, Galerien, Schlösser und Zoos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Besucher müssen vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten.

Kontakte: Treffen im öffentlichen Raum sind wieder mit höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten - unabhängig von den Wohnverhältnissen - als ein Hausstand.

Sport: Im Freien dürfen nun höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen gemeinsam kontaktfreien Sport ausüben. Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern (bis einschließlich 14 Jahren) mit bis zu 2 Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen sind erlaubt.

Musikunterricht: Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt.

Inwieweit es weitere Lockerungen für Regionen mit besonders niedriger Inzidenz geben könnte, steht noch nicht fest. Die Landesregierung prüfe noch, «inwieweit für Kreise und kreisfreie Städte mit einem nachhaltig geringeren Infektionsgeschehen unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können», hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

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