Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: 15.352 Neuinfektionen deutschlandweit - Energieverbrauch und Treibhausgas-Ausstoß sinken - Brandenburgs Regierungschef Woidke infiziert -

Bielefeld (WB/dpa). Das Coronavirus hat die Gesellschaft und das Leben eines jeden Einzelnen verändert. Wie geht es weiter? Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Dienstag, 03.11.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 16:18 Uhr
Symbolbild Foto: dpa

Infos zum Coronavirus

Eine Auswahl an Telefon-Hotlines: Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22; Einheitliche Behördenrufnummer: 115 (www.115.de); Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100; neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt .

Und hier gibt das Robert-Koch-Institut einen Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland . Das RKI hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier .

Lesen Sie hier  Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März), hier  Teil 2 (15. März bis 6. April), hier   Teil 3 (6. April bis 30. April),  hier  Teil 4 (1. Mai bis 9. Mai), hier  Teil 5 (10. Mai bis 1. Juni) , hier  Teil 7 (18. Juni bis 22. Juni) , hier  Teil 8 (23. Juni bis 5. Juli) , hier  Teil 9 (6. bis 21. Juli) , hier  Teil 10 (22. Juli bis 19. August) , hier Teil 11 (20. August bis 14. September)  und hier Teil 12 (15. September bis 8. Oktober).

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NEWSBLOG

+++ Wir setzen unsere Berichterstattung hier fort. +++

Dienstag, 3. November

15.07 Uhr: Nun doch: Musikschulen dürfen in NRW trotz Corona teilweise unterrichten

Die NRW-Landesregierung will im Rahmen der verschärften Corona-Maßnahmen nun doch nicht alle Angebote von Musikschulen verbieten. Die Zusammenarbeit mit allgemeinbildenden Schulen soll möglich bleiben. Diese Klarstellung habe es seitens des Gesundheitsministeriums gegeben, erklärte der Landesverband der Musikschulen in NRW am Dienstag auf Nachfrage der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). Dies betreffe die in den Stundenplan integrierten Angebote wie etwa das Landesprogramm "JeKits" oder Bläserklassen, AGs und Angebote im Ganztag.

"Wir freuen uns, dass wir diese Klarstellung erreichen konnten und unsere Musikschulen ihren wichtigen Beitrag in den allgemeinbildenden Schulen weiterhin leisten können, denn wir tragen mit Schule und Kita gemeinsame Verantwortung für die musikalische Bildung der Kinder und Jugendlichen", sagte der Vorsitzende des Musikschulverbandes, Bernd Smalla.

In der am 30. Oktober veröffentlichten Corona-Schutzverordnung des Landes hieß es zunächst, dass alle Angebote von Musikschulen aus Gründen des Infektionsschutzes untersagt seien.

Die Musiklehrer dringen weiter darauf, dass auch Instrumental-Unterricht unter Einhaltung von Hygienevorschriften fortgesetzt werden kann. Anders als andere Bundesländer hat NRW sogar die Einzelstunde mit Mundschutz und Abstand zum Musiklehrer verboten. "Gerade in dieser belastenden Corona-Situation" sei es für Kinder und Jugendlichen besonders wichtig, weiter musizieren zu können, so Smalla. "Der rein digitale Unterricht ist kein gleichwertiger Ersatz."

15.04 Uhr: NRW: Koalition fordert fiktiven Lohn für Kunst- und Kulturschaffende

Die schwarz-gelbe Koalition im Düsseldorfer Landtag fordert von der Bundesregierung in der Pandemie mehr finanzielle Unterstützung für Solo-Selbstständige, besonders aus der Kunst- und Kulturszene. In einem gemeinsamen Antrag fordern die CDU- und FDP-Fraktion, dass NRW sich beim Bund für die Einführung eines «fiktiven Unternehmerlohns» von monatlich mindestens 1000 Euro einsetzt.

«Von der Krise in besonderem Maße betroffen sind die sogenannten Solo-Selbstständigen. Durch Schließungen sowie Absagen und Verschiebungen von bereits geplanten Veranstaltungen ist den Solo-Selbstständigen etwa in der Kunst- und Kulturszene zum Teil bis zu 100 Prozent des Einkommens weggebrochen», heißt es in dem Antrag, der in der kommenden Landtagssitzung eingebracht werden soll. Das gemeinsame Soforthilfe-Programm von Bund und Ländern sei zwar erfolgreich angelaufen, die Gelder dürften bisher aber nur für Betriebskosten ausgegeben werden - und nicht für den Lebensunterhalt.

13.20 Uhr: Michael Wendler: «Ich bin kein Corona-Leugner»

Schlagersänger Michael Wendler hat zu seinen umstrittenen Corona-Äußerungen Stellung genommen. «Ich bin überhaupt gar kein Verschwörungstheoretiker oder Corona-Leugner», sagte der 48-Jährige in einem Video in einer Instagram-Story.

«Nein, ich kann euch hier und jetzt sagen: Das Coronavirus gibt es. (...) Aber ihr könnt mich auf jeden Fall ein Corona-Realist nennen oder auch ein Pandemie-Maßnahmen-Skeptiker, aber mit Sicherheit bin ich kein Aluhutträger oder Verschwörungstheoretiker.»

Wendler hatte sich Anfang Oktober mit wirren Äußerungen über Corona ins Abseits katapultiert und seinen Rückzug aus der Jury der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) angekündigt.

12.26 Uhr: BER-Chef geht in Quarantäne

Der Chef des Hauptstadtflughafens BER, Engelbert Lütke Daldrup, will sich nach einem positiven Corona-Testergebnis des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke ebenfalls testen lassen. Bis zum Ergebnis werde er sich in Quarantäne begeben, sagte Lütke Daldrup.

Zuvor hatte sich bereit Bundesverkehrsminister Scheuer testen lassen und in Quarantäne begeben. Beide hatte am Samstag mit Woidke an den Eröffnungsfeierlichkeiten des BER teilgenommen.

12.13 Uhr: Energieverbrauch und Treibhausgas-Ausstoß sinken

Die Corona-Pandemie hat weltweit dafür gesorgt, dass deutlich weniger Energie verbraucht wird. In Deutschland führen Lockdown und Homeoffice führten auch dazu, dass weniger Autos und Lkw auf den Straßen waren. Die C02-Emmissionen gehen zurück.

Der Corona-Einbruch der Wirtschaft wird den Energieverbrauch in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich um knapp 7 Prozent sinken lassen. Weil gleichzeitig auch die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zugenommen habe, könnte der energiebedingte Kohlendioxid-Ausstoß 2020 sogar um 10 Prozent sinken. Sollte der Verlauf der Corona-Pandemie noch weitere Maßnahmen erzwingen, sei mit einem stärkeren Rückgang beim Energieverbrauch sowie beim CO2-Ausstoß zu rechnen.

11.47 Uhr: Geschäfte der Autoindustrie laufen momentan besser

Die wirtschaftliche Unsicherheit der Corona-Krise hat monatelang viele Menschen davon abgehalten, ein neues Auto zu kaufen. Nun deutet sich eine kleine Wende an.

Die deutsche Autoindustrie bewertet ihre Geschäftslage im Oktober deutlich besser als im September. Das hat die aktuelle Konjunkturumfrage des ifo-Instituts ergeben. «Die Nachfrage nach Autos hat merklich angezogen. Das hat die Stimmung unter den Managern erheblich verbessert», sagte der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, in München.

Der Gesamtklimaindex für die Autoindustrie sei mit 8,5 Punkten heute sogar besser als vor einem Jahr. In der Corona-Pandemie fühlten sich offensichtlich viele Menschen im eigenen Auto sicherer, und ein Teil des beim Urlaub und Veranstaltungen eingesparte Geld werde fürs Autos ausgegeben. Die staatlichen Kaufprämien für Elektro- und Hybridautos beflügelten die Nachfrage in Deutschland.

11.35 Uhr: Verkehrsminister Scheuer in Quarantäne

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer geht nach dem Corona-Fall bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Quarantäne, sagte eine Sprecherin.

Woidke war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Scheuer, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast.

10.01 Uhr: Brandenburgs Regierungschef Woidke infiziert

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe nach ersten Erkältungserscheinungen am Sonntag keine Diensttermine mehr wahrgenommen, teilte Regierungssprecher Florian Engels am Dienstag mit. Nun würden Kontaktpersonen identifiziert.

9.53 Uhr: Intensivmediziner: Mehr Junge schwer an Corona erkrankt

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, berichtet von immer mehr jungen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Anders als bei der ersten Welle der Virusausbreitung im Frühjahr seien dieses Mal viele Jüngere betroffen, sagte der Professor am Dienstag dem Radiosender Bayern 2.

"Wir betreuen mehrere Patienten deutlich unter 50 Jahren und teilweise ohne Vorerkrankungen." Kluge, der auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist, wies darauf hin, dass die Entwicklung bei der Zahl der Intensivpatienten der der Infizierten um mehrere Tage hinterherläuft: "In wenigen Tagen werden wir, was die Zahl der Krankenhauspatienten angeht, die erste Welle übertreffen. Und das ist besorgniserregend."

8.54 Uhr: Scholz: Verbesserte Corona-Überbrückungshilfen

Das Bundesfinanzministerium will die Überbrückungshilfen für Unternehmen und Selbstständige, die besonders unter den Corona-Maßnahmen leiden, für die Zeit nach November weiterentwickeln. Es solle dann das geben, "was es bisher schon gab - aber noch mal verbessert", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz im ZDF-"Morgenmagazin".

Für die neuen Hilfen im November hat der Bund bis zu zehn Milliarden Euro vorgesehen. Scholz erwartet, dass die "neue Normalität" sich bis weit ins kommende Jahr ziehen wird. Die Regierung habe sich aber vom Bundestag große Mittel zur Verfügung stellen lassen, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. "Wir haben die Kraft, für dieses und das nächste Jahr Wirtschaft und Arbeitsplätze zu stabilisieren", sagte er. 

8.41 Uhr: Bielefelder Weihnachtsmarkt vor Absage?

Alles deutet darauf hin, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in Bielefeld geben wird. Dortmund, Münster, Düsseldorf und viele andere Städte mehr in Nordrhein-Westfalen haben ihre Weihnachtsmärkte bereits abgesagt. Ebenso zahlreiche Städte in OWL wie Paderborn, Herford, Gütersloh und Bad Oeynhausen. In Bielefeld soll die Entscheidung an diesem Dienstag fallen. Und allen Beteiligten ist schon jetzt klar: Das Virusgeschehen im Oberzentrum lässt einen Weihnachtsmarkt mit mehreren zehntausenden Besuchern nicht zu. 

8.34 Uhr: Kreis Paderborn: Zwei weitere Todesfälle in Seniorenheim - Krankenhaus, Familienzentrum und Gymnasien betroffen

Das Seniorenheim Jordanquelle hat am Montag bestätigt, dass zwei weitere Bewohner der Einrichtung gestorben sind.  Zuvor hatte der Kreis gemeldet, dass es zwei weitere Todesfälle in Bad Lippspringe gegeben habe.  Eine 88-Jährige und ein 90-Jähriger seien in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben.

Nach den  drei Todesfällen der vergangenen Woche  sind nun insgesamt fünf Bewohner der Jordanquelle in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben. Der Kreis Paderborn hat seit Beginn der Corona-Pandemie 41 Tote zu beklagen.

Drei Mitarbeiter des Paderborner Krankenhauses St.-Johannisstift haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Da 14 weitere Mitarbeiter des Bereichs Intensivstation/Anästhesie, die engen Kontakt zu ihnen hatten, vorsorglich in Quarantäne geschickt wurden, musste das Krankenhaus reagieren und hat aktuell geplante Operationen verschoben. „Die Akutversorgung ist aber noch gesichert“,  sagte Johannisstift-Geschäftsführerin Ute Panske am Montag dieser Zeitung. Auch an den Schulen breitet sich das Virus aus. Vier Gymnasien sind aktuell betroffen.

7.42 Uhr: 88.600 Neuinfektionen in den USA

In den USA verzeichnen die Behörden mindestens 88.600 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt haben sich damit mehr als 9,33 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 508 auf 231.606.

7.16 Uhr: Angaben zu freien Intensivbetten nicht immer korrekt

Die Angaben der Kliniken zur Zahl belegbarer Intensivbetten sind der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zufolge nicht immer korrekt.

Hinweise und Stichproben zeigten, dass mitunter auch Betten als frei gemeldet würden, für die gar kein Pflegepersonal verfügbar sei, sagte DIVI-Präsident Uwe Janssens der Deutschen Presse-Agentur. Das Ausmaß der fehlerhaften Meldungen sei unklar. Krankenhäuser sind seit dem Frühjahr verpflichtet, die Zahl belegbarer Intensivbetten täglich an die DIVI zu melden. Dabei zählt ausdrücklich die Zahl der Betten, für die ausreichend Intensivkräfte für die Betreuung und Behandlung zur Verfügung stehen.

Janssens will sich am heutigen Dienstag in Berlin mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und mehreren Experten zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie äußern.

6.45 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Bielefeld: 141,1 (131,1) 

Kreis Paderborn: 81,2 (82,8) 

Kreis Höxter: 113,4 (107,7) 

Kreis Gütersloh: 180,6 (167,7)

Kreis Herford: 221,1 (218,3) 

Kreis Minden-Lübbecke: 146,6 (127,6) 

Kreis Lippe: 120,9 (99,6)

6.03 Uhr: Kellner sollen Ämter unterstützen

Die FDP-Landtagsfraktion regt an, Gaststättenpersonal in Gesundheits- und Ordnungsämtern einzusetzen, um die Personallücken zu füllen.  „Diese Kräfte könnte man bei den Nachverfolgungen in den Gesundheitsämtern oder für Kontrollen der Ordnungsämter einsetzen“, sagte Henning Höne, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion.

5.38 Uhr: Virus sorgt in weiten Teilen Europas für Stillstand

Die Corona-Zahlen steigen und steigen. Immer mehr Länder erleben einen allmählichen Stillstand des gesellschaftlichen Lebens. Die Corona-Pandemie sorgt nicht nur in Deutschland für einen Lockdown. Um eine drohende Überlastung der Gesundheitssysteme zu vermeiden, greifen auch andere Länder zu unterschiedlichen Maßnahmen - von Geschäftsschließungen über Kontaktbeschränkungen bis hin zu nächtlichen Ausgangssperren.

5.10 Uhr: 15.352 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 15.352 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Heute vor einer Woche hatte die Zahl bei 11.409 gelegen. Mit 19.059 Neuinfektionen war am Samstag ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.

Montag, 2. November

19.45 Uhr: Krankenhaus und Schulen im Kreis Paderborn betroffen

Drei Mitarbeiter des Krankenhauses St.-Johannisstift haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Auch an den Paderborner Schulen breitet sich das Virus aus. Aktuell sind vier Gymnasien betroffen. Darüber hinaus wird ein Familienzentrum wegen eines Corona-Falls für zwei Wochen geschlossen.

19.15 Uhr: Die Zahlen aus OWL: 384 Neuinfektionen

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben insgesamt 384 Neuinfektionen gemeldet. Im Kreis Paderborn gab es zwei weitere Todesfälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiterhin im Kreis Herford am höchsten.

Kreis Herford (bis auf Inzidenz Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 754 (+154)   
Fälle insgesamt: 1657 (+154)
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 218,3 (+29,1)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 705 (-37)
Fälle insgesamt: 4322 (+39)
davon Todesfälle: 22  
Sieben-Tage-Inzidenz: 167,7 (-2,2)

Bielefeld
aktuell infiziert: 662 (+8)
Fälle insgesamt: 2062 (+39)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 131,1 (+0,9)

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert: 610 (+52)
Fälle insgesamt: 1802 (+92)
davon Todesfälle: 17  
Sieben-Tage-Inzidenz: 127,6 (+13,9)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 239 (+3)
Fälle insgesamt: 739 (+3)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 107,7 (+1,4)

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 611 (+29)
Fälle insgesamt: 1904 (+45)
davon Todesfälle: 32  
Sieben-Tage-Inzidenz: 99,6 (-11,2)

Kreis Paderborn (bis auf Inzidenz Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 471 (+10)  
Fälle insgesamt: 1457 (+12)  
davon Todesfälle: 41 (+2)  
Sieben-Tage-Inzidenz: 82,8 (-10,7)

18.24 Uhr: Nach Corona-Massentests in der Slowakei mehr als 38.000 in Quarantäne

Die Slowakei hat zwei Drittel ihrer 5,5 Millionen Einwohner in nur zwei Tagen auf das Coronavirus getestet. Regierungschef Igor Matovic wertete es am Montag als Erfolg, dass mehr Menschen als von ihm erwartet zu den Schnelltests gekommen seien. Mehr als 38.000 positiv Getestete, die nun in Quarantäne gehen müssten, hätten sonst unentdeckt die Infektion weiterverbreiten können, erklärte er.
Nach der von der Regierung in Bratislava präsentierten Bilanz beteiligten sich am Samstag und Sonntag mehr als 3,6 Millionen Menschen an der beispiellosen Aktion. Dazu aufgerufen waren alle über zehn Jahre alten Bewohner, die keinen noch gültigen Test von einer anderen Stelle hatten. Formell war die Teilnahme freiwillig. Wer aber keinen negativen Test vorweisen kann, ist seit Montag von einer strikten Ausgangssperre betroffen und darf auch nicht zur Arbeit gehen.

17.54 Uhr: Schäuble: Einschränkungen nicht «furchtbar schlimm»

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht in der Corona-Pandemie die Chance auf eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. «Wir sollten jetzt nicht anfangen, in Pessimismus oder Panik zu verfallen», sagte er dem «SWR» am Montag. «Wenn wir jetzt ein paar Wochen nicht essen gehen können, wenn wir jetzt ein paar Wochen keine privaten Feiern machen können, wenn beispielsweise auch die Silvester-Partys nicht so stattfinden können, wie in früheren Jahren, dann ist es bedauerlich, aber es ist nicht so furchtbar schlimm.» Wenn dafür die Familien wieder ein bisschen stärker zusammenrückten, sich Nachbarn wieder stärker umeinander kümmerten, dann stärke das wieder die Kräfte in der Gesellschaft.

17.10 Uhr: Metro öffnet die Großmärkte in NRW für alle Verbraucher

Der Handelskonzern Metro öffnet angesichts der Entwicklung in der Corona-Pandemie im November die 18 Großmarkte in Nordrhein-Westfalen wieder für alle Verbraucher. Die Regelung gelte von diesem Dienstag an und sei vorerst bis zum 30. November befristet, teilte der Konzern am Montag mit. Normalerweise können in den Metro-Großmärkten nur Gewerbetreibende mit Metro-Kundenkarte einkaufen.

Die großen Verkaufsflächen und ein breites Sortiment ermöglichten ein sicheres Einkaufen in der Corona-Krise und unterstützen bei der Entzerrung des Kundenaufkommens in der Vorweihnachtszeit, begründete das Unternehmen den Schritt. Doch dürfte auch die Metro selbst davon profitieren. Denn der Großhändler macht normalerweise einen Großteil seiner Umsätze mit Kunden aus der Gastronomie, die wegen des teilweisen Lockdowns aktuell ausfallen. Das Land NRW habe der befristeten Nutzungsänderung zugestimmt, betonte der Konzern.

16.31 Uhr: Rund 20 Eil-Anträge gegen neue Coronaschutz-Verordnung

Beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster sind bis zum Montagnachmittag bereits rund 20 Eil-Anträge gegen die neue Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW eingegangen.

Laut einer Gerichtssprecherin könnte die Zahl noch steigen, da durch Computerprobleme eventuell noch nicht alle Vorgänge erfasst wurden. Die Antragssteller wenden sich laut OVG unter anderem gegen die Verbote für Tennis, Bordelle, Fitnessstudios, Gastronomie, Tätowierstudios, Tanzschulen, Spielhallen und Kosmetikstudios. Es gehe auch um die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, die gekippt werden sollen.

16.13 Uhr: Berichte: Prinz William war im Frühjahr an Covid-19 erkrankt

Im britischen Königshaus hat es Medienberichten zufolge eine bisher unbekannte Corona-Infektion gegeben. Prinz William (38) soll im Frühjahr an Covid-19 erkrankt sein, wie die «Sun» am Montag schrieb. Entsprechendes berichtete auch die BBC und berief sich auf Quellen aus dem Palast. Der Kensington-Palast wollte die Berichte auf dpa-Anfrage weder bestätigen noch dementieren.

Prinz Charles (71) hatte sich das Virus Ende März eingefangen und daraufhin milde Covid-19-Symptome gezeigt. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. (94) hatte während seiner Isolation weiter gearbeitet und etwa Telefonkonferenzen geführt. Sein Sohn William soll während einer ähnlichen Zeit erkrankt sein.

Die «Sun» spekulierte, Prinz William habe die Öffentlichkeit während der turbulenten Zeit im Frühjahr nicht mit einer weiteren Hiobsbotschaft verunsichern wollen und die Infektion daher geheim gehalten. Der Herzog von Cambridge hatte mit seiner Frau Kate im April noch etliche Termine per Video oder Telefon wahrgenommen, unter anderem mit Angestellten in systemrelevanten Berufen.

15.53 Uhr: 4350 Verfahren wegen Betrugsverdacht mit Corona-Soforthilfe

Die Verdachtsfälle von Betrug mit Corona-Soforthilfen summieren sich laut NRW-Landesregierung auf rund 4350. Es werde gegen 4940 Beschuldigte ermittelt, teilte das Innenministerium auf Anfrage der fraktionslosen Landtagsabgeordneten Marcus Pretzell und Alexander Langguth mit. Dabei gehe es um den Verdacht, dass Hilfssummen beantragt und kassiert wurden, obwohl die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt worden seien.

Der Betrug mit gefälschten Internetseiten zur Beantragung der NRW-Soforthilfe fiel dabei weitaus geringer aus als zunächst angenommen: Von den 1144 Verdachtsfällen habe sich ein Großteil als unbegründet herausgestellt. In nur 18 Fällen seien tatsächlich Daten abgegriffen und Soforthilfe in falsche Kanäle ausgeschüttet worden. Dabei sei ein Schaden von etwa 300.000 Euro entstanden, was 0,007 Prozent des gesamten Auszahlungsvolumens ausmache.

15.33 Uhr: Corona-Ausbreitung in Tschechien verlangsamt

Im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Tschechien zeichnet sich eine allmähliche Entspannung ab. Wie das Nachrichtenportal Novinky.cz am Montag unter Berufung auf Angaben des Gesundheitsministeriums berichtete, fiel die sogenannte Reproduktionszahl am Sonntag erstmals seit Herbstanfang wieder auf 1.

Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt. Ein Wert über 1 bedeutet also eine Zunahme, ein Wert unter 1 einen Rückgang der Pandemie-Ausbreitung. Schon in den vergangenen drei Wochen hatten die tschechischen Gesundheitsbehörden ein kontinuierliches Sinken der Reproduktionszahl beobachtet, die noch am 9. Oktober bei 1,5 gelegen hatte.

Das tschechische Gesundheitsministerium sieht in der Verlangsamung der Corona-Ausbreitung einen Erfolg der strengen Gegenmaßnahmen. Erst am Freitag stimmte das Parlament in Prag einer Verlängerung des geltenden Corona-Notstands bis zum 20. November zu. Innenminister Jan Hamacek schloss am Sonntag eine Verlängerung bis Weihnachten nicht aus. Unter anderem gilt in Tschechien eine nächtliche Ausgangssperre. Schulen, Restaurants sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen.

15.14 Uhr: Merkel ruft Bürger zum Befolgen der neuen Corona-Regeln auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am ersten Tag des coronabedingten Teil-Lockdowns die Menschen in Deutschland eindringlich dazu aufgerufen, die neuen Regeln zu befolgen. «Ob diese große gemeinsame Kraftanstrengung etwas bringt im Monat November, das hängt nicht nur von den Regeln ab, sondern vor allem auch davon, ob diese Regeln befolgt werden», sagte Merkel am Montag in Berlin in der Bundespressekonferenz. «Jeder und jede hat es in der Hand, diesen November zu unserem gemeinsamen Erfolg zu machen, zu einem Wendepunkt wieder zurück zu einer Verfolgbarkeit der Pandemie.»

Wenn es gelinge, im November die Ausbreitung des Virus zu bremsen, «dann schaffen wir uns die Voraussetzung dafür, einen erträglichen Dezember zu haben, natürlich weiter unter Corona-Regeln (...), aber wieder mit mehr Freiraum». Merkel verglich die Corona-Pandemie mit einer Naturkatastrophe und bezeichnete sie als größte Bewährungsprobe seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

In ganz Deutschland hat am Montag ein vierwöchiger Teil-Lockdown begonnen, der die zweite Corona-Welle brechen soll. Seit Mitternacht gilt in allen Bundesländern, dass Hotels und Restaurants, Kinos, Museen und Theater sowie andere Freizeiteinrichtungen weitestgehend geschlossen sind. Auch für persönliche Treffen gelten strengere Regeln: In den meisten Bundesländern dürfen nur noch zwei Haushalte zusammenkommen - teils gilt das sogar für Treffen im privaten Raum. Kitas, Schulen und Geschäfte bleiben im Gegensatz zum ersten Herunterfahren des öffentlichen Lebens im Frühjahr diesmal geöffnet.

Merkel verteidigte die Schließung der Gastronomie im November und sagte den Betroffenen erneut schnelle Hilfe zu. Sie würden mit den Einnahmeausfällen nicht alleine gelassen, versicherte sie. Die Bundesregierung hatte bereits Nothilfen von zehn Milliarden Euro beschlossen. Die Hilfen sollten auch die Kultur erreichen, sagte Merkel. Sie ging davon aus, dass die erarbeiteten Hygienekonzepte in der Gastronomie noch sehr wertvoll sein werden.

Die Kanzlerin wollte sich nicht festlegen, wie es nach dem vierwöchigen Teil-Lockdown weitergehen wird. Sie kündigte an, dass es am 16. November ein weiteres Gespräch mit den Ministerpräsidenten der Länder geben werde. Sollte sich herausstellen, dass die jetzt ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichend seien, um die Zahl der Neuinfektionen stark zu reduzieren, seien womöglich auch zusätzliche Einschränkungen notwendig.

«Wir werden jedenfalls politisch versuchen, alles zu tun, damit es auf den November beschränkt bleibt.» Aber auch dann werde es ab Dezember nicht wieder «freies Leben» wie vor der Pandemie, betonte die Kanzlerin. So würden auch dann die Hygiene- und Abstandsregeln weiter gelten. Dies wird laut Merkel auch für Weihnachten gelten: «Es wird ein Weihnachten unter Corona-Bedingungen sein, aber es soll kein Weihnachten in Einsamkeit sein.»

Entscheidend sei die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich innerhalb einer Woche neu infizieren. Aktuell liege dieser Wert bei 127,8. «Wir müssen wieder runter in den Bereich von unter 50», sagte Merkel. Denn erst dann seien die Gesundheitsämter wieder in der Lage, Infektionsketten umfassend nachzuverfolgen und dann auch zu durchbrechen.

Die Kanzlerin sagte, im Sommer habe es eine «Vielzahl von Nachlässigkeiten» beim Beachten der Hygiene- und Abstandsregeln gegeben. «Das kann man sich im Herbst und Winter so nicht leisten.» Sie könne den Unmut und Unwillen vieler Bürger verstehen, müsse aber trotzdem für Akzeptanz werben, weil es keinen anderen Weg gebe. Merkel räumte ein, dass das Licht am Ende des Tunnels noch ziemlich weit entfernt sei. Jedoch gelte: «Das Virus bestraft Halbherzigkeit.»

13.50 Uhr: Fährbetriebe melden kaum erhöhtes Rückreiseaufkommen

Trotz der verschärften Corona-Regeln sehen die Fährbetriebe an der ostfriesischen Nordseeküste aktuell kaum ein erhöhtes Reiseaufkommen. Der Fährverkehr laufe „in ruhigen Bahnen“, sagte die Sprecherin der AG Ems, Corinna Habben, am Montag in Emden. Zwar seien am Wochenende wegen einer etwas erhöhten Nachfrage nach Fahrten zwischen Borkum und Emden mehr Fähren unterwegs gewesen. Für diese Woche sei dies aber nicht erkennbar. Dadurch dass Feriengäste ihre Urlaube auf der Insel noch beenden dürfen, erwarte die Reederei, dass der Rückreiseverkehr schrittweise erfolge.

Eine ähnliche Prognose gibt auch die Reederei Norden Frisia, die Fahrten von und nach Norderney und Juist anbietet. „Wir gehen davon aus, dass sich die Abreise der Gäste auf die nächsten Tage oder Wochen verteilen wird“, sagte Reederei-Sprecher Fred Meyer. Zwar seien bis Sonntag auch noch Gäste angereist, nun brächten die Fähren jedoch nur noch Schüler und Pendler auf die Inseln. Wegen einer bereits geringeren Nachfrage zwischen Juist und dem Festland seien zuletzt schon kleinere Fähren im Einsatz gewesen.

Dem Beschluss von Bund und Ländern vergangener Woche zufolge sollen von diesem Montag an Übernachtungsangebote nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Hotels dürfen nun keine neuen Gäste mehr aufnehmen. Wer schon im Urlaub ist, darf ihn aber noch regulär beenden. Eine konkrete Frist bis wann Gäste abgereist sein müssen, gibt es nicht.

In Schleswig-Holstein gilt eine andere Regelung. Wer seinen Aufenthalt am 29. oder 30. Oktober begonnen hat, muss spätestens an diesem Mittwoch seine Heimreise antreten. Und wer am Samstag oder Sonntag noch auf die Inseln gefahren ist, muss diese spätestens zum Dienstag verlassen haben.

12.24 Uhr: 3369 Corona-Neuinfektionen in NRW gemeldet

Die NRW-Gesundheitsämter haben nach einer Übersicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Montagmorgen 3369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden dem RKI insgesamt 27.246 neue Fälle aus Nordrhein-Westfalen übermittelt. Am Montag vergangener Woche lag dieser Wert mit 18.808 Neuinfektionen noch deutlich niedriger.

Bezogen auf 100.000 Einwohner lag die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen nach den jüngsten Daten in NRW am Montag bei 151,8. Am Montag vergangener Woche waren es in der Relation 104,8 Fälle. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Außerdem liegen auch nicht von allen NRW-Gesundheitsämtern bereits neue Daten vor.

11.40 Uhr: FDP will Kellner in Gesundheitsämtern einsetzen

Nach der coronabedingten Schließung der Gastronomie sollte deren Personal nach Vorstellung der NRW-FDP in den Ämtern im Kampf gegen die Pandemie aushelfen. „Diese Kräfte könnte man bei den Nachverfolgungen in den Gesundheitsämtern oder für Kontrollen der Ordnungsämter einsetzen“, sagte Henning Höne, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, der „Rheinischen Post".

Es sei zu befürchten, dass viele Menschen in den nächsten Wochen und Monaten ihre Jobs in der Gastronomie verlieren. Betroffen seien Tausende Kellner, Service- und Küchenkräfte, viele von ihnen arbeiten bisher auf 450-Euro-Basis. Durch den Einsatz in den Ämtern hätten die Menschen weiterhin ein Einkommen. „Und gleichzeitig helfen sie dabei, die Pandemie einzudämmen“, sagte der Liberale.

10.52 Uhr: Laschet beharrt auf Präsenzunterricht in Schulen

Trotz gestiegener Corona-Zahlen will Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Schulen auf jeden Fall offenhalten. Der Präsenzunterricht sei ein unverzichtbarer Bildungszugang für Kinder und Jugendliche, sagte er am Montag bei WDR 2. „Wir wollen alles tun, um den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten.“

In der Sendung hatte eine Mutter Bedenken gegenüber dieser Entscheidung geäußert: Sie habe Sorge, dass ihre Kinder das Coronavirus mit nach Hause brächten und dadurch auch eine Gefahr für die ältere Generation wären. Laschet verteidigte dagegen die Fortsetzung des Präsenzunterrichts. Es gebe Regeln, wer wo sitze, und es gebe die Maskenpflicht.

Am Montag traten verschärfte Regeln in Kraft, mit denen die zuletzt sehr hohen Infektionszahlen wieder gedrückt werden sollen. So bleiben alle Restaurants und Cafés sowie Schwimmbäder, Fitnessstudios, Museen und Theater bis Monatsende dicht. Schulen und Kitas bleiben dagegen offen.

„Es ist kein schöner Tag“, räumte der Regierungschef mit Blick auf die Maßnahmen ein. Sie seien aber nötig, um die Infektionszahlen wieder drücken zu können. Er appellierte an die Bevölkerung, soziale Kontakte so weit wie möglich herunterzufahren und sich an die Hygieneregeln zu halten. Laschet sagte: „Mein Ziel ist es, dass wir das, was wir jetzt tun, nur für den Monat November machen.“ Wenn die Infektionswelle gebrochen sei, könne man „in einen beruhigteren Dezember gehen“. Allerdings gab er zu, dass der Verlauf der Infektionskurve unklar sei.

10.01 Uhr: Krankenhäuser rechnen mit Rekordzahl an Intensivpatienten

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, rechnet mit einem neuen Höchststand an Intensivpatienten in Deutschland während der Corona-Pandemie. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden 12.097 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

«In zwei bis drei Wochen werden wir die Höchstzahl der Intensivpatienten aus dem April übertreffen - und das können wir gar nicht mehr verhindern. Wer bei uns in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist heute schon infiziert», sagte er der «Bild»-Zeitung.

Zudem kündigte er an, auch Pflegepersonal aus nicht-intensivmedizinischen Bereichen auf den Intensivstationen einzusetzen. «Das ist natürlich nicht optimal, aber in einer solchen Ausnahmesituation zu rechtfertigen.»

9.15 Uhr: Eintracht Frankfurt fürchtet Verlust von bis zu 70 Millionen Euro

Eintracht Frankfurt fürchtet gravierende Mindereinnahmen, wenn in der Fußball-Bundesliga Geisterspiele wieder zum Dauerzustand werden. Dies sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann dem „Kicker“ (Montag). „In der laufenden Saison kommen wir ganz schnell auf 50 bis 70 Millionen Euro, wenn auch die Rückrunde weitgehend ohne Zuschauer verläuft“, sagte Hellmann. In der vergangenen Saison habe man dadurch bereits einen Umsatzeinbruch von 15 bis 20 Millionen Euro erlitten, berichtete der Funktionär.

Der hessische Traditionsclub hatte seinen Umsatz in den vergangenen Jahren so stark gesteigert wie kaum ein anderer Bundesliga-Club. Derzeit arbeitet die Eintracht an mehreren kostspieligen Projekten, die vor allem die langfristige Konkurrenzfähigkeit des Vereins garantieren sollen.

8.43 Uhr: Australier chartern Flugzeug für in Kanada gestrandete Tiere

Tierhalter in Australien lassen sich das Wiedersehen mit ihren Vierbeinern in der Corona-Pandemie einiges kosten: Mehrere Familien gemeinsam haben jetzt für 100 000 australische Dollar (60 000 Euro) ein Flugzeug gechartert, um ihre gestrandeten Hunde und Katzen vom kanadischen Vancouver nach Melbourne zu bringen. Sie hatten ihre tierischen Weggefährten vor fast einem Jahr in Kanada zurückgelassen in der Absicht, sie kurze Zeit später nach Down Under fliegen zu lassen. Durch die Coronakrise, viele Flugausfälle und Probleme mit den Quarantäne-Vorschriften ist ihnen das aber bis heute nicht gelungen.

8.05 Uhr: Verstöße gegen Sperrstunde in Bielefeld

Das Bielefelder Ordnungsamt hat auch am letzten Wochenende, an dem Kneipenbesuche noch erlaubt waren, kontrolliert. In fünf Fällen mussten die am Wochenende eingesetzten Ordnungskräfte der Stadt Verstöße gegen die Sperrstunde feststellen , fasst Ordnungsamtsleiter Friedhelm Feldmann das Geschehen zusammen. „In allen Fällen wurde die Sperrstunde durchgesetzt – zwei Mal mit Unterstützung der Polizei.“

Insgesamt hatten die Mitarbeiter des Amtes ordentlich zu tun: Durch das verhältnismäßig gute Wetter, dem letzten Samstag vor dem Lockdown, dem Latenight-Shopping, Halloween, dem Spiel Arminia gegen den BVB und einer durch das Ordnungsamt zu begleitenden Demonstration „war einiges im Stadtgebiet los“, sagte Feldmann.

7.30 Uhr: WHO-Chef in Quarantäne

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, begibt sich nach Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person in häusliche Quarantäne .

«Es geht mir gut und ich habe keine Symptome, aber ich werde mich in den kommenden Tagen selbst unter Quarantäne stellen und von zuhause aus arbeiten, so wie es die WHO-Richtlinien vorsehen», schrieb Tedros auf Twitter. Es sei extrem wichtig, dass grundsätzlich jeder diesen Richtlinien folge, erklärte er weiter. «So brechen wir die Infektionsketten, unterdrücken das Virus und schützen Gesundheitssysteme.»

6.29 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Bielefeld: 131,1 (130,2) 

Kreis Paderborn: 82,8 (93,6) 

Kreis Höxter: 107,7 (106,2) 

Kreis Gütersloh: 167,7 (169,9)

Kreis Herford: 218,3 (189,2) 

Kreis Minden-Lübbecke: 127,6 (113,7) 

Kreis Lippe: 99,6 (110,8)

6.07 Uhr: Öffentliches Leben in Deutschland wird heruntergefahren

Strenge Kontaktbeschränkungen, geschlossene Restaurants und Freizeiteinrichtungen: Seit heute gilt in ganz Deutschland ein - vorerst auf vier Wochen beschränkter - Teil-Lockdown.

Die um Mitternacht in Kraft getretenen Regelungen stehen nach wie vor in der Kritik. Gleichzeitig rechnen Krankenhäuser in Deutschland schon bald mit einem neuen Höchststand an Intensivpatienten in der Corona-Pandemie.

Bundesweit ist Gastronomen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen die Öffnung ihrer Etablissements nun weitestgehend untersagt.

Sonntag, 1. November

19.00 Uhr: Laschets Corona-Appell an die Bürger: «Bleiben Sie zu Hause»

Mit Blick auf den Teil-Lockdown ab Montag hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an die Bürger appelliert, verantwortungsbewusst und solidarisch zu handeln. Ihm sei bewusst, dass die Beschränkungen für viele Menschen eine große Belastung seien, schreibt Laschet in einem offenen Brief an die Menschen. Das Schreiben erscheint nach Angaben der Staatskanzlei am Montag in allen Tageszeitungen aus NRW. «Deshalb brauchen wir in diesen Tagen vor allem eines: Solidarität.» Man müsse etwa an die Alten und Kranken denken, für die das neuartige Coronavirus eine tödliche Bedrohung sei.

Ziel der Maßnahmen sei es, «die Gesundheit der Verwundbarsten» zu schützen, Kitas und Schulen offenzuhalten und das Wirtschaftsleben aufrechtzuerhalten. «Es kommt jetzt wieder auf uns alle an», schreibt der Christdemokrat. Es gelte, zu Hause zu bleiben oder so wenige Menschen zu treffen wie möglich und sich an Hygieneregeln zu halten.

Am Montag treten verschärfte Regeln in Kraft, mit denen die zuletzt sehr hohen Infektionszahlen wieder gedrückt werden sollen. So bleiben alle Restaurants und Cafés sowie Schwimmbäder, Fitnessstudios, Museen und Theater bis Monatsende dicht.

17.50 Uhr: Die Zahlen aus OWL: 296 Neuinfektionen

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben am Sonntag insgesamt 296 Neuinfektionen gemeldet, davon 86 im Kreis Gütersloh. Aus zwei Kreisen fehlen die Werte noch. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiterhin im Kreis Herford am höchsten.

Kreis Herford (Zahlen bis auf Inzidenz vom Samstag)
aktuell infiziert: 610   
Fälle insgesamt: 1503  
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 189,2 (-5,6)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 742 (+37)
Fälle insgesamt: 4283 (+86)
davon Todesfälle: 22  
Sieben-Tage-Inzidenz: 169,9 (+0,5)

Bielefeld
aktuell infiziert: 654 (+8)
Fälle insgesamt: 2023 (+65)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 130,2 (-0,9)

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert: 558 (+53)
Fälle insgesamt: 1710 (+80)
davon Todesfälle: 17  
Sieben-Tage-Inzidenz: 113,7 (+7,1)

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 582 (+39)
Fälle insgesamt: 1859 (+46)
davon Todesfälle: 32  
Sieben-Tage-Inzidenz: 110,8 (+5,5)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 236 (+18)
Fälle insgesamt: 736 (+19)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 106,2 (-13,5)

Kreis Paderborn (Zahlen bis auf Inzidenz vom Samstag)
aktuell infiziert: 461  
Fälle insgesamt: 1445   
davon Todesfälle: 39  
Sieben-Tage-Inzidenz: 93,6 (+7,5)

17.06 Uhr: Gerhart Baum: FDP darf sich nicht zum Anwalt der Unzufriedenen machen

Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) hat deutliche Kritik an der Haltung des FDP-Partei- und Bundestagsfraktionschefs Christian Lindner zur neuen Corona-Strategie von Bund und Ländern geäußert: "Ich bin bestürzt über sein Auftreten in der Corona-Debatte im Bundestag", so Baum gegenüber dem Bremer "Weser-Kurier".

Es sei richtig, parlamentarische Mitbestimmung einzufordern. Es bleibe Lindner auch unbenommen, Einzelheiten der Strategie infrage zu ziehen. "Inakzeptabel ist es aber, dass sich Lindner wie schon im Frühsommer dem Grundkonsens der Demokraten verweigert, mit dem Vorwurf des Alarmismus und unter Hinweis auf längst überholte Strategien - ohne irgendeine tragfähige Alternative ins Spiel zu bringen, um den Verfassungsauftrag Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit erfüllen zu können", so Baum nach Angaben des Blattes.

Und weiter: "Er diskreditiert außerdem die unverzichtbaren staatlichen Rettungsschirme unter Hinweis auf den angeblich entstehenden Schuldensumpf. Er verkennt, dass weite Teile der Wirtschaft und auch der Kultur nur auf diese Weise überleben können. Ich erwarte, dass die FDP jetzt nicht der Versuchung erliegt, sich mit der Unterstützung falscher Hoffnungen zum Anwalt der Unzufriedenen zu machen. Wie ernst die Lage ist, zeigen die deutlich strengeren Maßnahmen unserer Nachbarländer."

16.45 Uhr: Brinkhaus: Maßnahmen sind gut begründet

Der Vorsitzende der Union im Bundestag, Ralph Brinkhaus aus Gütersloh, hat sich optimistisch geäußert, dass die zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossenen Beschränkungen auch vor Gericht Bestand haben. «Diese Maßnahmen sind gut begründet. Wir haben ein sehr starkes Ansteigen des Infektionsgeschehens. Da muss jetzt was gemacht werden», sagte der CDU-Politiker am Sonntag im ARD-«Bericht aus Berlin». «Und ich denke, die Maßnahmen sind auch verhältnismäßig. Die Länder, die das dann auch umsetzen, haben das auch gut begründet.»

An diesem Montag beginnt in Deutschland ein zunächst einmonatiger Teil-Lockdown. Bundesweit müssen unter anderem Gastronomie, Kultur und Freizeiteinrichtungen weitgehend schließen. Die Bürger sollen sich möglichst wenig persönlich mit anderen treffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am vergangenen Mittwoch angesichts der steigenden Infektionszahlen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer auf die Maßnahmen verständigt.

«Wir reden jetzt erst mal über die nächsten vier Wochen», so Brinkhaus weiter. «Die sind jetzt entscheidend, damit wir die Welle auch entsprechend brechen. Danach müssen wir weitersehen.» Garantien könne niemand abgeben, dass es im Dezember wieder zu Lockerungen komme.

16.11 Uhr: Bundeswehr mit rund 4000 Soldaten im Corona-Einsatz

Die Bundeswehr ist inzwischen mit etwa 4000 Soldatinnen und Soldaten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Einsatz. Die Zahl hat sich binnen einer Woche in etwa verdoppelt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte am Sonntag in einem Interview mit den Fernsehsendern RTL und ntv: «Wir sind mittlerweile in jedem zweiten Gesundheitsamt aktiv.»

Schwerpunktmäßig helfen die Soldaten in den Gesundheitsämtern - zum Beispiel bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, bei der Entnahme von Abstrichen oder an Teststationen. Auch in Alten- und Pflegeheimen sind sie aktiv. Die Kräfte gehören zum Einsatzkontingent «Hilfeleistung gegen Corona», das über insgesamt 15.000 Soldaten verfügt.

Man sehe, dass der Bedarf an Hilfe von Tag zu Tag wirklich sprunghaft ansteige, sagte die CDU-Chefin. «Das ist ein Zeichen dafür, wie massiv diese zweite Welle ist.» Kramp-Karrenbauer bat die Bevölkerung, sich an die Regeln des am Montag beginnenden Teil-Lockdowns zu halten, «damit wir alle miteinander ein unbeschwerteres Weihnachten feiern können».

14.03 Uhr: SPD-Fraktion will klaren Rechtsrahmen für Maßnahmen

Die SPD-Fraktion will die Gesetzesgrundlage für die Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern überarbeiten . «Der Bundestag kann und muss diese Leitplanken im Infektionsschutzgesetz differenzierter, als das bisher der Fall ist, vorgeben», heißt es in einem Positionspapier. Die Neuregelung sei nötig, um einen «Regelungsflickenteppich der Länder» zu verhindern und eine effektive Bekämpfung der Pandemie zu ermöglichen. Das Papier soll am Dienstag von der Fraktion verabschiedet werden.

13.50 Uhr: Viele weitere Einrichtungen im Mühlenkreis betroffen

Der Kreis Minden-Lübbeccke hat bis zum Sonntag insgesamt 1710 Corona-Fälle seit Ausbruch der Pandemie registriert. Davon sind nach Behördenangaben 1152 Fälle abgeschlossen, so dass aktuell 558 Menschen im Kreis an dem Virus erkrankt sind - 53 mehr als am Vortag. Neue Fälle werden unter anderem aus zwölf Kitas, Schulen und Berufsschulen gemeldet.

13.06 Uhr: Kein klarer Infektionsherd im Kreis Gütersloh

Im Kreis Gütersloh waren zum Stand, 1. November, 0 Uhr, 4283 laborbestätigte Coronainfektionen erfasst . Das sind 86 mehr als am Vortag. Der Inzidenzwert liegt knapp unter 170. Das Ausbruchsgeschehen ist nach Behördenangaben nach wie vor diffus. Es gebe viele kleinere Cluster in den unterschiedlichsten Bereichen, das betreffe beispielsweise das familiäre Umfeld, den Sport, Betriebe, den klinischen Bereich und Reisegruppen. Neuerdings verzeichnet der Kreis Gütersloh auch wieder Infektionen in Pflege- und Senioreneinrichtungen. Ab zwei Infektionen spricht man von einem kleinen Cluster.

12.45 Uhr: 236 gemeldete Infektionen im Kreis Höxter

Die Zahl der aktiv mit dem Coronavirus Infizierten im Kreis Höxter steigt weiter schnell. Am Sonntag meldete das Gesundheitsamt 236 Fälle, 38 mehr als am Freitag. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert fällt leicht, bleibt aber mit 109,8 Fällen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche deutlich mehr als doppelt so hoch, wie der festgelegte Grenzwert von 50. Zwei Drittel der bekannten Corona-Infektionen sind derzeit in Steinheim (62), Bad Driburg (46) und Brakel (38). Die Zahlen steigen aber auch leicht in Warburg (26), Borgentreich (20), Höxter (16) und Willebadessen (14). Weiter wenige Fälle gibt es in Beverungen (7), Marienmünster (5) und Nieheim (2). In der Region hat nur der niedersächsische Nachbarkreis Holzminden noch nicht den Grenzwert von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner Innerlab einer Woche überschritten.

12.23 Uhr: Kita in Verl bleibt bis Mittwoch zu 

Die neue städtische Kita in Verl-Sürenheide muss in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt bis einschließlich Mittwoch, 4. November, geschlossen bleiben . Erzieherinnen hatten sich mit dem Coronavirus infiziert. Seit Mittwoch ist die Einrichtung deshalb geschlossen.Das Jugendamt der Stadt Verl hatte zunächst gehofft, nach der vorsorglichen Schließung aller fünf Gruppen den Betrieb für drei Gruppen am kommenden Montag wieder aufnehmen zu können. Doch wie sich im Verlauf des Freitags herausstellte, ist dies nicht möglich.

11.37 Uhr: Zahl der Todesfälle wird laut Studie im November ansteigen

In den kommenden Wochen werden einer Studie zufolge deutlich mehr Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion sterben als in den vergangenen Wochen. Modellrechnungen zeigen, dass die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 in Deutschland bereits Anfang November auf 500 bis 800 pro Woche ansteigen dürfte, sagte die Leiterin einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, Viola Priesemann. Möglicherweise falle der Anstieg sogar noch stärker aus.

Die bisher niedrigen Zahlen von Todesfällen seien darauf zurückzuführen, dass sich bis Ende September überwiegend Menschen unter 60 Jahren angesteckt haben, erläuterten die Wissenschaftler um Priesemann. Seitdem steige die Zahl der gemeldeten Infektionen auch bei Über-60-Jährigen. Dies führe mit einem Zeitverzug von etwa zwei Wochen auch zu einem Anstieg der Todesfälle. 

10.24 Uhr: Ganz NRW ist Risikogebiet

Ganz Nordrhein-Westfalen ist laut RKI Risikogebiet. Wie aus der Website hervorgeht, hat jetzt auch Soweit die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten. Damit ist das Bundesland nun auf der Karte komplett rot oder hellrot markiert. Besonders angespannt bleibt die Situation der Statistik zufolge in Solingen mit einem Wert von 206 - mehr war es bisher nirgends in NRW.

9.45 Uhr: Weiterer Todesfall in OWL

In OWL gibt es einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavisrus. Ein 91-Jähriger aus Bad Lippspringe ist mit einer Covid-19-Infektion verstorben . Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter: 80 neue Covid-19- Fälle wurden dem Paderborner Kreisgesundheitsamt am Samstag, 31. Oktober, Stand 20 Uhr, übermittelt. Aktuell sind 461 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Derweil gibt es auch in der Klinik am Park mindestens vier weitere Corona-Fälle. Bislang waren 67 Fälle bekannt.

In Bielefeld werden am Sonntag  weitere 65 Coronafälle  gemeldet. Nach den Berechnungen des Robert-Koch-Instituts liegt der Inzidenzwert jetzt bei 130,2.

9.34 Uhr: Warnung vor Kollaps in Krankenhäusern

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans befürchtet, dass die Intensivkapazitäten in Krankenhäusern während der Corona-Pandemie nicht ausreichen . Ein Medizinexperte hält die Lage für deutlich dramatischer als zu Beginn der Pandemie im Frühjahr. «Die Situation ist erschreckend und alarmierend: Schon bald kann es zu einem Kollaps in vielen der 1900 Krankenhäuser in Deutschland kommen», sagte der CDU-Politiker der «Bild am Sonntag». Gerade jetzt, wo in der zweiten Corona-Welle jeder Intensiv- und Beatmungsplatz dringend benötigt werde, würden Kliniken aus der Versorgung fallen, Stationen geschlossen und Notaufnahmen abgemeldet. «Grund ist fehlendes oder erkranktes Pflegepersonal.»

 Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, sagte der Zeitung: «Es ist in einigen Bundesländern nicht mehr viel Spielraum. Berlin hat nur noch 14 Prozent freie Intensivbetten, Bremen 17 Prozent.» Dies liege auch daran, «dass viele Kliniken immer noch ihr Routineprogramm durchführen».

9.08 Uhr: Neue Regeln ab Montag

Ein Rekord bei den Neuinfektionen, ein Notfall-Plan für überlastete Intensivstationen - und von Montag an bundesweit strenge Regeln, damit die Corona-Krise nicht außer Kontrolle gerät. Eine Übersicht über die Regeln im November gibt es hier .

7.32 Uhr: Teil-Lockdown in England und Österreich

Auch in Österreich und England soll im November das öffentliche Leben zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder massiv heruntergefahren werden. n beiden Ländern tritt im Laufe der kommenden Woche ein Teil-Lockdown ähnlich wie in Deutschland in Kraft. Schulen sollen dabei weitgehend geöffnet bleiben, wie die Regierungschefs am Samstag erklärten. In Österreich gelten die neuen Regeln von Dienstag an, in England ab Donnerstag. Die Beschränkungen sind weitreichend: Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen müssen schließen, ebenso das Hotel- und Gastgewerbe - nur Essen zum Mitnehmen und Lieferungen sind erlaubt.

7.06 Uhr: 14.177 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 14.177 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 532.930 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Vor genau einer Woche waren 11.176 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden.

Samstag, 31. Oktober

21.00 Uhr: Demos gegen Corona-Maßnahmen - Kritik von Gegendemonstranten

Aus Protest gegen Corona-Maßnahmen sind in Düsseldorf und Recklinghausen Kritiker auf die Straße gegangen. Polizeiangaben zufolge waren es in der Landeshauptstadt mehrere Hundert Teilnehmer, die am Samstagnachmittag zu der Veranstaltung der selbst ernannten „Corona Rebellen“ auf einen großen Platz am Rhein kamen. Angemeldet waren 300.

Unweit von der Protestkundgebung kamen Gegendemonstranten zusammen, nach Angaben des Bündnisses „Düsseldorf stellt sich quer“ waren es etwa 100. Sie warfen den Anti-Coronamaßnahmen-Demonstranten vor, unsachlich zu argumentieren und aus einer extremen politischen Ecke zu kommen.

In Recklinghausen fand ebenfalls eine Demonstration gegen die Coronamaßnahmen statt, das Motto des Veranstalters aus dem „Querdenken“-Spektrum hieß „Freiheit & Grundgesetz“. Nach Polizeischätzung kamen 130 Menschen. Es kam laut Polizei zu keinen Störungen.

20.25 Uhr: Die Zahlen aus OWL: 560 Neuinfektionen  und drei weitere Todesfälle

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, RKI bzw. Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben am Samstag insgesamt 560 Neuinfektionen gemeldet. Weitere Todesfälle gab es in den Kreisen Paderborn, Gütersloh und Lippe. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiterhin im Kreis Herford am höchsten.

Kreis Herford
aktuell infiziert: 610 (+44)  
Fälle insgesamt: 1503 (+91)
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 194,8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 705 (+57)
Fälle insgesamt: 4197 (+115)
davon Todesfälle: 22 (+1)
Sieben-Tage-Inzidenz: 169,3

Bielefeld
aktuell infiziert: 619 (Zahl vom Freitag)
Fälle insgesamt: 1958 (+77)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 131,1

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 218 (+20)
Fälle insgesamt: 717 (+28)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 119,8

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert: 505 (+44)
Fälle insgesamt: 1630 (+69)
davon Todesfälle: 17  
Sieben-Tage-Inzidenz: 106,6

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 543 (+62)
Fälle insgesamt: 1813 (+101)
davon Todesfälle: 32 (+1)
Sieben-Tage-Inzidenz: 105,3

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 461 (+79) 
Fälle insgesamt: 1445  (+80)
davon Todesfälle: 39 (+1) 
Sieben-Tage-Inzidenz: 86,1

19.25 Uhr: Ausschreitungen in Rom

In der italienischen Hauptstadt Rom ist es am Samstag bei Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Nach Medienberichten versammelten sich auf dem zentralen Campo de' Fiori mehrere hundert Menschen. Sie wandten sich gegen einen möglichen neuen Lockdown.

Auf Videos und im Fernsehen war zu sehen, dass Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten flogen. Beamte gingen mit Schlagstöcken gegen die Menge aus oft jungen Menschen vor. Manche trugen Italien-Fahnen oder einen grün-weiß-roten Mundschutz.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa setzten einige ihre Demonstration in einem anderen Stadtteil fort. Unter den Organisatoren seien rechtsradikale Kräfte gewesen. Am Abend gab es eine weitere Demo, in der linke Gruppen gegen soziale Probleme als Folge der Krise protestierten.

15.34 Uhr: Türkischer Innenminister mit Coronavirus infiziert

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch seine Frau und seine Tochter hätten sich infiziert, teilte er am Samstag auf Twitter mit. Sie würden alle im Krankenhaus behandelt. «Glücklicherweise geht es uns jetzt etwas besser», ergänzte er. Soylu ist der höchste türkische Amtsträger, der sich bislang mit dem Virus angesteckt hat.

Die Türkei mit ihren etwa 83 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Pandemie nach offiziellen Zahlen rund 373.000 Infektionsfälle und 10.177 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Seit der Lockerung der Corona-Regeln von Juni an sind die Fallzahlen in den vergangenen Wochen wieder gestiegen.

14.10 Uhr: Drei weitere Todesfälle in Seniorenheim im Landkreis Osnabrück

In den vergangenen drei Tagen sind weitere drei mit dem Coronavirus infizierte Bewohner des Vitalis-Wohnparks Bad Essen verstorben . „Darüber sind wir sehr erschüttert“, erklärt Susanne Schmidt, Geschäftsführerin der Vitalis Wohnpark GmbH. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen. Ihnen gilt unser tiefes Beileid.“

Seit dem Corona-Ausbruch Anfang Oktober sind in dem Seniorenheim insgesamt 14 Senioren verstorben.

13.50 Uhr: Touristen müssen Hotels in Bayern verlassen

Schlechte Nachricht für Touristen in Bayern: Sie müssen ihren Urlaub wegen der verschärften Corona-Maßnahmen vorzeitig abbrechen und ihre Unterkünfte spätestens am Vormittag des 2. November verlassen . Touristische Übernachtungen seien von dem Tag an nicht mehr gestattet, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums. «Übernachtungsgäste dürfen aus Kulanz auch noch im Laufe des Vormittags des 2. Novembers abreisen, obwohl die Verordnung eigentlich schon ab Mitternacht gilt.»

12.05 Uhr: SC Verl sagt nach positiven Tests Spiel kurzfristig ab

Die Partie in der 3. Fußball-Liga zwischen dem SC Verl und dem FSV Zwickau ist kurzfristig abgesagt worden . Das für Samstag um 14 Uhr vorgesehene Duell des 8. Spieltages kann aufgrund zweier positiver Testergebnisse in der Mannschaft der Gastgeber nicht ausgetragen werden, wie der Aufsteiger am Samstag bekannt gab.

10.46 Uhr: Müntefering: „Wir müssen das durchziehen“

Der Umgang mit der Corona-Pandemie ist nach Ansicht des früheren SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering ein Lehrstück für die Kraft der Demokratie in Deutschland. „In der Pandemie hat sich unsere Demokratie als stabil gezeigt“, sagte Müntefering der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. So wie Politik und Gesellschaft in Deutschland auf die Gefahr durch das Virus reagieren, zeigt sich in seinen Augen, ob die politischen Spielregeln funktionieren.

Inmitten aller Sorgen um das Wohlergehen des Landes und der Menschen in der Krise macht der 80-Jährige aber auch Hoffnung. Die erste Beobachtung des früheren SPD-Fraktionschefs, der die Politik über Jahrzehnte mitprägte und auf eine mehr als 30-jährige Erfahrung als Abgeordneter zurückblickt: „Die große Mehrheit der Bevölkerung vertraut darauf, dass die Politik sich nach besten Kräften bemüht, vernünftige Lösungen zu finden.“ Tatsächlich zeigen auch jüngste Umfragen eine mehrheitliche Unterstützung der Anti-Corona-Politik.

Der Föderalismus kann nach Münteferings Ansicht helfen, entbinde aber nicht von der Verantwortung fürs Ganze. „Und politische Verantwortung nicht von der jedes Einzelnen“, sagt er. „Die Infizierungsgefahr endet nicht, wenn die Politik das beschließt, sondern wenn alle beitragen, sich nicht zu infizieren und andere auch nicht.“ Die Mehrheit, im Grunde alle, müssten den Mut haben, zu sagen: „Wir müssen das durchziehen, müssen die Pandemie eindämmen und Arbeit, Wirtschaft und Sozialstaat und Gesundheit eines jeden Menschen zu schützen versuchen.“

10.09 Uhr: Neuer Höchstwert: 19.059 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19.059 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht . Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 18.681 Fällen. Am Samstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 14.714 Neuinfektionen gemeldet.

Noch Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 518.753 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 31.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 103 auf insgesamt 10.452.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,06 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Freitag bei 1,21. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

9.10 Uhr: 19 Millionen Euro Corona-Nothilfe im Profisport bewilligt

Etwas mehr als 19 Millionen Euro aus dem Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes sind bislang in den Profisport geflossen . Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport zu mildern. Angesprochen sind Sportvereine und Unternehmen im professionellen und semiprofessionellen Wettbewerb.

Die «Coronahilfen Profisport» haben ein Volumen von 200 Millionen Euro. Die Antragsfrist sollte eigentlich am 31. Oktober auslaufen, sie wurde aber nach Verkündung des Teil-Lockdowns bis zum 11. November verlängert.

8.30 Uhr: Scholz weiter gegen Verlängerung von Mehrwertsteuersenkung

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat seine Position bekräftigt, die befristete Mehrwertsteuersenkung auch wirklich zum Jahresende auslaufen zu lassen. „Gerade weil diese Steuersenkung sowie die vorübergehende Einführung der degressiven Abschreibung befristet worden sind, zeigen sie Wirkung. Die Konsumenten und die Unternehmen sollen nicht alle auf bessere Zeiten warten. Das ist das ganze Geheimnis des Erfolgs“, sagte der Vizekanzler der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstag). „Frau Merkel und ich sind uns einig, dass die Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende ausläuft.“

Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze: 16 statt 19 Prozent beziehungsweise 5 statt 7 Prozent. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln.

6.45 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

Bis auf den Kreis Paderborn liegen inzwischen alle Kreise in Ostwestfalen-Lippe und die Stadt Bielefeld über der Hunderter-Marke. Den Höchstwert an bestätigten Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner erreicht der Kreis Herford mit 194,7.

(RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Bielefeld: 131,1 (129,6) 

Kreis Paderborn: 86,1 (83,2) 

Kreis Höxter: 119,8 (114,1) 

Kreis Gütersloh: 169,3 (152,9) 

Kreis Herford: 194,7 (179,6) 

Kreis Minden-Lübbecke: 106,6 (94,1) 

Kreis Lippe: 105,3 (84,6) 

6.40 Uhr: Wieder US-Tagesrekord mit fast 100.000 Neuinfektionen

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA mit fast 100.000 kurz vor der Präsidentenwahl  einen neuen Höchststand erreicht . Am Freitag wurden 99 321 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorgeht. Das sind fast 11.000 mehr als noch am Vortag.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 9,05 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 229.700 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

6.04 Uhr: Covid-19-Intensivpatienten sollen verteilt werden

Bund und Länder wollen an Covid-19 erkrankte Intensivpatienten bei knappen Kapazitäten künftig zwischen den Bundesländern verteilen .«Entwickelt sich eine Lage, die eine Verlegung über die Nachbarländer beziehungsweise angrenzende Regionen hinaus erforderlich macht, findet ein sogenanntes Kleeblattprinzip Anwendung», heißt es im Konzept des Bundesinnenministeriums, das den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD): «Deutschland ist hierfür in fünf Regionen aufgeteilt, welche sich sowohl innerhalb der Regionen als auch zwischen den Regionen über die Auslastung der klinischen Kapazitäten informieren und im Bedarfsfall freie klinische Kapazitäten zur Verfügung stellen. Sollte sich in einem Bundesland oder einer Region eine starke Beanspruchung abzeichnen oder sogar eine Überlastung eintreten, wird über zentral eingerichtete Stellen in den Regionen der überregionale Patiententransport in aufnahmefähige Regionen organisiert.»

5.30 Uhr: Touristen müssen Mecklenburg-Vorpommern verlassen

Touristen müssen spätestens bis zum 5. November aus Mecklenburg-Vorpommern abreisen . Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Schwerin nach einer Kabinettssitzung an.

Grundsätzlich dürften vom 2. November an für den restlichen Monat keine Gäste mehr für touristische Zwecke aufgenommen werden.

Freitag, 30. Oktober

21.12 Uhr: Forscher: Mehr als neun Millionen Corona-Infektionen in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als neun Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, dicht gefolgt von Indien mit mehr als acht Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo rund 5,5 Millionen Ansteckungen registriert wurden. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus.

Die USA hatten erst vor zwei Wochen die Schwelle von acht Millionen bestätigten Infektionen überschritten. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt im Schnitt auf gut 75.000 pro Tag an. Für Donnerstag etwa meldete Johns Hopkins sogar mehr als 88.000 Neuinfektionen.

Fast 230.000 Menschen sind gestorben - mehr als in jedem anderen Land. Allerdings sind die USA ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Auf 100.000 Einwohner kommen damit knapp 70 Tote, während es in Peru rund 108, in Brasilien und Spanien rund 76 sind. In Deutschland wurden gut zwölf Tote pro 100.000 Einwohner verzeichnet. Weltweit starben laut Johns-Hopkins-Universität knapp 1,2 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert.

20.56 Uhr: Nach Brief an Olaf Scholz: Helge Schneider freut sich über Coronahilfe

Komiker Helge Schneider (65, «Katzeklo») freut sich darüber, dass sein Coronahilfen-Vorschlag prompt vom Bundesfinanzministerium aufgenommen wurde. «Ich freue mich über das Resultat meines einfachen Vorschlags. Ich denke, gute Ideen sind immer hilfreich», erklärte Schneider am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. «So kann es natürlich nicht immer funktionieren, deshalb freu ich mich besonders.»

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte am Mittwoch angekündigt, dass für die Zeit des Teil-Lockdowns im November unter anderem Soloselbstständige ihre Umsatzausfälle im Umfang von 75 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 ersetzt bekommen sollen. Entertainer Helge Schneider hatte am Donnerstag Scholz in einem auf Facebook veröffentlichten Brief aufgefordert, bei der Berechnung der angekündigten Corona-Hilfe nicht den Monat November des Vorjahres, sondern einen Durchschnittswert heranzuziehen. Er zum Beispiel habe im November 2019 nichts verdient.

Finanz-Staatssekretär Wolfgang Schmidt antwortete dem Musiker schließlich auf Twitter: «So machen wir es. Soloselbstständige können wählen: entweder Vorjahresmonatsumsatz (welch Wort) November 2019 oder Durchschnitt des Jahresumsatzes 2019. Davon dann 75 Prozent als Zuschuss. Für die fixen Kosten. Alles Gute!»

Olaf Scholz sprach den Vorschlag am Freitag in einem Interview von «Bild Live» erneut an. «Helge Schneider bekommt Geld, wenn die Angaben stimmen, die in diesem Brief stehen», versprach er.

20.29 Uhr: Mehr als 60 Corona-Fälle in Frankfurter Altenpflegeheim

In einer Frankfurter Altenpflegeeinrichtung sind 46 Bewohner und 22 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Acht der Senioren seien wegen Symptomen ins Krankenhaus gekommen, sagte ein Sprecher des Frankfurter Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Ein infizierter Bewohner mit Vorerkrankungen sei mittlerweile gestorben.

20.04 Uhr: Bundesregierung: Länder sollten Maßnahmen nicht zu zögerlich umsetzen

Die Regierungschefs der Länder sollten bei ihren Verordnungen für den Teil-Lockdown im November aus Sicht der Bundesregierung nicht zu zögerlich sein. «Würden keine oder weniger einschneidende Maßnahmen getroffen, würde sich das Infektionsgeschehen rasant weiter verschärfen», heißt es in einem Schreiben an die Länderchefs, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

«Dies würde zu einer starken Belastung des Gesundheitssystems sowie zu einer Zunahme von schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen in der Bevölkerung führen, wie dies auch in anderen Staaten zu sehen war und ist.» Um diese Gefahr abzuwehren seien die grundrechtsbeschränkenden Maßnahmen angesichts des hohen Schutzguts der öffentlichen Gesundheit gerechtfertigt. Unterschrieben ist der auf den Freitag datierte Brief von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU).

20.00 Uhr: Die Zahlen aus OWL: 605 Neuinfektionen - ein weiterer Todesfall

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, RKI bzw. Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben 605 Neuinfektionen gemeldet, davon 148 im Kreis Gütersloh und 100 in Bielefeld. Ein 87-jähriger Patient aus Minden ist verstorben.

Kreis Herford
aktuell infiziert: 566 (+26)  
Fälle insgesamt: 1412 (+72)
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 179,6

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 648 (+91)
Fälle insgesamt: 4082 (+148)
davon Todesfälle: 21
Sieben-Tage-Inzidenz: 152,9

Bielefeld
aktuell infiziert: 619 (+72)
Fälle insgesamt: 1881 (+100)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 129,6

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 198 (+28)
Fälle insgesamt: 689 (+38)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 114,1

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert: 461 (+67)
Fälle insgesamt: 1561 (+88)
davon Todesfälle: 17 (+1)
Sieben-Tage-Inzidenz: 94,1

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 481 (+66)
Fälle insgesamt: 1712 (+91)
davon Todesfälle: 31
Sieben-Tage-Inzidenz: 84,6

Kreis Paderborn  
aktuell infiziert: 382 (+49)
Fälle insgesamt: 1365 (+68)
davon Todesfälle: 38  
Sieben-Tage-Inzidenz: 83,2

19.24 Uhr: WHO warnt vor Coronavirus-Langzeitfolgen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor Spätfolgen von Coronavirus-Infektionen gewarnt. «Für eine bedeutende Zahl von Menschen hat dieses Virus eine Reihe ernsthafter Langzeitfolgen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitagabend in Genf. Berichte über anhaltende Komplikationen nach Covid-19 gebe es von Krankenhauspatienten ebenso wie von daheim behandelten, jungen sowie alten Menschen. Zahlen dazu, wie viele Patienten betroffen sind, gibt es laut WHO noch nicht.

«Besonders besorgniserregend ist die große Bandbreite an Symptomen, die sich im Laufe der Zeit verändern, oft überschneiden und jedes System im Körper betreffen können», sagte Tedros. Betroffene berichteten etwa von monatelang andauernden Symptomen wie starker Erschöpfung, Atemproblemen, Herzrasen oder Gedächtnisschwierigkeiten, die eine Rückkehr in den Beruf oder Alltag teils unmöglich machten.

19.16 Uhr: Belgien schließt die meisten Geschäfte wieder

Im schwer vom Coronavirus getroffenen Belgien müssen die meisten Geschäfte wieder schließen. Ausnahmen gebe es etwa für Supermärkte, sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach einer Krisensitzung in Brüssel. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europäischen Union.

18.42 Uhr: Solingen stellt in Schulen zur Hälfte auf digital um

Die Stadt Solingen mit rasant steigenden Corona-Neuinfektionen will Klassenstärken halbieren und daher die Hälfte der Schüler digital unterrichten. Eine entsprechende Verfügung für weiterführende Schulen soll ab kommenden Mittwoch bis Ende November gelten, sagte Schuldezernentin Dagmar Becker am Freitag in einer Video-Pressekonferenz. Höchstens 50 Prozent einer Klasse dürften zum Präsenzunterricht erscheinen, für die anderen laufe es dann als Distanzunterricht. Das «Solinger Modell» lasse dabei die Schulen organisatorisch entscheiden, ob sie etwa im Wochenblock oder tageweisen Wechsel verfahren wollten.

Das NRW-Schulministerium meldete einen Vorbehalt an: «Ob und inwieweit das Vorgehen der Stadt Solingen den rechtlichen Vorgaben entspricht und aufgrund des Infektionsgeschehens an den Schulen in Solingen angemessen ist, wird derzeit durch die zuständigen Behörden und Stellen des Landes geprüft, die dann rechtzeitig vor Inkrafttreten der Solinger Regelungen am Mittwoch entscheiden», hieß es aus dem Schulministerium.

16.25 Uhr: Touristen in Niedersachsen müssen Urlaub nicht abbrechen

Touristen müssen ihren Urlaub in Niedersachsen anders als in Schleswig-Holstein nicht abbrechen, wenn sie vor Beginn des neuen Teil-Lockdowns anreisen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Verordnung des Landes hervor. Aufenthalte mit Übernachtung, die bereits vor dem 2. November angetreten worden seien, müssten nicht abgebrochen werden, heißt es in der Regelung des Landes.

16.16 Uhr: Corona-Hotspot Bergamo steht besser da als im Frühjahr

Bergamo bleibt auch in der zweiten Corona-Welle etwas Besonderes: Im Frühjahr war das Gebiet um die norditalienische Stadt eine der am schlimmsten von dem Virus betroffenen Zonen. Die Bilder der Militärlastwagen mit Särgen gingen um die Welt. Aktuell scheinen die Menschen dort besser durch die zweite Corona-Welle zu kommen als in vielen anderen Teilen Italiens. Obwohl die Region Lombardei, zu der Bergamo gehört, erneut an der Spitze bei den Zahlen der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in Italien steht, ist die Lage in Bergamos Krankenhäusern eher entspannt.

«In der Provinz hat sich so etwas wie eine weit verbreitete Immunität entwickelt», sagte Fabio Pezzoli, für Gesundheit zuständiger Direktor im Hospital Papa Giovanni XXIII, der Zeitung «La Repubblica» vom Freitag. Dagegen sieht die Lage in der rund 50 Kilometer entfernten Metropole Mailand dramatischer aus. Am Donnerstag meldete die Provinz Bergamo 135 Neuinfektionen in 24 Stunden, verglichen mit mehr als 3200 in der Provinz Mailand. Bezogen auf die Bevölkerungsgröße bedeute das achtmal so viel Fälle dort wie in Bergamo, sagte Bergamos Bürgermeister Giorgio Gori im Fernsehen der Rai.

Experten versuchen derzeit, mögliche Gründe zu finden. Einige nannten ein vorsichtiges Verhalten der Menschen rund um Bergamo als Folge des Schocks vom Frühjahr. Franco Locatelli, Mitglied einer Beratungsgruppe der Regierung, sprach vor der Auslandspresse in Rom von «einer Art der sozialen Prägung». Andere Fachleute vermuten, dass große Teile der Bevölkerung durch Virus-Antikörper eines ersten Kontakts mit dem Erreger geschützt seien.

So hatte eine Studie mit fast 21.500 Menschen aus der Bergregion Val Seriana vor den Toren der Stadt ergeben, dass sich dort im Frühjahr rund 42 Prozent der Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt hatten. Bei den allermeisten war die Infektion - ob mit oder ohne Symptome - zum Untersuchungszeitpunkt im Juli wieder abgeklungen, wie die Behörden berichtet hatten.

14.29 Uhr: Touristen müssen Schleswig-Holstein bis 2. November verlassen

Touristen müssen aus Schleswig-Holstein spätestens bis zum 2. November abreisen. Für Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie in den Autozügen, teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel mit. Damit soll der Abreiseverkehr entzerrt werden.

Die Regierung verwies auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse für einen Teil-Lockdown, der am 2. November beginnt und vier Wochen dauern soll. Die Ministerpräsidentenkonferenz habe am vergangenen Mittwoch beschlossen, dass «Übernachtungsangebote im Inland nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht-touristische Zwecke zur Verfügung gestellt» werden. Für Schleswig-Holstein gelte deshalb, dass mit wenigen Ausnahmen für die kommenden vier Wochen keine Beherbergungsleistungen mehr in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen angeboten werden.

Erlaubt bleibe weiterhin eine Beherbergung aus beruflichen oder sozial-ethischen Gründen (beispielsweise Bestattung oder Sterbebegleitung) sowie medizinisch veranlassten Zwecken wie beispielsweise zur Begleitung von Kindern bei einem Krankenhausaufenthalt, erläuterte ein Regierungssprecher. Einzelheiten zu den Eindämmungsmaßnahmen werde eine Landesverordnung regeln. Sie soll bis Sonntag erarbeitet und dann veröffentlicht werden. «In Kraft treten wird die neue Verordnung am Montag», hieß es.

13.50 Uhr: Senioren in Vlothoer Pflegeheim negativ getestet

Eine gute Nachricht aus dem Vlothoer Alten- und Pflegeheim Simeonsstift: Die nach dem Corona-Fall einer Mitarbeiterin getesteten 21 Senioren der beiden Wohngruppen, die mit der Erkrankten Kontakt hatten, sind alle negativ getestet worden . Das hat Claudia Schröder, Sprecherin des Evangelischen Johanneswerkes als Träger des Simeonsstiftes, am Freitagvormittag mitgeteilt.

13.08 Uhr: Martinsumzüge sind in NRW verboten

Martinsumzüge sind in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen verboten. Das teilte das Landesgesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die neue Corona-Schutzverordnung erlaube Veranstaltungen nur noch, „wenn es dafür einen ausdrücklichen Ausnahmetatbestand in der Verordnung gibt“, erklärte ein Sprecher. „Da Martinszüge keine berufliche Veranstaltung sind und auch keine der Daseinsfürsorge dienende Veranstaltung, sind sie leider nicht zulässig.“ Auch für feste Gruppen wie Schulklassen gebe es keine Ausnahmen.

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen hatten Bund und Länder am Mittwoch drastische Einschnitte beschlossen, die vor allem den Freizeitbereich treffen. In der am Freitag veröffentlichten neuen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW werden Martinszüge nicht ausdrücklich erwähnt.Sankt Martin ist am 11. November. In nahezu allen Städten Nordrhein-Westfalens ziehen um diesen Tag herum Schulen, Kitas und andere Kindergruppen mit bunten Laternen durch die Straßen. Oft werden sie begleitet von Musikkapellen und einem reitenden Darsteller des Heiligen Martin, der der christlichen Legende nach seinen Mantel mit einem Bettler teilte.Vor anderthalb Wochen hatte das Gesundheitsministerium noch mitgeteilt, dass Martinsumzüge unter Einhaltung von Abstandsregeln und mit Personenbeschränkungen stattfinden dürften.

12.34 Uhr: Kein Weihnachtsmarkt in Herford

Jetzt ist es offiziell: Am Freitagmorgen hat einer der letzten Städte in der Region auch Herford seinen Weihnachtsmarkt abgesagt. Trotzdem soll in Herford ein weihnachtliches Ambiente Einzug halten. Die Details sollen zeitnah von der Pro Herford mitgeteilt werden. „Falls es die Fallzahlen zulassen, werden wir gegebenenfalls im Dezember und Januar versuchen, etwas ad hoc zu organisieren“, sagt Bürgermeister Tim Kähler, „aber klar ist auch, dass die Adventszeit in diesem Jahr ganz anders sein wird, als wir sie sonst kennen.“

11.55 Uhr: Laschet ruft zu Verzicht auf

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die coronabedingten harten Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens ab dem 2. November verteidigt. „Das, was wir machen, ist verhältnismäßig, geeignet und angemessen“, sagte er am Freitag in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zur Corona-Krise. Allerdings sei es auch für viele eine Zumutung, räumte er ein. Daher werde es staatliche Entschädigung für wirtschaftlich Betroffene geben.

Angesichts der exponentiell steigenden Neuinfektionszahlen müsse alles getan werden, um die zweite Corona-Welle zu brechen, bekräftigte Laschet. Es sei eine Illusion zu glauben, dass die bereits dramatischen Entwicklungen in Nachbarländern wie Belgien oder Frankreich nicht übergreifen könnten.Laschet appellierte eindringlich am die Bürger, Verzicht zu üben und unnötige Kontakte zu meiden - und zwar schon an diesem letzten Wochenende vor Inkrafttreten der verschärften Corona-Schutzverordnung. „Verzichten Sie auf die üblichen Halloween-Partys“, sagte Laschet. Alle müssten mit strengen Kontrollen und Sanktionierungen rechnen. „Die örtlichen Ordnungsämter werden keinen Missbrauch dulden.“

11.29 Uhr: Fast 40.000 aktuell Infizierte in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind aktuell 39 900 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das meldete das Robert Koch-Institut am Freitag. Mit landesweit 140 neuen Fällen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche stieg die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an. Gut die Hälfte der Städte und Kreise in NRW waren auf der RKI-Karte dunkelrot gefärbt, lagen also über einer Wochen-Inzidenz von 100 Neuinfektionen.

Nur der Kreis Soest mit 301 800 Einwohnern blieb weiterhin mit einem Wert von 45,1 gelb eingefärbt - lag also unterhalb des Schwellenwerts von 50.

Die Millionenstadt Köln verzeichnete einen Wert von 202,6 laut RKI, die Landeshauptstadt kam auf 172,7 und für die größte Ruhrgebietsstadt Dortmund wurde eine Kennzahl von 173,1 ermittelt. Besonders hoch fiel die Zahl der Neuinfektionen in Solingen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 283,8 sowie in Remscheid mit 245,2 und Duisburg mit 243,4 aus.

9.28 Uhr: Europäer setzen auf Testen und Warnen

Testen, warnen, impfen: Die EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten, um die zweite Corona-Welle zu brechen. Dies vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen bei einer Videokonferenz . Kurzfristig sehen sich aber immer mehr Länder gezwungen, Kontakte im Alltag auszubremsen: Heute geht Frankreich in einen neuen weitgehenden Lockdown.

«Wir sitzen alle im selben Boot», sagte EU-Ratschef Charles Michel nach der Videoschalte der 27 EU-Staats- und Regierungschefs. Im Frühjahr lief die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft holprig - unter anderem mit unabgestimmten Grenzschließungen und nationalen Alleingängen. In der zweiten Corona-Welle will man es besser machen, um das Virus zumindest auf Sicht besser zu managen und einzudämmen.

8.39 Uhr: „Die Stimmung ist katastrophal“

Der am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossene „Lockdown light“ sorgt in Bielefeld in den betroffenen Branchen für Bestürzung – und hat auch Auswirkungen auf Bereiche, die nicht davon betroffen sind.

„Die Stimmung ist katastrophal“, sagt Regine Tönsing, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Ostwestfalen (Dehoga). „Wir haben den ganzen Sommer über gekämpft, um einen zweiten Lockdown zu verhindern, und jetzt das.“ Tönsing hat Zweifel, ob die Zusage, im November bis zu 75 Prozent des entsprechenden Vorjahresumsatzes ersetzt zu bekommen, tatsächlich umgesetzt wird.

7.30 Uhr: RKI meldet 18.681 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11.242 Neuinfektionen gemeldet.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 499.694 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 30.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 77 auf insgesamt 10.349. Das RKI schätzt, dass rund 345 700 Menschen inzwischen genesen sind.

6.55 Uhr: Flixbus stellt Betrieb im November vorübergehend ein

Der Fernreise-Anbieter Flixbus stellt aufgrund der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen seinen Betrieb vorübergehend ein. Der Mitgründer und Geschäftsführer von FlixMobility, André Schwämmlein, verwies in der „Welt am Sonntag“ auf die von der Politik gewünschten Reiseeinschränkungen. „Deswegen fahren wir unseren Bus- und Zugbetrieb jetzt im November auch komplett runter in der Hoffnung, an Weihnachten mit Flixbus für unsere Kunden im Einsatz sein zu können. Flixtrain macht vorübergehend Winterpause.“ Wenn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darum bitte, „nicht zu reisen, hat das natürlich Einfluss auf die Nachfrage“, sagte Schwämmlein.

Schon im Frühjahr hatte das Unternehmen angesichts der Corona-Auflagen vorübergehend keine Fahrten mehr angeboten.

6.20 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

Die Inzidenzwerte sind in allen Kreisen Ostwestfalen-Lippes und in der Stadt Bielefeld gestiegen. Im Kreis Höxter klettert der Wert mit 114,1 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner über die Hunderter-Marke. Spitzenreiter bleibt der Kreis Herford mit 179,6. (RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Bielefeld: 129,6 (120,2) 

Kreis Paderborn: 83,2 (71,8) 

Kreis Höxter: 114,1 (99,1) 

Kreis Gütersloh: 152,9 (140,8) 

Kreis Herford: 179,6 (172) 

Kreis Minden-Lübbecke: 94,1 (80,5) 

Kreis Lippe: 84,6 (77,7) 

6.10 Uhr: Rechtliche Zweifel an Teil-Lockdown

Wenige Tage vor Beginn des Teil-Lockdowns in ganz Deutschland gibt es starke Zweifel, ob die neuen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern juristisch wasserdicht sind . Der Jurist und FDP-Vize Wolfgang Kubicki schreibt in einem Gastbeitrag für die «Passauer Neue Presse»: «Die Beschlüsse bleiben von solch einer bemerkenswerten Widersprüchlichkeit, dass nur fraglich erscheint, wann das erste Gericht sie kippt und nicht ob.» Der Bundestagsvizepräsident fragt: «Warum müssen Nagelstudios schließen, nicht aber Friseure? Wieso werden auch dort Restaurants geschlossen, wo man noch weit entfernt ist von den selbst definierten Schwellenwerten?» All das sei nicht mehr zu erklären.

Der Staatsrechtler Ulrich Battis erwartet eine erfolgreiche Klagewelle: «Ich gehe fest davon aus, dass es eine hohe Anzahl an Klagen geben wird und dass auch viele wie bisher in einstweiligen Rechtsschutzverfahren damit durchkommen werden, siehe die gekippten Beherbergungsverbote und Sperrstunden.»

5.12 Uhr: Umfrage: Mehrheit für Maßnahmen

Die Mehrheit der Bürger unterstützt nach einer Umfrage den geplanten Teil-Lockdown im November oder wünscht sich sogar noch weitergehende Schritte, um die Pandemie wieder einzudämmen. In einer Forsa-Erhebung für RTL und ntv befürworteten 50 Prozent die von Bund und Ländern beschlossenen strikten Maßnahmen. Weiteren 16 Prozent der 1014 Befragten reichen sie noch nicht aus. Genau einem Drittel dagegen gehen sie zu weit.

Donnerstag, 29. Oktober

20.16 Uhr: Erste Bewohner von Bad Lippspringer Seniorenheim kommen aus Kliniken zurück

Im privaten Alten- und Pflegeheim Jordanquelle in Bad Lippspringe haben am Dienstag weitere Corona-Testungen der Mieter in den Wohngemeinschaften im Neubau stattgefunden. Das Ergebnis: Alle sind negativ. Tags zuvor waren drei an Covid 19 erkrankte Bewohner der Einrichtung gestorben. 

Nach Angaben der Geschäftsführung gab es am Donnerstag (Stand 12 Uhr) 45 bestätigte Infektionen unter Bewohnern und 19 bei Mitarbeitern.

18.43 Uhr: Corona-Notstand in Spanien bis Mai 2021

Im von der Pandemie besonders schwer getroffenen Spanien wird der Corona-Notstand bis Mai 2021 herrschen. Auf Antrag der linken Regierung billigte das Parlament in Madrid eine ebenso umstrittene wie lange Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes.

Bei der Debatte vor der Abstimmung hatte Gesundheitsminister Salvador Illa vor «sehr schweren Monaten» gewarnt. Man müsse «zum Wohle aller vereint handeln», forderte er.

17.51 Uhr: Die Zahlen aus OWL

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, RKI bzw. Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben 356 Neuinfektionen gemeldet.

Kreis Herford 
aktuell infiziert: 540 (+77)  
Fälle insgesamt: 1340 (+80)
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 172,0 (+10,4)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 557 (+74)
Fälle insgesamt: 3934 (+123)
davon Todesfälle: 21
Sieben-Tage-Inzidenz: 140,8 (+19,7)

Bielefeld
aktuell infiziert: 547 (+37)
Fälle insgesamt: 1781 (+66)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 120,3 (+6,0)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 170 (+21)
Fälle insgesamt: 651 (+27)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 99,1 (+14,3)

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert: 394 (+56)
Fälle insgesamt: 1473 (+70)
davon Todesfälle: 16
Sieben-Tage-Inzidenz: 80,5 (+7,4)

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 415 (+31)
Fälle insgesamt: 1619 (+45)
davon Todesfälle: 31
Sieben-Tage-Inzidenz: 77,7 (+6,0)

Kreis Paderborn  
aktuell infiziert: 333 (+60)
Fälle insgesamt: 1297 (+61)
davon Todesfälle: 38 (+1)
Sieben-Tage-Inzidenz: 71,8 (+11,0)

16.17 Uhr: Europa gegen Corona: Merkel sieht EU vor Bewährungsprobe

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht Corona für Europa als entscheidende Bewährungsprobe. Legitimität und Leistungsfähigkeit des europäischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems würden weltweit auch nach dem Umgang mit der Pandemie beurteilt, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag vor einem EU-Videogipfel. Europa stehe in einem hartem globalen Wettbewerb.

Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs wollen sich am Abend (ab 18.30 Uhr) zusammenschalten, um eine gemeinsame Linie vor allem bei Test- und Impfstrategien zu suchen.

14.46 Uhr: EZB bleibt in Corona-Krise in Alarmbereitschaft

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält sich in der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen offen. Zunächst bleiben sowohl das milliardenschwere Anleihenkaufprogramm als auch die Zinsen unverändert, wie der EZB-Rat entschied.

Die seit einem Jahr amtierende Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde hatte jedoch kürzlich betont: «Wenn mehr getan werden muss, werden wir mehr tun.»

13.07 Uhr: Bevorstehender Lockdown trübt gute Stimmung am Arbeitsmarkt

Es hätte eine Erfolgsstory werden können: Deutschlands Arbeitsmarkt hat sich im Oktober auffallend gut erholt. 2,760 Millionen Menschen sind arbeitslos, 87.000 weniger als im September.

Das ist im Corona-Jahr im Vergleich zu früheren Jahren eine ausgesprochen deutliche Herbsterholung, im Durchschnitt sinkt die Zahl der Arbeitslosen von September auf Oktober nur um 48.000, wie der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, am Donnerstag in Nürnberg erläuterte.

Die Sache hat nur zwei Haken: Die Oktober-Zahlen der Bundesagentur werden nur bis Mitte des Monats erhoben - in diesem Fall also vor dem drastischen Anstieg der Corona-Infektionszahlen. Zweitens wurde weniger als 24 Stunden vor Bekanntgabe der Arbeitsmarktstatistik bekannt, dass es zu einem zweiten Teil-Lockdown im Kampf gegen die Pandemie kommen wird - die Freude über die Oktober-Erholung könnte also von kurzer Dauer sein.

12.53 Uhr: Spaniens Parlament debattiert über Corona-Notstand

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hat vor «sehr schweren Monaten» gewarnt. Man müsse «zum Wohle aller vereint handeln», sagte Illa am Donnerstag in Madrid zum Auftakt einer Parlamentsdebatte über eine umstrittene Verlängerung des Corona-Notstands um sechs Monate. 

Nach Medienberichten wird der Antrag der linken Minderheitsregierung trotz aller Kritik aus verschiedenen Sektoren mit rund 190 der insgesamt 350 Stimmen angenommen werden. Die Abstimmung wird nicht vor 19 Uhr erwartet.

Gegen die Verlängerung bis zum 9. Mai hatten sich neben der rechten Opposition auch Regionalparteien und Unternehmerverbände ausgesprochen. Ministerpräsident Pedro Sánchez habe aber kleinere Parteien mit Zugeständnissen überzeugt, berichteten die Zeitung «El País» und andere Medien übereinstimmend.

Sánchez hatte am Sonntag den sogenannten Alarmzustand - die dritthöchste Notstandsstufe - ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Der Notstand gilt zunächst für zwei Wochen. Eine Verlängerung muss gemäß Verfassung vom Parlament in Madrid genehmigt werden.

11.28 Uhr: Intensivmediziner warnen vor drohender Überlastung

Auf Deutschlands Intensivstationen rollt in der Corona-Pandemie eine Covid-19-Welle zu, die jene vom Frühjahr weit übertreffen könnte. In zwei Wochen kämen die großen Zentren unter Maximalbelastung, warnt ein Experte für Intensiv- und Notfallmedizin.

«Es ist jetzt schon nachweislich schlimmer als im Frühjahr», sagt Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur. «In 14 Tagen haben wir die schweren Krankheitsfälle und unsere großen Zentren kommen unter Maximalbelastung.» Kliniken müssten sich deshalb bereits jetzt fragen, bei welchen Patienten sie vereinbarte Operationen guten Gewissens verschieben könnten. Die Devise könne nur lauten: «Fahrt runter!».

10.05 Uhr: Merkel verteidigt harte Einschnitte gegen Corona

Kanzlerin Angela Merkel hat die breite Debatte über die harten Anti-Corona-Maßnahmen begrüßt und vor Populismus gewarnt. «Kritische Debatte schwächt nicht die Demokratie, sie stärkt sie», sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag bei ihrer Regierungserklärung im Bundestag in Berlin.

Sie mahnte aber auch: «Beschwichtigendes Wunschdenken und populistische Verharmlosung wären nicht nur unrealistisch. Es wäre unverantwortlich.» Und weiter: «Lüge und Desinformation, Verschwörung und Hass beschädigen nicht nur die demokratische Debatte, sondern auch den Kampf gegen das Virus.»

Merkel verteidigte die am Mittwoch mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln.

9.12 Uhr: Kritik am zweiten Lockdown

Lange war ein zweiter Lockdown ausgeschlossen worden, jetzt ist er - zumindest in abgemilderter Form - wieder zurück.  Einzelne Branchen sind stark verunsichert. 

«Viele Unternehmer der Hotellerie und Gastronomie schwanken zwischen Wut und Verzweiflung», sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes «Die Familienunternehmer», Albrecht von der Hagen, der dpa. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) warnte, Zehntausenden Unternehmen drohe ohne umfassende finanzielle Hilfen die Pleite.

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) forderte die betroffenen Unternehmen zu rechtlichen Schritten auf. Kanzlerin Angela Merkel will heute in einer Regierungserklärung die Corona-Politik der Bundesregierung erläutern.

8.24 Uhr: Spahn spricht sich für erneute Maßnahmen aus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die vom Bund und den Ländern bis Ende November vereinbarten harten Maßnahmen gegen die Pandemie verteidigt.

Das sei eine schwere Zeit für die Betroffenen, aber Kontakte müssten unbedingt verringert werden, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagmorgen in einem Telefon-Interview im WDR. Die Infektionszahlen stiegen gerade bei den Älteren wieder rasant. «Ich will nicht warten, bis die Intensivstationen überfüllt sind», sagte er. «Wenn sie überfüllt sind, ist es zu spät.»

Er selbst habe durch seine eigene Corona-Erkrankung einen anderen Blick auf die Pandemie gewonnen. Die Erfahrung habe ihn «demütig» gemacht, sagte Spahn. Es gehe ihm selbst gut, er habe nur leichte Erkältungssymptome. Die Arbeit seines Gesundheitsamtes vor Ort habe er als professionell und unaufgeregt empfunden, sagte der Minister. Spahn ist derzeit in häuslicher Quarantäne.

7 Uhr: Firmen bekommen Teil der Umsatzausfälle ersetzt

Restaurants, Kneipen, Kinos und andere kleine Betriebe müssen erneut vorübergehend schließen. Viele bringt das an den Rand der Existenz. Firmen, die besonders von den neuen Corona-Regeln betroffen sind, bekommen große Teile ihres Umsatzausfalls vom Bund ersetzt. Der Bund plant für den November noch einmal milliardenschwere Nothilfen in Höhe von bis zu 10 Milliarden Euro.

Konkret sollen Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern und Solo-Selbstständige 75 Prozent des Umsatzausfalls ersetzt bekommen. Für größere Unternehmen werden die Prozentsätze nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nach europäischen Vorgaben zum Beihilferecht bestimmt.

6.37 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Bielefeld: 120,2 (114,3) 

Kreis Paderborn: 71,8 (60,7) 

Kreis Höxter: 99,1 (84,8) 

Kreis Gütersloh: 140,8 (121,1) 

Kreis Herford: 172 (161,6) 

Kreis Minden-Lübbecke: 80,5 (73,1) 

Kreis Lippe: 77,7 (71,7) 

5.59 Uhr: Karliczek: «Schulen dürfen nicht zu Corona-Hotspots werden»

Die hohen Corona-Infektionszahlen sind auch für die Schulen ein echtes Problem. Der Betrieb muss sich an die verschärfte Infektionslage anpassen. Anja Karliczek will die Schulen unbedingt offen halten. Die Bundesbildungsministerin hat eine Ausweitung der Maskenpflicht an Deutschlands Schulen im Kampf gegen das Coronavirus angeregt.

Alle in der Gesellschaft müssten sich an die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie halten. Gleichzeitig müsse geklärt werden, wie der Schulbetrieb an die verschärfte Infektionslage angepasst werde. «Dies müssen die Länder entscheiden, die die Situation in den Regionen am besten einschätzen können», sagte Karliczek. «Dabei wird auch über eine Ausweitung der Maskenpflichten nachzudenken sein, um eine Art Sicherheitspuffer für den Schulbetrieb zu schaffen.»

Die CDU-Politikerin begrüßte den jüngsten Beschluss von Bund und Ländern, wonach Schulen und Kindergärten offen bleiben.

5.40 Uhr: Neuer Höchstwert: 16.774 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16.774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen. 

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 481.013 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 89 auf insgesamt 10.272. Das RKI schätzt, dass rund 339.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt.

4.34 Uhr: Macron verordnet Franzosen neue Corona-Maßnahmen

Ein knappes halbes Jahr nach Ende des coronabedingten Lockdowns müssen sich die Franzosen auf neue Ausgangsbeschränkungen einstellen. Wie Staatschef Emmanuel Macron ankündigte, werden neue und einschneidende Maßnahmen gegen die zweite Welle der Corona-Epidemie vom Freitag an landesweit gelten.

Regierungschef Jean Castex will den neuen Maßnahmen-Katalog am Donnerstag vor beiden Kammern des Parlaments erläutern. Es sei auch eine Abstimmung geplant, sagte Macron.

Mit den Ankündigungen des 42-jährigen Staatschefs spitzte sich die Krise im Land dramatisch zu. «Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause. Respektieren Sie die Regeln», appellierte Macron in einer Fernsehansprache an seine Landsleute. Er benutzte im Französischen den Ausdruck «confinement», was auch mit Lockdown übersetzt werden kann.

Mittwoch, 28. Oktober

21.35 Uhr: Drei Altenheim-Bewohner in Bad Lippspringe verstorben

Im Seniorenheim Jordanquelle in Bad Lippspringe herrscht tiefe Trauer: Drei Bewohner sind in dem Alten- und Pflegeheim in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Das gab die Heimleitung am Mittwochabend bekannt. Mehr hier .

20.13 Uhr: Reaktionen auf den Teil-Lockdown

Mehrere Kulturverbände haben die geplanten Schließungen von Kinos, Theatern oder Opern in Deutschland kritisiert. Die Kinobranche sieht sich als "Bauernopfer". Es gebe bislang weltweit keinen belegbaren Ansteckungsfall in einem Kino, sagt Cineplex-Geschäftsführer Kim Ludolf Koch. Auch die Schließung von Spielhallen sei ein schwerer Schlag, sagte ein Branchen-Sprecher. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga NRW forderte in einem Brief an Armin Laschet (CDU) vollumfänglichen Ausgleich. Auch die Betreiber von Fitnessstudios protestierten in einem offenen Brief gegen die Schließungen. 

20.01 Uhr: Reisewarnung für die ganze Türkei ab 9. November

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türke i wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Eine seit Anfang August geltende Ausnahmeregelung für die vier beliebtesten türkischen Urlaubsregionen am Mittelmeer läuft dann aus, wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in seinen Reisehinweisen im Internet mitteilte. Grund dafür ist, dass die Türkei nur noch Corona-Fälle an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet, in denen Infizierte Krankheitssymptome aufweisen.

19.31 Uhr: Die Zahlen aus OWL

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, RKI bzw. Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

Die Gesundheitsämter in OWL haben 223 Neuinfektionen gemeldet.

Kreis Herford 
aktuell infiziert: 463 (+63)  
Fälle insgesamt: 1260 (+72)
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 161,6 (+17,5)

Bielefeld
aktuell infiziert: 510 (+48)
Fälle insgesamt: 1715 (+56)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 114,3 (+4,8)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 483 (+43)
Fälle insgesamt: 3811 (+64)
davon Todesfälle: 21
Sieben-Tage-Inzidenz: 121,1 (+9,8)

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 384 (-25)
Fälle insgesamt: 1576 (+21)
davon Todesfälle: 31
Sieben-Tage-Inzidenz: 71,7 (-4,8)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 149 (+33)
Fälle insgesamt: 624 (+34)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 84,8 (+18,1)

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert:  338 (+43)
Fälle insgesamt: 1403 (+55)
davon Todesfälle: 16
Sieben-Tage-Inzidenz: 73,1 (+7,1)

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 273 (+18)
Fälle insgesamt: 1236 (+27)
davon Todesfälle: 37 (+2)
Sieben-Tage-Inzidenz: 60,7 (+10,0)

19.13 Uhr: Verler Kita geschlossen

Die Kita Zwergenland in Verl-Sürenheide (Kreis Gütersloh) ist am Mittwoch wegen Corona-Fällen geschlossen worden . Zwei der fünf Gruppen müssen bis zum 6. November zu Hause bleiben. Für die restlichen drei Gruppen könnte es am Montag weitergehen - sofern nicht noch neue Fälle auftreten.

18.12 Uhr: Gottesdienste bleiben erlaubt

Trotz der stark steigenden Coronazahlen sollen Gottesdienste laut Angela Merkel weiterhin erlaubt bleiben. Allerdings müssten die Hygienekonzepte unbedingt eingehalten werden, so die Bundeskanzlerin. 

17.06 Uhr: Harte Maßnahmen in Deutschland

Bis Weihnachten sollen in Deutschland die steigenden Corona-Infektionszahlen eingedämmt werden. Bund und Länder einigen sich auf harte Maßnahmen . Um 17.30 Uhr will sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Pressekonferenz zu den Beratungen äußern.

16.18 Uhr: Schulen und Friseure bleiben offen, Kosmetikstudios müssen schließen

Bund und Länder: Schulen und Kindertagesstätten sollen trotz der stark steigenden Neuinfektionen verlässlich geöffnet bleiben. Das trifft auch auf den Groß- und Einzelhandel zu. In den Geschäften darf sich aber nicht mehr als eine Person pro zehn Quadratmetern aufhalten. Ursprünglich war in de Beschlussvorlage des Bundes von 25 Quadratmetern die Rede gewesen. Kosmetik- und Massagepraxen sowie Tattoostudiod sollen geschlossen werden, Friseursalons dürfen unter den geltenden Hygieneauflagen öffnen. Das gilt auch für medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapie.

16.09 Uhr: NRW-Erlass für Spiele ohne Fans

Die NRW-Landesregierung setzt dem Wirrwarr um Bundesligaspiele mit oder ohne Fans  bei hohen Corona-Infektionszahlen ein Ende – mit einem neuen Erlass . In der Konsequenz müssen bundesweite Teamwettbewerbe ab 35 Coronafällen am Austragungsort pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen als Geisterspiele ohne Zuschauer ausgetragen werden. Zuletzt waren selbst bei Inzidenzwerten von mehr als 100 von vielen Städten noch 300 Fans zugelassen worden – etwa beim Revierderby Borussia Dortmund gegen Schalke 04. Die Stadt Bielefeld hatte indes schon Mitte Oktober beim Spiel von Arminia Bielefeld gegen den FC Bayern München mit Verweis auf die Coronaschutzverordnung Zuschauer ausgeschlossen.

16.07 Uhr: Gastronomie soll vorübergehend schließen

Bund und Länder wollen zur Eindämmung der Pandemie Gastronomiebetriebe für den restlichen Monat schließen. Davon ausgenommen sein sollen die Lieferung und Abholung von Speisen und der Verzehr zuhause. Kantinen sollen offen bleiben. 

15.49 Uhr: Das soll kommen: 

Neue Beschränkungen ab Montag: Bund und Länder wollen Freizeiteinrichtungen schließen - auch Amateur- und Freizeitsport betroffen - maximal zehn Personen aus zwei Haushalten in der Öffentlichkeit

15.38 Uhr: Kontaktbeschränkungen ab 2. November

Bis Weihnachten sollen in Deutschland die steigenden Corona-Infektionszahlen eingedämmt werden. Die dafür geplanten Kontaktbeschränkungen sollen bereits zwei Tage früher als geplant, nämlich am 2. November, in Kraft treten. Nach zwei Wochen - also etwa um den 11. November - wollen die Kanzlerin und die Regierungschef erneut beraten, die durch die Maßnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.

14.56 Uhr: Zwei Verstorbene im Kreis Paderborn

Zwei weitere Menschen sind im Kreis Paderborn im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorbe n. Das teilte der Kreis am Mittwochnachmittag mit. Bei den Toten handele es sich um zwei 83-Jährige. Zudem seien weitere neue 27 Covid-19-Fälle   offiziell bekannt geworden (Stand: Mittwoch 11 Uhr).  Am Mittwoch stieg nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit (LZG), die Sieben-Tages-Inzidenz auf 60,7 (Stand: Mittwoch, 0 Uhr).

14.49 Uhr: Inzidenzwert in Bielefeld steigt auf 114,3

383 Menschen haben sich in den vergangenen sieben Tagen in Bielefeld mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind 25 Prozent 20 bis 29 Jahre alt. 14,4 Prozent der Neuinfizierten sind 60 Jahre oder älter. Der Inzidenzwert steigt auf 114,3 pro 100.000 Einwohner.

14.43 Uhr: 72 Neuinfektionen im Kreis Herford

Im Kreis Herford gibt es 72 neu erfasste Corona-Infektionen . Bei den Neuinfizierten handelt es sich überwiegend um Kontaktpersonen von Menschen, die sich schon früher mit Corona infiziert hatten. Viele stecken sich ein der Familie an. Auch 30 Reiserrückkehrer befinden sich unter den 463 aktuell bestätigten Fällen im Kreisgebiet. In den Schulen und Kitas ist die Infektionslage weiter unauffällig.

14.34 Uhr: Corona-Fall in Kita in Halle-Künsebeck

In der städtischen Kindertagesstätte in Halle-Künsebeck gibt es einen Corona-Fall . Am Dienstagabend erhielt eine Erzieherin von ihrem Hausarzt einen positiven Befund. Noch am gleichen Abend waren schon alle Eltern der insgesamt 73 betreuten Kinder über eine Telefonkette informiert. Die Kindertagesstätte bleibt bis einschließlich Donnerstag geschlossen. Das Kreisgesundheitsamt hat die Nachverfolgung der Kontakte und die daraus folgende Regelung der möglichen und nötigen Quarantänemaßnahmen übernommen.

13.39 Uhr: Cyberkriminelle greifen Webseite des RKI an

Cyberkriminelle haben am vergangenen Donnerstag die Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zeitweise lahmgelegt. Der Angriff sei morgens zwischen 8.00 und 10.00 Uhr erfolgt, sagte ein Sprecher des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund).

Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins «Spiegel». Es habe sich um einem sogenannten DDOS-Angriff (Distributed Denial of Service) gehandelt.

12.32 Uhr: Im Kreis Paderborn gilt fortan die Allgemeinverfügung – Inzidenzwert gestiegen

Von heute, 28. Oktober an, gilt im Kreis Paderborn die neue Allgemeinverfügung, nachdem der ausschlaggebende Inzidenzwert am Dienstag offiziell auf 50,7 gestiegen war. Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit (LZG) einen neuen Wert von 60,7.

11.19 Uhr: Klinikum-Hygieniker hält Durchführung eines Weihnachtsmarktes in Herford für unverantwortlich

Mit deutlichen Worten hat Dr. Johannes Baltzer die Planungen eines Weihnachtsmarktes in Herford kritisiert. „Ich habe angesichts des Infektionsgeschehens keinerlei Verständnis dafür“, sagt der Chef-Hygieniker am Klinikum Herford.

Der 64-Jährige zeigt sich verwundert darüber, dass der bunte Trubel nicht schon abgesagt worden ist. „Diese Entscheidung hätte längst getroffen werden müssen. Sogar die Organisatoren des berühmten Christkindlmarktes in Nürnberg haben dies begriffen.“ Reihenweise haben in den vergangenen Wochen Städte ihren adventlichen Budenzauber gecancelt – zuletzt unter anderem auch Münster.

10.02 Uhr: 56 neue Fälle in Bielefeld - Zahlen steigen auch in Herford weiter

Am Mittwoch werden in Bielefeld 56 neue Coronafälle gemeldet. Der Inzidenzwert liegt jetzt bei 114,3. Auch die  Corona-Zahlen im Kreis Herford steigen weiter. Laut Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) sind seit Dienstag 72 neue Fälle bekannt geworden.

8.47 Uhr: Rekord bei Corona-Neuinfektionen: RKI meldet 14.964 Fälle

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch binnen 24 Stunden 14.964 neue Corona-Fälle verzeichnet worden. Das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

8.19 Uhr: Datenpanne: RKI meldet zunächst gesunkene Werte

Das Robert-Koch-Institut hat am Mittwochmorgen in ganz Nordrhein-Westfalen fehlerhafte Zahlen gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen wurde überall mit 0 angegeben. Somit wurden auch die Inzidenzwerte der Kreise zunächst falsch berechnet. 

7.54 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(LZG-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Bielefeld: 114,3 (109,5)

Kreis Paderborn: 60,7 (50,7)

Kreis Höxter: 84,8 (67,7)

Kreis Gütersloh: 121,1 (111,3)

Kreis Herford: 161,6 (144,1)

Kreis Minden-Lübbecke: 73,1 (66,0)

Kreis Lippe: 71,7 (76,5)

6.08 Uhr: Laut Entwurf kommen auf Bürger massive Einschränkungen im Alltag zu

Der Bund will mit drastischen Kontaktbeschränkungen noch vor Weihnachten die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen.

Bundesweit sollen Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden. Das geht aus einem der dpa vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch hervor.

Die Maßnahmen sollen ab dem 4. November deutschlandweit in Kraft treten und bis Ende des Monats gelten.

Dienstag, 27. Oktober

20.11 Uhr: Bürgermeister: New Yorker sollten über Feiertage nicht verreisen

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat die Bewohner der Millionenmetropole aufgefordert, wegen der Coronavirus-Pandemie über die in den kommenden Monaten anstehenden Feiertage nicht zu verreisen. «Wir haben eine echte Bedrohung einer zweiten Welle hier in New York und wir kämpfen dagegen, aber wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen», sagte der demokratische Politiker am Dienstag bei einer Pressekonferenz. «Ich hasse es, das sagen zu müssen, aber ich rufe alle New Yorker auf, den Bundesstaat über die Feiertage nicht zu verlassen.»

Damit könne man sich selbst und seine Familie in Gefahr bringen, sagte de Blasio weiter. «Es werden harte Entscheidungen gefällt werden müssen, und jeder wird seine eigene Entscheidung treffen.» Wer unbedingt verreisen müsse, solle sich testen lassen und sich an Quarantäne-Regeln halten. Im November und Dezember reisen normalerweise sehr viele Amerikaner für Feiertage wie Thanksgiving und Weihnachten zu ihren Familien.

Der Bundesstaat New York und die darin gelegene gleichnamige Metropole an der US-Ostküste waren im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Inzwischen hat sich das Neuinfektionsgeschehen dort stabilisiert, ist zuletzt aber wieder leicht angestiegen.

19.25 Uhr: Die Zahlen aus OWL

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, RKI bzw. Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

Die Gesundheitsämter in OWL haben 215 Neuinfektionen gemeldet, davon 77 im Kreis Herford. Dort sowie in Bielefeld und in den Kreisen Gütersloh und Lippe sind jeweils mehr als 400 aktiv Infizierte bekannt.

Kreis Herford
aktuell infiziert: 400 (+67)  
Fälle insgesamt: 1188 (+77)
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 144,1

Bielefeld
aktuell infiziert: 482 (+11)
Fälle insgesamt: 1659 (+35)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 109,5

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 440  (-4)
Fälle insgesamt: 3747 (+32)
davon Todesfälle: 21
Sieben-Tage-Inzidenz: 111,3

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 409 (-27)
Fälle insgesamt: 1555 (+3)
davon Todesfälle: 31
Sieben-Tage-Inzidenz: 76,5

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 116 (-1)
Fälle insgesamt: 590 (+2)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 67,7

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert:  295 (+16)
Fälle insgesamt: 1348 (+33)
davon Todesfälle: 16
Sieben-Tage-Inzidenz: 66,0

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 255 (+16)
Fälle insgesamt: 1209 (+33)
davon Todesfälle: 35
Sieben-Tage-Inzidenz: 50,7

18.45 Uhr: Drosten: Jetzt auf die Bremse zu treten hätte nachhaltigen Effekt

Der Virologe Christian Drosten hat sich für einen zeitlich begrenzten Lockdown ausgesprochen. «Wenn die Belastung zu groß wird, dann muss man 'ne Pause einlegen», sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des «Coronavirus-Update» von NDR-Info. «Dieses Virus lässt nicht mit sich verhandeln. Dieses Virus erzwingt bei einer bestimmten Fallzahl einfach einen Lockdown.»

Momentan sei die Inzidenz in Deutschland noch vergleichsweise niedrig. «Wenn wir jetzt einmal auf die Bremse treten würden, dann hätte das einen ganz nachhaltigen Effekt.»

Drosten beschrieb den Vorteil eines befristeten Lockdowns, der zum Beispiel auch Ausnahmen wie geöffnete Schulen machen könne: «Alle wissen von vorneherein, der ist zeitlich befristet.» Etwa drei Wochen - etwas mehr als eine Quarantänezeit brauche man aus Sicht des Wissenschaftlers dafür. «Die Inzidenz ist danach erheblich gesenkt und ist dann auch unter bestimmten Umständen auf lange Frist gesenkt».

Fast zwei Drittel der Bürger rechnen nach einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur damit, dass es wegen der stark steigenden Infektionszahlen wieder zu Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Schulen kommen wird. Am Mittwoch berät Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder über Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.

17.40 Uhr: Laschet fordert bundesweite strengere Kontaktverbote

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Wiedereinführung eines bundesweiten strengeren Kontaktverbots gefordert. «Wenn Infektionszahlen steigen, müssen Schutzvorkehrungen verstärkt werden», sagte Laschet am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Düsseldorf. Es müsse am Mittwoch eine starke Antwort der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin geben.

Deutschland sei in einer Phase, in der «wir eine effektive Corona-Bremse brauchen, nicht halbherzig, sondern konsequent mit einer klaren zeitlichen Begrenzung». Der größtmögliche Gesundheitsschutz müsse ohne einen zweiten Lockdown sichergestellt werden.

Die weit überwiegende Zahl der Infektionen entstehe bei privaten Kontakten, sagte Laschet. Er forderte die Bürger auf, alle privaten Feiern im November abzusagen.

16.53 Uhr: 1000 neue Stellen für Corona-Nachverfolgung in NRW

Bei den Kommunen in Nordrhein-Westfalen sollen mit Hilfe des Landes 1000 zusätzliche Arbeitsstellen entstehen, um die Kontakte von Corona-Patienten nachverfolgen zu können. Die Landesregierung habe am Dienstag beschlossen, dafür 25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Mit dem Geld könnten in den Kommunen sechs Monate lang 800 neue Stellen geschaffen werden, teilte die Landesregierung mit. Außerdem sollten mindestens 200 Landesbedienstete für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen in den Gesundheitsämtern abgestellt werden.

«Wir müssen gewaltige Anstrengungen unternehmen, um das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie deutlich zu verlangsamen», sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). «Die Kontaktpersonennachverfolgung ist unentbehrlich, um die Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen und Infektionsketten zu unterbrechen.» Zuletzt hatten die Behörden wegen der stark steigenden Zahl neuer Fälle in immer mehr Städten Probleme, alle Kontaktpersonen von Corona-Infizierten zu benachrichtigen.

16.47 Uhr: Maskenpflicht im Düsseldorfer Landtag kommt

Im Düsseldorfer Landtag wird eine Maskenpflicht eingeführt. Darauf hat sich der Parlamentarische Krisenstab Pandemie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag verständigt. Im Gegensatz zu allen anderen Fraktionen in dem Gremium sprach sich der Vertreter der AfD gegen die Pflicht aus. Bislang gilt wegen der Corona-Pandemie nur eine Masken-Empfehlung auf den Gängen im Landtag. Im Plenum selbst hat jeder Abgeordnete eine Acrylglas-Box.

Die Maskenpflicht sowie weitere Einschränkungen - unter anderem für Besuchergruppen - müssen kommende Woche noch vom Ältestenrat des Landtags offiziell beschlossen werden. Dies gilt als Formalie.

16.33 Uhr: FIFA-Chef Infantino positiv auf das Coronavirus getestet

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Chef des Fußball-Weltverbandes weise leichte Symptome auf, teilte die FIFA am Dienstag mit. Infantino habe sich in Selbstisolierung begeben und soll nun mindestens zehn Tage lang in Quarantäne bleiben. Der 50 Jahre alte Schweizer hatte demnach am Dienstag die Bestätigung für seine Infektion erhalten.

15.54 Uhr: Erste Intensivstationen in Europa überlastet - WHO mahnt zur Vorsicht

Angesichts rapide steigender Corona-Infektionen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer Überlastung von Intensivstationen vor allem in Europa und Nordamerika gewarnt. «Viele Länder auf der Nordhalbkugel sehen derzeit einen besorgniserregenden Anstieg von Fällen und Einweisungen ins Krankenhaus», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. An einigen Orten füllten sich die Intensivstationen schnell.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag ergab, sind teils die Kapazitätsgrenzen sogar schon erreicht. Dies gilt unter anderem für Regionen in Belgien, Großbritannien und Tschechien.

14.23 Uhr: Holzminden noch fast weißer Fleck in Corona-Pandemie

Während die Corona-Infektionenszahlen bundesweit in den meisten Kommunen explodieren, bleiben sie im südniedersächsischen Landkreis Holzminden verschwindend gering. «Hauptsächlich liegt das daran, dass die Disziplin der Bürger groß ist», sagte Landrat Michael Schünemann (parteilos) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist auch überschaubarer.»

Mit nur rund 70.000 Einwohnern gehört der Landkreis Holzminden zu den bevölkerungsärmsten bundesweit. Möglicherweise sei die soziale Kontrolle auf dem Land größer - man schaue, was die Nachbarn machen, erklärte Schünemann. Zudem sei das Gesundheitsamt seit dem Frühjahr viel unterwegs und berate. «Wenn, dann hatten wir nur Einzelfälle, die wir gleich isolieren konnten.»

Seit Beginn der Pandemie verzeichnete der Landkreis Holzminden nach Daten des Landesgesundheitsamtes insgesamt 147 Corona-Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag am Dienstag bei 4,3 - dies war landesweit der niedrigste Wert. Die meisten angrenzenden Kommunen haben dagegen kritische Werte über 50 - etwa der Landkreis Hildesheim oder der Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen.

14.10 Uhr: Belgien: Ärzte und Krankenpfleger arbeiten trotz Corona-Infektion

Dutzende Ärzte und Pfleger in den völlig überlasteten Kliniken der belgischen Provinz Lüttich sind nach Angaben von Gewerkschaftern trotz Infektion mit dem Coronavirus im Dienst. «Wir müssen wählen zwischen einer schlechten und einer sehr schlechten Lösung», sagte Philippe Devos vom belgischen Verband der medizinischen Gewerkschaften am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die sehr schlechte Lösung sei, Patienten gar nicht zu behandeln.

Belgien ist nach Angaben der EU-Seuchenbehörde ECDC EU-weit das Land mit den meisten Corona-Infektionen binnen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner - dieser Wert lag am Dienstag bei 1390,9.

Insbesondere die Krankenhäuser in der Provinz Lüttich, aber auch in anderen Regionen sind überlastet. Zuletzt wurden Patienten in andere belgische Regionen und teils auch über die deutsche Grenze nach Aachen verlegt. Vergangene Woche kamen nach Behördenangaben täglich im Schnitt gut 500 infizierte Menschen ins Krankenhaus - ein Plus von 88 Prozent im Vergleich zur Woche davor.

13.04 Uhr: Bielefeld: Zahl der Patienten im Krankenhaus steigt

Die Zahl der positiv getesteten Reiserückkehrer steigt. Und ebenso der Bielefelder, die im Zusammenhang mit Corona im Krankenhaus behandelt werden müssen.  39 Menschen – vier mehr als am Montag – werden aktuell in Bielefelder Kliniken im Zusammenhang mit dem Coronavirus behandelt, zehn davon liegen auf der Intensivstation, sechs werden auch beatmet.

12.36 Uhr: MZG: komplettes Besuchsverbot in allen Kliniken

Das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe reagiert auf die steigenden Infektionszahlen der Corona-Pandemie.  „Nachdem die vier Rehakliniken am Standort bereits in der vergangenen Woche entsprechende Vorgaben gemacht haben, gilt auch für das Akutkrankenhaus Karl-Hansen-Klinik bis auf Weiteres wieder ein komplettes Besuchsverbot“, teilte das MZG am Dienstag mit.

12.16 Uhr: Arbeitsmarkt zeigt sich erst einmal robust

Ungeachtet immer neuer Hiobsbotschaften hinsichtlich des Corona-Infektionsgeschehens zeigt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland weitgehend robust.  Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt für den Oktober sogar noch leicht nach oben, wie das Nürnberger Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Das Barometer stieg im Oktober um 0,1 Punkte auf 100,2 Punkte - der Wert 100 markiert eine neutrale Situation, 110 wäre eine sehr günstige Situation auf dem Arbeitsmarkt.

11.29 Uhr: Scholz fordert zusätzliche Schritte gegen Corona-Welle

Vizekanzler Olaf Scholz hat schnelle zusätzliche Maßnahmen gegen die rapide steigende Zahl der Corona-Infektionen gefordert. Der dramatische Anstieg in den vergangenen Tagen sei "sehr besorgniserregend", sagte Scholz der Nachrichtenagentur dpa. "Jetzt sind schnelle und entschlossene Schritte nötig, um diese neue Infektionswelle zu brechen." Die zusätzlichen Maßnahmen sollten zielgerichtet und zeitlich befristet sein. "Und sie sollten deutschlandweit möglichst einheitlich getroffen werden und allgemein verständlich sein", sagte der Finanzminister. In diesen Wochen entscheide sich, ob Deutschland weiter vergleichsweise gut durch die Pandemie komme. "Wir haben es selbst in der Hand", betonte Scholz.

10.47 Uhr: Altmaier rechnet bald mit 20.000 Corona-Neuinfektionen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet Ende der Woche mit 20.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Altmaier sagte bei einem Deutsch-Französischen Wirtschaftstag: «Wir haben es zu tun mit einem exponentiellen Wachstum.»

In Deutschland steige die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag um rund 70, 75 Prozent im Vergleich zur Woche davor. «Und das bedeutet: Wir werden wahrscheinlich schon Ende dieser Woche 20.000 Neuinfektionen am Tag haben», sagte Altmaier.

10.35 Uhr: Frankreich vor neuem Lockdown?

Angesichts immer neuer Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen steht Frankreich offenbar vor einem neuen Lockdown: Innenminister Gérald Darmanin sagte vor einer Krisensitzung des Kabinetts, "harte Entscheidungen" seien unausweichlich. Im Gespräch sind eine deutliche Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder ein zeitlich befristeter Lockdown. Seit dem 17. Oktober gilt bereits eine Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und sechs Uhr morgens, die inzwischen auf 46 Millionen Bürger ausgeweitet wurde. Sie betrifft damit mehr als zwei Drittel der Bevölkerung.

Der Vorsitzende des Corona-Beirats der Regierung, Jean-François Delfraissy, nannte zwei mögliche Szenarien: Eine "massive" Ausweitung der abendlichen Ausgangssperre oder einen direkten Lockdown. Anders als im Frühjahr könnte es nach seinen Angaben Schulen und bestimmten Wirtschaftszweigen erlaubt bleiben, unter strengen Auflagen zu öffnen. Präsident Emmanuel Macron will mit dem Kabinett bis Mittwoch über die verschärften Maßnahmen beraten.

9.14 Uhr: NRW fast komplett Risikogebiet

In NRW liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) nur noch ein Kreis unter der Warnschwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Der Kreis Soest verzeichnete demnach am Dienstagmorgen den Wert von 40,8. Die Kreise Paderborn (50,7) und Euskirchen (71,3) rissen im Gegensatz zum Montag nun die 50er-Schwelle. Landesweit lag die sogenannte Inzidenz am Dienstagmorgen bei 116,8. An der Spitze lag Solingen mit rund 206 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche.

Ostwestfalen-Lippe ist inzwischen überall Risikogebiet.

8.21 Uhr: Kritik wegen Verschiebung des Parteitages

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz will sich mit der Verschiebung des CDU-Parteitages von Anfang Dezember auf einen späteren Zeitpunkt nicht abfinden.

Der Bundesvorstand hatte am Montag in Berlin beschlossen, dass der geplante Präsenzparteitag am 4. Dezember in Stuttgart mit 1001 Delegierten angesichts der stark steigenden Infektionszahlen nicht mehr zu halten sei. Wenn auch Anfang des neuen Jahres kein Präsenzparteitag möglich sei, solle ein digitaler Parteitag abgehalten werden. Fehle dafür noch eine gesetzliche Grundlage, solle es einen digitalen Parteitag mit Vorstellungsrunde und eine anschließende Briefwahl geben. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der sich ebenfalls für den CDU-Vorsitz bewirbt, hatte für eine Verschiebung plädiert. Dritter Kandidat für den CDU-Chefposten ist der Außenexperte Norbert Röttgen.

7.07 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwartet zweiten Lockdown

Vor der neuen Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie rechnen fast zwei Drittel der Deutschen damit, dass es wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen wieder zu Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Schulen kommen wird.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 63 Prozent, dass sie einen solchen Lockdown erwarten. Nur 23 Prozent glauben nicht daran, 13 Prozent machten keine Angaben.

6.42 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Bielefeld:  109,5 (103,8)

Kreis Paderborn: 50,7 (56)

Kreis Höxter: 67,7 

Kreis Gütersloh: 111,3 (103,3)

Kreis Herford: 144,1 (116,5)

Kreis Minden-Lübbecke: 66 (57,3)

Kreis Lippe: 76,5 (83,4)

5.57 Uhr: Ärzte warnen vor Mangel an Pflegepersonal

Der Mangel an Pflegepersonal in deutschen Krankenhäusern entwickelt sich nach Ansicht von Ärztevertretern und Kliniken zu einem zentralen Problem bei der Versorgung von Covid-19-Patienten. Viele der Zusatzbetten, die in der Pandemie in den Kliniken geschaffen worden seien, könnten "nicht belegt werden, weil das Personal zur Versorgung der Patienten fehlt", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens.

Er beklagte einen "dramatischen Mangel an Pflegekräften". Es gebe inzwischen "ausreichend Kapazitäten an freien Intensivbetten und Beatmungsgeräten". Das allein helfe aber nicht weiter, "wenn wir kein Personal haben, um die Patienten zu versorgen. Grob geschätzt fehlten bundesweit 3500 bis 4000 Fachkräfte für die Intensivpflege, sagte Janssens.

5.30 Uhr: 11.409 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Morgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098. Das RKI schätzt, dass rund 326.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Montag, 26. Oktober

20.05 Uhr: 41 Bewohner eines Altenheims in Bad Lippspringe positiv getestet

Die Lage bereitet Sorgen: Im privaten Alten- und Pflegeheim Jordanquelle in Bad Lippspringe sind 41 Bewohner und 15 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat die Heimleitung am Montag bestätigt.

19.10 Uhr: Die Zahlen aus OWL

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, RKI bzw. Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

In OWL wurden 313 neu registrierte Infektionen bekannt, davon 101 im Kreis Herford. Dort gibt es nun auch die höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Die meisten aktu Infizierten werden aus Bielefeld gemeldet.

Kreis Herford (Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 333 (+78)  
Fälle insgesamt: 1111 (+101)
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 116,5

Bielefeld
aktuell infiziert: 471 (-18)
Fälle insgesamt: 1624 (+36)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 103,8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 444  (+28)
Fälle insgesamt: 3715 (+47)
davon Todesfälle: 21
Sieben-Tage-Inzidenz: 103,3

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 436 (+84)
Fälle insgesamt: 1552 (+85)
davon Todesfälle: 31
Sieben-Tage-Inzidenz: 83,5

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 117 (+5)
Fälle insgesamt: 588 (+7)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 66,31

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert:  279 (+24)
Fälle insgesamt: 1315 (+37)
davon Todesfälle: 16
Sieben-Tage-Inzidenz: 57,3

Kreis Paderborn (Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 239
Fälle insgesamt: 1176
davon Todesfälle: 35
Sieben-Tage-Inzidenz: 34,4 lt. LZG, tatsächlich aber wohl bereits über 50

18.25 Uhr: Bericht: Merkel will bei Ländern für weitere Beschränkungen werben

Das Kanzleramt will nach «Bild»-Informationen bei der Bund-Länder-Runde am Mittwoch wegen der rasant zunehmenden Corona-Neuinfektionen für mögliche weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens werben. Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr sollten Schulen und Kitas dann jedoch weiter geöffnet bleiben, außer in Regionen mit katastrophal hohen Infektionszahlen, berichtete die Zeitung am Montagabend. Auch der Einzelhandel solle mit neuen Einschränkungen offen bleiben. Laut «Bild» will das Kanzleramt vor allem bei Gastronomie und Veranstaltungen hart vorgehen.

Wegen der angespannten Corona-Lage beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bereits am Mittwoch in einer Video-Konferenz über das weitere Vorgehen. Es gehe darum, was Bund und Länder gemeinsam tun könnten, um möglichst schnell den Trend zu brechen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Allen sei bewusst, «dass dabei jeder Tag zählt».

17.03 Uhr: Revierderby: Hygieneschutzkonzept erlaubte 300 Zuschauer im Stadion

Den Besuch von 300 Zuschauern beim Bundesliga-Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 (3:0) am vergangenen Samstag bewertet das Dortmunder Gesundheitsamt als «infektionsschutzrechtlich unkritisch». Das Hygiene-Konzept des BVB sei schlüssig und habe sich bereits bei zwei Bundesligaspielen vor der Partie am Samstag mit mehreren tausend Zuschauern bewährt. Das teilte eine Sprecherin der Stadt am Montag auf Anfrage mit.

Das NRW-Gesundheitsministerium hatte am Sonntag angekündigt, einen Bericht bei der zuständigen Arnsberger Bezirksregierung anzufordern. In diesem sollten die «Gründe für die Entscheidung», 300 Zuschauer zum Spiel zuzulassen, dargelegt werden.

16.11 Uhr: Oberverwaltungsgericht bestätigt Sperrstunden für Kneipen in NRW

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die Sperrstunden für Gaststätten und Bars in Risikogebieten in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Die Regel der Landesregierung in der seit dem 17. Oktober gültigen Corona-Schutzverordnung sei rechtmäßig, wie das OVG am Montag mitteilte. Das Verbot des Alkoholverkaufs zwischen 23.00 und 6.00 Uhr diene dem legitimen Zweck, die Weiterverbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Sperrstunden leisteten einen Beitrag zur Kontaktreduzierung, heißt es in der Begründung des OVG. Der Beschluss ist nicht anfechtbar (Az.: 13 B 1581/20.NE).

Die Entscheidung fiel in einem sogenannten Normenkontroll-Eilverfahren von 19 Antragstellern, die in Bonn, Köln und im Rhein-Sieg-Kreis Gaststätten betreiben. Weitere Klagen von weiteren Gastronomen sind in Münster anhängig.

15.47 Uhr: Nürnberg sagt Christkindlesmarkt ab

Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt Nürnberg am Montag mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen mit.

15.43 Uhr: Kirchen rufen zu Weihnachten zu Online-Kollekte auf

Die kirchlichen Hilfswerke Adveniat und Brot für die Welt rufen wegen der Corona-Pandemie in der Weihnachtszeit verstärkt zu Online-Spenden auf. Volle Kirchen und Kollektenkörbchen werde es in diesem Jahr wegen der Corona-Auflagen nicht geben, sagte der Hauptgeschäftsführer des katholischen Lateinamerika-Hilfswerkes Adveniat, Pater Michael Heinz, am Montag in Essen. Zugleich hätten aber die Familien von Millionen Kindern in armen Ländern ihre Einkommen verloren, sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerkes Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Unterstützung sei für sie in diesem Jahr besonders wichtig. Für Online-Spenden böten die Kirchen deshalb unter «Weihnachtskollekten.de» eine Online-Spendenmöglichkeit an.

Das Hilfswerk Adveniat finanziert sich stark aus der Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. 2019 waren rund 1900 Projekte mit insgesamt über 36 Millionen Euro gefördert worden. Brot für die Welt hatte im vergangenen Jahr rund 1800 Projekte in über 90 Ländern unterstützt. Beide Hilfswerke starten ihre Spendenaktionen offiziell mit Gottesdiensten am 1. Advent, dem 29. November - Brot für die Welt in Speyer, Adveniat an fünf Orten im Bistum Würzburg.

15.24 Uhr: NRW-Justizminister bis 3. November in Quarantäne

Wegen eines positiven Corona-Tests in seinem dienstlichen Umfeld ist NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in häuslicher Quarantäne. Als Kontaktperson ersten Grades sei für den Ressortchef vom zuständigen Gesundheitsamt eine Quarantäne bis 3. November vorgesehen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag. Biesenbach sei symptomfrei. Er könne vom Homeoffice aus arbeiten.

Bei der positiv getesteten Person handelt es sich den Angaben zufolge um einen engen Mitarbeiter Biesenbachs. Der Infizierte habe sofort alle Kontaktpersonen informiert. Es seien «einige Mitarbeiter» des Ministeriums betroffen, die sich zunächst in freiwillige Quarantäne begeben hätten, erklärte die Ministeriumssprecherin weiter. Für Biesenbach sei an diesem Dienstag ein Corona-Test vorgesehen.

Die vorsorgliche Quarantäne des Justizministers hat nach Angaben der Staatskanzlei keine Auswirkungen auf die Sitzung des Landeskabinetts in dieser Woche. Das Landeskabinett halte sich in seinen Sitzungen an die Abstands- und Hygieneregeln und tage in vielen Fällen virtuell. An diesem Dienstag sei eine Präsenzsitzung im Stadttor geplant, bei der Biesenbach von einem anderen Kabinettsmitglied vertreten werde.

14.20 Uhr: Merkel berät Mittwoch mit Ministerpräsidenten über Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am kommenden Mittwoch erneut mit den Ministerpräsidenten in einer Videokonferenz über die sich zuspitzende Entwicklung der Corona-Pandemie beraten. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit.

Seibert unterstrich, dass es eine ernsthafte Entwicklung gebe. Kontaktnachverfolgungen durch die Gesundheitsämter seien kaum mehr möglich. Die Intensivbetreuung von Corona-Patienten nehme wieder zu, die Kapazitäten nähmen entsprechend ab, machte Seibert deutlich.

Vor dem digitalen Treffen der Ministerpräsidenten der Länder Ende dieser Woche wurden die Rufe nach schärferen und vor allem einheitlicheren Corona-Regeln lauter.

12.41 Uhr: Kanzleramt wegen Corona-Infektionszahlen in Sorge

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach einem Medienbericht ihre große Sorge wegen der hohen Corona-Infektionszahlen auch in den CDU-Gremien deutlich gemacht.

Der Anstieg müsse dringend gestoppt werden, mahnte sie nach Informationen der «Bild» am Montag in den Beratungen. Die Situation sei «hochdynamisch» und «dramatisch». Deutschland könne demnach bald in eine «schwierige Lage» kommen, wenn es um Intensivbetten gehe.

11.32 Uhr: Uni Bielefeld: Wenn die App Alarm schlägt

Das Coronavirus kann heimtückisch sein, der Krankheitsverlauf sprunghaft. Wer als Covid-Patient daheim versorgt wird, kann morgens im Telefonat mit seinem betreuenden Arzt sein Befinden als unproblematisch bewerten und doch am späten Abend auf der Intensivstation landen. Ein kleines „Paket“ an Messgeräten für Zuhause und eine App für das Smartphone könnten solche plötzliche Zuspitzungen vermeiden, sagt Prof. Dr. Sebastian Kuhn, der in der neuen Medizinfakultät die Arbeitsgruppe Digitale Medizin leitet.

9.44 Uhr: Schulen in Bielefeld: Suche nach einer Corona-Strategie

Trotz der vom NRW-Schulministerium angeordneten Maskenpflicht während des Unterrichts schauen Lehrer und Eltern in Bielefeld mit Sorge auf die Zeit nach dem Ferienende. Mit den steigenden Corona-Fallzahlen dürften Schüler und Lehrer immer häufiger die Zeit in Quarantäne verbringen. Das liegt auch an der Strategie des Gesundheitsamtes, wie mit Corona-Fällen an Schulen umgegangen wird.

8.11 Uhr: Studenten sehen schlechtere Berufschancen wegen Corona

Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen werfen einer Umfrage zufolge auch die beruflichen Pläne vieler Studenten über den Haufen.

So gehen mehr als 40 Prozent davon aus, dass sich ihre Berufsaussichten in den vergangenen Monaten verschlechtert haben, heißt es in der neuen «Studierendenstudie» des Beratungsunternehmens EY. Ein gutes Viertel hat seine Pläne schon geändert und will nun zum Beispiel länger studieren, die Branche wechseln oder sich doch lieber nicht selbstständig machen.

6.36 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Im Kreis Herford ist am Montagmorgen eine Sieben-Tages-Inzidenz von 116,5 vermeldet worden - Höchstwert in OWL. Auch Bielefeld und der Kreis Gütersloh überschreiten den Inzidenzwert von 100. Minden-Lübbecke hat die 50er Marke geknackt. Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. 

Bielefeld: 103,8 (99,0)

Kreis Gütersloh: 103,3 (96,2)

Kreis Herford: 116,5 (79,4)

Kreis Höxter: (67,7)*

Kreis Lippe: 83,4 (60,4)

Kreis Minden-Lübbecke: 57,3 (44,8)

Kreis Paderborn: Mehr als 56,0 (Offizieller Wert: 34,4)*

*In diesen Kreisen hat es beim LZG am Wochenende offenbar eine Datenpanne gegeben

6.19 Uhr: Merkel: Deutschland stehen schwere Monate bevor

Deutschland steht bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer schwierigen Phase.

«Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor», sagte die CDU-Politikerin laut «Bild»-Zeitung in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. Die Kanzlerin gehe von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus und rechne damit, dass mindestens bis Februar auch draußen keine größeren Veranstaltungen mehr möglich seien.

Sonntag, 25. Oktober

20.10 Uhr: Frankreich: Erstmals mehr als 50.000 Corona-Neuinfektionen

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 50.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Sonntagabend 52.010 neu erfasste Ansteckungen. Damit gab es erneut einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testungen in Frankreich.

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Die Behörden meldeten allein in der vergangenen Woche mehrmals neue Rekorde bei den Neuinfektionen. Am Freitagabend war die Marke von einer Million gemeldeter Fälle seit Beginn der Pandemie überschritten worden. Mehr als 34.700 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 17 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben von Sonntag positiv.

Seit Samstag gilt in Frankreich die nächtliche Ausgangssperre für rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Die Ausgangssperre gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. In den Nachtstunden dürfen die Menschen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür.

19.20 Uhr: Weitere Einschränkungen im Kreis Höxter schon ab Montag

Der Kreis Höxter hat jetzt doch bereits am Sonntagabend eine Allgemeinverfügung erlassen – damit gelten die Corona-Einschränkungen ab Montag um 0 Uhr. Wegen einer Datenpanne beim Landeszentrum Gesundheit NRW hieß es zunächst, dass diese erst am Dienstag in Kraft treten könnten.

18.55 Uhr: Corona-Regeln: Polizei stellt bei Gottesdiensten Verstöße fest

Die Polizei hat in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta angesichts steigender Krankenzahlen die Einhaltung der Corona-Regeln in Gottesdiensten überprüft. Dabei stellten die Beamten bei einem Gottesdienst mit 50 Menschen in Damme (Landkreis Vechta) Verstöße fest, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Mund-Nasen-Schutz wurde nicht getragen, die Abstandsregeln und das Hygienekonzept wurden nicht eingehalten und es wurden keine Kontaktlisten geführt. Die Anzahl der Gäste wurde reduziert, damit der Gottesdienst fortgeführt werden konnte. In anderen Überprüfungen stellte die Polizei keine Verstöße fest.

Anlass der Überprüfungen war, dass Bürger in den beiden Landkreisen mehrfach der Polizei meldeten, dass mehrere Gottesdienste unter Nichtbeachtung der Corona-Regeln stattfinden würden. 

18.28 Uhr: Revierderby: Durften 300 Fans wegen Corona überhaupt im Stadion sein?

Die 300 Zuschauer beim Revierderby zwischen den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am Samstag werfen beim NRW-Gesundheitsministerium Fragen auf. Von der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg werde das Ministerium einen Sonder-Bericht anfordern, in dem «die Gründe für die Entscheidung» dargelegt werden sollen, teilte das Ministerium der «Rheinischen Post» mit.

Die Umsetzung der Coronaschutzverordnung sowie die Folgen der getroffenen Maßnahmen liegen dem Ministerium zufolge in der Verantwortung der lokalen Gesundheits- und Ordnungsbehörden. Wenn das Infektionsgeschehen am Austragungsort nicht eingrenzbar ist und 35 Neuansteckungen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen übersteigt, dürfen eigentlich keine Zuschauer mehr zugelassen werden. Die zuständigen Gesundheitsämter müssen dann vorab entscheiden, ob die Ansteckungen eingrenzbar sind.

17.50 Uhr: Die Zahlen aus OWL

(in Klammern die Veränderung in der Regel zum Vortag; Quellen: Angaben der Gesundheitsämter, RKI bzw. Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)

Trotz der wie so oft an Wochenenden nicht vollständigen Aktualisierung der veröffentlichten Zahlen wurden 263 neue Infektionen in OWL bekannt, davon 88 im Kreis Gütersloh und 68 in Bielefeld. Bis auf die Kreise Minden-Lübbecke und Paderborn ist OWL unmittelbar vor dem Wiederbeginn des Schulunterrichts nach den Herbstferien bereits flächendeckend Risikogebiet. Und auch in diesen beiden Kreisen war die Verschlechterung zuletzt erheblich.

Bielefeld
aktuell infiziert: 422 (Zahl vom Samstag)
Fälle insgesamt: 1588 (+68)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 99 

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 416  (+63)
Fälle insgesamt: 3668 (+88)
davon Todesfälle: 21
Sieben-Tage-Inzidenz: 96,2

Kreis Herford (Zahlen bis auf Inzidenz vom Samstag)
aktuell infiziert: 255  
Fälle insgesamt: 1010
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 79,4

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 112 (+32)
Fälle insgesamt: 581 (+33)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 67,7

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 352 (+31 seit Freitag)
Fälle insgesamt: 1467 (+27)
davon Todesfälle: 31
Sieben-Tage-Inzidenz: 60,4

Kreis Minden-Lübbecke  
aktuell infiziert:  255 (+28)
Fälle insgesamt: 1278 (+47)
davon Todesfälle: 16
Sieben-Tage-Inzidenz: 44,8

Kreis Paderborn (Zahlen bis auf Inzidenz vom Samstag)
aktuell infiziert: 239
Fälle insgesamt: 1176
davon Todesfälle: 35
Sieben-Tage-Inzidenz: 34,4

17.46 Uhr: Auf Corona-Kontrolle: Hunderte Polizisten in Berlin im Einsatz

Hunderte Polizisten haben am Wochenende in Berlin die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. Rund 1000 Polizisten waren im Laufe des Samstags im Einsatz, auch am Sonntag wurde kontrolliert. Die Hälfte der Einsatzkräfte kam von der Bundespolizei. In der Stadt gelten jetzt strengere Regeln - so muss etwa auf Wochenmärkten und zehn Einkaufsstraßen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Tagsüber hielt sich der Großteil der Menschen einer Zwischenbilanz zufolge an die Regeln. Etwa 80 bis 90 Prozent hätten ihren Mund-Nasen-Schutz getragen und sich an Sicherheitsabstände gehalten, hieß es in einer Mitteilung der Polizei aus der Nacht.

Am Samstagabend wurden dann rund 4000 Menschen kontrolliert, ob sie Mund-Nasen-Schutz tragen und sich an Abstandsregeln halten. Mit 1000 von ihnen seien «Präventionsgespräche» geführt worden, berichtete eine Polizeisprecherin am Sonntag. Zwischen 18.00 Uhr und 02.00 Uhr seien rund 280 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Tagsüber waren es noch 23 Verfahren gewesen.

Am Samstagabend wurde im Bezirk Mitte eine Veranstaltung aufgelöst. Die Polizei sprach bei Twitter von einer «Fetisch-Party» und rund 600 Gästen. In einer Mitteilung vom Sonntag war von einer «Party» mit rund 500 Gästen die Rede. «Es waren einfach zu viele für zu wenig Platz», hatte es bei der Polizei am späteren Samstagabend geheißen. Die Veranstalterin erwarte demnach ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung. Der Mindestabstand habe wegen der Vielzahl der Personen nicht eingehalten werden können.

16.12 Uhr: Polizei: Berliner Veranstaltung gegen Corona-Politik beendet

Eine Versammlung gegen staatliche Corona-Beschränkungen ist am Sonntag in Berlin laut Polizei vom Anmelder beendet worden. Demonstranten hatten sich am Nachmittag vor dem Veranstaltungszentrum Kosmos versammelt - dort sollte ursprünglich die Gesundheitskonferenz «Word Health Summit» stattfinden. Über Lautsprecher teilte die Polizei mit, der Veranstaltungsleiter habe die Veranstaltung beendet. Die Demonstranten auf dem Platz in Berlin-Friedrichshain reagierten mit Buhrufen und Pfiffen. Polizisten kamen auf die dort aufgebaute Bühne. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, den Ort zu verlassen.

Schon zuvor bei einer Versammlung auf dem Alexanderplatz hatte die Polizei mitgeteilt, dass sich die Teilnehmenden weitgehend nicht an die Auflagen wie Mindestabstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen hielten.

16.12 Uhr: Falsche Corona-Kontrolleure bitten Passanten zur Kasse

Zwei Unbekannte sollen sich in Leverkusen als Mitarbeiter des Ordnungsamts der Stadt ausgegeben und von Passanten Verwarngelder in Höhe von 50 Euro in bar verlangt haben. Sie hätten argumentiert, dass Leute auf offener Straße keinen Mund-Nasen-Schutz trügen, verstoße gegen die Coronaschutzverordnung, teilte die Polizei mit. Eine 47 Jahre alte Frau, die von den beiden Betrügern angesprochen worden war, wurde misstrauisch und rief die Polizei. Daraufhin flüchteten die Männer, die in Bomberjacken, Kappen und schwarzen Masken aufgetreten waren.

Die Behörden weisen darauf hin, dass Mitarbeiter der Ordnungsämter nie Geld direkt vor Ort verlangen, sondern immer ein Verfahren einleiten. Zudem tragen sie bei der Ausübung ihres Dienstes in der Regel Ordnungsamtsbekleidung und können sich mit einem Dienstausweis ausweisen. Die Polizei sucht weitere Zeugen, die am Samstag von den falschen Corona-Kontrolleuren im Stadtteil Hitdorf zur Kasse gebeten wurden.

16.05 Uhr: Corona-Ausbruch in chinesischer Region Xinjiang - höchste Alarmstufe

Die Behörden in der westchinesischen Region Xinjiang haben nach einem Coronavirus-Ausbruch am Sonntag die höchste Alarmstufe im öffentlichen Gesundheitswesen ausgerufen. Zuvor waren 137 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete.

Alle Infektionsfälle waren demnach in der abgelegenen westlichen Stadt Kashgar festgestellt worden. Keine der positiv getesteten Personen habe Husten oder Fieber, und alle befänden sich unter Quarantäne und medizinischer Überwachung im Krankenhaus, hieß es.

15.46 Uhr: Demonstranten gehen gegen Corona-Auflagen auf die Straße

Aus Protest gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen sind am Sonntag in Berlin erneut Demonstranten auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von rund 2000 Menschen, die sich auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte versammelten.

Die Situation war dort zeitweise unübersichtlich, weil Menschen aus der Menge ausbrachen. Die Polizei sprach von einer «dynamischen Lage». «Es wurde weitgehend weder der Mindestabstand noch die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung eingehalten», twitterte die Polizei. Dies waren jedoch Auflagen gewesen.

Zahlen der Veranstalter zur Demonstration lagen zunächst nicht vor.

15.00 Uhr: Corona-Neuinfektionen in den USA bleiben nahe Rekordniveau

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA sind am Wochenende in Nähe des jüngst erreichten Rekordniveaus geblieben. Am Samstag wurden erneut rund 83.700 Infektionen registriert, wie aus Zahlen der Universität Johns Hopkins von Sonntag hervorgeht. Am Freitag hatten die USA die bisher höchste Zahl mit 83.757 bestätigten Infektionen an einem Tag verzeichnet. Rund 900 Menschen starben. Insgesamt kostete die Pandemie damit rund 225.000 Amerikaner das Leben. Rund 8,6 Millionen infizierten sich bisher.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert.

14.07 Uhr: Erholung der Weltwirtschaft wohl schwächer als erwartet

Der für 2021 erhoffte Aufschwung der Weltwirtschaft könnte aus Sicht der Industrieländervereinigung OECD geringer ausfallen. Die Erholung werde vielleicht schwächer als angenommen.

«Weil wir mit einem sehr viel weniger klaren wirtschaftlichen Aufwärtstrend ins neue Jahr gehen als erwartet, mit weniger Power», sagte OECD-Generalsekretär Ángel Gurría der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». In diesem Jahr werde der Wirtschaftseinbruch vermutlich noch gravierender als angenommen. Grund dafür seien die in vielen Ländern wieder stark steigenden Corona-Neuinfektionszahlen.

14.00 Uhr: Fast ganz NRW als Risikogebiet ausgewiesen

Nahezu alle der 53 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen gelten mittlerweile als Corona-Risikogebiete. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Landeszentrums Gesundheit von Sonntag (0.00 Uhr) lagen lediglich die vier Kreise Euskirchen, Minden-Lübbecke, Paderborn und Soest unter der Warnschwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Den höchsten Wert wies laut RKI die Stadt Solingen mit 200,3 aus. Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) registrierte am Sonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 199,7 für die Stadt. Dahinter lagen laut RKI und LZG die Stadt Duisburg mit 174,1 und der Kreis Düren mit 170,0. Für Nordrhein-Westfalens einwohnerstärkste Stadt Köln wurden 152,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet.

Zunächst blieb allerdings unklar, ob tatsächlich alle von den Gesundheitsämtern registrierten Neuinfektionen in die RKI-Statistik von Sonntag eingeflossen. Denn: Für acht Kreise und kreisfreie Städte in NRW wiesen RKI und LZG von Samstag auf Sonntag keine Neuinfektionen aus. Erst am Donnerstag war es wegen einer technischen Störung bei der Übermittlung der Zahlen zu Datenlücken gekommen. Grundsätzlich sind die amtlich gemeldeten Zahlen an den Wochenenden wegen der Personalkapazitäten in den Laboren und Gesundheitsbehörden meist niedriger.

Für die übrigen 45 Kreise und Städte in NRW meldete das RKI am Sonntag 3142 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im bevölkerungsreichsten Bundesland lag damit bei 107.759 - etwa ein Viertel aller bundesweit registrierten Fälle (429.181).

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) appellierte an die Menschen, die Corona-Regeln einzuhalten: «Dass wir den Abstand einhalten, dass wir da, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, die Maske tragen, und das wir natürlich unsere Kontakte reduzieren», sagte Laumann am Samstag in der WDR-Sendung «Aktuelle Stunde».

Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen und eine mögliche weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen erklärte der Minister: «Ich glaube nicht, dass wir die Wirtschaft wieder abstellen können, wie wir das im Frühjahr gemacht haben. Ich glaube auch nicht, dass es richtig ist, das gesamte Bildungssystem abzustellen.» Er setze stattdessen auf Kontaktbeschränkungen in der Freizeit, sagte Laumann.

12.31 Uhr: Neue Beschränkungen: Österreich greift härter durch

Österreich zieht die Zügel angesichts stark steigender Corona-Neuinfektionen weiter an: Seit Sonntagnacht dürfen sich in Innenräumen abseits der eigenen vier Wände etwa bei Tanz- oder Yogakursen oder privaten Geburtstagsfeiern nur noch sechs Personen treffen, draußen zwölf.

Das gilt auch für Amateur-Chöre und Musikkapellen. Auch in Restaurants gilt ab jetzt eine Höchstzahl von sechs statt bisher zehn Erwachsenen pro Tisch. Auf der Straße muss wieder ein Meter Abstand gehalten werden, außer zu Menschen, mit denen man zusammenwohnt.

10.43 Uhr: Trump spielt im Wahlkampf Corona-Gefahr herunter

Während der US-Wahlkampf auf die Zielgerade geht, steigt im Land steil die Zahl der Corona-Infektionen. Präsident Donald Trump spielt die Gefahr jedoch konsequent herunter. Unterdessen gibt es einen neuen Corona-Fall im Umfeld des Weißen Hauses.

8.36 Uhr: Gesundheitsämter melden 11.176 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet.

An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Vor genau einer Woche waren es noch 5587 Neuinfektionen an einem Tag.

7.49 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Die Inzidenzwerte in den Landkreisen in OWL steigen weiter. In Bielefeld (99,0) und im Kreis Gütersloh (96,2) ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf einem neuen Höchststand angelangt. Der Kreis Höxter gilt fortan auch als Risikogebiet. Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. 

Bielefeld: 99,0 (90,1)

Kreis Gütersloh: 96,2 (77,5)

Kreis Herford: 79,4 (85,8)

Kreis Höxter: 67,7 (41,3)

Kreis Lippe: 60,4 (58,7)

Kreis Minden-Lübbecke: 44,8 (32,9)

Kreis Paderborn: 34,4 (22,7)*

*In Paderborn hat es am Samstag eine Daten-Panne gegeben. „Offensichtlich hat das LZG noch nicht alle Fallzahlen erfasst“, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises. 

Samstag, 24. Oktober

20.20 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weltweit

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen weltweit steigt und steigt. Täglich werden weitere Negativrekorde gemeldet.  Weltweit haben sich der Johns-Hopkins-Universität zufolge inzwischen mehr als 42 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, mehr als 1,1 Millionen Infizierte sind schon gestorben. Viele Staaten stemmen sich mit scharfen Maßnahmen gegen weitere Corona-Ausbreitung.

18 Uhr: Die Zahlen aus OWL 

In den Klammern die Veränderungen zum Vortag.

Bielefeld
aktuell infiziert: 422  (+30) 
Fälle insgesamt: 1520 (+71)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 90,1 

Kreis Paderborn (Fallzahlen von Freitag)
aktuell infiziert: 144 
Fälle insgesamt: 1081
davon Todesfälle: 35
Sieben-Tage-Inzidenz: 22,7

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 80 (+12)
Fälle insgesamt: 548 (+22) 
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 41,3 

Kreis Gütersloh 
aktuell infiziert: 353  (+42)
Fälle insgesamt: 3580 (+67)
davon Todesfälle: 21
Sieben-Tage-Inzidenz: 77,5

Kreis Herford 
aktuell infiziert: 255 (+45) 
Fälle insgesamt: 1010 
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 85,8 

Kreis Lippe (Fallzahlen von Freitag)
aktuell infiziert: 321 (+60)
Fälle insgesamt: 1410 (+65)
davon Todesfälle: 31
Sieben-Tage-Inzidenz: 58,7  

Kreis Minden-Lübbecke (Fallzahlen von Freitag)
aktuell infiziert:  178 (+17)
Fälle insgesamt: 1182 (+30)
davon Todesfälle: 16
Sieben-Tage-Inzidenz: 32,9 

16.24 Uhr: Zweite Welle: Warnung vor wirtschaftlichen Folgen

Angesichts rasant steigender Corona-Neuinfektionen in Deutschland wächst unter Volkswirten die Sorge vor den möglichen ökonomischen Folgen einer zweiten Pandemie-Welle. 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nannte die Infektionslage «dramatisch», warnte jedoch erneut vor einem Herunterfahren der Wirtschaft. «Einen neuen flächendeckenden Lockdown darf es nicht geben, und ich halte ihn auch nicht für erforderlich», sagte der CDU-Politiker. Finanzminister Olaf Scholz hält Deutschland für finanziell gut gerüstet. «Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen», sagte der SPD-Politiker. «Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst.»

15.06 Uhr: Höxter: Inzidenz steigt auf 41 – Kreis darf nicht sofort handeln

Der Sieben-Tages-Inzidenz-Wert im Kreis Höxter ist von Freitag auf Samstag auf 41,35 gestiegen. Kurios: Damit müssten laut Corona-Schutzverordnung eigentlich neue Regelungen greifen – doch der Kreis kann angesichts eines Serverproblems beim Landeszentrum Gesundheit NRW (LGZ) noch keine Allgemeinverfügung aussprechen. 

Das Landeszentrum für Gesundheit weist an diesem Samstag für den Kreis Höxter noch einen Inzidenzwert von 32,8 aus. „Bei diesem Wert handelt es sich aber leider nicht um die aktuellen Zahlen aus dem Kreis Höxter“, erläutert Krisenstabsleiter Matthias Kämpfer: „Aufgrund eines Problems bei der Datenverarbeitung beim LZG wurden die vom Kreis Höxter gemeldeten Zahlen nicht übernommen.“

13.15 Uhr: Istanbuls Bürgermeister Imamoglu mit Coronavirus infiziert

Der Bürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul, Ekrem Imamoglu, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 50 Jahre alte Politiker der wichtigsten türkischen Oppositionspartei CHP sagte am Samstag in einem auf Twitter geposteten Video, er befinde sich jedoch im Krankenhaus auf dem Weg der Besserung. Er sei häufig auf das Coronavirus getestet worden. Am Freitagabend sei er mit hohem Fieber ins Krankenhaus gegangen. «Jetzt geht es mir eigentlich gut. Mein Fieber ist nicht schlimm (...) So Gott will, werde ich wieder gesund werden», sagte der seit Mitte 2019 amtierende Bürgermeister.

Istanbul ist mit fast 16 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei. Dort sind bisher 40 Prozent der Coronavirus-Infektionen des Landes aufgetreten. Seit März streiten sich Imamoglu und die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan darüber, wie die Pandemie in Istanbul bekämpft werden kann. Gesundheitsminister Fahrettin Koca kritisierte, dass es in Istanbul fünfmal so viele Infektionsfälle gebe wie in der Hauptstadt Ankara. Koca hielt am Freitag in Istanbul ein Corona-Treffen ab, zu dem Imamoglu nicht eingeladen war. Die CHP bezeichnete dies als Skandal.

Die Türkei hat seit März fast 358.000 Infektionsfälle und 9658 Todesfälle verzeichnet.

12.45 Uhr: Spanien in Corona-Krise vor Rückkehr zum Alarmzustand

In Spanien zeichnet sich angesichts rasant steigender Corona-Zahlen eine Rückkehr zum Alarmzustand wie während der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr ab. Damit solle den Regionalregierungen eine gerichtsfeste rechtliche Basis für einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gegeben werden, berichteten die Zeitungen «El País» und «La Vanguardia» am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte seine Landsleute am Vortag auf «sehr harte Monate» eingestimmt und zu mehr Disziplin bei der Eindämmung des Virus aufgerufen. Nur so könne ein drastischer Lockdown wie im Frühjahr noch vermieden werden.

Bereits 8 der 17 autonomen Regionen des Landes, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, sowie Melilla, eine der beiden nordafrikanischen Exklaven Spaniens, hätten die Zentralregierung um die Ausrufung des Alarmzustands ersucht, berichteten die Zeitungen weiter. Die Regionen wollen vor allem Rechtssicherheit bei der Anordnung nächtlicher Ausgangssperren und anderer Eingriffe in persönliche Freiheitsrechte, um einen Lockdown wie im Frühjahr mit drastischen Ausgangbeschränkungen rund um die Uhr noch zu vermeiden.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Mehr als eine Million Infizierte wurden bisher registriert und bald 35.000 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gezählt. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt landesweit bei 191,11 mit steigender Tendenz. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zurzeit 68,4.

12.32 Uhr: Erstmals über 15.000 Corona-Neuinfektionen in Tschechien

Tschechien hat zum ersten Mal die Grenze von mehr als 15.000 bestätigten Corona-Neuinfektionen pro Tag überschritten. Am Samstag meldeten die Gesundheitsbehörden in Prag mit 15.252 neuen Fällen binnen 24 Stunden den bisherigen Rekord-Zuwachs. Die Gesamtzahl der Infektionen seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr kletterte auf mehr als 238.000, wie Daten des Gesundheitsministeriums belegten. Insgesamt 1971 Infizierte sind in dem 10,7 Millionen Einwohner zählenden Nachbarland Deutschlands bereits gestorben.

Tschechien kämpft in Relation zur Einwohnerzahl mit der stärksten Zunahme an Corona-Neuinfektionen in der Europäischen Union. Deshalb gelten seit eineinhalb Wochen weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Die meisten Geschäfte sind geschlossen. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Tschechien binnen 14 Tagen am Samstag bei 1210,8 - und damit deutlich höher als in allen anderen EU-Ländern.

12.22 Uhr: Tausende Likes für Ärzte-Auftritt in den ARD-«Tagesthemen»

«Hier ist das Ärzte Deutsche Fernsehen mit den Tagesthemen»: Ein Auftritt in der traditionsreichen ARD-Abendsendung hat der Berliner Rockband Die Ärzte im Netz viel Zuspruch beschert. Twitter-Nutzer sprachen von einer «coolen Aktion» und einer «tollen Idee», der Beitrag des Senders vom Freitag erhielt Tausende Likes.

Die Band appellierte in der ARD-Sendung an die Politik, in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht zu vergessen. Die Menschen, die in der Musikszene arbeiten, würden in Zeiten von Corona ignoriert, sagte Ärzte-Sänger Farin Urlaub. «Das Problem ist tatsächlich, wir nehmen Kultur als gegeben hin, Kultur ist einfach immer da.»

Dabei falle zu wenig auf, dass Kultur nicht nur kommerziell erfolgreiche Bandmusiker wie sie selbst brauche, sondern einen ganzen Unterbau: Clubbetreiber, Roadies (also Technik- und Aufbauhelfer) sowie kleinere Bands, die noch keine Plattenverträge haben. Wenn das wegbreche, entstehe ein «langfristiger Schaden».

12.05 Uhr: Ein Dutzend Regionen in NRW mit Corona-Wert über 100

In Nordrhein-Westfalen liegt mittlerweile ein Dutzend Gebiete über der Schwelle von mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Den höchsten Wert weist mit 197,8 die Stadt Solingen auf, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Samstag hervorgeht. Dahinter liegen der Kreis Düren mit 156,4 und die Stadt Duisburg mit 151,8.

Für Nordrhein-Westfalens einwohnerstärkste Stadt Köln meldete das RKI 136,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Auch die Städte Remscheid (141,0), Herne (140,6), Gelsenkirchen (138,7), Wuppertal (127,6), Bochum (109,4) und Dortmund (101,5) sowie die Städteregion Aachen (126,6) und der Kreis Recklinghausen (106,5) lagen über der 100er-Inzidenz. Die Stadt Düsseldorf registrierte nach eigenen Angaben von Samstag einen Wert von 107,1. Beim RKI lag dieser noch bei 80,1.

NRW-weit wies das RKI am Samstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 87,5 aus. Den geringsten Wert hat demnach der Kreis Paderborn mit 22,7.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen lag am Samstag im bevölkerungsreichsten Bundesland bei 104.617 - etwa ein Viertel aller bundesweit registrierten Fälle (418 005).

11.39 Uhr: Staatssekretär Jäger infiziert - Treffen mit Spahn

Der Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, Martin Jäger, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Jäger hatte sich am Montagmittag mit dem inzwischen ebenfalls mit dem Virus infizierten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) getroffen. Ein Sprecher Spahns sagte dazu am Samstag: «Ob und wie die jeweiligen Infektionen mit dem Treffen zusammenhängen, ist unklar.»

Der Sprecher erklärte weiter: «Nachdem am Mittwoch alle Kontaktpersonen des Ministers informiert worden waren, hatte sich Staatssekretär Jäger direkt testen lassen und in die häusliche Quarantäne begeben.» Bei Spahn hätten sich nach wie vor ausschließlich Erkältungssymptome entwickelt.

10.55 Uhr: Merkel: Gebot der Stunde heißt Kontakte reduzieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund deutlich steigender Corona-Infektionszahlen erneut an die Bürger appelliert, durch weniger Kontakte bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. «Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet. Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen», sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

Vor einer Woche hatte die Kanzlerin an dieser Stelle in einem dramatischen Appell die Bürger zur Mithilfe aufgefordert. Die Videobotschaft hatte viele Reaktionen hervorgerufen. Eine Woche später habe sich die Pandemielage noch weiter zugespitzt, sagte Merkel. «Für mich gilt das, was ich Ihnen letzte Woche gesagt habe, noch Wort für Wort (...) Und so folgt jetzt noch einmal der Podcast vom vergangenen Samstag», so die Kanzlerin, bevor erneut die Ansprache von vergangener Woche abgespielt wird.

Darin hatte Merkel dazu aufgerufen, Kontakte außerhalb der eigenen Familie deutlich zu verringern und darum gebeten, auf Reisen und Feiern, die «nicht wirklich zwingend notwendig» sind, zu verzichten. «Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.»

10.44 Uhr: Corona-Regeln: Polizei kontrolliert in Berlin

Mit stärkeren Kontrollen will die Berliner Polizei an diesem Wochenende darauf drängen, dass sich Menschen an die Corona-Regeln halten. Seit Samstagmorgen läuft ein entsprechender Einsatz. «Wir sind bis in die Nacht hinein unterwegs», sagte ein Polizeisprecher. Rund 1000 Polizisten sollten im Laufe des Tages eingesetzt werden, die Hälfte davon von der Bundespolizei.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatten sich auf den gemeinsamen Einsatz verständigt. Bundesweit steckten sich zuletzt immer mehr Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an. Auch in Berlin stieg die Infektionszahl.

Die Landesregierung hatte daraufhin die Vorgaben verschärft. Seit Samstag muss zum Beispiel auf Wochenmärkten und auf zehn Einkaufsstraßen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Zudem gelten noch strengere Obergrenzen für private Zusammenkünfte. Die Kontrollen zielen auch auf illegale Partys und die Gastronomie ab, für die größtenteils eine nächtliche Sperrstunde gilt.

10.12 Uhr: Neuer Corona-Höchstwert in Belgien: 15.400 Infektionen an einem Tag

Belgien meldet mit 15.432 Corona-Infektionen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert. Die Zahl sei für vorigen Dienstag (20. Oktober) registriert worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga am Samstag unter Berufung auf das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano. Der vorherige Tages-Höchstwert lag bei 12.969 (18. Oktober).

Belgien hat nur 11,5 Millionen Einwohner und registriert trotzdem höhere Zahlen bei Neuinfektionen als Deutschland mit rund 83 Millionen Menschen. Die EU-Seuchenbehörde ECDC meldete am Freitag für Belgien pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen rund 1020 Neuinfektionen, für Deutschland mit rund 107 etwa ein Zehntel.

Der Trend zeigt nach Angaben von Belga immer noch steil nach oben: Im Durchschnitt registrierte Sciensano in den sieben Tagen vom 14. bis 20. Oktober 11.201 neue Ansteckungen, 56 Prozent mehr als in der Woche davor. Die Zahlen für die Tage danach sind noch nicht konsolidiert.

Die belgische Regierung hatte die Schließung von Kneipen und Restaurants, eine nächtliche Ausgangssperre, strikte Kontaktbeschränkungen und ein umfassendes Gebot für Arbeiten im Heimbüro verfügt, um einen kompletten Lockdown vorerst zu vermeiden. Die Regionalregierung der Hauptstadtregion Brüssel will noch am Samstag über weitere Maßnahmen beraten.

9.04 Uhr: Polens Präsident Duda positiv auf Coronavirus getestet

Der polnische Präsident Andrzej Duda ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Präsidentensprecher Blazej Spychalski am Samstagmorgen auf Twitter mit. Der 48 Jahre alte Präsident fühle sich gut, betonte Spychalski. «Wir sind in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsdienst», schrieb der Sprecher weiter.
Polen hatte am Freitag mit 13.600 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchststand gemeldet. Von Samstag an sollen neue Verschärfungen der Maßnahmen die Verbreitung des Virus eindämmen.

9.00 Uhr: Kirchen verschärfen Corona-Regeln für Gottesdienste

Aufgrund der stark gestiegenen Corona-Fallzahlen haben die evangelische und die katholische Kirche in NRW ihre Regeln für den Gottesdienstbesuch verschärft. So gilt im Bistum Aachen ab sofort eine Maskenpflicht für Gottesdienstbesucher, wenn der Inzidenzwert vor Ort auf 35 steigt. Singen ist möglich, wenn der Mindestabstand eingehalten wird. Ab einer Inzidenz von 50 muss der Gemeindegesang deutlich reduziert werden.

Das Erzbistum Paderborn hat festgelegt: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50, muss die Zahl der Gottesdienstbesucher auf maximal 50 Prozent der normalen Kapazität der jeweiligen Kirche begrenzt werden. «Aufgrund der sehr unterschiedlichen Situationen vor Ort bleibt die Empfehlung zum Verzicht auf Gesang im Gottesdienst im geschlossenen Raum bestehen», heißt es im Erzbistum Paderborn.

Die drei evangelischen Landeskirchen in NRW haben ebenfalls ihre Regeln angepasst. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 tragen die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eine Mund-Nase-Bedeckung auch am Sitzplatz. Ausgenommen davon sind Pfarrerinnen und Pfarrer, Lektorinnen und Lektoren sowie Musikerinnen und Musiker, Chor- und Solosängerinnen.

Ab einer Inzidenz von 50 wird die maximale Teilnehmerzahl der Gottesdienstbesucher in Kirchen auf maximal 250 Personen festgelegt, außerdem wird auf Gesang verzichtet. Ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Westfalen sagte dazu, die Zahl von 250 Personen sei eher theoretisch: «Wenn man sich an die Abstandsregeln hält - 1,5 Meter in jede Richtung - dürfte es keine evangelische Kirche in Westfalen geben, die 250 Personen aufnehmen kann.»

Mit Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit teilte das Bistum Essen mit, es werde empfohlen, die Planungen unter Berücksichtigung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen erst einmal weiterzuführen. «Ende November werden wir gemeinsam die dann aktuelle Situation prüfen», heißt es in einer Handreichung des Generalvikariats.

7.59 Uhr: US-Tagesrekord seit Pandemie-Beginn: Mehr als 80.000 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages in den USA ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf über 80.000 gestiegen. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete am Freitag 83.757 neue Fälle, rund 12.000 mehr als noch am Vortag.

Die Gesamtzahlen der Infektionen liegen generell über denen vom Frühjahr. Sie sind aber wie auch in Deutschland nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt wurden laut JHU in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie knapp 8,5 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 224.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert.

6.30 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe verschlechtern sich weiter

(RKI-Angaben; in Klammern der Wert vom Vortag)

Im Risikogebiet Bielefeld gibt es einen weiteren Schub an Infektionen. Zumindest nach RKI-Angaben bis auf den Kreis Höxter haben sich die Inzidenzwerte in allen Gebieten Ostwestfalen-Lippes verschlechtert. Nur der Kreis Paderborn ist noch nicht in der Nähe des ersten Grenzwertes von 35.

Bielefeld: 90,1 (73,9)

Kreis Herford: 85,8 (73,8)

Kreis Gütersloh: 77,5 (68,8)

Kreis Lippe: 58,7 (56,7)

Kreis Minden-Lübbecke: 32,9 (28,0)

Kreis Höxter: 32,8 (32,8) *** Auf der Homepage des Kreises wird bereits ein Wert von 41,35 ausgewiesen ***

Kreis Paderborn: 22,7 (20,8)

6.00 Uhr: 26 NRW-Gefangene mit Coronavirus infiziert

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen 26 Häftlinge mit dem Coronavirus infiziert. 20 der 26 Gefangenen seien inzwischen wieder gesund, teilte das NRW-Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit (Stand: 22. Oktober). Von 65 positiv getesteten JVA-Mitarbeitern hätten 46 die Infektion überstanden. Einen größeren Ausbruch gab es in den Anstalten somit bislang nicht.
Insgesamt sind die Justizvollzugsanstalten des Landes derzeit mit knapp 14.000 Gefangenen belegt. Besuche und Freigänge waren auch für Gefangene des offenen Vollzugs zunächst deutlich reduziert worden. Im Juni wurden die Maßnahmen wieder gelockert.

5.27 Uhr: 14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Samstagmorgen 14.714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Auch am Samstagmorgen gab es zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen.
Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10.000.

Durch einen Ausfall eines Webservers waren am Donnerstagnachmittag laut RKI Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI knapp drei Stunden lang gestört gewesen. Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert. Die fehlenden Daten sollten am Freitag automatisch im Laufe des Tages übermittelt worden sein und somit in der Publikation vom Samstagmorgen erscheinen. Die Größe der Datenlücke war zunächst nicht bekannt. Betroffen von der Panne waren zum Beispiel Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen.

Zudem sind die jetzigen Werte nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich laut Angaben des RKI in Deutschland 418.005 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 24.10., 00.00 Uhr).
10.003 Menschen sind demnach seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 49 mehr als am Vortag.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,23 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa zwölf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,30 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

5.05 Uhr: Brinkhaus: Balance zwischen Regierung und Parlament hinterfragen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will die coronabedingten Verordnungsermächtigungen für die Bundesregierung durch das Parlament hinterfragen. «Über deren Notwendigkeit, Umfang und Befristung werden wir uns in den nächsten Wochen intensiv austauschen - zum Beispiel in den Beratungen zu einem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz», heißt es in einem Schreiben Brinkhaus' an die Abgeordneten der Unionsfraktion, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Balance zwischen Parlament und Regierung müsse gerade in der Corona-Krise immer wieder hinterfragt werden.

Er sei daher für die Vorschläge von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble dankbar, wie man Bundeseinheitlichkeit und Rechtssicherheit aller Maßnahmen verbessern könne.

Zugleich wies Brinkhaus Darstellungen besonders der Opposition zurück, das Parlament sei unzureichend in die Corona-Maßnamen der Bundesregierung einbezogen worden. «Im Gegensatz zu dem einen oder anderen Diskussionsbeitrag ist es eben nicht so, dass das Handeln der Regierung ohne Beteiligung und Legitimation durch das Parlament erfolgt ist», heißt es in einem Schreiben.

Seit dem 11. März habe sich das Parlament mehr als 70 Mal im Plenum mit dem Thema befasst - unter anderem habe es zur Pandemie Gesetze beschlossen, über eine Regierungserklärung debattiert, Aktuelle Stunden abgehalten und Anträge beraten.

Zugleich forderte Brinkhaus die Unionsabgeordneten auf, die nächste Sitzungswochen zu nutzen, den Bürgerinnen und Bürgern noch besser zu erklären, welche Maßnahmen gerade zu welchem Zweck geschähen. Es sei daher richtig, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu am Donnerstag eine Regierungserklärung im Parlament abgeben wolle.

Schäuble hatte den Fraktionen Vorschläge für eine stärkere Beteiligung des Parlaments an Entscheidungen über Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vorgelegt. Die öffentliche Debatte zeige, «dass der Bundestag seine Rolle als Gesetzgeber und öffentliches Forum deutlich machen muss, um den Eindruck zu vermeiden, Pandemiebekämpfung sei ausschließlich Sache von Exekutive und Judikative», heißt es in einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden.

Zuvor war immer mehr Kritik laut geworden, dass die Regierungen von Bund und Ländern die Entscheidungen an den Parlamenten vorbei träfen.

Freitag, 23. Oktober

20.07 Uhr: Vier Spieler positiv: Spiel von Bietigheim in Nettelstedt fällt aus

Nach dem Bekanntwerden von zwei weiteren Corona-Fällen im Team der SG BBM Bietigheim ist das Spiel des Handball-Zweitligisten am Samstag bei der TuS Nettelstedt-Lübbecke abgesagt worden. Alle Spieler und Trainer würden ihre häusliche Quarantäne nach Rücksprache mit den Behörden vorerst fortsetzen, teilte der Verein am Freitag mit. 

19.18 Uhr: Fast ein Drittel für härtere Corona-Maßnahmen

Fast ein Drittel der Deutschen spricht sich einer Umfrage zufolge für noch härtere Corona-Maßnahmen aus. 30 Prozent der Befragten gehen die bestehenden Maßnahmen nicht weit genug, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer hervorgeht. 54 Prozent halten die Maßnahmen demnach für genau richtig, 14 Prozent für übertrieben. Im September waren nur 18 Prozent und Anfang Oktober 23 Prozent für härtere Regelungen gewesen - obwohl diese seitdem vielerorts verschärft wurden. 

Die einzelnen Maßnahmen finden überwiegend große Zustimmung: 87 Prozent der Befragten hielten die Ausweitung der Maskenpflicht für richtig. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern und Treffen in der Öffentlichkeit fand eine Zustimmung von 86 beziehungsweise 79 Prozent. Dass Bars und Restaurants vielerorts früher schließen müssen, fanden dagegen nur 54 Prozent richtig. 

18.48 Uhr: NRW will 800 befristete Stellen zur Corona-Nachverfolgung schaffen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Städte und Gemeinden stärker bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten unterstützen. Nordrhein-Westfalen werde nicht nur rund 200 Landesbedienstete zur Unterstützung der Gesundheitsämter abstellen, sondern auch die Mittel für rund 800 Aushilfskräfte in Vollzeit bereitstellen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag. Das Aushilfspersonal soll für bis zu sechs Monate bei der Corona-Bekämpfung helfen. 

Die Kommunen spielten eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Pandemie, betonte Laumann. Sie hätten ihr Personal in den Gesundheitsämtern bereits stark ausgebaut. Der Bund stelle Soldaten der Bundeswehr in beträchtlicher Zahl zur Verfügung. „Auch das Land Nordrhein-Westfalen kommt seiner Verantwortung nach und wird die Besetzung von bis zu 1000 Stellen unterstützen“, sagte der CDU-Politiker.

18.05 Uhr: Positiver Corona-Test bei BVB-Profi Emre Can - Ausfall im Derby

Borussia Dortmund muss im Revierderby gegen Schalke 04 am Samstag auf Emre Cam verzichten. Der 26 Jahre alte BVB-Profi sei am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte der Fußball-Bundesligist mit. Der Nationalspieler, der die Champions-League-Reise nach Rom aufgrund einer Sperre nicht mitgemacht hatte, sei „aktuell symptomfrei“ und befinde sich in häuslicher Isolation. Alle weiteren Tests der Spieler und des Betreuerstabs seien negativ gewesen, hieß es weiter. 

Nach einem Austausch mit dem Dortmunder Gesundheitsamt war die am Freitag ursprünglich für 17.00 Uhr angesetzte Trainingseinheit vor dem Derby auf 18.30 Uhr verschoben worden. Die Austragung der Partie am Samstag (18.30 Uhr/Sky) sei nicht gefährdet, so der BVB. 

18.02 Uhr: Die Zahlen aus OWL 

(In den Klammern die Veränderungen zum Vortag)

Insgesamt gab es in Ostwestfalen-Lippe von Donnerstag bis Freitag 364 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Bielefeld
aktuell infiziert: 392  (+71)
Fälle insgesamt: 1449 (+71)
davon Todesfälle: 9
Sieben-Tage-Inzidenz: 73,9 (+10,2) 

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 144 (+33)
Fälle insgesamt: 1081 (+35)
davon Todesfälle: 35
Sieben-Tage-Inzidenz: 20,8 (-3,9)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 66 (+9)
Fälle insgesamt: 526 (+13)
davon Todesfälle: 19
Sieben-Tage-Inzidenz: 32,8 (+5,0)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 311  (+69)
Fälle insgesamt: 3513 (+94)
davon Todesfälle: 21
Sieben-Tage-Inzidenz: 68,8 (+11,5)

Kreis Herford
aktuell infiziert: 210 (+47)
Fälle insgesamt: 956 (+56)
davon Todesfälle: 8
Sieben-Tage-Inzidenz: 73,8 (+18,8) 

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 321 (+60)
Fälle insgesamt: 1410 (+65)
davon Todesfälle: 31
Sieben-Tage-Inzidenz: 56,7  (+9,3)

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert:  178 (+17)
Fälle insgesamt: 1182 (+30)
davon Todesfälle: 16
Sieben-Tage-Inzidenz: 28,0 (-6,4) 

16.50 Uhr: Technische Panne am RKI - Fehler in Corona-Zahlen für NRW

Wegen einer technischen Störung am Robert -Koch-Institut (RKI) ist es am Freitag zu Fehlern in den Corona-Zahlen für Nordrhein-Westfalen gekommen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums gingen bei elf Kreisen und kreisfreien Städten in NRW fälschlicherweise null Neuinfektionen in die RKI-Statistik ein. 

Dadurch wurde dort unter anderem die wichtige Kennziffer der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen deutlich zu niedrig angegeben. Betroffen waren unter anderem Großstädte und Corona-Hotspots wie Dortmund, Duisburg und Wuppertal. Auch die landesweite Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen lag tatsächlich höher als vom RKI am Freitag gemeldet. Die fehlenden Zahlen könnten nun erst am Samstag in die Statistik einfließen, sagte der Ministeriumssprecher. 

Hintergrund für die Datenlücken waren Probleme bei der Übermittlung der Corona-Infektionszahlen aus den Bundesländern an das Robert Koch-Institut. Durch einen Ausfall eines Webservers beim RKI am Donnerstagnachmittag seien knapp drei Stunden lang bis 17.30 Uhr Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI gestört gewesen, teilte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher am Freitag mit und bestätigte Medienberichte. Die fehlenden Daten sollten automatisch im Laufe des Freitags übermittelt werden und dann in die nächsten aktuellen Zahlen am Samstag einfließen.

15.17 Uhr: 35 neue Corona-Fälle im Kreis Paderborn

Die Corona-Infektionszahlen sind in nahezu allen Kommunen im Kreis Paderborn weiter gestiegen. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes wurden am Freitag 35  neue COVID-19-Fälle  gemeldet. Auch die Zahl der Menschen, die sich in einer vom Kreisgesundheitsamt angeordneten Quarantäne befinden, ist gestiegen – und zwar um 74 auf nun 705. Eine Änderung gibt es zum sogenannten Inzidenzwert .

Die neuen Corona-Fälle verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Kommunen: Altenbeken (2), Bad Lippspringe (2), Bad Wünnenberg (1), Borchen (2), Büren (1), Delbrück (4), Hövelhof (5), Lichtenau (5), Paderborn (13) und Salzkotten (0).

15.09 Uhr: Ministerium erwartet Corona-Impfungen ab Anfang 2021

In der Corona-Krise richten sich angesichts weiter rasant steigender Infektionszahlen wachsende Erwartungen an einen Impfstoff gegen das Virus. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte seine Einschätzung, dass erste Corona-Impfungen voraussichtlich in den ersten Monaten des nächsten Jahres möglich werden. Unterdessen mehren sich Hinweise, dass Gesundheitsämter in einigen Städten mit der Verfolgung von Infektionsketten nicht mehr hinterherkommen. 

Die Ämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zum zweiten Mal mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Die vom RKI am Freitagmorgen veröffentlichte Zahl von 11.242 Neuinfektionen lag nur geringfügig unter der bisherigen Höchstmarke vom Vortag (11.287 Fälle). 

14.18 Uhr: Gesundheitsämter in mehreren Städten wegen Corona überlastet

Gesundheitsämter in mehreren deutschen Städten sind wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen überlastet. Sie könnten in einer ganzen Reihe von Städten nicht leisten, was anzustreben sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert .

Sie könnten also nicht in jedem Fall die Kontakte der Betroffenen nachvollziehen. Auch in Teilen Berlins sei das zu erleben.

Seibert mahnte die Bevölkerung zu strenger Einhaltung des Infektionsschutzes: «Wir sind nicht machtlos, wir haben es in der Hand, diesen Trend zunächst einmal zu stoppen und umzukehren.»

Warnungen vor 20.000 Neuinfektionen pro Tag und einer außer Kontrolle geratenden Lage wollte sich die Bundesregierung nicht anschließen. Seibert wies darauf hin, «dass man die Sache sicher auch regional und lokal betrachten muss».

14.16 Uhr: Altmaier: In Corona-Krise Grenzschließungen in der EU vermeiden

In der EU sollten nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Grenzschließungen in der Corona-Krise vermieden werden. Das machte Altmaier am Freitag in Berlin nach einer Videokonferenz der für Wettbewerbsfähigkeit zuständigen EU-Minister deutlich. Der für Binnenmarktfragen zuständige EU-Kommissar Thierry Breton sagte, die Grenzen sollten auf keinen Fall wieder geschlossen werden. Der Binnenmarkt dürfe nicht auseinanderreißen. 

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte etwa Deutschland Grenzkontrollen wiedereingeführt - an vielen Grenzen zu den Nachbarländern kam es zu Chaos. Grenzgänger, die im jeweils anderen Land arbeiteten, durften die Grenze zwar passieren - da ein Großteil der Übergänge aber geschlossen war, kam es zu langen Staus und Wartezeiten. 

13.49 Uhr: Innenministerium für einheitlichere Regeln bei Bundesliga-Spielen

Die unterschiedlichen Entscheidungen zu Zuschauern bei Bundesliga-Spielen stoßen bei der Bundesregierung auf Kritik. Was angesichts der gestiegenen Corona-Infektionszahlen im konkreten Fall sinnvoll sei, sei zwar Sache der örtlichen Gesundheitsämter, betonte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung appelliere aber an die Verantwortlichen, „hier zu einem einheitlichen Verfahren zu kommen“ haben. Das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga gelte nach wie vor. Nichtsdestotrotz sei es vor dem Hintergrund eines stärkeren Infektionsgeschehens sinnvoll, auch Konzepte, die man erarbeitet hat, zu überprüfen. 

Am vergangenen Wochenende waren bei Hoffenheim gegen Dortmund in Sinsheim wegen eines niedrigen Inzidenzwerts noch 6030 Zuschauer zugelassen, während in vielen anderen Stadien schon wieder vor leeren Rängen gekickt wurde. An diesem Wochenende sieht es nicht anders aus: Bei Union Berlin und dem VfL Wolfsburg sind Zuschauer in einem bestimmten prozentualen Anteil gestattet, in den meisten anderen Arenen dürfen nur wenige oder gar keine Fans dabei sein.

13.40 Uhr: Erste Patienten aus Niederlanden nach Deutschland geflogen

Zum ersten Mal in der zweiten Welle der Corona-Pandemie werden Patienten aus den Niederlanden in deutsche Kliniken verlegt. Ein Hubschrauber transportierte am Freitagmorgen einen Patienten in ein Krankenhaus nach Münster. Das teilte das Koordinierungszentrum für die Verteilung von Patienten am Freitag in Rotterdam mit. Ein zweiter Flug ebenfalls von Almere nach Münster sollte folgen. 

Der Abflug des ersten Hubschraubers hatte sich zunächst wegen starken Nebels verzögert. Der zweite Patient sollte nach den Planungen gegen 16.00 Uhr in Münster eintreffen. 

Durch die Verlegungen soll der Druck auf die Intensivstationen in den Niederlanden gesenkt werden. Bereits fast jedes zweite Bett auf Intensivstationen ist mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Zuletzt waren am Donnerstag fast 9300 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie betroffenen Länder Europas. 

12.42 Uhr: Kreis Höxter nähert sich Inzidenzwert von 35

Der Kreis Höxter hat sich am Freitag dem Corona-Sieben-Tage Inzidenzwert von 35 angenähert. Der Wert der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag am Vormittag demnach bei 32. Wenn der Wert kreisweit über 35 steigt, treten einige Verschärfungen in Kraft. Beobachter gehen davon aus, dass das am Samstag der Fall sein könnte.

11.14 Uhr: Studien zeigen - Raumluftreiniger reduzieren Corona-Infektionsrisiko

In Deutschland hat die zweite Welle der Covid-19 ohne Zweifel begonnen. Laut den offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) kam es gegenüber dem Vortag (Stand 22. Oktober) zu 11.287 Neuinfektionen. Ein Modell der Universität des Saarlandes (UdS) prognostiziert in zwei bis vier Wochen sogar etwa 20.000 Neuinfektionen pro Tag aus. Neben Social Distancing und Masken im öffentlichen Raum können laut Studien auch Raumluftreiniger dabei helfen, dass Infektionsrisiko während der kalten Jahreszeiten zu reduzieren.

Laut dem derzeitigen Kenntnisstand der Wissenschaft sind direkte Infektionen von Mensch zu Mensch die Ursache der häufigste SARS-CoV-2 Übertragungsweg. Ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) kann in Kombination mit dem Einhalten der Abstandsregeln laut der kanadischen Simon Fraser University das Infektionsrisiko über diesen Weg deutlich reduzieren.

9.05 Uhr: Chef des Weltärztebundes: Bei 20.000 Infektionen am Tag droht Lockdown

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, erwartet für den Fall eines weiteren Anstiegs der Corona-Zahlen eine kritische Schwelle bei 20.000 Neuinfektionen pro Tag.

«Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerät die Lage außer Kontrolle», sagte Montgomery der «Rheinischen Post». «Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt.»

7.48 Uhr: Coronazahlen schießen in Bielefeld in die Höhe

Die Coronazahlen schießen in Bielefeld in die Höhe. 71 Neuinfektionen werden am Freitag laut Angaben des Robert-Koch-Instituts gemeldet. Bielefeld bleibt Risikogebiet. Am sechsten Tag in Folge liegt die Stadt über dem Grenzwert von 50.

6.17 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(In Klammern der Wert vom Vortag)

Die Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe sind im Vergleich zum Vortrag deutlich gestiegen. Während Bielefeld mit 73,9 weiter den höchsten Wert aufweist, ist im neuen Risikogebiet Kreis Herford der Wert rasant auf 73,8 gestiegen. Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Freitagmorgen hervor. Auch der Kreis Lippe hat die kritische 50er Marke der Sieben-Tage-Inzidenz geknackt. 

Bielefeld: 73,9 (63,7)

Kreis Paderborn: 20,8 (20,5)

Kreis Höxter: 32,8 (29,2)

Kreis Gütersloh: 68,8 (57,3)

Kreis Herford: 73,8 (37,5)

Kreis Lippe: 56,7 (46,9)

Kreis Minden-Lübbecke: 28,0 (24,2)

6.04 Uhr: 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Donnerstag, 22. Oktober

20 Uhr: Das ändert sich ab Samstag im Kreis Herford 

Samstagabend, 23 Uhr: Da geht für viele Lokal- oder Partygänger der Abend erst richtig los. Damit ist es im Kreis Herford nun vorbei.  Denn im Zuge der neuen Allgemeinverfügung gilt ab Samstag 0 Uhr unter anderem eine Sperrstunde für die Gastronomie von 23 bis 6 Uhr. In dieser Zeit ist außerdem der Verkauf von Alkohol verboten – auch in Tankstellen. 

Der Krisenstab weist außerdem darauf hin, dass sich ab Samstag – außerhalb von Familien oder Personen zweier Haushalte – nur noch maximal fünf Personen in der Öffentlichkeit zusammen aufhalten dürfen. Krisenstabsleiter Markus Altenhöner kündigt bereits verstärkte Kontrollen an. 

Die kommende Verordnung hat auch Auswirkungen auf „herausragende Feiern“ wie Taufen, Geburtstage oder Hochzeiten. Außerhalb des privaten Raums wird die Teilnehmerzahl auf zehn begrenzt.

19.26 Uhr: Arminia drohen weitere Geisterspiele

rminia Bielefeld und anderen Profiklubs in NRW drohen weitere Heimspiele ganz ohne Fans. Das Landesgesundheitsministerium stellte am Donnerstag auf Anfrage klar, dass bei bundesweiten Teamsportwettbewerben keine Zuschauer zugelassen sind, sobald die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Austragungsort bei mehr als 35 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt.

Zuvor hatte es Irritationen um die Auslegung der NRW-Coronaschutzverordnung gegeben. Arminia durfte am Samstag gegen Bayern München, wie berichtet, keine Fans ins Stadion lassen  . Die Stadt Bielefeld hatte dies wegen einer Infektionsrate von 50 untersagt. Dagegen trugen aber Schalke, Köln und Mönchengladbach ihre Heimspiele vor jeweils 300 Zuschauern aus – obwohl die Infektionsraten in diesen drei Städten deutlich über 35 und zum Teil auch über 50 lagen.

19.07 Uhr: Die Zahlen aus OWL 

In den Klammern die Veränderungen zum Vortag

Bielefeld

aktuell infiziert: 321 (+46) 

Fälle insgesamt: 1378 (+66)

davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 63,7 (-1,8) 

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 111 (+12)

Fälle insgesamt: 1046 (+18)

davon Todesfälle: 35 

Sieben-Tage-Inzidenz: 24,7 (+5,2)

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 57 (+4)

Fälle insgesamt: 513 (+9) 

davon Todesfälle: 19

Sieben-Tage-Inzidenz: 27,8 (+1,4)

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 242 (+28)

Fälle insgesamt: 3419 (+49)

davon Todesfälle: 21

Sieben-Tage-Inzidenz: 57,3 (+6,6)

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 163 (+43) 

Fälle insgesamt: 900 (+45)

davon Todesfälle: 8 

Sieben-Tage-Inzidenz: 55 (+13,1) 

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 261 (+22)

Fälle insgesamt: 1345 (+26)

davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 47 (-0,8)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 133 (-3) 161 (+28)

Fälle insgesamt: 1152 (+32)

davon Todesfälle: 16 

Sieben-Tage-Inzidenz: 34,4 (+10,6)

17.12 Uhr: Mittelstand droht großer Jobabbau

Die Corona-Krise gefährdet mehr als eine Million Jobs bei mittelständischen Firmen, das Gastgewerbe und Freiberufler kämpfen ums Überleben. Zugleich wächst die Sorge vor einem zweiten Lockdown angesichts steigender Infektionszahlen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte am Donnerstag, auch im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung müsse dafür gesorgt werden, die schnelle Dynamik der Ausbreitung der Infektionen wieder zu brechen. Freiberuflern und Selbstständigen machte der Minister Hoffnung auf einen «Unternehmerlohn» im Zuge geplanter Nachbesserungen von Corona-Hilfen.

17.06 Uhr: Ärzte-Chef aus Bielefeld zweifelt an Alltagsmasken

Der Präsident der Bundesärztekammer, der Bielefelder Klaus Reinhardt, zweifelt am Nutzen von Alltagsmasken. Es gebe „keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz“ über die Wirksamkeit, sagte er in der Talkshow „Markus Lanz“.

„Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken.“ Er glaube, dass man Masken tragen könne, wo man den Abstand nicht wahren könne, etwa im öffentlichen Nahverkehr oder in Räumen, wo man notwendigerweise eng beieinander sei. Zum Tragen an der frischen Luft sagte er: „Ich glaube, dass das wenig bringen wird.“ Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kritisierte die Äußerungen scharf.

16.02 Uhr: Infektionen im Kabinett? Sorge nach Spahns Corona-Test

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht es mit seiner Corona-Infektion nach Angaben seines Ministeriums «den Umständen entsprechend gut». «Er hat weiterhin kein Fieber, zeigt aber Erkältungssymptome», teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Spahns engerem Umfeld seien inzwischen ebenfalls auf das Coronavirus untersucht, aber negativ getestet worden. Andere Mitglieder der Bundesregierung haben sich inzwischen ebenfalls testen lassen, mit negativem Ergebnis. Regelmäßige Tests gibt es aber vor allem für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) im Zuge von Auslandsreisen.

Wie es am Donnerstag aus Regierungskreisen weiter hieß, ist die Leitungsebene des Gesundheitsministeriums arbeitsfähig, einschließlich Minister Spahn. Es werde aus dem Homeoffice gearbeitet.

16 Uhr: Zweiter Lockdown: Tschechien und Irland ziehen die Notbremse

Die Rückkehr zur Normalität rückt in stark von Corona betroffenen EU-Ländern in weite Ferne: Tschechien hat am Donnerstag zum zweiten Mal seit dem Frühjahr Ausgangsbeschränkungen verhängt.

Auch in Irland sollen sich die Menschen nicht mehr mit Freunden treffen. Und in der Slowakei will die Regierung jetzt sogar die gesamte Bevölkerung auf das Coronavirus testen lassen. Wer nicht mitmacht, kommt in Quarantäne.

15.46 Uhr: RTL-«Dschungelcamp» abgesagt 

Fans von gepflegtem Trash-TV müssen ganz stark sein: Das ursprünglich für Anfang 2021 geplante RTL-«Dschungelcamp» in Wales wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Allerdings soll es eine anders aufgebaute Show zu dem beliebten Format mit den beiden Dschungel-Moderatoren Sonja Zietlow (52) und Daniel Hartwich (42) aus Deutschland geben. Das teilte RTL am Donnerstag in Köln mit.

RTL-Unterhaltungschef Markus Küttner erklärte, dass man bis zuletzt gehofft habe, «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» oder kurz IBES, wie das «Dschungelcamp» offiziell heißt, in Wales produzieren zu können. Der britische Landesteil war Ende September als alternativer Schauplatz ausgeguckt worden, weil das traditionell angesteuerte Australien in Zeiten der Corona-Pandemie ausfiel.

14.57 Uhr: Corona-Parlamentsrechte: Zustimmung für Schäubles Vorstoß

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) bekommt für seinen Vorstoß zur stärkeren Beteiligung des Parlaments an Corona-Entscheidungen Beifall vor allem von den kleineren Fraktionen.

Schäuble hatte mithilfe des Wissenschaftlichen Dienstes Vorschläge gemacht, wie der Bundestag stärker an Entscheidungen über Maßnahmen zum Eindämmen der Corona-Pandemie mitwirken kann. Allerdings hatte der Bundestag selbst im März mit dem Feststellen der «epidemischen Notlage von nationaler Tragweite» der Bundesregierung die Möglichkeit gegeben, diese Entscheidungen im Alleingang ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen.

13.39 Uhr: SPD: „Das frierende Klassenzimmer“ ist noch kein Corona-Konzept

Die Schulen sind aus Sicht der SPD-Opposition in Nordrhein Westfalen nach den Herbstferien keineswegs ausreichend gegen die grassierende Corona-Infektionsgefahr geschützt. Maskenpflicht im Unterricht, unpraktikable Anweisungen zum Lüften und ein bürokratisches Luftfilter-Förderprogramm reichten nicht, kritisierte der Schulexperte der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott, am Donnerstag in Düsseldorf. 

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) setze mit ihren merkwürdigen Stoß- und Querlüftungsvorgaben in der Herbst- und Wintersaison auf „das frierende Klassenzimmer“. Rückmeldungen aus der Lehrer- und Elternschaft zeigten in seltener Einigkeit: „Decken im Klassenzimmer verteilen - kann man machen, ist aber kein Konzept“, bemängelte der Fraktionsvize. Gebauer verfolge allenfalls „ein rheinisches Konzept“, frei nach dem Motto: „Et hätt noch immer jot jejange“. 

Ab 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen seien eine Verkleinerung der Klassen und ein rollierendes Schichtsystem im Unterricht unabdingbar, unterstrich Ott. Dafür ließen sich systematisch außerschulische Lernorte einbinden - etwa in Kooperation mit Jugendeinrichtungen oder der Kirche. In der Ausnahmesituation könnten Lehramtsstudierende im Praxissemester sowie Akteure aus der Jugendhilfe und Kultur rekrutiert werden, schlug er vor.

13.30 Uhr: Spahn geht es Umständen entsprechend gut

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht es nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums „den Umständen entsprechend gut“. „Er hat weiterhin kein Fieber, zeigt aber Erkältungssymptome“, teilte der Sprecher am Donnerstag mit. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem engeren Umfeld des Ministers seien inzwischen ebenfalls auf das Coronavirus untersucht, aber negativ getestet worden. „Als Vorsichtsmaßnahme arbeiten sie vorläufig aus dem Homeoffice.“ 

Wie es am Donnerstag aus Regierungskreisen weiter hieß, ist die Leitungsebene des Gesundheitsministeriums arbeitsfähig, das schließe den Minister ein. Er arbeite im Homeoffice. Erkenntnisse darüber, wo der Minister sich angesteckt haben könnte, gebe es bisher nicht. 

Spahn war am Mittwoch als erster Bundesminister positiv auf Corona getestet worden. Er hatte sich nach Angaben seines Ministeriums wegen Erkältungssymptomen einem Test unterzogen.  

12.25 Uhr: Kreis Herford ist Risikogebiet

Ein morgendlicher Blick auf die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) verrät: Der Inzidenzwert neuer bestätigter Corona-Infektion in den vergangenen sieben Tagen ist im Kreis Herford von 41,9 auf 37,5 im Vergleich zu Mittwoch gesunken. Bei einer Pressekonferenz am Mittag dann die Nachricht des Tages: Der Kreis Herford ist Corona-Risikogebiet. Am Mittwoch gab es 45 neue bestätigte Infektionen .

Ob die Statistik des RKI das tatsächliche Infektionsgeschehen des Vortages abbildet, ist fraglich. Denn im Kreis Herford, Stand Mitternacht, sind keine neuen bestätigten Fälle verzeichnet – angesichts sprunghaft steigender Fallzahlen erscheint das unwahrscheinlich.  Und nicht immer ist der Inzidenzwert wirklich aussagekräftig, wie ein Blick nach Bielefeld zeigt.

12.05 Uhr: RKI-Chef: Großteil der Ansteckungen im privaten Bereich

Die dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen hängen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vorwiegend mit Ansteckungen im privaten Bereich zusammen.

Es gehe vorwiegend um Feiern, Treffen mit Freunden oder der Familie, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Das Geschehen steigere sich drastisch und sei in einigen deutschen Regionen bereits unkontrollierbar. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es wieder mehr schwere Fälle und Tote geben werde. Wieler appellierte erneut, die Corona-Regeln wie Hygiene und Abstandhalten einzuhalten, und sprach sich auch dafür aus, bei Treffen in Innenräumen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Es gebe weiterhin die Chance, das Ausbruchsgeschehen zu verlangsamen, betonte er. Mehr hier.

11.30 Uhr: Corona-Zahlen drücken die Konsumlaune

Die drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen treiben den deutschen Konsumenten wieder den Angstschweiß auf die Stirn. Die Kauflaune der Deutschen sei im Oktober deutlich gesunken, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK.

«Der Optimismus der deutschen Verbraucher schwindet im Oktober spürbar», sagte Bürkl als Ergebnis der neuesten GfK-Studie zum Konsumklima. Etwa drei Viertel der Verbraucher gingen derzeit davon aus, dass die Corona-Pandemie eine große oder sehr große Bedrohung für sie darstelle.

«Die rasant steigenden Infektionszahlen führen zu Verschärfungen pandemiebedingter Einschränkungen», betonte Bürkl. Es steige die Furcht vor einem nochmaligen Herunterfahren des öffentlichen Lebens, sollte das Infektionsgeschehen außer Kontrolle geraten. «Das schlägt auch auf die Konsumstimmung durch», erklärte der Experte.

11.13 Uhr: Polen und Schweiz auf Corona-Risikoliste

Die Bundesregierung hat die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und große Teile Italiens mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt .

Die Kanarischen Inseln werden dagegen von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag auf seiner Internetseite mitteilte. Auch Großbritannien bis auf die Kanalinseln und Überseegebiete, ganz Irland und Liechtenstein gelten ab Samstag als Risikogebiete. Hinzu kommen einzelne Regionen in Bulgarien, Estland, Kroatien, Schweden, Slowenien und Ungarn.

10.55 Uhr: Baesweiler in NRW mit Infektionskennziffer von 321

Die nordrhein-westfälische Stadt Baesweiler bei Aachen ist ein besonders starker Corona-Hotspot: Dort gibt es 321 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, wie die Städteregion Aachen am Donnerstag mitteilte. In der Stadt mit 28.000 Einwohnern seien derzeit 92 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. In der gesamten Städteregion Aachen liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 127. Auch in mehreren anderen Gebieten Nordrhein-Westfalens ist die hohe Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mittlerweile überschritten. 

Bundesweit lag zuletzt knapp ein Drittel aller vom RKI erfassten Kreise und Städte über dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Datenstand 21.10.), ab dem vielerorts verschärfte Infektionsschutzmaßnahmen greifen. Bei rund 30 Kreisen und Städten lag der Wert sogar über 100.

10.46 Uhr: Werder-Profi positiv auf Coronavirus getestet: Team in Quarantäne

Ein Fußballprofi des Bundesligisten Werder Bremen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Spieler, der am Mittwoch getestet worden war und dem es nach Vereinsangaben vom Donnerstag gut geht, befindet sich in häuslicher Quarantäne. Für einen weiteren Profi sowie ein Mitglied des Funktionsteams hat das zuständige Gesundheitsamt trotz negativer Testergebnisse eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Die übrigen Spieler, die Trainer und das komplette Funktionsteam bleiben zudem freiwillig bis zum nächsten Test an diesem Freitag zu Hause. Ein für diesen Donnerstag angesetztes Regenerationstraining fällt aus. 

Werder empfängt am Sonntag die TSG 1899 Hoffenheim zum Bundesliga-Heimspiel. Die Vorbereitung auf die Partie soll nach den Tests am Freitag nach Clubangaben „zeitnah“ wieder aufgenommen werden.

10.03 Uhr: Warum der Inzidenzwert in Bielefeld leicht gesunken ist

Der Inzidenzwert in Bielefeld ist am Donnerstag leicht gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts beträgt er 63,7. Ein Minus von 1,8. Aber das heißt längst nicht, dass sich das Virusgeschehen in Bielefeld verbessert.

Denn: Beim Inzidenzwert handelt es sich um eine statistische Erhebung. Jeden Tag fallen die Neuinfektionen vor sieben Tagen aus dieser Erhebung heraus. Und vor etwa einer Woche sind die Coronazahlen in Bielefeld erstmals vergleichsweise kräftig gestiegen. Somit sinkt der Wert zwangsläufig, weil es in Bielefeld vor einer Woche derart hohe Coronazahlen gab. Nimmt man die 46 Neuinfektionen in den Blick, zeigt das, dass das Virusgeschehen in Bielefeld weiter ernst ist. Mehr hier.

9.02 Uhr: Acht Gebiete in NRW mit Infektionskennziffer über 100

In Nordrhein-Westfalen liegen mittlerweile acht Gebiete über der hohen Schwelle von mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Das geht aus den jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Landeszentrums Gesundheit NRW vom Donnerstag hervor. Das sind konkret die kreisfreien Städte Duisburg (105,7), Gelsenkirchen (123,6), Herne (152,8), Köln (111,7), Solingen (153,9) und Wuppertal (105,9) sowie der Kreis Düren (117,1) und die Städteregion Aachen (100,5).

8.50 Uhr: Corona-Krise: Jugendämter fordern mehr Rücksicht auf Kinder

Die Jugendämter in Deutschland fordern, dass in der Corona-Krise deutlich mehr auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingegangen wird . 

Mit Blick auf ärmere Kinder müsse zudem die Kinder- und Jugendhilfe gestärkt werden, sagte der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAG), Lorenz Bahr, der dpa. Diese Kinder seien «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die größten Verlierer der Corona-Pandemie».

Bahr forderte ein Unterstützungsprogramm für die Jugendämter mit 5000 zusätzlichen Stellen. «Man müsste ähnlich wie bei der Lufthansa neun Milliarden Euro in die Jugendämter investieren.» Diese hätten eine große Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft. «Sie sind die zentralen Ansprechpartner und Ohren nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für deren Familien.»

6.18 Uhr: Toter bei Corona-Impfstoff-Studie von AstraZeneca in Brasilien

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Das bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die Todesursache war zunächst unklar. 

Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag über den Todesfall informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden.

6.10 Uhr: Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe

(In Klammern der Wert vom Vortag)

Erstmals seit Tagen ist der Inzidenzwert in Bielefeld wieder leicht gesunken. Im Kreis Herford wurde der kritische Wert von 50 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Menschen nicht erreicht - auch hier sank Der Inzidenzwert. Erneut einen deutlichen Anstieg erlebt dagegen der Kreis Gütersloh.

Bielefeld: 63,7 (65,5)

Kreis Paderborn: 20,5 (19,5)

Kreis Höxter: 29,2 (26,4)

Kreis Gütersloh: 57,3 (50,7)

Kreis Herford: 37,5 (41,9)

Kreis Lippe: 46,9 (47,8)

Kreis Minden-Lübbecke: 24,2 (23,8)

6.02 Uhr: Infektionen im Kabinett? Sorge nach Spahns Corona-Test

Nach der Corona-Infektion von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden nun die Testergebnisse der anderen Kabinettsmitglieder erwartet.

Nach Informationen der «Bild»-Zeitung sollen sich alle testen lassen, die mit ihm am Mittwoch an der Kabinettssitzung im Kanzleramt teilgenommen hatten .

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) war bereits mit einem Schnelltest am späten Mittwochnachmittag negativ getestet worden, wie eine Sprecherin der dpa gesagt hatte. Ein weiterer Schnelltest sollte noch folgen. Giffey hatte am Freitag bei einer Pressekonferenz sehr lange mit Spahn zusammen auf dem Podium gesessen.

5.38 Uhr: Ärzteverband: Merkel-Szenario mit 19.200 Neuinfektionen realistisch

Die Verbandschefin der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst hält das Szenario von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht für übertrieben, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf über 19.000 steigen könnte. „Als die Bundeskanzlerin vor einigen Wochen von 19.200 Neuinfektionen an einem Tag gesprochen hat, habe ich eine solche Entwicklung zunächst für unwahrscheinlich gehalten“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). „Aber so wie die Dinge derzeit verlaufen, halte ich das inzwischen für eine realistische Einschätzung.“ 

Merkel hatte bei einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums Ende September nach Angaben aus Teilnehmerkreisen vor einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickelten, werde es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben, wurde sie zitiert.

5.30 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Deutschland erreichen Rekordwert von 11.287

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10 000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden. 

Am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6638 Fällen erstmals mehr als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 392.049 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 22.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9905. Das waren 30 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 306.100 Genesene. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,09 (Vortag: 1,25). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Mittwoch, 21. Oktober

20.02 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Italien

Italien hat bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Mittwoch einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten knapp 15 200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am 16. Oktober hatte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern erstmals seit Beginn der Pandemie im Februar die Marke von 10 000 überschritten. Außerdem wurden am Mittwoch 127 Covid-19-Tote gemeldet. 

Die Dynamik der zweiten Corona-Welle sorgt in Italien zunehmend für Angst vor ernsten Engpässen in den Krankenhäusern. Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte die Italiener in einer Rede im Senat in Rom auf, alle nicht notwendigen Reisen zu unterlassen. Es gelte einen großen Lockdown wie im Frühjahr zu vermeiden. 

19.11 Uhr: Infektionsschutz wird löchriger - RKI mit neuem Pandemie-Überblick

Mit Blick auf stetig steigende Fallzahlen informiert das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (10 Uhr) in einem Presse-Briefing im Online-Format zur Entwicklung der Pandemie in Deutschland. 

RKI-Präsident Lothar Wieler hatte zuletzt den Ernst der aktuellen Lage betont. Einige Städte und Kreise sind nach RKI-Angaben derzeit damit überfordert, den vorgeschriebenen Infektionsschutz in der Pandemie vollständig zu leisten. Die Engpässe umfassten etwa die Ermittlung von Fällen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen. 

Höchststände bei den Corona-Infektionen in mehreren Regionen Deutschlands haben inzwischen zu neuen, teils massiven Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger geführt. Im am schlimmsten betroffenen Kreis Berchtesgadener Land in Bayern dürfen die Menschen die Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas oder Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen.

19.06 Uhr: Herford schon Donnerstag Risikogebiet?

Im Kreis Herford steigen die Corona-Zahlen sprunghaft an: Die erste Gefahrenstufe ist erreicht – und schon für Donnerstag wird erwartet, dass auch die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen übertroffen wird. Am Mittag will der Krisenstab in einer Pressekonferenz weitere Details bekannt geben .

Die Bürger müssen sich auf weitere Einschränkungen gefasst machen – unter anderem soll eine Maskenpflicht innerhalb des Walles eingeführt werden. Auch eine Sperrstunde für die Gastronomie ab 23 Uhr würde gelten. Und Feiern im öffentlichen Raum würden auf zehn Personen begrenzt. Am Abend diskutierte Landrat Jürgen Müller mit den Bürgermeistern in einer Video-Schalte das Vorgehen im voraussichtlichen Risikogebiet.

18.36 Uhr: Lauterbach: Corona-Quarantäne für Kabinettsmitglieder nicht nötig

Nach dem positiven Corona-Test bei Minister Jens Spahn (CDU) hält SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine Quarantäne für die übrigen Kabinettsmitglieder nicht für erforderlich. „Die strengen Schutzvorkehrungen werden ja gewahrt. Und: Die Leute sind systemrelevant. Die Minister müssen mit Maske weiter arbeiten“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Er forderte aber: „Es ist an der Zeit, dass die Kabinettsmitglieder regelmäßig auf Corona getestet werden.“ Regelmäßig bedeute eine Testung möglichst alle zwei bis drei Tage. 

Gesundheitsminister Spahn wurde am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Coronavirus getestet. Fotos zeigen, dass Spahn am Mittwochvormittag im Kanzleramt an der Kabinettssitzung teilnahm.

17.55 Uhr: Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Wie das Gesundheitsministerium in Berlin mitteilte , ist er am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Virus getestet worden.

Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, hieß es in der Mitteilung. «Bislang haben sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt. Alle Kontaktpersonen werden aktuell informiert.» Fotos zeigen, dass Spahn am Mittwochvormittag im Kanzleramt an der Kabinettssitzung teilnahm. Auf den Bildern ist Spahn mit einem Mund-Nasen-Schutz zu sehen.

16.40 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Österreich in Rekordhöhe: 1958 Fälle

Österreich hat einen Rekordtageswert an nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen registriert. 1958 Ansteckungen binnen 24 Stunden meldete am Mittwoch das Gesundheits- und Innenministerium in Wien. Der bisherige Höchststand war nur wenige Tage zuvor am Samstag mit 1747 neuen Fällen verzeichnet worden. Verglichen mit Deutschland zählt das Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich damit pro Kopf etwas mehr als doppelt so viele Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten stieg seit dem Vortag um 71 auf 960 Menschen. 147 von ihnen liegen auf der Intensivstation.

16.37 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe

In den Klammern die Veränderungen zum Vortag

Bielefeld

aktuell infiziert: 275 (+20)

Fälle insgesamt: 1312 (+20)

davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 65,5 (61,6) +3,9

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 99 (+7)

Fälle insgesamt: 1028 (+14)

davon Todesfälle: 35 

Sieben-Tage-Inzidenz: 19,5 (21,4) -1,9

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 53 (+8) 

Fälle insgesamt: 504 (+9) 

davon Todesfälle: 19

Sieben-Tage-Inzidenz: 26,4 (22,1) +4,3

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 214 (+3)

Fälle insgesamt: 3370 (+27)

davon Todesfälle: 21

Sieben-Tage-Inzidenz: 50,7 (52,1) -1,4

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 120 (+26)

Fälle insgesamt: 855 (+28)

davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 41,9 (32,3) +9,6

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 239 (+9)

Fälle insgesamt: 1319 (+34)

davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 47,8 (46,3) +1,5

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 133 (-3)

Fälle insgesamt: 1120 (+11)

davon Todesfälle:  16 (+1) 

Sieben-Tage-Inzidenz: 23,8 (23,8)

15.33 Uhr: NRW will keinen Schwellenwert für Schulschließungen festlegen

In Nordrhein-Westfalen wird kein Schwellenwert festgesetzt, ab welcher Infektionslage Schulen vor Ort schließen müssen. Das sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. Im bevölkerungsreichsten Bundesland beginnt am Montag für rund 2,5 Millionen Schüler wieder der Unterricht nach den Herbstferien. Es müsse alles getan werden, um die Schulen offen zu halten, sagte Gebauer.

15.20 Uhr: NRW führt Maskenpflicht für Schüler auch im Unterricht wieder ein

Schüler ab der 5. Klasse müssen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien auch an ihrem Sitzplatz im Unterricht wieder Maske tragen. Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, teilte das Schulministerium am Mittwoch mit. Zudem kündigte das Land ein Sonderprogramm an, um die Belüftung an Schulen zu verbessern. Das Land werde dafür 50 Millionen Euro für mobile Lüftungsanlagen zur Verfügung stellen. 

Die Erweiterung der Maskenpflicht - sie gilt sonst unter anderem auf den Gängen der Schulen - habe sich nach den Sommerferien bewährt, so das Ministerium. Damals war die Pflicht für zwei Wochen eingeführt worden. Diesmal gilt sie wesentlich länger - bis zum 22. Dezember. Die Maskenpflicht solle „zusätzlichen Schutz für alle Beteiligten“ bieten und „für mehr Sicherheit und Stabilität im Unterrichtsgeschehen sorgen“, so das Ministerium in einer Mitteilung an alle Schulen.

13.42 Uhr: Spahn sieht derzeit keinen neuen bundesweiten Corona-Lockdown

Zu einem großflächigen Stillstand in Deutschland wie im Frühjahr wird es nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der jetzigen Corona-Situation nicht kommen. „Einen zweiten Lockdown, so wie er immer gemeint wird, den sehe ich nicht“, sagte Spahn am Mittwoch auf die entsprechende Frage eines Nutzers der Social-Media-App Jodel. Dort hatten sich auch in der Vergangenheit bereits Spitzenpolitiker, unter anderem Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Fragen von Nutzern gestellt. 

Spahn sagte, man wisse heute, dass es beispielsweise im Einzelhandel, bei Friseuren und in anderen Bereichen momentan keine Ausbrüche gebe, wenn auf die sogenannte AHA-Regel - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske - geachtet werde. Diese Bereiche würde man auch nicht wieder schließen müssen.

13.30 Uhr: Grenzwert bei Neuinfektionen pro Woche für Deutschland überschritten

Der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist auf die gesamte Bundesrepublik bezogen überschritten worden . Der Wert gilt als eine wichtige Schwelle für strengere Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl am Mittwoch mit 51,3 an, am Vortag lag sie bei 48,6. 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des RKI vom Mittwochmorgen 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch.

13.26 Uhr: Arabi über Fall Gnabry: „Mit so etwas muss man rechnen“

Aufsteiger Arminia Bielefeld hat am Mittwoch wie geplant die Vorbereitung auf das Fußball-Bundesligaspiel am kommenden Sonntag, 15.30 Uhr, beim VfL Wolfsburg aufgenommen. Bevor am Vormittag die erste von zwei Übungseinheiten des Tages begann, unterzogen sich die DSC-Profis einem Corona-Test . Nachdem Serge Gnabry vom FC Bayern im Anschluss an das Gastspiel der Münchner am vergangenen Samstag in Bielefeld wie berichtet positiv auf das Virus getestet worden ist, werden die Ergebnisse der morgendlichen Testung beim DSC Arminia nun mit einiger Spannung erwartet.

13.15 Uhr: Fünf weitere Corona-Fälle im U23-Team von Borussia Mönchengladbach

Die U23 des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ist von weiteren Corona-Fällen betroffen. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, sind bei den am Dienstag vorgenommenen Corona-Tests der Spieler und des Trainer- und Betreuerteams von Borussias Regionalliga-Team fünf Personen positiv auf das Virus getestet worden. Bereits am Dienstag hatte der Club die Infektion von U23-Trainer Heiko Vogel gemeldet. Spieler aus Borussias Lizenzmannschaft seien nicht betroffen. 

Die Gladbacher U23-Partien in der Regionalliga West gegen Rot-Weiss Essen (21. Oktober), beim SC Wiedenbrück (24. Oktober) und gegen den Bonner SC (31. Oktober) wurden am Dienstag vom Westdeutschen Fußballverband (WDFV) abgesetzt. Laut Mitteilung der Gladbacher hatten sich die komplette Mannschaft, der Trainer- und Betreuerstab sowie weitere gefährdete Personen bereits seit dem positiven Testergebnis von Coach Vogel in häusliche Quarantäne begeben.

11.05 Uhr: Grenzwert im Kreis Herford ist überschritten

Wie aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, ist der Inzidenzwert neuer bestätigter Corona-Infektionen im Kreis Herford sprunghaft angestiegen.

Das bedeutet, dass auf die Menschen im Kreis Herford weitere Einschränkungen des alltäglichen Lebens warten. Genauere Zahlen und Informationen wird der Kreis Herford im Laufe des Tages veröffentlichen. Eine Sprecherin bestätigte den Anstieg des Inzidenzwertes und kündigte eine längere Stellungnahme an.

9.22 Uhr: Berlin sagt Nato Soldaten für mögliche Covid-19-Einsätze zu

Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden.

Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der dpa auf Anfrage bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan «Allied Hand» zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt.

8.03 Uhr: Noch genug Intensivbetten frei - Fachärzte warnen vor Panikmache wegen Zunahme der Infektionen

Auf den Intensivstationen herrscht derzeit so etwas wie angespannte Wachsamkeit. Obwohl die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich steigt, und damit auch die Zahl derjenigen Patienten, die stationär versorgt werden müssen, sei Panik nicht angebracht, sagte Professor Uwe Janssens, Chefarzt der Intensivmedizin im St.-Antonius-Hospital in Eschweiler, bei einer Pressekonferenz der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi).

Von 5670 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit in Nordrhein-Westfalen sind nach aktuellen Zahlen mehr als 1430 frei. „Unser medizinisches System ist in der Lage, das zu schaffen.“

6.25 Uhr: die Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe
(In Klammern der Wert vom Vortag)

In Bielefeld und im Kreis Gütersloh bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz über der 50er Marke. Bielefeld stellt mit 65,6 einen neuen Höchstwert für OWL auf. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen hervor. Lediglich im Kreis Lippe und in Paderborn ist der Wert leicht gesunken.

Bielefeld: 65,5 (61,6)

Kreis Paderborn: 19,5 (21,4)

Kreis Höxter: 26,4 (22,1)

Kreis Gütersloh: 50,7 (52,1)

Kreis Herford: 41,9 (32,3)

Kreis Lippe: 47,8 (46,3)

Kreis Minden-Lübbecke: 23,8 (23,8)

6.14 Uhr: 7595 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Dienstag, 20. Oktober

20.20 Uhr: Bayerns Nationalspieler Gnabry positiv auf Corona getestet

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Rekordmeister am Dienstagabend bekannt. Dem 25-Jährigen „geht es gut“, hieß es in einer knappen Mitteilung der Münchner. Der Offensivspieler befinde sich in häuslicher Quarantäne und wird damit vorerst ausfallen. Am Mittwoch startet der FC Bayern mit einem Heimspiel gegen Atlético Madrid in die neue Saison der Champions League.

19.55 Uhr: Intensivmediziner: Kein Engpass bei Betten, aber beim Personal

Den Kliniken in Deutschland droht durch den Anstieg der Covid-19-Patienten kein Kollaps, es könnte aber zu Engpässen in anderen Bereichen kommen. Diese Auffassung vertrat Stefan Kluge, der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am Dienstag im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“. Er sprach dort neben der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek. 

Aktuell würden sechs Prozent der „Testpositiven“ stationär im Krankenhaus aufgenommen, sagte Kluge. Ungefähr zwei Prozent der Infizierten müssten auf eine Intensivstation. Die Gesamtzahl der Intensivpatienten mit Covid-19 sei derzeit „noch relativ moderat“. 

Auch auf weiter steigende Patientenzahlen sei das Gesundheitswesen vorbereitet: „Es wird keiner in Deutschland sterben, weil er kein Beatmungsbett bekommt. Das wird nicht passieren“, sagte Kluge. Freie Intensivbetten gebe es derzeit genug - der Engpass sei das Personal. „Der Pflegemangel ist unser Hauptproblem.“ Das sei schon vor Corona so gewesen. Wenn mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden müssen, müsse man Personal innerhalb der Klinik umverteilen „und das führt zu einer Leistungseinschränkung der übrigen Bereiche, das muss uns ganz klar sein.“

18.50 Uhr: Positiver Corona-Test beim Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke

Beim TuS N-Lübbecke ist ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Handball-Zweitligist am Dienstag mitteilte, wurde der namentlich nicht genannte Spieler „bereits am Freitagvormittag bis einschließlich 25. Oktober in häusliche Quarantäne gesetzt.“ 

Auch die Mannschaft und das Trainerteam befanden sich seit Bekanntwerden der positiven Testung am vergangenen Samstag in vorsorglicher häuslicher Quarantäne. Die am Montag vorgenommenen Tests seien jedoch alle negativ ausgefallen. Aufgrund der vom Verein vorgelegten Kontaktdokumentation ordnete das zuständige Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne für zwei weitere Spieler an. Damit fehlen den Ostwestfalen beim nächsten Heimspiel am Samstag (19 Uhr) gegen die SG BBM Bietigheim drei Spieler.

17.10 Uhr: Berlin beschließt Masken-Pflicht für belebte Straßen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen die Menschen in Berlin verstärkt eine Maske tragen. Der Senat beschloss am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Maskenpflicht für Bereiche, in denen ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht einzuhalten sei. Das betrifft Wochenmärkte, besonders belebte Einkaufsstraßen, Shoppingmalls und Warteschlangen. Mehr hier .

16.19 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsbeschränkungen für Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit. 

16.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe

In den Klammern die Veränderungen zum Vortag

Bielefeld

aktuell infiziert: 255 (+24)

Fälle insgesamt: 1292 (+33)

davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 61,6 58,3 (+3,3)

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 92 (-3)

Fälle insgesamt: 1014 (+10)

davon Todesfälle: 35 

Sieben-Tage-Inzidenz: 21,4 (+1,4)

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 45 (+5) 

Fälle insgesamt: 495 (+7) 

davon Todesfälle: 19

Sieben-Tage-Inzidenz: 22,1 (+2,9)

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 211 (-12)

Fälle insgesamt: 3343 (+4)

davon Todesfälle: 21

Sieben-Tage-Inzidenz: 52,1 (-1,6)

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 94 (+2)

Fälle insgesamt: 827 (+2)

davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 32,3 (-0,7)

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 230 (+4)

Fälle insgesamt: 1285 (+25)

davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 46,3  (+6,0)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 136

Fälle insgesamt: 1109 (+10)

davon Todesfälle:  16 (+1) 

Sieben-Tage-Inzidenz: 23,8 (-1,6)

15.55 Uhr: Corona-Fälle in der Regionalliga West: Mehrere Spiele abgesetzt

In der Fußball-Regionalliga West sind wegen Corona-Fällen bei den Vereinen Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen und Wuppertaler SV am Dienstag mehrere Partien unter anderem für den 10. Spieltag an diesem Mittwoch abgesetzt worden. Laut Mitteilung von Borussia Mönchengladbach ist U23-Trainer Heiko Vogel positiv auf das Coronavirus getestet worden hat sich ebenso wie alle gefährdeten Personen nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

Entsprechend wurden die Gladbacher U23-Partien gegen Rot-Weiss Essen (21. Oktober), beim SC Wiedenbrück (24. Oktober) und gegen den Bonner SC (31. Oktober) vom Westdeutschen Fußballverband (WDFV) abgesetzt. Borussias Lizenzmannschaft ist laut Vereinsmitteilung nicht betroffen. 

Aufgrund von Coronavirus-Infektionen aus dem Umfeld der Regionalliga-Teams von Alemannia Aachen und Wuppertaler SV wurden zudem die für Mittwoch vorgesehenen Spiele SV Rödinghausen - Alemannia Aachen und SV Bergisch Gladbach - Wuppertaler SV abgesetzt. Nachholtermine stehen noch nicht fest. Das bestätigte der WDFV am Dienstag.

13.45 Uhr: Virologe Streeck ruft zur Teilnahme an seiner neuen Studie auf

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck (43) hat die Bevölkerung in der kleinen Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg zur Teilnahme an seiner neuen Studie aufgerufen. Man wolle zum Beispiel verstehen, ob man sich nach einer Infektion wieder infizieren könne, erklärte der Forscher in einer am Dienstag vom Kreis verbreiteten Video-Botschaft auf Facebook. „Das sind extrem wichtige Fragen. Weil es für uns auch Fragen beantwortet, wie wir im nächsten Jahr zum Beispiel mit Sars-CoV-2 umgehen würden, wenn es keinen Impfstoff gibt“, sagte er. Bei dem Untersuchungstermin am Mittwoch werde man Blut abnehmen, einen Rachenabstrich machen und Fragen stellen.

Der Appell richtete sich an Menschen, die Streeck und sein Team bereits für eine Vorgängerstudie - die sogenannte Heinsberg-Studie - untersucht hatten. Die Wissenschaftler hatten dabei die Ausbreitung des Coronavirus in Gangelt unter die Lupe genommen, das nach einer Karnevalssitzung im Frühjahr zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden war. 

13.30 Uhr: Gesamtes Ruhrgebiet zum Risikogebiet erklärt

Seit Dienstagmorgen gilt das gesamte Ruhrgebiet als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld.

Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert - sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu.

12.26 Uhr: Maskenpflicht: Bielefelder verhalten sich überwiegend vorbildlich

Am ersten Tag der Maskenpflicht in großen Teilen der Stadt lässt sich erfreulich feststellen: Die Bielefelder verhalten sich überwiegend vorbildlich. Beim Rundgang durch die Fußgängerzonen wird schnell deutlich: Etwa acht von zehn Menschen tragen einen Mund-Nase-Schutz. Das Ordnungsamt und die Polizei sind mit vier Teams von je zwei Mitarbeitern im Einsatz. Sie kontrollieren, erinnern die Menschen an das Tragen der Masken.  Bis zum Mittag waren keine Bußgelder notwendig.

11.42 Uhr: Irland verhängt zweiten Lockdown

Irland verschärft seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie drastisch.  In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag tritt für sechs Wochen die höchste von fünf Maßnahmen-Stufen in Kraft, wie der irische Premierminister Micheál Martin in einer Rede am Montagabend ankündigte.

Wer kann, muss bis zum 1. Dezember von zu Hause aus arbeiten. Nur für das tägliche Leben unverzichtbare Geschäfte wie Supermärkte dürfen noch geöffnet bleiben. Treffen mit anderen Haushalten zu Hause oder selbst im heimischen Garten sind untersagt. Um einen kompletten Lockdown handelt es sich jedoch nicht.

10.35 Uhr: Altmaier für flexiblere Öffnungszeiten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier steht der Option von flexibleren Öffnungszeiten in Geschäften offen gegenüber. "Jetzt muss man überlegen, wie man das Einkaufen so organisieren kann, dass sich die Menschen nicht in dichten Trauben vor den Geschäften drängen und Infektionsrisiken entstehen, sondern dass alle entspannt einkaufen können und sich der Andrang verteilen kann", sagte der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv. Auch ein Ausbau von digitalen Angeboten brachte er ins Spiel.

Altmaier will im Laufe des Tages mit Handelsverbänden sowie mit Vertretern von Kommunen und Branchenexperten beraten, wie die Folgen der Corona-Krise im Einzelhandel abgemildert werden können.

8.44 Uhr: Bielefelder Inzidenzwert steigt weiter 

Die Corona-Situation beruhigt sich nicht: Am Dienstagmorgen meldet das Robert Koch Institut (RKI) 33 Neuerkrankungen in Bielefeld. Der Inzidenzwert steigt damit auf 61,6. Die Gesamtzahl der bestätigten Erkrankungen in Bielefeld beziffet das RKI auf 1292.

8.18 Uhr: Lehrerverband für halbe Klassen in Corona-Hotspots

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vorgeworfen.

Der Regelbetrieb laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Heidelberg). «Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.» Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele.

7.14 Uhr: 6868 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 373.167 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 20.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9836. Das waren 47 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 298.300 Genesene.

6.42 Uhr: Virologen warnen vor Konzept der Herdenimmunität

Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich gegen eine Corona-Strategie mit einer Herdenimmunität als Ziel.

«Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen», heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann.

5.26 Uhr: Debatte um Grenzschließung 

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Europa hält es Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für möglich, dass man wieder über Grenzkontrollen sprechen muss. «Die Diskussion um verstärkte Grenzkontrollen könnte wieder aufflammen, falls das Infektionsgeschehen in den Nachbarländern außer Kontrolle gerät», sagte der CSU-Politiker. 

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte Deutschland Grenzkontrollen wiedereingeführt - an vielen Grenzen zu den Nachbarländern kam es zu Chaos. Grenzgänger, die im jeweils anderen Land arbeiteten, durften die Grenze zwar passieren - da ein Großteil der Übergänge aber geschlossen war, kam es zu langen Staus und Wartezeiten.

5.04 Uhr: Corona-Warn-App «bisher ein zahnloser Tiger»

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Corona-Warn-App bislang für praktisch wirkungslos. «Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung», sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

«Daher braucht es ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Corona-App wirksam wird.» Wie genau dieses Update aussehen soll, ließ Söder offen. Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte wegen der stark steigenden Corona-Zahlen eine Aufrüstung der Corona-Warn-App mit zusätzlichen Funktionen.

Man könne sich nicht damit zufrieden geben, dass nur 60 Prozent der positiv getesteten Nutzer ihren Befund für Warnungen durch die App weiter melden. Bislang müssen Nutzer, die einen positiven Befund bekommen, aktiv zustimmen, dass ihre Risikokontakte über die App informiert werden.

Auch weitere Funktionen wie das Teilen von Ort und Datum des Risikokontakts könnten hilfreich sein, müssten aber auf freiwilliger Basis erhoben werden, sagte Lauterbach dem RND.

5 Uhr: In Bielefeld herrscht nun Maskenpflicht

Jetzt gilt’s: In weiten Teilen der Innenstadt, in den Einkaufsbereichen von Brackwede und Sennestadt, auf der Promenade und im Tierpark Olderdissen muss eine so genannte Mund-Nase-Bedeckung getragen werden –  eine Maßnahme, um die steigenden Infektionszahlen in Bielefeld zu senken. Wer diese Anordnung missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss zahlen. 150 Euro sind nach dem Bußgeld-Katalog des Landes fällig.

4.20 Uhr: Ausgangssperre im Berchtesgadener Land

Im Kampf gegen das Coronavirus greift Bayern wegen ungebremster Infektionszahlen im Kreis Berchtesgadener Land zu drastischen Maßnahmen. Von heute an ab 14.00 Uhr gelten in der Region an der Grenze zu Österreich die ersten Ausgangsbeschränkungen seit dem Lockdown im Frühjahr.

Die Menschen dürfen die eigene Wohnung dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt.

Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

3.52 Uhr: Trump verspricht baldiges Pandemie-Ende

Rund zwei Wochen vor der US-Wahl hat Präsident Donald Trump Stimmung gegen renommierte Gesundheitsexperten und die kritische Pandemie-Berichterstattung vieler Medien gemacht.

«Die Leute haben die Pandemie satt», sagte der Republikaner bei einem Wahlkampfauftritt im südwestlichen Bundesstaat Arizona. «Die Pandemie ist bald vorbei», versprach er seinen Anhängern - obwohl das im Widerspruch zur aktuellen Entwicklung in den USA steht, wo die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder anstieg.

Montag, 19. Oktober

20.33 Uhr: «Zahlen sind katastrophal»: Tschechien im Corona-Krisenmodus

Noch vor Kurzem präsentierte sich Tschechien als Vorbild für andere bei der Corona-Bekämpfung. Doch nun steigen die Infektionszahlen so rasant wie in kaum einem anderen Land Europas. Die Krankenhäuser könnten schon bald an ihre Grenzen stoßen.

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Rekordzahlen vermeldet werden müssen. Erst am Freitag wurde mit 11.105 Fällen erstmals die Schwelle von 10.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden überschritten. Auf die Bevölkerung umgerechnet nimmt Tschechien längst EU-weit einen traurigen Spitzenplatz bei der Infektionsrate ein.

19.49 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe

In den Klammern die Veränderungen seit Freitag. 

Bielefeld

aktuell infiziert: 231 (+38)
Fälle insgesamt: 1259 (+58)
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 58,3 (+6,8)

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 95 (+12)
Fälle insgesamt: 1004 (+22)
davon Todesfälle: 35 

Sieben-Tage-Inzidenz: 19,8 (+4,9)

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 40 (+4) 
Fälle insgesamt: 488 (+7) 
davon Todesfälle: 19

Sieben-Tage-Inzidenz: 19,2 (+0,7)

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 223 (+28)
Fälle insgesamt: 3353 
davon Todesfälle: 21

Sieben-Tage-Inzidenz: 53,7 (+11,2)

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 121 (+25)
Fälle insgesamt: 825 (+55)
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 33 (+5)

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 226 (+30)
Fälle insgesamt: 1260 (+36)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 40,3 (-8,9)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 136 (+13)
Fälle insgesamt: 1099 (+34)
davon Todesfälle: 15 

Sieben-Tage-Inzidenz: 25,4 (+7,7)

17.38 Uhr: Unicef lagert 520 Millionen Spritzen für Impfung ein

Unicef will noch in diesem Jahr 520 Millionen Spritzen für eine mögliche Corona-Impfung in Lagern deponieren. «Damit soll sichergestellt werden, dass die notwendigen Spritzen in den Ländern vorhanden sind, bevor die Impfstoffe eintreffen», teilte das UN-Kinderhilfswerk mit.

Man habe zusammen mit der Impfallianz Gavi und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) begonnen, die Voraussetzungen für eine «schnelle, sichere und wirksame Auslieferung eines möglichen Impfstoffs» zu schaffen.

«Weltweit gegen Covid-19 zu impfen wird eine der größten Anstrengungen in der Menschheitsgeschichte werden», erklärte Unicef-Direktorin Henrietta Fore.

17.16 Uhr: Integrationsgipfel sieht Rückschläge wegen Corona

Der Kampf gegen das Coronavirus beherrscht in weiten Teilen die Politik und die Gesellschaft. Beim Integrationsgipfel per Videokonferenz wird klar: Hier fehlen die persönlichen Begegnungen. So bremst die Pandemie nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), auch einige Integrationsmaßnahmen aus.

Man habe etwa bei den Integrationskursen, die das «Herzstück der Integrationsmaßnahmen» seien, zu Beginn der Pandemie «nahezu komplett die Kurse herunterfahren müssen», sagte Widmann-Mauz nach dem 12. Integrationsgipfel. Die Kurse seien dann langsam wieder angefahren worden. «Wir bewegen uns da nach wie vor nicht in dem Bereich, wo wir sagen können, wir erreichen alle». Merkel sprach davon, dass auch die Integrationsarbeit im Sport momentan leide.

16.52 Uhr: Soldaten unterstützen Gesundheitsämter in Großstädten

Zehn Tage nach dem Krisentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Bürgermeistern der elf größten Städte haben mehrere Großstädte Hilfe der Bundeswehr in Anspruch genommen.  Die Soldaten helfen unter anderem in Gesundheitsämtern dabei, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Fast jede der Großstädte hat den kritischen Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile überschritten.

Merkel hatte am 9. Oktober den Bürgermeistern der elf größten Städte Hilfe bei steigenden Corona-Zahlen zugesichert: Wenn den Gesundheitsämtern droht, überfordert zu werden, sollen sie von Bund und Land unterstützt werden. Seitdem ist die Zahl der Neuinfektionen in die Höhe geschossen.

16.22 Uhr: Bislang keine «zweite Welle» von Hamsterkäufen

Auch wenn die Corona-Zahlen derzeit bundesweit kräftig steigen, gibt es bislang noch keine «zweite Welle» von Hamsterkäufen. Allerdings werden hier und da offenbar die ersten Verbraucher nervös. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den großen Handelsketten.

Knapp jeder zehnte Verbraucher will sich laut einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov in den kommende Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken.

16.10 Uhr: Corona-App startet länderübergreifende Risiko-Ermittlung

 Die Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch länderübergreifend über eine möglicherweise gefährliche Begegnung mit Corona-Infizierten warnen. Am Mittag erschien wie angekündigt das Update auf die Version 1.5 in den App-Stores von Google und Apple.

Damit können bei der Risiko-Ermittlung jetzt auch Kontakte mit Nutzern der offiziellen Corona-Apps anderer Länder ermittelt werden. Die EU-Kommission erklärte, damit sollen Bürger auf Reisen in Europa eine einzige App nutzen und weiterhin von der Kontaktnachverfolgung profitieren und eine Warnmeldung erhalten können.

14.34 Uhr: Eilantrag zu Beherbergungsverboten in Karlsruhe eingegangen

Die umstrittenen Beherbergungsverbote in der Corona-Krise werden zum Fall für das Bundesverfassungsgericht. Kläger aus Tübingen hätten einen Eilantrag gegen die in Schleswig-Holstein geltenden Vorschriften eingereicht, sagte ein Gerichtssprecher in Karlsruhe.

Wie schnell die Verfassungsrichter darüber entscheiden werden, ist noch nicht absehbar. Im Landkreis Tübingen treten im Moment viele neue Corona-Fälle auf. Ein wichtiger Grenzwert ist überschritten, damit zählt Tübingen zu den deutschen Risikogebieten. In Schleswig-Holstein dürfen Feriengäste aus solche Regionen nur aufgenommen werden, wenn sie einen frischen negativen Corona-Test vorweisen können.

14.31 Uhr: Gefährdungsstufe 2 im Kreis Gütersloh

Der Kreis Gütersloh hat in der Corona-Krise die Gefährdungsstufe 2 erreicht. Die wichtige Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen ist überschritten. Der Wert liegt aktuell bei 53,7. Somit treten neue Regelungen ein.

14.07 Uhr: Stadt Bielefeld bestellt Corona-Schnelltests

Die Stadt Bielefeld bestellt in dieser Woche eine fünfstellige Zahl an Corona-Schnelltests, die dann den Alten- und Pflegeheimen zur Verfügung gestellt werden sollen, um Bewohner, Personal und Besucher testen zu können.

13.55 Uhr: Hessen schafft Beherbergungsverbot ab

Hessen schafft das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots ab. Es habe sich nicht als zielführend erwiesen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden zur Begründung. In Hessen galt seit Sommer ein Beherbergungsverbot. Diese Regel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gab es nicht bundesweit. Als Gebiete mit erhöhten Infektionsgefahren gelten Regionen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind.

13.48 Uhr: Laut Eurostat fast 170.000 Todesfälle mehr während erster Corona-Welle

Während der ersten Corona-Welle sind in der Europäischen Union von März bis Juni 168.000 Todesfälle mehr als üblich verzeichnet worden, allein rund 10.000 davon in Deutschland. Diese Zahlen legte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg vor. Der Höchstwert wurde in der 14. Kalenderwoche vom 30. März bis 5. April registriert: 36.000 zusätzliche Todesfälle. 

Erfasst wurden alle Sterbefälle aus 26 EU-Staaten, also nicht nur Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Eurostat vergleicht die Daten der Kalenderwochen 10 bis 26 mit den Durchschnittswerten der jeweils selben Zeit 2016 bis 2019. Eine Statistik der Todesursachen werde es erst in etwa zwei Jahren geben, sagte eine Eurostat-Sprecherin. 

Erst dann dürfte auch klar sein, warum in Deutschland bereits von März bis Juni 10.000 zusätzliche Sterbefälle erfasst sind, die offizielle Zahl aller Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion aber bis jetzt erst mit 9789 angegeben wird. 

Die höchsten zusätzlichen Sterbezahlen von März bis Juni verzeichnet Eurostat für Spanien, nämlich 48.000. Dahinter folgen Italien mit 46.000 und Frankreich mit 30.000. Das norditalienische Bergamo, das extrem hohe Corona-Infektionszahlen hatte, verzeichnete allein in der zwölften Kalenderwoche vom 16. bis 23. März 895 Prozent mehr Todesfälle als im Durchschnitt der vorangegangenen Jahre.

13.35 Uhr: Merkel: Pandemie stellt gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe

Die Corona-Pandemie stellt nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe. Zum Auftakt des zwölften Integrationsgipfels sagte sie am Montag in Berlin, gerade Einwanderern falle es angesichts der aktuellen Einschränkungen zum Schutz gegen das Coronavirus „gewiss nicht so leicht, in unserem Land Fuß zu fassen“. So gebe es Integrationsangebote sowie Zugang zu Bildung und Ausbildung nicht in gewohntem Umfang, und der Wirtschaftseinbruch wirke sich auf Branchen aus, in denen viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte tätig seien, „die nun um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen“. 

Gerade auch für Kinder, die die deutsche Sprache erwerben wollten, sei der Präsenzbetrieb von Kitas und Schulen sehr wichtig. Junge Menschen dürften nicht zu Verlierern der Pandemie werden, betonte Merkel: „Je früher die Einwanderinnen und Einwanderer die deutsche Sprache lernen, Zugang zu Bildung und Ausbildung finden und mit unseren grundlegenden Werten, Rechten und Pflichten vertraut werden, umso größer sind eben auch die Chancen für gelungene Integration.“ 

11.51 Uhr: Gastronomen wollen NRW-weite Sperrstunde kippen

Ein Düsseldorfer Gastronom will mit Hilfe des Branchenverbands Dehoga vor dem Oberverwaltungsgericht Münster die NRW-weite Sperrstunde in besonders von Corona betroffenen Regionen kippen. Ein entsprechender Eilantrag und eine Klage sollen voraussichtlich noch am Montag eingereicht werden, sagte der Geschäftsführer der Dehoga Nordrhein, Thomas Kolaric, der Deutschen Presse-Agentur. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor berichtet. 

Laut Kolaric wird der gleiche Bar-Betreiber als Kläger auftreten, der vergangene Woche bereits einen Eilantrag gegen die Düsseldorfer Sperrstunde vor dem dortigen Verwaltungsgericht eingereicht hatte. Dort werde man „99,9 Prozent“ gar nicht mehr über diesen Antrag entscheiden, so ein Gerichtssprecher am Montag. 

Schließlich gebe es jetzt die NRW-weite Regelung, die die Düsseldorfer Sperrstunde - die noch bei 1 Uhr lag - obsolet gemacht habe. 

Seit Samstag gilt in Nordrhein-Westfalen in allen Kommunen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen eine verpflichtende Sperrstunde für die Gastronomie. Alle Kneipen und andere gastronomische Betriebe müssen ihre Türen zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr morgens für Gäste geschlossen halten. Laut der aktualisierten Coronaschutz-Verordnung gilt die Sperrstunde in Kommunen, die innerhalb von sieben Tagen 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aufweisen. Davon sind bereits Millionen Menschen betroffen.

10.44 Uhr: Söder für bundesweite Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen

Unter dem Eindruck rasant gestiegener Corona-Zahlen hat CSU-Chef Markus Söder  eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit vielen Neuinfektionen  verlangt - in Schulen, auf öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz.

Zudem rief der bayerische Ministerpräsident dazu auf, dem Bund mehr Rechte im Kampf gegen das Virus zu übertragen - derzeit geht ihm vieles nicht schnell und effektiv genug. «Ich bin ein überzeugter Föderalist, aber ich glaube, dass der Föderalismus zunehmend an seine Grenze stößt», sagte er vor einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands in Nürnberg. Der Bund müsse, bevor es vielleicht ein neues Infektionsschutzgesetz gebe, die Möglichkeit haben, mit «Bundesverordnungen» zu agieren.

9.58 Uhr: Historiker: Corona könnte zur «epochalen Zäsur» werden

Der Historiker Andreas Wirsching sieht in der Coronavirus-Pandemie das mögliche Ende einer Epoche. «Es spricht vieles dafür, dass das Jahr 2020 als eine epochale Zäsur in die Geschichte eingehen wird».

«Zwar wissen wir das jetzt noch nicht so genau, aber einiges ist erkennbar, insbesondere was die Globalisierung betrifft», sagte der Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

Wirsching, Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte an der Universität München, geht davon aus, dass das Zeitalter der Internationalisierung und Globalisierung der vergangenen 50 Jahre starken Veränderungen unterworfen, «wenn nicht beendet», werde. Mehr hier .

8.20 Uhr: Auch Gütersloh und Rhein-Erft-Kreis überschreiten Corona-Warnstufe

Der Kreis Gütersloh und der Rhein-Erft-Kreis haben ebenfalls die wichtige Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten. Wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen hervor ging, lagen die Werte bei 53,7 und 55. 

Bei 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt in NRW seit dem Wochenende eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein Alkoholverkaufsverbot bis 6.00 Uhr morgens. Millionen Menschen sind davon schon in zahlreichen Städten und Regionen des Landes betroffen. Wenn eine Region nach zehn Tagen immer noch über 50 liegt, haben die Kommunen zusätzliche Schutzmaßnahmen zu treffen.

6.40 Uhr: Einschränkungen für Feiern treten in NRW in Kraft

Die Bürger in Nordrhein-Westfalen müssen sich in Kommunen mit hohen Corona-Infektionszahlen jetzt auch beim Feiern stärker einschränken. Am Montag tritt ein weiterer Baustein der aktualisierten Coronaschutzverordnung des Landes in Kraft: Bei 35 oder mehr Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen dürfen an Festen aus herausragendem Anlass außerhalb der eigenen vier Wände höchstens 25 Personen teilnehmen. In 50er-Regionen sind dann nur noch höchstens zehn Teilnehmer erlaubt. Zu herausragenden Anlässen zählen etwa Hochzeit, Taufe, Geburtstage, Jubiläum oder eine Abschlussfeier. 

Angesichts steigender Infektionszahlen hatte das Landeskabinett am vergangenen Freitag schärfere Regeln beschlossen. Seit dem Wochenende greift in den 50er-Regionen bereits landesweit eine Sperrstunde in der Gastronomie mit Alkoholverkaufsverbot bis 6.00 Uhr morgens. Millionen Menschen sind davon schon in zahlreichen Städten und Regionen des Landes betroffen. 

Ab einem Wert von 35 gilt eine erweiterte Maskenpflicht auf allen Plätzen und Straßen, wo eine regelmäßige Unterschreitung des Mindestabstands zu erwarten ist - etwa in Fußgängerzonen und auf Märkten. Wo konkret überall Maske getragen werden muss, haben die einzelnen Kommunen im Internet veröffentlicht. 

6.23 Uhr: Inzidenzwert in Bielefeld steigt auf 58,3 - Stadt bleibt Risikogebiet

Der Inzidenzwert in Bielefeld steigt weiter: Am Montag um 0 Uhr meldete das RKI einen Wert von 58,3 für die OWL-Metropole. Die Stadt bleibt damit Risikogebiet. Am Sonntag hatte der Wert noch bei 56,6 gelegen. Im Vergleich: In ganz NRW liegt die Anzahl der Fälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner bei 55,4.

6.05 Uhr: Bei Erkältung wieder Krankschreibung per Telefon möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur weil sie eine Krankschreibung benötigen. Das soll helfen, volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

5.55 Uhr: Pflegebevollmächtigter warnt vor «Isolation um jeden Preis»

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, warnt mit Blick auf die stark steigenden Corona-Zahlen vor einer «Isolation um jeden Preis» in Pflegeheime n.

«Der Erhalt der Selbstbestimmung ist dringend notwendig. Es darf nicht passieren, dass Menschen entmündigt werden», sagte Westerfellhaus der Funke Mediengruppe. «Es gab im Frühjahr auch Bewohnerinnen und Bewohner, die gesagt haben, ich will keinen sehen, ich habe Angst. Das gilt es genauso zu respektieren wie den Wunsch derjenigen, die sagen, die Kontakte zu meinen Angehörigen sind mir sehr wichtig.»

Eine Garantie, dass Bewohner mit ihrer Familie Weihnachten feiern könnten, könne er nicht geben, «das wäre Kaffeesatz-Leserei». Er unterstütze alles, was dazu beitrage, dass alle mit ihrer Familie Weihnachten feiern könnten, sagte Westerfellhaus. «Und ich glaube, dass wir das mit einem Besuchermanagement auch gewährleisten können. Das heißt natürlich aber auch genau nicht, dass alle am Heiligabend um 17 Uhr kommen können.»

5.40 Uhr: 4325 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366 299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294 800 Genesene. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,44 (Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 14 bis 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,35 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Sonntag, 18. Oktober

18.52 Uhr: Bielefeld: Schärfere Regeln gelten ab Dienstag

Maskenpflicht in den Fußgängerzonen und eine Sperrstunde für Gaststätten ab 23 Uhr als Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie wird es in Bielefeld erst von Dienstag an geben. Denn erst ab 0 Uhr am Dienstag kann die Allgemeinverfügung der Stadt, in der unter anderem diese Regeln angeordnet werden, in Kraft treten.

Da der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen am Freitag überschritten worden war sei man davon ausgegangen, dass die vom Land NRW erlassenen strengeren Regelungen von Samstag an und dann für mindestens sieben Tage in Kraft treten können, so der Krisenstabsleiter. Am Samstag jedoch hätten Juristen des städtischen Rechtsamtes darauf aufmerksam gemacht, dass dafür eine Allgemeinverfügung der Stadt Bielefeld selbst notwendig ist, die laut der Hauptsatzung der Stadt erst in beiden Tageszeitungen veröffentlicht werden muss, bevor sie Geltung hat.

18.19 Uhr: Corona-Ausbruch im Vitalis Wohnpark Bad Essen: Drei weitere Bewohner verstorben

Der Covid-19-Ausbruch ist noch nicht überstanden: In den vergangenen drei Tagen sind drei weitere Bewohner des Vitalis Wohnpark Bad Essen im Alter von 79, 80 und 82 Jahren verstorben. Das hat die Einrichtung am Sonntag mitgeteilt.

Zwei der Bewohner hätten sich schon seit Längerem in der Palliativpflege befunden. Somit seien seit Ausbruch der Pandemie sechs Personen gestorben; drei von ihnen seien bereits vor dem Corona-Ausbruch palliativ versorgt worden.

16.52 Uhr: Corona-Übernahmeprämie für Azubis soll länger gezahlt werden

Verlieren Auszubildende durch die Corona-Krise ihren Job, können andere Unternehmen sie gefördert durch den Bund anstellen.  Dieses Programm soll nun verlängert werden.

Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können.

15.40 Uhr: Italien ehrt gestorbene Ärzte

In Italien ist 179 Ärztinnen und Ärzten gedacht worden, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Für sie gab es eine Zeremonie in der Stadt Duno nördlich von Mailand. Die Namen der Mediziner wurden vorab auf Marmor verewigt.

Unter ihnen ist der von Roberto Stella, dem ersten italienischen Arzt, von dem bekannt wurde, dass er am Virus gestorben ist. Sein Tod am 11. März im Alter von 67 Jahren machte die Gefahr deutlich, die das Virus für Hausärzte darstellt. Italien hat in den vergangenen Tagen täglich mehr als 10.000 neue Coronavirus-Fälle verzeichnet.

14.38 Uhr: 18 neue Corona-Fälle - Inzidenzwert liegt im Kreis Herford bei 27

Seit Freitag sind 18 neue Corona-Infektionen im Kreis Herford dazu gekommen. Die Zahl der Genesenen steigt von 666 auf 680. Kreisweit gibt es deshalb 100 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind im Kreisgebiet 788 bestätigte Infektionen bekannt. Die Covid-19 Fälle der vergangenen 7 Tage/100.000 Einwohner betragen für den Kreis Herford weiterhin 27. Der Inzidenzwert ist somit von 28 auf 27 gesunken.

14.24 Uhr: Bundespräsident Steinmeier weiter in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ein erster Test bei Steinmeier fiel negativ aus, wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes am Samstag mitteilte. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne. 

Auch Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) begab sich in Quarantäne und sagte alle Termine für das Wochenende ab, nachdem ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando ein positives Testergebnis erhalten hatte. Strobl, der auch stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ist, sei negativ getestet worden, sagte ein Sprecher am Sonntag. Er bleibe aber vorerst in Quarantäne.

12.31 Uhr: Schub durch Corona: Weihnachten bringt Paketbranche auf Hochtouren

Der Paketboom geht weiter: Deutschlands Logistiker werden im diesjährigen Weihnachtsgeschäft laut eigenen Prognosen so viele Sendungen zustellen wie nie zuvor.

Sowohl Hermes als auch DPD rechnen im Vergleich zum Vorjahr mit einem Mengenwachstum von 20 Prozent, wie die Firmen mitteilten. Während DPD, Tochter der französischen Post, keine absolute Zahl nannte, sprach Hermes von voraussichtlich 120 Millionen Paketzustellungen im letzten Jahresquartal und damit einem Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Die beiden Firmen sind die ärgsten Wettbewerber des Marktführers Deutsche Post DHL, der seine Einschätzung erst zum Monatsende publizieren will.

12.01 Uhr: Gütersloher sieben-Tage-Inzidenz  auf 49,6 gestiegen

Der Referenzwert im Kreis Gütersloh nähert sich der 50er-Marke. Er stieg am Sonntag auf 49,6. Am Samstag lag er bei 48,8. Im Kreis Gütersloh sind derzeit (Stand Sonntag, 0 Uhr) 3315 laborbestätigte Corona-Infektionen erfasst. 

10.07 Uhr: Bielefelds Inzidenzwert steigt auf 56,6

Bielefeld bleibt Risikogebiet. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Einwohner in der Großstadt ist am Sonntag um 35 gestiegen, der Inzidenzwert steigt auf 56,6. Am Samstag hatte dieser Wert noch genau bei 50 gelegen, die Grenze zur Einstufung in die „Gefährdungsstufe 2“. Nun ist die Zahl in Bielefeld erheblich gestiegen, bei den Erkrankten pro 100.000 Einwohner übertrifft Bielefeld inzwischen den Landesschnitt, dieser liegt bei 54,7.

Die Stadt wird diese Einstufung am Montag in einer Allgemeinverfügung feststellen, einen Tag später werden wie mehrfach berichtet umfangreiche Einschränkungen (Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Sperrstunde) wirksam.

9.42 Uhr: Russland meldet mehr als 15.000 Neuinfektionen

Die russischen Behörden haben 15.099 bestätigte Corona-Neuansteckungen verzeichnet. Damit haben sich in Russland bisher insgesamt fast 1,4 Millionen Menschen infiziert. 185 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit Virus gestorben.

9.14 Uhr: Polizeigewerkschaften: Stimmung wird aggressiver

Randale, Pöbeleien und mitunter auch heftige Gewaltausbrüche: Seit April gilt vielerorts die Maskenpflicht. Doch nicht jeder will sie im Alltag akzeptieren. Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln eskalieren nach Angaben der Polizeigewerkschaften immer häufiger.

8.42 Uhr: Mehr als halbe Milliarde Euro Soforthilfen zurückgezahlt

 Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer haben Corona-Soforthilfen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro an den Staat zurückgezahlt. Das ergab eine Nachfrage bei den Bundesländern. 

Demnach gaben Soforthilfe-Empfänger bis zum 30. September mehr als 560 Millionen Euro ungerechtfertigt gezahlter Zuschüsse zurück. Auf den ersten drei Plätzen liegen Nordrhein-Westfalen mit 170 Millionen Euro, Berlin mit 143 Millionen Euro und Bayern mit 107 Millionen Euro. Die Angaben beziehen sich sowohl auf das Soforthilfeprogramm des Bundes als auch auf die entsprechenden Programme der Länder. 13 Bundesländer machten Angaben.

8.28 Uhr: Zwei Drittel bezeichnen Corona-Management als «eher gut»

Das Krisenmanagement der Bundesregierung wird weiter von einer großen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. Auch die neuen Verschärfungen der Maßnahmen finden Zustimmung. 

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung tendenziell zufrieden. 68 Prozent der Befragten beurteilten die Führung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar als «eher gut». Für 27 Prozent ist sie «eher schlecht». 4 Prozent antworteten mit «weiß nicht».

6 Uhr: 5587 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr 5587 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden.

Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 361.974, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9777 - zehn mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 290.000.

Am Wochenende fallen die Zahlen häufig niedriger aus als während der Woche, da die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

5.44 Uhr: Lauterbach zählt auf das Verhalten der Bürger

Corona bestimmt auch am Wochenende die Tagespolitik. Shutdowns erscheinen wieder möglich, Merkels dramatischer Appell findet nicht nur Unterstützer.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zählt im Kampf gegen das Coronavirus auf das Verhalten der Menschen - weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen. «Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen», sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. «Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns.»

Samstag, 17. Oktober

19.26 Uhr: Bundespräsident Steinmeier in Corona-Quarantäne

Nach dem positiven Corona-Test eines Personenschützers hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Samstag in Quarantäne begeben. 

Ein erster Corona-Test bei dem Staatsoberhaupt fiel negativ aus, wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes mitteilte. Steinmeier bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, derzeit befinde er sich in seiner Dienstvilla in Berlin-Dahlem. In den kommenden Tagen soll Steinmeier erneut getestet werden. Bei dem Personenschützer aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine Kontaktperson ersten Grades.

17.19 Uhr: Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus.  Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und zusätzliche Kontaktbeschränkungen sollen am Montag in Kraft treten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

Man müsse aufgrund der Geschwindigkeit, mit der sich die Pandemie entwickele, die Maßnahmen verschärfen, sagte Kretschmann. Die Menschen sollten unnötige Reisen und Kontakte vermeiden. «Das ist das Gebot der Stunde, damit nicht alles aus dem Ruder läuft.»

15.28 Uhr: 7830 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Neuer Höchstwert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen hervor.

Am Vortag war mit 7334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4721 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

13.52 Uhr: FDP fordert weitere Verbesserungen an der Corona-Warn-App

Die Bundesregierung darf es aus FDP-Sicht nicht bei der aktuellen Überarbeitung der Corona-Warn-App belassen.

«Die Erweiterung der Funktionen der Corona-Warn-App ist zwar sinnvoll, aber weitere Optimierungen sind dringend notwendig», sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion, Bettina Stark-Watzinger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Auf jeden Fall darf es nicht passieren, dass nun erneut monatelang keine Weiterentwicklung mehr stattfindet.»

Die Corona-Warn-App des Bundes wird an diesem Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakten noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren.

12.11 Uhr: Merkel schwört auf Kampf gegen Corona ein: «Jeder Tag zählt»

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Infektionszahlen in Deutschland an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen.

«Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag», sagte die CDU-Politikerin in ihrem wöchentlichen Podcast.«

10.41 Uhr: Reisewarnungen für Regionen in 15 EU-Ländern in Kraft

Wegen der sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa gelten seit Samstag um Mitternacht Reisewarnungen für weitere Regionen in 15 EU-Ländern.

Die Niederlande, das französische Festland, Malta und die Slowakei sind nun ganz Corona-Risikogebiete, für die das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen warnt. Erstmals stehen mit Kampanien und Ligurien beliebte Touristenregionen in Italien sowie fünf Gebiete in Polen einschließlich der Metropolen Danzig und Krakau auf der Risikoliste. Hinzu kommen acht Kantone der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn.

9.23 Uhr: 17 neue Fälle - Bielefeld bleibt Risikogebiet

17 neue Corona-Fälle sind am Samstagmorgen für Bielefeld bestätigt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt nimmt leicht ab und sinkt von 51,5 auf 50,0. Damit bleibt Bielefeld am zweiten Tag in Folge ein Corona-Risikogebiet.

8.18 Uhr: Unionsfraktionschef Brinkhaus will Einheitlichkeit gegen Corona

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat im Kampf gegen die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen eine bundeseinheitliche Linie gefordert.

Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor - es behindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona», schrieb der CDU-Politiker in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Abgeordneten von CDU und CSU.

Freitag, 16. Oktober

19.48 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 193 (+33)
Fälle insgesamt: 1201
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 51,5 (+7,8)

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 73 (+10) 
Fälle insgesamt: 982 (+12)
davon Todesfälle: 35 (+1)

Sieben-Tage-Inzidenz: 14,9 (+2,2) 

Kreis Herford
aktuell infiziert: 96 (-5)
Fälle insgesamt: 770 (+9) 
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 28 

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 195 (+28) 
Fälle insgesamt: 3254 (42)
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 42,5 (+2,8) 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 36 (+8) 
Fälle insgesamt: 481 (+9)
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 18,5 (+3,0)

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 196 (+24) 
Fälle insgesamt: 1214 (+33)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 49,2 (+8,3)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 123 (+9)
Fälle insgesamt: 1065 (+20)
davon Todesfälle: 15

Sieben-Tage-Inzidenz: 17,7 (-1)

17.52 Uhr: Die neuen NRW-Regeln

Mit schärferen Kontaktbeschränkungen als von Bund und Ländern vereinbart will Nordrhein-Westfalen gegen den sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionen kämpfen.  Die neuen Regeln sollen am Samstag in Kraft treten und gelten zunächst bis Ende Oktober. Das beschloss das Landeskabinett am Freitag.

KONTAKTE: 

  • maximal zehn Personen im öffentlichen Raum (unabhängig von der Inzidenz)
  • außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen
  • Ausgenommen sind Beerdigungen: Bei ihnen gilt auch bei erhöhten Inzidenzwerten keine feste Personenobergrenze, dafür aber eine Maskenpflicht. Sonderregeln gibt es auch für standesamtliche Trauungen
  • Ob Weihnachtsgottesdienste gefeiert werden können, ist noch offen

PRIVATBEREICH:

  • In den privaten Raum greift die  Landesregierung nach wie vor nicht ein. Sie empfiehlt aber dringend, Kontakte und private Feiern zu reduzieren und möglichst infektionssicher zu gestalten.

SPERRSTUNDE:

  • Die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr gilt in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen. In der Zeit müssten alle gastronomischen Betriebe schließen. Alkohol darf dann auch an Tankstellen und Kiosken nicht mehr verkauft werden.

FESTE:

  • Bei einer Inzidenz von 35 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen dürfen an Festen aus herausragendem Anlass außerhalb der eigenen vier Wände höchstens 25 Personen teilnehmen. Das gilt ab Montag,(19. Oktober. Bei einer Inzidenz von 50 sind nur noch höchstens zehn Teilnehmer erlaubt.

SCHULEN:

  • Zurückhaltend zeigte sich Laschet bei der Frage, ob in den NRW-Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werde. Noch seien ja Herbstferien, sagte er. Einen Beschluss dazu gebe es noch nicht.

16.41 Uhr: 1272 Bielefelder in Quarantäne

In Bielefeld sind an diesem Freitag 43 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Bielefelder steigt damit auf 1201. Als infektiös gelten aktuell 193 Menschen. Das sind 33 mehr als am Donnerstag. In Quarantäne befinden sich derzeit 1272 Personen, das sind 58 mehr als am Vortag. Die Zahl der Reiserückkehrer, die positiv getestet worden sind, ist um 2 auf 121 angestiegen. Diese Zahl wird seit 17. Juli erhoben. 999 Bielefelder sind mittlerweile wieder genesen, 10 mehr als am Tag zuvor. Die Neuinfektionsrate in den vergangenen sieben Tagen ist auf 51,5 pro 100.000 Einwohner angestiegen. Das entspricht 172 Neuinfizierten.

14.58 Uhr: Eilantrag gegen Beherbergungsverbot in Hamburg erfolglos

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in dem Bundesland abgelehnt. Den Antrag hatte ein Ehepaar aus Köln gestellt, das am Freitag anreisen wollte. Er sei am Nachmittag vor der geplanten Anreise vor Gericht gebracht worden. Aus Sicht des Gerichts hätte es nahe gelegen, "den Eilantrag zu einem Zeitpunkt anhängig zu machen".

14.52 Uhr: NRW bleibt bei strengen Beschränkungen

Nordrhein-Westfalen will  an seinen strengen Kontakt-Beschränkungen festhalten. Abweichend von gemäßigteren Empfehlungen der jüngsten Bund-Länder-Konferenz sollen sich in NRW weiterhin nur maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen - unabhängig von der Infektionslage. Das berichtete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in einer Video-Schalte mit Oberbürgermeistern und Landräten, wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf aus Teilnehmerkreisen erfuhr.Die Bund-Länder-Einigung vom vergangenen Mittwoch sieht eine Beschränkung auf zehn Personen erst vor, wenn die Zahl der Neuinfektionen in einer Kommunen pro 100.000 Einwohner auf 50 oder mehr innerhalb von sieben Tagen steigt. In NRW dürfen sich bei Erreichen dieser Warnstufe schon seit vergangenem Montag nur noch fünf Personen im öffentlichen Raum treffen.Laschet sagte bei dem Corona-Gipfel mit den Kommunalspitzen den Angaben zufolge: „Wir befinden wir uns in einer sehr ernsten Lage, der wir entschlossen begegnen müssen.“ Die jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie seien besorgniserregend. Immer mehr Regionen würden zu Risikogebieten. Von den 18 Millionen Einwohnern in NRW lebten bereits 13 Millionen in einer Region mit mindestens 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner im Sieben-Tages-Zeitraum.Das Virus breite sich schnell und stark aus - insbesondere dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenlebten, warnte Laschet. „Das Ziel muss sein, dass wir Kontakte wieder deutlich reduzieren.“ Am Nachmittag wollte der Ministerpräsident neue Beschlüsse des Landeskabinetts zum Corona-Krisenmanagement vorstellen.Nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit wurden am Freitag in NRW im Vergleich zum Vortag 2154 mehr Infizierte gemeldet. Aktuell seien damit 14.400 Menschen in NRW nachweislich infiziert. Auch Bielefeld und Bonn reihten sich inzwischen in die wachsende Kette der Städte und Kreise in NRW ein, die die 50er-Warnstufe überschritten haben.Seit Beginn der Pandemie im März hat das Robert Koch-Institut in NRW schon über 86.000 von bundesweit rund 349.000 bestätigten Infektionen registriert. Die weitaus meisten Patienten gelten als genesen. Neben zahlreichen Großstädten im Rheinland und in Westfalen gilt inzwischen fast das gesamte Ruhrgebiet als Risikogebiet.

13.45 Uhr: Weiterer Todesfall in Hövelhof

Nach nahezu vier Monaten muss in Hövelhof ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion beklagt werden. Verstorben ist ein 85-Jähriger, der zudem schwere Vorerkrankungen hatte. Die aufsummierte Zahl der Verstorbenen liegt nun im Kreis Paderborn bei 35. Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiter: Hinzu kommen zwölf neue Covid-19-Fälle (sieben in Paderborn, zwei Fälle in Bad Wünnenberg, je eine Neuinfektion Büren, Delbrück und Hövelhof), ein weiterer Corona-Erkrankter hat eine Infektion überstanden und gilt als genesen. Für den Kreis Paderborn mit seinen 307.839 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der erste Frühwarnwert von 35 bei einer Zahl von 108 Neuinfektionen innerhalb einer Woche, der Grenzwert von 50 bei einer Zahl von 154 Neuinfektionen innerhalb einer Woche erreicht. In den vergangenen sieben Tagen wurden 46 neue Fälle bestätigt. Das entspricht einem Inzidenzwert von 14,9.

13.10 Uhr: Erstmals Sperrstunde gekippt

Nach den Urteilen gegen die Beherbergungsverbote in mehreren Bundesländern hat ein Gericht  erstmals auch die Sperrstunde gekippt . Das Berliner Verwaltungsgericht gab am Freitag Eilanträgen von Gastronomen gegen die am vergangenen Wochenende in Kraft getretene Sperrstunde von 23 Uhr abends bis 6 Uhr morgens statt. Auch das Beherbergungsverbot für Urlauber aus Regionen mit hohen Infektionszahlen wird immer löchriger. Bayern lässt es auslaufen (s.u.), Hessen plant die Abschaffung.

11.49 Uhr: In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, «wir belassen es dabei», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

10.41 Uhr: Aufmerksame Gelassenheit - Kommentar zur Corona-Lage

Die einseitige Fixierung des Kanzleramts und vieler Medien auf die Zahl der Neuinfektionen wird zu einem immer größeren Problem im Umgang mit der Corona-Pandemie. Hier geht's zum Kommentar.

9.32 Uhr: Peter Maffay: Corona-Leugner schaden der Gesellschaft

Rockstar Peter Maffay kritisiert die Äußerungen mancher Musikerkollegen zur Corona-Pandemie scharf. «Leute, die Corona leugnen, schaden der Gesellschaft. Das ist meine Überzeugung. Und sie schaden nicht nur sich selbst, sondern vor allem anderen», sagte der 71-Jährige dem Podcast «Die Wochentester» des «Kölner Stadt-Anzeigers».

Er halte die Negierung eines existenten Problems für «völlig falsch». «Corona ist ein Umstand, den man akzeptieren muss, weil er da ist. Ihn zu leugnen, halte ich für extrem gefährlich und extrem falsch.»

7.50 Uhr: Risikogebiet Bielefeld: Inzidenzwert jetzt bei 51,5

Aufgrund von 43 gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus gilt Bielefeld ab sofort als Risikogebiet. Der Inzidenzwert liegt am Freitag bei 51,5. Damit werden die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft.

6.21 Uhr: Die Zahlen steigen: 7334 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen 7334 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Am Vortag war mit 6638 neuen Fällen der bis dato höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland registriert worden.

Donnerstag, 15. Oktober

20.57 Uhr: RKI-Chef Wieler: Abriegelung von Corona-Hotspots denkbar

Seit Tagen steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus an. Die Politik muss gegensteuern - mit neuen Maßnahmen und Beschränkungen. RKI-Chef Wieler schließt anders als vor neun Monaten eine Abriegelung von Corona-Hotspots nicht mehr aus.

«Wenn die Maßnahmen nicht verschärft werden, werden die Infektionszahlen weiter hochgehen», warnte der RKI-Chef und nannte eine Zahl von bis zu 10.000 Neuinfektionen täglich. Vor diesem Hintergrund warb er auch für die umstrittenen Beherbergungsverbote zur Einschränkung der Reiseaktivität: «Mobilität ist einer der Treiber dieser Pandemie.»

19.04 Uhr: Patienbesuche in Bethel ab Samstag nicht mehr möglich

Ab Samstag, 17. Oktober, sind in allen Häusern des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB) und des Krankenhauses Mara bis auf Weiteres  keine Patientenbesuche mehr möglich. Damit reagieren die beiden Betheler Krankenhäuser auf die gestiegenen Infektionszahlen.

18.21 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL 

Bielefeld
aktuell infiziert: 160 (+40)
Fälle insgesamt: 1158
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 43,7

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 63 (+9) 
Fälle insgesamt: 970
davon Todesfälle: 34

Sieben-Tage-Inzidenz: 12,7 

Kreis Herford
aktuell infiziert: 101 (+5)
Fälle insgesamt: 761 
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 28 

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 167 (+19) 
Fälle insgesamt: 3209
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 39,7 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 28 (+2) 
Fälle insgesamt: 472
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 15,5

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 172 (+21) 
Fälle insgesamt: 1181
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 37,7

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 114 (+3)
Fälle insgesamt: 1045
davon Todesfälle: 15

18.08 Uhr: Niederlande und Teile Frankreichs sind nun Risikogebiete

Die Bundesregierung hat die ganzen Niederlande, fast ganz Frankreich und erstmals auch Regionen in Italien und Polen mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt.

Außerdem werden dann Malta und die Slowakei komplett sowie einzelne Regionen in neun weiteren EU-Ländern auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte. Dazu zählen acht Regionen der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn.

16.42 Uhr: Bielefeld: Vier Schulen und zwei Kitas neu betroffen

Die 49 Neuinfektionen in Bielefeld lassen sich nach Informationen der Stadt keinen größeren Clustern zuordnen. Es sind jedoch vier Schulen und zwei Kitas neu betroffen. In allen Fällen laufen die Kontaktnachverfolgung und die Verordnung von Quarantänen.

15.12 Uhr: Corona-Angst lässt Dax einknicken

Die Notierungen am deutschen Aktienmarkt sind unter der Last steigender Corona-Infektionen eingebrochen. Nach den strengeren Vorschriften in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, schließen Marktexperten inzwischen auch einen erneuten Lockdown in Europa nicht mehr aus.

Der Dax reagierte darauf mit deutlichen Verlusten von zuletzt minus 2,92 Prozent auf 12.647,42 Zähler. Zeitweise war er knapp unter die Marke von 12.600 Punkten gefallen.

14.44 Uhr: Telefonische Krankschreibung wieder bundesweit möglich

Um das Corona-Infektionsrisiko zu senken und Arztpraxen zu entlasten, konnten sich Patienten ab kommenden Montag ohne Besuch beim Mediziner krankschreiben lassen. 

Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen am Donnerstag. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung könne telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, hieß es in einer Mitteilung.

14.07 Uhr: Bestätigt: Arminia vor leeren Rängen

Die Befürchtungen wurden am Donnerstagmittag bestätigt: Arminia Bielefeld muss das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr)  in einer nahezu leeren Schüco-Arena bestreiten. Das wurde dem Klub von der Stadt bestätigt. Der Inzidenzwert war in Bielefeld am Donnerstag auf 43,7 gestiegen und damit deutlich über die kritische Marke (35).

13.47 Uhr: Herford gegen den Tend

Entgegen des allgemeinen Trends sinkt im Kreis Herford der Inzidenzwert . Lag die Anzahl von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Mittwoch noch bei 29, sind es Donnerstag nur noch 28. Von Mittwoch auf Donnerstag sind acht neue bestätigte Infektionen dazu gekommen. Die Zahl der Genesenen steigt von 649 auf 652, teilt die Kreisverwaltung mit. Kreisweit gibt es nun 101 aktuell bestätigte Fälle.  Am Donnerstag waren 13 neue Infektionen gemeldet worden, die nun nicht mehr in die Berechnung des Inzidenzwertes einfließen. Bei den neuen Fällen handelt es sich überwiegend um Kontaktpersonen bereits infizierter Personen.

13.11 Uhr: Sachsen hebt Beherbergungsverbot auf

Jetzt hebt auch Sachsen das Beherbergungsverbot für Menschen aus Risikogebieten auf . Das kündigte die Regierung nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten.

13.02 Uhr: Die Verschärfungen im Überblick

Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. Ihre Beschlüsse nach achtstündigen Beratungen im Kanzleramt stießen zum Teil auf deutliche Kritik. So zeigte sich der Deutsche Städtetag skeptisch, ob die Maßnahmen ausreichen werden. Kanzleramtschef Helge Braun ging ebenfalls davon aus, dass die Beschlüsse vom Vortag vermutlich nicht ausreichen werden. «Und deshalb kommt's jetzt auf die Bevölkerung an», sagte der CDU-Politiker im ARD-«Morgenmagazin»: «Dass wir nicht nur gucken: Was darf ich jetzt? Sondern wir müssen im Grunde genommen alle mehr machen und vorsichtiger sein als das, was die Ministerpräsidenten gestern beschlossen haben.»

Weitere Reaktionen und die Beschlüsse im Überblick gibt es hier .

12.06 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg

Das Verwaltungsgericht in Baden-Württemberg hat mit Beschluss von Donnerstag einem Eilantrag gegendas Beherbergungsverbot in dem Bundesland stattgegeben . Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 neue Coronafälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert wurden. Der Antragsteller kommt aus Recklinghausen und hatte einen Urlaub im Kreis Ravensburg gebucht. 

10.37 Uhr: Lippe, Gütersloh und Bielefeld über Frühwarnwert

In Ostwestfalen-Lippe haben mittlerweile  zwei Kreise und die kreisfreie Stadt Bielefeld die Grenze von 35 Neuinfektionen binnen einer Woche überschritten . Der Kreis Gütersloh hatte bereits am Mittwoch den Frühwarnwert geknackt, Bielefeld und Lippe folgten am Donnerstag.

Das Ruhrgebiet sind mittlerweile nahezu ein großer Hotspot. Nur wenige Kommunen liegen noch unter dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In Herne ist er mit 92 besonders hoch. In Bottrop und Oberhausen ist die Grenze noch nicht überschritten. Die Stadt Dortmund hat unterdessen Unterstützung von der Bundeswehr angefordert. Hier rücken am Montag 40 Soldaten an.

9.13 Uhr: Besonders viel Kurzarbeit in Bayern

Bayern und Baden-Württemberg kämpfen weiter mit besonders hohen Kurzarbeiterzahlen . Im Freistaat waren im September 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen. Das hat das Münchner Ifo-Institut auf Basis seiner Konjunkturumfrage ermittelt. Das sind rund 825.000. In Baden-Württemberg waren es 610.000 Menschen oder 13 Prozent. NRW kommt auf elf Prozent Kurzarbeiter, die niedrigsten Quoten gibt es in Ostdeutschland.

8.47 Uhr: Bund und Länder beschließen Verschärfungen

Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. 

Zugleich stellte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach ihrem Treffen mit den Ministerpräsidenten mögliche weitere Verschärfungen in Aussicht. «Wir reden von Kontaktbeschränkungen», sagte Merkel dazu. Man müsse jetzt sehen, ob etwa die Sperrstunde 23.00 Uhr richtig sei, oder ob man sie bei 22.00 Uhr machen müsse. «Da muss da nachgeschärft werden.»

Zuvor hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, die Schwelle für strengere Maßnahmen in deutschen Corona-Hochburgen zu senken. Diese sollen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen greifen statt bisher bei 50. So soll dort die Maskenpflicht ausgeweitet werden, die Gästezahl bei privaten Feiern weiter begrenzt und eine Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt werden.

6.32 Uhr: Inzidenzwert in Bielefeld bei 43,7

Der Inzidenzwert in Bielefeld liegt mittlerweile schon bei 43,7. Damit ist der Frühwarnwert deutlich überschritten. Die Bielefelder müssen sich ab sofort auf schärfere Corona-Regeln einstellen. Es gibt strengere Vorschriften bei der Maskenpflicht, bei Feiern und auch bei Veranstaltungen .

5.58 Uhr: Verl richtet Testzentrum ein

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) richtet auf Wunsch der Stadt in Verl ein Corona-Testzentrum ein. Das bestätigt die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Demnach soll mittwochs von 12 bis 14 Uhr getestet werden. Bei Bedarf sollen die Öffnungszeiten erweitert werden. 

5.22 Uhr: RKI vermeldet Rekordwert

Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht . Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts 6638 Neuinfektionen - rund 1500 mehr als am Mittwoch. Bislang waren Ende März mit knapp 6300 Neuinfizierten die meisten registriert worden. Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Mittwoch, 14. Oktober:

21.09 Uhr: Erstmals seit April mehr als 5000 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen in Deutschland liegt erstmals seit April bei über 5000. Die gesamte Bevölkerung müsse sich für den Infektionsschutz engagieren, appelliert das RKI.

20.34 Uhr: Frankreich verhängt erneut den Gesundheitsnotstand

Bis zu 27.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in Frankreich - nun zieht die Regierung die Reißleine. Bürger müssen sich auf neue Beschränkungen einstellen. Von diesem Samstag an wird wieder der Gesundheitsnotstand eingeführt.  

19.03 Uhr: Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomie in Corona-Hotspots

In Städten und Gegenden mit stark steigenden Corona-Zahlen soll es künftig generell eine Sperrstunde um 23.00 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch bei ihren Beratungen in Berlin beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

17.15 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 120 (+3)
Fälle insgesamt: 1109 (+23) 
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 34,1 (+3,9)

Kreis Paderborn  
aktuell infiziert: 54 (+5)
Fälle insgesamt: 958
davon Todesfälle: 34

Sieben-Tage-Inzidenz: 11 (+2,6)

Kreis Herford
aktuell infiziert: 96 (+1)
Fälle insgesamt: 753 (+8)
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 29 (-2,0)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 148 (+23)
Fälle insgesamt: 3183 (+30)
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 36,2 (+5,0)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 26 (+7)
Fälle insgesamt: 469 (+8)
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 13,3 (+2,7)

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 151 (+27) 
Fälle insgesamt: 1152 (+27)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 34,5 (+4,6)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 111 (+3)
Fälle insgesamt: 1036 (+10)
davon Todesfälle: 15

Sieben-Tage-Inzidenz: 19,2 (+2,1)

15.41 Uhr: Spahn: Keine Versorgungsengpässe bei Grippe-Impfstoff

Der Grippeschutzimpfung kommt angesichts der Corona-Pandemie in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Bundesregierung hat deshalb so viele Dosen Impfstoff wie noch nie geordert, sagt der Gesundheitsminister.

13.50 Uhr: Bielefeld kurz vor dem Frühwarnwert 35: Pressekonferenz am Mittwoch um 15 Uhr

Im Zusammenhang mit den drei Hochzeiten am ersten Oktoberwochenende in Bielefeld liegen die ersten Testergebnisse vor: Zwölf Gäste sind demnach positiv getestet worden. Die Neuinfektionsrate in den vergangenen sieben Tagen steigt auf 34,1 pro 100.000 Einwohner, das entspricht 114 Neuinfizierten.

12.32 Uhr: Kreis Gütersloh überschreitet ersten Inzidenzwert

Der Kreis Gütersloh hat diesen Mittwoch als erster Kreis in der Region den wichtigen Schwellenwert von 35 Corona-Neuinfizierten auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Inzidenzwert) überschritten . Damit greifen nun erste Maßnahmen, die den Alltag vieler Menschen mehr als bisher einschränken. Der Kreis Gütersloh werde nun eine Allgemeinverfügung auf Grundlage der vom Land NRW für diesen Fall erstellten Corona-Schutzmaßnahmen erlassen.

11.45 Uhr: Bund will strengere Maskenpflicht

Der Bund will eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen, heißt es in einem Entwurf für die Beschlussvorlage der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder.

11.37 Uhr: Lockdowns drücken weltweiten CO2-Ausstoß deutlich

Durch die Corona-Einschränkungen ist der globale CO2-Ausstoß deutlich gesunken . Das zeigt eine neue Studie. Doch Entwarnung bei der Klimaerwärmung gibt es deshalb nicht. Der Studie zufolge ging die Menge der CO2-Emissionen um deutlich mehr als eine Milliarde Tonnen zurück, das ist weit mehr als während der Ölkrise 1979 und der Finanzkrise 2008. Eine gute Nachricht fürs Klima? Nach Ansicht von Forschern kaum. Denn der Effekt war vielerorts nur von kurzer Dauer.

10.59 Uhr: Bielefeld kurz vor dem Frühwarnwert 35

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert in Bielefeld ist am Mittwoch auf 34,1 gestiegen . Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW gibt es 23 neue Coronafälle nach bestätigten Tests. Damit sind in den vergangenen sieben Tagen 114 Infektionen offiziell registriert worden. Gerechnet auf 100.000 Einwohner sind das 34,1. Der Frühwarnwert von 35 wird also nur leicht unterschritten.

10.52 Uhr: NRW verbietet Swingerclubs

Die Pandemie hat auch kuriose Folgen: Das Land NRW verbietet ab sofort Swingerclubs. Die Corona-Schutzverordnung wurde um einen Passus erweitert, der bisher nur Tanzlokale betraf. Wörtlich heißt es da nun: "Der Betrieb von Clubs, Discotheken und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt. Das gilt auch für Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen." Bis vor kurzem waren auch Bordelle zwangsweise geschlossen. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte das Verbot Anfang September gekippt, die Regierung hatte daraufhin etliche Regeln für Prostituierte und ihre Kunden in die Hygienevorschriften aufgenommen. So genannte Swingerclubs, bei denen Partnertausch ohne Bezahlung stattfindet, wurden dadurch nicht erfasst. Nun sind sie ausdrücklich verboten. Analog zu Discotheken müsste der Betreiber laut Bußgeldkatalog 5000 Euro zahlen.

10.11 Uhr: Altmaier will Überbrückungshilfen für Unternehmen verlängern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant weitere Hilfen für besonders hart von Corona-Maßnahmen getroffene Unternehme n. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen die bisher bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe über die Pläne berichtet. Im Wirtschaftsministerium wird demnach zudem an weiter verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, Tilgungszuschüsse und Elemente eines Unternehmerlohnes gedacht - erstattet werden bisher fixe Betriebskosten wie Mieten oder Pachten. Wirtschaftsverbände hatten deswegen beklagt, viele Hilfen kämen etwa bei Selbstständigen nicht an. Weiter gehe es um Modernisierungs- und Zuschussprogramme für Renovierungen während der auftragslosen Zeit, hieß es.

8.19 Uhr: Drosten: Ältere nicht abschirmen

Der Virologe Christian Drosten hat sich deutlich gegen die Idee ausgesprochen, sich in der Corona-Pandemie nur auf den Schutz von Älteren und anderen Risikogruppen zu konzentrieren , während der Rest der Gesellschaft zum Alltag zurückkehrt. Zum einen könne es nicht gelingen, die Älteren komplett abzuschirmen, sagte der Charité-Wissenschaftler in der aktuellen Folge des «Coronavirus-Update» bei NDR-Info. Zum anderen gebe es auch in den jüngeren Altersgruppen nicht so wenige Risikopatienten.

6.59 Uhr: Masken aus dem Automaten

Abends aus dem Haus gegangen und Maske vergessen? In Japan kein Problem. Nicht nur in den überall präsenten 24-Stunden-Supermärkten gibt es Masken und Desinfektionsmittel zu kaufen. Ab diesem Monat bietet ein Getränkekonzern Gesichtsmasken und Feuchttücher in Getränkeautomaten an. Geplant ist, 3000 Automaten damit auszurüsten - einsortiert neben den üblichen Getränken wie Tee und Kaffee.

6.48 Uhr: Weihnachten unter freiem Himmel

Im Stadion, auf der Burg oder auf dem Bahnhofsvorplatz, auf jeden Fall aber unter freiem Himmel – die Bielefelder Gläubigen dürfen sich auf ein besonderes Weihnachtsfest unter Corona-Bedingungen einstellen. Um den Hygienebestimmungen gerecht zu werden, haben der Evangelische Kirchenkreis und das Dekanat Bielefeld gemeinsam ein Konzept erarbeitet, wie trotz steigender Infektionszahlen dennoch die Geburt Jesu angemessen gefeiert werden kann.

5.32 Uhr: Mehr als 5000 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit April mehr als 5000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5132. Das waren mehr als 1000 Fälle mehr als noch am Vortag. Der letzte Höchstwert seit April waren 4721 neu nachgewiesene Fälle am Samstag gewesen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 2828 Neuinfektionen mitgeteilt.

Dienstag, 13. Oktober

21.11 Uhr: Brinkhaus fordert Klarheit

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch (14 Uhr) über das weitere Vorgehen zum Eindämmen der Pandemie. Das Treffen steht unter dem Eindruck eines heftigen Streits über die Beherbergungsverbote vieler Länder für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten. Zuletzt waren wiederholt mehr als 4000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gezählt worden - am Dienstag waren es 4122. Immer mehr Städte und Regionen überschreiten die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte, nötig sei eine klare, stringente Linie. „Die kann in einer Zeit, wo die Zahlen immer mehr in Deutschland steigen, nicht Lockerung sein.“Zu einem Ärgernis für die Bürger sind auch die von Bundesland zu Bundesland verschiedenen Regelungen geworden. Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus aus Gütersloh verlangte daher  von der Bund-Länder-Runde im Kanzleramt „ein klares Signal gegen die Kleinstaaterei“. Die Menschen bräuchten Klarheit, sagte der CDU-Politiker. „Dies gilt insbesondere für innerdeutsche Reisen.“Zu den weiteren Themen dürfte eine Verschärfung der Maskenpflicht und die Kontrolle dieser Vorschriften gehören. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Verstöße bundesweit einheitliche Bußgelder von 250 Euro gefordert. In Bayern gilt dieser Regelsatz bereits.

19.13 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 117 
Fälle insgesamt: 1086 (+24) 
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 30,2 (+6,0)

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 49 (-27)
Fälle insgesamt: 958 (+5) 
davon Todesfälle: 34

Sieben-Tage-Inzidenz: 8,4 (+0,3)

Kreis Herford
aktuell infiziert: 95 (-3)
Fälle insgesamt: 745 
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 32 (-1,0)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 125 (+3)
Fälle insgesamt: 3153 (+11)
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 31,2 (+9,3)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 19 (-1)
Fälle insgesamt: 461 (+1)
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 10,6

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 124 (-2) 
Fälle insgesamt: 1125 (+4)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 29,9 (+0,3)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 108 (-7)
Fälle insgesamt: 1026 (+6)
davon Todesfälle: 15

Sieben-Tage-Inzidenz: 17,1 (+1,0)

17.50 Uhr: Zweite Bewohnerin des Wohnparks in Bad Essen verstorben

Eine zweite Bewohnerin des Vitalis Wohnpark Bad Essen ist am Wochenende im Alter von 81 Jahren gestorbe n. Die Verstorbene litt an verschiedenen schweren Vorerkrankungen. Sie war zuvor negativ auf Corona getestet worden. Der hausärztliche Notdienst diagnostizierte entsprechend Herzversagen als Todesursache. Die Auswertung eines zweiten PSR-Tests ergab am Montagmorgen, dass die Verstorbene ebenfalls mit Covid-19 infiziert war. Laut ärztlicher Auskunft verstarb sie mit und nicht an Covid-19.

16.19 Uhr: Diese Regeln gelten in NRW

In NRW dürfen bei Familienfeiern oder Hochzeiten außerhalb der eigenen vier Wände grundsätzlich nur noch 50 Gäste anwesend sein. Ein entsprechender Erlass für alle Kommunen ging am Montag an die Bezirksregierungen . Er gilt ab sofort. Einheitliche Regeln gibt es damit auch für Kreise und Städte, in denen die wichtige Neuinfektions-Kennzahl über 35 oder gar 50 steigt. Zunächst gilt unter anderem eine Maskenpflicht auch am Sitzplatz bei Konzerten oder Sportveranstaltungen. Ab der 50er-Marke sollen die Kommunen auch Sperrstunden verhängen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Regeln am Freitag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einem Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten besprechen.

16.02 Uhr: Corona-Ampel für Reisen

Bürger können sich künftig auf einer Ampel-Karte über die Corona-Lage in Europa informieren . Auf Grundlage gemeinsamer Kriterien werden Regionen je nach Infektionsgeschehen entweder grün, orange oder rot markiert. Für grüne Gebiete mit wenigen Infektionen sollen künftig keine Einreiseverbote mehr verhängt werden, wie eine Mehrheit der Europaminister am Dienstag in Luxemburg beschloss.Mit dem Flickenteppich verschiedener Regeln dürfte es jedoch nicht vorbei sein. Denn gemeinsame Standards für Reisende aus stärker betroffenen - also orange oder rot markierten - Regionen sind nicht vorgesehen. Ebenso wenig gibt es einheitliche Kriterien für Quarantäne- und Testpflichten. Auch sind die Empfehlungen nicht bindend.

15.12 Uhr: Bibelschule in Lemgo unter Quarantäne

An der Bibelschule in Lemgo steigt die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler und Lehrer. Mittlerweile ist das Virus bei 60 Menschen der Bibelschule Brake nachgewiesen worden . Die Nachverfolgung der Kontaktpersonen läuft. Vorbeugend steht die Schule unter Quarantäne, das betrifft 150 Schüler und Mitarbeiter. 117 Schüler aus ganz Deutschland Besucher derzeit die Schule. 

13.24 Uhr: Corona-Hilfen ergaunert: Kirchlengeraner wegen Subventionsbetrugs verurteilt

Wegen Subventionsbetrugs hat sich am Montag ein 59-Jähriger aus Kirchlengern vor dem Amtsgericht Bünde verantworten müssen. Der Mann hatte im vergangenen April Mittel aus dem Fond „NRW Soforthilfe 2020“ beantragt. Damit wollen Bund und Land Schäden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abfedern. Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässen für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten durch einen Zuschuss unterstützt werden. Allerdings habe der 59-Jährige falsche Angaben gemacht und die Subvention zu Unrecht beantragt, so die Anklage.

12.12 Uhr: Ferienverlängerung wegen Corona?

Der Vorschlag zweier Unionspolitiker, wegen Corona die Winter- oder Weihnachtsferien zu verlängern, stößt auf Ablehnung. Der stellvertretende Unionsfraktionschef Thorsten Frei, sagte am Dienstag: «Angesichts der Verbreitungswege, die derzeit dominieren, befürchte ich, dass wir durch eine Verlängerung der Weihnachtsferien viel Unruhe stiften, aber letztlich keinen durchgreifenden Erfolg erringen.» Er verwies auch auf die Zeitplanung der Eltern, die ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen müssten. Entscheidend für eine Eindämmung der Pandemie sei vielmehr, dass alle die Abstands- und Hygieneregeln ernstnähmen.

10.28 Uhr: RKI: Alltag bleibt auch mit Impfstoff zunächst eingeschränkt

Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem am Dienstag veröffentlichten Strategiepapier hin. Demnach werden zwar voraussichtlich im kommenden Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen - und die Bekämpfung des Coronavirus entscheidend verbessern.

Allerdings dürfte es ein solches Mittel zu Beginn nur in begrenzten Mengen geben und insbesondere Risikogruppen zu Gute kommen. Deshalb seien weiterhin «gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins» wichtig. Darunter versteht das RKI unter anderem Abstandhalten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften sowie die Verlegung von Freizeitaktivitäten möglichst nach draußen.

10.04 Uhr: Bislang 211 Corona-Patienten behandelt

Mit einer ständigen Anpassung des Hygienekonzeptes hat das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe auf die Entwicklung der Corona-Pandemie reagiert. „Wir haben in den vergangenen sieben Monaten viel gelernt. Wir dürfen nicht nachlässig werden und müssen die Hygiene stärken“, betont MZG-Betriebsärztin Dr. Vanda Amedick. Das MZG setze dabei auf einen Dreiklang aus Prävention, Hygienekonzept und Abstrich.

Durch den langjährigen Schwerpunkt im Bereich der Lungenheilkunde sowie die bundesweit seltene Verbindung von Akutkrankenhaus, Früh-Rehabilitation und Rehabilitation an einem Standort habe sich Bad Lippspringe zu einem Corona-Zentrum entwickelt.  Bislang wurden in der Karl-Hansen-Klinik sowie in den angeschlossenen Reha-Kliniken 211 Akut- und Rehapatienten seit Ausbruch der Pandemie behandelt. 

Bislang wurden in der Karl-Hansen-Klinik sowie in den angeschlossenen Reha-Kliniken 211 Akut- und Rehapatienten seit Ausbruch der Pandemie behandelt.  Insgesamt stehen in dem Krankenhaus 65 Beatmungsplätze zur Verfügung.  „Diese haben wir bislang aber noch zu keinem Zeitpunkt ausschöpfen müssen, so dass wir auch im Falle steigender Corona-Zahlen noch Kapazitäten haben“, sagte MZG-Sprecherin Claudia Reichstein.

8.56 Uhr: Schnelltests bei Veranstaltungen sind Science-Fiction

Sie würden den öffentlichen Alltag so sehr erleichtern: Schnelltests bei Großveranstaltungen.  Doch daraus wird - zumindest in naher Zukunft - nichts: Der Chef des Kassenärzte-Verbandes, Andreas Gassen, hat Hoffnungen auf einen Einsatz von Antigen-Schnelltests gedämpft.

«Auch die angekündigten Antigen-Schnelltests sind kein Allheilmittel», sagte der Kassenarztchef der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Dienstag). «Die Vorstellung, wir machen bei 5000 Stadionbesuchern mal eben einen Schnelltest, bleibt Science-Fiction.» Selbst bei den besten Schnelltests würden zwei bis zehn Infizierte von hundert Getesteten nicht erkannt. «Bei Massenveranstaltungen auf engem Raum wäre damit ein potenzielles Ansteckungsrisiko nicht sicher auszuschließen», warnte Gassen.

8.20 Uhr: NRW-Studenten starten ins „Hybridsemester“

In diesem Jahr starten Studenten in Nordrhein-Westfalen pandemiebedingt in ein hybrides Wintersemester 2020/21. Die sehr guten Ergebnisse des vergangenen Sommersemesters an den NRW-Hochschulen seien Vorbild dafür, dass es auch im Wintersemester so viel Präsenz wie möglich und so viele Online-Veranstaltungen wie nötig an den Hochschulen geben werde, sagte Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Montag in Düsseldorf. Vor allem für Erstsemester solle der Hochschul-Campus wieder geöffnet werden, um sie beim Einstieg ins Studium zu unterstützen.

7.27 Uhr: Trump kehrt zurück auf die Wahlkampfbühne 

US-Präsident Donald Trump hat sich bei seiner Rückkehr auf die Wahlkampfbühne von seinen Anhängern im US-Bundesstaat Florida feiern lassen.

«Ich fühle mich so stark», sagte Trump am Montagabend während seines rund einstündigen Auftritts in Sanford bei Orlando. Der 74-Jährige betonte wie schon am Wochenende, er sei nun immun. «Ich werde jeden in diesem Publikum küssen. Ich werde die Kerle und die schönen Frauen küssen (...). Ich werde euch einfach allen einen dicken, fetten Kuss geben.» Florida ist ein potenziell entscheidender Bundesstaat für die Präsidentenwahl am 3. November.

Trumps Leibarzt Sean Conley hatte zuvor mitgeteilt, dass mehrere Corona-Schnelltests an «aufeinanderfolgenden Tagen» bei dem 74-Jährigen negativ ausgefallen seien. Neben den Antigentests seien auch andere Labordaten hinzugezogen worden, um zu ermitteln, dass der Präsident nicht mehr ansteckend sei.

7.13 Uhr: 4122 neue Fälle in Deutschland

Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen erneut mehr als 4000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4122. Es gibt 13 neue Todesfälle und mehr als 40.000 aktive Fälle.

5.25 Uhr: Streit über Beherbergungsverbot wird heftiger

Das Beherbergungsverbot vieler Länder zum Schutz vor Corona-Infektionen steht kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz im Fokus der Kritik.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten warnte vor existenziellen Risiken für die Betriebe, Unions-Politiker stellten die Wirksamkeit der Maßnahme infrage und mahnten, uneinheitliche Corona-Regelungen trügen zu Verunsicherung und Akzeptanzproblemen bei. Der Städte- und Gemeindebund forderte die Politik auf, die getroffenen Beherbergungsregeln zu vereinheitlichen. Derweil werden immer mehr Städte in Deutschland zu Corona-Hotspots, am Montagabend überschritt auch Düsseldorf die Warnstufe.

Montag, 12. Oktober

21.27 Uhr: Neue Regeln: Was gilt jetzt in NRW?

Mit steigenden Infektionswerten in zahlreichen Städten und Kreisen in NRW ist auch die Zahl der Maßnahmen zur Corona-Eindämmung gewachsen. Angesichts unterschiedlicher Auflagen in einzelnen Kommunen und innerhalb der Bundesländer wurde Kritik an teils unabgestimmten Regelungen und einem unübersichtlichen Flickenteppich laut. Was gilt jetzt in NRW? Hier gibt's die Antworten.

20.02 Uhr: Alarmsystem in England soll Virus unter Kontrolle bringen

Die Corona-Zahlen in Großbritannien schießen in die Höhe, immer mehr Menschen liegen mit Covid-19 im Krankenhaus. Premier Boris Johnson will einen weiteren nationalen Lockdown um jeden Preis verhindern - und setzt dabei auf ein neues dreistufiges Alarmsystem . Je nach Risikograd - mittel, hoch oder sehr hoch - sollen ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen gelten, wie Johnson im Londoner Parlament erklärte. Die Abgeordneten müssen am Dienstag noch zustimmen.

19.42 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 42 
Fälle insgesamt: 1062 
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 24,2 (-0,6)

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 76
Fälle insgesamt: 943  
davon Todesfälle: 34

Sieben-Tage-Inzidenz: 8,1

Kreis Herford
aktuell infiziert: 98 (+21)
Fälle insgesamt: 745 
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 33 (+8,3)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 122 (-2)
Fälle insgesamt: 3142 (+9)
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 21,9 (-1,4)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 20
Fälle insgesamt: 460 
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 10,6 (+0,1) 

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 126 (+74) 
Fälle insgesamt: 1121 (+78)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 29,6 (+19,0)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 115 (+28)
Fälle insgesamt: 1020 (+31)
davon Todesfälle: 15

Sieben-Tage-Inzidenz: 16,1 (+1,6)

18.19 Uhr: Corona beschleunigt Hunger und Armut

Die Welthungerhilfe befürchtet eine  drastische Zunahme von Hunger und Armut weltweit durch die Corona-Pandemie . Besonders in Afrika südlich der Sahara und in Südasien sei die Situation schon vor der Pandemie alarmierend gewesen, sagte die Präsidentin der Organisation, Marlehn Thieme, bei der Vorstellung des Welthunger-Index 2020 in Berlin. «Covid-19 wirkt wie ein Brandbeschleuniger.» Zusätzlich werde die Situation durch die Folgen des Klimawandels wie zunehmende Dürrekatastrophen verschärft.

17.15 Uhr: Experten sehen Fehler bei Krisenmanagement in Ischgl

Beim umstrittenen Corona-Management im österreichischen Ischgl sind nach Darstellung einer Expertenkommission Fehler und Fehleinschätzungen passiert . Es sei aber kein generelles Versagen der Behörden und der Politik zu konstatieren, sagte der Kommissionsvorsitzende Ronald Rohrer am Montag in Innsbruck. So sei der Betrieb der Skibusse und der Seilbahnen mindestens einen Tag später als erforderlich eingestellt worden. Auf lokaler Ebene sei es dabei zu einer «Pflichtverletzung» gekommen, weil die Verordnung der Bezirksbehörde nicht unverzüglich an der Amtstafel des Orts veröffentlicht worden sei.

15.58 Uhr: Herford nähert sich erster Warnstufe

Der Kreis Herford nähert sich der kritischen Marke von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Und die Infektionszahlen steigen weiter im zweistelligen Bereich an. Der Kreis meldet 24 neue Fälle seit Samstag. Derzeit gibt es 98 aktuelle und insgesamt 745 bestätigte Infektionen. „Die steigenden Zahlen sind zurückzuführen auf Infizierungen in mehreren Familien, in denen bereits ein Familienmitglied infiziert war. Außerdem gab es mehrere Infizierte, die an einer größeren kirchlichen Veranstaltung teilgenommen hatten“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

14.17 Uhr: Dringlichkeitsentscheidung in Bielefeld

Corona zwingt die Politik zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Erneut müssen die größten Parteien in Bielefeld, CDU und SPD, eine Dringlichkeitsentscheidung unterzeichnen. Hintergrund sind die Personalkosten im Gesundheitsamt. Sie werden etwa um zwei Millionen Euro steigen.

14.01 Uhr: Schuldenuhr tickt so schnell wie nie

Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler tickt so schnell wie nie zuvor. Jede Sekunde steigen die Schulden von Bund, Ländern und Kommunen demnach gerade um 10.424 Euro . Erstmals in der 25-jährigen Geschichte der Schuldenuhr werde damit die Marke von 10.000 Euro pro Sekunde überschritten, erklärte der Verband am Montag. Bund und Länder wollen demnach in diesem Jahr zusammen 330 Milliarden Euro neuer Kredite aufnehmen - der Bund rund 218, die Länder 112 Milliarden.

13.12 Uhr: Coronavirus kann bis zu 28 Tage auf Oberflächen überleben

Auf glatten Oberflächen wie von Handydisplays und Bankautomaten kann das Coronavirus unter bestimmten Laborbedingungen bis zu 28 Tage überleben . Das schreibt zumindest die australische Wissenschaftsbehörde Csiro im Fachblatt «Virology Journal». Das Experiment wurde im Dunkeln durchgeführt, da direktes Sonnenlicht Studien zufolge das Virus schnell abtöten könne. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt an, ihm seien keine Corona-Infektionen über Oberflächen wie zum Beispiels Kartenterminals und Smartphones bekannt.

11.21 Uhr: Bielefelder Oberbürgermeister Clausen begrüßt Vorstoß der Landesregierung

Der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) begrüßt den Vorstoß der nordrhein-westfälischen Landesregierung zu einheitlichen Vorgehensweisen der Kommunen im Fall von steigenden Corona-Infektionszahlen über einen bestimmten Grenzwert.

Vor allem mit Blick auf Feierlichkeiten, die momentan als wesentliche Ursachen für Infektions-Hotspots gelten, würden nun Beschränkungen und Auflagen einheitlich im Bundesland geregelt, sagte der Vorsitzende des NRW-Städtetags am Montag im WDR5-„Morgenecho“.

10.03 Uhr: Corona brachte Florian Janssen in Lebensgefahr – jetzt dankte er seinen Rettern

Florian Janssen ist am Wochenende zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die Intensiv­station des münsterischen Clemenshospitals gekommen. Aber diesmal war alles anders. Am 30. Mai war er mit dem Rettungswagen eingeliefert worden und wurde kurz darauf für zweieinhalb Wochen ins künstliche Koma gelegt: Covid-19, sehr schwerer Verlauf. Dieses Mal nun kam er freiwillig, um sich bei seinen Rettern zu bedanken. Und anschließend konnte er einfach wieder nach Hause gehen.

7.59 Uhr: 2467 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen 2467 neue Corona-Infektionen gemeldet . Am Vortag hatte der Wert noch bei 3483 gelegen, nachdem am Samstagmorgen 4721 Neuinfektionen gemeldet worden waren.

Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben. Am vergangenen Montag waren 1382 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden.

7.47 Uhr: Corona-Kontrolle in Bielefeld eskaliert: 20 Platzverweise

In Bielefeld ist am Sonntag eine Corona-Kontrolle des Ordnungsamtes eskaliert. Polizisten sprachen mehr als 20 Platzverweise aus. Die Situation soll sich so hochgeschaukelt haben, dass die Beamten schließlich Unterstützung anforderten und die August-Bebel-Straße für den Polizeieinsatz zeitweise gesperrt werden musste.

6.28 Uhr: Kritik an Beherbergungsverbot wird immer massiver

Die Kritik am Beherbergungsverbot wird immer lauter. Zahlreiche Politiker fordern eine Rücknahme der erst in der vergangenen Woche beschlossenen Regelung.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigten an, darüber auch am Mittwoch bei der Ministerpräsidentenkonferenz zu reden. Derweil stellte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Gastronomen und Hoteliers, die durch die Beschränkungen Verluste erleiden, zusätzliche Hilfen in Aussicht.

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, sprach sich dafür aus, das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten zurückzunehmen. Die Regelung sei «nicht durchdacht, da wird man noch mal rangehen müssen», sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Denn wir haben keine Hinweise darauf, dass Hotels oder der Verkehr mit Bus und Bahn Hotspots sind. Die Hotspots entstehen ganz woanders.»

Sonntag, 11. Oktober

20.46 Uhr: Schlachtbetrieb Weidemark: Dreiwöchige Stilllegung ist vom Tisch

Nach intensivem Austausch zwischen dem Landkreis Emsland und der Firma Weidemark aus Sögel haben sich beide Seiten nun auf eine Vorgehensweise verständigt, die den Schlachthof kurzfristig wieder arbeitsfähig macht. Kernidee ist eine Arbeitsquarantäne.

„Das uns vorgelegte Konzept zur Wiederöffnung des Betriebs ist aus infektiologischer Sicht tragfähig. Insofern kann die Arbeit unter den veränderten Rahmenbedingungen wieder anlaufen, wenn auch in eingeschränktem Maße“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Am Freitag hatte die Tönnies-Tochter ihr Konzept dem Landkreis vorgelegt und die verschiedenen Handlungsfelder bis in die Abendstunden mit den Vertretern des Landkreises diskutiert.

Zum Wochenbeginn erfolgt somit ein Neustart unter den vereinbarten Bedingungen, nachdem die Schlachtung in den vergangenen Tagen komplett heruntergefahren wurde und die Zerlegung am Montag vollständig ausgesetzt wird.

17 Uhr: Ordnungsamt kontrolliert 26 private Feiern in Bielefeld 

Das Bielefelder Ordnungsamt hat am Freitag und Samstag 26 private Feiern kontrolliert, darunter Hochzeiten, Geburtstage und eine Verlobungsfeier. Es wurden nur zwei kleinere Verstöße festgestellt. Zugleich vermeldet die Stadt 16 Corona-Neuinfektionen am Sonntag.

16.32 Uhr: NRW begrenzt private Feiern auf 50 Teilnehmer 

Nordrhein-Westfalen beschränkt die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern auf 50 Menschen. Weil das Land auf einen Inzidenzwert von 35 zusteuere, sei die Begrenzung für Feiern aus herausragendem Anlass außerhalb des privaten Raumes nötig, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Düsseldorf. Zudem sollen die Regeln für Corona-Hotspots landesweit vereinheitlicht werden. 

16.04 Uhr: Laschet: „Kompletttests“ in Altenheimen

In Nordrhein-Westfalen soll künftig in Alten- und Pflegeheimen verstärkt auf das Coronavirus getestet werden. So soll in Kommunen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den sogenannten Vorwarn-Wert von 35 übersteigt, „eine einmalige Komplett-Testung aller Bewohner und Mitarbeiter dieser Einrichtungen“ erfolgen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag nach einer Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts in Düsseldorf.

„Wir wollen alle Kontakte in  Alten- und Pflegeeinrichtungen  virusfrei halten“, betonte Laschet. Es gehe um den Schutz der besonders verwundbaren Gruppen der Gesellschaft. Der Ministerpräsident kündigte zudem an, sich für einen verstärkten Einsatz von Schnelltests in Altenheimen einzusetzen.

15.38 Uhr: Sperrstunde in Berlin - Verstöße am ersten Wochenende

Zwangspause für die Partyhauptstadt: Seit dem Wochenende gilt in Berlin eine Sperrstunde zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Das berühmte Nachtleben der Stadt pausiert damit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr - oder zumindest sollte es das. In den beiden ersten Nächten mit der neuen Regelung musste die Berliner Polizei Lokale schließen und größere Gruppen auflösen. Auch andere Städte verschärften aufgrund steigender Infektionszahlen ihre Gangart.

14.12 Uhr: Viele Neuinfektionen: Europa wehrt sich gegen Corona

Die Corona-Krise ist in Europa das alles beherrschende Thema. Mit dem Herbst steigt auch die Zahl der Neu-Infektionen wieder deutlich. Überall wird in Krisenrunden beraten, wie eine zweite Welle verhindert werden kann. Ein Überblick über die Lage in einigen europäischen Staaten.

13.45 Uhr: Großbritannien am «Scheideweg» von Corona-Pandemie

Großbritannien steht nach Ansicht von Wissenschaftlern an einem «Scheideweg» in der Corona-Krise. Dem Land stünden schwere Zeiten bevor, erklärte der Epidemiologe Jonathan Van-Tam. «Leider wird in den kommenden Wochen, genau wie die Nacht auf den Tag folgt, die Zahl der Todesfälle zunehmen.» Er forderte die Briten auf, ihre sozialen Kontakte einzuschränken.

Van-Tam gehört zu den Beratern der Regierung von Premierminister Boris Johnson. Großbritannien mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern ist von der Pandemie besonders betroffen. Der Statistikbehörde zufolge gibt es etwa 58.000 Todesfälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde.

Van-Tam schätzt das mögliche Ausmaß der zweiten Welle dramatischer ein als das Ausmaß der ersten, da nun der Winter bevorsteht. «Die Jahreszeiten sind gegen uns», sagte der Experte. Am Samstag hatten die Behörden mehr als 15.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet - etwa 1300 mehr als am Vortag. Es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet, da es nicht genug Tests im Land gibt.

12.33 Uhr: 124 aktuell Infizierte im Kreis Gütersloh

124 Personen gelten aktuell im Kreis Gütersloh als mit dem Coronavirus infiziert – 12 mehr als am Samstag. Das hat die Gütersloher Kreisverwaltung am Sonntag mitgeteilt .

11.20 Uhr: Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Bad Essen

Eine 85-jährige Frau ist im Krankenhaus verstorben, weitere 27 Bewohner und 13 Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet worden: Das ist die bisherige Bilanz eines massiven Corona-Ausbruchs im Vitalis-Wohnpark im niedersächsischen Bad Essen.

Vitalis betreibt einen weiteren Wohnpark in Preußisch Oldendorf. Diese Einrichtung sei nicht betroffen, betonte Rebecca Jung, Sprecherin der Dr.-Becker-Klinikgruppe in Köln, die Eigentümerin der Häuser ist. Es gebe keinerlei Austausch von Personal, das sei schon aufgrund des Infektionsschutzgesetzes nicht möglich.

10.35 Uhr: Bewohner von Bünder Altenheim in Quarantäne

In Bünde sind 26 Bewohner des Altenheims Jacobi-Haus vorsorglich in Quarantäne. Dort wurde eine Betreuerin positiv getestet. Im gesamten Kreis Herford gibt es nun 77 aktuell bestätigte Fälle .

9.36 Uhr: Neun Städte und Kreise in NRW überschreiten Warnwert

In Nordrhein-Westfalen haben am Sonntag insgesamt neun Kreise und kreisfreie Städte über der wichtigen Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen gelegen. Ab diesem Wert gilt eine Region als Corona-Risikogebiet. Landesweit steckten sich 34,1 Menschen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen mit dem Virus an, wie das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit mitteilte - das waren 1,7 mehr als am Vortag. NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Neben der Stadt Essen überschritten auch der Kreis Unna und die Stadt Solingen die wichtige 50er-Grenze. Remscheid hingegen fiel mit einem Wert von 44,0 wieder aus der Liste der Corona-Risikogebiete raus.

Spitzenreiter in NRW war am Sonntag die Stadt Herne mit 86,3 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen - das war bundesweit der dritthöchste Wert aller 412 Kreise und kreisfreien Städte. Auch Hagen (71,0), Wuppertal (60,5) und Köln (59,7) lagen weit oberhalb der wichtigen 50er-Grenze. In der Stadt Hamm, die mehrere Wochen lang auch bundesweit die höchsten Neuansteckungs-Werte aller Kreise und kreisfreien Städte hatte, gingen die Werte weiter spürbar zurück auf nun 58,9. Dahinter folgten Essen (57,3), der Kreis Recklinghausen (56,8), der Kreis Unna (54,2) und die Stadt Solingen (51,5).

8.15 Uhr: Immer mehr Corona-Hotspots - Söder fordert 250 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer

Immer mehr große Städte in Deutschland werden zu Corona-Hotspots . Nachdem am Samstagmorgen Köln die Überschreitung der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet hatte, folgte am Abend Stuttgart .

Auch Berlin, Frankfurt und Bremen liegen über dieser Schwelle. Deutschlandweit gab es zum dritten Mal in Folge mehr als 4000 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen 4721 neue Fälle.

Mehrere Ministerpräsidenten riefen die Bürger eindringlich zu Achtsamkeit auf. «Es wird langsam gefährlich», sagte Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Corona sei genauso gefährlich wie im Frühjahr. «Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden», warnte Söder in der «Bild am Sonntag». Der CSU-Chef machte sich für ein bundeseinheitliches Bußgeld von 250 Euro beim Verweigern des Tragens von Masken stark. In Bayern gilt dies bereits.

7.30 Uhr: Trump nicht mehr ansteckend

Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend . Der jüngste Coronavirus-Test habe nach «gegenwärtig anerkannten Standards» gezeigt, dass der Präsident «kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt», erklärte Mediziner Sean Conley am Samstagabend (Ortszeit) in einem vom Weißen Haus verbreiteten Schreiben.

Er berief sich dabei auf Trumps jüngsten Test vom Samstagmorgen. Trump, der sich am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt, hat schon ab Montag wieder große Wahlkampfauftritte geplant.

6.16 Uhr: 3483 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen 3483 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag die Zahl bei 4516. Das Robert Koch-Institut meldete am Samstagmorgen 4721 neue Fälle. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 322.864 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 11.10., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9615. Das waren 11 mehr als am Vortag.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,42 (Vortag: 1,34). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Freitag bei 1,43 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Samstag, 10. Oktober

18 Uhr: Die Zahlen aus OWL 

Bielefeld
aktuell infiziert: 42 (-5)
Fälle insgesamt: 1046 (+19)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 76 (+7) 
Fälle insgesamt: 943  
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford
aktuell infiziert: 77 (+21)
Fälle insgesamt: 721 
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 112 (+10)
Fälle insgesamt: 3117 (+18)
davon Todesfälle: 21 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 18 (+5)
Fälle insgesamt: 457 
davon Todesfälle: 19  

Kreis Lippe

(Zahlen von Freitag) 
aktuell infiziert: 52 (-8) 
Fälle insgesamt: 1043 (+4)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke

(Zahlen von Freitag) 
aktuell infiziert: 87 (+9)
Fälle insgesamt: 989 (+13)
davon Todesfälle: 15

17.44 Uhr: Queen ehrt fast 1500 Briten

Anlässlich ihres Geburtstages verleiht die Queen jedes Jahr etliche Auszeichnungen an ihr Volk. Dieses Mal sind vor allem Frauen und Männer für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie geehrt worden - etwa Krankenpfleger, Sozialarbeiter und Fußballer. Es habe aber keine offizielle Zeremonie gegeben, sagte am Samstag eine Sprecherin des Buckingham-Palastes der Deutschen Presse-Agentur in London.

16.37 Uhr: Corona-Lage in Bielefeld verschärft sich: Die Feiern sind das Problem

„Die Situation ist noch nicht katastrophal, aber sehr ernst. Wir müssen in Bielefeld aufpassen, dass uns die Lage nicht entgleitet.“ Das sind die Worte des Krisenstabsleiters Ingo Nürnberger zur aktuellen Corona-Situation in der Stadt.

Die Bundeswehr hat ihre Arbeit aufgenommen. Zehn Kräfte helfen zunächst befristet bis zum 1. November bei der Mammutaufgabe Kontaktnachverfolgung. Das Gesundheitsamt mit derzeit 43 Mitarbeitern arbeitet fast rund um die Uhr, ist längst am Limit. Allein wegen der Hochzeitsfeiern mussten zuletzt Hunderte von Kontakten nachvollzogen werden. Ziel ist es nach wie vor, die Infektionsketten aufzuspüren und zu durchbrechen. Hinzu kommen täglich mehrere hundert E-Mails und Nachfragen von Bielefeldern rund um das Virus.

15.53 Uhr: SPD will Recht auf Homeoffice weiterhin durchsetzen

Corona hat das Arbeiten von zu Hause für viele schlagartig zur Normalität gemacht - aus der Not heraus. Aber sollen Beschäftigte künftig auch einen Anspruch darauf haben? Die Idee ist umstritten.  Die SPD pocht auf einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice.

Die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Katja Mast, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Für die SPD-Bundestagsfraktion ist das Recht auf mobiles Arbeiten noch längst nicht vom Tisch. Wer politisch mutig vorangeht, muss mit Widerständen rechnen, das sind wir gewohnt. Deshalb werden wir auch nicht nachlassen.»In der Union gibt es erheblichen Widerstand gegen die Pläne. Ein Entwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) war vom Bundeskanzleramt zunächst gestoppt worden.

14.02 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen ziehen schweigend durch Berlin

Zahlreiche Gegner der Corona-Politik in Deutschland sind schweigend durch Berlin gezogen. Es seien mehrere Tausend Teilnehmer vor Ort, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Angemeldet war die Demonstration, die am Mittag am Adenauerplatz startete, unter dem Titel „Schweigemarsch gegen Rassismus und für unsere Menschenrechte“. Vom Anmelder angekündigt waren laut Polizei 20 000 Teilnehmer. Ziel sollte am Nachmittag der Große Stern sein.

Die Teilnehmer des Marsches hielten Abstand zueinander und trugen größtenteils Mund-Nasen-Schutz, als sie den Kurfürstendamm entlangliefen. Es gab zunächst keine politischen Bekundungen. Teilnehmer waren im Online-Aufruf zur Demo dazu angehalten worden, Schilder, Banner, Fahnen und Kleidung mit Parolen und Symbolen zu Hause zu lassen. Im ersten Block wolle man „möglichst ausschließlich Frauen laufen lassen“, hieß es.

13.15 Uhr: Dobrindt fürchtet „faktischen Lockdown“

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht angesichts der deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen die Gefahr eines Lockdowns. „Die aktuellen Corona-Zahlen zeigen: Die Befürchtungen sind real, dass wir im Dezember zu täglichen Infektionszahlen von über 19.000 kommen können, wenn wir politisch nicht entschlossen handeln“, sagte Dobrindt am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen eine solche Entwicklung dringend vermeiden, um nicht in eine Art faktischen Lockdown zu kommen, weil sich zu viele Menschen in Deutschland gleichzeitig in Quarantäne aufhalten müssen.“

Gerade in Großstädten wie Berlin lasse die Disziplin erkennbar nach, und die Stadtpolitik mache erhebliche Fehler, kritisierte der CSU-Politiker. Dobrindt nannte die Zulassung großer Feiern und Festivals sowie fehlende Kontrollen bei der Einhaltung von Hygiene-Regeln.

11.54 Uhr: NRW will kostenfreie Corona-Tests für Urlauber aus Hotspots im Land

Das Land Nordrhein-Westfalen will in den Herbstferien kostenlose Testmöglichkeiten für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten ermöglichen. Das Gesundheitsministerium habe am Freitag einen entsprechenden Erlass an die Kommunen versendet, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag mit.

Wer aus einer Region komme, in der der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche erreicht oder überschritten sei und für eine innerdeutsche Reise einen negativen Test brauche, solle sich kostenfrei testen lassen können. Die Laborkosten werden aus dem Gesundheitsfonds des Bundes übernommen, das Land trägt die Abstrichkosten der Ärzte, hieß es weiter.

10.17 Uhr: Covid-19-Fehlermeldesystem soll Kliniken, Praxen und Heimen helfen

Die Gesellschaft für Risikoberatung in Detmold hat gemeinsam mit weiteren Fachleuten ein Corona-Fehlermeldesystem entwickelt . „Covid-19 Special“ soll Kliniken, Pflegeheime und Arztpraxen helfen, aus Fehlern im Umgang mit Infizierten oder Verdachtsfällen zu lernen, um diese künftig zu vermeiden, wie Geschäftsführer Peter Gausmann dem Evangelischen Pressedienst (epd) erläuterte. 

Jeder Arzt oder Pfleger, aber auch jeder Patient und jeder Bürger könne in dem Online-Portal kritische Ereignisse, Versäumnisse, Sicherheitslücken und Fehler melden und sich über gemeldete Fehler informieren.

9.30 Uhr: Rummenigge fordert einheitliche Lösung für Fan-Zulassung

Nach dem Zuschauerverbot in Münchner Stadien bis Ende des Monats hat sich Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge für eine bundesweit einheitliche Regelung ausgesprochen . Die Stadt München hatte mitgeteilt, dass wegen der gestiegenen Corona-Zahlen Fußball-Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt mindestens bis zum 25. Oktober ohne Fans stattfinden.

Das nächste Heimspiel danach ist das gegen Werder Bremen am 21. November. In der Bundesliga zählt der FC Bayern zu den wenigen Teams, die bislang auf Zuschauer im eigenen Stadion verzichten mussten.

8.45 Uhr: Sieben Städte und Kreise in NRW über Corona-Warnwert

In Nordrhein-Westfalen haben am Samstag insgesamt sieben Kreise und kreisfreie Städte über der wichtigen Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gelegen. Ab diesem Wert gilt eine Region als Corona-Risikogebiet. Landesweit steckten sich 32,4 Menschen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen mit dem Coronavirus an, wie das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit mitteilte. NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Spitzenreiter war am Samstag die Stadt Herne mit 66,5 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Hamm, die mehrere Wochen lang auch bundesweit an der Spitze aller Kreise und kreisfreien Städte gestanden hatte, kam noch auf einen Wert von 64,5. Dahinter folgten Wuppertal (55,2), Hagen (55,1), Köln (54,8) , Recklinghausen (52,3) und Remscheid (51,2).

Das Überschreiten der 50er-Marke hat Auswirkungen etwa für Urlauber, die jetzt in den Herbstferien in mehreren deutschen Ferienregionen einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Zudem sind die Regionen ab diesem Wert verpflichtet, weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben zu erlassen.

7.15 Uhr: Experten: Corona-Schnelltests sollten gezielt eingesetzt werden

Corona-Schnelltests sollten nach Ansicht von Experten zunächst gezielt für den Schutz von Risikogruppen eingesetzt werden - und nicht etwa, um Veranstaltungen zu ermöglichen. „Wir müssen hier mit dem Werkzeug, was wir zur Verfügung haben, prioritär vorgehen“, sagte Gérard Krause, leitender Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig. Das bedeute, Schnelltests, wie die derzeit erprobten Antigen-Tests, an den Orten anzuwenden, wo eine Infektion schneller tödliche Folgen haben könnte.

Das sieht auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek so. Mit Blick auf Kulturveranstaltungen sagte sie: „Solange wir begrenzte Kapazitäten haben, müssen wir priorisieren.“ Zunächst gelte es sicherzustellen, dass die Schulen offen bleiben und die Pflegeheime sicher sind. Beide Experten sprachen sich dafür aus, dass auch bei Schnelltests weiterhin medizinisches Personal die Abstriche nehmen müsse - und sich nicht etwa jeder zuhause selbst testen sollte.

6.32 Uhr: Trump will vor Anhängern am Weißen Haus sprechen

US-Präsident Donald Trump will am Samstag Anhänger vor dem Weißen Haus für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach der Covid-19-Erkrankung versammeln. Trump werde bei einem «friedlichen Protest für Recht und Ordnung» auf der Südwiese seiner Residenz sprechen, teilte das Weiße Haus am Freitagabend (Ortszeit) mit . US-Medien hatten zuvor berichtet, rund 2000 Personen seien eingeladen worden. Trump wolle sich vom Balkon des Weißen Hauses an sie wenden.

Unterdessen wurde die für kommende Woche geplante zweite TV-Debatte von Trump und Biden offiziell abgesagt. Die Kontrahenten sollen aber wie geplant am 22. Oktober aufeinandertreffen

5.00 Uhr: Drosten: Bald wieder mehr bundeseinheitliche Regeln nötig

Der Virologe Christian Drosten hält in den kommenden Monaten wieder mehr bundeseinheitliche Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für notwendig. «Es ist gut, wenn es klare Regeln gibt. Das ist ganz eindeutig», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie durchzusetzen sei angesichts einer regional unterschiedlichen Häufigkeit der Krankheit derzeit verständlicherweise noch schwierig, räumte der Experte ein. Er betonte aber: «Das Virus wird sich immer gleichmäßiger verteilen. Wir werden mehr und mehr in eine Situation kommen, wo man besser pauschal reguliert».

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga beklagte die unterschiedlichen Regeln bei der Beherbergung von Gästen aus deutschen Risikogebieten. «Es ist völlig unbefriedigend, dass wir keine bundeseinheitlichen Regelwerke haben», sagte Verbands-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der «Passauer Neuen Presse». Gäste wie Hoteliers hätten unzählige Fragen und wüssten nicht, was jetzt im Detail gelte. «Daher muss dringend mehr Einheitlichkeit her», forderte Hartges. So müsse zum Beispiel generell klar sein, dass Geschäftsreisende von den Beherbergungsverboten ausgenommen werden.

Freitag, 9. Oktober

20.43 Uhr: Mehr als 20.000 Neuinfektionen an einem Tag in Frankreich

Frankreich hat mit 20.339 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Rekord erzielt. Wie die Behörden am Freitagabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 18.746 neuen Fällen vom vergangenen Mittwoch überschritten. Es wurden 62 neue Todesfälle gezählt.

Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Gesundheitsminister Olivier Véran warnte zuletzt, dass sich die Lage im Land weiter verschlechtere. Für vier neue Städte - Lyon, Lille, Grenoble und Saint-Étienne - wurde die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Sie gilt außerdem in Paris, Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe.

18.19 Uhr: Söder: Nächste Woche wieder Corona-Beratungen der Länder mit Merkel

Angesichts der wieder drastisch gestiegenen Corona-Zahlen soll es kommende Woche voraussichtlich wieder Beratungen aller Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben. Das kündigte Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) am Freitag vor einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz an der bayerisch-österreichischen Grenze bei Bad Reichenhall an. Die Lage sei leider außerordentlich ernst. «Wir sind kurz vor einer exponentiellen Entwicklung», warnte der CSU-Vorsitzende. Man müsse deshalb über die «Eindämmungsstrategie» sprechen. Nach dpa-Informationen sollen die Beratungen am Mittwochnachmittag sein.

17.50 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe: 85 Neuinfektionen

(in Klammen der Vergleich zum Vortag)

Von den 85 registrierten Neuinfektionen in OWL wurden 33 aus dem Kreis Gütersloh gemeldet. Dort ist auch die höchste Zahl an akut Infizierten bekannt. Der Anstieg habe verschiedene Gründe, teilte der Kreis mit: "Ansteckungen im familiären und sozialen Umfeld, Ansteckung in einer Gemeinschaftsunterkunft und auch wieder mehrere positive Fälle bei dem Unternehmen Tönnies."

In der Bibelschule in Lemgo-Brake gibt es 13 bestätigte Coronafälle, wie der Kreis Lippe mitteilte. Nicht alle fielen in die Zuständigkeit des Kreises, da sie aus ganz Deutschland kämen. Für alle Betroffenen, die in Lippe wohnen, habe das Gesundheitsamt Quarantäne und einen Abstrich angeordnet. Mit der Bibelschule seien zahlreiche Maßnahmen über das ursprüngliche Hygienekonzept hinaus abgestimmt worden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.
Außerdem gibt es nach Angaben des Kreises Lippe am Niklas-Luhmann-Gymnasium in Oerlinghausen einen positiven Coronafall. Zehn Personen müssten in Quarantäne und seien bereits getestet worden.

Bielefeld
aktuell infiziert: 47 (-6)
Fälle insgesamt: 1027 (+17)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 69 (+5)
Fälle insgesamt: 936 (+5)
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford
aktuell infiziert: 57 (+4)
Fälle insgesamt: 700 (+10)
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 102 (+25)
Fälle insgesamt: 3099 (+33)
davon Todesfälle: 21 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 13 (+1)
Fälle insgesamt: 452 (+3)
davon Todesfälle: 19  

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 52 (-8)
Fälle insgesamt: 1043 (+4)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 87 (+9)
Fälle insgesamt: 989 (+13)
davon Todesfälle: 15

17.13 Uhr: Infektionskennziffer jetzt auch in Solingen über 50

Auch Solingen hat am Freitag den kritischen Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. Der Wert liege aktuell bei 50,9, teilte die Stadt am Freitagnachmittag mit. Damit gilt Solingen als Corona-Risikogebiet. Das Infektionsgeschehen sei «diffus», so die Stadt, es gebe keine Hotspots. «Die Menschen stecken sich unter anderem in den Familien, bei privaten Feiern, in Sportvereinen an.»

16.41 Uhr: Dresden verbietet Großveranstaltungen

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen sind in Dresden Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern ab sofort verboten. Die Regelung gelte mindestens bis zum 16. Oktober, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. In den vergangenen sieben Tagen hatte es in der Stadt mehr als 22 bestätigte Fälle auf 100.000 Einwohner gegeben. Erst wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auf weniger als 20 fällt, sind größere Veranstaltungen wieder erlaubt. Verboten sind demnach aktuell Sportveranstaltungen, aber auch Messen, Jahrmärkte, Konferenzen und Konzerte mit mehr als 1000 Besuchern.

«Wir alle haben mit steigenden Corona-Infektionen im Herbst gerechnet. Nun sind sie da und wir ‎alle haben es in der Hand‎», erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Er rief dazu auf, Abstand zu halten, auf unnötige Kontakte zu verzichten und überall dort einen Mundschutz zu tragen, wo man sich nicht anders schützen könne.

16.31 Uhr: Gündogan warnt nach Covid-19-Erkrankung: Das war «kein Vergnügen»

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat nach überstandener Covid-19-Erkrankung eindringlich vor dem Coronavirus gewarnt. «Zwischenzeitlich hatte es mich schon stark getroffen», sagte Gündogan. «Erst nach etlichen Tagen ging es mir nach und nach besser. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht erinnern, wann es mich bei einem Infekt zuletzt mal so getroffen hatte.» Inzwischen gehe es ihm wieder «soweit gut».

Der Profi von Manchester City warnte davor, dass Coronavirus zu unterschätzen. «Mit diesem Virus ist einfach nicht zu scherzen», stellte der 29-Jährige klar. Man müsse es aufgrund der aktuellen Zahlen wieder viel ernster nehmen. In sozialen Medien hätten einige Nutzer kommentiert, er würde «zu Hause chillen und dann wieder trainieren», so Gündogan. «Alles, was ich zu diesen Leuten nur sagen kann, ist: Nein! Unglücklicherweise war das kein Vergnügen.»

Wo er sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, könne er sich nicht erklären, berichtete er. «Ich halte mich an alle Regeln, aber komplett ausschließen kann man es leider nie, egal wie vorsichtig man ist», so Gündogan. «Andere haben möglicherweise gar keine Symptome, sind aber trotzdem positiv und infizieren somit weitere Mitmenschen.»

Als Leistungssportler gehöre er nicht zur Risikogruppe, betonte der Mittelfeldspieler, als Person der Öffentlichkeit wolle er aber warnen. Der Nationalspieler forderte dazu auf, sich an die derzeit geltenden Regeln zu halten. «Abstände einhalten und vor allem eine Maske tragen», mahnte Gündogan, der bei den anstehenden DFB-Länderspielen in der Nations League nicht dabei ist. Er solle sich bei seinem Club Man City weiter auskurieren, hatte der DFB mitgeteilt.«Es gibt Millionen von Menschen, die gefährdet sind. Jeder Mensch muss daher seiner Verantwortung gerecht werden, auch wenn man selbst vielleicht nicht stärker gefährdet ist.»

15.35 Uhr: Grundschulkind in Bad Driburg infiziert

Ein Kind aus einer dritten Klasse der Schule unter der Iburg in Bad Driburg im Kreis Höxter ist am Donnerstag positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Kontaktpersonen müssen nun erstmal zuhause bleiben.

15.20 Uhr: Merkel dringt auf zusätzliche Corona-Eindämmung in Großstädten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt angesichts stark steigender Corona-Infektionen auf zusätzliche Maßnahmen in den großen Städten, um die Corona-Lage insgesamt im Griff zu halten. An der Entwicklung in den Ballungsräumen zeige sich, «ob wir die Pandemie in Deutschland unter Kontrolle halten können oder ob uns die Kontrolle entgleitet», sagte Merkel am Freitag in Berlin nach einer Videokonferenz mit Spitzenvertretern der elf größten Städte.

Diese Tage und Wochen seien entscheidend dafür, wie Deutschland im Winter dastehe. Ziel müsse sein, die Zahlen in einem Bereich zu halten, in dem möglichst jede einzelne Infektion nachverfolgt und jeder Kontakt erreicht und gewarnt werden könne. Merkel warb um Verständnis für Beschränkungen wie Sperrstunden und Alkoholverbote, die die Gastronomie hart treffen. Oberstes Ziel sei aber, das öffentliche Leben wenn irgend möglich nicht nochmals so weitgehend herunterzufahren, wie dies im Frühjahr notwendig gewesen sei.

15.14 Uhr: Umfrage: Mehrheit für Quarantänepflicht bei innerdeutschen Reisen

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich einer Umfrage zufolge für eine Quarantänepflicht für Reisende aus deutschen Corona-Risikogebieten bei Inlandsreisen aus. 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Menschen im Inland ähnlich wie bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten quarantänepflichtig werden sollten, wie aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer von Freitag hervorgeht. Rund ein Drittel sprechen sich dagegen aus.

Mehr Menschen als noch im vergangenen Monat sind zudem für weitergehende Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Im Vergleich zu September stieg der entsprechende Anteil um fünf Prozentpunkte auf 23 Prozent. 64 Prozent der Befragten halten die geltenden Maßnahmen für richtig (minus 5 Prozentpunkte). 12 Prozent aller Befragten finden die Schutzmaßnahmen übertrieben (plus ein Prozentpunkt). Knapp die Hälfte der Befragten glaubt allerdings, dass ihre Gesundheit durch das Virus nicht gefährdet sei.

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv sprachen sich 60 Prozent der Befragten gegen ähnlich weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie im Frühjahr aus. 38 Prozent der Befragten würden solche Maßnahmen jedoch befürworten, wenn die Infektionszahlen in Deutschland in den kommenden Wochen ähnlich stark wie im April ansteigen.

15.11 Uhr: Merkel appelliert in Corona-Krise an junge Leute

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen einen Appell vor allem an junge Leute gerichtet, sich an Regeln zu halten. Merkel sagte am Freitag in Berlin nach Beratungen mit Oberhäuptern von Großstädten, junge Menschen fänden Einschränkungen von Feiern oder eine Sperrstunde vielleicht übertrieben. Sie fragte dann aber, ob es nicht wert sei, ein wenig Geduld zu haben und an die Familie und Großeltern zu denken. Sie erwähnte auch die Chance etwa auf Ausbildungsplätze. Oberste Priorität sei es, die Wirtschaft am Laufen zu halten und dass Kinder und Jugendliche auf Kitas und Schulen gehen könnten.

13.10 Uhr: Trotz Corona: Am Samstag 14 Hochzeiten in Bielefeld

In Bielefeld sind Feiern, insbesondere Hochzeitsfeiern mit einer großen Anzahl von Gästen, in den Fokus geraten. Am Samstag, 10. Oktober, einem offenbar beliebten Datum sind 14 Hochzeiten in der Stadt angemeldet.

Nach Angaben der Stadt sind davon nur bei einer Hochzeit weniger als 50 Gäste eingeladen, auf den meisten Feiern werden 50 bis 100 Leute sein, aber auch ein paar mit mehr als 100 Gästen sind dabei. Alle Feiern werden von gut 20 Mitarbeitern des Ordnungsamts kontrolliert.

Derweil gibt es Erkenntnisse, dass auf nun drei Hochzeiten in Bielefeld in den vergangenen Wochen Infizierte anwesend waren. Die Kontaktnachverfolgungen laufen. Bei dieser Aufgabe hilft inzwischen auch die Bundeswehr.

11.04 Uhr: Michael Wendler steigt als Juror bei «DSDS» aus - Vorgehen in der Corona-Pandemie sei der Grund

Schlagersänger Michael Wendler sorgt mit seinem angekündigten Ausstieg als Juror bei der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» für Aufsehen - vor allem  wegen seiner Begründung.

Er gehe mit sofortiger Wirkung, sagte Wendler am Donnerstagabend in einer Instagram-Story. Dabei war Wendler gerade erst bei DSDS präsentiert worden. Als Grund nannte der 48-Jährige das Vorgehen von Bundesregierung und Medien in der Corona-Pandemie. Seine Stellungnahme hatte umgehend Folgen: Ein Werbepartner distanzierte sich wenig später. Komiker Oliver Pocher präsentierte noch am Abend eine Sondersendung. In den sozialen Medien wird erregt diskutiert.

9.13 Uhr: Mehr als 4500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 4516 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich angestiegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 314.660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9589. Das waren 11 mehr als am Vortag. Rund 271.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

8.16 Uhr: Neuer Corona-Ausbruch und ASP belasten Tönnies und Bauern

Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies hat schwer zu kämpfen – und mit ihm viele Schweinebauern hierzulande. Der akute Corona-Ausbruch bei der Tochter Weidemark im emsländischen Sögel sorgt für neue Probleme. Zudem belastet das wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) für deutsche Standorte verhängte Exportverbot für den wichtigen Auslandsmarkt China das Unternehmen.

Dem Konzern droht auch wirtschaftlich eines der schwierigsten Jahre seiner Geschichte.

6.24 Uhr: Großstädte wollen Corona-Anstieg bremsen

Angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute (12.30 Uhr) mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage.

An der Videokonferenz werden nach Angaben eines Regierungssprechers die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen.

Die Corona-Entwicklung gerade in den Großstädten besorgt die Politik zunehmend. In Berlin, Frankfurt und weiteren Städten wie Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert überschritten.

+++  Hier geht es zu Blog-Teil 12 (15. September bis 8. Oktober).  +++

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