Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: 85 neue Fälle in OWL - Infektion an Grundschule in Bad Driburg - Auch Solingen jetzt Risikogebiet - Merkel dringt auf Eindämmung in Großstädten - In Umfrage Mehrheit für Quarantänepflicht bei innerdeutschen Reisen

Bielefeld (WB/dpa/gl). Das Coronavirus hat die Gesellschaft und das Leben eines jeden Einzelnen verändert. Wie geht es weiter? Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Freitag, 09.10.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 10.10.2020, 05:30 Uhr
Symbolbild Foto: dpa

Infos zum Coronavirus

Eine Auswahl an Telefon-Hotlines: Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22; Einheitliche Behördenrufnummer: 115 (www.115.de); Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100; neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt .

Und hier gibt das Robert-Koch-Institut einen Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland . Das RKI hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier .

Lesen Sie hier  Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März), hier  Teil 2 (15. März bis 6. April), hier   Teil 3 (6. April bis 30. April),  hier  Teil 4 (1. Mai bis 9. Mai), hier  Teil 5 (10. Mai bis 1. Juni) , hier  Teil 7 (18. Juni bis 22. Juni) , hier  Teil 8 (23. Juni bis 5. Juli) , hier  Teil 9 (6. bis 21. Juli) , hier  Teil 10 (22. Juli bis 19. August)  und hier Teil 11 (20. August bis 14. September) .

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NEWSBLOG

+++ Wir setzen unsere Berichterstattung hier fort. +++

Freitag, 9. Oktober

20.43 Uhr: Mehr als 20.000 Neuinfektionen an einem Tag in Frankreich

Frankreich hat mit 20.339 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Rekord erzielt. Wie die Behörden am Freitagabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 18.746 neuen Fällen vom vergangenen Mittwoch überschritten. Es wurden 62 neue Todesfälle gezählt.
Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Gesundheitsminister Olivier Véran warnte zuletzt, dass sich die Lage im Land weiter verschlechtere. Für vier neue Städte - Lyon, Lille, Grenoble und Saint-Étienne - wurde die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Sie gilt außerdem in Paris, Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe.

18.19 Uhr: Söder: Nächste Woche wieder Corona-Beratungen der Länder mit Merkel

Angesichts der wieder drastisch gestiegenen Corona-Zahlen soll es kommende Woche voraussichtlich wieder Beratungen aller Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben. Das kündigte Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) am Freitag vor einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz an der bayerisch-österreichischen Grenze bei Bad Reichenhall an. Die Lage sei leider außerordentlich ernst. «Wir sind kurz vor einer exponentiellen Entwicklung», warnte der CSU-Vorsitzende. Man müsse deshalb über die «Eindämmungsstrategie» sprechen. Nach dpa-Informationen sollen die Beratungen am Mittwochnachmittag sein.

17.50 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe: 85 Neuinfektionen

(in Klammen der Vergleich zum Vortag)

Von den 85 registrierten Neuinfektionen in OWL wurden 33 aus dem Kreis Gütersloh gemeldet. Dort ist auch die höchste Zahl an akut Infizierten bekannt. Der Anstieg habe verschiedene Gründe, teilte der Kreis mit: "Ansteckungen im familiären und sozialen Umfeld, Ansteckung in einer Gemeinschaftsunterkunft und auch wieder mehrere positive Fälle bei dem Unternehmen Tönnies."

In der Bibelschule in Lemgo-Brake gibt es 13 bestätigte Coronafälle, wie der Kreis Lippe mitteilte. Nicht alle fielen in die Zuständigkeit des Kreises, da sie aus ganz Deutschland kämen. Für alle Betroffenen, die in Lippe wohnen, habe das Gesundheitsamt Quarantäne und einen Abstrich angeordnet. Mit der Bibelschule seien zahlreiche Maßnahmen über das ursprüngliche Hygienekonzept hinaus abgestimmt worden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.
Außerdem gibt es nach Angaben des Kreises Lippe am Niklas-Luhmann-Gymnasium in Oerlinghausen einen positiven Coronafall. Zehn Personen müssten in Quarantäne und seien bereits getestet worden.

Bielefeld
aktuell infiziert: 47 (-6)
Fälle insgesamt: 1027 (+17)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 69 (+5)
Fälle insgesamt: 936 (+5)
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford
aktuell infiziert: 57 (+4)
Fälle insgesamt: 700 (+10)
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 102 (+25)
Fälle insgesamt: 3099 (+33)
davon Todesfälle: 21 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 13 (+1)
Fälle insgesamt: 452 (+3)
davon Todesfälle: 19  

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 52 (-8)
Fälle insgesamt: 1043 (+4)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 87 (+9)
Fälle insgesamt: 989 (+13)
davon Todesfälle: 15

17.13 Uhr: Infektionskennziffer jetzt auch in Solingen über 50

Auch Solingen hat am Freitag den kritischen Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. Der Wert liege aktuell bei 50,9, teilte die Stadt am Freitagnachmittag mit. Damit gilt Solingen als Corona-Risikogebiet. Das Infektionsgeschehen sei «diffus», so die Stadt, es gebe keine Hotspots. «Die Menschen stecken sich unter anderem in den Familien, bei privaten Feiern, in Sportvereinen an.»

16.41 Uhr: Dresden verbietet Großveranstaltungen

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen sind in Dresden Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern ab sofort verboten. Die Regelung gelte mindestens bis zum 16. Oktober, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. In den vergangenen sieben Tagen hatte es in der Stadt mehr als 22 bestätigte Fälle auf 100.000 Einwohner gegeben. Erst wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auf weniger als 20 fällt, sind größere Veranstaltungen wieder erlaubt. Verboten sind demnach aktuell Sportveranstaltungen, aber auch Messen, Jahrmärkte, Konferenzen und Konzerte mit mehr als 1000 Besuchern.

«Wir alle haben mit steigenden Corona-Infektionen im Herbst gerechnet. Nun sind sie da und wir ‎alle haben es in der Hand‎», erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Er rief dazu auf, Abstand zu halten, auf unnötige Kontakte zu verzichten und überall dort einen Mundschutz zu tragen, wo man sich nicht anders schützen könne.

16.31 Uhr: Gündogan warnt nach Covid-19-Erkrankung: Das war «kein Vergnügen»

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat nach überstandener Covid-19-Erkrankung eindringlich vor dem Coronavirus gewarnt. «Zwischenzeitlich hatte es mich schon stark getroffen», sagte Gündogan. «Erst nach etlichen Tagen ging es mir nach und nach besser. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht erinnern, wann es mich bei einem Infekt zuletzt mal so getroffen hatte.» Inzwischen gehe es ihm wieder «soweit gut».

Der Profi von Manchester City warnte davor, dass Coronavirus zu unterschätzen. «Mit diesem Virus ist einfach nicht zu scherzen», stellte der 29-Jährige klar. Man müsse es aufgrund der aktuellen Zahlen wieder viel ernster nehmen. In sozialen Medien hätten einige Nutzer kommentiert, er würde «zu Hause chillen und dann wieder trainieren», so Gündogan. «Alles, was ich zu diesen Leuten nur sagen kann, ist: Nein! Unglücklicherweise war das kein Vergnügen.»

Wo er sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, könne er sich nicht erklären, berichtete er. «Ich halte mich an alle Regeln, aber komplett ausschließen kann man es leider nie, egal wie vorsichtig man ist», so Gündogan. «Andere haben möglicherweise gar keine Symptome, sind aber trotzdem positiv und infizieren somit weitere Mitmenschen.»

Als Leistungssportler gehöre er nicht zur Risikogruppe, betonte der Mittelfeldspieler, als Person der Öffentlichkeit wolle er aber warnen. Der Nationalspieler forderte dazu auf, sich an die derzeit geltenden Regeln zu halten. «Abstände einhalten und vor allem eine Maske tragen», mahnte Gündogan, der bei den anstehenden DFB-Länderspielen in der Nations League nicht dabei ist. Er solle sich bei seinem Club Man City weiter auskurieren, hatte der DFB mitgeteilt.«Es gibt Millionen von Menschen, die gefährdet sind. Jeder Mensch muss daher seiner Verantwortung gerecht werden, auch wenn man selbst vielleicht nicht stärker gefährdet ist.»

15.35 Uhr: Grundschulkind in Bad Driburg infiziert

Ein Kind aus einer dritten Klasse der Schule unter der Iburg in Bad Driburg im Kreis Höxter ist am Donnerstag positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Kontaktpersonen müssen nun erstmal zuhause bleiben.

15.20 Uhr: Merkel dringt auf zusätzliche Corona-Eindämmung in Großstädten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt angesichts stark steigender Corona-Infektionen auf zusätzliche Maßnahmen in den großen Städten, um die Corona-Lage insgesamt im Griff zu halten. An der Entwicklung in den Ballungsräumen zeige sich, «ob wir die Pandemie in Deutschland unter Kontrolle halten können oder ob uns die Kontrolle entgleitet», sagte Merkel am Freitag in Berlin nach einer Videokonferenz mit Spitzenvertretern der elf größten Städte.

Diese Tage und Wochen seien entscheidend dafür, wie Deutschland im Winter dastehe. Ziel müsse sein, die Zahlen in einem Bereich zu halten, in dem möglichst jede einzelne Infektion nachverfolgt und jeder Kontakt erreicht und gewarnt werden könne. Merkel warb um Verständnis für Beschränkungen wie Sperrstunden und Alkoholverbote, die die Gastronomie hart treffen. Oberstes Ziel sei aber, das öffentliche Leben wenn irgend möglich nicht nochmals so weitgehend herunterzufahren, wie dies im Frühjahr notwendig gewesen sei.

15.14 Uhr: Umfrage: Mehrheit für Quarantänepflicht bei innerdeutschen Reisen

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich einer Umfrage zufolge für eine Quarantänepflicht für Reisende aus deutschen Corona-Risikogebieten bei Inlandsreisen aus. 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Menschen im Inland ähnlich wie bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten quarantänepflichtig werden sollten, wie aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer von Freitag hervorgeht. Rund ein Drittel sprechen sich dagegen aus.

Mehr Menschen als noch im vergangenen Monat sind zudem für weitergehende Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Im Vergleich zu September stieg der entsprechende Anteil um fünf Prozentpunkte auf 23 Prozent. 64 Prozent der Befragten halten die geltenden Maßnahmen für richtig (minus 5 Prozentpunkte). 12 Prozent aller Befragten finden die Schutzmaßnahmen übertrieben (plus ein Prozentpunkt). Knapp die Hälfte der Befragten glaubt allerdings, dass ihre Gesundheit durch das Virus nicht gefährdet sei.

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv sprachen sich 60 Prozent der Befragten gegen ähnlich weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie im Frühjahr aus. 38 Prozent der Befragten würden solche Maßnahmen jedoch befürworten, wenn die Infektionszahlen in Deutschland in den kommenden Wochen ähnlich stark wie im April ansteigen.

15.11 Uhr: Merkel appelliert in Corona-Krise an junge Leute

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen einen Appell vor allem an junge Leute gerichtet, sich an Regeln zu halten. Merkel sagte am Freitag in Berlin nach Beratungen mit Oberhäuptern von Großstädten, junge Menschen fänden Einschränkungen von Feiern oder eine Sperrstunde vielleicht übertrieben. Sie fragte dann aber, ob es nicht wert sei, ein wenig Geduld zu haben und an die Familie und Großeltern zu denken. Sie erwähnte auch die Chance etwa auf Ausbildungsplätze. Oberste Priorität sei es, die Wirtschaft am Laufen zu halten und dass Kinder und Jugendliche auf Kitas und Schulen gehen könnten.

13.10 Uhr: Trotz Corona: Am Samstag 14 Hochzeiten in Bielefeld

In Bielefeld sind Feiern, insbesondere Hochzeitsfeiern mit einer großen Anzahl von Gästen, in den Fokus geraten. Am Samstag, 10. Oktober, einem offenbar beliebten Datum sind 14 Hochzeiten in der Stadt angemeldet.

Nach Angaben der Stadt sind davon nur bei einer Hochzeit weniger als 50 Gäste eingeladen, auf den meisten Feiern werden 50 bis 100 Leute sein, aber auch ein paar mit mehr als 100 Gästen sind dabei. Alle Feiern werden von gut 20 Mitarbeitern des Ordnungsamts kontrolliert.

Derweil gibt es Erkenntnisse, dass auf nun drei Hochzeiten in Bielefeld in den vergangenen Wochen Infizierte anwesend waren. Die Kontaktnachverfolgungen laufen. Bei dieser Aufgabe hilft inzwischen auch die Bundeswehr.

11.04 Uhr: Michael Wendler steigt als Juror bei «DSDS» aus - Vorgehen in der Corona-Pandemie sei der Grund

Schlagersänger Michael Wendler sorgt mit seinem angekündigten Ausstieg als Juror bei der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» für Aufsehen - vor allem  wegen seiner Begründung.

Er gehe mit sofortiger Wirkung, sagte Wendler am Donnerstagabend in einer Instagram-Story. Dabei war Wendler gerade erst bei DSDS präsentiert worden. Als Grund nannte der 48-Jährige das Vorgehen von Bundesregierung und Medien in der Corona-Pandemie. Seine Stellungnahme hatte umgehend Folgen: Ein Werbepartner distanzierte sich wenig später. Komiker Oliver Pocher präsentierte noch am Abend eine Sondersendung. In den sozialen Medien wird erregt diskutiert.

9.13 Uhr: Mehr als 4500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 4516 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich angestiegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 314.660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9589. Das waren 11 mehr als am Vortag. Rund 271.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

8.16 Uhr: Neuer Corona-Ausbruch und ASP belasten Tönnies und Bauern

Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies hat schwer zu kämpfen – und mit ihm viele Schweinebauern hierzulande. Der akute Corona-Ausbruch bei der Tochter Weidemark im emsländischen Sögel sorgt für neue Probleme. Zudem belastet das wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) für deutsche Standorte verhängte Exportverbot für den wichtigen Auslandsmarkt China das Unternehmen.

Dem Konzern droht auch wirtschaftlich eines der schwierigsten Jahre seiner Geschichte.

6.24 Uhr: Großstädte wollen Corona-Anstieg bremsen

Angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute (12.30 Uhr) mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage.

An der Videokonferenz werden nach Angaben eines Regierungssprechers die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen.

Die Corona-Entwicklung gerade in den Großstädten besorgt die Politik zunehmend. In Berlin, Frankfurt und weiteren Städten wie Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert überschritten.

Donnerstag, 8. Oktober

20.49 Uhr: Infektionszahl klettert auch in Portugal rapide

Das Coronavirus macht auch dem bisher relativ gut durch die Krise gekommenen Portugal immer mehr zu schaffen. Mit 1278 Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldete die Gesundheitsbehörde DGS am Donnerstag in Lissabon die zweithöchste Ansteckungszahl seit Ausbruch der Pandemie.

Mehr neue Fälle wurden nur ein einziges Mal vor knapp sechs Monaten erfasst: Am 10. April hatte es 1516 Neuinfektionen gegeben. Seitdem war aber in Portugal nie wieder die Marke von 1000 erreicht worden. Wegen der rapide steigenden Zahlen kündigte die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa „neue Maßnahmen“ an.

19.34 Uhr: Tönnies erfüllt Entwicklung mit Sorge

Schlachthöfe und Landwirte stehen unter einem noch nie dagewesenen Druck: Mit Ankündigung der Schließung der Tönnies-Tochter Weidemark dürfte sich die ohnehin angespannte Situation weiter verschärfen. „Das ist keine gute Entwicklung“, sagt Dr. André Vielstädte. Der Leiter der Unternehmenskommunikation beim Rhedaer Fleischkonzern betrachtet die Entwicklung mit Sorge.

17.47 Uhr: Berlin und Frankfurt überschreiten Warnwert von 50

Seit Wochen steigen die Berliner Corona-Fallzahlen deutlich. Laut Lagebericht kamen am Donnerstag in Berlin 498 neue bestätigte Corona-Fälle hinzu. Das ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Pandemie.

In Frankfurt liegt die aktuelle Inzidenz bei 59,1, heißt es in einer Allgemeinverfügung, die die Stadt erließ. Damit sei die Eskalationsstufe rot des Landes Hessen eingetreten. Deshalb sei eine Verringerung der Kontaktdichte erforderlich. Von Freitag an ist in Hessens größter Stadt eine Sperrstunde zwischen 23.00 und 6.00 Uhr geplant. 

17.33: Die aktuellen Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe 

Bielefeld
aktuell infiziert: 53 (-3)
Fälle insgesamt: 1010 (+17)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 64 (+7) 
Fälle insgesamt: 931 
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford
aktuell infiziert: 53 (+9)
Fälle insgesamt: 690 (+12)
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 77 (+6)
Fälle insgesamt: 3066 (+12)
davon Todesfälle: 21 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 12 (+1)
Fälle insgesamt: 449
davon Todesfälle: 19 (+1)

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 60 (+3) 
Fälle insgesamt: 1039 (+6)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 78 (-6)
Fälle insgesamt: 976 (+7)
davon Todesfälle: 15

16.20 Uhr: OWL-Handwerk erholt sich

Das Handwerk kommt im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen in Ostwestfalen-Lippe unterm Strich relativ gut durch die Corona-Krise. Der Einbruch beim Geschäftsklima-Indikator, mit dem die Kammer die aktuelle Lageeinschätzung der Betriebe und ihre Zukunftserwartung zusammenfasst, ist nach dem Rückgang von 134 auf 100 Punkte im Frühjahr schon wieder auf 122 gestiegen.

13.42 Uhr: Neuer Todesfall in Zusammenhang mit Corona im Kreis Höxter

Erstmals seit Mitte Juni ist eine weitere mit Corona infizierte Person aus dem Kreis Höxter gestorben. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes erhöht sich damit die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus auf 19. Die verstorbene Person ist im Stadtgebiet Höxter gemeldet gewesen.

12.26 Uhr: Keine Corona-Meldepflicht bei Kurztrips in die Niederlande

Tagespendler in die Niederlande oder Besucher von grenznahen Einkaufzielen wie Roermond müssen bei der Rückfahrt nach Deutschland keinen negativen Coronatest vorweisen oder in Quarantäne. Das geht aus der seit dem 7. Oktober 2020 gültigen Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen hervor.

Demnach sind Personen, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufhalten von der Meldepflicht wegen möglicher Corona-Infektionen ausgenommen.

12.08 Uhr: Sommergeschäft kann deutsche Hotels nicht retten

Die Corona-Krise hat das deutsche Hotelgewerbe mit voller Wucht getroffen. Auch das Sommergeschäft mit vielen inländischen Touristen kann die Lücken nicht schließen, die fehlende Geschäftsreisen in die Gewinn- und Verlustrechnungen der Betreiber gerissen haben. Unter anderem fehlen große Messen und kleine Konferenzen, so dass erste Häuser bereits ihre Schließung angekündigt haben.

10.30 Uhr: Neue Engpässen in deutschen Krankenhäusern drohen

An Deutschlands Krankenhäusern steigt angesichts der immer zahlreicheren Coronainfektionen aus Expertenansicht die Gefahr von Engpässen.

«Wir bereiten uns darauf vor, auf eine neue Welle an Patienten, die schwer erkrankt sind», sagte die Leiterin der Abteilung Infektiologie des Uniklinikums Gießen, Susanne Herold, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin. Derzeit würden 470 Covid-19-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen behandelt. Die Ärzte erwarteten einen deutlichen Anstieg dieser Zahl.

9.21 Uhr: „Wegen Corona ist jeder Tag ein Kraftakt“, sagt der Chef der Gesamtschule Bielefeld-Schildesche

Die Herbstferien stehen vor der Tür. Die ersten neun Wochen mit einem regulären Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen liegen hinter Bielefelds Schülern, Lehrern und Eltern. Zeit für ein Zwischenfazit:

Funktioniert Schule eigentlich noch? Ein Besuch in Bielefelds größter weiterführender Schule, der Martin-Niemöller-Gesamtschule (1500 Schüler, 160 Lehrer), zeigt: Es ist ein Balanceakt zwischen Normalität und Ausnahmezustand.

7.32 Uhr: Steigende Corona-Zahlen erschweren Urlaub auch im Inland

Die neu beschlossenen Beschränkungen für Übernachtungen von Reisenden aus inländischen Risikogebieten stoßen bei Politikern und Städtevertretern auf geteiltes Echo.

«Wir wissen ja spätestens seit den Sommerferien, dass Reisen insbesondere dazu führen, dass Infektionsketten nicht mehr beherrschbar sein könnten», sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwochabend in den ARD-«Tagesthemen». Der Deutsche Städtetag sprach sich angesichts der «alarmierenden» Fallzahlen-Entwicklung sogar für noch strengere Corona-Maßnahmen aus. Thüringens Landesregierung betrachtet die neu beschlossenen Verschärfungen dagegen als unsinnig.

6.09 Uhr: Neuinfektionen in Deutschland steigen auf mehr als 4000

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist sprunghaft auf mehr als 4000 binnen eines Tages angestiegen.

Die Gesundheitsämter meldeten 4058 neue Corona-Infektionen innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte. Das sind über 1200 mehr als am Mittwoch, als mit 2828 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April gemeldet worden war. Ein höherer als der nun gemeldete Wert war zuletzt in der ersten Aprilwoche erreicht worden.

Mittwoch, 7. Oktober

19.38 Uhr: Rumänien und Tunesien als Risikogebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie einzelne Regionen in sieben EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt.  Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste am Mittwochabend entsprechend.

Darauf sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen zu finden, die an Deutschland grenzen. Als letzte kam am Mittwoch Limburg hinzu, Zeeland an der Nordseeküste ist die einzige der zwölf niederländischen Provinzen, die noch kein Risikogebiet ist. Erstmals wurden Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt.

19.05 Uhr: Corona-Schwund: Kinos brauchen Besucher

Die Kinobetreiber der Region appellieren an die Menschen, wieder ins Kino zu gehen. Die Bilanz der Besucherzahlen seit Ausbruch des Corona-Virus im März sei bedenklich schlecht und bedrohten Betriebe.

Zunächst mussten die Kinos in Deutschland ganz geschlossen bleiben, in Nordrhein-Westfalen durfte ab Ende Mai wieder geöffnet werden. Allerdings habe es sich wirtschaftlich zu Anfang noch gar nicht gelohnt, den Kinobetrieb wieder aufzunehmen, berichtet Elina Wirth, Ehefrau des Driburger und Brakeler Kinobetreibers Thomas Wirth. „Im Mai mangelte es einfach an Filmen, da lohnte sich die Eröffnung gar nicht“, sagt die Bad Driburgerin. Mittlerweile starte jede Woche wieder ein neuer Film – zwar keine amerikanischen Blockbuster und Filmproduktionen von Marvel oder Star Wars – dafür gebe es aber genügend Filmmaterial aus Deutschland und Europa.

Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen in den Kinos gibt es genügend, so dass die Besucher keine Infektion fürchten müssen. Bislang habe es europaweit noch keine Ansteckung durch einen Kinobesuch gegeben, so die Kinobetreiberin.  Dennoch, die Filmfans bleiben in Massen weg . Zwar bessert sich die Lage aktuell etwas durch das schlechte Wetter und die anstehenden Herbstferien, der Betrieb läuft aber weiterhin schleppend.

18.51 Uhr: Die Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 56 (-15)
Fälle insgesamt: 993 (+10)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 57 (+2) 
Fälle insgesamt: 924 (+2)
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford
aktuell infiziert: 44 (+13)
Fälle insgesamt: 678 (+13)
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 71 (+7)
Fälle insgesamt: 3054 (+12)
davon Todesfälle: 21 (+1)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 11 (+2)
Fälle insgesamt: 448 (+2)
davon Todesfälle: 18

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 57
Fälle insgesamt: 1033 (+15)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 84 (+1)
Fälle insgesamt: 969 (+3)
davon Todesfälle: 15

17.24 Uhr: Olympia-Macher planen Einsparungen von 241 Millionen Euro

Die Kosten für die auf nächsten Sommer verschobenen Olympischen Spiele in Tokio sollen nach ersten Planungen der Organisatoren um umgerechnet 241 Millionen Euro gesenkt werden.

Insgesamt sind vorerst rund 50 Einsparungsmaßnahmen geplant. Der Gastgeber-Vertrag mit Japan, Tokio und dem IOC wegen der Verschiebung in Folge der Corona-Krise sei entsprechend angepasst worden, hieß es. «Wir glauben, dass die Anstrengungen ein Modell für künftige Spiele schaffen werden», sagte der Chef des japanischen Organisationskomitees, Toshiro Muto. Wegen der Corona-Pandemie hatten Japan und das IOC die Spiele im März nach langem Zögern verschoben. Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden.

IOC-Präsident Thomas Bach sprach während einer Pressekonferenz von einem «sehr ermutigenden» Bericht der Organisatoren. Es sei ein «großer Fortschritt» zu erkennen in den Bemühungen, die Sommerspiele «fit zu machen für die Welt nach Corona».

16.42 Uhr: Trump stoppt Verhandlungen über Corona-Hilfspaket per Tweet

Vier Wochen vor der Wahl hat US-Präsident Donald Trump die Hoffnungen auf ein neues Corona-Konjunkturpaket zunichte gemacht.

Trump wies die Regierung und seine Republikaner an, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Hilfspaket zu verhandeln. Dafür versprach er auf Twitter, dass es «sofort» nach seinem Wahlsieg ein großes Konjunkturpaket geben werde.

Trump, der am Montagabend nach einem dreitägigen Klinik-Aufenthalt wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Weiße Haus zurückgekehrt war, will sich am 3. November eine zweite Amtszeit sichern.

15.30 Uhr: Zehn Corona-Neuinfektionen in Bielefeld

Die Zahl der Corona-Fälle hat sich  in Bielefeld  erneut erhöht. Zehn Neuinfektionen meldet die Stadtverwaltung am Mittwoch. Damit liegt die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Bielefelder nun bei 993.

13.19 Uhr: Deutsche Gesamtproduktion sinkt im August überraschend

D ie deutsche Industrie hat ihre Erholung im August überraschend nicht fortgesetzt . Die Industrieproduktion sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten einen Zuwachs um 1,5 Prozent erwartet.

13.12 Uhr: Staatsbad Bad Oeynhausen verzeichnet geringere Einnahmen

Die Auswirkungen der Corona-Krise ist mittlerweile in allen Bereichen des Staatsbades Bad Oeynhausen spürbar . Das hat  Dirk Henschel, Leiter Eigenbetrieb Staatsbad, net einem turnusmäßigen Zwischenbericht über die Abwicklung des Wirtschaftsplanes im Betriebsausschuss der Stadt Bad Oeynhausen deutlich gemacht. So gehen unter anderem die Übernachtungszahlen und damit auch die Kurbeiträge zurück.

11.56 Uhr: Umsatz der Reisebranche bricht weiter ein

Die Umsatzbilanzen von Reisebüros und Veranstaltern verschlechtern sich in der Corona-Krise weiter. Reisewarnungen und Buchungszurückhaltung der Kunden reißen tiefe Löcher. Nach einer Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) sind die Umsätze zum Buchungsstand Ende August 2020 für die diesjährige Sommersaison zusammengerechnet um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Ende Juli lag das Minus bei 70 Prozent. Die Wintersaison 2020/21 verzeichnete einen Rückgang um 59 Prozent.

11.30 Uhr: Neuer Rekord in Tschechien

Im europaweiten Vergleich ist Tschechien mittlerweile trauriger Spitzenreiter bei den Corona-Neuerkrankungen. Nun plant die Regierung radikale Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Am Dienstag kamen 4457 bestätigte Fälle hinzu, wie am Mittwoch aus Behördendaten hervorging. 794 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

10.32 Uhr: NRW an der Spitze der Flächenländer

Die Zahl der Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen nimmt weiter deutlich zu. Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit landesweit 25,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - so viele wie zuletzt Mitte April. Damit steht NRW nach Zahlen des Robert Koch-Instituts an der Spitze aller deutschen Flächenländer.Von den 53 Kreisen und kreisfreien Städten im Land ist in fast jedem fünften Verwaltungsgebiet (10) die Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Ab diesem Wert gelten in NRW bereits Einschränkungen etwa für private Feiern, Fußball-Bundesligaspiele müssen ohne Zuschauer stattfinden.Besonders betroffen ist weiterhin die Stadt Hamm, die mit 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche auch bundesweit weiterhin an der Spitze stand. Auch Remscheid lag mit einem Wert von 61,3 weiterhin über der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Ab diesem Wert müssen die Behörden in NRW zwingend weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.Knapp unter dieser Grenze lagen Solingen und Hagen (beide 47,7). Dahinter folgten Gelsenkirchen (43,0), Wuppertal (42,6), Duisburg (42,1), Essen (39,6), Köln (39,6) und Leverkusen (38,5).

8.33 Uhr: Klopapier-Umsätze höher als vor Krise

Hamsterkäufe und leere Klopapier-Regale prägten das Bild vom Beginn der Pandemie im Frühjahr. Dann kam der Umsatzeinbruch. Doch laut Marktforschern sind die Zahlen immer noch besser als im Vorjahr . Für die Zeit zwischen Januar und Mitte September sei der Umsatz mit Toilettenpapier bei Drogerien und Supermärkten im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent gewachsen, teilte das Marktforschungsunternehmen Iri mit.

6.45 Uhr: 2828 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat wieder einen neuen Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2828 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI)  bekanntgab. Das sind über 150 mehr als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der zuvor geltende Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 306.086 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9562. Das sind 16 mehr als am Vortag. Rund 267.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.Ein Anstieg zeichnet sich weiterhin bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit  449 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 219 davon werden beatmet. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 352 (195 beatmet) gelegen, in der Woche davor bei 278 (151). Rund 8900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.Aus den Daten des RKI-Lageberichts geht hervor, dass sich von den vom 28. September bis 4. Oktober erfassten Infizierten 7,7 Prozent wahrscheinlich im Ausland angesteckt haben. Damit sank ihr Anteil erneut. Vergangene Woche hatte er bei 9 Prozent gelegen, in der Woche davor noch bei 12 Prozent. Dem aktuellen Bericht nach wurden auf vier Wochen betrachtet am häufigsten Deutschland, Türkei, Tschechien und Rumänien als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 1,15 (Vortag: 1,21). Das Sieben-Tage-R liegt bei 1,08 (Vortag: ebenfalls 1,08). 

5.52 Uhr: Ausbruch im Weißen Haus

Nach der Corona-Diagnose von Donald Trump greift das Virus in der US-Regierung um sich. Ein weiterer enger Berater des Präsidenten, Stephen Miller, wurde am Dienstag positiv getestet. « Es ist offensichtlich, dass es einen Ausbruch im Weißen Haus gab» , räumte Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany ein. Ranghohe Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley, arbeiten laut Medienberichten von zuhause aus, weil sie bei einer Besprechung dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten. Der an Covid-19 erkrankte Präsident hat nach eigenen Angaben keine Symptome mehr, zugleich hält sich das Weiße Haus aber mit Details über seinen Gesundheitszustand zurück.

5.38 Uhr: Einheitliche Reisevorschriften gefordert

Sollen Quarantäne-Regeln auch für Reisen im Inland gelten? Und wenn ja, in welcher Form? Manche Bundesländer sind vorgeprescht, andere wollen nicht nachziehen, den Überblick zu behalten fällt zunehmend schwer - vor einer Länderkonferenz wird Einheitlichkeit gefordert . Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte möglichst deckungsgleiche Quarantäne-Regeln aller Länder für Reisende aus deutschen Gebieten mit hohen Corona-Zahlen. Ähnlich äußerte sich der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU): «Ich sehe mit Sorge, wie sich Regelungen der Bundesländer auseinanderentwickeln und ein Flickenteppich entsteht.» Heute wollen die Chefs der Staatskanzleien der Länder in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen beraten.

Dienstag, 6. Oktober

20.43 Uhr: Spanien meldet höchste Zahl an Corona-Todesopfern seit April

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden so viele Todesfälle nach einer Infektion mit dem Corona-Virus erfasst worden wie seit fünfeinhalb Monaten nicht mehr. Innerhalb eines einzigen Tages seien aus den verschiedenen Regionen insgesamt 261 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend in Madrid mit. Das ist der höchste Wert seit dem 25. April. Damals wurden 280 Todesopfer gezählt.

Die höchste Opferzahl der vergangenen Monate war am 22. September mit 112 angegeben worden. Ein Ministeriumssprecher betonte, der starke Anstieg vom Dienstag sei mutmaßlich auf Verzögerungen bei den Meldungen aus den Regionen zurückzuführen. Einschließlich nachgemeldeter Fälle wurden am Dienstag knapp 12.000 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen kletterte damit auf mehr als 825.000. Bei der Gesamtzahl der Todesopfer (32.486) liegt Spanien allerdings hinter Großbritannien und Italien.

Besonders große Sorgen bereitet weiterhin Madrid. Auf die Region um die Hauptstadt entfielen wieder mehr als 40 Prozent aller Neuinfektionen. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - lag dort bei 293. Zur Eindämmung der Pandemie sind seit Freitagabend die Hauptstadt und neun weitere Gemeinden der «Comunidad Autónoma» abgeriegelt. Diese Städte dürfen zwei Wochen lang nur mit triftigen Gründen verlassen oder betreten werden - etwa, um zur Arbeit zu fahren.

18.35 Uhr: Berlin beschließt Sperrstunde für Geschäfte wegen Corona

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen müssen die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars in Berlin künftig von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr schließen. Der Senat beschloss am Dienstag eine nächtliche Sperrstunde, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Demnach sind Ausnahmen etwa für Tankstellen geplant, diese dürfen in der Nacht aber keinen Alkohol mehr verkaufen.

Zudem gelten in der Stadt bald neue Einschränkungen für private Feiern in geschlossenen Räumen. Künftig dürfen daran nur noch maximal 10 statt bisher 25 Personen teilnehmen, wie der Senat den Angaben zufolge weiter beschloss.

Zum ersten Mal zeigt das Berliner Ampelsystem zur Bewertung der Corona-Lage dem Senat Handlungsbedarf an: Die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl in den vergangenen sieben Tagen und die Reproduktionszahl liegen inzwischen über den als kritisch definierten Grenzwerten.

18.30 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL: 20 Neuinfektionen registriert

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

In OWL wurden 20 Neuinfektionen registriert, acht davon im Kreis Minden-Lübbecke, wo derzeit auch die meisten aktiv Infizierten bekannt sind.

Bielefeld
aktuell infiziert: 71 (-27)
Fälle insgesamt: 983 (+4)
davon Todesfälle: 9

Kreis Herford
aktuell infiziert: 31 (-5)
Fälle insgesamt: 665 (+1)
davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 55 (+2)
Fälle insgesamt: 922 (+2)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 9 (-5)
Fälle insgesamt: 446 (+1)
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 64 (-7)
Fälle insgesamt: 3042 (+4)
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe (Zahlen vom Montag)
aktuell infiziert: 57
Fälle insgesamt: 1018
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 83 (-8)
Fälle insgesamt: 966 (+8)
davon Todesfälle: 15

18.17 Uhr: Trump vergleicht Corona nach Klinik-Aufenthalt wieder mit Grippe

US-Präsident Donald Trump hat das Coronavirus nach seinem Krankenhausaufenthalt wegen einer Infektion mit dem neuartigen Erreger erneut mit der Grippe verglichen. «Die Grippesaison steht vor der Tür! Jedes Jahr sterben viele Menschen an der Grippe, manchmal mehr als 100.000, und trotz der Impfung. Legen wir unser Land still? Nein, wir haben gelernt, damit zu leben, so wie wir lernen, mit Covid zu leben, das in vielen Bevölkerungen weit weniger tödlich ist!!!», schrieb Trump am Dienstag auf Twitter.

Der Kurznachrichtendienst versteckte den Tweet mehrere Stunden später hinter einem Hinweis, in dem zu lesen war, dass der Tweet «irreführende und potenziell gefährliche Informationen» über Covid-19 verbreite. Da möglicherweise ein öffentliches Interesse daran bestehe, bleibe er aber zugänglich. Der Tweet kann allerdings nur noch mit einem Kommentar weiterverbreitet werden. Auf Facebook war die Nachricht gar nicht mehr zu finden.

17.30 Uhr: Zweimal Rot: Berliner Corona-Ampel zeigt Handlungsbedarf an

Zum ersten Mal zeigt das Berliner Ampelsystem zur Bewertung der Corona-Lage dem Senat Handlungsbedarf an. Die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl in den vergangenen sieben Tagen und die Reproduktionszahl liegen inzwischen über den als kritisch definierten Grenzwerten. Das geht aus dem Online-Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Dienstag hervor. Damit steht die Ampel nun auf Doppel-Rot. Für diesen Fall hatte der Senat vereinbart, dass die Umsetzung von Maßnahmen erforderlich wird.

16.09 Uhr: Polizei und Ordnungsamt lösen Hochzeit mit 380 Gästen auf

Das Dortmunder Ordnungsamt hat mit Hilfe der Polizei eine Großhochzeit mit 380 Gästen aufgelöst. «Auch aus bauordnungsrechtlichen Gründen wurde eine weitere Nutzung des Festsaals untersagt», teilten die Behörden am Dienstag zu dem Einsatz am Samstagabend mit. Demnach wurde die Polizei zur Unterstützung gerufen, weil sich einige Gäste aggressiv verhalten hatten. Erlaubt wären 150 Gäste gewesen.

Polizeipräsident Gregor Lange appellierte an Festveranstalter und Gäste, die Vorschriften einzuhalten: «Unter großen Anstrengungen mit weitreichenden Folgen für Familie und Beruf haben wir im Frühjahr die Infektionszahlen in den Griff bekommen. Diesen mit viel Verzicht und Disziplin erreichten Erfolg dürfen wir nicht aufs Spiel setzen.»

16.03 Uhr: Drosten: Familienbesuche durch Vorquarantäne sicherer machen

Familientreffen im Herbst und Winter hält der Virologe Christian Drosten trotz Corona-Pandemie unter gewissen Voraussetzungen für vertretbar. «Ich halte das Prinzip der Vorquarantäne für eine gute Idee. Also dass Menschen einige Tage, optimalerweise eine Woche, vor dem Familienbesuch mit Oma und Opa soziale Kontakte so gut es geht vermeiden», sagte der Berliner Wissenschaftler in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Wochenzeitung «Die Zeit».

Durch die Zeit mit weniger Kontakten senke man das Risiko für eine Infektion. «Wenn überhaupt, dann hat man sich vielleicht eher in der Woche zuvor angesteckt, und dass in diesem Fall alle aus der Familie symptomfrei bleiben, ist eher unwahrscheinlich», so der Experte der Charité. «Das könnte ein Ansatz sein für die kommende Zeit, jetzt für die Herbstferien und vielleicht auch für Weihnachten.» Aber es blieben immer Restrisiken. Drosten machte deutlich, dass man auch auf mögliche Symptome wie eine laufende Nase und leichtes Halskratzen achten und bei solchen Krankheitsanzeichen zu Hause bleiben sollte.

Im aktuellen Pandemieverlauf sei er in einem «Zustand der gespannten Aufmerksamkeit», sagte Drosten. «Wir befinden uns in einer Phase, in der es vonseiten der Medizin keine größeren Probleme gibt - im Sinne überfüllter Krankenhäuser und Intensivstationen -, in der wir aber aufpassen müssen, dass es dazu auch nicht kommt.» Man müsse beim Coronavirus früh reagieren. Drosten zeigte sich aber durchaus optimistisch: «Wir haben in Deutschland eine realistische Chance, besser durch Herbst und Winter zu kommen als viele andere Länder.»

Zur derzeitigen Debatte um die Zahlen, an denen man sich in der Pandemie orientieren sollte,machte Drosten einen Vorschlag: «Man könnte nicht nur die Infizierten zählen, sondern gesondert auch die Infizierten über 50 Jahre. Anhand dieser Zahl könnte man gut prognostizieren, mit wie viel schweren Verläufen man demnächst rechnen muss.»

15.58 Uhr: Landkreis Emsland legt bei Infektionszahlen weiter zu

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Sögel ist der Landkreis Emsland deutlich näher an den kritischen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bezogen auf sieben Tage herangerückt. Wie das niedersächsische Sozialministerium mitteilte, lag der Kreis am Dienstag (Stand: 9.00 Uhr) bei 46,8 Fällen. Weiter steigende Fallzahlen kommen auch aus dem Kreis Vechta: Dort wurden am Dienstag 55,3 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Hierfür sind Infektionen in einem Pflegeheim in der Stadt Vechta verantwortlich.

Nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises Emsland sind in dem Sögeler Schlachthof aktuell 90 Mitarbeiter infiziert, von denen 87 auch im Landkreis wohnen. Als Reaktion hatte der Kreis für die Samtgemeinde Sögel deutliche Einschränkungen verfügt. So sind Treffen im öffentlichen und im privaten Raum auf höchstens sechs Personen beschränkt. Ausnahmen gibt es beim Treffen von Familienangehörigen und von zwei Haushalten. Auch der Sportbetrieb wurde in der Kommune zunächst bis zum 19. Oktober untersagt.

13.35 Uhr: Stage Entertainment: Erst 2021 wieder Musicals in Deutschland

Das Musical-Unternehmen Stage Entertainment sieht erst im neuen Jahr Chancen für die Wiederaufnahme der ersten Shows und Musicals in Deutschland. „Voraussetzung für den Start des Spielbetriebs ist die Wirtschaftlichkeit der Produktionen“, sagte Geschäftsführerin Uschi Neuss am Dienstag in Hamburg. Mit derzeit überall deutlich unter 1000 erlaubten Plätzen wären Aufführungen klar defizitär. Behördlich genehmigte Erhöhungen seien angesichts der aktuellen Corona-Situation für 2020 mehr als unrealistisch.

12.10 Uhr: Zulassungsprozess für Impfstoff von Mainzer Unternehmen startet

Das Mainzer Unternehmen Biontech kommt der möglichen Marktzulassung seines Impfstoffkandidaten einen Schritt näher: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA bestätigte am Dienstag in Amsterdam, dass der Wirkstoff BNT162b2 in dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren geprüft werde. Das Verfahren sei eingeleitet worden. Zuvor hatten Biontech und das Pharma-Unternehmen Pfizer, das die Entwicklung unterstützt, das Prüfverfahren angekündigt.

Bei diesem Verfahren werden Daten aus der klinischen Prüfung fortlaufend eingereicht und bewertet. Die Entscheidung der EMA, das Verfahren zu beginnen, basiert nach Angaben der Behörde auf den ermutigenden vorläufigen Daten der präklinischen sowie frühen klinischen Studien bei Erwachsenen.

11.49 Uhr: Laumann dringt auf höhere Grippe-Impfquote

Zum Beginn der Grippesaison hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) eine höhere Impfquote bei besonders von der Krankheit gefährdeten Menschen angemahnt. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sei eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen wie Menschen ab 60 Jahren und exponierten Berufsgruppen wie medizinischem Personal wichtig, um schwere Erkrankungen zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern zu vermeiden. „Impfen ist immer noch die effektivste Möglichkeit, gegen Infektionskrankheiten vorzugehen“, betonte Laumann am Dienstag in Düsseldorf. Es wäre ein „Bombenerfolg“, wenn NRW auf acht bis zehn Millionen geimpfte Menschen kommen würde - rund die Hälfte der Bevölkerung.

Einen großen Ansturm beobachte er bislang allerdings nicht, berichtete Laumann: „Ich erkenne jetzt nicht, dass wir einen Run auf die Impfstationen haben.“ Der Minister zeigte sich aber zuversichtlich, dass eine höhere Quote gelingen werde, da die Bevölkerung wegen der Corona-Krise sensibilisiert sei. Sorgen, dass es nicht genug Impfstoff geben könnte, mache er sich dabei nicht. Für ganz Deutschland seien in dieser Saison bislang rund 32 Millionen Influenza-Impfdosen vorhanden.

In der Saison 2018/19 ließen sich deutschlandweit nach Angaben des Robert-Koch-Instituts rund ein Drittel der Senioren (35 Prozent) immunisieren. Bei Menschen mit chronischen Grundleiden war es etwa ein Fünftel bis die Hälfte. In Nordrhein-Westfalen hat sich im vergangenen Jahr etwa jeder achte gesetzlich Versicherte gegen Grippe impfen lassen, wie aus Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) hervorgeht. Demnach gab es 2019 gut zwei Millionen Grippeschutzimpfungen bei etwa 16 Millionen Versicherten.

11.05 Uhr: DFB-Arzt Meyer mahnt Profis, Virus nicht ins Team zu tragen

Beim DFB-Chefmediziner Tim Meyer und der Deutschen Fußball Liga (DFL) wächst in der Corona-Krise die Furcht vor Infektionsketten bei den Bundesligaclubs. Der 52-jährige Meyer richtet in seiner Funktion als Leiter der medizinischen Taskforce darum zum Start in die kühlere Jahreszeit und nach einer ersten Spielabsage in der 2. Liga (HSV gegen Aue) einen eindringlichen Appell an Spieler und Betreuer, sich vor dem Virus zu schützen.

„Wir können nicht einfach dabei zusehen, dass es immer mehr Einzelfälle gibt und irgendwann die erste Infektionskette in einem Verein auftritt. Wir kommen damit zur Individualverantwortung jedes einzelnen. Alle müssen im Privatleben verantwortlich handeln. Das ist eine Botschaft, die mir sehr wichtig ist“, sagt Meyer der Deutschen Presse-Agentur vor den Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft gegen die Türkei an diesem Mittwoch sowie im Risikogebiet Ukraine und nochmals in Köln gegen die Schweiz.

10.07 Uhr: Normalbetrieb im Helios-Klinikum

Im Warburger Helios-Klinikum geht seit Anfang Oktober laut Klinikgeschäftsführer Tobias Hindermann wieder fast alles seinen gewohnten Gang . Nachdem zu Beginn der Pandemie die Belegung des Hauses zurückgefahren wurde, sei nun die „Realität 2.0“ eingekehrt. Dies bedeute, dass alle Stationen unter angepassten Bedingungen den Regelbetrieb wieder aufgenommen haben. „Gefühlt“ halten sich Patienten aus Angst vor dem Coronavirus derzeit noch zurück, Gesundheitseinrichtungen aufzusuchen, sagt der Klinikgeschäftsführer.

„Jeder Patient erhält bei Aufnahme oder beim Aufnahmevorgespräch einen Abstrich auf das Virus. Das Ergebnis ist in der Regel innerhalb von zwölf Stunden verfügbar“, berichtet Hindermann. Für geplante Eingriffe werden nach seinen Worten nur nachweislich negativ getestete Personen aufgenommen.

9.22 Uhr: Direktor von Charité-Institut will neuen Bezug für Corona-Werte

Aus Sicht des Direktors am Institut für Epidemiologie an der Charité Berlin, Professor Stefan Willich, fehlt für die statistische Einschätzung der Corona-Zahlen ein „vernünftiger Bezugsrahmen“. Vor fünf Monaten sei der Schwellenwert von 50 sogenannten Neuinfektionen pro Woche pro 100 000 Einwohner definiert worden. „Das schien damals präzise, war aber eigentlich immer nur ein grober Anhaltspunkt“, sagte Willich am Dienstag im RBB-Inforadio. Jetzt werde mehr getestet als im Frühjahr. „Das heißt, allein wegen der Anzahl der Testung ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man hier diese Zahl mal überschreitet. Dann gibt es keinen vernünftigen Bezugsrahmen.“

Nach den Worten Willichs müssten sich die Zahlen beziehen auf repräsentative Stichproben, die jetzt erst beginnen. „Ich denke, das wird in den nächsten Wochen auch auf der Basis von neuen Stichproben und Erhebungen noch einmal anders definiert werden müssen“, sagte Willich. Damit könnten die Werte besser und realistischer eingeordnet werden.

7.20 Uhr: Keine Quarantäne für Reisende aus inländischen Risikogebieten in NRW

Wer aus einem inländischen Corona-Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen reist, muss im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht in Quarantäne gehen. „Städte oder Kreise innerhalb Deutschlands, die hohe Inzidenzen aufweisen werden als “besonders betroffene Gebiete„ kategorisiert. Diese Kategorisierung bedeutet primär keine Einschränkungen für Reisende aus oder in diese Städte/Regionen“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der „Rheinischen Post“ und der Deutschen Presse-Agentur. In NRW liegen die Städte Hamm und Remscheid über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hält Schleswig-Holsteins Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus mehreren Berliner Bezirken und anderen deutschen Städten mit hohen Corona-Infektionszahlen für „überzogen“. In ihrem Land werde derzeit nicht an ein Übernachtungsverbot für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten gedacht, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Entsprechende Regelungen innerhalb des Bundesgebietes seien aus Sicht der niedersächsischen Landesregierung auch „praktisch nicht umsetz- oder gar kontrollierbar“.

6.15 Uhr: Kritik an innerdeutschen Reiseeinschränkungen

Mit Unverständnis und Kritik haben Politiker verschiedener Parteien auf die in manchen Bundesländern eingeführten Quarantäne-Vorschriften für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten reagiert. „Reisebeschränkungen im Inland sind das falsche Signal und nicht hilfreich“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dem „Spiegel“. Politiker von CDU und SPD monierten, das Nebeneinander verschiedener Vorschriften schaffe einen verwirrenden Flickenteppich.

Die steigenden Infektionszahlen in Deutschland bereiten zum Start der Feriensaison zunehmend Sorgen - vor allem die Situation in Berlin wird von den Ländern unterschiedlich bewertet. Aufgrund steigender Zahlen in mehreren Bezirken der Hauptstadt werden diese zum Teil als Risikogebiet eingestuft.

6.00 Uhr: Trump zurück im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump ist nach einer dreitägigen Krankenhaus-Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung ins Weiße Haus zurückgekehrt . Trump inszenierte seine Ankunft am Montagabend (Ortszeit) als Demonstration von Stärke: Er stieg die Treppe zum Balkon auf der Südseite seiner Residenz hoch, nahm dort die Gesichtsmaske ab und salutierte dem Piloten seines abfliegenden Hubschraubers. Danach nahm der Präsident ein Video auf, in dem er seine Landsleute aufrief, keine Angst vor dem Virus zu haben.

5.55 Uhr: Mehr als 2600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2600 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2639 neue Corona-Infektionen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) heute früh bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 303.258 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 6.10., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9546. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 265.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Montag bei 1,21 (Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,08 (Vortag: 1,14). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Montag, 5. Oktober

20.41 Uhr: Trump: Verlasse noch am Montag das Krankenhaus

Nach nur drei Nächten im Krankenhaus kann der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben noch am Montag (Ortszeit) ins Weiße Haus zurückkehren. «Fühle mich wirklich gut!», schrieb er am Montag in einem Tweet und kündigte an, er werde das Walter-Reed-Krankenhaus um 18.30 Uhr (Ortszeit/Dienstag 00.30 Uhr) verlassen.

Weiter schrieb der Präsident in dem Tweet: «Haben Sie keine Angst vor Covid.» Man dürfe nicht zulassen, dass das Coronavirus das eigene Leben dominiere. «Unter der Trump-Regierung haben wir einige wirklich großartige Medikamente und Kenntnisse entwickelt. Ich fühle mich besser als vor 20 Jahren!» Trumps Leibarzt Sean Conley wollte später am Montag eine Pressekonferenz geben.

Trump hatte seine Corona-Infektion am Freitag nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekanntgegeben und war keine 24 Stunden später per Helikopter ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda nördlich von Washington gebracht worden. Am Wochenende gab es widersprüchliche Angaben zu seinem Gesundheitszustand. Am Sonntag war klar: Der Zustand des Präsidenten war zwischenzeitlich ernster als zunächst dargestellt. Mit seinen 74 Jahren gehört Trump zu einer Corona-Risikogruppe. 

20.36 Uhr: Neue Corona-Ausbrüche: Einige Schulen in New York müssen schließen

Nach neuen Coronavirus-Ausbrüchen in New York müssen in neun Bezirken der Millionenmetropole die Schulen wieder schließen. In diesen Postleitzahlenbezirken kämen derzeit rund 5,5 Prozent der Coronavirus-Tests positiv zurück, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag. Alle Schulen in diesen Bezirken müssten deswegen ab Dienstag zumachen. Anders als zuvor von Bürgermeister Bill de Blasio gefordert, dürfen Restaurants, Bars und Läden zunächst aber weiter geöffnet bleiben - mit Maskenpflicht, Hygieneregeln und eingeschränkter Kapazität.

Die Schulen der Millionenmetropole hatten nach mehreren Verschiebungen erst in der vergangenen Woche wieder damit begonnen, zumindest zeitweise Schüler vor Ort zu unterrichten. Mit mehr als einer Million Schülern ist der Schulbezirk New Yorks der größte der USA - und einer der wenigen Großräume des Landes, in denen ein zumindest teilweise regulärer Unterricht geplant war. Ebenfalls erst in der vergangenen Woche hatten Restaurants, Cafés und Bars zum ersten Mal seit März wieder in Innenräumen Speisen und Getränke ausschenken dürfen - unter strengen Hygiene-Bedingungen, mit Masken und stark eingeschränkter Kapazität.

Neben den Schulen werde das Virus in den betroffenen Bezirken derzeit vor allem bei großen religiösen Veranstaltungen übertragen, sagte Cuomo. «Seit Wochen sehen wir das, keine Masken und Verletzungen der Abstandsregeln.» Er werde sich am Dienstag mit Vertretern der orthodoxen jüdischen Gemeinden treffen, von denen viele Mitglieder in den betroffenen Bezirken leben, um über die Einhaltung der Regeln zu sprechen. «Das kann so nicht weitergehen.»

New York war im Frühjahr eines der Epizentren der Corona-Pandemie. Inzwischen haben sich die Fallzahlen weitestgehend auf niedrigem Niveau stabilisiert. Von den Zehntausenden Tests pro Tag im Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern kommen derzeit rund ein Prozent positiv zurück. Insgesamt haben sich bislang in dem Bundesstaat mehr als 460.000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 25.000 sind daran gestorben.

17.35 Uhr: Sprecherin des Weißen Hauses positiv auf Coronavirus getestet

Knapp vier Tage nach US-Präsident Donald Trump ist die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werde sich nach ihrem Testergebnis vom Montagmorgen in Quarantäne begeben, hieß es in einer von McEnany auf Twitter verbreiteten Mitteilung.

17.30 Uhr: Wie läuft die Grippeschutzimpfung? Minister und Kammern informieren

Angesichts der Corona-Pandemie steht die Grippeschutzimpfung noch stärker im Fokus als in den vergangenen Jahren. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will mit Vertretern aus dem Gesundheitsbereich an diesem Dienstag (10.00 Uhr) über die Herausforderungen in der neuen Grippesaison berichten. Zu der Pressekonferenz im Landes-Gesundheitsministerium in Düsseldorf werden die Präsidenten beziehungsweise ein Vorstandsmitglied der Krankenhausgesellschaft NRW, der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe erwartet.

In Nordrhein-Westfalen hat sich im vergangenen Jahr etwa jeder achte gesetzlich Versicherte gegen Grippe impfen lassen, wie aus Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) hervorgeht. Demnach gab es 2019 gut zwei Millionen Grippeschutzimpfungen bei etwa 16 Millionen Versicherten. Die KV Nordrhein rechnet auf Grundlage der Vorbestellungen des Impfstoffes der niedergelassenen Ärzte bei den Apotheken-Großzentren für ihr Gebiet mit einem deutlichen Anstieg der Grippe-Impfzahlen von 20 bis 30 Prozent.

16.50 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL: 59 Neuinfektionen registriert

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

In OWL wurden 59 Neuinfektionen registriert, 28 davon im Kreis Minden-Lübbecke, wo allerdings seit Freitag die veröffentlichten Zahlen nicht aktualisiert worden waren. Die meisten aktiv Infizierten sind derzeit in Bielefeld bekannt.

Bielefeld
aktuell infiziert: 98 (-18)
Fälle insgesamt: 979
davon Todesfälle: 9

Kreis Herford (Vergleich zum Freitag)
aktuell infiziert: 36 (-5)
Fälle insgesamt: 664 (+12)
davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn (Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 53 (+2)
Fälle insgesamt: 920 (+2)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 14
Fälle insgesamt: 445
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 71 (-2)
Fälle insgesamt: 3038 (+5)
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe (Vergleich zum Freitag)
aktuell infiziert: 57 (+5)
Fälle insgesamt: 1018 (+12)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke (Vergleich zum Freitag)
aktuell infiziert: 91 (+28)
Fälle insgesamt: 958 (+28)
davon Todesfälle: 15

15.45 Uhr: Mitarbeiter aus dem Umfeld von Österreichs Kanzler positiv getestet

Ein Mitarbeiter von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Regierungschef sowie Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) seien am vergangenen Mittwoch das letzte Mal mit dem Mitarbeiter in Kontakt gewesen, teilte das Kanzleramt am Montag mit. Der betroffene Mitarbeiter sei am vergangenen Dienstagabend noch negativ getestet worden. Bis zum Vorliegen ihres eigenen Testergebnisses hätten Kurz und Kogler alle Termine abgesagt. Das Ergebnis wird am späten Montagabend erwartet. Als Vorsichtsmaßnahme würden nun auch alle Kollegen aus dem Umfeld des Mitarbeiters umgehend getestet. Davon betroffen seien rund 20 Menschen.

15.23 Uhr: Höxter erlässt Maskenpflicht für alle Wochen- und andere Märkte

Auf den Märkten in der Stadt Höxter müssen die Bürger ab sofort immer eine Maske tragen. Unter die Regelung fallen unter anderem der Wochenmarkt sowie Jahrmärkte in der 29.000-Einwohner-Stadt im gleichnamigen Kreis. Anlass ist nach Angaben der Stadt vom Montag die Neufassung der Coronaschutzverordnung NRW, die das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nur noch an den Marktständen und in Warteschlangen vorschreibt.

Auf den Märkten in Höxter könne das Abstandsgebot jedoch durch enge Straßenführung und die Konzentration der Marktstände häufig nicht sicher eingehalten werden. Daher werde das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durch eine Allgemeinverfügung verpflichtend angeordnet. Ausnahmen gelten nur für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

15.05 Uhr: WHO-Schätzung: Zehntel der Welt könnte Corona-Infektion gehabt haben

 Jeder zehnte Mensch auf der Welt könnte sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. «Unsere derzeit besten Schätzungen ergeben, dass etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung bereits mit diesem Virus infiziert gewesen sein könnten», sagte WHO-Experte Mike Ryan am Montag in Genf. Das würde einer Dunkelziffer von mehr als 700 Millionen unerkannten Infektionen zusätzlich zu den bislang rund 35 Millionen nachgewiesenen Fällen entsprechen.

Der Anteil der bereits Infizierten schwanke je nach Land, zwischen Stadt- und Landbevölkerung und auch nach sozialen Gruppen, sagte Ryan. Selbst bei einer derart hohen Dunkelziffer sei der überwältigende Großteil der Menschen weltweit immer noch dem Risiko einer Covid-19-Erkrankung ausgesetzt, betonte er. Inwiefern Menschen nach einer überstandenen Infektion mit Sars-CoV-2 gegen den Erreger zumindest eine Zeit lang immun sind, ist bislang nicht abschließend geklärt.

15.01 Uhr: Regierung mahnt erneut zu Wachsamkeit wegen Corona-Ausbreitung

Die Bundesregierung hat erneut zur Wachsamkeit wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland aufgerufen. «Die Dynamik nimmt zu», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es sei nötig, sehr aufzupassen. Ziel sei weiterhin, die Fallzahlen so niedrig zu halten, dass die Gesundheitsämter Ketten von Infizierten nachvollziehen und unterbrechen könnten. Seibert verwies darauf, dass es aktuell in einigen Regionen und Ballungsräumen wie etwa in manchen Bezirken Berlins «kritische Werte» von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kam am Montag erneut mit zuständigen Ministern im Corona-Kabinett zusammen. Beschlüsse seien nicht gefasst worden, sagte Seibert. Vorbereitet wurden demnach aber geplante Neuregelungen zu Tests und Reiserückkehrern aus dem Ausland, die Bund und Länder Ende August grundsätzlich vereinbart hatten.

Eine neue Musterquarantäneverordnung, die das Innenministerium erarbeitet, sieht vor, dass Einreisende aus Risikogebieten nach der Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne gehen müssen. Wer einen negativen Test vorlegen kann, soll sie frühestens nach fünf Tage nach der Einreise verlassen dürfen. Zum 1. November sollen digitale Einreiseanmeldungen kommen, um Daten schneller an Gesundheitsämter weiterzuleiten. Das Gesundheitsministerium plant zum 15. Oktober neue Regeln zu Tests, die stärker auf Ältere und Vorerkrankte, Pflegeheime und das Gesundheitswesen ausgerichtet werden sollen. Als Ergänzung sollen auch Antigen-Schnelltests verstärkt eingesetzt werden.

13.17 Uhr: Spahn kritisiert Umgang mit Corona in Berlin

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Land Berlin dazu aufgerufen, die geltenden Corona-Regeln besser durchzusetzen. Er könne nicht verstehen, dass große Partys möglich seien, wie er sie am Wochenende wieder auf Bildern gesehen habe, und dass es Restaurants gebe, wo man mit Maske angeguckt werde, als wäre man vom Mond, sagte der CDU-Politiker. „Es liegt nicht an zu wenig Regeln. Es liegt eher an der Frage, wo werden welche Regeln durchgesetzt. Und da geht zumindest in manchen Bereichen dieser schönen Hauptstadt, glaube ich, noch mehr.“

Die Einstufung von bestimmten Berliner Bezirken als Risikogebiete, wie es Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz machen, sieht der Gesundheitsminister skeptisch. Er verstehe die Regelungen gut, die einige Bundesländer mit Blick auf den innerdeutschen Reiseverkehr hätten. „Gleichzeitig müssen wir miteinander schauen in der aktuellen dynamischen Infektionslage, dass alles auch noch nachvollziehbar und ganz praktisch einhaltbar bleibt für die Bürgerinnen und Bürger.“

12.30 Uhr: Weitere NRW-Städte überschreiten 35er-Schwelle

Auch in Essen hat der wichtige Sieben-Tage-Wert am Wochenende die 35er-Schwelle überschritten. Wie die Stadt am Montag mitteilte, wurden vom 28. September bis einschließlich 4. Oktober 39,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Damit greift die landesweit gültige sogenannte Corona-Bremse.

Sie sieht vor, dass bei einer Wocheninzidenz von mehr als 35 an privaten Feiern außerhalb einer Wohnung nur noch höchstens 50 Personen teilnehmen dürfen - anstatt 150. Außerdem müssen die betroffenen Kommunen weitere konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens mit übergeordneten Behörden abstimmen. Das RKI hatte am Montagmorgen aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten für Essen noch einen Wochenwert von 24,9 ausgewiesen.

Laut RKI lagen am Montag auch Köln (38,8), Leverkusen (38,5), Duisburg (41,3) und Solingen (39,5) oberhalb der 35er-Grenze. In Remscheid (61,3) und Hamm (88,2) lag die Kennzahl weiter jenseits der zweiten wichtigen Stufe von 50. In beiden Städten gelten bereits seit längerem strengere Vorgaben unter anderem für private Feiern.

10.10 Uhr: EU-Kommissionschefin von der Leyen in Corona-Quarantäne

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in Corona-Quarantäne begeben . Sie sei darüber informiert worden, dass sie vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen heute auf Twitter.

«Entsprechend der geltenden Regeln werde ich mich deshalb bis morgen früh selbst isolieren», kündigte sie an. Sie sei am Donnerstag mit negativem Ergebnis getestet worden und werde sich heute erneut einem Test unterziehen, schrieb sie weiter.

9.30 Uhr: Italien plant landesweite Maskenpflicht im Freien

Italiens Regierung plant nach Medienangaben zum Corona-Schutz die Einführung einer nationalen Maskenpflicht auch im Freien. Nach Berichten vom Montag sollte die vorgesehene Verschärfung der Regeln in Kürze von der Regierung in Rom veröffentlicht werden. Die Pflicht, überall und zu jeder Zeit in dem Mittelmeerland einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, könnte demnach schon ab Mittwoch gelten.Einzelne Gebiete, zuletzt die Region Latium, hatten solche Vorsichtsmaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie schon erlassen. Bisher müssen die Schutzmasken national hauptsächlich in geschlossenen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgezogen werden.

7.59 Uhr: Corona-Krise trifft Herforder Textilhersteller mit voller Wucht

Die Corona-Krise zwingt die Herforder Textilindustrie zu Entlassungen. Mitten in der Pandemie geben die Ahlers AG (80 Mitarbeiter, davon 65 in Herford), Bugatti (100 Mitarbeiter) und Brax (120 bis 140 Mitarbeiter) zusammengerechnet 300 bis 320 Arbeitsplätze auf.

Wo aber sollen die betroffenen Industriekaufleute, Musterschneiderinnen, Techniker, Näherinnen und Büglerinnen jetzt hin? Wer stellt mitten in der Krise neue Mitarbeiter ein? Eines der drei betroffenen Unternehmen wählt mit der Transfergesellschaft „Personal Transfer West GmbH“ einen konstruktiven, kooperativen Weg, um den eigenen Mitarbeitern in dieser Situation zu helfen. 

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06.10 Uhr: In Paris „maximale Alarmstufe“

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie sollen am Montag neue Sicherheitsmaßnahmen für die stark betroffene Millionenstadt Paris angekündigt werden. Für Frankreichs Hauptstadt und deren unmittelbare Umgebung gelte nun die „maximale Alarmstufe“, teilte Arbeitsministerin Elisabeth Borne in der Nacht via Twitter mit. Sie rief Arbeitgeber und Beschäftigte auf, möglichst auf Heimarbeit umzustellen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.Die neuen Maßnahmen könnten die Schließung von Cafés und Bars auslösen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Amt des französischen Regierungschefs Jean Castex. Restaurants könnten mit verstärkten Corona-Vorsichtsmaßnahmen hingegen offen bleiben. In Universitäten solle es neue Beschränkungen für den Zugang zu Hörsälen geben.

5.34 Uhr: Trump sendet weiteres Lebenszeichen

Trotz seiner Infektion mit dem Coronavirus hat US-Präsident Donald Trump kurzzeitig das Krankenhaus verlassen und sich bei einer Fahrt im gepanzerten Wagen von Anhängern bejubeln lassen .

Das Weiße Haus verteidigte die Aktion am Sonntag (Ortszeit) gegen Kritik, wonach der Schutz der anderen Personen in dem Wagen vernachlässigt worden sei. Mit Blick auf die Sicherheit des Präsidenten erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Judd Deere: «Die Bewegung wurde vom medizinischen Team als sicher eingestuft.»

05.20 Uhr: Mehr als 300.000 Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als 300.000 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen betrug laut Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Montagmorgen 300.619 (Datenstand 5.10., 0 Uhr).

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des RKI 1382 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben vom Montagmorgen bei 9534. Seit dem Vortag wurden 5 neue Todesfälle gemeldet. Bis Montagmorgen hatten rund 263 700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Sonntag bei 1,23 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Sonntag bei 1,14 (Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Sonntag, 4. Oktober

20.33 Uhr: Modeschöpfer Kenzo mit 81 Jahren in Frankreich gestorben

Der hochrenommierte Modeschöpfer Kenzo Takada ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren in Neuilly bei Paris an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung - das berichtete am Sonntag zunächst die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Sprecher, später bestätigte das von Kenzo gegründete Modehaus den Todesfall auf Twitter.

Takada stammte aus Japan, machte aber fast seine gesamte Designer-Karriere in der glamourösen Modemetropole Paris. Sein Vorname wurde dabei zu einer weltweit bekannten Marke.

19.06 Uhr: Slowakei registriert so viele Neuinfektionen wie noch nie

Die Slowakei hat zum dritten Mal in drei Tagen einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der innerhalb von 24 Stunden registrierten Fälle lag bei 818, wie das Nationale Gesundheits-Informationszentrum am Sonntag mitteilte. Dies war der höchste Wert sei dem Ausbruch der Pandemie im März. Der bisherige Höchstwert wurde einen Tag zuvor erfasst, er betrug 704 Fälle.

Dem Land stünden im Zusammenhang mit der zweiten Corona-Welle schwierige Tage bevor, sagte Regierungschef Igor Matovic laut Agentur Tasr. Die Zahl der Neuinfektionen werde rapide ansteigen, die Kapazitäten des Gesundheitssystems könnten an ihre Grenzen kommen. Er appellierte an die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung einzuhalten. «Bitte, wenn es möglich ist, gehen Sie nicht zu Massenveranstaltungen von Sport, Kultur oder Kirche.»

In der Slowakei haben sich nach offiziellen Angaben bislang 13.139 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 55 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit dem Virus. Die Slowakei hat rund 5,5 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft.

Im Nachbarland Tschechien soll ab Mitternacht in der Nacht zum Montag erneut ein nationaler Notstand in Kraft treten. Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hatte die Ausrufung des Ausnahmezustands wegen eines «raketenhaften Anstiegs» bei den Corona-Zahlen beschlossen. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken und Maßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen. Zuletzt war in Tschechien am Freitag mit 3792 Fällen ein neuer Höchststand bei den täglichen Corona-Neuinfektionen erreicht worden.

18.01 Uhr: 81 Fälle in Schlachthof in Sögel - Corona-Regeln verschärft

Im emsländischen Sögel sind inzwischen 81 Beschäftigte des Schlachthofes Weidemark mit dem Coronavirus infiziert. Um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, gibt es eine neue Allgemeinverfügung für die Samtgemeinde Sögel. Zusammenkünfte im öffentlichen und im privaten Raum sind ab sofort mit maximal 6 Personen erlaubt; diese Grenze gelte auch für Betriebe in Gaststätten pro Tisch, wie der Landkreis Emsland am Sonntag mitteilte. Die Allgemeinverfügung sei zunächst bis einschließlich 19. Oktober 2020 gültig.

Schüler und Lehrer der allgemeinbildenden Schulen des Sekundarbereichs I und II müssen bis zu den Herbstferien auch während des Unterrichts in den Klassenräumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

«Im gesamten Kreisgebiet beobachten wir ein dynamisches Infektionsgeschehen, so dass wir bei derzeit 137 Fällen die kritische Marke von 35 Corona-Neufällen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten haben», sagte Landrat Marc-André Burgdorf.

Alle im Schlachthof beschäftigten Corona-Infizierten und ihre Kontaktpersonen, die zu einem Großteil in der Samtgemeinde Sögel wohnen, befinden sich in Quarantäne. Die ersten Fälle hatten sich bei Tests durch den Betriebsarzt bestätigt. Nach Angaben der Gemeinde Sögel werden die rund 2000 Mitarbeiter des Schlachthofes regelmäßig auf das Virus getestet.

Die Firma Weidemark in Sögel gehört zur Tönnies-Unternehmensgruppe mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh, wo es im Juni einen massenhaften Corona-Ausbruch gegeben hatte.

15.20 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

In OWL wurden 24 Neuinfektionen registriert, 13 davon in Bielefeld. Mehrere Gesundheitsämter aktualisierten am Sonntag oder über das ganze Wochenende ihre veröffentlichten Zahlen nicht.

Bielefeld
aktuell infiziert: 116 (+1)
Fälle insgesamt: 979 (+13)
davon Todesfälle: 9

Kreis Herford (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 41
Fälle insgesamt: 653
davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn (Zahlen vom Samstag)
aktuell infiziert: 51
Fälle insgesamt: 918
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 14 (-1)
Fälle insgesamt: 445
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 73 (+4)
Fälle insgesamt: 3033 (+11)
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 52
Fälle insgesamt: 1006
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 63
Fälle insgesamt: 930
davon Todesfälle: 15

15.08 Uhr: Start an einem anderen Tag: Neuer Bond-Film schon wieder verschoben

Der neue James-Bond-Film «Keine Zeit zu sterben» ist sechs Wochen vor dem geplanten Start erneut verschoben worden - jetzt schon zum vierten Mal. Der Agententhriller mit Daniel Craig soll erst am 2. April 2021 ins Kino kommen. Die Ankündigung der Produzenten enttäuschte nicht nur Fans, sie verärgerte besonders Kinobetreiber, die um ihre Existenz fürchten. Mit dem neuen Blockbuster hatten viele die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Kinogeschäfts verbunden.

Die Mitteilung der Produzenten am vergangenen Freitag kam für viele überraschend. Die PR-Kampagne für «Keine Zeit zu sterben» lief schon auf Hochtouren. Ein neuer Trailer, Werbespots, Plakate und eine James-Bond-Podcast-Reihe - es war alles vorbereitet für den Start in diesem November. Am Tag vor der Nachricht hatte Popstar Billie Eilish sogar noch ihr Musikvideo zum Titelsong «No Time To Die» veröffentlicht. Die Absage-Entscheidung fiel offensichtlich kurzfristig.

Einen Zusammenhang mit dem Coronavirus nannten die 007-Produzenten nicht explizit, er gilt aber als sicher. Die miserablen Einspielergebnisse des Christopher-Nolan-Films «Tenet», der als einziger Blockbuster in diesem Sommer anlief, dürften dabei auch eine Rolle gespielt haben. Laut der renommierten Branchen-Website «Box Office Mojo» spielte die 200-Millionen-Dollar-Produktion bis Ende September rund 285 Millionen Dollar ein, davon magere 40 Millionen auf dem wichtigen US-Markt, wo wegen der Pandemie immer noch viele Kinos geschlossen sind. Zum Vergleich: Der bisher letzte Bond-Film «Spectre» aus dem Jahr 2015 hatte weltweit 880 Millionen Dollar (751 Millionen Euro) in die Kassen gespielt.

15.00 Uhr: Herforder Realschüler in Quarantäne

Vier Schüler aus zwei Jahrgangsstufen der Ernst-Barlach-Realschule in Herford sind mit dem Coronavirus infiziert. Die Jahrgänge 9 und 10 der Schule müssen für zwei Wochen in Quarantäne.  Das geht aus einer Mitteilung des Kreises Herford hervor.

13.58 Uhr: Neue Beschränkungen auf Island - Bars werden geschlossen

Die Menschen auf Island müssen sich wegen steigender Infektionszahlen auf neue Corona-Beschränkungen einstellen. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird die Teilnehmergrenze für öffentliche Versammlungen ab Montag auf maximal 20 Personen herabgesetzt. Ausnahmen davon gelten etwa für Hochschulen und auf Beerdigungen. Außerdem werden Bars, Nachtclubs und Fitnessstudios geschlossen, wie die isländische Regierung am späten Samstagabend mitteilte. Damit folgte Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir einem Vorschlag des isländischen Chefepidemiologen Thórólfur Gudnason. Schulen und Kindergärten bleiben offen.

Island mit seinen gut 360.000 Einwohnern hat seit Beginn der Corona-Krise knapp 2900 Infektionen verzeichnet und ist insgesamt bislang verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen. Zehn Erkrankte sind bislang gestorben, der letzte dieses Todesfälle ist aber bereits Monate her. Im Sommer hatte es kaum noch aktive Fälle gegeben, seit Ende Juli nehmen die Infektionszahlen aber wieder zu.

13.13 Uhr: Werder Bremen lässt seine Nationalspieler nicht in Risikogebiete reisen

Fußball-Bundesligist Werder Bremen will seine Nationalspieler in der bevorstehenden Länderspielpause bis auf eine Ausnahme nicht in Coronavirus-Risikogebiete schicken. Sportchef Frank Baumann sagte nach dem 1:0-Erfolg am Samstag gegen Arminia Bielefeld, dass der Club durch eine mögliche Quarantäne „keinen Spieler für das nächste Bundesligaspiel verlieren“ wolle. Am 17. Oktober gastieren die Hanseaten beim SC Freiburg.

„Das Bremer Gesundheitsamt hat verordnet, dass Berufsspieler von Werder, die in Risikogebieten unterwegs sind, anschließend nach ihrer Rückkehr nach Deutschland fünf Tage in häusliche Quarantäne müssen – unabhängig von ein oder zwei negativen Tests“, erklärte Baumann. Im Gegensatz dazu reicht für die Nationalspieler von Borussia Dortmund nach der Rückkehr ein negativer Test.

12.50 Uhr: Inzidenzwert liegt in Bielefeld nun bei 28,8 pro 100.000 Einwohnern

Insgesamt 22 Menschen sind in Bielefeld am Wochenende positiv auf das Corona-Virus getestet worden – neun am Samstag und 13 am Sonntag. Die Neuinfektionsrate in den letzten sieben Tagen liegt nun bei 28,8 pro 100.000 Einwohner, das entspricht 96 Neuinfizierten.

Damit liegt die Zahl der insgesamt positiv auf das Corona-Virus getesteten Bielefelderinnen und Bielefelder bei 979. Die Zahl der Menschen, die sich bei der Familienfeier angesteckt haben, liegt weiter bei insgesamt 74 – damit habe es in diesem Zusammenhang auch am Wochenende keinen weiteren Fall gegeben, so Stadtsprecher Daniel Steinmeier. Von den positiv Getesteten sind 854 Menschen wieder genesen – 25 mehr als am Freitag.

9.58 Uhr: Lehrer dürfen bei Schulbeginn nicht mehr in Quarantäne sein

Lehrer müssen bei einer Urlaubsreise in ein Corona-Risikogebiet die danach fällige Quarantäne bis Ende der Herbstferien abgeschlossen haben. Darauf hat das NRW-Schulministerium hingewiesen. „Private Reisen können zwar (...) nicht untersagt werden, allerdings können bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet dienst- oder arbeitsrechtliche Konsequenzen (...) in Betracht kommen“, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an die Bezirksregierungen, die wiederum die Schulen darüber informieren sollen. Bei unentschuldigtem Fernbleiben vom Dienst könnten auch Bezüge gestrichen werden, mahnt das Ministerium.

8.50 Uhr: Deutsche melden sich in Corona-Zeiten seltener krank

Die Zahl der Krankmeldungen ist in den vergangenen Monaten gesunken. „Während der Corona-Pandemie haben sich weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krankgemeldet als in den Vorjahren“, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, der „Welt am Sonntag“. Die Krankenstände seien von Mai bis August teilweise deutlich zurückgegangen. Eine Ursache sieht Litsch darin, dass die Menschen seltener unterwegs seien und vermehrt im Homeoffice arbeiten würden. 

Dadurch falle beispielsweise die Zahl der Krankmeldungen wegen Erkältung seit Mai 2020 im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich geringer aus. Ein weiterer Aspekt sei, dass viele Beschäftigte Arztpraxen aus Angst vor Ansteckung meiden würden. Bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sind mehr als 24 Millionen Menschen versichert.

7.56 Uhr: 2279 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Das Robert-Koch-Institut hat am Sonntag eine vergleichsweise etwas niedrigere Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 2279 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 299.237 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 4.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9529. Seit dem Vortag wurden 2 Todesfälle mehr gemeldet. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,10 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Freitag bei 1,13 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

7.53 Uhr: Wenige Covid-Tote in Afrika: Wissenschaftler erforschen Gründe

Die junge Bevölkerung in Afrika ist Wissenschaftlern zufolge ein Grund für den bislang relativ milden Verlauf der Corona-Pandemie auf dem Kontinent. „Ich glaube, die Demografie ist sehr wichtig und ein großer Faktor“, sagte Maria Yazdanbakhsh von der Universität Leiden (Niederlande) der Deutschen Presse-Agentur. Auf dem Kontinent liegt das Durchschnittsalter bei etwas über 19 Jahren. 

Afrika hat bisher rund 1,48 Millionen Corona-Fälle verzeichnet. Die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein, dennoch hat das Coronavirus den Kontinent mit bislang rund 36.200 Todesfällen weniger schwer getroffen als zuvor befürchtet. Neben der jungen Bevölkerung könnte dies Forschern zufolge auch an genetischen Faktoren, der Mobilität der Bevölkerung und den Immunsystemen der Menschen liegen. Diese seien in Afrika sehr anders als in Europa oder den USA, weil die Menschen ganz anderen Mikroorganismen und Parasiten ausgesetzt seien, sagte Yazdanbakhsh.

7.49 Uhr: NRW-Firmen streichen Weihnachtsfeiern - Gastwirte erwarten Einbruch

Die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen erwartet am Jahresende deutliche Umsatzrückgänge, weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Weihnachtsfeiern gestrichen werden. „Nach einer stichprobenartigen Umfrage bei Gastwirten und Caterern fallen 80 bis 90 Prozent der Feiern aus“, sagte Dehoga-NRW-Sprecher Thorsten Hellwig der dpa. „Das sind mehr als empfindliche Einbußen.“ Beziffern konnte Hellwig das Umsatzvolumen durch Weihnachtsfeiern nicht - angesichts von über 44 000 Gaststätten, davon 5200 Kantinen und Caterer in Nordrhein-Westfalen, dürfte es sich aber um Millionen handeln. 

Das Geschäft zum Jahresende mit Gänseessen, Weihnachts- und Silvesterfeiern spielt für die Branche laut Hellwig eine wichtige Rolle. Die Feiern würden in der Regel frühzeitig geplant; in diesem Jahr sei das aber unmöglich, denn wenn die Coronazahlen am Veranstaltungsort zu hoch steigen, müssten Teilnehmerzahlen teils deutlich reduziert oder Veranstaltungen abgesagt werden. Ab 50 Infektionen auf 100 000 Menschen in den letzten sieben Tagen sind nach der aktuellen Coronaschutzverordnung nur noch 25 Teilnehmer bei Feiern erlaubt.

7.40 Uhr: Spahn kündigt Corona-Schnelltests an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Corona-Schnelltests für Krankenhäuser und Pflegeheime angekündigt. «Schnelltests kommen vor allem für Besucher, Beschäftigte, Bewohner und Patienten von Pflegeheimen und Krankenhäusern in Betracht», sagte Spahn der «Bild am Sonntag».

«Damit können wir verhindern, dass sich alte und kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger anstecken. Für sie ist die Gefahr von schwerwiegenden Folgen einer Infektion am größten.» Die Frage, wann und unter welchen Bedingungen die Schnelltests von den Krankenkassen bezahlt würden, werde zum 15. Oktober geregelt. Mehr hier .

Samstag, 3. Oktober

20.03 Uhr: Nach drittem negativen Test: Maas beendet am Sonntag Quarantäne

Nach einem dritten negativen Corona-Test wird Bundesaußenminister Heiko Maas seine Quarantäne am Sonntag beenden. Das sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Der SPD-Politiker hatte sich am 23. September in Selbstisolation begeben, nachdem ein Leibwächter sich infiziert hatte.

19.59 Uhr: Krankheitsverlauf bei Trump womöglich schwerer als bislang bekannt

Der Verlauf der Coronavirus-Infektion von US-Präsident Donald Trump ist womöglich schwerer als vom Weißen Haus und von seinem Leibarzt zunächst eingeräumt. Reporter, die den Präsidenten normalerweise begleiten, zitierten am Samstag eine informierte Quelle, wonach die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden «sehr besorgniserregend» gewesen seien. Die nächsten 48 Stunden seien entscheidend. «Wir befinden uns noch immer nicht auf einem klaren Weg zu einer vollständigen Genesung.» Trump selber schrieb am Samstag auf Twitter, er fühle sich gut.

Trump (74) war am Freitagabend ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington geflogen worden. Das Weiße Haus sprach von einer Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte. Trumps Leibarzt Sean Conley sagte am Samstag am Krankenhaus: «Heute Morgen geht es dem Präsidenten sehr gut.» Die ersten sieben bis zehn Tage seien die wichtigsten, um den weiteren Krankheitsverlauf zu bestimmen. «Zum jetzigen Zeitpunkt sind das Team und ich sehr zufrieden mit dem Fortschritt, den der Präsident gemacht hat.»

Conley wich der wiederholt gestellten Frage aus, ob Trump im gesamten Verlauf der Infektion keinen zusätzlichen Sauerstoff bekommen habe. Derzeit sei das nicht der Fall, sagte er. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf zwei Quellen aus dem Umfeld des Weißen Hauses, dass Trump am Freitag Atemprobleme gehabt habe und seine Sauerstoffwerte gefallen seien. Das habe die Ärzte dazu veranlasst, ihm zusätzlichen Sauerstoff zu verabreichen und ihn ins Walter-Reed-Krankenhaus zu verlegen.

Conley sagte, Trump habe in der Nacht zu Freitag Fieber gehabt, sei inzwischen aber seit 24 Stunden fieberfrei. Über die Höhe des Fiebers wollte Conley keine Angaben machen. Er sagte, Trump habe unter leichtem Husten, Nasenverstopfung und Müdigkeit gelitten. Diese Symptome besserten sich. Der Arzt Sean Dooley sagte, Trump habe am Morgen gesagt, er habe das Gefühl, er könne das Krankenhaus verlassen. Das sei «sehr ermutigend» gewesen.

18.50 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL: 19 Neuinfektionen registriert

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

Es wurden 19 Neuinfektionen in OWL registriert, neun davon in Bielefeld. Mehrere Gesundheitsämter aktualisierten am Feiertag ihre veröffentlichten Zahlen nicht.

Bielefeld
aktuell infiziert: 115 (-4)
Fälle insgesamt: 966 (+9)
davon Todesfälle: 9

Kreis Herford (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 41
Fälle insgesamt: 653
davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 51 (+6)
Fälle insgesamt: 918 (+6)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 15 (-1)
Fälle insgesamt: 445 (+1)
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 69 (-4)
Fälle insgesamt: 3022 (+3)
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 52
Fälle insgesamt: 1006
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 63
Fälle insgesamt: 930
davon Todesfälle: 15

18.38 Uhr: Menschenkette am Bodensee - Tausende demonstrieren friedlich

Tausende Menschen haben am Bodensee für und gegen die Corona-Politik demonstriert. Mit einer sogenannten Friedensmenschenkette hat unter anderem die Initiative «Querdenken» laut den zuständigen Polizeipräsidien Konstanz, Ravensburg und Lindau am Samstag etwa 11.000 Menschen um den See herum mobilisiert. Eine wie geplant durchgängige Menschenkette durch Österreich, Deutschland, Liechtenstein und die Schweiz sei aber nicht geglückt.

Die Organisatoren hatten auf 250.000 Teilnehmer gehofft. Allein in Konstanz waren 15.000 angemeldet, rund 2200 zählte die Polizei dort. Zahlen von den Veranstaltern gab es zunächst nicht. Dafür müssten Luftaufnahmen ausgewertet werden, hieß es vom Mitorganisator Gerry Mayr, der auch eine «Querdenker»-Demonstration am Sonntag in Konstanz veranstaltet.

Ziel der Aktion sei gewesen, ein europäisches Signal gegen die Corona-Maßnahmen zu setzen und in einen Dialog mit der Regierung zu treten, so Mayr. Der Konstanzer Unternehmer hält Quarantäne für ein modernes Gefängnis und die Maskenpflicht für Unrecht.

Gegendemonstranten aus verschiedenen Gruppierungen marschierten am Konstanzer Teil der Menschenkette vorbei mit Bannern, auf denen sie sich klar zu den Corona-Maßnahmen bekannten. Vereinzelt kam es zu Diskussionen zwischen den einzelnen Lagern. Die Polizei sprach von friedlichen Protesten.

15.47 Uhr: Ukraine: Ex-Präsident Poroschenko mit Coronavirus infiziert

Der frühere Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 55-Jährige ist in ein Krankenhaus gebracht worden, er habe eine beidseitige Lungenentzündung, teilte seine Frau Marina am Samstag in sozialen Netzwerken mit. Eine der beiden Töchter sei ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der prowestliche Politiker hatte den osteuropäischen Staat von 2014 bis 2019 regiert. Im August war bereits Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko an Covid-19 erkrankt. Auch sie wurde in einer Klinik behandelt, die sie inzwischen aber wieder verlassen hat.

In dem verarmten Land steigen die Infektionszahlen seit Wochen rapide an. Mit 92 Toten und 4661 Neuinfektionen hatten die Behörden am Samstag Rekordwerte gemeldet.

15.46 Uhr: EU-Arzneibehörde untersucht mögliche Nierenschäden durch Remdesivir

Der auch zur Behandlung schwerer Covid-19-Verläufe eingesetzte Wirkstoff Remdesivir wird in Europa wegen möglicher Nierenkomplikationen genauer unter die Lupe genommen. Man habe nach entsprechenden Berichten ein Sicherheits-Prüfverfahren für das Medikament Veklury gestartet, teilte die Arzneimittelagentur der EU (EMA) bereits am Freitag mit. Das Präparat basiert auf Remdesivir. Bei einigen Patienten sollen demnach akute Nierenprobleme aufgetreten sein, erklärte die Behörde mit Hauptsitz in Amsterdam. Mehrere Medien hatten über die EMA-Untersuchung berichtet.

15.38 Uhr: «Spiegel»: Spahn plant massenhaft Coronatests in Pflegeheimen

Alten- und Pflegeheime sollen ab dem 15. Oktober flächendeckend Coronatests durchführen, um Bewohner, Personal und Besucher besser vor dem Virus zu schützen. Das geht aus einem Referenten-Entwurf für eine Nationale Teststrategie hervor, mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Einsatz von Coronatests in Deutschland regeln will. Der 23-seitige Entwurf, der dem «Spiegel» vorliegt, sieht ähnliche Regelungen für Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Arzt- und Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen, Praxen humanmedizinischer Heilberufe sowie ambulante Pflegedienste vor.

Werde in solchen Einrichtungen eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt, habe jeder, der in den vorangegangenen zehn Tagen dort anwesend gewesen sei, Anspruch auf einen Test. Ziel sei es, besonders gefährdete Personen besser zu schützen, heißt es in dem Entwurf.

14.49 Uhr: Zahl der Infektionen im Landkreis Vechta übersteigt kritischen Wert

Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Vechta ist über den als kritisch betrachteten Wert von 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gestiegen. Dies war nach einem Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim erwartet worden. Nach Daten des Landesgesundheitsamtes liegt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 51,8. Gemeldet im Landkreis Vechta waren 727 Fälle, 46 mehr als am Vortag (Stand 3. Oktober, 9.00 Uhr).

12.28 Uhr: Fußballer-Vereinigung warnt vor Reiserisiko für Südamerikas Spieler

Die Spielervereinigung Fifpro hat im Hinblick auf die WM-Qualifikation in Südamerika vor dem Reiserisiko für rund 250 Spieler gewarnt. „Bis zu 251 Athleten müssen möglicherweise lange Reisen machen“, hieß es in einer Studie der Fifpro in Koordination mit der KPMG Football Benchmark. Demnach würden viele Spieler in Länder mit der höchsten Corona-Inzidenz weltweit ein- und ausreisen, mit mehr als 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

9.36 Uhr: Überwiegende Zahl der Schulen trotz Corona in Betrieb

Der überwiegende Teil der Schulen in Deutschland hat bis zum Start der ersten Bundesländer in die Herbstferien den Betrieb trotz Corona wie geplant aufrechterhalten können. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Kultusministerien der Länder und eine Auswertung aktuell zugänglicher Meldungen der Ministerien ergab, kommt es vereinzelt zwar zu deutlichen Einschränkungen für Tausende Schüler und Lehrer. Mit Blick auf die Gesamtzahl von rund 40.000 Schulen mit 11 Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern, sind die Zahlen dennoch vergleichsweise überschaubar. 

7.25 Uhr: Trump wird wegen Corona-Infektion mit Remdesivir behandelt

US-Präsident Donald Trump wird wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Das ging am Freitagabend aus einem Schreiben seines Leibarztes Sean Conley hervor, wenige Stunden nachdem Trump ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington gebracht worden war. Trump gehe es „sehr gut“, er benötige keine Sauerstoffzufuhr, schrieb sein Arzt. Er habe die Therapie mit dem Mittel Remdesivir begonnen, eine erste Dosis eingenommen und ruhe sich aus. 

Trump meldete sich annähernd zeitgleich mit einem Tweet aus dem Krankenhaus. „Es läuft gut, denke ich! Ich danke euch allen. Liebe!!!!“ 

7.10 Uhr: Krisenstab in Bielefeld gibt vorerst Entwarnung

An diesem Wochenende haben viele Bielefelder einen Grund aufzuatmen. Nach der Quarantäneanordnung für fast 1000 Schüler und Lehrer liegen die Ergebnisse der Corona-Reihentests von Montag und Dienstag vollständig vor, und fast alle sind negativ getestet worden. Und  weil die kritische Marke von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner nun doch nicht erreicht wird  , können am Wochenende 27 größere Privatfeiern wie geplant stattfinden. Mehr hier .

6.59 Uhr: Mehr als 18.000 Schüler zwischenzeitlich in Quarantäne

Zweieinhalb Wochen vor Beginn der Herbstferien haben sich zwischenzeitlich mehr als 18.000 Schüler und 1700 Lehrer in Nordrhein-Westfalen coronabedingt in Quarantäne befunden. Das geht aus den jüngsten Zahlen des NRW-Schulministeriums zum Stichtag 24. September hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Am Präsenzunterricht in den Schulen konnten hingegen zu dem Zeitpunkt deutlich mehr als 2 Millionen Schülerinnen und Schüler teilnehmen. 

Der Statistik zufolge waren im Detail 18.149 Schüler beziehungsweise 0,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Bei rund 0,03 Prozent wurde eine Corona-Infektion bestätigt, hieß es ohne absolute Zahl. Außerdem waren 1776 Lehrkräfte in Quarantäne. Das entspricht 1,1 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer. Bei weniger als 0,1 Prozent der Lehrkräfte wurde eine Corona-Infektion bestätigt. 

6.55 Uhr: 2563 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Samstagmorgen 2563 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit bleibt der Wert nun schon zum dritten Mal in Folge über der Schwelle von 2500 Fällen pro Tag. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 296.958 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 3.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9527. Seit dem Vortag wurden 19 Todesfälle mehr gemeldet. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,97 (Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Freitag bei 1,08 (Vortag: 1,05). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Freitag, 2. Oktober

18.47 Uhr: WAZ-Bericht: NRW warnt Lehrer vor Urlaub in Risikogebieten

Eine Woche vor Beginn der Herbstferien hat das NRW-Schulministerium einem Medienbericht zufolge die landesweit knapp 200.000 Lehrer vor Reisen in Corona-Risikogebiete gewarnt und mit Gehaltskürzungen gedroht. Das berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ, Essen) in ihrer Samstag-Ausgabe. "In der aktuellen Pandemie-Situation ist dringend anzuraten, dass Lehrkräfte ihre Urlaubsplanungen ins Ausland überprüfen", heißt es in einem neuen Privatreisen-Erlass, der an alle Bezirksregierungen verschickt worden sei und der WAZ vorliege.

Das Land als Dienstherr könne den Lehrern zwar private Reisen ins Ausland nicht verbieten, "allerdings können bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet dienst- oder arbeitsrechtliche Konsequenzen - bei unentschuldigtem Fernbleiben vom Dienst auch der Verlust der Bezüge bzw. des Entgelts - grundsätzlich in Betracht kommen, wenn wegen der Quarantänepflicht die Dienstpflicht nicht rechtzeitig wieder aufgenommen werden kann", stelle der Erlass klar. Es werde lediglich "über die bestehende Rechtslage informiert", hieß es am Freitag laut WAZ auf Anfrage. Der mahnende Charakter des Rundschreibens sei vor den zweiwöchigen Herbstferien aber demnach kein Zufall: "Da inzwischen eine Vielzahl von Urlaubsregionen als Risikogebiet eingestuft ist, sollten die Beschäftigten aus Fürsorgegründen ausdrücklich auf mögliche Konsequenzen hingewiesen werden, damit sie sich bei ihrer Urlaubsplanung über diese im Klaren sind."

18.39 Uhr: Hotspot Madrid wehrt sich juristisch gegen Abriegelung

Der Streit um die richtige Strategie zur Bekämpfung der Pandemie im Corona-Hotspot Madrid wird nun vor Gericht ausgetragen: Die konservative Regionalregierung legte nach eigenen Angaben am Freitag beim Staatsgerichtshof Einspruch gegen die Entscheidung der linken Zentralregierung ein, Madrid und weitere neun Gemeinden im Großraum der Hauptstadt abzuriegeln. Ungeachtet dieses Schrittes werde man der Anordnung wider Willen Folge leisten und die Absperrungen am Freitag um 22 Uhr in Kraft treten lassen, kündigte der regionale Justiz- und Innenminister Enrique López an.

Die Abriegelungen sollen zunächst für zwei Wochen gelten. Die Menschen werden die jeweiligen Gemeinden nur mit triftigen Gründen betreten oder verlassen dürfen - etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren oder um Einkäufe zu tätigen. López klagte, die Absperrungen seien zur Eindämmung der Pandemie ungeeignet, würden «Chaos, Ungewissheit und Unruhe» sowie Einkommenseinbußen von insgesamt zwei Milliarden Euro pro Woche verursachen.

18.25 Uhr: Teile der Niederlande und Schottland zu Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat ganz Schottland sowie Teile Englands und weite Teile der Niederlande zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Risikoliste des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurde am Freitag entsprechend aktualisiert. Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt für alle diese Gebiete noch im Laufe des Abends eine Reisewarnung ausspricht.

Nach Angaben des RKI ist nach dem neuesten Stand die gesamte Niederlande mit Ausnahme der Provinzen Zeeland und Limburg betroffen. In England sind die Regionen North West, North East und Yorkshire and the Humbers nun aus deutscher Sicht Risikogebiete.

Zudem gelten in Österreich das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz nicht mehr als Corona-Risikogebiete. Die Enklaven, die nur von Bayern aus erreichbar sind, meldeten in den vergangenen Tagen keine einzige neue Corona-Infektion. Eine Online-Petition mit mehr als 10.500 Unterstützern hatte deshalb Ausnahmeregeln gefordert.

Die Ausweisung zum Risikogebiet und die in aller Regel darauf folgenden Reisewarnungen bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen sich testen lassen und in Quarantäne, bis das Ergebnis da ist.

18.20 Uhr: Mehr als 40 Prozent Infizierte in der Provinz Bergamo

In der von der Corona-Pandemie im Frühjahr besonders hart getroffenen Provinz Bergamo in Italien haben sich wohl mehr als 42 Prozent der Bevölkerung mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Das ergab eine Studie mit fast 21.500 Menschen aus der Region Val Seriana - mehr als ein Viertel der dortigen erwachsenen Bevölkerung, wie die örtlichen Gesundheitsbehörden mitteilten. Bei etwa 9000 Menschen ließ sich die Infektion demnach im Blut nachweisen. Bei den allermeisten davon war sie zum Untersuchungszeitpunkt im Juli bereits abgeklungen, bei 154 Personen ließ sich das Virus noch im Nasen-Rachen-Abstrich nachweisen.

16.00 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL: 39 Neuinfektionen

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

Insgesamt wurden 39 Neuinfektionen in OWL registriert, 16 davon in Bielefeld. Dort ist derzeit auch die größte Zahl an aktiv Infizierten bekannt. Auf Platz zwei liegt der Kreis Gütersloh.

Bielefeld
aktuell infiziert: 119 (+7)
Fälle insgesamt: 957 (+16)
davon Todesfälle: 9

Kreis Herford
aktuell infiziert: 41 (-1)
Fälle insgesamt: 653 (+2)
davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 45 (+4)
Fälle insgesamt: 912 (+4)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 16 (+1)
Fälle insgesamt: 444 (+1)
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 73 (+2)
Fälle insgesamt: 3019 (+12)
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 52
Fälle insgesamt: 1006 (+1)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 63 (-22)
Fälle insgesamt: 930 (+3)
davon Todesfälle: 15

15.12 Uhr: Bundespolizei meldet 658 Maskenverweigerer an Gesundheitsämter - fast 49.000 Reisende ermahnt

Die Bundespolizei hat innerhalb von knapp drei Wochen fast 49.000 Reisende ermahnt, die ohne Mund-Nase-Schutz in Bahnhöfen oder Zügen unterwegs waren. Wie das Bundespolizeipräsidium am Freitag in Potsdam mitteilte, wurden zwischen dem 12. September und dem 1. Oktober bundesweit 658 „Uneinsichtige“ an das örtlich zuständige Gesundheitsamt gemeldet, um Bußgelder nach den Landesverordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu verhängen.

13.52 Uhr: Recht auf Homeoffice?

Die Corona-Krise zeigt, dass viele Menschen von Zuhause aus mindestens genauso gut arbeiten können wie im Büro. Bald könnte es einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice geben . Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat angekündigt, dass er bald Vorschläge für ein Recht auf Homeoffice und entsprechende Arbeitszeitregelungen vorlegen will. Er wolle dafür einen «Ordnungsrahmen» schaffen, sagte der SPD-Politiker in der Haushaltsdebatte des Bundestages.

13.46 Uhr: Trumps Infektion und die Folgen

US-Präsident Donald Trump ist mit dem Coronavirus infiziert. Je nachdem, wie der Gesundheitszustand des Präsidenten sich in den kommenden Tagen entwickelt, sind gravierende Szenarien denkbar. Aber schon jetzt ist klar, dass die Infektion Folgen haben wird. Wie es bei der wohl wichtigsten Wahl des Jahres nun weitergeht und was dies für die Nation bedeutet, ist völlig offen .

13.13 Uhr: 50 Corona-Infektionen in Pflegeheim in Vechta

In einem Alten- und Pflegeheim im niedersächsischen Vechta haben sich Dutzende Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Es gebe 50 bestätigte Fälle, sagte Landrat Herbert Winkel am Freitag. Betroffen seien 31 Bewohner und 19 Mitarbeiter. Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Region seien zurzeit aber nicht geplant, da sich der Corona-Ausbruch klar verorten lasse.

Das Land Niedersachsen gab die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche im Kreis Vechta am Freitagvormittag mit 23,8 an. Mit dem neuen Ausbruch dürfte der Wert aber deutlich in Richtung des Schwellenwertes von 50 steigen, der als Indikator für eine mögliche Ausweitung von Schutzmaßnahmen vereinbart wurde.

11.21 Uhr: Bielefeld unterhalb der kritischen Marke

Auch am Freitag erreicht Bielefeld offenbar nicht den Schwellenwert von 35 Neuinfizierten auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen, ab dem die Stadt einschränkende Maßnahmen verhängen muss. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt der Inzidenzwert am Freitagmorgen bei 33,9, nachdem das städtische Gesundheitsamt 16 weitere Neuinfektionen gemeldet hat. Donnerstag lag er bei 30,6. Am Nachmittag wird die Stadt detaillierte Zahlen zum Corona-Geschehen herausgeben und dabei möglicherweise auch über das abschließende Ergebnis der Reihentests unter 800 Schülern und Lehrern von Montag und Dienstag berichten.  

9.58 Uhr: Was gilt wo im Urlaub?

Die Herbstferien rücken näher, die ersten Koffer sind bereits gepackt. Doch in diesem Jahr ist alles anders - steigende Infektionszahlen in vielen Ländern und komplizierte Reisebestimmungen der Behörden stellen die Urlaubspläne vieler Menschen auf den Kopf. Wo darf ich jetzt noch hinfahren? Wann muss ich in Quarantäne? Und wann kann ich mich «freitesten», also die Quarantäne mit einem negativen Testergebnis verkürzen? Fragen, die nicht nur Auslandsurlauber beschäftigen.  Ein Überblick .

7.54 Uhr: Trump positiv auf Corona getestet

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich mit dem Coronavirus angesteckt . Kurz zuvor hatte Trump bestätigt, dass seine enge Beraterin Hope Hicks positiv auf das Virus getestet wurde. Im Umfeld von Trump hat es schon früher Corona-Infektionen gegeben. Hicks verbringt allerdings viel Zeit mit Trump und First Lady Melania.

7.43 Uhr: 36 Corona-Fälle bei Tönnies in Sögel

Im emsländischen Sögel sind 36 Beschäftigte des Schlachthofes Weidemark mit dem Coronavirus infiziert . Es handele sich überwiegend um Mitarbeiter von Subunternehmen der Weidemark Fleischwaren GmbH & Co. KG, teilte der Landkreis Emsland mit. Alle Betroffenen seien in Quarantäne. Die Firma Weidemark in Sögel gehört zur Tönnies-Unternehmensgruppe mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück, wo es im Juni einen massenhaften Corona-Ausbruch gegeben hatte.

7 Uhr: Trump in Quarantäne

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich einem Coronatest unterzogen, nachdem eine enge Beraterin positiv auf das Virus getestet wurde. Trump bestätigte im Interview mit Fox News, dass sich Hope Hicks angesteckt habe. «Sie wurde positiv getestet», sagte Trump. «Wir verbringen viel Zeit mit ihr.» Trump erwarte, sein Ergebnis später am Abend oder Freitagmorgen zu bekommen. «In der Zwischenzeit werden wir unseren Quarantäne-Prozess beginnen», schrieb der 74-Jährige nach dem Interview auf Twitter.

6.15 Uhr: Nur jeder Fünfte will verreisen

Angesichts steigender Zahlen und zahlreicher Reisewarnungen will nur jeder fünfte Deutsche im kommenden Herbst oder Winter verreisen. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa planen acht Prozent eine Reise ins Ausland, zwölf Prozent wollen im Inland Urlaub machen. 66 Prozent haben sich entschieden, den ganzen Herbst oder Winter zu Hause zu bleiben. Acht Potenz sind unentschlossen, fünf Prozent machten noch keine Angaben.

Zum Vergleich: Im vergangenen Herbst und Winter sind noch 41 Prozent der Befragten verreist - 23 Prozent ins Ausland und 18 Prozent innerhalb Deutschlands. 

6 Uhr: Mehr als 2600 Neuinfektionen in Deutschland 

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2673 neue Infektionen , wie das Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt gibt. Zuvor hatte der Wert binnen weniger Tage schon einmal den Wert von 2500 überschritten. 

Seit Beginn der Krise haben sich deutschlandweit mindestens 294.395 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt laut RKI bei 9508. Das Subdominante acht mehr als am Vortag. Ein Anstieg zeichnet sich mit 362 auch bei den Patienten auf den Intensivstationen ab. Vergangene Woche waren es noch 296. Derzeit werden 193 beatmet (166).

Donnerstag, 1. Oktober

20.45 Uhr: Semperoper auf dem Weg zurück zum Normalbetrieb

Die Semperoper in Dresden unternimmt in der Corona-Pandemie einen weiteren Schritt in Richtung Normalbetrieb. Ab November solle es wieder täglich Aufführungen in den Sparten Oper und Ballett geben, teilte die Sächsische Staatsoper am Donnerstag mit.

Dann dürfen etwa 500 Zuschauer im Saal sein, derzeit sind es 330. Auf dem Spielplan stehen «adaptierte Fassungen, die unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene-Maßnahmen in nahezu voller Länge mit Pause zur Aufführung kommen», hieß es.

19.21 Uhr: Universitätsklinikum OWL Teil des Covid-19-Forschungsnetzwerks

Das Universitätsklinikum OWL (UK OWL) ist Teil des von der Berliner Charité koordinierten nationalen Netzwerks Universitätsmedizin zu Covid-19. Das Netzwerk verfolge das Ziel, durch eine optimale Zusammenarbeit die Corona-Pandemie schneller und effektiver bekämpfen zu können, teilte das Universitätsklinikum am Donnerstag in Bielefeld mit.

Das Bundesforschungsministerium fördert diese Forschungsaktivitäten mit 150 Millionen Euro für ein Jahr. Zum UK OWL gehören das Evangelische Klinikum Bethel, das Klinikum Bielefeld und das Klinikum Lippe.

18.32 Uhr: Verkaufsoffene Sonntage: Erhebliche Zweifel auch an der neuen Erlaubnis durch die Corona-Schutzverordnung

In Gütersloh wird es aller Voraussicht nach in diesem Jahr keinen verkaufsoffenen Sonntag geben. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat die Freigabe auf Basis einer einstweiligen Anordnung am Mittwoch abgelehnt.

In diesem Zusammenhang erteilten die Richter auch dem Plan der NRW-Landesregierung, vier verkaufsoffene Sonntage im Advent und einen im Januar 2021 im Rahmen der Corona-Schutzverordnung zu erlauben, eine Absage.

17.19 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL 

Bielefeld

aktuell infiziert: 112 (+17)

Fälle insgesamt: 941 (+19)

davon Todesfälle: 9

Kreis Herford  

aktuell infiziert: 42 (+2)

Fälle insgesamt: 651 (+2)

davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 41 

Fälle insgesamt: 908 (+3)

davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 15 (-3)

Fälle insgesamt: 443 (+1)

davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 71 (+9)

Fälle insgesamt: 3007 (+11)

davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 52 (-8)

Fälle insgesamt: 1005 (+5)

davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 85 (-5)

Fälle insgesamt: 927 (+2)

davon Todesfälle: 15

16.37 Uhr: Bestätigt: Bundesligaspiel Bremen gegen Bielefeld ohne Zuschauer

Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss das Spiel gegen Arminia Bielefeld am Samstag (15.30 Uhr) aufgrund erhöhter Coronavirus-Infektionen ohne Zuschauer austragen.

„Da der Wert von 35 überschritten wurden, muss die Entscheidung lauten, dass das Spiel ohne Fans stattfinden muss“, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) nach einer Senatssitzung am Donnerstag. „Es geht um die Einhaltung selbst gesetzter Regeln.“

14.58 Uhr: Bayer bekommt die Corona-Pandemie zu spüren - Sparprogramm verschärft

Bayer hat mit der Ankündigung eines weiteren Sparprogramms und trüben Geschäftsaussichten Arbeitnehmervertreter und Anleger alarmiert.

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern will über ein laufendes Sparprogramm hinaus weitere 1,5 Milliarden Euro pro Jahr einsparen und schließt dabei einen zusätzlichen Stellenabbau nicht aus. Das Unternehmen bekräftigte aber den zugesagten Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland bis Ende 2025. An der Frankfurter Börse ging es für die Bayer-Aktie am Donnerstag tief in den Keller.

13.05 Uhr: Niedersachsen will private Feiern auf 25 Menschen beschränken

Feiern in den eigenen vier Wänden sollen in Niedersachsen zum Schutz vor Corona auf maximal 25 Teilnehmer begrenzt werden. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil am Donnerstag in Hannover an. Die Vorschrift solle verbindlich und landesweit unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen im jeweiligen Kreis gelten, sagte der SPD-Politiker. Ausgenommen davon seien Partys im Freien. Steigt die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche in einer Regional auf mehr als 50, sollen sich nur noch zehn Menschen zu Hause treffen dürfen.

11.45 Uhr: Keine Quarantäne für Löw-Team nach Ukraine-Spiel 

Joachim Löw und die deutsche Nationalmannschaft müssen nach der Rückkehr vom nächsten Nations-League-Spiel in der Ukraine keine Quarantäne befürchten. Das haben die zuständigen Behörden dem Deutschen Fußball-Bund bestätigt. Zwar zählt der Spielort Kiew zu den Corona-Risikogebieten. Doch die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass bei beruflich unaufschiebbaren Reisen unter fünf Tagen in die Ukraine bei Nachweis einer Corona-Testreihe die Quarantänepflicht entfällt. Das Löw-Team hält sich ab kommenden Montag in Köln auf, wird von dort nach Kiew reisen und am 10. Oktober gegen die Ukraine spielen.

10.53 Uhr: Gastwirt gewinnt Corona-Klage gegen Versicherung

Nach einer bundesweiten Corona-Klagewelle gegen zahlungsunwillige Versicherungen hat das Münchner Landgericht erstmals einem klagenden Gastwirt die geforderte Millionensumme zugesprochen .

Laut Urteil muss die beklagte Versicherungskammer die Kosten der coronabedingten Betriebsschließung an den Pächter des Münchner Augustinerkellers zahlen - exakt 1,014 Millionen Euro.

Der Wirt hatte kurz vor dem sogenannten Shutdown im März eine Betriebsschließungspolice abgeschlossen, um sich gegen Corona abzusichern. Die Versicherungskammer will dennoch nicht zahlen. In den Versicherungsbedingungen sind behördlich angeordnete Schließungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes gedeckt, der Covid-19-Erreger jedoch nicht genannt.

10.44 Uhr: Corona-Wert zu hoch: Bremen gegen Bielefeld womöglich ohne Zuschauer

Dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen droht gegen Arminia Bielefeld am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ein Zuschauer-Ausschluss. „Die Zeichen sehen nicht sehr positiv aus, aber die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagte Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) am Donnerstag butenunbinnen.de. Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben sich Stand Donnerstag 0.00 Uhr 36,4 Menschen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage in der Hansestadt Bremen mit dem Coronavirus infiziert. Damit wurde der maßgebliche Grenzwert von 35 Infizierten überschritten, womit keine Zuschauer zugelassen werden dürften. 

Ob die Bundesliga-Partie mit Zuschauern ausgetragen werden kann, wird laut einem Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde am Donnerstagnachmittag entschieden. 

8.04 Uhr: Die Pizza ist der Krisengewinner

Kaum zu glauben für Jüngere, dass es früher keine Pizza in Deutschland gab. Heute ist Pizza ein Massenprodukt, ein globales Nationalgericht - für jeden Geschmack und Geldbeutel adaptierbar. In der Corona-Krise ist sie in aller Munde. Millionen bestellten sie nach Hause oder machten sie sich selber. Denn: Pizza geht immer. Die deutsche Tiefkühlindustrie erwartet 2020 „einen neuen Höhepunkt“ im Absatz von TK-Pizza. Jeder Bundesbürger isst pro Jahr durchschnittlich 13 Tiefkühlpizzen. „Tendenz steigend.“

7.55 Uhr: Zeitverzug bei Vermittlung von Lehrstellen

Nach wie vor hinkt der Lehrstellensektor in Ostwestfalen-Lippe coronabedingt der Entwicklung in den vergangenen Jahren hinterher . Zwar habe sich die Lage gerade wieder belebt. Trotzdem liege die Zahl der Ausbildungsverträge aktuell erst auf dem Niveau von Anfang bis Mitte August 2019, erklärte am Mittwoch Thomas Richter, Leiter der Arbeitsagentur in Bielefeld. Einen „Corona-Jahrgang“ dürften sich die Unternehmen bei den Azubis aber nicht leisten. Sonst werde sich der Fachkräfteknappheit noch verstärken.

6.10 Uhr: Bielefeld steht vor kritischer Inzidenz-Marke

Die Folgen der Familienfeier am 15. September greifen immer weiter um sich. Jetzt melden auch die Realschule Heepen und die Kita Leuchtturm in Hillegossen jeweils einen Corona-Fall  , der im Zusammenhang mit der privaten Familienzusammenkunft steht. 57 Infektionsfälle gehen damit auf diesen Hotspot zurück.

Zwölf der 20 am Mittwoch gezählten Neuinfektionen sind Folge dieser Feier, 95 Personen sind in Bielefeld jetzt aktuell infektiös, 16 mehr als noch am Dienstag. Damit steigt die Neuinfektionsrate auf 27,6 – und nähert sich der kritischen Marke von 35 pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Kommunen in NRW sind dann aufgefordert, Maßnahmen zur Eindämmung zu ergreifen. „Wir könnten diesen Inzidenzwert in dieser Woche erreichen“, sagt Stadtsprecherin Gisela Bockermann dem WESTFALEN-BLATT, zumal noch einige Corona-Fälle aufgelaufen seien, die in der Statistik noch nicht auftauchten, wie Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger sagt. Entscheidend dürfte dabei unter anderem die Auswertung der Reihentestung unter den knapp 1000 Schülern und Lehrern sein, die infolge der Familienfeier in Quarantäne geschickt wurden. Am Montag und Dienstag haben 800 von ihnen im Corona-Testzentrum Abstriche nehmen lassen  . Die Ergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen.

6.00 Uhr: 325.900 Minijobs allein im Gastgewerbe weggebrochen

Im Zuge der Corona-Pandemie sind allein im Gastgewerbe nach Erhebungen der Meldestelle für geringfügige Beschäftigung bis Ende Juni rund 325 900 Minijobs weggebrochen.

Dies ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von fast 36 Prozent, wie aus Daten der Minijobzentrale hervorgeht, die von der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann abgefragt und ausgewertet wurden. Die Zahlen liegen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und der dpa vor.

Demnach gingen fast 184.000 Minijobs allein in Restaurants und anderen Gaststätten verloren. In absoluten Zahlen folgen der wirtschaftliche Dienstleistungsbereich mit einem Einbruch um 96.116 Minijobs, der Handel (minus 73.641) und das verarbeitende Gewerbe (minus 70.181). Insgesamt ist die Zahl der Minijobber den Angaben zufolge bundesweit um 837.004 zurückgegangen. Im Juni 2020 waren es gut 12 Prozent weniger als im Juni 2019. Jeder achte Minijob ging somit verloren. Aufgrund der hohen Fluktuation im Minijobbereich tragen laut Zimmermann sowohl beendete Arbeitsverhältnisse als auch nicht neu begonnene Arbeitsverhältnisse zum Rückgang bei.

5.47 Uhr: Ganz Belgien und fast ganz Frankreich Corona-Risikogebiet

Die Bundesregierung hat ganz Belgien, Island und einzelne Regionen in neun weiteren europäischen Ländern wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt.

Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste, auf der nun mit Wales und Nordirland erstmals auch Gebiete Großbritanniens stehen. In Frankreich kamen die Regionen Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne) hinzu. Damit ist im größten Nachbarland Deutschlands nur noch die einst besonders stark von der Pandemie betroffene Grenzregion Grand Est von der Einstufung als Risikogebiet ausgenommen. Mehr dazu sowie zu den Stufen der Reisewarnungen lesen Sie hier .

5.40 Uhr: Zweites Mal binnen weniger Tage mehr als 2500 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2500 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2503 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Samstagmorgen, als mit 2507 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit Ende April gemeldet worden war. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 291.722 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 1.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9500. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 257.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. 

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwoch bei 0,96 (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Mittwoch bei 1,00 (Vortag: 1,03). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Mittwoch, 30. September

21.50 Uhr: Reisewarnung für ganz Belgien

Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den am Mittwochabend aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.

In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

20.33 Uhr: Spahn macht Hoffnung auf Corona-Tests für Zuhause

In der Corona-Pandemie könnten in Deutschland künftig auch Tests für Zuhause zum Einsatz kommen.

Man werde in den nächsten Wochen und Monaten immer mehr Ergänzungen der Testmöglichkeiten sehen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin nach Gesprächen mit den Gesundheitsministern der Länder. «Es wird - ich kann Ihnen nicht genau sagen wann, aber absehbar, weil die Unternehmen daran arbeiten - auch den Heimtest geben können.»

Einen Zeitpunkt nannte Spahn nicht. Ob das in vier, acht, zwölf oder 16 Wochen sei, werde man sehen, «aber ich bin sehr sicher, wir werden es sehen». Ein solcher Heimtest müsste nach Spahns Angaben allerdings zunächst von den Behörden genehmigt werden, weil es sich bei Covid-19 um eine meldepflichtige Erkrankung handele.

19.07 Uhr: Die neuen Corona-Regeln in NRW

Für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land künftig ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Diese und andere Maßnahmen stehen in der neuen Corona-Schutzverordnung, die am Donnerstag in Kraft tritt und zunächst bis 31. Oktober gilt.

Die Einzelheiten im Überblick. 

17.16 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL 

Bielefeld 

aktuell infiziert: 95 (+16)

Fälle insgesamt: 922 (+20)

davon Todesfälle: 9

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 40 (+3)

Fälle insgesamt: 649 (+4)

davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 41 (+4)

Fälle insgesamt: 905 (+4)

davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 18 (-1)

Fälle insgesamt: 442

davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 62 (+8)

Fälle insgesamt: 2996 

davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 60

Fälle insgesamt: 1000 (+5)

davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 90 (-20)

Fälle insgesamt: 925 (+3)

davon Todesfälle: 15

14.24 Uhr: Merkel appelliert an Bürger: «Halten Sie sich an die Regeln»

Mit einem zutiefst emotionalen Appell hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bevölkerung zum Durchhalten in der Corona-Krise aufgefordert. «Geben wir alle als Bürgerinnen und Bürger dieser Gesellschaft wieder mehr aufeinander acht», bat die Kanzlerin am Mittwoch im Bundestag.

Sie erlebe derzeit, dass die Vorsicht der Menschen nachlasse. «Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben», warnte die CDU-Politikerin. Die steigenden Infektionszahlen seien ein Zeichen dafür, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei sei. «Ich bin sicher: Das Leben, wie wir es kannten, wird zurückkehren. Die Familien werden wieder feiern, die Clubs und Theater und Fußballstadien wieder voll sein. Was für eine Freude wird das sein», betonte Merkel. «Aber jetzt müssen wir zeigen, dass wir weiter geduldig und vernünftig handeln und so Leben retten können.» Dabei komme es auf jeden Einzelnen an.

13.10 Uhr: Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt sich

Dank Milliardenausgaben in noch nie da gewesenem Umfang herrscht auf dem deutschen Arbeitsmarkt relative Ruhe. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist ungeachtet der Corona-Krise im September um 108.000 im Vergleich zum Vormonat gesunken und lag im September bei 2,847 Millionen.Auch die Zahl der Kurzarbeiter geht in der Corona-Krise weiter zurück. Im Juli wurde nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Mittwoch für 4,24 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld gezahlt. Vor einem Monat war die Bundesagentur für Juni noch von 5,36 Millionen Kurzarbeitern ausgegangen.

11.32 Uhr: Curevac startet mit nächster Impfstoff-Phase

Das Tübinger Biopharmaunternehmen Curevac hat die zweite Phase bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten begonnen. Der erste Teilnehmer der Phase-2a-Studie sei geimpft worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Studie laufe in Peru und Panama mit 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten werden im vierten Quartal erwartet. Danach plant das Unternehmen den Beginn der entscheidenden Phase-III-Studie mit bis zu 30 000 Teilnehmern. Jean Stéphenne aus dem Aufsichtsrat von Curevac hatte kürzlich gesagt, dass der Impfstoff in sechs bis neun Monaten verfügbar sein könnte. Das Unternehmen hatte nach der Mainzer Firma Biontec als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie bekommen. Der Impfstoff basiert auf dem Botenmolekül mRNA und regt im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes an. Dies löst eine Immunreaktion aus, die den Menschen vor dem Virus schützen soll. Die Impfstoff-Studie war Mitte Juni angelaufen.

10.53 Uhr: Corona-Fälle an Grundschulen im Kreis Herford

Im Kreis Herford sind seit Dienstag vier neue Infektionen mit dem Corona-Virus bestätigt worden. Darunter sind ein neuer Fall in einer dritten Klasse der Grundschule Belke-Steinbeck/Besenkamp in Enger sowie ein Fall in einer fünften Klasse der Regenbogen-Gesamtschule in Spenge .

10.41 Uhr: Corona-Fall an der Realschule Heepen

Jetzt ist auch die Realschule Heepen betroffen: Als jetzt zwölfte Schule in Bielefeld meldet sie einen Corona-Fall , das Gesundheitsamt hat Schüler und Lehrer in die häusliche Quarantäne geschickt. Nach Angaben der Schulleitung hat sich ein Schüler mit dem Corona-Virus infiziert. Ob dieser Corona-Fall eine Folge der Familienfeier vom 15. September ist, die bislang 48 Infektionen und eine Quarantäne von fast 1000 Schülern an zehn Bielefelder Schulen ausgelöst hat, ist noch nicht geklärt.

9.31 Uhr: Schichtmodell in Schulen in Friesland - Party-Obergrenzen in Groß-Gerau

Der Kreis Groß-Gerau reagiert auf steigende Infektionszahlen und beschränkt deshalb unter anderem die Teilnehmerzahl für private Feste und Feiern. So sind seit heute nicht mehr als 25 Gäste in angemieteten und privaten Räumen erlaubt. Unter freiem Himmel sind bis zu 100 Gäste zugelassen. Zuletzt war in Groß-Gerau wieder die Grenze von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten worden.

Auch im Norden werden die Vorschriften verschärft: Die Schulen im Landkreis Friesland kehren angesichts steigender Zahlen von Donnerstag an zum Schichtmodell zurück. 

8.24 Uhr: Knapp 1800 Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1798 neue Infektionen registriert. Seit Beginn der Krise haben sich somit laut Robert-Koch-Institut mindestens 289.219 Menschen infiziert. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 9488, das sind 17 mehr als am Vortag. Ein leichter Anstieg zeichnet sich bei den intensivmedizinerisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut RKI werden derzeit 352 Menschen auf der Intensivstation behandelt, 195 davon werden beatmet. Vor einer Woche waren es noch 278 (151). Etwa 8900 Intensivbetten sind derzeit noch frei.

Am Samstag war mit 2507 neuen Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Der R-Wert liegt in Deutschland bei 1,12 (Vortag 1,18). Der Sieben-Tage-Wert liegt bei 1,03 (0,98).

6.31 Uhr: Reisewarnungen lassen Tirol und Vorarlberg bangen

Abreisen und Stornierungen deutscher Urlauber macht dem Westen Österreichs große Sorgen. Die Reisewarnungen, die in Deutschland vor einer Woche für die Bundesländer Vorarlberg und Tirol ausgesprochen wurden, zeigten sofort Auswirkungen. Wirtschaftsvertreter warnen vor Existenznöten. Deutsche machen einen sehr großen Teil der Urlauber in diesen Gebieten aus. In Tirol wird nach Angabe der Wirtschaftskammer jeder dritte Euro direkt oder indirekt mit dem Tourismus verdient. In der Wintersaison 2018/19 kam die Hälfte aller Tirol-Besucher aus Deutschland, davon ein Drittel direkt über die Grenze aus Bayern. 

5.35 Uhr: Disney kündigt 28.000 Mitarbeitern

Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney entlässt wegen anhaltendere Belastungen durch die Corona-Krise zahlreiche Mitarbeiter. Der Konzern kündige etwa 28.000 Beschäftigten, teilte Manager Josh D'Amaro mit. Bei eta 67 Prozent der Betroffenen handele es sich um Teilzeit-Mitarbeiter. Der Job-Kahlschlag trifft Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten. Insgesamt hatte Disney hier vor der Krise mehr als 100.000 Beschäftigte.

Dienstag, 29. September

20.35 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

Bielefeld 

aktuell infiziert: 79 (+9)

Fälle insgesamt: 902 (+19)

davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn 

aktuell infiziert: 37 (+2) 

Fälle insgesamt: 901 (+3)

davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter 

aktuell infiziert: 19 (+1)

Fälle insgesamt: 441 (+1)

davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 54 (+2)

Fälle insgesamt: 2982 (+2)

davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 60 (-2) 

Fälle insgesamt: 995 (+2)

davon Todesfälle: 31

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 37 (-17)

Fälle insgesamt: 645 (+0)

davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke 

aktuell infiziert: 110 (-18)

Fälle insgesamt: 922 (+10) 

davon Todesfälle: 14

18.50 Uhr: Laschet: "Auf nicht notwendige private Feiern verzichten"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet setzt in der Corona-Pandemie auf einen Verzicht der Bürger auf nicht notwendige private Feiern. Zwar müssten Feste insbesondere dort, wo die Werte von 35 beziehungsweise 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten wurden, beschränkt werden. Es gelte aber: „Wir setzen darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger auf Feiern verzichten, die jetzt nicht notwendig sind“, sagte Laschet nach der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Laschet kündigte auch an, dass es in NRW mindestens 150 Euro Bußgeld kosten soll , wenn in Restaurants oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zur Person gemacht würden.

17.40 Uhr: Feiern auf maximal 50 Teilnehmer beschränken

Bund und Länder wollen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner auftreten. Das ist ein Ergebnis des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder.

15.45 Uhr: 50 Euro Bußgeld bei Falschangaben in Restaurants

Bürgerinnen und Bürger, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, müssen künftig mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen. Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bei ihrer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

15.10 Uhr: EU-Länder tauschen Daten der Corona-Warn-Apps aus

In elf EU-Staaten können Nutzer von Corona-Warn-Apps noch in diesem Herbst ihre Kontakt-Daten anonym länderübergreifend abgleichen und sich so vor möglichen Infektionen warnen lassen. Eine entsprechende Schnittstelle für Smartphones in einer ersten Staatengruppe sei seit Anfang dieser Woche aktiv, hieß es am Dienstag aus Kreisen der Europäischen Kommission in Brüssel. Das Gateway soll am 17. Oktober mit den Datenbeständen der jeweiligen nationalen Corona-Warn-Apps verbunden werden.

Man habe das neue System zunächst mit sechs Ländern getestet - Ziel sei es, bis Mitte oder Ende Oktober dann elf EU-Mitglieder in einer „ersten Welle“ dabei zu haben. Dazu gehören den Angaben zufolge Deutschland, Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Irland, Italien, Lettland, die Niederlande, Polen und Spanien. Anwender müssen dazu ihre Apps aktualisieren und dem Datenaustausch auf EU-Ebene explizit zustimmen.

14.30 Uhr: Corona-Ausbruch beim CFC Genua - Liga berät Konsequenzen

Nach dem Coronavirus-Ausbruch beim CFC Genua will die italienische Fußball-Liga Medienberichten zufolge bei einem Krisengipfel über das weitere Vorgehen beraten. Die Gespräche sollten am späten Dienstagabend oder Mittwoch beginnen, berichtete die „Gazzetta dello Sport“. „Das beunruhigt mich sehr“, sagte Sportminister Vincenzo Spadafora zur Situation in der Serie A und kündigte Gespräche mit der Liga an. Genua hatte zuvor bekanntgegeben, dass insgesamt 14 Spieler und Teambetreuer positiv getestet wurden.Zur Debatte stehen nun entweder die Verlegung einzelner Partien oder eine Unterbrechung der kompletten Serie-A-Saison für mehrere Wochen, die Spadafora jedoch für unwahrscheinlich hält.

11.15 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit

Weltweit sind nach Zahlen von US-Wissenschaftlern inzwischen mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Corona-Virus gestorben . Das geht aus Daten hervor, die die amerikanische Johns-Hopkins-Universität am Montag (Ortszeit) in Baltimore veröffentlichte.

Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer an Toten und Erkrankten aus. In Deutschland gab es bis Dienstag 9460 Todesopfer. Damit liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich bislang besser als viele andere Staaten.

10.16 Uhr: NRW-Landesregierung will Stehtische auf Weihnachtsmärkten erlauben

Die Landesregierung will Stehtische auf den Weihnachtsmärkten in Nordrhein-Westfalen erlauben. „Wir werden bei den Weihnachtsmärkten Stehtische statt wie bislang ausschließlich Sitzplätze gestatten“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der „Rheinischen Post“ (Dienstag) auf die Frage nach einer Anpassung in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes. Es gehe um Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen, „weil wir am Ende nicht wollen, dass nach der Pandemie unsere Innenstädte leer stehen und alle nur noch beim Onlinehändler kaufen“, unterstrich Laumann. Man werde die Stände auseinanderziehen müssen. Zudem müssten die Betreiber von Glühweinständen auf Abstände und Nachverfolgung achten.

10.09 Uhr: Öffentliche Schulden wegen Corona-Pandemie auf Höchststand

Die Corona-Krise hat die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung bei Banken und Privatunternehmen auf einen Höchststand steigen lassen. Die Summe betrug 2108,9 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2020, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Dies sei der höchste ermittelte Stand in der Statistik seit Umstellung der Berechnungsmethode im Jahr 2010. Der Schuldenberg wuchs demnach im Vergleich zum Jahresende 2019 um rund elf Prozent oder 210,1 Milliarden Euro. 

Der Anstieg sei „im Wesentlichen dadurch begründet, dass die öffentlichen Haushalte finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise aufnahmen“, erklärte das Bundesamt. Er betraf demnach bis auf die Sozialversicherung alle Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts. Im zweiten Quartal 2020 erhöhten sich die Schulden im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres um knapp acht Prozent oder 153,5 Milliarden Euro.

9.02 Uhr: Gut 2000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2089 neue Corona-Infektionen gemeldet. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen mindestens 287.421 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 29.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9460. Das sind elf mehr als am Vortag. Rund 254.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Am Samstag war mit 2507 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Corona-Fälle träten besonders in Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis auf, hieß es im aktuellen Lagebericht des RKI. Der Anteil der Reiserückkehrer unter den Fällen gehe zurück. Es würden wieder vermehrt Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August wurde die Schwelle von 2000 neu registrierten Fällen knapp überschritten. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Montag bei 1,18 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. «Der 4-Tage-R-Wert liegt seit der zweiten Septemberwoche überwiegend über 1», hieß es vom RKI.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Montag bei 0,98 (Vortag: 1,02). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

6.17 Uhr: Bildungsministerin: Pandemie könnte wieder Unterricht gefährden

Vor dem Spitzengespräch von Bund und Ländern über neue staatliche Beschränkungen in der Corona-Krise fordert Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erhöhte Anstrengungen, um den Schulbetrieb sicherzustellen. „Als Bundesbildungsministerin mache ich mir insbesondere Sorgen, dass die Pandemie wieder den Unterricht in den Schulen gefährdet“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). Noch sei die Zahl der Schüler in Quarantäne überschaubar, das müsse aber nicht so bleiben. Die Gesellschaft könne es verhindern, wenn weiter die Grundregeln zur Bekämpfung der Pandemie eingehalten werden, sagte die Ministerin. „Aber auch in den Schulen selbst muss von allen Beteiligten diese Disziplin unbedingt aufgebracht werden.“

6.09 Uhr: Streeck: Fehlende pragmatische Lösungen und zu viel Angst

Deutschland hat es aus Sicht des Virologen Hendrik Streeck im Sommer verpasst, pragmatische Lösungen für Zeiten mit steigenden Corona-Infektionszahlen zu finden. „Ich glaube, im Gesundheitssystem sind wir sehr gut vorbereitet“, sagte Streeck mit Blick auf den Herbst und Winter der Deutschen Presse-Agentur. „Mental sind wir dagegen in Deutschland weniger gut vorbereitet, so empfinde ich es zumindest.“ 

Es sei zu viel Angst vorhanden, sagte der Virologe. „Und wir haben es über den Sommer hinweg nicht geschafft, pragmatische Lösungen zu finden, wie man in bestimmten Bereichen weitermachen kann, wenn die Infektionszahlen deutlich steigen. Da wurden Chancen ausgelassen.“ Seine Sorge sei nun, dass im Herbst wenig über Lösungen diskutiert werde - und „zu viel darüber, wie wir das Leben wieder zurückfahren“.   Hier geht es zum Interview.

6.05 Uhr: Laumann schließt Kontrollen von Feiern im privaten Umfeld nicht mehr aus

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen sieht NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Privatfeiern als eine der Hauptquellen für eine Covid-19-Erkrankung: "Größere Feiern sind derzeit ein Risiko", sagte der Minister der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). Eine Verschärfung der Obergrenzen für private Feste lehnte er allerdings ab. "Jede Zahl ist doch am Ende willkürlich. Beim letzten Ausbruch in Bielefeld, bei dem dann auch das Virus anschließend in Schulen getragen wurde, handelte es sich um eine Veranstaltung mit 30 Teilnehmern." Laumann, der die Auffassung vertritt, der Staat habe - wenn irgendwie möglich - nichts bei Feiern in einer Wohnung oder einer Garage zu suchen, sagte jedoch: "Wir sind in einer dynamischen Lage. Es kann der Punkt kommen, an dem man auch dort kontrollieren muss." Derzeit seien aber im Privaten im Übrigen nur Feiern erlaubt, die keinen Veranstaltungscharakter hätten. "Nach unseren Erkenntnissen sind die Superspreader auch nicht Veranstaltungen in den eigenen vier Wänden oder Feste in Restaurants und Gaststätten." Da schauten die Wirte schon sehr genau hin, dass alles vorschriftsgemäß laufe, so der Minister.

5.52 Uhr: Experten: Trotz Corona-Krise noch länger weniger Insolvenzen

Die Zahl der angemeldeten Firmeninsolvenzen wird trotz der Corona-Pandemie aus Sicht von Experten auch in den kommenden Monaten niedrig bleiben.

Zwar gelte vom 1. Oktober an wieder die Pflicht, bei Zahlungsunfähigkeit Insolvenz zu beantragen, sagte der Vorsitzende des Verbands Insolvenzverwalter Deutschlands (VID), Christoph Niering, der dpa. Doch die staatlichen Maßnahmen wie das verlängerte Kurzarbeitergeld und die Überbrückungshilfen dürften viele Betriebe am Leben halten.

Gerade diese Stützen sind aus Sicht des Ökonomen Steffen Müller vom Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle ein gravierendes Problem. «Problematisch ist vor allem die extreme Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis Ende 2021», sagte er. Wenn sich die beginnende Erholung der Wirtschaft fortsetze, sei klar, dass kommendes Jahr vor allem solche Betriebe von dem Instrument Gebrauch machten, die schon vor Corona Probleme hatten oder sich von den schweren Einbrüchen durch die Krise nicht mehr erholen werden.

5.40 Uhr: Überlegungen des Bundes - Obergrenze für Feiern und Alkohol-Einschränkungen

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen schlägt der Bund für Feiern in privaten Räumen eine Obergrenze von 25 Teilnehmern vor. In öffentlichen Räumen solle die Grenze bei maximal 50 Teilnehmern liegen, heißt es in einem der dpa in Berlin vorliegenden Entwurf einer Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Dienstag. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über die Zahlen berichtet. Insgesamt schlägt der Bund ein regional abgestuftes Vorgehen vor - keine pauschalen Maßnahmen.

Hier lesen Sie alle Details des Entwurfs .

Montag, 28. September

19.05 Uhr: Zunahme von Depressionen und Angststörungen durch Corona

Die Corona-Pandemie stellt nicht nur ein Risiko für die körperliche Gesundheit dar, sondern könnte auch schwerwiegende Folgen für die psychische Gesundheit von Menschen rund um den Globus haben.

Das haben Experten aus Deutschland, Südafrika, Spanien und Nigeria bei einem virtuellen Podiumsgespräch betont, das die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gemeinsam mit der Südafrikanischen Akademie der Wissenschaften ASSAf organisierte. Während es für eine Bewertung der psychischen Langzeiteffekte noch zu früh sei, zeigten erste Erhebungen bereits, dass Depressionen, Angststörungen und andere psychische Erkrankungen vor allem während der strengeren Lockdown-Phasen zugenommen hätten. Mehr hier.

18.25 Uhr: Verstöße gegen Corona-Regeln: Privatparty in Gelsenkirchen aufgelöst

Die Stadt Gelsenkirchen hat am Wochenende erstmals eine Party wegen erheblicher Verstöße gegen die lokal verschärften Corona-Regeln aufgelöst. Mit 100 Gästen seien in der angemieteten Gaststätte doppelt so viele Menschen gewesen wie zulässig, teilte die Stadt am Montag mit. Zudem sei gegen die geltenden Hygieneregeln verstoßen worden. Den Vermieter der Gaststätte sowie den Veranstalter der den Behörden nicht gemeldeten privaten Feier erwarte ein Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie ein Zwangsgeld. Nachbarn der Gaststätte hatten sich über laute Musik beschwert und das Ordnungsamt verständigt. Gemeinsam mit der Polizei schritten die Ordnungskräfte am Samstag ein, schickten die Gäste nach Hause und versiegelten die Zugänge zur Gaststätte. 

Seit der vergangenen Woche dürfen in der Ruhrgebietsstadt Feste nur mit höchstens 50 Teilnehmern und unter Einhaltung strenger Auflagen stattfinden. 

17.45  Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL 

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

Bielefeld 

aktuell infiziert: 70 

Fälle insgesamt: 883 

davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn 

aktuell infiziert: 35 (-10) 

Fälle insgesamt: 898 

davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter 

aktuell infiziert: 18

Fälle insgesamt: 440 

davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 52 (-3)

Fälle insgesamt: 2980

davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 62 (+5) 

Fälle insgesamt: 993 

davon Todesfälle: 31

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 54

Fälle insgesamt: 645 (+9)

davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke 

aktuell infiziert: 128 (+12)

Fälle insgesamt: 912 (+13) 

davon Todesfälle: 14

15.33 Uhr: Corona in Bielefeld - Rund 1700 Menschen in Quarantäne

Nach dem Anstieg der Corona-Fallzahlen im nordrhein-westfälischen Bielefeld infolge einer Familienfeier befinden sich dort mittlerweile rund 1700 Menschen in Quarantäne. Darunter seien allein 1100 Schüler und Lehrer, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Betroffen seien zehn Schulen. 

Der Anstieg der Fallzahlen sorgte am Montag für großen Andrang an einer städtischen Drive-In-Teststation. Die Stadt bat die Bürger am Mittag darum, die Station am Montag nicht mehr anzufahren. „Das Testzentrum ist überlaufen, und der Verkehr staut sich bereits zurück“, hieß es in einer Mitteilung. 

In der 334 000-Einwohner-Stadt gab es am Montag nach Schätzung des Landeszentrums Gesundheit NRW 130 infizierte Personen. Laut RKI haben sich in den vergangenen sieben Tagen 16,8 Menschen pro 100 000 Einwohner mit dem Virus infiziert. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden in NRW besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung einleiten.

14.45 Uhr: 1192 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Das Robert Koch-Institut hat am Montag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1192 Fälle übermittelt, wie das RKI am Montag bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Am Samstag war mit 2507 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. 

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August wurde die Schwelle von 2000 neu registrierten Fällen knapp überschritten. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 285.332 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 28.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9460 - das sind drei Todesfälle mehr als am Vortag. Bis Montagmorgen hatten rund 252.500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Sonntag bei 1,17 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt.

14.41 Uhr: 37 neue Corona-Fälle in Hamm - fast 2800 Menschen in Quarantäne

Die Stadt Hamm kämpft weiter mit der Corona-Welle nach einer Großhochzeit Anfang September. Von Sonntagmittag bis Montagmittag registrierte die westfälische 180 000-Einwohner-Kommune 37 neue Corona-Fälle. Akut infiziert sind derzeit 229 Menschen. In den vergangenen sieben Tagen (Dienstag bis einschließlich Montag) verzeichneten die Behörden insgesamt 170 Neuinfektionen. Daraus errechnete die Stadt am Montagmittag einen Sieben-Tage-Wert von 94,9 pro 100 000 Einwohner. Das Robert Koch-Institut hatte am Morgen auf der Grundlage der Zahlen vom Vortag einen Wert von 112,2 ausgewiesen.

17 Menschen lagen laut Stadt im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. Fast 2800 Menschen befanden sich in Quarantäne. Zwölf Schulen sind betroffen, zwei Kitas geschlossen. „Insgesamt stehen rund 170 Corona-Infektionen in Hamm im Zusammenhang mit der Hochzeit“, sagte ein Stadtsprecher. Insgesamt seien mehr als 300 Hochzeitsgäste aus Hamm identifiziert worden. Sie seien in Quarantäne gesetzt und verpflichtend getestet worden. Wie viele Menschen genau bei den Feierlichkeiten - auch in anderen Städten - dabei waren, sei aber nach wie vor nicht bekannt.

14.05 Uhr: Verkehrschaos am Bielefelder Testzentrum

Die Auswirkungen der Coronavirus-Ansteckungswelle nach einer privaten Feier sorgen an diesem Montag für ein großes Verkehrschaos vor dem Bielefelder Testzentrum an der Feldstraße. Zwischen der Eckendorfer- und der Herforder Straße geht nichts mehr, weil sich Hunderte Menschen aufs Coronavirus testen lassen wollen. Die Stadt bittet darum, heute nicht mehr zum Testzentrum zu kommen.

13.58 Uhr: Corona in Ischgl: Kommission will Bericht am 12. Oktober vorlegen

Der folgenschwere Ausbruch des Coronavirus im österreichischen Skiort Ischgl und die Rolle der Tiroler Behörden sind von einer Kommission aufgearbeitet worden. Am 12. Oktober wollen die unabhängigen Experten ihren Bericht über das Krisenmanagement der Tiroler Landesregierung vorlegen, wie sie am Montag mitteilten. Die Kommission war im Mai vom Landtag eingesetzt worden. Dem Land und seiner Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und den Betrieb zu spät gestoppt zu haben.

12.55 Uhr: Positive Corona-Tests auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ der Reederei Tui Cruises sind zwölf Besatzungsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Am Montagfrüh haben wir von einem externen Labor positive Testergebnisse von zwölf Crew-Mitgliedern der “Mein Schiff 6„ erhalten“, teilte TUI Cruises in Hamburg mit. Die gesamte Besatzung sei in den letzten 14 Tagen nicht auffällig geworden, keines der zwölf Crew-Mitglieder habe Symptome. Die Betroffenen seien an Bord isoliert worden und würden nun an Bord erneut getestet. Erste Befunde seien negativ.Griechische Medien berichteten, das Schiff sei am Sonntagabend von der kretischen Hafenstadt Heraklion ausgelaufen. Nach Bekanntwerden der Testergebnisse habe der Kapitän die Reise unterbrochen und vor der kleinen griechischen Insel Milos auf weitere Instruktionen gewartet. Das Schiff soll nun in den Hafen von Piräus fahren.

12.05 Uhr: Sizilien plant Schnelltests bei Einreisen und Maskenpflicht im Freien

Immer mehr Regionen in Italien verschärfen ihre Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona-Ansteckungen. So kündigte Sizilien den Start von Schnelltests für alle aus dem Ausland einreisenden Menschen an. Außerdem soll ab übermorgen auf der Mittelmeerinsel im Freien eine Maskenpflicht für alle Personen über sechs Jahre gelten, sobald ein fremder Mensch in der Nähe ist.

Diese Maßnahmen kündigte Regionalpräsident Nello Musumeci am Sonntag an. „Wir kommen mit dem Beginn der Grippesaison in eine heikle Phase der Epidemie“, erläuterte er am Abend auf Facebook. Die Maßnahmen gelten zunächst bis 30. Oktober. Außerdem müssen Einreisende aus dem Ausland sich auf einer Internetseite der Region anmelden - oder beim Arzt. Bei der Ankunft soll man etwa an Flughäfen und in Häfen Corona-Schnelltests machen.

11.24 Uhr: Kino-Betreiber appellieren an Merkel, die Abstandsregeln zu lockern

Die von der Corona-Pandemie gebeutelte Kinobranche hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Lockerung der Abstandsregelungen in den Kinosälen gefordert. In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag, plädieren sie für eine bundesweit einheitliche Regel, die lauten sollte: „Ein Sitz frei zwischen Besuchergruppen, ohne Maske am Platz“.

Wie die Zuschauer im Kino sitzen dürfen, ist demnach von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. „Die gegenwärtige Regelung führt dazu, dass der Mindestabstand am Sitzplatz in der Realität deutlich über 2 Meter liegt - ohne dass sich die Menschen auch nur von Angesicht zu Angesicht gegenübersäßen“. Für die Betreiber bedeute dies eine maximale Auslastung von lediglich 20 Prozent, heißt es im Brief der AG Kino - Gilde Deutscher Filmkunsttheater vom Montag.

10.20 Uhr: Tui will trotz Reisewarnung Urlauber auf die Kanaren bringen

Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter Tui ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die kanarischen Inseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, sagte der Deutschlandchef des Tourismuskonzerns, Marek Andryszak, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Wir gehen fest davon aus, dass viele Kunden dies genau abwägen werden.“ Er glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden.

Seit der Reisewarnung für ganz Spanien habe Tui die Flüge auf die kanarischen Inseln stark reduziert. „In der Zwischenzeit haben wir Vorbereitungen getroffen, so dass wir Reisen auf die Kanaren ab dem 3. Oktober wieder aufnehmen können – trotz Reisewarnung“, sagte Andryszak. Damit stelle sich der Reisekonzern nicht gegen die Bundesregierung - bei den Reisewarnungen handele es sich nicht um ein Reiseverbot, sondern um eine Empfehlung, vorsichtig zu sein. „Und genau dieser Empfehlung folgen wir“, sagte er.

10.04 Uhr: Merkel besorgt wegen steigender Corona-Zahlen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich sehr besorgt wegen der steigenden Zahlen von Corona-Infektionen in Deutschland geäußert. Man müsse lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich, sagte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums.

Die Infektionszahlen in Europa seien besorgniserregend, wurde die Kanzlerin zitiert. Man müsse in Deutschland alles tun, damit die Zahlen nicht weiter exponentiell stiegen. Morgen will die Kanzlerin in einer Videoschaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten über geeignete Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen in der Pandemie beraten. Priorität hätten dabei Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft.

8.05 Uhr: Söder will Corona-Ampeln für alle Bundesländer

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen legt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einem Medienbericht zufolge einen Leitfaden im Kampf gegen die Pandemie vor, anhand dessen Städte und Gemeinden entscheiden sollen.

«Wir brauchen jetzt ein verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk für den Winter», sagte der CSU-Chef der «Süddeutschen Zeitung» mit Blick auf eine Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länder-Regierungschefs an diesem Dienstag.

6.23 Uhr: Stornierte Klassenfahrten: NRW zahlt mehr als 25 Millionen

Kein Paris, kein London, kein Prag, kein Rom: Die Schulen in Nordrhein-Westfalen haben in den vergangenen Monaten mehr als 10.000 Klassenfahrten coronabedingt abgesagt. 

Für die Reiserücktrittskosten müssen aber nicht, wie sonst, die Eltern aufkommen: Das Land springt ein. „Bis Ende Juli lagen uns Erstattungsanträge von Schulen über etwa 25 Millionen Euro vor“, sagte ein Sprecher des Schulministeriums dem WESTFALEN-BLATT.

Sonntag, 27. September

20.10 Uhr: Fast 1000 Schüler und Lehrer in Bielefeld in Quarantäne

Nach einer Geburtstagsfeier stehen immer mehr Menschen in Bielefeld unter Quarantäne . Inzwischen sind zehn Schulen davon betroffen, fast 1000 Schüler und Lehrer müssen zuhause bleiben. Nach Auskunft der Stadt sind im Zusammenhang mit der Geburtstagsfeier sind bisher 36 Menschen positiv getestet worden.

17.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL 

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

Mangels Aktualisierungen durch die Ämter sind die veröffentlichten Zahlen im Hinblick auf die Weiterentwicklung heute wenig aussagekräftig. Registriert wurden 21 Neuinfektionen, 13 davon im Kreis Gütersloh. Von der höchsten Zahl an aktiv Infizierten ist weiterhin im Kreis Minden-Lübbecke auszugehen.

Bielefeld (Zahlen vom Samstag)
aktuell infiziert: 57
Fälle insgesamt: 863
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn (Zahlen vom Samstag)
aktuell infiziert: 45
Fälle insgesamt: 898
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 18 (-1)
Fälle insgesamt: 440
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 55 (+8)
Fälle insgesamt: 2980 (+13)
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 57
Fälle insgesamt: 979
davon Todesfälle: 31

Kreis Herford (Zahlen vom Samstag)
aktuell infiziert: 54 (+3)
Fälle insgesamt: 636 (+8)
davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 116
Fälle insgesamt: 899
davon Todesfälle: 14

16.30 Uhr: Zwei weitere Schulen im Kreis Herford vom Coronavirus betroffen - mehr Fälle in Kita

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen im Kreis Herford hat sich im Lauf der vergangenen Woche um 33 (plus 5,5 Prozent) auf 636 erhöht. Jetzt sind zwei weitere Schulen betroffen. Derweil ist die Zahl der Fälle im Zusammenhang mit der Herforder Kita Am großen Stein auf acht gestiegen.

16.01 Uhr: Osnabrücker Diskothek wegen Corona-Verstößen zu

Angesichts grober Verstöße gegen die Hygienevorschriften sind Polizei und Behörden gegen eine Diskothek in Osnabrück vorgegangen. „Hier wurden die in der niedersächsischen Corona-Verordnung festgeschriebenen Regeln erneut ignoriert“, sagte die Leiterin des städtischen Krisenstabs, Katharina Pötter. Die Ordnungsbehörde habe die sofortige Schließung bis Sonntagnacht angeordnet und Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet. Dem Betreiber der Diskothek drohe ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro, teilte die Stadt mit.

Bei einer Kontrolle in der Nacht zum Samstag sei statt der erlaubten Schankwirtschaft eine Diskothek mit einer gut gefüllten Tanzfläche vorgefunden worden. Den Abstandsregeln, der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sowie Dokumentationspflichten kamen der Betreiber und die meisten der 250 Gäste demnach nicht nach. „Gerade die Bedingungen in Diskotheken sind ein idealer Nährboden für das Virus, sich weiter auszubreiten. Deshalb ist ein solches Verhalten von Betreibern und Besuchern absolut inakzeptabel“, sagte Pötter.

15.15 Uhr: Hamm verbietet Feste - Laumann gegen Kontrollen von Partys daheim

Die Stadt Hamm in Westfalen hat nach einem Corona-Ausbruch und einhergehenden strengeren Regeln für private Feiern am Wochenende vier Feste untersagt. Wie ein Stadtsprecher am Sonntag sagte, handelte es sich dabei um ein sogenanntes Henna-Fest, eine Verlobung und zwei - nicht runde - Geburtstage. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte unterdessen, dass man ab 1. Oktober zwar die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen verschärfen werde - die eigenen vier Wände blieben aber außen vor.

„Wir sind der Meinung, dass der Staat, wenn irgend möglich, bei privaten Feiern in einer Wohnung oder in der Garage nichts zu suchen hat. Wir wollen nicht mit dem Ordnungsamt in die Wohnungen oder Häuser, weil wir die Privatsphäre achten“, sagte Laumann der Zeitung „Die Welt“. Private Feiern mit mehr als 50 Personen in angemieteten Räumen müssten dagegen dem Gesundheitsamt zwei Wochen vorher mit kompletter Gästeliste angemeldet werden. „Ehe man ein Verbot erlässt, kann man auf diese Weise mit dem Wunsch nach Feiern umgehen. Das A und O ist eine funktionierende Nachverfolgung“, sagte Laumann.

13.03 Uhr: Lauterbach fordert kostenlose Grippe-Impfung für alle

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert wegen der Corona-Pandemie in diesem Herbst und Winter kostenlose Grippeschutz-Impfungen für bundesweit alle Versicherten. 

Der Bundestagsabgeordnete sprach in der «Welt am Sonntag» von einer «sehr sinnvollen Maßnahme mit geringen Kosten». Wegen der Pandemie raten Ärzte in diesem Jahr besonders zur Impfung gegen Grippe. Allerdings übernehmen viele Anbieter die Kosten nur für Patienten, die zu einer Risikogruppe zählen.

11.37 Uhr: Opel: Kurzarbeit bis voraussichtlich Ende 2021

Die Kurzarbeit in Folge der Coronakrise wird beim Autobauer Opel bis voraussichtlich Ende 2021 verlängert - vorbehaltlich der Zustimmung der Arbeitsagentur. Darauf einigten sich Geschäftsleitung und Gesamtbetriebsrat in einem Eckpunktepapier, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte. Darüber hinaus wolle Opel unter anderem sein Programm zur Altersteilzeit auch für alle Beschäftigte des Jahrgangs 1964 öffnen, hieß es.

10.50 Uhr: Söder rechnet mit hartem Winter

Einmal mehr dominiert die Pandemie eine Parteitagsrede von CSU-Chef Markus Söder. Dabei zeichnet er wegen der Infektionslage ein düsteres Bild für die kommenden Monate, will aber auch Mut machen.

«Corona ist mit aller Wucht, mit aller Macht wieder da», sagte der bayerische Ministerpräsident in seiner meist düsteren und mahnenden Grundsatzrede in München. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sehe Europa bereits in einer ganz kritischen Phase. «Denn eines ist klar, Herbst und Winter stehen vor der Tür, und dort wird die Lage deutlich schwieriger werden.»

Trotz der steigenden Zahlen und dem nach wie vor fehlenden Impfstoff brauche es keinen grundlegenden Strategiewechsel im Umgang mit der Pandemie, um etwa eine Durchseuchung und damit eine Herdenimmunität zu erreichen, sagte Söder. Gleichwohl bleibe es wichtig, die Corona-Strategie fortlaufend anzupassen. «Es braucht gar nicht viel, um erfolgreich mit Corona umzugehen.» Dazu gehöre insbesondere das Tragen von Masken und ein vernünftiges Verhalten, welches auch das Wohl der Mitmenschen beachte. Hoffnung mache auch die weltweite Forschung nach einem Impfstoff.

9.42 Uhr: UBA-Chef Messner hält Einsatz von Heizpilzen für vertretbar

Gastronomen blicken in der Corona-Krise mit Sorge auf die kalte Jahreszeit. Viele hoffen, Außenbereiche mit Heizpilzen länger offen halten zu können. Die Heizstrahler gelten allerdings als Klimasünder, die zu viel Energie verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen. Viele Kommunen, die in der Regel für das Thema zuständig sind, hatten die Geräte daher ganz oder teilweise verboten.

Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, hat keine Einwände gegen einen vorübergehenden Betrieb elektrischer Heizstrahler in der Gastronomie. «Für eine Übergangszeit - etwa bis es einen Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung gibt - ist der Einsatz von Heizpilzen vertretbar», sagte Messner. «Wir müssen abwägen: Gehen wir in die Lokale und vergrößern das Risiko einer Ansteckung? Oder bleiben wir länger draußen, als wir das normalerweise könnten, und nehmen die elektrischen Heizstrahler?»

8.05 Uhr: RKI meldet 1411 neue Fälle

Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1411 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekannt gab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Am Samstag war mit 2507 neuen Corona-Infektionender höchste Wert seit April erreicht worden.

Samstag, 26. September

20.58 Uhr: Söder: Corona ist Naturkatastrophe und Prüfung

Bayern und ganz Deutschland stehen nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder wegen der Corona-Krise vor einem schweren Herbst und Winter. «Corona ist mit aller Wucht, mit aller Macht wieder da», sagte der bayerische Ministerpräsident am Samstag in seiner Grundsatzrede auf dem digitalen Parteitag der CSU in München . Um Deutschland herum, in ganz Europa würden die Fallzahlen bereits wieder explodieren. «Nahezu alle Nachbarn melden jeden Tag neue Rekordzahlen.» Die Weltgesundheitsorganisation sehe Europa in einer ganz kritischen Phase. «Denn eines ist klar, Herbst und Winter steht vor der Tür, und dort wird die Lage deutlich schwieriger werden.»

17.57 Uhr: Noch keine Klarheit für Weihnachtsmärkte

Stadtverwaltungen und Veranstalter in Nordrhein-Westfalen arbeiten derzeit an Konzepten für die corona-konforme Umsetzung von Weihnachtsmärkten. Man sei „aktuell zuversichtlich“, den „Internationalen Weihnachtsmarkt“ in Essen anbieten zu können, sagte der Sprecher der Essen Marketing, Florian Hecker, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Hygienekonzept sei von der Stadt bereits gebilligt worden, man warte aber noch auf Vorgaben des Landes, die berücksichtigt werden müssten.

In Köln, wo alljährlich mehrere Märkte stattfinden, ist die Lage nach Angaben der Stadt unterschiedlich. Einige Betreiber hätten ihre Weihnachtsmärkte abgesagt, so etwa auf dem Roncalliplatz am Dom, andere wollten die Veranstaltungen unter den Bestimmungen der Coronaschutzverordnung durchführen, zum Beispiel auf dem Rudolfplatz, erklärte Robert Baumanns vom städtischen Presseamt. Noch nicht abschließend äußern wollten sich die Veranstalter des Bielefelder Weihnachtsmarktes . Noch würden Konzepte mit verschiedenen Ansätzen geprüft, teilte eine Sprecherin der Bielefeld Marketing mit. Eine Entscheidung werde vermutlich nach einer Rückmeldung durch die Stadt zum Monatswechsel fallen. Der Leiter des Bielefelder Krisenstabes, Ingo Nürnberger, hatte in diesem Zusammenhang erklärt, man solle nach der Coronaschutzverordnung möglichen Veranstaltungen, die ein gutes Hygiene- und Schutzkonzept hätten, „keine Steine in den Weg legen“.

Der Deutsche Schaustellerbund plädierte dafür, dass Weihnachtsmärkte stattfinden sollen. Die Situation der Schausteller sei dramatisch, sagte Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg. Einige hätten seit Herbst 2019 gar keine Einnahmen mehr und hielten sich nur mit Überbrückungshilfen über Wasser, insofern seien die Weihnachtsmärkte extrem wichtig für die Branche. 

17.15 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL 

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

Es wurde die Registrierung von 34 Neuinfektionen in OWL gemeldet, 19 davon in Bielefeld. Aus Lippe und dem derzeit besonders betroffenen Kreis Minden-Lübbecke gab es wie an den zurückliegenden Wochenende keine neuen Zahlen.

Bielefeld
aktuell infiziert: 57 (+14)
Fälle insgesamt: 863  (+19)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 45 (+1) 
Fälle insgesamt: 898 (+1)  
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter 
aktuell infiziert: 19
Fälle insgesamt: 440 
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 47 (+2)
Fälle insgesamt: 2967 (+6)
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 57 
Fälle insgesamt: 979 
davon Todesfälle: 31

Kreis Herford
aktuell infiziert: 54 (+3)
Fälle insgesamt: 636 (+8)
davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 116
Fälle insgesamt: 899 
davon Todesfälle: 14

16.08 Uhr: Fast 800 Bielefelder in Quarantäne

Im Zusammenhang mit der Familienfeier in Bielefeld steigen die Zahlen weiter: Bisher sind 36 Menschen positiv getestet worden, das sind zwölf mehr als am Freitag. 21 davon tauchen in der aktuellen Statistik des Robert-Koch-Instituts auf. In der Folge sind mittlerweile rund 720 Schülerinnen und Schüler sowie über 70 Lehrkräfte in Quarantäne geschickt worden. Die Zahl der betroffenen Schulen ist mittlerweile auf sieben gestiegen, auch am Helmholtz-Gymnasium und an der Martin-Niemöller-Gesamtschule gibt es nun positiv Getestete .

15.09 Uhr: Zahlen in Hamm erstmals leicht gesunken 

Nach tagelang steigenden Werten sind die Fallzahlen in Hamm erstmals leicht gesunken. Am Samstag gab die Stadt den Sieben-Tage-Wert pro 100.000 Einwohner mit 95,5 an. Am Freitag waren es noch 99,9. Ob damit bereits ein Wendepunkt erreicht sei, lasse sich erst in ein oder zwei Tagen sagen, erklärte ein Stadtsprecher. Seit Freitag seien in Hamm 16 Neuinfektionen registriert worden. 

13.26 Uhr: Kurzfristig Briefwahl beantragen

Bielefelder, die sich in Quarantäne befinden, können noch kurzfristig Briefwahlunterlagen für die Stichwahl zum Oberbürgermeister anfordern. Darauf macht die Stadtverwaltung aufmerksam. Aktuell befinden sich einige Bielefelderinnen und Bielefelder in Quarantäne, die eigentlich an diesem Sonntag   zur Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters  gehen wollten. „Damit Sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen können, müssen Sie kurzfristig Briefwahl beantragen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. „Das geht telefonisch.“ Das Wahlteam ist an diesem Samstag bis 15 Uhr unter der Rufnummer 0521/515960 erreichbar sowie am Wahlsonntag, 27. September, ab 8 Uhr. „Bitte umgehend anrufen, um das weitere Vorgehen abzustimmen“, betont die Stadtverwaltung. Das gelte auch für plötzlich Erkrankte.

11.50 Uhr: BDI: Bei Corona-Beschränkungen am lokalen Geschehen orientieren

In der Debatte über erneute staatliche Beschränkungen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen mahnt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) eine strikte regionale Differenzierung an. „Bund und Länder müssen bei allen bevorstehenden Eindämmungsmaßnahmen den kleinsten regionalen Nenner zum Maßstab haben“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Samstag in Berlin. Das Herunterfahren wirtschaftlicher Aktivität in ganzen Landkreisen mit hohem Industrieanteil müsse unbedingt vermieden werden. Sonst würde die konjunkturelle Erholung massiv zurückgeworfen.

Kempf betonte vor dem Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am Dienstag, gerade die deutsche Exportwirtschaft sei auf Reisen ins Ausland zwingend angewiesen. Reisewarnungen und Beschränkungen müssten sich noch stärker am lokalen Infektionsgeschehen orientieren, um den grenzüberschreitenden Verkehr nicht flächendeckend zu hemmen. Die anvisierte pauschale fünftägige Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten würde die Wirtschaft vor große Herausforderungen stellen.

9.12 Uhr: Schalke gegen Bremen doch ohne Zuschauer

Das Krisen-Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga muss am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) doch ohne Zuschauer stattfinden . Wie die Schalker am Samstagmorgen mitteilten, haben sie von den lokalen Behörden die entsprechende Nachricht bekommen, nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Gelsenkirchen zum entscheidenden Zeitpunkt am Samstag um 0.00 Uhr doch wieder über 35 lag. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) lag sie bei 39,5.

Weil sie im Wochenverlauf und am Freitag mit 33,4 erstmals unter 35 gesunken war, hatten die Schalker auf die Erlaubnis für etwa 11 000 Zuschauer gehofft und die entsprechende Zahl an Tickets verkauft. Die betreffenden Fans erhalten nun ihr Geld zurück.Es ist am 2. Spieltag bereits das dritte Spiel, bei dem wenige Stunden vor dem Anpfiff die Erlaubnis für eine bestimmte Zuschauerzahl zurückgezogen wird. In der Vorwoche waren die Partien FC Bayern München gegen Schalke (8:0) und 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim (2:3) betroffen.

8.10 Uhr: Autobauer hoffen auf China

In der globalen Corona-Krise setzen die deutschen und internationalen Autobauer große Hoffnungen auf die Erholung in China. Zum Auftakt der internationalen Autoausstellung am heutigen Samstag in Peking sagten Experten einen weiteren Zuwachs auf dem weltgrößten Automarkt in China bis Jahresende und auch im nächsten Jahr voraus.

Während das Geschäft weltweit stark eingebrochen ist, wachse die Bedeutung Chinas noch. Es wurde als «wesentlicher Stützpfeiler» oder «Rettungsanker» beschrieben. Die «Auto China 2020» ist die erste große internationale Ausstellung der Branche seit mehr als einem halben Jahr.

7.30 Uhr: Kartoffelindustrie in Belgien kämpft mit Corona-Folgen

Im Pommes-Land Belgien hat die Corona-Krise deutliche Spuren in der wichtigen Kartoffelindustrie hinterlassen. Landwirte und Unternehmen hätten herbe Verluste erlitten, sagte Romain Cools vom Verband der kartoffelverarbeitenden Industrie (Belgapom) der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen der monatelangen Beschränkungen in Belgien mit Schließungen von Restaurants und Gaststätten brach ein Hauptabnehmer weg, die Kartoffelpreise fielen von einem auf den anderen Tag fast auf Null. Einige Unternehmen mussten die Produktion von Pommes, Kroketten und anderen Kartoffelprodukten vorübergehend einstellen und trotz staatlicher Hilfen Mitarbeiter entlassen.

5.16 Uhr: 2507 Corona-Neuinfektionen - höchster Wert seit Ende April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit April erreicht . Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2507 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Am Freitag hatte die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle bei 2153 gelegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen mindestens 282.730 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 26.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9452. Das sind 9 mehr als am Vortag. Rund 249.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,91 (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Freitag, 25. September

21.08 Uhr: Forscher: Mehr als sieben Millionen Corona-Infektionen in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als sieben Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, gefolgt von Indien mit mehr als 5,8 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo mehr als 4,6 Millionen Ansteckungen registriert wurden.

Die USA bekommen die Pandemie nicht unter Kontrolle. Pro Tag werden seit Wochen um die 40.000 Infektionen nachgewiesen. Vor allem in einigen Staaten des Mittleren Westens wie Wisconsin, Iowa, North und South Dakota steigen die Infektionszahlen rasch an. Dagegen hat sich die Lage an früheren Hotspots wie New York deutlich entspannt. Auch in Florida blieb die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Diese Woche hatte die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung in den USA die Marke von 200.000 überschritten - in keinem anderen Land sind so viele Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Allerdings sind die USA ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern: Auf 100.000 Einwohner kommen rund 62 Tote, während es in Peru mehr als 99 und in Brasilien und Spanien mehr als 66 sind. In Deutschland wurden elf Tote pro 100.000 Einwohnern verzeichnet. Weltweit starben laut Johns-Hopkins-Universität mehr als 983.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer höheren Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus.

20.15 Uhr: 24 Infektionen nach Familienfeier in Bielefeld - mehrere Schulen betroffen

Bei einer größeren Familienfeier in Bielefeld ist es in der vergangenen Woche zu Ansteckungen gekommen, mittlerweile sind 24 Menschen positiv getestet – Tendenz steigend. Darunter sind zehn Schülerinnen und Schüler, die fünf verschiedene Schulen besuchen: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule, Ceciliengymnasium, Kuhlo-Realschule sowie die Grundschulen Diesterwegschule und Stieghorstschule. 

19.39 Uhr: Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat ganz Tschechien, Luxemburg und das österreichische Bundesland Tirol wegen rasant steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt nun vor touristischen Reisen dorthin. Die Risikoliste des Robert-Koch-Instituts und die Reisehinweise des Auswärtigen Amts wurden am Freitag entsprechend aktualisiert. Damit sind nun 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz. Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht betroffen ist. Aber auch dort steigen die Infektionszahlen.

17.50 Uhr: Mindestens vier Infektionen in Herforder Kindergarten

In der evangelischen Kita Am großen Stein in Herford haben sich mindestens drei Erzieherinnen und ein Kind mit dem Coronavirus infiziert. Das hat der Kreis am Freitag auf Nachfrage bestätigt. Alle 20 Kinder der betroffenen Gruppe und die Erzieherinnen seien in Quarantäne. 

17.40 Uhr: Dänemark verlängert Corona-Beschränkungen

Dänemark hat einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erreicht und weitet seine gegen die Virusausbreitung ergriffenen Beschränkungen aus. Die landesweit ergriffenen Maßnahmen werden nun um zwei Wochen bis zum 18. Oktober verlängert, wie der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Freitag in Kopenhagen bekanntgab.

Ab Samstagmittag werde das Verbot von Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern auch für private Veranstaltungen gelten, die zum Beispiel in einem Restaurant stattfinden, kündigte Heunicke an. Das dürfte unter anderem Hochzeiten und Konfirmationen betreffen, sofern sie nicht in Privathaushalten abgehalten werden. Feste würden beschränkt, damit der Rest der Gesellschaft so weit wie möglich offen bleiben könne, sagte Heunicke.

Seit einer Woche müssen Restaurants, Cafés und Kneipen in ganz Dänemark wegen der steigenden Corona-Zahlen bereits um 22.00 Uhr schließen. Zudem muss man seitdem in allen Lokalen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Arbeitnehmer werden zudem aufgefordert, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten, soziale Kontakte sollen die Dänen generell begrenzen und den öffentlichen Nahverkehr in Stoßzeiten meiden.

Zuvor hatte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Freitag den höchsten Stand an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie vermeldet. Demnach kamen innerhalb eines Tages 678 neue bestätigte Corona-Fälle hinzu. Es gab auch zwei neue Todesfälle, womit die Zahl der Toten in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung seit Beginn der Corona-Krise auf 647 anstieg.

17.20 Uhr: Unterirdische Klinik in Israel öffnet für Corona-Patienten

Nach einem massiven Anstieg der Infektionszahlen in Israel hat nach Angaben des Rambam-Krankenhauses in Haifa das größte Corona-Behandlungszentrum des Landes geöffnet. Wie die Klinik in der nördlichen Stadt am Freitag mitteilte, werden Patienten künftig in seiner unterirdischen Notfalleinrichtung versorgt. Bereitgestellt werden dort demnach 700 Betten, davon 140 mit Beatmungsgeräten.

Dem Rambam-Krankenhaus zufolge wurde die Klinik erstmals seit seiner Fertigstellung im Jahr 2014 eingerichtet. Bislang dienten die Räumlichkeiten als unterirdisches Parkhaus. Im Frühjahr war mit der Umrüstung begonnen worden.

Das Sammy Ofer Fortified Underground Emergency Hospital liegt 16,5 Meter unter der Erdoberfläche. Vorgesehen ist die Einrichtung für den Fall von Angriffen mit biologischen oder chemischen Waffen. Der Homepage des Rambam-Krankenhauses zufolge können dort bis zu 2000 Betten aufgestellt werden.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte in Israel zuletzt Rekordwerte erreicht. Seit einer Woche gilt in dem Land ein landesweiter Lockdown, am Freitag wurden die Maßnahmen verschärft. Die Regierung will so eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

17.15 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL
(in Klammen der Vergleich zum Vortag)

Insgesamt wurden in OWL 44 Neuinfektionen registriert, 14 davon im derzeit am schwersten betroffenen Kreis Minden-Lübbecke.

Bielefeld
aktuell infiziert: 43 (+1)
Fälle insgesamt: 844 (+5)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 44 (+2)
Fälle insgesamt: 897 (+5)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 19
Fälle insgesamt: 440 (+1)
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 45
Fälle insgesamt: 2961 (+8)
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 57
Fälle insgesamt: 979 (+6)
davon Todesfälle: 31

Kreis Herford
aktuell infiziert: 51 (+2)
Fälle insgesamt: 628 (+5)
davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 116 (+12)
Fälle insgesamt: 899 (+14)
davon Todesfälle: 14

15.04 Uhr: Erneut positiver Corona-Test bei Schalker Fußball-Profi

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 ist einen Tag vor dem wichtigen Spiel gegen Werder Bremen am Samstag (18.30 Uhr/Sky) durch einen positiven Corona-Fall bei einem Lizenzspieler aufgeschreckt worden. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Der betroffene Spieler, dessen Name der Verein nicht veröffentlichte, befindet sich in häuslicher Quarantäne. Über das weitere Vorgehen ist der Verein mit den Gesundheitsbehörden im Austausch. Laut Trainer David Wagner steht das Spiel aber nicht auf der Kippe.

13.48 Uhr: Maas bleibt bis zum 4. Oktober in Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas bleibt bis zum 4. Oktober in Corona-Quarantäne. Das gab eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Freitag bekannt. Der SPD-Politiker hatte sich am Mittwoch wegen der Infektion eines seiner Leibwächter selbst zu Hause isoliert. Ein erster Test war am Mittwoch aber negativ ausgefallen. 

Wie lange Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Quarantäne bleibt, ist dagegen weiter unklar. Bei dem CDU-Politiker hatte ein Corona-infiziertes Delegationsmitglied beim EU-Handelsministertreffen für die Auszeit gesorgt. Ob Altmaier nach dem möglichen Kontakt schon auf Corona getestet worden ist, konnte eine Sprecherin seines Ministeriums am Freitag nicht sagen. Sie gab auch keine Auskunft darüber, wie lange Altmaier in häuslicher Selbstisolation bleiben wird.

13.17 Uhr: Sieben-Tage-Wert klettert in Hamm auf 99,9

In der nach einer Großhochzeit von vielen Corona-Neuinfektionen betroffenen Stadt Hamm ist der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert am Freitag nach Zählung der Kommune auf 99,9 gestiegen. Dies teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Wert mit Stand Freitag, 12.00 Uhr, gibt an, wie viele Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Derzeit gebe es 207 akut Infizierte. Mehr als 150 Fälle stünden in Zusammenhang mit der Hochzeit. Wie schon am Donnerstag wurden den Angaben zufolge 13 Personen in Krankenhäusern behandelt. Davon gebe es bei sieben einen Zusammenhang mit der Hochzeit. Unter diesen sieben sei auch eine Frau, die intensivmedizinisch behandelt werde. 

Das Robert-Koch-Institut, das die Zahlen mit zeitlichem Verzug veröffentlicht, wies am Freitagmorgen (Datenstand: 0.00 Uhr) einen Wert von 96,0 aus. Hamm verzeichnete damit am Freitag den höchsten Wert bundesweit. 

Als Hauptursachen für die Corona-Welle in Hamm gelten eine Großhochzeit mit mehreren Hundert Gästen und damit verbundene weitere Feste. Seit einigen Tagen gibt es in der 180.000-Einwohner-Stadt Einschränkungen, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. So müssen private Feiern mit mehr als 24 Personen bei den Behörden angemeldet, ab 51 Personen genehmigt werden. Vier Veranstaltungen sind nach Angaben des Sprechers bereits untersagt worden: Drei Junggesellinnenabschiede und eine Verlobungsfeier.

12.48 Uhr: Virologe Stürmer blickt mit „Sorgenfalten“ auf Herbst und Winter

Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer warnt vor Sorglosigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie bei jungen Menschen. „Herbst und Winter können einem schon Sorgenfalten auf die Stirn treiben“, sagte der Laborleiter und Dozent am Freitag im Interview mit hessenschau.de. „Noch haben wir zwar einen moderaten Anstieg. Aber wir müssen einiges tun, damit es nicht schlimmer wird.“ 

Aktuell gebe es das Problem, dass sich sehr viele junge Menschen infizierten, nicht zuletzt beim Feiern. „Über kurz oder lang wird das Virus so doch wieder mehr in die ältere Bevölkerung hineingetragen. Und dann haben wir ein ganz großes Problem.“ Dass die Zahl der Todesfälle nicht in gleichem Maße ansteigt wie die Zahl der Infizierten, sei „ein trügerisches Zeichen“. Stürmer schlägt vor, die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern stärker zu begrenzen.

11.30 Uhr: Die meisten NRW-Bürger fühlen sich trotz Corona-Pandemie gut

Die große Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen fühlt sich trotz der Corona-Pandemie offenbar nicht gesundheitlich angegriffen. Wie eine am Freitag von der NRW-Landesvertretung der Krankenkasse DAK-Gesundheit in Düsseldorf vorgelegte repräsentative Umfrage ergab, bezeichneten im September 87 Prozent der Menschen in NRW ihren Gesundheitszustand als „gut“ (61 Prozent) oder „sehr gut“ (26 Prozent). Im Vorjahr waren es bei der gleichen Fragestellung 85 Prozent gewesen. 

Die Untersuchung macht darüber hinaus deutlich, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen (93 Prozent) das deutsche Gesundheitswesen für die Corona-Krise gut aufgestellt sieht. Eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent der Befragten sagte zudem, dass die Pandemie sie psychisch nicht oder wenig belasten würde. Fast drei Viertel glaubten auch, dass die Politik für mögliche weitere Wellen der Pandemie dazugelernt hat und sie dann noch besser meistern wird können.

9.33 Uhr: Spahn rät von Auslandsreisen in Herbst- und Winterferien ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Bürgern angesichts steigender Corona-Fälle von Auslandsreisen in den Herbst- und Winterferien abgeraten. „Man kann ja auch Urlaub im Inland machen“, sagte der CDU-Politiker am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. In den Reisehinweisen der Regierung für Risikogebiete heiße es, man solle auf „unnötige Reisen“ verzichten und das seien nun mal Urlaubsreisen. Es habe sich in der Corona-Pandemie immer wieder gezeigt, dass Reiserückkehrer verstärkt das Virus einschleppten. „Ich finde, für Herbst-, Winter-, Weihnachtsurlaub sollten wir daraus gemeinsam lernen“, sagte Spahn. Das sei zwar hart für die Reiseveranstalter, aber in der derzeitigen Lage nicht zu ändern.

8.15 Uhr: 7-Tage-Wert gesunken: Darf Schalke vor Zuschauern spielen?

Angesichts der neuesten Corona-Infektionszahlen könnte das erste Saison-Heimspiel des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 an diesem Samstag vor Fans stattfinden. Die maßgebliche Anzahl der Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner sank unter die Verbotsschwelle von 35 auf 33,4, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Das letzte Wort haben die Gesundheitsbehörden der Stadt. 

Bereits am Donnerstag hatte der Verein mit der Ticketzuteilung begonnen und darauf hingewiesen, dass weiterhin kurzfristig möglich sei, „dass die Partie ohne Zuschauer stattfinden muss“. Alle Fans sollten dann benachrichtigt werden und ihr Geld umgehend zurückerhalten. Schalke will nach früheren Angaben eines Sprechers rund 11.000 Fans zuschauen lassen. Gegner in der Veltins-Arena am Samstag ist Werder Bremen (18.30 Uhr/Sky).

6.10 Uhr: Corona-Welle in Hamm - Stadt untersagt erste Familienfeiern

Zur Eindämmung der Corona-Welle in Hamm hat die Stadt schon drei private Feiern untersagt. Es handele sich um zwei Junggesellinnenabschiede und eine Verlobungsfeier, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU). 

Grundlage der Untersagung sind die Bestimmungen einer neuen Allgemeinverfügung der Stadt. Sie war nach dem starken Anstieg der Fallzahlen infolge einer Großhochzeit Anfang der Woche in Kraft gesetzt worden. Die Verfügung sieht für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht vor. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden. Laut Hunsteger-Petermann lagen bis Donnerstagmittag bereits mehr als 70 Anträge und Anzeigen vor. 

6.02 Uhr: Absichtliche Corona-Infektionen für Impfstoff-Tests geplant

In London sollen einem Bericht zufolge Menschen für Impfstoff-Tests absichtlich mit dem Coronavirus infiziert werden. Gesunde, erwachsene Freiwillige sollen dabei im neuen Jahr unter kontrollierten Quarantäne-Bedingungen dem Coronavirus ausgesetzt werden, nachdem sie einige Wochen zuvor einen potenziellen Impfstoff verabreicht bekommen haben, wie die „Financial Times“ unter Berufung auf Projektbeteiligte schreibt. Man arbeite mit Partnern zusammen, um mithilfe von „Human Challenge“-Tests die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, bestätigte ein Regierungssprecher in London. 

5.50 Uhr: 2153 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Die Zahl der neuen registrierten Corona-Infektionen in Deutschland liegt weiterhin über der Schwelle von 2000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2153 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen bekanntgab. Am Samstag war mit 2297 neuen bekannten Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings lag damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger. Am Donnerstag hatte die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle bei 2143 gelegen. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI vom Freitagmorgen mindestens 280.223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 25.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9443. Das sind 15 mehr als am Vortag. Rund 248.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. 

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Donnerstag bei 0,78 (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI einen Sieben-Tage-R-Wert an, der weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen und lag zuletzt bei 0,97 (Vortag: 0,95).

5.38 Uhr: Armin Laschet: Nicht nur auf Infektionszahlen schauen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen gibt es eine Debatte um erneute Beschränkungen. Diskutiert wird zum Beispiel über eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet schlug unterdessen vor dem neuen Gespräch am Dienstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten eine andere Art der Risikobewertung vor .

«Mit Corona leben lernen bedeutet in erster Linie, alle Entwicklungen genau im Blick zu haben. Dabei dürfen wir nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen», sagte der CDU-Politiker dem «Handelsblatt». Laschet forderte, die Kapazität der Krankenhäuser und die Zahl der intensivmedizinisch behandelten und beatmeten Covid-19-Patienten stärker in die Lagebewertung einfließen zu lassen. Gleiches gelte für den Anteil zurückverfolgbarer Infektionen, die Anzahl der Tests und den Anteil positiver Testergebnisse.

Donnerstag, 24. September

21.20 Uhr: Krankenkasse wird wohl teurer

Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen 2021 wahrscheinlich im Schnitt um 0,2 Prozentpunkte höhere Beiträge bezahlen. Das ergibt sich aus einem Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), für den das Kabinett am Mittwoch grünes Licht gab.

Erwartet wird eine Finanzierungslücke der gesetzlichen Krankenversicherung von mehr als 16 Milliarden Euro. Zur Finanzierung von Mehrkosten und zum Ausgleich geringerer Einnahmen durch die Corona-Krise soll die gesetzliche Krankenversicherung fünf Milliarden Euro mehr aus Steuergeld erhalten. Aus den Reserven der Krankenkassen sollen einmalig acht Milliarden Euro in die Einnahmen des Gesundheitsfonds fließen. Es dürften dann aber noch rund drei Milliarden Euro fehlen – dafür müsste der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2021 um 0,2 Beitragssatzpunkte auf 1,3 Prozent steigen.

20.17 Uhr: Immobilien verteuern sich trotz Corona-Krise kräftig

Häuser und Wohnungen in Deutschland sind in der Corona-Krise noch deutlich teurer geworden als zunächst angenommen - sowohl in Städten als auch auf dem Land. Durchschnittlich lagen die Preise für Wohnimmobilien im zweiten Quartal um 6,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Preise für Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser demnach um 2 Prozent.

Damit zeigt sich, dass die Corona-Krise dem Immobilienboom hierzulande bisher nichts anhaben konnte - trotz einbrechender Wirtschaft, steigender Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit im Rekordausmaß. Manche Ökonomen hatten zumindest mit einer Preisdelle gerechnet, da die Pandemie der deutschen Wirtschaft einen historischen Einbruch bescherte und die Einkommen vieler Menschen belastet. Auch war der Wohnungsmarkt im Lockdown eingefroren: Die Zahl der Wohnungsanzeigen brach zeitweise um bis zu 40 Prozent ein.

18.23 Uhr: Corona-Schnelltests kommen

Schnelltests erlauben einen Corona-Nachweis mit relativ wenig Aufwand. Erste Produkte werden erprobt und bereits eingesetzt. 

In den vergangenen Wochen und Monaten wurden zahlreiche Antigentests entwickelt und erprobt - so etwa in der Berliner Charité. Die Ergebnisse sähen gut aus, sagte der dortige Virologe Christian Drosten kürzlich im NDR-Podcast «Das Coronavirus-Update». Etwa am Eingangstor von Seniorenwohnheimen könnten sie «unglaublich viel Gutes» bewirken: Sie brächten die Möglichkeit mit sich, harte Besuchseinschränkungen verhindern zu können.

An einigen deutschen Kliniken kommen die Schnelltests bereits zum Einsatz: So etwa an der Uniklinik Heidelberg, die einen Antigen-Test der Firma SD Biosensor verwendet. Die HNO-Klinik nutzt den Schnelltests laut einer Sprecherin bei Eingriffen im Nasen-Rachenraum – bei Notfall-Patienten und bei Patienten, die stationär aufgenommen werden möchten, aber kein gültiges Testergebnis vorweisen können.

18 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL 

Bielefeld
aktuell infiziert: 42 (+8)
Fälle insgesamt: 839
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 42
Fälle insgesamt: 892 (+2)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter 
aktuell infiziert: 19
Fälle insgesamt: 439
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 45
Fälle insgesamt: 2953
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 57 (+6)
Fälle insgesamt: 973
davon Todesfälle: 31

Kreis Herford
aktuell infiziert: 49 (+7)
Fälle insgesamt: 623
davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 104 (+3)
Fälle insgesamt: 885
davon Todesfälle: 14

17.06 Uhr: Missbrauch von Kurzarbeitergeld kostet Millionen

Durch Missbrauch von Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise ist nach Angaben der Bundesregierung in diesem Jahr bisher ein Schaden von mehr als sechs Millionen Euro entstanden.

Von März bis einschließlich August dieses Jahres seien bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 2100 Fälle erfasst worden, die auf möglichen Leistungsmissbrauch beim Kurzarbeitergeld hindeuteten, heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort auf eine Anfrage der FDP im Bundestag.  Ein konkreter Verdacht auf Leistungsmissbrauch liegt laut Ministerium aktuell in 21 Fällen vor. Sie seien den Strafverfolgungsbehörden übergeben worden.

15.44 Uhr: Après-Ski und Wintersport in Zeiten von Corona

Österreich will dem Après-Ski in der bisherigen Form in diesem Winter einen Riegel vorschieben. Damit soll verhindert werden, dass es zu Massenansteckungen mit dem Coronavirus kommt, für die der Tiroler Skiort Ischgl im März weltweit traurige Berühmtheit erlangte.

Gedrängtes Stehen soll es in Bars und auf Terrassen nicht mehr geben, Essen und Getränke dürfen nur noch im Sitzen konsumiert werden. «Ski-Vergnügen ja, aber ohne Après-Ski», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei der Vorstellung der Maßnahmen für den Wintertourismus.

Neben dem Verbot des Ausschanks für stehende Gäste, das schon seit einigen Wochen für alle Bars gilt, halten sich die offiziellen Vorschriften aber bislang in Grenzen. Beim Anstehen für Seilbahnen gilt ein Meter Abstand und Maskenpflicht, auch in Gondeln muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Skischulen wird empfohlen, höchstens zehn Schüler pro Gruppe zu unterrichten und die Gruppen nicht zu mischen.

14.30 Uhr: Spürhunde erschnüffeln in Helsinki Corona-Infizierte

Am Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki sollen Hunde helfen, Corona-Infizierte zu identifizieren. Wie der Flughafen auf seiner Webseite mitteilte, wurden zehn Hunde trainiert, das Virus Sars-CoV-2 zu erschnüffeln.

Vier von ihnen seien seit Mittwoch im Einsatz, hieß es auf der Facebook-Seite des Helsinki Airport. Es werde erwartet, dass die empfindlichen Nasen der Hunde die Identifizierung der mit dem Erreger infizierten Personen beschleunigten.

Nach vorläufigen Tests von Veterinärmedizinern der Universität Helsinki könnten Hunde das Virus mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit riechen, teilte der Flughafen mit.

12.54 Uhr: Gericht: Befreiung von Alltagsmaske braucht aussagekräftiges Attest

Um von der Corona-Maskenpflicht in der Schule befreit werden zu können, braucht es laut einem Gerichtsbeschluss eine aussagekräftige ärztliche Bescheinigung. Aus dem Attest müssten sich nachvollziehbar konkret zu benennende gesundheitliche Beeinträchtigungen ergeben und woraus diese im Einzelnen resultierten, erklärte das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen am Donnerstag in Münster. Außerdem müssten relevante Vorerkrankungen erwähnt werden. Zudem müsse deutlich werden, auf welcher Grundlage der attestierende Arzt zu seiner Einschätzung gekommen sei, heißt in dem Beschluss. (AZ: 13 B 1368/20)

11.44 Uhr: Corona-Welle: EU-Kommission mahnt dringend zum Gegensteuern

Wegen überall steigender Corona-Zahlen hat Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides die EU-Staaten dringend aufgefordert, sofort gegenzusteuern. „Das ist womöglich unsere letzte Chance, eine Wiederholung des Geschehens im Frühjahr zu vermeiden“, warnte Kyriakides am Donnerstag in Brüssel. 

Die Zahlen gemeldeter Corona-Infektionen seien seit August in der ganzen Europäischen Union und in Großbritannien stetig gewachsen und lägen nun teils höher als auf dem ersten Höhepunkt der Pandemie im März. Die bisherigen Gegenmaßnahmen seien nicht immer ausreichend gewesen. Deshalb müssten die EU-Staaten beim ersten Anzeichen für einen neuen Ausbruch sofort einschreiten, forderte die Kommissarin.

9.12 Uhr: Verschärfung der Corona-Auflagen für Privatfeiern in NRW geplant

Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften nun landesweit verschärft werden. „Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem Radioprogramm WDR 2. 

Außerdem sei dabei ein Verantwortlicher zu benennen und eine Gästeliste einzureichen. „Dann kann das Ordnungsamt solche Feiern auch mal kontrollieren“, sagte Laumann. Die Feier in Hamm sei größer gewesen als erlaubt. Außerdem sei die Teilnehmerliste nicht in Ordnung gewesen, was die Nachverfolgung erschwere. Die Feier hätte so gar nicht stattfinden dürfen. 

In der Stadt Hamm waren in der Folge die Corona-Neuinfektionszahlen auf den bundesweit höchsten Wert geklettert. Seit Mittwoch dürfen sich zum Schutz gegen die Pandemie im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. 

8.10 Uhr: Amtsärzte sehen bei Corona-Warn-App kaum Nutzen für Pandemie-Bekämpfung 

Die Amtsärzte in Deutschland schätzen die Wirksamkeit der Corona-Warn-App bei der nationalen Pandemie-Bekämpfung als sehr gering ein. Da die Daten der App nicht automatisch an die Gesundheitsämter weitergeleitet würden, sei die Anwendung in der jetzigen Form keine große Unterstützung bei der schnellen Bekämpfung von Corona-Ausbrüchen, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

Die App spiele in der täglichen Arbeit der Gesundheitsämter „so gut wie keine Rolle“, sagte Teichert. Es komme äußerst selten vor, dass sich ein App-Nutzer wegen eines Warnhinweises bei den Ämtern melde. Die Politik habe entschieden, „den Datenschutz über den Pandemieschutz zu stellen“, sagte die Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen. Dies müsse man so akzeptieren.

Hilfreich wäre es laut Teichert, wenn die App eine Funktion hätte, mit der Nutzer eine direkte Weitergabe von Warnhinweisen an das Gesundheitsamt zumindest freiwillig zulassen könnten. Damit würden die zuständigen Behörden wesentlich schneller über Infektionsfälle informiert und könnten zügig Maßnahmen ergreifen, um einen Corona-Ausbruch einzudämmen, sagte sie. 

7.02 Uhr: 2143 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Erneut liegt die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland über der Schwelle von 2000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2143 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekanntgab. Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings hatte damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger gelegen. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen mindestens 278.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 24.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9428. Das sind 19 mehr als am Vortag. Rund 246.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. 

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden. 

Zuletzt fiel ein größerer Anteil Corona-Tests positiv aus. Die sogenannte Positivenquote lag in Kalenderwoche 38 bei 1,19 Prozent (Vorwoche: 0,86), wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht von Mittwochabend schrieb. Das ist der höchste Wert seit mehr als zehn Wochen.

6.08 Uhr: Krankenkasse wohl teurer - Finanzierungslücke wegen Corona

Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen 2021 wahrscheinlich im Schnitt um 0,2 Prozentpunkte höhere Beiträge bezahlen . Das ergibt sich aus einem Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), für den das Kabinett am Mittwoch grünes Licht gab. Erwartet wird eine Finanzierungslücke der gesetzlichen Krankenversicherung von mehr als 16 Milliarden Euro. Zur Finanzierung von Mehrkosten und zum Ausgleich geringerer Einnahmen durch die Corona-Krise soll die gesetzliche Krankenversicherung fünf Milliarden Euro mehr aus Steuergeld erhalten.

Aus den Reserven der Krankenkassen sollen einmalig acht Milliarden Euro in die Einnahmen des Gesundheitsfonds fließen. Es dürften dann aber noch rund drei Milliarden Euro fehlen – dafür müsste der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2021 um 0,2 Beitragssatzpunkte auf 1,3 Prozent steigen. Das Gesundheitsministerium will den durchschnittlichen Beitragssatz zum 1. November 2020 bekannt geben. Die Sozialversicherungsbeiträge sollen bei maximal 40 Prozent stabilisiert werden.

6.03 Uhr: Minister Maas und Altmaier nach möglichen Kontakten in Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben sich nach möglichen Kontakten mit Corona-Infizierten vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Anlass bei Maas (SPD) war die Corona-Infektion eines seiner Personenschützer, während ein beim Handelsministerrat anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers, der positiv auf Corona getestet wurde, für Altmaiers (CDU) Auszeit sorgte. 

Ein erster Test bei Maas auf eine Covid-19-Erkrankung sei am Mittwoch aber negativ ausgefallen, teilte das Auswärtige Amt mit. Es werde nun geklärt, ob weitere Personen betroffen und welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen seien. 

Altmaier teilte am späten Mittwochabend auf Twitter mit, dass ein Mitarbeiter eines EU-Ministers beim Handelsministerrat in Berlin positiv auf Corona getestet worden sei. „Ich habe mich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben“, twitterte der Minister. „Ich wurde am Freitag negativ getestet, es geht mir sehr gut.“

5.50 Uhr: Regierung: Missbrauch von Kurzarbeitergeld kostet Millionen

Durch Missbrauch von Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise ist nach Angaben der Bundesregierung in diesem Jahr bisher ein Schaden von mehr als sechs Millionen Euro entstanden. Von März bis einschließlich August dieses Jahres seien bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 2100 Fälle erfasst worden, die auf möglichen Leistungsmissbrauch beim Kurzarbeitergeld hindeuteten, heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort auf eine Anfrage der FDP im Bundestag. 

„Ein konkreter Verdacht auf Leistungsmissbrauch liegt aktuell in 21 Fällen vor“, so das Sozialministerium. Sie seien den Strafverfolgungsbehörden übergeben worden. Bislang sei ein finanzieller Schaden von etwa 6,3 Millionen Euro bekannt geworden. Die BA verfüge seit März über eine systematische Erfassung von Missbrauchsfällen. Mit der Bearbeitung und Überprüfung von Fällen beim Kurzarbeitergeld seien bundesweit mehr als 6000 Personen beschäftigt. 

5.40 Uhr: Jedes zweite EU-Land nun teilweise Corona-Risikogebiet

Die Bundesregierung hat Regionen in elf EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt nun vor Reisen dorthin.

Darunter sind direkt an Deutschland grenzende Regionen in Tschechien und Österreich sowie die Hauptstädte Dänemarks, Portugals und Irlands - Kopenhagen, Lissabon und Dublin. Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten zumindest teilweise wieder als Risikogebiete ausgewiesen.

Erstmals wurden am Mittwoch Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien wegen der rasant steigenden Infektionszahlen zu Risikogebieten erklärt. In Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn kamen weitere Gebiete hinzu.

Mittwoch, 23 . September

21.52 Uhr: Regionen in elf EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat Regionen in elf Ländern der Europäischen Union wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Das geht aus der am Mittwochabend aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts hervor. Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten wieder ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen.

Neu hinzugekommen sind am Mittwoch Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien. Zudem wurden weitere Regionen in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn als Risikogebiete ausgewiesen. Das Auswärtige Amt sprach am Mittwochabend für alle diese Gebiete auch eine Reisewarnung aus.

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. 

20.04 Uhr: Alm-Auftrieb nach klaren Regeln: DSC und Stadt Bielefeld stellen Hygiene-Konzept für erstes Heimspiel vor

Zum ersten Heimspiel des DSC Arminia gegen den 1. FC Köln an diesem Samstag dürfen  5460 Bielefeld-Fans im Stadion  dabei sein. Die Zuschauer müssen sich an strenge Hygienevorschriften halten. Mit Normalität hat das (noch) nichts zu tun. Arminias Geschäftsführer Markus Rejek und der städtische Krisenstabeleiter Ingo Nürnberger haben am Mittwoch das Zuschauerkonzept für das erste Heimspiel vorgestellt.

19.30 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 34 (+1)
Fälle insgesamt: 830
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 40
Fälle insgesamt: 887
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter 
aktuell infiziert: 15
Fälle insgesamt: 433
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 38
Fälle insgesamt: 2994
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 51 (-1)
Fälle insgesamt: 965
davon Todesfälle: 31

Kreis Herford
aktuell infiziert: 42 (+5)
Fälle insgesamt: 616
davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 101
Fälle insgesamt: 872
davon Todesfälle: 14

17.49 Uhr: Maskenpflicht: Stärkere Kontrollen in Bus und Bahn geplant

Fahrgäste in Bus und Bahn müssen sich auf eine stärkere Kontrolle der Maskenpflicht einstellen. Von Oktober an soll es regionale, überregionale und bundesweite Schwerpunktkontrollen an bestimmten Tagen geben. Darauf haben sich Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie Bundespolizei, Verkehrsunternehmen und Gewerkschaften verständigt.

«Die zuständigen Behörden sowie die Verkehrsunternehmen werden ihre Maßnahmen zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht sichtbar erhöhen», heißt es in der Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es bedürfe einer verstärkten Anstrengung aller Verantwortlichen.

17.34 Uhr: Adé Schwarze Null: Scholz' Haushalt mit Corona-Löchern

Kassensturz in der Corona-Krise: Auch im kommenden Jahr muss der Bund aus Sicht des Finanzministers erhebliche Kredite aufnehmen. Bei wichtigen Projekten will Scholz trotzdem nicht sparen. Dafür geht er Risiken ein. Jetzt gibt Finanzminister Olaf Scholz, frisch gekürter Kanzlerkandidat der SPD, dieses Ziel, also einen Haushalt ohne neue Schulden, für die nächsten Jahre auf. 

Mindestens bis 2024, möglicherweise auch länger, soll der Bund im Kampf gegen die Corona-Pandemie Kredite aufnehmen. Das Kabinett segnete seinen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr und die längerfristige Planung am Mittwoch ab. Jetzt ist der Bundestag dran - und es deutet sich an: Die Schuldenpolitik des Vizekanzlers kommt nicht bei allen gut an.

16.21 Uhr: Corona-Fall in der Kita in Höxter: Gruppe geschlossen 

Im Evangelischen Familienzentrum „Kunterbunt“ ist wegen eines Corona-Falles bei einer pädagogischen Fachkraft eine Gruppe vorsorglich geschlossen worden. Die Schließung wurde am Mittwochmorgen umgehend nach einem positiven Corona-Test durch das zuständige Gesundheitsamt veranlasst. „Kontaktpersonen sind durch das Gesundheitsamt informiert und für 14 Tage in Quarantäne geschickt worden. Alle anderen Kinder können die Kita weiterhin wie gewohnt besuchen“, sagte Ulrike Freitag-Friedrich, Geschäftsführerin des Verbundes der Tageseinrichtungen für Kinder im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn, der Träger der Einrichtung ist.

16.04 Uhr: Maas muss in Quarantäne - Personenschützer hat Corona

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich wegen der Corona-Infektion eines seiner Personenschützer in Quarantäne begeben.Ein erster Test auf eine Covid-19-Erkrankung sei aber negativ ausgefallen, teilte das Auswärtige Amt mit. Es werde nun geklärt, ob weitere Personen betroffen und welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen seien. 

15.22 Uhr: Trump: Haben «Millionen Leben» in Corona-Pandemie gerettet

Nach dem Überschreiten der Marke von 200.000 Toten in der Corona-Pandemie in den USA hat US-Präsident Donald Trump erneut China für die Ausbreitung des Virus verantwortlich gemacht.

«Die Chinesen hätten es an ihrer Grenze stoppen sollen, sie hätten niemals zulassen dürfen, dass es sich über die ganze Welt ausbreitet», sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Die 200.000 Toten seien «schrecklich». Ohne das Krisenmanagement seiner Regierung hätten die USA aber «zwei Millionen, zweieinhalb Millionen und drei Millionen» Tote zu beklagen.

14.54 Uhr: Razzia gegen illegale Leiharbeit in Fleischindustrie

Leiharbeit in der Fleischindustrie steht spätestens seit der Corona-Pandemie im Fokus der Öffentlichkeit.. Deshalb hat die Bundespolizei am Mittwoch in fünf Bundesländern mehr als 60 Wohn- und Geschäftsräume wegen des Verdachts der illegalen Einschleusung von Arbeitskräften für die Fleischindustrie durchsucht.

Bei der Razzia waren rund 800 Beamte im Einsatz - vor allem in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, wie ein Sprecher der Bundespolizei Mitteldeutschland sagte. Weitere Durchsuchungen gab es in Berlin, Sachsen und Nordrhein-Westfalen.

Im Fokus der Ermittler steht ein Konstrukt aus verschiedenen Zeitarbeitsfirmen, über die in den vergangenen sechs Monaten mindestens 82 Menschen geschleust worden sein sollen. Laut der Bundespolizei gibt es zehn Hauptbeschuldigte im Alter von 41 bis 56 Jahren. Darunter sind acht Männer und zwei Frauen.

13.50 Uhr: Vermögen wachsen auch in Corona-Krise

Selbst eine Pandemie hat Gewinner. «Im Moment hat die Geldpolitik die Vermögen gegen Corona quasi immunisiert», erklärt Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Allianz.

Zentralbanken rund um den Globus fluten die Märkte mit billigem Geld, Staaten legten milliardenschwere Hilfspakete auf. All das schirme private Geldvermögen «vor den Folgen einer Welt in Unordnung ab» - so das Fazit der Ökonomen des Versicherungskonzerns.

Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass die Menschen weltweit auch im Jahr der Corona-Krise reicher werden - zumindest in Summe. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet die Allianz mit einem Anstieg der globalen Geldvermögen um 3,3 Prozent auf 198 Billionen Euro.

Im vergangenen Jahr ließen boomende Aktienmärkte die Vermögen kräftig steigen. Sparer könnten sich «in erster Linie bei den Zentralbanken bedanken», sagte Subran am Mittwoch: Mit 25 Prozent Plus stellten die von der Geldschwemme angeheizten Börsen alles in den Schatten. Weltweit legte das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte den Allianz-Berechnungen zufolge zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 192 Billionen Euro zu. Dies sei das stärkste Wachstum seit 2005 gewesen.

13.09 Uhr: Drosten: «Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen»

Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht Deutschland in der Corona-Pandemie noch nicht ausreichend für die kommende Zeit gewappnet .

«Wir müssen, um die Situation in den kommenden Monaten zu beherrschen, Dinge ändern», sagte er im Vorfeld der im Oktober anstehenden Gesundheitskonferenz World Health Summit in Berlin. «Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns.»

Pragmatische Entscheidungen seien nötig, sagte Drosten dem World Health Summit zufolge. «Es werden schon Festtagsreden auf den deutschen Erfolg gehalten, aber man macht sich nicht ganz klar, woher er kam.» Er gehe schlichtweg darauf zurück, dass Deutschland ungefähr vier Wochen früher reagiert habe als andere Länder. «Wir haben mit genau den gleichen Mitteln reagiert wie andere. Wir haben nichts besonders gut gemacht. Wir haben es nur früher gemacht», erklärte der Leiter des Instituts für Virologie der Charité.

10.15 Uhr: Leopoldina empfiehlt einheitliche Regeln für Corona-Herbst

Knapp eine Woche vor den nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit Blick auf den Corona-Herbst einheitlichere Regeln in Deutschland angemahnt. „Um der Gefahr einer auch in Deutschland wieder schwerer zu kontrollierenden Entwicklung der Pandemie rechtzeitig zu begegnen, ist es dringend notwendig, dass sich die Verantwortlichen in Bund und Ländern rasch auf bundesweit verbindliche, wirksame und einheitliche Regeln für das Inkrafttreten von Vorsorgemaßnahmen einigen und diese konsequenter als bisher um- und durchsetzen“, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme der Akademie. 

Die Wissenschaftler haben seit Beginn der Pandemie mehrfach in Stellungnahmen Politikempfehlungen abgegeben, die dann auch in die aktuellen Beratungen eingeflossen sind. Merkel und die Länderchefs wollen am kommenden Dienstag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen sprechen. Hintergrund sind steigende Infektionszahlen in Europa und auch in Deutschland und Befürchtungen über eine Verschärfung der Lage im Herbst und Winter. 

„Mit Blick auf eine mögliche angespannte Situation im Herbst und Winter sollten bundesweit einheitliche Regeln und Eskalationsstufen für Schutzmaßnahmen definiert werden, die je nach regionalem Infektionsgeschehen greifen“, empfehlen die Leopoldina-Experten.

8.52 Uhr: Trotz steigender Corona-Zahlen: Konsumlaune stabil

Ungeachtet der Ankündigung Zehntausender Stellenstreichungen und eines wieder anschwellenden Infektionsgeschehens in der Corona-Pandemie hat sich die Konsumlaune der Verbraucher in Deutschland nicht weiter verschlechtert.

Sie «sehen die Konjunktur ganz klar auf Erholungskurs», sagte Rolf Bürkl vom Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK.

In der neuesten GfK-Studie prognostizieren die Experten für Oktober einen Konsumklima-Wert von -1,6, eine kleine Verbesserung gegenüber September (-1,7). Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise war ein Negativrekord von -23 erreicht worden. In normalen Zeiten bewegt sich das Konsumklima mit wenig Veränderung um einen Wert von +10.

7.40 Uhr: 1769 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1769 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen mindestens 275.927 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 23.9., 0.00 Uhr). 

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9409. Das sind 13 mehr als am Vortag. Rund 245.400 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. 

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstag. 

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Dienstag bei 0,92 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt.

6.30 Uhr: Corona sorgt für Tourismus-Einbruch im Kreis Höxter

Corona-Krise im Tourismus-Sektor: Im ersten Halbjahr ging die Zahl der Gästeankünfte im Kreis Höxter um 48 Prozent zurück . Die Zahl der Übernachtungen sank um 40 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Landesamtes mit.

Die Pandemie habe zu einer beispiellosen Krise in der Branche geführt, sagt Armin Wiese, Geschäftsführer der NGG-Region Detmold-Paderborn. Unter der Situation litten aber nicht nur die Betriebe, sondern auch die Beschäftigten. Für sie habe Kurzarbeitergeld zu großen finanziellen Einbußen geführt. Zugleich habe es jedoch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern können. Die Gewerkschaft appelliert nun an Hotels und Gaststätten, die Kurzarbeit für die Qualifikation ihrer Mitarbeiter zu nutzen.

6.25 Uhr: Sky und DAZN verzichten auf Reise zum Supercup-Finale

Sky und DAZN schicken aus Sicherheitsgründen keine Journalisten zum Supercup-Finale des FC Bayern gegen Sevilla in Budapest. Der Pay-TV-Sender und der kostenpflichtige Internetanbieter übertragen das Spiel am Donnerstagabend live, die Kommentatoren sitzen aber in Deutschland. Budapest ist vom Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet eingestuft worden. 

„Sky trägt der veränderten Situation in Budapest Rechnung und wird anders als ursprünglich geplant nicht mit Personal vor Ort sein“, sagte ein Sprecher. „Im Hinblick auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter haben wir uns dazu entschieden, mit Wolff Fuss und Sebastian Hellmann komplett aus unserem Studio in Unterföhring zu berichten.“ 

Bei DAZN hieß es: „Wir hatten die Reise geplant, haben sie aber aufgrund der Corona-Situation storniert und berichten nun aus Ismaning.“ Kommentator des Internetanbieters ist Jan Platte, Moderator Alexander Schlüter.

5.54 Uhr: 100 Tage Corona-Warn-App: SAP und Telekom ziehen positive Bilanz

Die Macher der deutschen Corona-Warn-App, SAP und Deutsche Telekom, haben 100 Tage nach dem Start der Anwendung eine positive Bilanz gezogen. „Die App funktioniert und wir arbeiten weiter an Verbesserungen“, sagte Peter Lorenz, Chefentwickler bei der Telekom-Tochter T-Systems. Das sei auch der Grund, warum sich inzwischen mehrere Länder an dem Open-Source-Code des deutschen Projektes bedienen würden. Die im internationalen Vergleich sehr hohen Download-Zahlen für die deutsche App wertete Lorenz als ein „Vertrauensbeweis der Bevölkerung“. Die Akzeptanz der App sage viel darüber aus, dass die Menschen in der Stimmung seien, solche Tools als einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu nutzen.

5.45 Uhr: Selbstversuche bei Corona-Impfungen müssen reguliert werden

Schon mehrfach gab es in den letzten Wochen Fälle, in denen Forscher von ihnen entwickelte Corona-Impfstoffe an sich selbst testeten. Derlei Selbstversuche müssten dringend reguliert werden, fordern Wissenschaftler aus den USA und Dänemark. Diese Form der Forschung werfe viele rechtliche und ethnische Fragen auf, erläutern sie im Fachmagazin „Science“. Wenn diese nicht angegangen würden, könne das Vertrauen der Menschen in die Entwicklung sicherer Corona-Impfstoffe beeinträchtigt werden. 

Mehrere Wissenschaftler in den USA haben eigenen Angaben zufolge bereits selbst zusammengemischte Corona-Impfstoffkandidaten am eigenen Körper ausprobiert. Unter anderem aus Russland und China gibt es ähnliche Berichte. 

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird derzeit weltweit in fast 200 Projekten nach geeigneten Impfstoffen zum Schutz vor Corona gesucht. Experten rechnen mit einer breiten Verfügbarkeit geeigneter Impfstoffe erst im kommenden Jahr. 

Dienstag, 22. September

18.10 Uhr: Macron lehnt Isolierung von älteren Menschen ab

Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie lehnt der französische Staatschef Emmanuel Macron eine Isolierung älterer Menschen ab. «Wir werden das Virus nicht besiegen, indem wir unsere Mitbürger isolieren», sagte der Präsident am Dienstag bei einem kurzfristig angesetzten Besuch eines Altersheims in der zentralfranzösischen Loire-Region in der Nähe von Blois. Der 42-Jährige wies auf soziale und familiäre Bande hin, die für ältere Menschen wichtig seien.

In Frankreich gibt es große Sorge, denn die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt seit Wochen an - die tägliche 10.000er-Marke wurde bereits überschritten. Die Behörden registrierten bereits mehr als 31.000 Tote.

Die französische Regierung setzt nach generellen, streng überwachten Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr nun auf regionale Maßnahmen. Generell gilt in Frankreich die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei der Arbeit. In vielen Städten - darunter auch Paris - ist die Maske auch unter freiem Himmel Pflicht.

17.25 Uhr: Zahlen aus OWL - weiterer Todesfall in Minden-Lübbecke

(in Klammen der Vergleich zum Vortag)

Der Kreis Minden-Lübbecke ist aktuell weiter das Corona-Schwerpunktgebiet in OWL. Neben einem weiteren Todesfall wurden dort 16 der 26 Neuinfektionen in OWL registriert. In Minden-Lübbecke sind auch die weitaus meisten akut Infizierten bekannt.

Bielefeld
aktuell infiziert: 33 (-9)
Fälle insgesamt: 827
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 40 (-6)
Fälle insgesamt: 887 (+2)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 15 (-1)
Fälle insgesamt: 431
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 29 (-5)
Fälle insgesamt: 2932 (+3)
davon Todesfälle: 20

Kreis Herford
aktuell infiziert: 37 (+1)
Fälle insgesamt: 611 (+3)
davon Todesfälle: 8

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 52
Fälle insgesamt: 961 (+2)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 101 (+10)
Fälle insgesamt: 869 (+16)
davon Todesfälle: 14 (+1)

17.21 Uhr: Steinmeier: Dürfen Erfolge im Kampf gegen Corona nicht gefährden

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, die bisherigen Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht zu gefährden. Es gebe sicherlich unterschiedliche Sichtweisen auf die Pandemie und die Maßnahmen - je nachdem, ob man auf dem Land lebe oder in der Stadt, ob man Kinder habe oder womöglich der Arbeitsplatz gefährdet sei, sagte der Bundespräsident am Dienstag in Berlin. In der Debatte über Corona-Maßnahmen müsse aber die Meinung anderer ernst genommen und respektiert werden. Die eigene Kritik sei nicht die einzig richtige Sicht der Dinge.

Steinmeier hatte mehrere Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Gegner oder Kritiker der Corona-Maßnahmen, zu einer sogenannten Kaffeetafel eingeladen. Der Bundespräsident wies in der Debatte auf die hohe Zustimmung in der Bevölkerung zu den Maßnahmen hin. Er hoffe, dass Deutschland Erfahrungen wie in Frankreich oder Spanien erspart bleiben, sagte Steinmeier zu der Möglichkeit einer zweiten Infektionswelle. «Vielleicht sind wir ein bisschen Opfer des eigenen Erfolgs.» Die Zahl der Corona-Opfer sei in Deutschland wohl deshalb so gering, «weil wir dieses Management hatten».

Er habe zur Kaffeetafel eingeladen, als die täglichen Infektionszahlen deutlich unter 1000 gelegen hätten. Aktuell liegen sie wieder über dieser Marke. Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit unterstrich, dass trotz der steigenden Zahlen die Belastung in den Krankenhäusern glücklicherweise nicht zu stark sei - dies könne sich aber auch ändern. Man brauche Erfolge bei der Forschung. Denn je länger die Pandemie das Leben beeinträchtige, desto größer die Gefahr der gesellschaftlichen Spaltung.

16.55 Uhr: Laschet schließt landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen aus

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen trotz der steigenden Infektionszahlen vorerst ausgeschlossen. «Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown in NRW», sagte Laschet am Dienstag auf dem Wasserschloss Anholt in Isselburg. Bisher seien die Infektionsketten rückverfolgbar. Es werde daher weiter lokal reagiert, wie etwa in Hamm, wo die Auflagen verschärft worden seien.

«Nein, neue Regeln brauchen wir nicht», sagte Laschet. «Aber es wäre gut, wenn sich alle an die Regeln halten würden.» Wenn es – wie in Hamm - Verstöße gebe, müsse darauf mit Ordnungswidrigkeitsverfahren reagiert werden. «Wenn es in Hamm Probleme gibt, muss man aber nicht Menschen in der Eifel und im Sauerland dafür leiden lassen.»

15.53 Uhr: Johnson: Militäreinsatz zur Kontrolle von Corona-Regeln möglich

Der britische Premier Boris Johnson will zur Kontrolle schärferer Corona-Maßnahmen in England möglicherweise auch das Militär einsetzen. Man werde die schärferen Corona-Maßnahmen streng überprüfen und bei Verstößen Geldstrafen verhängen, verkündete Johnson am Dienstag im Londoner Parlament. Die Polizei werde dabei präsenter in den Straßen des Landes sein, gegebenenfalls könne zur Verstärkung auch das Militär eingesetzt werden.

Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Großbritannien verschärft Johnson für England erneut die Schutzvorkehrungen. Pubs und Restaurants sollen von Donnerstag an spätestens um 22 Uhr schließen. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein.

Die Regierung weitet zudem die Maskenpflicht aus: Auch in Taxis oder Geschäften soll das Maskentragen künftig verpflichtend sein, genauso wie in Pubs oder Restaurants, wenn man sich gerade nicht an seinem Sitzplatz befindet. Hochzeiten sind nur noch mit 15 Teilnehmern erlaubt. Außerdem forderte Johnson Arbeitnehmer wieder auf, wenn möglich von zuhause zu arbeiten - eine Kehrtwende, nachdem er wochenlang eine große «Back to Office»-Kampagne («Zurück ins Büro») propagiert hatte.

Das Land befinde sich an einem «gefährlichen Wendepunkt», sagte der Premier. In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4400 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50.000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten.

15.43 Uhr: Hamm zieht die Notbremse: wieder Maskenpflicht im Unterricht und Kontaktbeschränkungen

Hamm führt ab diesem Mittwoch als einzige Stadt in NRW wieder eine Maskenpflicht im Unterricht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein. Das kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) angesichts drastisch steigender Corona-Neuinfektionswerte in einer Video-Pressekonferenz am Dienstag an. Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei.

Ab diesem Mittwoch dürfen im öffentlichen Raum zudem nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Diese Kontaktbeschränkung in der 182.000 Einwohner-Stadt gelte ebenfalls für zunächst zwei Wochen. Hamm habe derzeit die höchsten Neuinfektionszahlen bundesweit: Es seien - Stand Dienstag - 87,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen zu verzeichnen.

14.29 Uhr: Remscheid empfiehlt Mundschutz für gesamtes Stadtgebiet

Die Stadt Remscheid empfiehlt Bürgern in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. In den vergangenen sieben Tagen sei es zu 52,05 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gekommen, teilte die Stadt den aktuellen Stand vom Dienstag mit. Man habe damit erstmals die kritische Schwelle von 50 übersprungen. Die Stadt könne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der gesamten City aber nicht anordnen, sondern nur empfehlen, erläuterte eine Sprecherin nach einer Sitzung des Krisenstabs.

Die bergische Stadt mit rund 114.000 Einwohnern setzt zudem auf mehr Aufklärung - auch auf eine gezielte, mehrsprachige Informationskampagne - und auf weitere Kontrollen. Man werde Verstöße konsequent mit Bußgeldern ahnden, um gegen die Pandemie anzukämpfen.

Das Robert-Koch-Institut hatte kurz zuvor am Dienstagmorgen eine sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz von «nur» 36,9 gemeldet. Die Zahlen differieren teils deutlich, weil die Meldewege und in der Praxis auch die Meldezeiten unterschiedlich ausfallen, erläuterte die Stadt-Sprecherin. Wird in einer Stadt oder in einem Kreis die 50er-Grenze überschritten, sieht die Corona-Schutzverordnung in NRW «zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen» vor.

In Remscheid darf Schulsport bis zu den Herbstferien nun nicht mehr in der Halle stattfinden. Großveranstaltungen über 300 Personen werden nicht mehr genehmigt. Zum Maßnahmenpaket gehören eine Plakataktion und umfassende Infos, die Tausende Haushalte über Schulen, Kitas oder Vereine erreichen sollen. Der Krisenstab beschloss, auch in Moscheen, Teestuben und Supermärkten aufzuklären und zu kontrollieren. Verursacher der stark steigenden Zahlen sind laut Stadt vor allem «reiserückkehrende Familienverbünde».

14.14 Uhr: Quarantäne nach Supercup-Reise

Fußball-Fans aus Bayern müssen bei einer Reise zum Supercup-Finale des FC Bayern in Budapest nach der Rückkehr zum Corona-Test oder in Quarantäne . Das Kabinett des Freistaats verschärfte seine Einreise-Quarantäneverordnung und strich eine bislang vorgesehen Ausnahmeregel. Demnach sind Sport-Anhänger bei Aufenthalten von weniger als 48 Stunden in Risikogebieten nicht mehr von der Quarantänepflicht befreit. Das gilt auch für Reisen zu Kulturveranstaltung oder aus Freizeitgründen.

13.47 Uhr: Impfstoff könnte bis 15 Euro pro Dosis kosten

Corona-Impfstoffe könnten nach Aussagen des Europäischen Pharmaverbands (EFPIA) pro Einheit zwischen 5 und 15 Euro kosten . Dies sei ein angemessener Preis pro Dosis, sagte die Vorsitzende der Verbandsgruppe Impfungen Europa, Sue Middleton, bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments am Dienstag in Brüssel. Genaue Preise seien in den bisher geschlossenen Vereinbarungen zwischen Impfstoff-Herstellern und der Europäischen Union aber nicht festgelegt worden.

13.04 Uhr: Das Virus weltweit 

Weltweit schnellen die Fallzahlen wieder in die Höhe . Allen voran die USA, Indien, Brasilien und Russland. In den USA beispielsweise sind 200.000 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Zuletzt wurden täglich etwa 40.000 Neuinfektionen gemeldet.

Indien steht weltweit an zweiter Stelle, bislang wurden dort mehr als 5,4 Millionen Infizierte gezählt. Am Dienstag kamen im Vergleich zum Vortag 75.000 Fälle hinzu. Wegen eines ehemals strikten Lockdowns ist die Wirtschaft eingebrochen, Millionen Menschen verloren ihre Jobs, viele hatten Angst zu verhindern.

In Brasilien haben sich die Zahlen seit Wochen auf den Stand von 40.000 Neuinfektionen täglich und mehr als 1000 Tote in 24 Stunden eingependelt. Die tatsächlichen Zahlen dürften höher liegen, da vergleichsweise wenig getestet wird.

Russland liegt derzeit auf Platz vier der weltweiten Fallzahlen-Liste, doch auch dort steigen die Zahlen wieder ordentlich an. Am Wochenbeginn gab es knapp 6200 Fälle. Seit Beginn der Pandemie haben sich 1,1 Millionen Menschen angesteckt. Hotspot ist weiter die Hauptstadt Moskau. 

In Mexiko sinkt die Infektionskurve allmählich, doch es kommen jeden Tag hunderte Tote hinzu. Aus Angst vor schlecht ausgestatteten Kliniken lassen sich viele erkrankte Mexikaner nicht behandeln. Verbindliche Ausgangsbeschränungen gaben hier nie.

In Israel hat die Regierung mit einem drastischen Schritt auf die jüngsten Rekordwerte reagiert: Seit Freitag gilt ein zweiter landesweiter Lockdown. Die Zahl der Neuinfektionen war am 15. September auf mehr als 5500 geklettert. 

Auch London ist in Alarmbereitschaft: In Großbritannien kamen in den vergangenen Tagen täglich 3500 bis 4000 Infizierte hinzu. Innerhalb von sieben Tagen verdoppelt sich die Zahl der Infektionen. Verbreite sich das Virus ungehindert in gleichem Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50.000 Fälle pro Tag zählen, so Experten. Das Testsystem stehe am Rande des Kollapses. Die Regierung empfiehlt Homeoffice, für Pubs und Restaurants gilt am Donnerstag wieder eine Sperrstunde.

Mit mehr als 640.000 Infektionen und mehr als 30.000 Toten ist Spanien das am heftigsten getroffene Land Westeuropas.Die Regierung kämpft mit regionalen Maßnahmen gegen das Virus.

Verhältnismäßig gute Nachrichten kommen aus Italien: Die Zahlen steigen hier seit sieben Wochen zwar kontinuierlich an, aber vom Höchststand von 6557 Infizierten in 24 Stunden vom 21. März ist das Land noch ein entfernt. Es gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln.

13.01 Uhr: Wieder Maskenpflicht in Schulen in Hamm

Die Stadt Hamm führt angesichts steigender Infektionszahlen von Mittwoch an wieder eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein. Das gelte zunächst für zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Das sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz.

12.14 Uhr: Supercup in Budapest: UEFA hält an Fan-Konzept fest

Die UEFA hält an ihrem Zuschauer-Konzept für den Supercup zwischen dem FC Bayern München und dem FC Sevilla fest. Das Pilotprojekt zur Fan-Rückkehr werde trotz der Kritik aus Deutschland unverändert fortgesetzt, hieß es von der Europäischen Fußball-Union. Am Donnerstag soll die rund 67.000 Zuschauer fassende Puskás Arena in Budapest zu 30 Prozent ausgelastet sein, obwohl die ungarische Hauptstadt ein Corona-Risikogebiet ist.

10.45 Uhr: Corona-Fall am Harsewinkeler Gesamtschule

Auch die Harsewinkeler Gesamtschule hat jetzt einen Corona-Fall . Eine Schülerin der Q2 ist positiv auf das Virus getestet worden. Am Montag musste bereits die Abiturstufe vorsichtshalber zu Hause bleiben. Seit Dienstag wird die gesamte Oberstufe der Schule auf Distanz unterrichtet. Laut Kreisverwaltung testen heute zunächst die mobilen Teams am Städtischen Gymnasium in Gütersloh. Dort gab es bereits zwei Corona-Fälle.

9.42 Uhr: TUI strafft Winterangebot

Für die Wintersaison streicht der Reiseanbieter TUI ein Fünftel seines Programms . Damit stehen noch etwa 40 Prozent des ursprünglichen Angebots, teilt das Hannoveraner Unternehmen mit. Das reduzierte Angebot war zuletzt zu rund 30 Prozent gebucht. Im Sommer 2021 will TUI nach wie vor wieder 80 Prozent der ursprünglich geplanten Kapazitäten anbieten.

9.02 Uhr: Sieben-Tage-Wert in Hamm bei 64,8

Die Stadt Hamm liegt jetzt nach offiziellen Zahlen des RKI weit über der wichtigen Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Am Dienstag lag der Wert bei 64,8. Die Stadt selbst hatte am Montag sogar von 71 gesprochen. In Gelsenkirchen lag die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 38, am Montag noch bei 44,1. 

8.39 Uhr: Karneval in Paderborn ohne Parade

Auch wenn es vielleicht nicht so fröhlich und ausgelassen werden sollte, wie in all den Jahren zuvor: Der Paderborner Karnevalsverein Hasi-Palau plant für die fünfte Jahreszeit verschiedene Veranstaltungsformate. Eines wird es aber ganz gewiss nicht geben, kündigte am Montag Präsident Andreas Gorecki auf Anfrage dieser Zeitung an. Die beliebte Parade wird 2021 definitiv ausfallen.  Am Wochenende hatten sich die Mitglieder des närrischen Vereins zur Jahreshauptversammlung getroffen. Die Stimmung: nicht hoffnungslos. „Wir geben nicht auf“, lautete das Motto.

7.01 Uhr: Frühe Sperrstunde für britische Pubs und Restaurants

Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson verschärfte Schutzvorkehrungen angekündigt . Pubs und Restaurants sollen ab Donnerstag um spätestens 22 Uhr schließen, wie die Regierung mitteilte. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein. Johnson wollte sich heute mit einer Rede an die Briten wenden, um ihnen den Ernst der Lage bewusst zu machen und an geltende Abstands- und Hygieneregeln zu erinnern. In ganz Großbritannien steigen die Infektionszahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen.

6.21 Uhr: 1821 Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1821 neue Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bis heute Morgen mindestens 274.158 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Corona liegt nach RKI-Angaben bei 9396. Das sind zehn mehr als am Vortag. 243.700 Menschen haben eine Infektion überstanden. 

Am Samstag war mit 2297 Neuinfektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Der Höhepunkt der täglichen Neuinfektionen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Der R-Wert liegt nach RKI-Angaben bei 1,06 (Vortag 1,22). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel eine weitere Person ansteckt. 

Montag, 21. September

22.01 Uhr: Dienstlaptops für Lehrer sollen zügig kommen

Die geplanten Dienstlaptops für Lehrer sollen zügig angeschafft werden. Das teilte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Montag nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und den Kultusministern der Länder mit. «Ausdrücklich zu begrüßen ist die Bereitschaft der Bundesregierung, noch in diesem Jahr die Beschaffung der Endgeräte für Lehrkräfte zu ermöglichen», sagte Hubig.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, will der Bund die dafür veranschlagten 500 Millionen Euro zunächst vorstrecken. Nachträglich soll die Finanzierung dann, wie von der großen Koalition im August vereinbart, aus dem noch zu bildenden 750 Milliarden Euro schweren Corona-Aufbaufonds der EU erfolgen.

Bekräftigt wurde bei dem Treffen im Kanzleramt außerdem, dass sich der Bund mit 500 Millionen Euro an den Kosten für Ausbildung und Finanzierung von Administratoren, die sich um die Technik an den Schulen kümmern sollen, beteiligen will. Zudem wurde der Aufbau einer bundesweiten Bildungsplattform und sogenannter digitaler Kompetenzzentren vereinbart, in denen unter anderem Lehrer für die Arbeit mit digitalen Unterrichtsmitteln weitergebildet werden sollen.

19.55 Uhr: Zwei Infektionen an Grundschule in Enger

Zwei Schüler aus zwei verschiedenen Klassen der Grundschule Westerenger in Enger im Kreis Herford sind mit dem Coronavirus infiziert. „Das Wichtigste ist, dass es den Kindern gut geht“, sagte Schulleiterin Antje Thiele . Montagmorgen war die mobile Corona-Teststation des Kreises Herford an der Schule, um Abstriche vorzunehmen. Bekannt geworden waren die beiden Fälle bereits am Freitagmorgen – noch vor Schulstart. „Wir haben direkt mit dem Gesundheitsamt telefoniert und die Kontaktpersonen der beiden Schüler ermittelt“, erklärt Thiele. In der einen Klasse seien es vier, in der anderen fünf Kinder. Das Gesundheitsamt habe deren Eltern verständigt, die neun Schüler mussten sich in Quarantäne begeben.

19.28 Uhr: Maßnahmen in Nordirland: Keine Treffen fremder Haushalte mehr

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gelten in Nordirland ab Dienstagabend wieder stärkere Maßnahmen. So dürfen sich drinnen bis auf wenige Ausnahmen keine Angehörigen verschiedener Haushalte mehr miteinander treffen, wie die Regierung am Montag erklärte. Im Freien werden noch Treffen von maximal sechs Menschen aus zwei Haushalten erlaubt sein. Allein in den vergangenen 48 Stunden hat es in Nordirland fast 400 neue Fälle gegeben.

Doch in ganz Großbritannien steigen die Fallzahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50.000 Fälle pro Tag zählen, wie führende Gesundheitsexperten am Montag warnten.

Die Regierung denkt deshalb über ein temporäres Herunterfahren des Landes nach, eine Art Zwangspause von zwei bis drei Wochen, in der Restaurants und Pubs wieder geschlossen werden könnten. Große Teile im Nordosten Englands und Wales leben bereits jetzt mit härteren Maßnahmen. Premierminister Boris Johnson wollte am Dienstag über das weitere Vorgehen der Regierung informieren.

18.40 Uhr: Zahlen aus OWL

(in Klammen der Vergleich zum Vortag)

Ein Großteil der registrierten Neuinfektionen - 29 von 45 in ganz OWL - wird aus dem Kreis Minden-Lübbecke gemeldet, wo auch die meisten akut Infizierten bekannt sind und inzwischen zahlreiche Schulen betroffen sind.

Bielefeld
aktuell infiziert: 42 (-12)
Fälle insgesamt: 827
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn (Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 46 (+3)
Fälle insgesamt: 885 (+3)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 16
Fälle insgesamt: 431
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 34 (-1)
Fälle insgesamt: 2929
davon Todesfälle: 20

Kreis Herford (Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 36 (+4)
Fälle insgesamt: 608 (+5)
davon Todesfälle: 8

Kreis Lippe (Vergleich zum Freitag)
aktuell infiziert: 52 (+3)
Fälle insgesamt: 959 (+8)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke (Vergleich zum Freitag)
aktuell infiziert: 91 (+15)
Fälle insgesamt: 853 (+29)
davon Todesfälle: 13

17.24 Uhr: «Höchste Achtsamkeit»: Neue Corona-Vorkehrungen zum Herbst

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wächst die Anspannung vor dem nahen Herbst und Winter. Die Bundesregierung ruft zu «höchster Achtsamkeit» auf und bereitet weitere Regelungen vor, die auch auf mehr Testmöglichkeiten zielen. Politik und Bürger hätten es jetzt in der Hand, «ob sich die Infektionszahlen wieder unkontrolliert ausbreiten», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Deutschland sei «in einer Phase der Pandemie, in der sich entscheiden wird, wie wir in diese Winter- und Herbstmonate hineingehen». In einigen Regionen wappnen sich Kommunen bereits für Krisenmaßnahmen. So plant Bayerns Landeshauptstadt München auch eine Maskenpflicht auf manchen Plätzen für den Fall weiter hoher Corona-Zahlen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will in der kommenden Woche erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder über den weiteren Kurs beraten. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) kündigte in einer Besprechung mit den Chefs der Staatskanzleien eine entsprechende Videokonferenz für den 29. September an, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Hintergrund sei, dass mehrere große Städte die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten hätten - ab dann sehen die Vereinbarungen von Bund und Ländern vorerst regionale Krisenmaßnahmen vor. Besonders betroffen sind unter anderem etwa Hamm (70,9), Würzburg (61), der Kreis Cloppenburg (59,1) und München (52,3).

17.10 Uhr: Infektionen am Gymnasium Rahden und mehreren Schulen in Lübbecke

Am Gymnasium Rahden ist eine Coronainfektion festgestellt worden. Mehrere Kontaktpersonen sind in Quarantäne. Am Mittwoch soll es Tests für Schüler und Lehrer geben.  Zudem wurden weitere Fälle an mehreren Schulen in Lübbecke gemeldet.

16.58 Uhr: 13 Fälle nach Corona-Ausbruch in Hamburger Bar

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel ist die Anzahl der hinzugekommenen Erkrankungen nach Angaben der Gesundheitsbehörde überschaubar. Insgesamt gehen nun 13 bestätigte Covid-19-Fälle auf den Ausbruch in der Bar «Katze» zurück, darunter auch die bereits vermeldeten vier Servicekräfte, wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte. Etwa 600 Menschen werden von den Gesundheitsämtern zum Kreis der potenziell betroffenen Kontaktpersonen gezählt, rund 400 von ihnen stammen aus Hamburg. Die meisten Besucher konnten die Gesundheitsämter mittlerweile erreichen, rund hundert hatten falsche Kontaktdaten angegeben.

16.57 Uhr: Kennzahl steigt in Hamm deutlich über kritischen Wert

In Hamm ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich über eine kritische Marke gestiegen. Nach Angaben der Stadt sind 70,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage registriert worden. Das teilte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) am Montag in einer Video-Pressekonferenz mit. Zuletzt hatten sich demnach bei einer Hochzeitsfeier 86 Menschen infiziert. Bei der Feier waren 236 Gäste aus Hamm.

Die kritische Marke bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz liegt bei 50. Steigen die Zahlen über diese Marke, sollen Kreise und Kommunen mehr Beschränkungen im öffentlichen und privaten Leben einführen. Am Montag wurde zudem bekannt, dass in München voraussichtlich neue Beschränkungen in Kraft treten, sollte dieser Wert weiterhin überschritten werden. Dazu zählen eine erweiterte Maskenpflicht an bestimmten Orten und Kontaktbeschränkungen.

16.37 Uhr: Italien verlangt von Franzosen Virus-Tests

Italien verlangt künftig von Einreisenden aus Paris und mehreren anderen französischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionsraten einen Virus-Test. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Montag auf Facebook mit. Die Situation in Europa dürfe nicht unterschätzt werden. Italien gehe es heute besser als anderen Ländern, aber es sei große Vorsicht geboten.

Besucher aus Griechenland, Malta, Spanien und Kroatien müssen in Italien bereits seit längerem einen negativen Covid-19-Test vorlegen - oder sie lassen sich bei der Einreise testen. Italien war zu Beginn besonders hart von der Pandemie getroffen. Seither konnte das Land die Infektionsraten unter Kontrolle bringen. Inzwischen sind die Werte wieder gestiegen, wenn auch nicht so drastisch wie in Frankreich und Spanien.

16.28 Uhr: Mehr als 11.000 Schüler in NRW in Quarantäne

Die Zahl der von Quarantäne betroffenen Schüler und Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen steigt weiter an.

Nach neuen Zahlen des Schulministeriums von Montag befanden sich zum Stichtag 16. September rund 11.750 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne, bei 365 von ihnen war eine Corona-Infektion bestätigt.

Auch etwa 1120 Lehrkräfte mussten sich selbst als Schutzmaßnahme isolieren, 80 mit einer nachgewiesenen Infektion. Immerhin 96,5 Prozent aller Lehrer könnten im Präsenzunterricht für 99 Prozent der Schüler eingesetzt werden.

Alle Beteiligten verhielten sich umsichtig, attestierte Schul-Staatssekretär Matthias Richter: Weil in den kommenden Wochen mit einem Anstieg der Infektionen zu rechnen sei, zähle die Erfahrung der vergangenen Wochen: „Die Schutzmaßnahmen greifen.“ 

16.10 Uhr: SPD-Experte Lauterbach: Bayern soll Fans von Supercup-Reise abraten

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert den FC Bayern auf, den Anhängern von einer Reise zum Supercup in das als Risikogebiet eingestufte Budapest abzuraten. Die Münchner Champions-League-Sieger treten am Donnerstag (21.00 Uhr) gegen den FC Sevilla als Gewinner der Europa League an. Der Kontinentalverband UEFA erlaubt dabei 20.000 Zuschauer in der Puskás Arena. Die Bayern rechneten am Wochenende mit gut 2000 mitreisenden Fans aus München.

«Dass die Fans in Budapest ins Stadion kommen, ist ein eklatantes Risiko», sagte der Bundestagsabgeordnete dem Nachrichtenportal t-online.de am Montag. «Es wäre aus meiner Sicht das Richtige, wenn der FC Bayern München selbst sagen würde, dass die Fans nicht mitreisen sollen, um ihre eigenen Zuschauer zu schützen. Das wäre die einzige Möglichkeit. Das wäre eine großartige Geste, die ich als vorbildhaft betrachten würde. Das würde der sportlichen Reputation des Vereins sehr gut tun», meinte der SPD-Politiker.

Die Partie unter diesen Bedingungen wird sehr kritisch gesehen. Bayern-Trainer Hansi Flick behagen die Umstände der Begegnung nicht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte bereits an, dass Fans nach der Rückreise aus Ungarn Quarantäne drohe.

15.44 Uhr: Hohe Fallzahlen: Erstes Schalke-Heimspiel ohne Zuschauer?

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen in Gelsenkirchen ist weiterhin offen, ob das erste Saison-Heimspiel von Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 vor Fans stattfinden darf. Eine Austragung der Partie gegen Werder Bremen am Samstag (18.30 Uhr/Sky) in der Veltins-Arena mit Zuschauern sei noch nicht gesichert, teilte der Verein am Montag im Internet mit. «Wenn der Wert so bleibt, wird Schalke am Samstag ohne Zuschauer spielen müssen», sagte Stadtsprecher Martin Schulmann.

15.03 Uhr: Weitere Corona-Fälle bei Migranten auf Lesbos festgestellt

Auf der griechischen Insel Lesbos sind bislang 243 Migranten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sei ein leichter Anstieg gegenüber dem Wochenende, sagte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas am Montag in Athen. Die Tests laufen seit dem 12. September. Bis zum Sonntag sind insgesamt gut 7000 Menschen getestet worden.

Vor knapp zwei Wochen war bei einem Großbrand das Flüchtlingslager Moria fast völlig zerstört worden, die rund 12.000 Bewohner wurden über Nacht obdachlos. Anschließend wurde in Windeseile ein provisorisches Zeltlager für die Menschen errichtet, in das mittlerweile rund 10.000 Migranten eingezogen sind. Sie alle sollen dort registriert und auf Corona getestet werden. Wer einen positiven Befund erhält, wird in einem abgetrennten Teil des Lagers isoliert.

15.02 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern testet Fiebermessungen in Schulen und Kitas

Aus Sorge vor vermehrten Corona-Infektionen in der bevorstehenden kalten Jahreszeit will Mecklenburg-Vorpommern Fiebermessungen für Kitas und Schulen testen. «Wir werden erproben, ob es Sinn macht, die Kinder vor Beginn von Kita und Schule zu testen», sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Montag nach einer Kabinettsklausur in Schwerin. «Wir werden solche Geräte anschaffen, wissen aber nicht, ob sich Aufwand und Nutzen flächendeckend lohnen. Deshalb starten wir mit einer Pilotphase.» Die Teilnahme sei freiwillig. Ziel ist laut Schwesig, dass pro Landkreis und kreisfreier Stadt eine Kita und eine Schule mitmachen.

14.39 Uhr: Bundespolizisten überprüfen künftig Aussteigekarten

Um falsche Angaben von Einreisenden aus Corona-Risikogebieten zu verhindern, soll sich künftig die Bundespolizei um die sogenannten Aussteigekarten kümmern. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums kündigte am Montag nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts in Berlin an, die Polizei werde nun angewiesen, «Aussteigekarten mit den Pässen der Einreisenden abzugleichen» und sie dann an die Gesundheitsämter weiterzuleiten. Diese Maßnahme für eine bessere Nachverfolgung von Infektionsketten werde noch vor Monatsende umgesetzt.

Bislang wurden die Formulare von Fluggesellschaften und Busunternehmen eingesammelt und an die Gesundheitsämter übermittelt. Da ein Abgleich mit Reisepass oder Personalausweis dabei in der Regel nicht stattfand, konnten Reisende, die sich einer möglichen Corona-Quarantäne entziehen wollten, im Prinzip einfach falsche Angaben machen. Nach Angaben der Sprecherin gab es «Fälle, in denen Daten unzureichend oder offensichtlich falsch waren».

13.11 Uhr: Corona-Fall in Bielefelder Berufskolleg: 113 Menschen getestet

Nach dem Corona-Fall im Rudolf-Rempel-Berufskolleg in Bielefeld sind am Montag auf dem ehemaligen Gelände von Kahmann und Ellerbrock Abstriche genommen worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung haben sich 113 Personen auf das Coronavirus testen lassen.

12.03 Uhr: Corona bremst Wahlen in Italien nicht

Bei den wichtigen Regionalwahlen und dem Referendum in Italien hat sich trotz der Coronavirus-Pandemie eine stabile Wahlbeteiligung abgezeichnet.

Zum Ende des ersten Wahltages in der Nacht zum Montag meldete das Innenministerium in Rom eine Beteiligung von 39,38 Prozent für das Referendum und 41,37 Prozent für vier der sieben Regionen, in denen noch bis Montagnachmittag gewählt wurde. Mit Ergebnissen wurde im Laufe des Nachmittags gerechnet. Die ersten Abstimmungen seit Beginn der Pandemie gelten als wichtiger Stimmungstest für die Regierung des parteilosen Giuseppe Conte.

11.05 Uhr: Hamm rechnet mit Überschreiten wichtiger Marke

Die Stadt Hamm rechnet damit, bald den wichtigen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen zu überschreiten. Nach aktuellstem Stand der Stadt von Sonntagmittag sei der Wert auf 48,6 gestiegen, man berate aktuell über Maßnahmen, wie man gegensteuern werde, berichtete ein Sprecher am Montag. «Es wird auf jeden Fall Maßnahmen geben, denn wir gehen davon aus, dass wir über die 50 kommen.» Der Krisenstab werde die konkreten Schritte am späteren Nachmittag mitteilen.

Es sei zwar noch nichts beschlossen, werde aber als «grundsätzlich sinnvoll» erachtetet, bei privaten Feiern einzuschränken. Hier habe es jüngst auch in Hamm nach größeren Hochzeitsfeiern einen Anstieg gegeben. Ein temporärer Freizeitpark, der am vergangenen Freitag mit 1500 gleichzeitig erlaubten Besuchern gestartet war, dürfe bereits seit Sonntag nur noch weniger als 1000 Gäste auf das große Areal lassen, sagte der Sprecher.

Hamm stand nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Montagfrüh mit 46,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in NRW an der Spitze der sogenannten 7-Tage-Inzidenz-Liste, gefolgt von Gelsenkirchen. Überschreitet eine große Stadt oder ein Kreis die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, sind gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung «zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen».

9.59 Uhr: Söder will Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

In München und anderen Corona-Hotspots in Bayern soll es eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen geben, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte dies angesichts hoher Neuinfektionszahlen am Montag für die Landeshauptstadt bereits konkret in Aussicht. Und dem Vernehmen nach will das Kabinett eine entsprechende Vorschrift für alle Kommunen beschließen, in denen die Neuinfektionszahl bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt.

7.58 Uhr: Möbel- und Einrichtungsbranche in OWL reagiert auch in ihren Sortimenten auf die Pandemie

Themen kommen, Themen gehen. Vor zwei Jahren war es der in das Kochfeld inte­grierte Computer-Bildschirm, den Nolte-Küchen (Löhne) gemeinsam mit Sony entwickelt hatte. Nach gut einem Jahr war er schon fast verschwunden – vermutlich zu teuer. Aktuell zeigen Möbelhersteller auf den OWL-Messen Luftreinigungsgeräte, die auch das Corona-Virus herausfiltern.

6.37 Uhr: Spahn kündigt neue Corona-Strategie für kalte Jahreszeit an

Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen. Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben, sagte Spahn der «Rheinischen Post». Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche «Fieberambulanzen» vor Ort anbieten würden. «Konzeptionell gibt es die schon - sie sollten im Herbst idealerweise flächendeckend zugänglich sein.»

5.47 Uhr: 922 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Erwartungsgemäß hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. 

Sonntag, 20. September

18.00 Uhr: Zahlen aus OWL
(in Klammen der Vergleich zum Vortag)

Es wurden elf neue Infektionen gemeldet, sieben davon aus Bielefeld. Allerdings haben mehrere Gesundheitsämter ihre Zahlen am Sonntag nicht aktualisiert.

Bielefeld
aktuell infiziert: 54 (-2)
Fälle insgesamt: 827 (+7)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn (Zahlen vom Samstag)
aktuell infiziert: 43
Fälle insgesamt: 882
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 16 (+1)
Fälle insgesamt: 431 (+1)
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 35 (+3)
Fälle insgesamt: 2929 (+3)
davon Todesfälle: 20

Kreis Herford (Zahlen vom Samstag)
aktuell infiziert: 32
Fälle insgesamt: 603
davon Todesfälle: 8

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 49
Fälle insgesamt: 951
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 76
Fälle insgesamt: 824
davon Todesfälle: 13

17.30 Uhr: Beratungen über Lage der Schulen im Kanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und die Kultusminister der Länder treffen sich an diesem Montag (18.00 Uhr) im Kanzleramt zu Beratungen über die Lage der Schulen in der Corona-Krise. Neben einem Austausch über Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen soll es um weitere Schritte bei der Schuldigitalisierung gehen und um die Weiterbildung von Lehrern im Umgang mit digitalen Medien.

Merkel, Esken und einige Länder hatten bei einem ersten Treffen im August vereinbart, dass Lehrkräfte mit Dienstlaptops ausgestattet werden sollen, Schüler günstige Flatrates bekommen und Schulen an schnelles Internet angeschlossen werden sollen. Bei den Beratungen an diesem Montag soll es auch um die Umsetzung dieser Vorhaben gehen. Erneute flächendeckende Schulschließungen wie im Frühjahr wollen Bund und Länder vermeiden.

17.37 Uhr: Proteste gegen Absperrungen in Madrid - «Keine Ghettos»

Tausende Menschen haben in Madrid gegen die coronabedingte Abriegelung von mehreren einkommensschwachen Gebieten der spanischen Hauptstadt protestiert. Bei Großkundgebungen wurden die Maßnahmen am Sonntag als ungerecht und diskriminierend zurückgewiesen. Sie sollen am Montag in Kraft treten.

Die Menschen trugen Plakate mit Aufschriften wie «Unsere Stadtteile sind keine Ghettos», «Mehr Ärzte, mehr Kontaktnachverfolger - keine Ausgrenzung» oder «Ihr habt uns im Stich gelassen und nun sperrt ihr uns ein». Sie forderten den Rücktritt der konservativen Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso: «Ayuso, Du bist das Virus».

Die harten Maßnahmen sollen zunächst zwei Wochen lang gelten. Betroffen sind nach amtlichen Angaben 850.000 der rund 6,6 Millionen Einwohner der Region um die Hauptstadt. Abgeriegelt werden insgesamt 37 Gebiete in sechs Stadtteilen sowie in sieben Kommunen im Umland Madrids. Die jeweiligen Gebiete dürfen dann nur noch für dringende Angelegenheiten betreten oder verlassen werden - etwa für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt.

Ähnliche Absperrungen gibt es auch in anderen Teilen Spaniens, etwa in Mallorcas Hauptstadt Palma. Betroffen sind bei den sogenannten «Teilabsperrungen» nicht nur in Madrid fast immer ärmere Wohnquartiere mit sozialen Problemen. In den betroffenen Gebieten Madrids liegt die Zahl der Neuinfektionen oft bei weit mehr als 1000 pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen 7 Tage, derzeit etwa bei 12.

16.49 Uhr: Einige Tausend demonstrieren in Düsseldorf gegen Corona-Maßnahmen

Begleitet von Gegendemonstrationen und starken Polizeikräften haben einige Tausend Menschen in Düsseldorf gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Der Demonstrationszug durch die Innenstadt war von einer regionalen Gruppe der Initiative Querdenken angemeldet worden. Der Veranstalter sprach von 5000 bis 6000 Teilnehmern.

Während die Demo durch die Innenstadt zog, kam es zu einzelnen kleinen Rangeleien am Straßenrand. Die Polizei sprach allerdings von einem insgesamt friedlichen Verlauf. Auch den Mindestabstand von 1,5 Metern hätten die Teilnehmer eingehalten. Eine Maske mussten sie gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung bei der Demo nicht tragen.

An einer Gegendemonstration der Initiative «Düsseldorf stellt sich quer» beteiligten sich einige Hundert Menschen. Unter ihnen waren der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) und sein Herausforderer bei der Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus am kommenden Sonntag, Stephan Keller (CDU).

16.07 Uhr: Lage in Cloppenburg bleibt kritisch: Kontrollen «erschreckend»

Im Kreis Cloppenburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter gestiegen - die Region könnte auch angesichts nicht eingehaltener Schutzregeln zu einem Hotspot werden. Landrat Johann Wimberg (CDU) zeigte sich am Sonntag «besorgt über das fahrlässige Freizeitverhalten mancher Einwohner». Nach Kontrollen der inzwischen verschärften Maßnahmen gegen weitere Virus-Ansteckungen berichtete die Polizei von teilweise «erschreckenden Ergebnissen».

Cloppenburg war am Wochenende nach wie vor einziger niedersächsischer Landkreis mit einer Überschreitung der sogenannten 7-Tage-Inzidenz. Auf 100.000 Einwohner gerechnet, lag die bestätigte Fallzahl nach Angaben des Landes-Gesundheitsministeriums in Hannover bei rechnerisch 63,9. Sie hatte sich bereits zuvor erhöht. Bis zum Sonntagmorgen wurden vom Ministerium weitere 12 bestätigte Neuinfektionen und eine Gesamtzahl von 458 Fällen für Cloppenburg gemeldet. Der Kreis selbst sprach am Nachmittag von 19 neuen positiven Testergebnissen und 452 Fällen. Ursache für Abweichungen zwischen Landes- und Kommunaldaten können etwa technische Gründe oder zeitliche Verzögerungen sein.

Bei einem Wert von mehr als 50 in der 7-Tage-Inzidenz müssen verstärkte Anti-Corona-Schritte eingeleitet werden - der Kreis Cloppenburg hatte daher am Freitag die Regeln schon gebietsweise verschärft. In einigen Teilen dürfen sich bis zum 4. Oktober nun privat nur noch maximal sechs Menschen treffen. Vereinen ist es untersagt, Zusammenkünfte abzuhalten. Gaststätten müssen um 22.00 Uhr schließen. Betroffen von den Maßnahmen waren zunächst die Stadt Löningen sowie die Gemeinden Essen, Lastrup und Lindern.

Die Polizei meldete allerdings eine ganze Reihe von Verstößen, die in der Nacht zum Sonntag festgestellt worden waren. So habe die Überprüfung einer Kneipe einen «Disco-ähnlichen Betrieb» ergeben, ungefähr 80 Gäste mussten von den Beamten hinausgebracht werden. Man habe die Kneipe sofort geschlossen, hieß es. Die Besucher seien «teilweise sehr betrunken» gewesen, «tanzten ohne Mundschutz und hielten auch die sonstigen Corona-Vorschriften, die in Kneipen gelten, weitestgehend nicht ein». Beim Servicepersonal sei es kaum besser gewesen. Mindestens drei weitere Kneipen müssen ein Bußgeld zahlen.

Auch private Feiern mit vielen Teilnehmern, die ab Mitternacht nicht mehr erlaubt waren, flogen auf - und offensichtlich wussten die Gäste genau, das sie die verschärften Regeln brachen. So ertappten die Beamten Mitglieder einer Festgemeinschaft in einem Partykeller, «die weder alle verwandt waren, noch aus zwei Haushalten kamen». Einige der Personen versuchten demnach, sich unter Tischen oder in einer Abstellkammer zu verstecken. Ordnungswidrigkeiten-Verfahren folgen nun. Landrat Wimberg erklärte laut Mitteilung, er habe «in dieser Situation kein Verständnis für ausschweifende Partys und Feiern in größerer Runde». Für weitere Schülerinnen und Schüler im Kreis ordnete der Landkreis außerdem eine häusliche Quarantäne an.

15.25 Uhr: Münchner Corona-Zahlen steigen weiter

Während in München als Ersatz für das ausgefallene Oktoberfest eine «WirtshausWiesn» gefeiert wird, steigen die Infektionszahlen immer deutlicher über den Grenzwert von 50 Neuansteckungen pro Woche und 100 000 Einwohnern. Am Sonntag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für die sogenannte 7-Tage-Inzidenz einen Wert von 55,6.

Am Samstag hatte er bei 54,2 gelegen. Am Freitag war die Kennziffer mit 50,7 erstmals wieder über der Grenze von 50 gestiegen, ab der zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen getroffen werden sollen. Die Stadt wird am Montag über das weitere Vorgehen beraten.

Neben München sind den LGL-Zahlen zufolge derzeit auch Würzburg mit einer 7-Tage-Inzidenz von 79,8 und Kulmbach mit 50,1 über dem Grenzwert. Der bayernweite Durchschnitt liegt bei 21,7.

15.12 Uhr: Weniger Teilnehmer bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Düsseldorf als angemeldet

Begleitet von starker Polizeipräsenz haben sich einige Tausend Menschen in Düsseldorf an einer Kundgebung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen beteiligt. Auf der gegenüberliegenden Rhein-Seite versammelten sich zeitgleich Demonstranten der Initiative «Düsseldorf stellt sich quer» zu einer Gegenveranstaltung.

Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen war von einer regionalen Gruppen der Initiative Querdenken angemeldet worden. Einige Teilnehmer hatten Regenbogenfahnen dabei, hielten Schilder gegen Digitalisierung in die Höhe oder forderten auf Plakaten Umarmungen statt Distanz. Die Stimmung sei friedlich, berichtete eine dpa-Reporterin. Auch eine Polizeisprecherin betonte, man gehe von einem friedlichen Verlauf aus.

Der Protestzug, der gegen 14.00 Uhr starten und durch die Straßen der Innenstadt führen sollte, verzögerte sich zunächst. Die Anmelder hatten im Vorfeld knapp 50.000 Teilnehmer angemeldet, die Polizei hatte sich auf bis zu 10.000 Menschen eingestellt. Die Teilnehmer müssen keine Masken tragen, aber einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. So sieht es die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung vor.

14.45 Uhr: WDR: Bereits vor Corona-Ausbruch erhebliche Verstöße bei Tönnies

Bei Deutschlands größtem Schlachthof Tönnies in Rheda-Wiedenbrück soll es bereits vor dem Corona-Ausbruch im Mai „gravierende Mängel” hinsichtlich des Arbeitsschutzes gegeben haben – deutlich mehr als bislang bekannt. Das berichtet das WDR-Magazin „Westpol“ und beruft sich dabei auf interne Prüfberichte der Bezirksregierung Detmold .

14.15 Uhr: Gymnasium Brackwede am Montag geschlossen

Wie berichtet, gibt es in Bielefeld einen Coronafall am Gymnasium Brackwede . Betroffen ist eine Lehrkraft. Die Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes läuft. Aufgrund des Falls bleibt das Brackweder Gymnasium am Montag, 21. September, geschlossen. Das teilt die Schule auf ihrer Homepage mit. Wegen der noch unklaren Situation finde am Montag für alle Klassen und Kurse Distanzunterricht nach Stundenplan statt.

12.23 Uhr: RKI-Lagebericht: Mehr Ansteckungen mit Corona in Deutschland

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen Höchststand seit knapp fünf Monaten erreicht. So meldete das Robert-Koch-Institut am Samstagmorgen 2297 neue Fälle, die der Behörde binnen 24 Stunden übermittelt wurden.

Am Sonntag war der Wert dann mit 1345 neuen Ansteckungen erwartungsgemäß niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten melden. Das RKI spricht in seinem Lagebericht von Samstagabend von einem «weiteren Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung».

Zudem schreibt das RKI: «Die Zahl der Todesfälle unter den übermittelten Covid-19-Fällen ist derzeit niedrig.» Das liege hauptsächlich daran, dass zuletzt bei relativ vielen jungen Menschen eine Infektion nachgewiesen wurde. 

Allerdings nimmt der Anteil der Infizierten in der älteren Bevölkerung laut RKI aktuell leicht zu. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, müsse damit gerechnet werden, dass wieder mehr Menschen ins Krankenhaus kommen und auch sterben. Ältere Menschen gelten als anfälliger für einen schweren Verlauf von Covid-19.

11.35 Uhr: Gesamtschule Hüllhorst komplett geschlossen

Aufgrund positiv auf das Coronavirus getesteter Schüler hat das Gesundheitsamt Minden-Lübbecke eine komplette Schließung der Gesamtschule Hüllhorst bis einschließlich Mittwoch, 23. September, angeordnet. Das hat der Hüllhorster Bürgermeister Bernd Rührup mitgeteilt. Auch die Grundschule Ahlsen muss zwei Klassen in Quarantäne schicken.

10.25 Uhr: Scheuer sagt Luftverkehrsbranche weitere Unterstützung zu

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat der angeschlagenen Luftverkehrsbranche weitere Unterstützung zugesagt . Der CSU-Politiker geht von einer globalen Neuverteilung der Luftverkehrswirtschaft aus. „Wir werden über einen gewissen Zeitraum nicht mehr die ganze Bandbreite der Mobilität in der Luft haben. Manche freuen sich darüber, ich nicht. Und wir werden auch weiterhin helfen müssen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Scheuer verwies auf das milliardenschwere staatliche Hilfspaket für die Lufthansa. „Aber wir denken natürlich auch an die Flughäfen. Wir bereiten gerade ein Konzept für die Regionalflughäfen vor und thematisieren die großen Verkehrsflughäfen. Wenn wir an dieser Stelle wichtige Infrastruktur verlieren, können wir sie nicht mehr reaktivieren.“ Das Ziel sei es, Struktur zu erhalten.

8.35 Uhr: Skigebiete im Sauerland stellen Weichen in Corona-Krise

Rund drei Monate vor den Winterferien rüsten sich die Skigebiete im Sauerland angesichts der Corona-Pandemie bereits für die kommende Saison. „Die Skigebiete der Wintersport-Arena stehen vor großen Herausforderungen“, hieß es beim Trägerverein in Winterberg. In den Skigebieten werde intensiv an Hygienekonzepten gearbeitet, die möglichst einheitlich ausfallen sollten und von örtlichen Gesundheitsämtern genehmigt werden müssten, sagte eine Sprecherin. In einer Mitgliederversammlung habe man erste Weichen gestellt. In der kommenden Woche sollten Schutzmaßnahmen bei einer Versammlung des Skiliftverbands Sauerland diskutiert werden.

7.45 Uhr: Demo gegen Corona-Maßnahmen von großem Polizeieinsatz begleitet

Mit einem großen Einsatz stellt sich die Polizei in Düsseldorf heute auf eine Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen ein. Die Anmelder - eine regionale Gruppen der Initiative Querdenken - hoffen auf bis zu 50.000 Teilnehmer. Die Polizei stellt sich auf bis zu 10.000 Menschen ein. Auch mehrere Gegendemos wird es geben: Unter anderem hat die Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer Veranstaltung aufgerufen.

6.50 Uhr: 1345 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Das Robert-Koch-Institut hat heute erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1345 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht von Samstag.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 271.415 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand 20.9., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9386 - das sind zwei Todesfälle mehr als am Vortag. Bis Sonntagmorgen hatten rund 240.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,27 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,24 (Vortag: 1,21). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Samstag, 19. September

21.01 Uhr: Strengere Regeln in Frankreich

Angesichts stark steigender Zahlen verhängen immer mehr Städte und Departements in Frankreich strengere Regeln. Ab Montag sind im Departement Indre-et-Loire in der Mitte des Landes Tanzabende und von Studenten organisierte Abende verboten, ebenso Aperitifs, Umtrunke und Snacks im Stehen. Untersagt werden zudem Essensplatten für mehrere. Bars in geschlossenen Räumen ohne Sitzmöglichkeiten bleiben zu. Toulouse, Nizza, Bordeaux und Marseille haben bereits ähnliche Regeln eingeführt.

Die französischen Behörden melden einen neuen Höchstwert von 13.498 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

20.04 Uhr: 213 Infizierte im neuen Zeltlager auf Lesbos

Nach dem verheerenden Brand im Camp Moria sind inzwischen knapp drei Viertel der 12.000 obdachlos gewordenen Migranten in ein provisorisches Zeltlager gezogen. Coronainfizierte werden in einem abgetrennten Teil des Lagers isoliert.  Bisher seien die Tests bei 213 Menschen positiv ausgefallen .

18.27 Uhr: Zahlen aus OWL
(in Klammen der Vergleich zum Vortag)

Es gab einen weiteren Todesfall - in Bielefeld. Die höchste Zahl an Neuinfektionen - elf - wurde diesmal im Kreis Herford registriert. Die meisten akut Infizierten waren am Freitag aus dem Kreis Minden-Lübbecke gemeldet worden.

Bielefeld
aktuell infiziert: 56 (-5) 
Fälle insgesamt: 820 (+5)
davon Todesfälle: 9 (+1)

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 43 (+1)
Fälle insgesamt: 882 (+1)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 15 (-1)
Fälle insgesamt: 430
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh 
aktuell infiziert: 32 
Fälle insgesamt: 2926 (+3)
davon Todesfälle: 20

Kreis Herford 
aktuell infiziert: 32 (+7)
Fälle insgesamt: 603 (+11)
davon Todesfälle: 8

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 49
Fälle insgesamt: 951
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 76
Fälle insgesamt: 824
davon Todesfälle: 13

16.54 Uhr: Laschet hört Handballern zu

Ministerpräsident Armin Laschet war am Morgen auf Stippvisite in Barres Brauwelt in Lübbecke , um sich dort mit Vertretern der heimischen Handball-Bundesligisten auszutauschen und sich ihre Sorgen in der Corona-Pandemie anzuhören. Der CDU-Politiker betonte, wie wichtig es sei, vor Ort Gespräche zu führen, um zum Umgang mit Corona Detailfragen zu klären, schließlich sei die Situation überall anders. „So wird die nächste Verordnung besser.“

13.35 Uhr: 94-Jährige stirbt mit Corona

In Bielefeld gibt es einen weiteren Corona-Todesfall. Wie die Stadt mitteilt, ist eine 94-jährige Frau ist in Zusammenhang mit Corona gestorben. Damit gibt es in Bielefeld seit Beginn der Pandemie neun Corona-Tote.  Stand Samstag, 10 Uhr , vermeldet das Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen. So gibt es einen neuen bestätigten Fall am Gymnasium Brackwede. Die Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes läuft.

11.50 Uhr: Polen verzeichnet Höchstwert bei nachgewiesenen Neuinfektionen

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden 1002 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt der nachgewiesenen Neuinfektionen lag mit 149 Fällen in Kleinpolen im Süden des Landes, aber auch die Region um Lublin im Osten (122) und Pommern (96) waren stark betroffen. Der bisherige Rekordwert wurde am 21. August erfasst, er betrug 903 Neuinfektionen.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es gebe keine großen lokalen Epidemieherde. «Die Werte, die wir jetzt sehen, sind ein Ergebnis davon, dass die Menschen zum normalen Alltagsleben und zur Arbeit zurückgekehrt sind Es geht um das, was wir auch auf den Straßen sehen: mehr Menschen, mehr Kontakte.»

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 78.330 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 2282 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

11.14 Uhr: Zahl der Infektionen steigt in Gelsenkirchen massiv 

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen ist massiv angestiegen und nähert sich der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz am Samstag in Gelsenkirchen bei 44,1 - eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 10,7. Schon ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner müssen Kommunen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. Zudem sind ab diesem Wert keine Zuschauer etwa bei Fußball-Bundesligaspielen mehr erlaubt. Der FC Schalke 04 hat sein erstes Heimspiel der Saison am nächsten Samstag gegen Werder Bremen.

Sollte die wichtige Kennziffer der Neuansteckungen auf 50 steigen, kündigte die Stadt «einschneidende Einschränkungen» an. Die Stadt Gelsenkirchen hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass größere private Feiern zu einer Verbreitung des Coronavirus beigetragen hätten.

11.10 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut: Impfstoff-Zulassung Ende 2020 oder Anfang 2021

Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiterhin mit einer Zulassung von Corona-Impfstoffen für Ende 2020 oder Anfang 2021. Derzeit befänden sich neun Impfstoff-Kandidaten in der abschließenden klinischen Phase III, sagte Instituts-Chef Klaus Cichutek den Sendern RTL und ntv. Zwar sei der Zeitpunkt Spekulation, «aber rechnen wir mal Ende diesen Jahres, mit Beginn des nächsten Jahres mit den ersten Zulassungen.» Diese Einschätzung vertritt das Paul-Ehrlich-Institut - das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe - unverändert seit längerer Zeit.

Auch bei einer Zulassung von Impfstoffen zu diesem Zeitpunkt werde es noch mehrere Monate dauern, bis in Deutschland ein Impfstoff flächendeckend zu Verfügung stehe. Dann sei es Aufgabe des Robert-Koch-Instituts, für Deutschland zu entscheiden, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollten. «Ich nehme an, dass noch einige Monate im nächsten Jahr ins Land gehen, bis wir von flächendeckender Verfügbarkeit reden. Weltweit kann das den größten Teil des nächsten Jahres, wenn nicht das gesamte nächste Jahr in Anspruch nehmen», sagte Cichutek.

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts rechnet für Deutschland bei Corona mit einer großen Impf-Bereitschaft. «Ich glaube, dass die Menschen einen großen Bedarf an Impfstoffen sehen. Wir sehen das im Paul-Ehrlich-Institut daran, dass wir bereits beim Beginn erster klinischer Prüfungen sehr viele Anfragen hatten über Freiwillige, die gerne hätten teilnehmen wollen an den ersten klinischen Prüfungen.»

Das Paul-Ehrlich-Institut stehe dafür, dass man bei der Zulassung des neuen Impfstoffs dieselbe Sorgfalt walten lasse wie sonst üblich: «Da werden keine Abstriche gemacht.» Man werde bei der Zulassung erste Wirksamkeitsdaten haben, auch Informationen über mittelfristige Sicherheiten. Aber: «Wir haben natürlich kein vollständiges Bild. Das wird sich erst nach der Einführung der Impfung im breiten Maßstab dann ergeben. Deswegen ist es wahrscheinlich, dass wir zu einer Zulassung mit Auflagen greifen müssen, um dann weitere Daten noch während der Einführung der Impfung zu erheben.»

10.48 Uhr: Spahn: Gesundheitssystem trotz Corona-Anstiegs noch nicht überlastet

Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter. «Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz Europa besorgt», fügte er hinzu. Er appellierte erneut an die Bürger, Abstand zu halten, Mund-Nase-Schutz zu tragen und Hygiene-Regeln zu beachten.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hatte in der vergangenen Woche im Interview mit dem «Handelsblatt» erklärt, Deutschland sei derzeit in der Lage, die Pandemie «vergleichbar gut zu managen». Er sagte: «Man muss nicht mehr das ganze Land lahmlegen.»

Unter Deutschlands Nachbarländern ist derzeit besonders Frankreich stark betroffen. Am Freitagabend meldeten die französischen Gesundheitsbehörden einen neuen Höchstwert von 13.215 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen wie im Frühjahr plant die Bundesregierung momentan aber nicht.

5.23 Uhr: Fast 2300 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - höchster Wert seit Ende April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut deutlich die Schwelle von 2000 übersprungen und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2297 neue Corona-Infektionen , wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 270.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 19.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9384. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten rund 239.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 1,16 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,21 (Vortag: 1,15). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

1.25 Uhr: US-Gesundheitsbehörde nimmt Empfehlung für weniger Tests zurück

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre umstrittene Empfehlung zurückgenommen, Coronavirus-Tests bei Personen ohne Symptome zurückzufahren. In einer Aktualisierung der CDC-Richtlinien vom Freitag heißt es nun wieder, dass auch sie getestet werden sollen, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten. Die CDC hatte das Dokument am 24. August geändert und erklärt, ein Test sei in diesen Fällen nicht unbedingt nötig, wenn man keine Symptome aufweise - außer bei Menschen, die zu Risikogruppen gehörten.

Diese Einschätzung geriet unter heftige Kritik von Experten. Jetzt geht die CDC auf deren Argumente ein. Da es eine erhebliche Gefahr der Coronavirus-Übertragung durch Personen ohne Krankheitssymptome gebe, seien Tests auch bei ihnen notwendig, heißt es ausdrücklich in einer «Klarstellung».

Freitag, 18. September

22.44 Uhr: Trump: Impfstoff für jeden Amerikaner im April

US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass das Land bis April kommenden Jahres genug Corona-Impfstoffe für alle Amerikaner haben werde. Es ist ein ambitioniertes Ziel, da bisher noch kein Impfstoff zugelassen wurde. Experten von Trumps Regierung hatten bisher gesagt, dass es eher bis zur Jahresmitte 2021 dauern werde, bis jeder eine Impfung bekommen könne. «Wir gehen davon aus, genug Impfdosen für jeden Amerikaner zum April zu haben», sagte Trump nun am Freitag im Weißen Haus.

Die Verteilung der Impfstoffe solle binnen 24 Stunden nach der Zulassung beginnen, erklärte er. Er bekräftigte seine früheren Angaben, dass bis zum Jahresende 100 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden sollen. Experten gehen davon aus, dass man zwei Mal mit mehreren Wochen Abstand geimpft werden muss.

Die Corona-Krise mit fast 200.000 Todesfällen in den USA ist zu einem wichtigen Thema im Wahlkampf ums Weiße Haus geworden. Trump hatte mehrfach davon gesprochen, dass ein Impfstoff noch bis Ende Oktober zugelassen werden könnte - und damit vor der Präsidentenwahl am 3. November. Der Republikaner Trump liegt in Umfragen hinter dem demokratischen Herausforderer Joe Biden zurück.

21.30 Uhr: Slowakische Corona-Testdaten geraten ungesichert ins Internet

Wegen eines Datenlecks im staatlichen Gesundheitssystem sind persönliche Daten von nahezu 400.000 auf das Coronavirus getesteten slowakischen Bürgern ungesichert ins Internet geraten. Das bestätigte das Nationale Zentrum für Gesundheitsinformationen NCZI am Freitag. Das Leck sei aber inzwischen repariert worden, erklärte NCZI-Chef Peter Bielik vor Journalisten. Auf den Fehler hatte eine Gruppe sogenannter ethischer Hacker aufmerksam gemacht.

«Wir hatten gar nicht die Absicht gehabt, nach den Daten zu suchen, es war reiner Zufall, dass wir auf sie bei einer einfachen Google-Suche im Internet gestoßen sind», erklärte IT-Spezialist Pavol Luptak dem Nachrichtenportal Pravda.sk bereits am Donnerstag. Es seien überhaupt keine speziellen Hackerkenntnisse notwendig gewesen, um an die Daten zu gelangen.

Er und seine Kollegen hätten probeweise die Datensätze von 130.000 Patienten heruntergeladen und dann die Behörde auf das Leck aufmerksam gemacht. Die Daten - unter anderem Namen, Geburtsdaten, Adressen, Testergebnisse, Krankheitsverläufe und andere Labordaten - wollten sie wieder löschen. Die Öffentlichkeit sei erst informiert worden, nachdem die Behörde das Datenleck geschlossen hätte, sagte Luptak.

21.29 Uhr: Stadt Köln verfügt: Keine Zuschauer bei Köln gegen Hoffenheim

Der 1. FC Köln darf sein Bundesliga-Auftaktspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen die TSG 1899 Hoffenheim nun doch nicht wie geplant vor 9200 Zuschauern austragen. Die Stadt Köln verfügte am Freitagabend, keine 20 Stunden vor dem Anpfiff, dass die Fußball-Partie im Rhein-Energie-Stadion wegen der steigenden Corona-Inzidenzzahl nicht mit Fans ausgetragen werden darf. Von dem Publikumsverbot sei auch eine Veranstaltung am Sonntag in der Lanxess-Arena betroffen, teilte die Stadt am Abend mit. Die Entscheidung erfolgte in Abstimmung mit dem Land Nordrhein-Westfalen. Vom 1. FC Köln gab es dazu zunächst keine Reaktion.

20.29 Uhr: Niederlande verschärfen Maßnahmen in großen Städten

In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1.00 Uhr schließen, wie die Regierung am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft. Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien.

Für Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern, etwa Konzerte, müssen Genehmigungen beantragt werden. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.

19.27 Uhr: Madrid kündigt wegen rasch steigender Corona-Zahlen Absperrungen an

In der spanischen Hauptstadt Madrid sollen ab Montag sechs Stadtteile und sieben Kommunen im Umland zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilweise abgesperrt werden. Sie dürften dann nur noch für dringende Angelegenheiten betreten oder verlassen werden - etwa für die Arbeit, für Arztbesuche, die Schule oder nach einer Vorladung der Justiz. Das kündigte die Regionalpräsidentin Isabel Ayuso am Freitag an. Ähnliche Absperrungen gibt es auch in anderen Teilen des Landes, etwa auf Mallorca.

Die Bewohner könnten weiterhin ihre Häuser verlassen und sich innerhalb ihrer abgesperrten Wohnquartiere frei bewegen, betonte die Regionalpräsidentin. An privaten Treffen dürften nicht mehr als sechs Personen teilnehmen, in öffentlichen Einrichtungen seien nur noch 50 Prozent der Kapazität erlaubt. Parks würden geschlossen.

Betroffen seien Wohngebiete, in denen die Zahl der Neuinfektionen bei mehr als 1000 pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen liege. Das sei eine «ganz schlimme Zahl», die zum Handeln gezwungen habe, sagte Ayuso. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit etwa bei zwölf. Am Montag will sich die konservative Ayuso mit dem linken Regierungschef Pedro Sánchez treffen, um zu besprechen, wie der Zentralstaat der Stadt Madrid bei der Bekämpfung der Pandemie helfen kann.

19.00 Uhr: Präsident Guatemalas an Covid-19 erkrankt

Guatemalas Präsident Alejandro Giammattei ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und an Covid-19 erkrankt. Der 64-jährige Staats- und Regierungschef stehe unter ärztlicher Beobachtung und werde sich isolieren, teilte die Regierung des mittelamerikanischen Landes am Freitag mit. Er sei am Donnerstag mit Symptomen aufgewacht, nachdem er Kontakt mit einer infizierten Person gehabt habe, sagte Giammattei dem Radiosender Emisoras Unidas. Daraufhin habe er sich zum insgesamt sechsten Mal einem PCR-Test unterzogen.

«Ich fühle mich, als sei ich von einem Zug überfahren worden», erklärte der gelernte Arzt. Es handle sich aber um einen leichten Fall, er sei guter Dinge. Bei Giammattei war in seiner Jugend Multiple Sklerose diagnostiziert worden. Er bewege sich derzeit im Rollstuhl fort, sagte er in dem Radio-Interview. Nach Brasiliens Jair Bolsonorao und dem Honduraner Juan Orlando Hernández ist Giammattei der dritte Präsident Lateinamerikas, bei dem bisher eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 bestätigt wurde.

18.59 Uhr: Sitzungskarneval in NRW soll abgesagt werden

Der Sitzungskarneval in Nordrhein-Westfalen soll für die kommende Session abgesagt werden. Das sagte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, am Freitag in Düsseldorf nach einem Gespräch mit der Landesregierung. «Gesellige Karnevalsveranstaltungen sind nicht möglich», sagte Staatssekretär Nathanael Liminski. Kleine «Kulturveranstaltungen» mit Bühnenprogramm könnten dagegen in Übereinstimmung mit den Corona-Regeln möglich sein.

18.40 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL
(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

60 Neuinfektionen wurden in OWL registriert, allein 25 davon im Kreis Minden-Lübbecke. Dort gibt es auch die meisten akut Infizierten.

Bielefeld
aktuell infiziert: 61 (+1)
Fälle insgesamt: 815 (+3)
davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 42
Fälle insgesamt: 881 (+3)
davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 16 (+3)
Fälle insgesamt: 430 (+3)
davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 32
Fälle insgesamt: 2923 (+7)
davon Todesfälle: 20

Kreis Herford
aktuell infiziert: 25 (+5)
Fälle insgesamt: 592 (+10)
davon Todesfälle: 8

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 49 (+2)
Fälle insgesamt: 951 (+9)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 76 (+20)
Fälle insgesamt: 824 (+25)
davon Todesfälle: 13

18.02 Uhr: Höchster Wert seit Anfang Mai: Über 1900 neue Fälle in Italien

In Italien ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf über 1900 und damit auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Rom vermeldete am Freitag 1907 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Zuletzt hatte es am 1. Mai mit 1965 Fällen höhere Zahlen bei den Neuinfektionen gegeben. Am Freitag kamen zehn neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu. Seit Beginn der Pandemie zählt Italien insgesamt 294.932 Infizierte und 35.668 Todesfälle nach einer Infektion.

17.50 Uhr: Infektion an Schule in Gütersloh

Am Städtischen Gymnasium Gütersloh ist eine Schülerin der Oberstufe positiv auf das Coronavirus getestet worden. 82 Schüler des Jahrgangs zwölf müssen mindestens sieben Tage in Quarantäne. Weitere 190 Schüler der Stufe elf sollen zunächst bis Mittwoch von zu Hause aus lernen .

17.16 Uhr: Wegen Corona-Hotspot: Werder Bremen lädt Fans aus Cloppenburg aus

Fußball-Bundesligist Werder Bremen wird etwa 40 Fans aus dem Landkreis Cloppenburg keinen Zutritt zum Auftakt gegen Hertha BSC am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gewähren. Weil im Landkreis am Freitag der Wert der neuen Corona-Infektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 61,5 pro 100.000 Einwohner anstieg und damit den Schwellenwert von 50 überschritten hatte, entschieden sich die Hanseaten, den Ticketinhabern am Freitag kurzfristig abzusagen. Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie kann Werder gegen die Berliner 8500 Zuschauer im Weserstadion begrüßen. Diese wurden in einem Losverfahren ermittelt.

«Wir werden alles dafür tun, dass wir hier weitere Heimspiele in Bremen mit Zuschauerinnen und Zuschauern durchführen können und halten diese Maßnahme in diesem Zusammenhang für richtig», wird Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald in einer Clubmitteilung vom Freitag zitiert. «Wir hoffen auf Verständnis für unsere Entscheidung und setzen darauf, dass wir unsere Fans aus dem Landkreis Cloppenburg bald wieder begrüßen dürfen.» Im niedersächsischen Landkreis gibt es zahlreiche Bremer Fans.

16.39 Uhr: US-Grenzen zu Mexiko und Kanada bleiben zu

Die weitgehende Schließung der US-Grenzen zu Kanada und Mexiko wegen der Corona-Pandemie wird erneut um einen Monat verlängert. Bis einschließlich 21. Oktober sollen die Grenzen mindestens für den regulären Reiseverkehr geschlossen bleiben, wie aus einem Tweet des amtierenden Heimatschutzministers Chad Wolf am Freitag hervorging. Die Maßnahme soll helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die zeitweisen Grenzschließungen waren am 21. März in Kraft getreten und seither jeden Monat verlängert worden. Die Grenzen sind aber nicht völlig zu, sondern nur für alle nicht dringlichen Übertritte. Aus Arbeitsgründen und für den Handel sind Grenzübertritte weiter möglich. Es gibt auch weiterhin Flüge zwischen den Ländern.

16.30 Uhr: Beschränkungen im Landkreis Cloppenburg - München über Grenzwert

Der niedersächsische Landkreis Cloppenburg hat auf das Überschreiten des Sieben-Tages-Grenzwertes bei Corona-Neuinfektionen mit zusätzlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in einigen Gemeinden reagiert. Am Freitag wurden im Landkreis Cloppenburg 61,5 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gemeldet. Auch die bayerische Landeshauptstadt München riss den Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche.

In den betroffenen Teilen des Landkreises Cloppenburg dürfen sich nun bis zum 4. Oktober privat maximal sechs Menschen treffen. Vereinen ist es untersagt, Zusammenkünfte abzuhalten, Gaststätten müssen um 22.00 Uhr schließen. Zuvor waren in den betroffenen Gemeinden bereits Schulen geschlossen worden. Zudem war landkreisweit Mannschaftssport untersagt worden.

Von den Einschränkungen betroffen sind die Stadt Löningen sowie die Gemeinden Essen, Lastrup und Lindern, wie Landrat Johann Wimberg am Freitag in Cloppenburg sagte. Von einem lokalen Shutdown wollte der Landrat nicht sprechen, er fügte aber hinzu: «Wir gehen in so eine Richtung.»

München erreichte einen Wert von 50,7. Dies geht aus der täglich aktualisierten Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Freitag hervor. Weitere Beschränkungen blieben hier aber zunächst aus.

In Bayern stellt die Landeshauptstadt keine Ausnahme dar. Der Grenzwert wurde auch in anderen Regionen überschritten. So sind außerdem die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11) besonders betroffen.

16.19 Uhr: Gewerkschaft: 73 Prozent der Lehrer wollen Maskenpflicht zurück

Eine große Mehrheit von rund 6000 befragten Lehrern in NRW will laut der Gewerkschaft GEW die Maskenpflicht im Unterricht zurück. Fast 70 Prozent fühlten sich durch die gegenwärtigen Maßnahmen der Landesregierung mangelhaft oder ungenügend geschützt, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.

Fast ein Drittel der Befragten habe angegeben, dass es an ihrer Schule Gremienbeschlüsse zum freiwilligen Tragen einer Maske im Unterricht gebe. «Obwohl Masken im Unterricht pädagogisch unsinnig sind, spricht sich eine große Mehrheit für die Wiedereinführung aus, mangels besserer Alternativen zum Infektionsschutz», so die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Maike Finnern.

Über 6000 Mitglieder der Gewerkschaft hätten sich an der Befragung, die zwischen dem 3. und 14. September stattfand, beteiligt. Über 80 Prozent hätten ein landesweit einheitlich geregeltes Vorgehen bei Schutzmaßnahmen gefordert, wenn diese im Falle steigender Infektionszahlen erforderlich sein sollten. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit sei dies dringend nötig, betonte auch die Gewerkschaft.

15.39 Uhr: Pubs in Reykjavik müssen schließen

Auf Island war das Corona-Geschehen im Sommer fast gänzlich zum Erliegen gekommen - jetzt reagiert die Regierung der Insel auf wieder steigende Infektionszahlen. Kneipen und Nachtclubs in der Region um die Hauptstadt Reykjavik werden aufgrund der aktuellen Fallzahlen für vier Tage geschlossen. Das veranlasste Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir am Freitag, nachdem sich Islands Chefepidemiologe Thórólfur Gudnason angesichts mehrerer Neuinfektionen dafür ausgesprochen hatte. Wie es danach weitergeht, sollen die Entwicklungen des Wochenendes zeigen.

Auf Island sind seit Beginn der Pandemie 2230 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Zehn Erkrankte sind bislang gestorben. Im Sommer hatte es kaum noch aktive Fälle gegeben, seit Ende Juli nehmen die Zahlen aber wieder zu. Dass am Donnerstag 19 und am Freitag 21 Neuinfektionen gemeldet wurden, stellte die höchsten Werte seit Anfang April dar. Nach Angaben von Gudnason hatten zahlreiche der neuen Infizierten zuvor Bars oder Nachtclubs in Reykjavik besucht.

14.32 Uhr: Ministerin bezeichnet Entwicklung im Kreis Cloppenburg als besorgniserregend

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat die steigenden Corona-Infektionszahlen im Kreis Cloppenburg als besorgniserregend bezeichnet. Der 170.000 Einwohner-Kreis überschritt am Freitag den 7-Tages-Grenzwert bei Neuinfektionen. Die Ministerin sagte: «Die Lage vor Ort ist ernst, aber nach unseren derzeitigen Erkenntnissen beherrschbar.»

Cloppenburg ist nicht der erste Kreis in Niedersachsen, der mit 61,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangen sieben Tagen den Schwellenwert von 50 überschreitet. Zuvor war dies unter anderem im Juni in Göttingen der Fall gewesen. Bundesweit gibt es immer wieder Städte und Landkreise, die den Wert zeitweise überschreiten.

Die Ministerin sagte, der Landkreis habe erste Einschränkungen für das öffentliche Leben verhängt. «Wenn die Zahl der Neuinfektionen nach den aufgrund der bereits ergriffenen Maßnahmen nicht zurückgeht, werden jedoch auch weitere, lokal begrenzte Maßnahmen nötig sein», sagte Reimann. Es müsse aus Sicht des Gesundheitsministeriums aber nicht zwangsläufig zu einem kompletten Lockdown des gesamten Landkreises kommen.

14.08 Uhr: WDR: Karnevalisten fordern Komplett-Absage des Karnevals

Der Sitzungs- und Straßenkarneval in Nordrhein-Westfalen soll nach WDR-Informationen für die Saison 2020/21 komplett abgesagt werden. Einen entsprechenden Vorschlag wollten die Chefs der Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen am Freitag beim Karnevalsgipfel in der Staatskanzlei der Landesregierung unterbreiten, berichtete der WDR. Eine Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval wollte den Bericht nicht kommentieren.

13.36 Uhr: Beerdigung im Clan-Milieu - 200 Polizisten überwachen Corona-Regeln

Die Beerdigung einer Mutter aus einem bekannten arabischstämmigen Clan in Berlin ist von 200 Polizisten begleitet worden. Viele hundert Trauergäste aus Berlin und anderen Städten waren am Freitagvormittag zum Neuen-Zwölf-Apostel-Friedhof im Stadtteil Schöneberg gekommen. Die Polizei sprach von einer Besucherzahl im oberen dreistelligen Bereich. Alle hätten sich an die Corona-Regeln gehalten.

Vier Söhne der gestorbenen Frau, der 44-jährige Clan-Chef Arafat A.-Ch. und drei seiner Brüder, stehen derzeit vor dem Berliner Landgericht. Sie sind angeklagt, weil sie den Rapper Bushido bedroht, beschimpft, eingesperrt und angegriffen haben sollen. Am Montag war der Prozess wegen des erwarteten Trauerfalls bis zum 30. September unterbrochen worden.

Die Trauergäste hätten sich am Eingang in Listen eingetragen und auf dem Friedhof Abstände eingehalten oder Masken getragen, sagte ein Polizeisprecher. Der Friedhof hatte dafür Masken bereit gehalten. Zum Teil wurden die Besucher, vor allem Männer, in Gruppen eingelassen. Verkehrsbehinderungen gab es demnach nicht.

13.17 Uhr: Zahl der Neuinfektionen im Iran drastisch gestiegen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Iran ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums drastisch gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien über 3000 neue Fälle registriert worden, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari am Freitag. Seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar haben sich insgesamt 416.198 Iraner mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Corona-Toten im Land liegt aktuell bei fast 24.000, so die Sprecherin im Staatsfernsehen.

Vize-Gesundheitsminister Iradsch Harirchi warnte am Freitag, dass die Auswirkungen der Pandemie sich noch weiter verschlimmern könnten. «Das ganze Land ist auf Stufe Rot, nirgendwo ist man mehr sicher vor dem Coronavirus ... wenn es so weitergeht, haben wir bald 45.000 Corona-Tote», sagte Harirchi laut Nachrichtenagentur Isna. Der einzige Weg diesen Trend zu stoppen seien die strikte Einhaltung der Corona-Vorschriften, insbesondere der Maskenpflicht, und mindestens 50 Prozent weniger Inlandsreisen, so der Vizeminister.

Gesundheitsexperten plädieren für einen Lockdown, Präsident Hassan Ruhani ist jedoch dagegen. Lockdown wäre eine Kapitulation vor der Pandemie, so der Präsident. Man dürfe laut Ruhani der Gesundheit wegen nicht die Existenz der Menschen gefährden, besonders da ein Ende der Pandemie nicht vorhersehbar sei. Daher plädiere er für Normalisierung und gleichzeitig Einhaltung der hygienischen Vorschriften als langfristig die einzig realistische Option.

13.05 Uhr: Britische Regierung schließt nationalen Lockdown nicht aus

Wegen der sich dramatisch verschlimmernden Corona-Lage könnte Großbritannien wieder ein landesweiter Lockdown drohen. Top-Forscher hätten die zweiwöchige Maßnahme der Regierung empfohlen, um die stark steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, berichtete die «Financial Times». Der Lockdown soll nach einer Empfehlung des wissenschaftlichen Beratergremiums der Regierung («Sage») während der Schulferien im Oktober stattfinden.

«Wir möchten einen nationalen Lockdown vermeiden, aber wir sind darauf vorbereitet», räumte Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag in einem BBC-Interview ein. Es sei das «letzte Mittel der Verteidigung». Man setze zunächst auf lokale Beschränkungen. In vielen Regionen sind die Maßnahmen schon verschärft worden, etwa in Teilen von Schottland, im Süden von Wales und im nördlichen England. Mehr als zehn Millionen Menschen sind davon betroffen. Londons Bürgermeister Sadiq Khan sagte bereits das Silvester-Feuerwerk ab.

11.15 Uhr: Infektionsfall in Kitagruppe

Der Träger der heilpädagogischen Kita St. Raphael in Brakel-Erkeln (Kreis Höxter), die Katholische Kindertageseinrichtungen Hochstift GmbH, hat beschlossen, vorübergehend eine von vier Gruppen zu schließen, da eine Person in der Kita mit dem Coronavirus infiziert ist. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Höxter wurde einer Mitteilung zufolge vom Amt entschieden, das pädagogische Personal (drei Mitarbeitende und zwei Praktikanten) und die acht Kinder dieser Gruppe unter Quarantäne zu stellen.

9.53 Uhr: Neues Schuljahr - erste Zwischenbilanz durchwachsen

Kurz nach dem Start des neuen Schuljahres in allen Bundesländern ziehen Lehrerverband und Bildungsgewerkschaften eine durchwachsene Zwischenbilanz . Rund 11 Millionen Schüler sind zurück in den Klassenzimmern. Das neue Schuljahr läuft in allen Bundesländern - und bisher insgesamt relativ reibungslos. Lehrervertreter bleiben aber skeptisch, ob der Plan unter Pandemiebedingungen aufgeht.

8.06 Uhr: Zweiter Lockdown in Israel

Die israelische Regierung will mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Von Freitagnachmittag (14.00 Uhr Ortszeit/13.00 Uhr MESZ) an müssen sich die Menschen in dem Mittelmeerstaat erneut mit starken Einschränkungen arrangieren. Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen sollen mindestens drei Wochen gelten.

7.28: Bertelsmann baut 100 Stellen ab

Im Bertelsmann Corporate Center - der Hauptverwaltung des Konzerns - sollen bis Mitte kommenden Jahres rund 100 Ganztagsstellen abgebaut werden . Das ist eine der Maßnahmen, die das Unternehmen als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie umsetzen will. Die Bertelsmann-Mitarbeiter sind am Mittwoch über diese und weitere geplante Maßnahmen von Dr. Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, informiert worden. Betriebsmodell, Leistungskatalog, Organisation und Sachkosten sollen neu ausgerichtet und angepasst werden, heißt es in einer Mitteilung im Bertelsmann Intranet „Benet“. Sowohl das Corporate Center in Gütersloh als auch die internationalen Dependancen sollen neu aufgestellt werden. Neue Entwicklungen sollen vorangetrieben werden. Auch in der Führungsebene soll es Einschnitte geben.

6.24 Uhr: Mehr als 30 Millionen Infektionen weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind nach Angaben von US-Wissenschaftlern weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Die Zahl der Toten liegt demnach bei mehr 943.000. Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern.

5.58 Uhr: Knapp unter 2000 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen ist einen Tag nach Erreichen des höchsten Wertes seit April unter der Marke von 2000 geblieben . Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1916 neue Fälle gemeldet. Der Höhepunkt der möglich gemeldeten Neuinfektionen hatte Ende April bei 5000/6000 täglich gelegen. Im August lag die Zahl dann einmal knapp bei über 2000 (2034). Die Zahl der bekannten Fälle dürfte auch davon abhängig sein, wie viele Menschen getestet werden. 

Donnerstag, 17. September

20.05 Uhr: Getrübte Vorfreude: Bundesliga-Saisoneröffnung in München ohne Fans

Die Vorfreude auf die neue Saison ist so groß wie die Furcht vor einer zusätzlichen Verbreitung des Coronavirus durch tausende von Fußballfans in den Stadien.

Nur einen Tag vor dem Anstoß zur 58. Spielzeit der Fußball-Bundesliga hat die Stadt München den FC Bayern zurückgepfiffen und eine Kehrtwende vollzogen. Wegen der gestiegenen Infektionszahlen in München dürfen beim Eröffnungsspiel gegen den FC Schalke 04 am Freitag nun doch keine Zuschauer dabei sein. Genehmigt worden waren am Vorabend von der Stadt 7500 Zuschauer.

18.55 Uhr: Europaschule in Bad Oeynhausen schickt Q2 in Quarantäne

Nachdem es in den vergangenen Tagen jeweils einen positiven Corona-Fall am Immanuel-Kant-Gymnasium und am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg gegeben hat, ist nun die Europaschule betroffen.

„Wir haben gerade vom Kreisgesundheitsamt die Bestätigung erhalten, dass eine unserer Oberstufenschülerinnen positiv auf das Corona-Virus getestet worden ist“, sagte Andrea Brabender, stellvertretende Leiterin der Europaschule, am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit dieser Zeitung.

17.02 Uhr: Die aktuelle Zahlen aus OWL 

Bielefeld

aktuell infiziert: 60 (+1) 

Fälle insgesamt: 812 (+3)

davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn 

aktuell infiziert: 42 (-1)

Fälle insgesamt: 878 (+3) 

davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 13 (+2)

Fälle insgesamt: 427 (+3)

davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 32 (-2)

Fälle insgesamt: 2916 (+2)

davon Todesfälle: 20

Kreis Herford  

aktuell infiziert: 20 (+3)

Fälle insgesamt: 582 (+5)

davon Todesfälle: 8

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 47 (-1)

Fälle insgesamt: 942 (+5)

davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke 

aktuell infiziert: 56 (+10)

Fälle insgesamt: 799 (+11)

davon Todesfälle: 13

15.02 Uhr: Höchster Wert bei Corona-Neuinfektionen seit April

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat den höchsten Tageswert seit mehr als vier Monaten erreicht. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Der Virologe Christian Drosten sieht darin «schon nicht so eine beliebige Schwankung. Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg.»

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2194 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete.

13.22 Uhr: Biontech will Werk für Impfstoffproduktion übernehmen

Für die Herstellung eines möglichen Corona-Impfstoffs will das Mainzer Unternehmen Biontech von dem Schweizer Pharmakonzern Novartis dessen Produktionsstätte in Marburg übernehmen.

Das Geschäft soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Biontech plant unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigung, in dem Werk bereits im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen des möglichen Impfstoffs herstellen zu können. Über den Kaufpreis machten weder Biontech noch Novartis Angaben.

12.03 Uhr: Testergebnisse an Bielefelder Schulen negativ

Nach den Corona-Fällen an der Eichendorff-Grundschule und am Gymnasium Heepen liegen die Testergebnisse der Abstriche vom Montag vor. Die gute Nachricht: Alle sind negativ.

Dennoch meldet die Stadtverwaltung an diesem Donnerstag drei Neuinfektionen. Damit steigt die Anzahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Bielefelderinnen und Bielefelder auf 812. Infektiös sind aktuell 60 Menschen, einer mehr als am Vortag.

11.38 Uhr: Zehntausendfach Verdacht auf Betrug mit Corona-Hilfen

Trotz Auslaufens der staatlichen Hilfsprogramme erreichen die Staatsanwaltschaften weiterhin neue Verdachtsfälle erschlichener Corona-Soforthilfen  Der Schaden könnte immens sein.

Die meisten Fälle registrierten die Behörden in Nordrhein-Westfalen: Mehr als 4300 Verfahren sind dort anhängig. Allein die Staatsanwaltschaft Köln führt rund 900 Verfahren wegen Betrugs, bei denen es um ein Subventionsvolumen von mehr als 9 Millionen Euro geht. Die zweitmeisten Verfahren meldet Berlin, wo in mehr als 2000 Fällen ermittelt wird. Bislang hat die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt bereits 900 Fälle bearbeitet, bei denen sich die Schäden auf insgesamt mehr als 6 Millionen Euro belaufen.

Der Deutsche Richterbund (DRB) geht davon aus, dass die strafrechtliche Aufarbeitung der Fälle die Justiz noch bis weit ins nächste Jahr beschäftigen wird.

11.10 Uhr: Klagewelle um Betriebsschließungsversicherungen

Versicherung abgeschlossen, aber die Versicherung zahlt trotzdem nicht. Diese Erfahrung machten tausende Unternehmen während des Corona-Shutdowns, Folge ist eine bundesweite Klagewelle. In München wird am Donnerstag ein Corona-Rechtsstreit von bundesweitem Interesse für Versicherungen und ihre Firmenkunden fortgeführt.

Die Versicherer lehnen Zahlungen an Kunden ab, deren Betriebe im Frühjahr von den Behörden geschlossen wurden und nun Geld fordern, weil sie Versicherungen gegen Betriebsschließungen abgeschlossen hatten.

Die meisten Kläger sind Gastronomen, deren Betriebe wochenlang komplett geschlossen waren. Der rechtliche Hintergrund: Viele Unternehmen sind gegen Betriebsschließung versichert, doch sind Pandemien in manchen Standardpolicen nicht abgedeckt. In anderen Policen sind Pandemien zwar versichert, aber auch das bedeutet nicht, dass eine Versicherung zwangsläufig für coronabedingte Betriebsschließungen einspringen müsste.

9.03 Uhr: Bielefelder Weihnachtsmarkt trotz Corona? So könnte es funktionieren

Weihnachtszauber in der Innenstadt? Mit Glühwein, Mandeln und vielleicht sogar dem „Haus vom Nikolaus“ auf dem Altstädter Kirchplatz? Diese Frage lässt sich coronabedingt noch nicht eindeutig mit Ja beantworten. Aber, und das ist die gute Nachricht: An eine Absage denkt Bielefeld Marketing als Betreiber des Weihnachtsmarktes derzeit nicht.

7.24 Uhr: 2194 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 2194 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 265.857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9371. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

6.52 Uhr: Renten-Nullrunde 2021 verhindern

Die Linke hat die große Koalition aufgefordert, Vorkehrungen gegen eine Renten-Nullrunde im kommenden Jahr zu treffen. «Die Corona-Krise darf nicht dazu führen, dass sich die Situation für Rentnerinnen und Rentner verschlechtert», sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch. «Eine Nullrunde im kommenden Jahr oder gar noch 2022 wäre sozial- und konjunkturpolitisch schädlich.» Heute schon liege jede zweite gesetzliche Rente unter 1000 Euro netto.

Die Deutsche Rentenversicherung war Ende Juni davon ausgegangen, dass wegen der Corona-Krise die übliche Rentenerhöhung im Westen 2021 ausfallen könnte. Für den Osten sagt sie eine Anhebung um 0,7 Prozent voraus. Zum letzten Mal war es 2010 - im Jahr nach der Finanzkrise - passiert, dass eine Rentenerhöhung ausfiel.

4.10 Uhr: Trump stiftet Verwirrung über Verfügbarkeit von Impfstoffen

US-Präsident Donald Trump hat in einem ungewöhnlichen Vorstoß den Amerikanern viel schneller eine breite Verfügbarkeit von Coronavirus-Impfstoffen versprochen als seine eigene Gesundheitsbehörde.

Auf die Frage, wann jeder in den USA Zugang zu einer Impfung bekommen könne, sagte Trump: «Ich denke, das wird sehr bald sein.» Einer seiner medizinischen Berater, der Radiologe Scott Atlas, stellte 700 Millionen verfügbare Impfstoff-Dosen bis Ende März in Aussicht.  Zuvor hatte der Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, die für die Versorgung mit Impfstoffen zuständig ist, Mitte kommenden Jahres als Zeithorizont genannt.

Mittwoch, 16. September

20.37 Uhr: Kritik an russischer Studie zu Corona-Impfstoff

Nach der Veröffentlichung einer Studie zu dem neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen «Sputnik V» im medizinischen Fachblatt «The Lancet» hagelt es international Kritik von Forschern.

Wegen der vielen Fragen hat die Zeitschrift nun die Autoren der russischen Impfstudie zu einer Stellungnahme aufgerufen. Sie seien eingeladen worden, auf offene Fragen zu antworten, sagte eine Sprecherin der Fachzeitschrift am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Wir verfolgen die Situation weiterhin genau.»

19.58 Uhr: Deutschland erklärt Wien zum Corona-Risikogebiet

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die deutsche Bundesregierung die österreichische Hauptstadt Wien zum Risikogebiet erklärt. 

Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, in der nun auch das Bundesland Wien als einziges Risikogebiet in Österreich aufgeführt wird. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat.

18.01 Uhr: Bad Oeynhausen: Vier Infizierte in Pflegeeinrichtung

In einer Pflegeeinrichtung in Bad Oeynhausen sind vier Personen positiv auf Covid 19 getestet worden, davon ein Mitarbeiter sowie drei Bewohner. Nun müssen alle Mitarbeiter und Bewohner zum Test.

Der Kreis teilte mit, dass das Gesundheitsamt bereits die notwendigen Maßnahmen angeordnet habe, die nun von der Einrichtung umgesetzt würden. Die Einrichtung hat die Kreisverwaltung darum gebeten, nicht namentlich genannt zu werden.

Nach dem positiven Corona-Test eines Schülers der   Sekundarstufe I am Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG)  ist ein positiver Fall am benachbarten Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg bekannt geworden. Fälschlicherweise hatte die Kreisverwaltung am Dienstag die infizierte Bad Oeynhausener Schülerin dem gleichnamigen Berufskolleg in Minden zugeordnet.

17.20 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL 

Bielefeld

aktuell infiziert: 59 (+1) 

Fälle insgesamt:  809

davon Todesfälle: 8

Kreis Paderborn 

aktuell infiziert: 43

Fälle insgesamt:  875 (+3) 

davon Todesfälle: 34

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 11

Fälle insgesamt:  424

davon Todesfälle: 18

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 34

Fälle insgesamt:  2914

davon Todesfälle: 20

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 17 (+2)

Fälle insgesamt:  577

davon Todesfälle: 8

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 48

Fälle insgesamt:  937 (+5)

davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke 

aktuell infiziert: 46

Fälle insgesamt:  788

davon Todesfälle: 13

15.31 Uhr: Beweismaterial in Potsdamer Klinikum sichergestellt

Staatsanwaltschaft und Polizei haben am Mittwoch bei einer Durchsuchung im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann Akten und Unterlagen sichergestellt. Hintergrund seien laufende Ermittlungen wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung im Zusammenhang mit dem Covid-19-Ausbruchsgeschehen, sagte Wilfried Lehmann, leitender Staatsanwalt, auf Anfrage. 

Beweismittel im Ermittlungsverfahren gegen drei leitende Mediziner und die beurlaubte Geschäftsführung des Klinikums seien gesichert worden, sagte Lehmann. Dazu gehörten nach seinen Angaben Patientenakten und andere Unterlagen in elektronischer Form, aber auch als Papierakten

In dem größten Potsdamer Krankenhaus hatten sich im März Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. Von Ende Januar bis Ende April waren 140 Patienten und 208 Mitarbeiter positiv getestet worden. 47 Corona-Patienten starben in der Klinik. Nach einer Untersuchung hatten Experten des Robert-Koch-Instituts unter anderem kritisiert, dass Umzüge ganzer Stationen die Virusübertragung begünstigt haben könnten.

13.58 Uhr: Zahl der Corona-Nachweise in Deutschland steigt etwas

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zuletzt etwas gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

So wurden dem Institut zuletzt 9128 Infektionen binnen sieben Tagen gemeldet (Datenstand 16.9. 0 Uhr). Der Wert lag - nach einem leichten Rückgang - noch Anfang September zeitweise bei unter 7500 und ist seitdem wieder nach oben geklettert.

Woran der Zuwachs liegt, ist nicht ganz klar. Die Zahl der Tests in Deutschland war zuletzt laut RKI etwas zurückgegangen. Der Anteil von Reiserückkehrern an allen Neuinfizierten hat in den vergangenen Wochen laut RKI stark abgenommen.

12.56 Uhr: Neil Patrick Harris hatte Corona-Infektion

Der amerikanische Schauspieler Neil Patrick Harris und seine Familie haben sich bereits im Frühjahr mit dem Coronavirus infiziert. «Es passierte sehr früh - Ende März, Anfang April», sagte der 47-Jährige («How I Met Your Mother») in einem Interview in der «Today»-Show.

«Ich dachte, ich hätte die Grippe und ich wollte nicht paranoid sein. Und dann verlor ich meinen Geschmacks- und Geruchssinn», sagte Harris. Daraufhin hätten er und seine Familie sich zurückgezogen.

Inzwischen seien er, Ehemann David Burtka und die Zwillinge Harper Grace und Gideon Scott  wieder vollständig von Covid-19 genesen.

11.17 Uhr: Weiter erleichterte Kurzarbeit - Kabinett beschließt Gesetz

Deutschlands Unternehmen sollen ihre Beschäftigten wegen der Corona-Krise auch weiter leichter in Kurzarbeit schicken können. Das Bundeskabinett gab in Berlin grünes Licht für das Beschäftigungssicherungsgesetz und weitere Verordnungen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Die Bezugszeit soll demnach auf bis zu 24 Monate verlängert werden, maximal bis Ende 2021. Die Verlängerung soll für alle Betriebe mit einem Beginn der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020 gelten. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hatten sich Ende August im Koalitionsausschuss auf die  Verlängerung des Kurzarbeitergelds geeinigt.

9.08 Uhr: 1901 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 266.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 236.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

7.32 Uhr: US-Notenbank berät über weiteren Kurs

Die Entscheider der Federal Reserve (Fed) beraten inmitten der Corona-Krise über den weiteren Kurs der US-Notenbank. Mit Spannung werden dabei vor allem die Einschätzungen von Zentralbankchef Jerome Powell zur wirtschaftlichen Lage erwartet.

Er hatte zuletzt gewarnt, dass die wirtschaftliche Erholung direkt vom weiteren Verlauf der Pandemie abhänge. Analysten rechneten damit, dass Powell sich zur Stabilisierung der Wirtschaft erneut allgemein für ein weiteres Konjunkturpaket und einen Ausbau der Arbeitslosenhilfe aussprechen dürfte. Die Verhandlungen um ein solches Hilfspaket zwischen Kongress und Regierung stecken seit Wochen in einer Sackgasse.

6.18 Uhr: OWL-Möbelausstellungen: Messe in Zeiten der Pandemie

Jahrzehntelang war es so: In der dritten Septemberwoche mussten Autofahrer in der Gegend um das Messezen­trum in Bad Salzuflen, um Löhne, Barntrup, Rödinghausen, Verl und einigen anderen Orten in Ostwestfalen-Lippe mit Staus rechnen. In diesem Jahr werden sie zumindest kleiner ausfallen.

Ursache ist das Coronavirus. Lange war es überhaupt fraglich, ob MOW, Möbelmeile, Küchenmeile und mehrere große Hausmessen in diesem Jahr überhaupt stattfinden können. Tatsächlich sind auch einige Veranstaltungen  abgesagt worden.

Dienstag, 15. September

19.55 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen melden Demonstration in Düsseldorf an

Die für kommenden Sonntag in Düsseldorf angemeldete Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wird wohl deutlich kleiner ausfallen als zunächst angekündigt. Die Veranstalter erwarteten nur noch rund 10 000 Teilnehmer, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Dass die Polizei mit einem größeren Aufgebot vor Ort sein werde, bestätigte er nicht - aber: „Wir sind gut aufgestellt.“ 

Zunächst war von rund 50 000 Teilnehmern die Rede gewesen. Die bisherigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt waren überschaubar geblieben - die Teilnehmerzahl war vergleichsweise gering.

19.35 Uhr: Sechswöchiger Testbetrieb: Länder einig bei Fan-Rückkehr

Die Zeit der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga und den anderen großen Profiligen ist vorerst vorüber. Die Länder einigten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen. In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Kapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. «Es soll eine Art Experiment werden, ein Probestart»,  kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an .

Vor der Sitzung hatte er seine Forderung nach einer gemeinsamen Linie erneut bekräftigt. «Es kommt darauf an, dass wir eine einheitliche Regelung bekommen», sagte Söder am Rande einer Klausurtagung der CSU-Fraktion im Landtag in München. Alles andere wäre «für die Liga und die Akzeptanz sehr schwierig». Zudem gehe es nicht nur um Fußball, sondern auch um Volleyball, Handball, Basketball oder Eishockey.

17.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

(in Klammern die Zahlen vom Vortag)

Bielefeld

aktuell infiziert: 58 (+3)

Fälle insgesamt: 803 (+3)  

davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 37

Fälle insgesamt: 2911 (+4)

davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 48 (+2)  

Fälle insgesamt: 872 (+2)  

davon Todesfälle: 34

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 45 (+1)

Fälle insgesamt: 933 (+2)

davon Todesfälle: 31

Kreis Herford

aktuell infiziert: 15 (-5) 

Fälle insgesamt: 575

davon Todesfälle: 8

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 10 (+1)

Fälle insgesamt: 423 (+1)

davon Todesfälle: 18

Kreis Minden-Lübbecke 

aktuell infiziert: 39

Fälle insgesamt: 781 (+4)

davon Todesfälle: 13

15.05 Uhr: NRW nimmt bis 2023 rund 20,7 Milliarden weniger Steuern ein

Die Corona-Krise wird auch in den nordrhein-westfälischen Landeshaushalt ein tiefes Loch reißen. Das bevölkerungsreichste Bundesland muss in Folge der Pandemie bis einschließlich 2023 mit insgesamt rund 20,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als erwartet. Das teilte das Finanzministerium in Düsseldorf am Dienstag zur regionalisierten Steuerschätzung mit. 

Demnach muss NRW allein für das laufende Jahr Mindereinnahmen von mehr als 6,1 Milliarden Euro im Vergleich zum ursprünglichen Haushaltsansatz verkraften. Ende 2019 hatte der Landtag einen Rekordetat verabschiedet, der erstmals über 80 Milliarden Euro umfasste. Seit diesem Jahr gilt die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse. Sie verpflichtet Bund und Länder, grundsätzlich ohne Neuverschuldung auszukommen. Auch NRW hatte ursprünglich ohne neue Kredite geplant.

14.40 Uhr: Karliczek: Impfstoff für viele erst Mitte nächsten Jahres

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht weiterhin davon aus,  dass es erst im kommenden Jahr einen Corona-Impfstoff für große Teile der Bevölkerung geben wird .

Absolute Priorität habe die Sicherheit. Ein Impfstoff könne nur zur Anwendung kommen, wenn der Nutzen höher sei als die Risiken, sagte sie am Dienstag in Berlin. «Von dieser Linie werden wir in Deutschland und Europa nicht abweichen.» Nach wie vor müsse man sich darauf einstellen, dass es erst Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff für breite Teile der Bevölkerung geben werde.

13.05 Uhr: Regionalliga-Spiel wegen Corona-Infektion abgesagt

Ein Spieler des Fußball-Regionalligisten Alemannia Aachen ist mit Corona infiziert. Das gab der frühere Bundesligist am Dienstag bekannt. Das für Mittwoch vorgesehene Spiel der Alemannia gegen den SV Lippstadt fällt somit aus. Zudem könne „aktuell kein Trainingsbetrieb am Tivoli stattfinden“. Welche Beteiligten in häusliche Quarantäne müssen und wie es dem infizierten Spieler geht, teilte der Verein zunächst nicht mit. In der Regionalliga West ist es am 3. Spieltag bereits das dritte Spiel, das wegen eines positiven Corona-Tests abgesagt wurde.

12.35 Uhr: Corona-Fall am Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen

Am Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen  gibt es einen Corona-Fall . Darüber hat das Gesundheitsamt in Minden am Dienstag die Eltern der Schüler an der Schule informiert. Von einer generellen Einschränkung des Schulbetrieb ist keine Rede.

11.32 Uhr: Quarantäne für Schüler in Lippe

Am Wochenende gab es Coronafälle nach Auskunft der Kreisverwaltung an drei Schulen im Kreis Lippe. An der Grundschule Reelkirchen sind 57 Kinder sowie eine Lehrkraft betroffen. Sie werden morgen von mobilen Teams getestet und müssen vorsorglich in Quarantäne. An der Grundschule Heiden erhalten 20 Kinder sowie eine Lehrkraft am 18. September einen Abstrich und stehen unter Quarantäne.

Abstriche am 17. September und Quarantäne sind auch für 48 Schüler und drei Lehrkräfte an der Sekundarschule Blomberg vorgesehen. An allen Schulen ist für die übrigen Lehrer und Schüler ab morgen der Regelbetrieb wieder möglich. Die Schulleitungen informieren die Betroffenen mit den Klassenlehrern und dem Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen.

9.30 Uhr: Gastgewerbe arbeitet sich aus dem Corona-Loch

Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im Juli etwas aus dem Corona-Loch gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen kalender- und saisonbereinigt 21,9 Prozent über den Werten aus dem Juni, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete.Es klafft aber immer noch eine Lücke von 26,8 Prozent zu den realen Erlösen aus dem entsprechenden Vorjahresmonat.

Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen Corona-bedingten Einschränkungen liegt die Branche nach sieben Monaten 37,2 Prozent hinter den realen Umsätzen aus der Vergleichsperiode 2019 zurück.Am härtesten hat es dabei die Hotels und andere Beherbergungsbetriebe getroffen, deren Erlöse um 45 Prozent eingebrochen sind. In der allgemeinen Gastronomie beträgt der Rückstand 32,8 Prozent.

7.50 Uhr: Zugfahren in der Corona-Krise: Scheuer sieht keinen Grund zu Panik

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht keinen Anlass, dass Fahrgäste das Zugfahren in der Corona-Krise generell meiden sollten. „Es gibt keinen Grund zur Panik, wenn sich jeder an die Verhaltensregeln hält“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Das Fahrgastaufkommen ist weit, weit unter dem, was wir zu Spitzenzeiten hatten.“ Aktuelle Studien zeigten, dass die Züge kein Hotspot seien, genauso wenig wie Flugzeuge.

„Mit den digitalen Helferlein wie Apps können die Verbraucher schon bei der Buchung die Auslastung sehen und überlegen, ob sie doch den nächsten Zug nehmen“, sagte Scheuer. „Das ist auch ein Thema der Vernunft. Ich weiß, dass es in der S-Bahn schwieriger ist, weil man morgens zur Arbeit muss oder die S-Bahn braucht, um zu einen Termin zu kommen.“

Der Minister hatte sich bereits gegen eine Reservierungspflicht in Zügen ausgesprochen. Dies würde weniger Flexibilität bedeuten. Es drohe zudem die Gefahr, dass Fahrpreise teurer werden könnten und Defizite bei Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden müssten, weil die Kapazitäten sinken.

7.05 Uhr: In Garmisch werden heute erste Massentest-Ergebnisse erwartet

Nach einem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen haben sich Hunderte Menschen auf das Virus testen lassen. Erste Ergebnisse der rund 1000 Tests, die von Freitag bis Montag genommen wurden,  sollen heute Nachmittag vorliegen . Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitszeichen und Quarantäneauflage durch Kneipen gezogen sein - und könnte dabei mehrere Menschen angesteckt haben.

6.40 Uhr: Karnevals-Gipfel in NRW-Staatskanzlei

Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich nach dpa-Informationen an diesem Freitag  mit Vertretern der NRW-Landesregierung zu einem Karnevals-Gipfel. Bei dem Treffen in der Düsseldorfer Staatskanzlei soll über ein 30-seitiges Konzept gesprochen werden, das die Karnevalisten dem Gesundheitsministerium vorgelegt hatte. Es enthält Handlungsempfehlungen, wie zum Beispiel am 11.11. zur Sessionseröffnung Karneval gefeiert werden könnte.

Wie ein Sprecher des Kölner Festkomitees sagte, beinhaltet das Konzept detaillierte Handlungsempfehlungen für bestimmte Veranstaltungen - so auch einen möglichen Sitzungskarneval. „Partys und Bälle wird es nicht geben.“ In Sitzungssälen bei festen Plätzen könne man aber mit Abständen - auch zu den Akteuren auf der Bühne - Brauchtum pflegen. Die detaillierten Vorgaben könnten nach der Überarbeitung durch das Ministerium als Blaupause für alle Karnevalsvereine dienen, die ein Konzept bei ihrem jeweiligen Gesundheitsamt einreichen.Rosenmontagszüge sollen am Freitag noch kein Thema sein. Neben den Kölner Karnevalisten sind Vertreter aus Düsseldorf, Bonn und Aachen sowie der Bund Deutscher Karneval als Dachverband zu dem Treffen geladen.

5.20 Uhr: 1407 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1407 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand 15.9., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montagabend bei 1,18 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

setzt auf eine sukzessive Öffnung ihrer Häuser ab Anfang 2021. So soll an jedem Standort zunächst je ein Theater wiedereröffnen. Die jeweils erste Show wäre in Hamburg „Pretty Woman“ im Stage Theater an der Elbe, in Stuttgart „Tanz der Vampire“ im Stage Palladium Theater sowie in Berlin die „Blue Man Group“ im Stage Bluemax Theater. Das Unternehmen wolle sich nun zeitnah mit allen von den Verschiebungen betroffenen Ticketinhabern in Verbindung setzen.Die Premiere von „Mamma Mia!“ im Hamburger Stage Theater Neue Flora verschiebt sich auf Mai 2022, die Deutschlandpremiere des Disney-Musicals „Die Eiskönigin“ auf August 2021.

Hier geht es zu Blog-Teil 11 (20. August bis 14. September) .

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