Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: Zahl der Nachweise in Deutschland steigt etwas - Gesetz für erleichterte Kurzarbeit beschlossen

Bielefeld (WB/dpa). Das Coronavirus hat die Gesellschaft und das Leben eines jeden Einzelnen verändert. Wie geht es weiter? Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Mittwoch, 16.09.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 15:50 Uhr
Symbolbild Foto: dpa

Infos zum Coronavirus

Eine Auswahl an Telefon-Hotlines: Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22; Einheitliche Behördenrufnummer: 115 (www.115.de); Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100; neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt .

Und hier gibt das Robert-Koch-Institut einen Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland . Das RKI hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier .

Lesen Sie hier  Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März), hier  Teil 2 (15. März bis 6. April), hier   Teil 3 (6. April bis 30. April),  hier  Teil 4 (1. Mai bis 9. Mai), hier  Teil 5 (10. Mai bis 1. Juni) , hier  Teil 7 (18. Juni bis 22. Juni) , hier  Teil 8 (23. Juni bis 5. Juli) , hier  Teil 9 (6. bis 21. Juli)  und hier Teil 10 (22. Juli bis 19. August) .

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NEWSBLOG

+++ Wir setzen unsere Berichterstattung hier fort. +++

Mittwoch, 16. September

13.58 Uhr: Zahl der Corona-Nachweise in Deutschland steigt etwas

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zuletzt etwas gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

So wurden dem Institut zuletzt 9128 Infektionen binnen sieben Tagen gemeldet (Datenstand 16.9. 0 Uhr). Der Wert lag - nach einem leichten Rückgang - noch Anfang September zeitweise bei unter 7500 und ist seitdem wieder nach oben geklettert.

Woran der Zuwachs liegt, ist nicht ganz klar. Die Zahl der Tests in Deutschland war zuletzt laut RKI etwas zurückgegangen. Der Anteil von Reiserückkehrern an allen Neuinfizierten hat in den vergangenen Wochen laut RKI stark abgenommen.

12.56 Uhr: Neil Patrick Harris hatte Corona-Infektion

Der amerikanische Schauspieler Neil Patrick Harris und seine Familie haben sich bereits im Frühjahr mit dem Coronavirus infiziert. «Es passierte sehr früh - Ende März, Anfang April», sagte der 47-Jährige («How I Met Your Mother») in einem Interview in der «Today»-Show.

«Ich dachte, ich hätte die Grippe und ich wollte nicht paranoid sein. Und dann verlor ich meinen Geschmacks- und Geruchssinn», sagte Harris. Daraufhin hätten er und seine Familie sich zurückgezogen.

Inzwischen seien er, Ehemann David Burtka und die Zwillinge Harper Grace und Gideon Scott wieder vollständig von Covid-19 genesen.

11.17 Uhr: Weiter erleichterte Kurzarbeit - Kabinett beschließt Gesetz

Deutschlands Unternehmen sollen ihre Beschäftigten wegen der Corona-Krise auch weiter leichter in Kurzarbeit schicken können. Das Bundeskabinett gab in Berlin grünes Licht für das Beschäftigungssicherungsgesetz und weitere Verordnungen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Die Bezugszeit soll demnach auf bis zu 24 Monate verlängert werden, maximal bis Ende 2021. Die Verlängerung soll für alle Betriebe mit einem Beginn der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020 gelten. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hatten sich Ende August im Koalitionsausschuss auf die Verlängerung des Kurzarbeitergelds geeinigt.

9.08 Uhr: 1901 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 266.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 236.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

7.32 Uhr: US-Notenbank berät über weiteren Kurs

Die Entscheider der Federal Reserve (Fed) beraten inmitten der Corona-Krise über den weiteren Kurs der US-Notenbank. Mit Spannung werden dabei vor allem die Einschätzungen von Zentralbankchef Jerome Powell zur wirtschaftlichen Lage erwartet.

Er hatte zuletzt gewarnt, dass die wirtschaftliche Erholung direkt vom weiteren Verlauf der Pandemie abhänge. Analysten rechneten damit, dass Powell sich zur Stabilisierung der Wirtschaft erneut allgemein für ein weiteres Konjunkturpaket und einen Ausbau der Arbeitslosenhilfe aussprechen dürfte. Die Verhandlungen um ein solches Hilfspaket zwischen Kongress und Regierung stecken seit Wochen in einer Sackgasse.

6.18 Uhr: OWL-Möbelausstellungen: Messe in Zeiten der Pandemie

Jahrzehntelang war es so: In der dritten Septemberwoche mussten Autofahrer in der Gegend um das Messezen­trum in Bad Salzuflen, um Löhne, Barntrup, Rödinghausen, Verl und einigen anderen Orten in Ostwestfalen-Lippe mit Staus rechnen. In diesem Jahr werden sie zumindest kleiner ausfallen.

Ursache ist das Coronavirus. Lange war es überhaupt fraglich, ob MOW, Möbelmeile, Küchenmeile und mehrere große Hausmessen in diesem Jahr überhaupt stattfinden können. Tatsächlich sind auch einige Veranstaltungen abgesagt worden.

Dienstag, 15. September

19.55 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen melden Demonstration in Düsseldorf an

Die für kommenden Sonntag in Düsseldorf angemeldete Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wird wohl deutlich kleiner ausfallen als zunächst angekündigt. Die Veranstalter erwarteten nur noch rund 10 000 Teilnehmer, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Dass die Polizei mit einem größeren Aufgebot vor Ort sein werde, bestätigte er nicht - aber: „Wir sind gut aufgestellt.“ 

Zunächst war von rund 50 000 Teilnehmern die Rede gewesen. Die bisherigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt waren überschaubar geblieben - die Teilnehmerzahl war vergleichsweise gering.

19.35 Uhr: Sechswöchiger Testbetrieb: Länder einig bei Fan-Rückkehr

Die Zeit der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga und den anderen großen Profiligen ist vorerst vorüber. Die Länder einigten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen. In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Kapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. «Es soll eine Art Experiment werden, ein Probestart», kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an .

Vor der Sitzung hatte er seine Forderung nach einer gemeinsamen Linie erneut bekräftigt. «Es kommt darauf an, dass wir eine einheitliche Regelung bekommen», sagte Söder am Rande einer Klausurtagung der CSU-Fraktion im Landtag in München. Alles andere wäre «für die Liga und die Akzeptanz sehr schwierig». Zudem gehe es nicht nur um Fußball, sondern auch um Volleyball, Handball, Basketball oder Eishockey.

17.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

(in Klammern die Zahlen vom Vortag)

Bielefeld

aktuell infiziert: 58 (+3)

Fälle insgesamt: 803 (+3)  

davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 37

Fälle insgesamt: 2911 (+4)

davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 48 (+2)  

Fälle insgesamt: 872 (+2)  

davon Todesfälle: 34

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 45 (+1)

Fälle insgesamt: 933 (+2)

davon Todesfälle: 31

Kreis Herford

aktuell infiziert: 15 (-5) 

Fälle insgesamt: 575

davon Todesfälle: 8

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 10 (+1)

Fälle insgesamt: 423 (+1)

davon Todesfälle: 18

Kreis Minden-Lübbecke 

aktuell infiziert: 39

Fälle insgesamt: 781 (+4)

davon Todesfälle: 13

15.05 Uhr: NRW nimmt bis 2023 rund 20,7 Milliarden weniger Steuern ein

Die Corona-Krise wird auch in den nordrhein-westfälischen Landeshaushalt ein tiefes Loch reißen. Das bevölkerungsreichste Bundesland muss in Folge der Pandemie bis einschließlich 2023 mit insgesamt rund 20,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als erwartet. Das teilte das Finanzministerium in Düsseldorf am Dienstag zur regionalisierten Steuerschätzung mit. 

Demnach muss NRW allein für das laufende Jahr Mindereinnahmen von mehr als 6,1 Milliarden Euro im Vergleich zum ursprünglichen Haushaltsansatz verkraften. Ende 2019 hatte der Landtag einen Rekordetat verabschiedet, der erstmals über 80 Milliarden Euro umfasste. Seit diesem Jahr gilt die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse. Sie verpflichtet Bund und Länder, grundsätzlich ohne Neuverschuldung auszukommen. Auch NRW hatte ursprünglich ohne neue Kredite geplant.

14.40 Uhr: Karliczek: Impfstoff für viele erst Mitte nächsten Jahres

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht weiterhin davon aus, dass es erst im kommenden Jahr einen Corona-Impfstoff für große Teile der Bevölkerung geben wird .

Absolute Priorität habe die Sicherheit. Ein Impfstoff könne nur zur Anwendung kommen, wenn der Nutzen höher sei als die Risiken, sagte sie am Dienstag in Berlin. «Von dieser Linie werden wir in Deutschland und Europa nicht abweichen.» Nach wie vor müsse man sich darauf einstellen, dass es erst Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff für breite Teile der Bevölkerung geben werde.

13.05 Uhr: Regionalliga-Spiel wegen Corona-Infektion abgesagt

Ein Spieler des Fußball-Regionalligisten Alemannia Aachen ist mit Corona infiziert. Das gab der frühere Bundesligist am Dienstag bekannt. Das für Mittwoch vorgesehene Spiel der Alemannia gegen den SV Lippstadt fällt somit aus. Zudem könne „aktuell kein Trainingsbetrieb am Tivoli stattfinden“. Welche Beteiligten in häusliche Quarantäne müssen und wie es dem infizierten Spieler geht, teilte der Verein zunächst nicht mit. In der Regionalliga West ist es am 3. Spieltag bereits das dritte Spiel, das wegen eines positiven Corona-Tests abgesagt wurde.

12.35 Uhr: Corona-Fall am Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen

Am Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen gibt es einen Corona-Fall . Darüber hat das Gesundheitsamt in Minden am Dienstag die Eltern der Schüler an der Schule informiert. Von einer generellen Einschränkung des Schulbetrieb ist keine Rede.

11.32 Uhr: Quarantäne für Schüler in Lippe

Am Wochenende gab es Coronafälle nach Auskunft der Kreisverwaltung an drei Schulen im Kreis Lippe. An der Grundschule Reelkirchen sind 57 Kinder sowie eine Lehrkraft betroffen. Sie werden morgen von mobilen Teams getestet und müssen vorsorglich in Quarantäne. An der Grundschule Heiden erhalten 20 Kinder sowie eine Lehrkraft am 18. September einen Abstrich und stehen unter Quarantäne.

Abstriche am 17. September und Quarantäne sind auch für 48 Schüler und drei Lehrkräfte an der Sekundarschule Blomberg vorgesehen. An allen Schulen ist für die übrigen Lehrer und Schüler ab morgen der Regelbetrieb wieder möglich. Die Schulleitungen informieren die Betroffenen mit den Klassenlehrern und dem Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen.

9.30 Uhr: Gastgewerbe arbeitet sich aus dem Corona-Loch

Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im Juli etwas aus dem Corona-Loch gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen kalender- und saisonbereinigt 21,9 Prozent über den Werten aus dem Juni, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete.Es klafft aber immer noch eine Lücke von 26,8 Prozent zu den realen Erlösen aus dem entsprechenden Vorjahresmonat.

Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen Corona-bedingten Einschränkungen liegt die Branche nach sieben Monaten 37,2 Prozent hinter den realen Umsätzen aus der Vergleichsperiode 2019 zurück.Am härtesten hat es dabei die Hotels und andere Beherbergungsbetriebe getroffen, deren Erlöse um 45 Prozent eingebrochen sind. In der allgemeinen Gastronomie beträgt der Rückstand 32,8 Prozent.

7.50 Uhr: Zugfahren in der Corona-Krise: Scheuer sieht keinen Grund zu Panik

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht keinen Anlass, dass Fahrgäste das Zugfahren in der Corona-Krise generell meiden sollten. „Es gibt keinen Grund zur Panik, wenn sich jeder an die Verhaltensregeln hält“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Das Fahrgastaufkommen ist weit, weit unter dem, was wir zu Spitzenzeiten hatten.“ Aktuelle Studien zeigten, dass die Züge kein Hotspot seien, genauso wenig wie Flugzeuge.

„Mit den digitalen Helferlein wie Apps können die Verbraucher schon bei der Buchung die Auslastung sehen und überlegen, ob sie doch den nächsten Zug nehmen“, sagte Scheuer. „Das ist auch ein Thema der Vernunft. Ich weiß, dass es in der S-Bahn schwieriger ist, weil man morgens zur Arbeit muss oder die S-Bahn braucht, um zu einen Termin zu kommen.“

Der Minister hatte sich bereits gegen eine Reservierungspflicht in Zügen ausgesprochen. Dies würde weniger Flexibilität bedeuten. Es drohe zudem die Gefahr, dass Fahrpreise teurer werden könnten und Defizite bei Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden müssten, weil die Kapazitäten sinken.

7.05 Uhr: In Garmisch werden heute erste Massentest-Ergebnisse erwartet

Nach einem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen haben sich Hunderte Menschen auf das Virus testen lassen. Erste Ergebnisse der rund 1000 Tests, die von Freitag bis Montag genommen wurden, sollen heute Nachmittag vorliegen . Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitszeichen und Quarantäneauflage durch Kneipen gezogen sein - und könnte dabei mehrere Menschen angesteckt haben.

6.40 Uhr: Karnevals-Gipfel in NRW-Staatskanzlei

Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich nach dpa-Informationen an diesem Freitag  mit Vertretern der NRW-Landesregierung zu einem Karnevals-Gipfel. Bei dem Treffen in der Düsseldorfer Staatskanzlei soll über ein 30-seitiges Konzept gesprochen werden, das die Karnevalisten dem Gesundheitsministerium vorgelegt hatte. Es enthält Handlungsempfehlungen, wie zum Beispiel am 11.11. zur Sessionseröffnung Karneval gefeiert werden könnte.

Wie ein Sprecher des Kölner Festkomitees sagte, beinhaltet das Konzept detaillierte Handlungsempfehlungen für bestimmte Veranstaltungen - so auch einen möglichen Sitzungskarneval. „Partys und Bälle wird es nicht geben.“ In Sitzungssälen bei festen Plätzen könne man aber mit Abständen - auch zu den Akteuren auf der Bühne - Brauchtum pflegen. Die detaillierten Vorgaben könnten nach der Überarbeitung durch das Ministerium als Blaupause für alle Karnevalsvereine dienen, die ein Konzept bei ihrem jeweiligen Gesundheitsamt einreichen.Rosenmontagszüge sollen am Freitag noch kein Thema sein. Neben den Kölner Karnevalisten sind Vertreter aus Düsseldorf, Bonn und Aachen sowie der Bund Deutscher Karneval als Dachverband zu dem Treffen geladen.

5.20 Uhr: 1407 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1407 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand 15.9., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montagabend bei 1,18 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Montag, 14. September

20.08 Uhr: Slowakei stuft Nachbarn Tschechien als Corona-Risikoland ein

Die Slowakei hat ihre ehemalige Schwesterrepublik Tschechien zum Corona-Risikoland erklärt. Wie Außenamts-Staatssekretär Martin Klus nach einer Sitzung des nationalen Corona-Krisenstabes am Montagabend auf Facebook mitteilte, müssen Einreisende aus dem Nachbarland künftig einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eine mindestens fünftägige Heimquarantäne antreten. Die Vorschrift trete am Freitag in Kraft.

Tschechien und die Slowakei waren bis zum 1. Januar 1993 ein gemeinsamer Staat. Bis heute gibt es zwischen beiden Ländern enge wirtschaftliche und familiäre Bindungen.

Für die Nachbarländer Österreich und Ungarn gab die Kommission die Empfehlung aus, nicht notwendige Reisen dorthin zu vermeiden. Ob die Grenze zum größten Nachbarland Ukraine geschlossen wird, wie vielfach erwartet, sei noch nicht entschieden worden, erklärte Klus.

Die 5,4 Millionen Einwohner zählende Slowakei verzeichnete bis Montag nur 5580 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 38 coronabedingte Todesopfer. Damit gehört sie zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Ländern Europas. Zuletzt sind die täglichen Neuinfektionen aber rasant angestiegen.

18.28 Uhr: Zahl der infizierten Schüler in Bayern verdoppelt

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach am Montag von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen - ein Fall weniger. Vier Schulen sind wegen Corona-Infektionen vorübergehend geschlossen: eine Mittelschule in Furth im Wald (Oberpfalz), eine Realschule in Deggendorf (Niederbayern), ein Gymnasium in Würzburg und eine nicht näher benannte Berufsschule.

«Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Laut Ministerium sind momentan rund 2490 Schüler sowie knapp 400 Lehrer in Quarantäne. Oft wurden ganze Klassen heimgeschickt. Mehr Corona-Fälle gibt es an Kindertagesstätten: Rund 50 Einrichtungen sind derzeit ganz oder teilweise geschlossen.

In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schüler sowie 150.000 Lehrerinnen und Lehrer. Die Schule läuft nach dem Ende der großen Ferien seit dem 8. September wieder. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

Ebenfalls bis Ende der Woche laufen freiwillige Reihentests für Lehrer. Rund 60 Prozent wollen laut Kultusministerium teilnehmen. Nach den Herbstferien sollen die Tests wiederholt werden. In Rosenheim müssen nun auch Grundschüler im Unterricht Masken tragen, weil der kritische Warnwert von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wurde.

18.03 Uhr: Schleswig-Holstein erlaubt 25 Prozent Zuschauer in Stadien und Hallen - auch SC Paderborn betroffen

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat die Beschränkungen der Zuschauerzahlen in Stadien und Sporthallen aufgeweicht. Vom 19. September an dürfen im nördlichsten Bundesland bis zu 25 Prozent aller Zuschauerplätze in Sportstätten belegt werden. Die Hygienekonzepte sollen deshalb angepasst werden. Das teilte die Landesregierung am Montag bei einer Klausurtagung des Kabinetts in Leck mit. Bisher durften nur maximal 500 Zuschauer zum Fußball, im Handball gab es keine Erlaubnis, Fans in die Hallen zu lassen. Die Regelung gilt nicht nur für Profi-, sondern auch für Amateurvereine im allen Sportarten.

«Wir haben gewissenhaft zwischen dem notwendigen Gesundheitsschutz und der Verhältnismäßigkeit von Beschränkungen abgewogen», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Das Kabinett vereinbarte eine entsprechende Überarbeitung der Corona-Bekämpfungsverordnung. «Alle Beteiligten zeigen aber eine große Bereitschaft, verantwortungsvoll mit künftigen Lockerungen umzugehen», sagte Günther.

Erste Profivereine sind Fußball-Drittligist VfB Lübeck, der am Samstag auf den 1. FC Saarbrücken trifft, und Fußball-Zweitligist Holstein Kiel, der am Sonntag Bundesliga-Absteiger SC Paderborn erwartet. Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat dagegen Pech. Der zweimalige deutsche Meister empfängt am Mittwoch in der Champions League Polens Meister KS Vive Kielce. Die Flensburger müssen dann noch ohne Zuschauer spielen.

16.50 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL
(in Klammern die Zahlen vom Vortag)

33 Neuinfektionen sind seit den jeweils letzten Meldungen in den Gesundheitsämtern in OWL registriert worden, allein 16 davon im Kreis Minden-Lübbecke. Die meisten aktuell Infizierten werden aus Bielefeld gemeldet.

Bielefeld
aktuell infiziert: 55 (-4)
Fälle insgesamt: 800  
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 37 (-4)
Fälle insgesamt: 2907 (+1)
davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn (Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 46 (+1)  
Fälle insgesamt: 870 (+1)  
davon Todesfälle: 34

Kreis Lippe (Vergleich zum Freitag)
aktuell infiziert: 44 (+9)
Fälle insgesamt: 931 (+11)
davon Todesfälle: 31

Kreis Herford (Vergleich zum Samstag)
aktuell infiziert: 20 (+1)
Fälle insgesamt: 575 (+2)
davon Todesfälle: 8

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 9 (+1)
Fälle insgesamt: 422 (+2)
davon Todesfälle: 18

Kreis Minden-Lübbecke (Vergleich zum Freitag)
aktuell infiziert: 39 (+3)
Fälle insgesamt: 777 (+16)
davon Todesfälle: 13

16.32 Uhr: Fast ganzes Fußballteam im Kreis Cloppenburg infiziert

In einer Fußballmannschaft eines Vereins in Löningen im Landkreis Cloppenburg haben sich mehrere Spieler mit dem Coronavirus infiziert. «Der gesamte Trainings- und Spielbetrieb ruht im Seniorenbereich bis auf weiteres», teilte der Verein mit Verweis auf mehrere positiv getestete Spieler auf seiner Homepage mit. Nach einem Bericht von NDR 1 Niedersachsen vom Montag sind zehn Spieler und der Trainer positiv getestet worden. Nur der Torwart, ein Verteidiger und einige Einwechselspieler seien virusfrei, sagte Mannschaftsbetreuer Paul Schnieders dem Radiosender.

Der Landkreis Cloppenburg teilte mit, die Zahl der Infektionen sei bis Montagmittag um 31 gestiegen. Demnach gibt es allein in der Stadt Löningen 21 neue Fälle. Nachgewiesen wurde das Virus demnach in einem Sportverein, einem Handwerksbetrieb, an einem Gymnasium, einer Realschule und in einem Kindergarten. Weitere Infektionen im Landkreis wurden an einer Grundschule und in einem Altenpflegeheim registriert. «Das Gesundheitsamt arbeitet angesichts dieser großen Zahl von neuen Fällen auf Hochtouren, um die Kontaktermittlung im Umfeld dieser Gruppen abzuschließen», hieß es.

Die Sportvereine wurden gebeten, den Sport- und Trainingsbetrieb für 14 Tage einzustellen. Zudem müssten die Hygienekonzepte der Fachverbände strikt eingehalten werden, so der Landkreis. Jeder solle physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Mitgliedern des eigenen Hausstandes gehören, auf das Notwendige beschränken. Im Landkreis Cloppenburg sind aktuell 75 Menschen mit dem Virus infiziert, für 165 Menschen gilt derzeit eine Quarantäne.

16.29 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen «Superspreaderin» von Garmisch

Nach einem schweren Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen eine mutmaßliche «Superspreaderin». Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, teilte Oberstaatsanwältin Andrea Mayer am Montag mit. «Was im Raum steht, ist eine mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften.» Zuerst hatte der «Münchner Merkur» berichtet. Die 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitszeichen durch Kneipen gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte Konsequenzen für die mutmaßliche Verursacherin. «Garmisch-Partenkirchen ist ein Musterfall für Unvernunft», sagte Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Der Fall sei Beispiel dafür, wie schnell sich Infektionen verbreiten könnten. «Dieser Leichtsinn muss auch Konsequenzen haben.» Es sei deshalb sinnvoll, mit entsprechend «hohen Bußgeldern» zu agieren.

Die 26-Jährige hatte nach Angaben des Landratsamts auf der Kneipentour bereits Krankheitssymptome. Sie hatte einen Corona-Test gemacht und hätte bis zum Ergebnis in Quarantäne blieben sollen. In Bayern kann bei Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen ein Bußgeld von 2000 Euro verhängt werden. Söder erklärte jedoch, dass geprüft werden müsse, inwiefern dies auch für die US-Amerikanerin gelte. Die Anklagebehörde geht bei ihren Ermittlungen zunächst davon aus, dass die deutsche Justiz zuständig ist.

Die Frau arbeitete in einem Hotel für US-Streitkräfte und deren Familien. Die Ferienunterkunft wurde am Montag für zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrere Beschäftigte positiv getestet wurden, wie das Hotel auf seiner Homepage mitteilte.

Die 26-Jährige war nach Angaben des Landratsamts aus einem Urlaub in Griechenland zurückgekehrt. Ob sie sich auf der Reise angesteckt hat oder erst danach, war unklar. Als Superspreader (deutsch: Superverbreiter) gilt bei einer Epidemie, wer eine ungewöhnlich hohe Zahl von anderen Menschen ansteckt.

16.23 Uhr: Gratis-Coronatests für Urlauber aus Nicht-Risikogebieten enden

Die Möglichkeiten zu kostenlosen Corona-Tests für alle Reiserückkehrer nach Deutschland werden zum Ende der Ferienzeit eingeschränkt. Reisende, die nicht aus einem Risikogebiet mit hohen Infektionszahlen kommen, haben ab diesem Dienstag keinen Anspruch mehr auf kostenlose Tests. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Montag: «Für die Urlaubszeit war es wichtig, möglichst alle Reisende auf das Corona-Virus zu testen. Mit Blick auf Herbst und Winter konzentrieren wir die Tests jetzt wieder stärker aufs Inland.»

Welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten, legt die Bundesregierung regelmäßig fest - sie sind auf der Internetseite des bundeseigenen Robert-Koch-Instituts (RKI) aufgelistet. Bund und Länder hatten die Änderungen bei den Tests Ende August vereinbart. «Für Einreisende aus Risikogebieten gilt vorerst weiterhin die Testpflicht sowie die Erfordernis der Quarantäne bis zum negativen Testergebnis», sagte Spahn. Tests für sie bleiben vorerst kostenlos.

Die Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten sollen nach einem Beschluss von Bund und Ländern noch geändert werden - möglichst zum 1. Oktober. Die Pflicht zur 14-tägigen Quarantäne soll demnach künftig frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr entfallen können.

14.31 Uhr: Tschechien lockert Quarantäneregeln trotz steigender Corona-Zahlen

Trotz steigender Corona-Fallzahlen lockert Tschechien seine Quarantänebestimmungen. Wer mit einem Infizierten in Kontakt gekommen ist und keine Symptome zeigt, muss nicht mehr automatisch in häusliche Isolierung, wenn beide Seiten einen Mundschutz getragen haben. Diese Kontaktpersonen müssten vom Dienstag an nur noch ihren Gesundheitszustand beobachten, gab Gesundheitsminister Adam Vojtech am Montag bekannt. Ausgenommen von der Quarantäne-Pflicht für Kontaktpersonen werden zudem Menschen, die in den letzten 90 Tagen eine Covid-Erkrankung überstanden haben. Sie hätten eine Immunität aufgebaut, hieß es zur Begründung.

Tschechien, das zu Beginn der Pandemie noch als Musterschüler gegolten hatte, kämpft derzeit mit einem rasanten Anstieg der Fallzahlen. Vojtech machte keine konkreten Angaben zur Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Sie liege «sicherlich nicht über 2», sei aber «hoch», sagte der Politiker der populistischen Partei ANO. Er betonte, dass die Krankenhäuser ausreichend freie Kapazitäten für Corona-Patienten hätten.

Die Zahl der jemals Infizierten stieg mit Stand vom Montag auf rund 36 200, davon knapp 14.440 aktive Fälle. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung starben 456 Menschen. Die deutsche Bundesregierung hatte die Hauptstadtregion Prag vorige Woche zum Risikogebiet erklärt und vor Reisen dorthin gewarnt.

14.19 Uhr: Fanrückkehr in Bundesliga-Stadien: Länder beraten am Dienstag

Bund und Länder streben schneller als geplant eine einheitliche Lösung für die Fan-Rückkehr in die Fußball-Stadien an. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wollen die Chefs der Staatskanzleien der Länder am Dienstag (16.00 Uhr) erneut über Zuschauer auch in Sport-Hallen beraten. Demnach halten Schleswig-Holstein und auch andere Länder es für nötig, bereits bis Mitte September zu Ergebnissen über Kapazitäten zu kommen. Schleswig-Holsteins Regierung will den Vereinen bereits vor Saisonstart Klarheit über die Zuschauersituation verschaffen.

Man wolle in dieser Woche versuchen, einen Kompromiss zu finden für einen Probebetrieb mit Zuschauern, sagte Bayerns Ministerpräsident Söder am Montag nach einer Kabinettssitzung in München. Dies könne auch sehr schnell erfolgen, möglicherweise auch schon zum Start der Bundesliga an diesem Wochenende, sagte der CSU-Politiker. Man wolle in dieser Woche eine Entscheidung treffen, ob, wann und in welcher Form das stattfinden könnte.

Regierungssprecher Steffen Seibert verwies am Montag auf einen Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder von Ende August. Dabei war die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zum Thema vereinbart worden, die bis Ende Oktober Vorschläge vorlegen soll. «Der Auftrag der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin an die Arbeitsgruppe, der gilt weiterhin», sagte Seibert.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte, die Entscheidungen über die Zulassungen von Großveranstaltungen würden vor Ort getroffen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe aber deutlich gemacht, dass er sich eine bundeseinheitliche Lösung gewünscht hätte. Auch ein Sprecher des für Sport zuständigen Bundesinnenministeriums sprach davon, dass ein bundeseinheitliches Vorgehen wünschenswert sei und die Hoffnung bestehe, dass man nun schnell zu einem entsprechenden Konzept kommen werde. Genauere Angaben zum Zeitplan machte der Sprecher nicht.

13.30 Uhr: Berlusconi aus dem Krankenhaus entlassen

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi ist nach seiner Corona-Infektion aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Danke, dass ich hier sein darf. Es war die gefährlichste Prüfung meines Lebens“, sagte der 83-Jährige nach dem Verlassen der Klinik San Raffaele in Mailand am Montag. Berlusconi trug Anzug und Krawatte und einen Mund-Nasen-Schutz, winkte seinen Anhängern zu und gab eine kurze Erklärung ab. „Auch dieses Mal bin ich davongekommen“, sagte der Oppositionspolitiker. Berlusconi wurde wegen seiner Infektion mit dem Virus insgesamt zehn Tage im Krankenhaus behandelt.

12.22 Uhr: Buchmessen-Chef rechnet 2020 mit Millionenverlust

Die Frankfurter Buchmesse wird nach der eingedampften Ausgabe dieses Jahres nie mehr dieselbe sein. «Die Messe wird sich dauerhaft verändern», sagte Buchmessen-Direktor Juergen Boos der Deutschen Presse-Agentur. Volle Messehallen, Gedränge in den Gängen, Besucherrekorde - «das werden wir so schnell nicht wieder erleben». In diesem Jahr wird die Messe einen Millionenverlust einfahren . «Das ganze Jahr ist für uns sehr schwierig», sagte Boos.

11.20 Uhr: In Italien öffnen die Schulen wieder

Begleitet von Debatten um die Corona-Ausbreitung und organisatorischen Problemen ist ein Großteil der 8,5 Millionen Schüler in Italien wieder in die Klassen zurückgekehrt. Für etwa zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen begann am Montag nach über sechs Monaten Pause wieder der Unterricht. Das Land hatte seine Schulen wegen der Corona-Pandemie am 5. März geschlossen, in keinem anderen europäischen Land waren sie länger dicht. Wegen der Ausbreitung des Virus gelten zum Schulstart strenge Vorsichts- und Schutzmaßnahmen.

Außerhalb des Unterrichts und in den Klassenräumen, in denen der Abstand nicht eingehalten werden kann, müssen Schüler über sechs Jahren einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Allerdings stockt die von der Regierung versprochene Maskenlieferung ebenso wie die angekündigte Bereitstellung von 2,4 Millionen Einzeltischen. Zudem fehlt es an Lehrern und geeigneten Räumen, Unterricht soll daher teilweise auch draußen stattfinden.

10.40 Uhr: 37 aktive Coronafälle im Kreis Gütersloh

Im Kreis Gütersloh waren zum Stand, 14. September, 0 Uhr, 2907 (Vortag: 2906) laborbestätigte Coronainfektionen erfasst. Davon gelten 2850 (Vortag: 2845) Personen als genesen und 37 (Vortag: 41) als noch infiziert. Die Covid-19-Fälle der letzten 7 Tage/100.000 Einwohner betragen für den Kreis Gütersloh laut Robert-Koch-Institut am 14. September 9,3 (Vortag: 9,1).

Von den 37 noch infizierten Personen befinden sich 35 in häuslicher Quarantäne. Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit zwei Patienten  stationär behandelt, müssen aber nicht intensivmedizinisch versorgt werden. Im Kreis Gütersloh sind seit Beginn der Pandemie 20 Menschen verstorben, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

7.50 Uhr: Vielen Handwerksbetrieben droht das Geld auszugehen

Im Handwerk drohen bei vielen Betrieben finanzielle Engpässe. «Die seit Pandemiebeginn bei fast der Hälfte der Betriebe deutlich verschlechterte Eigenkapitalsituation ist ein Warnzeichen», sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur.

«Dieses Alarmzeichen sollten alle sehr ernst nehmen und wirklich alles tun, um einen erneuten Lockdown zu vermeiden», so Wollseifer. In einer neuen Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks gaben 42 Prozent der Betriebe an, dass sich ihr Eigenkapital seit Beginn der Pandemie verringert habe. Dies treffe überdurchschnittlich für Betriebe im persönlichen Dienstleistungsbereich wie etwa Friseure zu oder beim gewerblichen Bedarf - wie im Messebau oder im Catering- und Café-Bereich.

5.10 Uhr: 927 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Montagmorgen 927 neue Corona-Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig - an Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 260.355 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand 14.9., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9350. Seit dem Vortag wurde ein Todesfall mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 233.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,18 (Vortag: 1,15). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

4.50 Uhr: WHO registriert Rekord an Neuinfektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut einen Rekord an neu gemeldeten Corona-Fällen innerhalb eines Tages registriert. Weltweit wurden zuletzt 307 930 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus am Sonntag veröffentlichten WHO-Daten hervorgeht. Das sind rund 1000 Fälle mehr als beim jüngsten Höchststand vor einer Woche.

Damit sind seit Bekanntwerden des Erregers Sars-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit mehr als 28,6 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist allerdings nach Einschätzung von Experten erheblich. Spitzenreiter bei den neuen Fällen sind nach absoluten Zahlen Indien, die USA und Brasilien. Auf Platz vier liegt Spanien mit rund 12 000 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Sonntag, 13. September

18.20 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL
(in Klammern die Zahlen vom Vortag)

Die meisten Neuinfektionen - elf von 18 in ganz OWL - wurden in Bielefeld registriert. Allerdings aktualisierten am Sonntag nicht alle Kreise ihre Zahlen.

Bielefeld
aktuell infiziert: 59 (+9)
Fälle insgesamt: 800 (+11)
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 41
Fälle insgesamt: 2906 (+5)
davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn (Zahlen vom Samstag)
aktuell infiziert: 45  
Fälle insgesamt: 869  
davon Todesfälle: 34

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 35
Fälle insgesamt: 920
davon Todesfälle: 31

Kreis Herford (Zahlen vom Samstag)
aktuell infiziert: 19  
Fälle insgesamt: 573
davon Todesfälle: 8

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 8 (+1)
Fälle insgesamt: 420 (+2)
davon Todesfälle: 18

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)
aktuell infiziert: 36
Fälle insgesamt: 761
davon Todesfälle: 13

17.49 Uhr: Hoffnung auf Corona-Besserung auf Mallorca jäh beendet

Die Hoffnung hielt nur kurz. Zahlen, die auf Mallorca Aussicht auf eine Rückkehr der Touristen aus Deutschland und Großbritannien geweckt hatten, erwiesen sich als falsch. Am Ballermann bleibt es still und leer.

Böses Erwachen für jene Deutschen, die vielleicht schon von Herbstferien auf Mallorca geträumt hatten. Und ein harter Rückschlag für die spanische Urlaubsinsel im Kampf gegen Corona und ums Überleben von Tourismus und Gastronomie.

Am Wochenende kam eine Informatik-Panne ans Licht, wegen der seit Tagen für die Balearen sehr niedrige Infektionszahlen gemeldet worden waren. Diese hatten die Hoffnung geweckt, Deutschland werde bald die Reisewarnung für die Region aufheben.

16.27 Uhr: Merz rügt Scholz: Historisch hohe Schulden gemacht

Der für den Parteivorsitz kandidierende CDU-Politiker Friedrich Merz rügt Finanzminister Olaf Scholz (SPD) für die Finanzierung der staatlichen Corona-Hilfen durch historisch hohe Schulden. «Der Finanzminister haut zurzeit das Geld raus, als gäbe es kein Morgen mehr. Unsere Kinder werden das alles bezahlen müssen», sagte Merz. 

Es sei dringend geboten, auch in der Corona-Krise mit dem Geld der Steuerzahler sorgfältig umzugehen. Zwar sei es richtig gewesen, die Schuldenbremse des Grundgesetzes in diesem Jahr zu lösen. «Aber eine Bremse zu lösen, muss ja nicht gleichzeitig heißen, mit Vollgas den Berg herunterzurauschen.»

14.47 Uhr: Mühlenkreiskliniken wollen Ergebnisse noch schneller mitteilen

Das Labor der Mühlenkreiskliniken verstärkt die Bemühungen, Corona-Test-Ergebnisse noch schneller zu übermitteln . So sollen die Endbefunde als PDF-Download zur Verfügung gestelt werden – und zwar Sekunden nach der Ergebnisvalidation durch den Labormediziner. Damit entfalle das Warten auf die postalische Zusendung des offiziellen Endbefunds. Bisher habe der Befund über eine digitale Schnittstelle lediglich eingesehen werden können.Wer die digitale Befundübermittlung nicht nutzen wolle, erhalte weiterhin einen schriftlichen Befund per Post.

13.52 Uhr: Coronafall am Rudolf-Rempel-Berufskolleg

Am Rudolf-Rempel-Berufskolleg in Bielefeld gibt es einen neuen Coronafall . 28 Schüler, Lehrer und Kontaktpersonen müssen am Mittwoch getestet werden. Zusätzlich gibt es am Sonntag elf Neuinfizierte in Bielefeld. Erst am Samstag war ein Fall an der Martin-Niemöller-Gesamtschule bekannt geworden. 

12.23 Uhr: Mehr als 10.000 Neuinfizierte in Frankreich

Frankreich hat die Schwelle von 10.000 Infektionen an einem Tag überschritten. In 24 Stunden sind 10.561 neue Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es noch 9406. Frankreich ist seit Ausbruch der Pandemie eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa mit bisher 30.910 Toten. In den zurückliegenden Wochen war die Anzahl der Infektionen relativ hoch. Zuvor war sie im Sommer nach dem 55-tägigen Lockdown vom 17. März bis 11. Mai vergleichsweise niedrig gewesen. In der Zeitung "Le Journal du Dimanche" appellierten sechs französische Ärzte, den Kontakt zu Familien und Freunden so gering wie möglich zu halten und private Treffen zu  vermeiden. "Nach und nach verlieren wir den Überblick über die Neuinfektionen", sagen sie.

11.59 Uhr: Österreich laut Kurz am Start zur zweiten Welle

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erwartet einen weiteren Anstieg der Zahlen in Österreich und vor allem in Wien. "Was wir gerade erleben, ist der Beginn einer zweiten Welle", sagt er. Er rechnet damit, dass auch dort bald die Zahl von 1000 Neuansteckungen pro Tag erreicht ist. "Waren es vor zwei Wochen noch 350 Ansteckungen pro Tag, so sind es jetzt mehr als 850", so Kurz.

11.08 Uhr: Tupper und Co. schlagen sich wacker

Jahrelang lagen «Verkaufspartys» im Trend - in der Wohnung eines Kunden führte ein Vertriebler sein Produkt vor und hoffte auf dicke Bestellungen. Doch die Pandemie würgte dieses Geschäftsmodell zunächst ab . Nun glätten sich Sorgenfalten. Die Direktvertriebsbranche rechnet aber damit, 2020 den Vorjahresumsatz zumindest halten zu können, wie aus einer Studie der Universität Mannheim im Auftrag des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD) hervorgeht. 2019 lag der Branchenumsatz bei 18,6 Milliarden Euro.

8.40 Uhr: Virologe Streeck fordert Strategiewechsel

Der Virologe Hendrik Streeck regt eine Debatte über Umfang und Dauer der staatlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie an. «Ich plädiere für einen Strategiewechsel », sagte der Direktor des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn der «Welt am Sonntag». «Wir dürfen uns bei der Bewertung der Situation nicht allein auf die reinen Infektionszahlen beschränken», sagte er. Zwar steige die Zahl der positiv getesteten Menschen in Deutschland und Europa signifikant an. «Gleichzeitig sehen wir aber kaum einen Anstieg der Todeszahlen.»

7.31 Uhr: 948 Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 948 neue Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig:  Am Sonntag sind die Zahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende ihre Zahlen melden.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Deutschland mindestens 259.428 Menschen infiziert, die Zahl der Todesfälle liegt bei 9349. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle gemeldet. Die Reproduktionszahl lag am Samstag bei 1,15 (1,0), der Sieben-Tage-Wert bei 1,16 (1,11).

Samstag, 12. September

17 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld

aktuell infiziert: 50 (-5)
Fälle insgesamt: 789 (+6)
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 41 (-4)
Fälle insgesamt: 2901 (+4)
davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 45 (+11)
Fälle insgesamt: 869 (+11)
davon Todesfälle: 34

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)

aktuell infiziert: 35 
Fälle insgesamt: 920
davon Todesfälle: 31

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 19 (-1)
Fälle insgesamt: 573
davon Todesfälle: 8

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 7 (-2)
Fälle insgesamt: 418
davon Todesfälle: 18

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)

aktuell infiziert: 36
Fälle insgesamt: 761
davon Todesfälle: 13

15.29 Uhr: Coronafall an Martin-Niemöller-Gesamtschule in Bielefeld

Aktuell gibt es einen positiven Fall an der Bielefelder Martin-Niemöller-Gesamtschule. Das Gesundheitsamt hat die Kontaktnachverfolgung gestartet, um dann die Quarantänen aussprechen zu können. Knapp 80 Schüler und Lehrer können sich am Mittwoch auf dem ehemaligen Gelände von Kahmann und Ellerbrock testen lassen.

14.50 Uhr: Veranstalter bricht Corona-Demonstrationszug in München ab

Die Initiatoren einer Kundgebung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen in München haben ihren Demonstrationszug durch die Stadt am Samstag vorzeitig abgebrochen. Zuvor hatte die Polizei den Zug gestoppt, weil mehr als die zugelassenen 500 Teilnehmer dabei waren und nach Polizeiangaben kaum jemand eine Maske trug. Die Polizei sprach von «vielen Hundert» Teilnehmern, konnte aber noch keine konkreteren Zahlen nennen.

Eine Hauptkundgebung auf der Theresienwiese soll aber noch wie geplant um 16 Uhr stattfinden. Die Polizei ist mit 1400 Kräften im Einsatz.

13.19 Uhr: Kunstaktion im heute-journal

Eine Kunstaktion hat im ZDF-Nachrichtenmagazin «heute journal» für Verblüffung bei Zuschauern gesorgt. Während Claus Kleber die Sendung moderierte, tauchte im Hintergrund für kurze Zeit eine Person in blauer Schutzkleidung und mit roten Gummihandschuhen auf. Bei dem geisterhaften Auftritt handelte es sich um ein Projekt des Künstlers Christian Jankowski, der damit «systemrelevante Menschen», etwa Pflegekräfte, sichtbar machen möchte. Die Aktion habe dazu gedient, «die Helden der Corona-Krise zu ehren».

13.11 Uhr: Rekord-Wiederanstieg in Österreich

Die Zahlen der registrierten Neuinfektionen liegen in Österreich nach einem erneuten Sprung so hoch wie zuletzt Ende März. Die Behörden meldeten am Samstag 869 neue Fälle. Noch vor einer Woche hatten die Neuingefektionen pro Tag bei 300 bis 400 gelegen. Am Freitag hatte die Regierung bereits neue Maßnahmen verkündet. So gilt von Montag an wieder eine Maskenpflicht in allen Geschäften und für Kellner in den Lokalen.  Veranstaltungen werden auf 3000 Gäste unter freiem Himmel und 1500 in Innenräumen beschränkt. 

12.56 Uhr: Zahlen auf Mallorca höher als gedacht

Wegen einer fehlerhaften Übertragung von Corona-Daten der Balearen an das spanische Gesundheitsministerium in Madrid sind die Infektionen einem Pressebericht zufolge tagelang zu niedrig ausgewiesen worden. So wurde die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit deutlich unter 50 angegeben, obwohl sie tatsächlich wohl deutlich höher lag. Nach den Daten der lokalen Gesundheitsbehörde ergebe sich eine Zahl von 120 bis 170. Für ganz Spanien liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 113. 

12.43 Uhr: Demo in Hannover

Wegen angekündigter Proteste gegen die staatliche Corona-Politik ist die Polizei mit einem Großaufgebot in Hannover. Rund eine halbe Stunde vor Beginn der Kundgebung hatten sich etwa 200 Gegner am Waterlooplatz eingefunden. Erwartet werden bis zum Abend etwa 2000 Menschen. Zudem  sind mehrere Gegendemonstrationen angemeldet. 

11.02 Uhr: Neuer Hotspot Garmisch-Partenkirchen

Der heftige Corona-Ausbruch im bayerischen Garmisch-Partenkirchen soll auf eine US-amerikanische Touristin zurückgehen. Die junge Frau soll in mehreren Lokalitäten unterwegs gewesen sein, obwohl sie Symptome hatte. Das sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Die so genannte Superspreaderin sei Anfang September oder Ende August nach Deutschland eingereist und soll mehrere Tage lang im Nachtleben unterwegs gewesen sein. Ob sie das Virus aus den USA mitgebracht hatte und möglicherweise die Quarantäne-Regeln missachtet hat, ist unklar.

In einer Unterkunft von US-Streitkräften, in der sie übernachtet hatte, wurden bislang 23 Menschen  positiv getestet. Insgesamt belief sich die Zahl der Neuinfektionen auf 33 an einem Tag. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 54 und damit über der kritischen Marke von 50 je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Landratsamt verhängte daraufhin Einschränkungen. So dürfen sich jetzt beispielsweise nur noch fünf Menschen in der Öffentlichkeit treffen.

10.06 Uhr: Nach Sardinien nur mit negativem Test

Die italienische Ferieninsel Sardinien verschärft wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Einreisebestimmungen. Ab Montag sind ankommende Passagiere aufgerufen, einen negativen Corona-Test vorzulegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Alternativ können Einreisende auch online erklären, selbst einen Schnelltest mit negativem Ergebnis durchgeführt zu haben. Wer ohne negatives Testergebnis einreist, kann sich übergangsweise innerhalb von 48 Stunden auf der Insel testen lassen, muss aber bis zum Ergebnis in häuslicher Quarantäne bleiben. 

Zudem gilt ab Montag auch im Freien eine Maskenpflicht, wenn der Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Während Sardinien im Juli kaum neue Infektionen verzeichnete, stiegen im August mit der Ankauft tausender Touristen auch die Fallzahlen. Am Freitag meldete die Insel 65 neue Fälle und die Gesamtzahl von aktuell 1337 Infizierten. Unter anderem waren im Nachtlokal des ehemaligen Formel-1-Managers Flavio Briatore etwa 60 Fälle gemeldet worden.

7.12 Uhr: 1630 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1630 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Krise haben sich in Deutschland 258.480 Menschen infiziert. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 9347. Das sind fünf mehr als noch am Vortag. Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl der wöchentlich erfassten Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden gut eine Million Tests gezählt. Das sind etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt bei 1,0 (Vortag 0,9). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen Menschen ansteckt. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt laut RKI bei 1,11 (1,04).

Freitag, 11. September

19.49 Uhr: Bundespolizei ermahnt täglich mehr als 3000 Reisende ohne Maske

Beamte der Bundespolizei ermahnen pro Tag bundesweit zwischen 3000 und 4000 Reisende zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. „Die Bundespolizei unterstützt die zuständigen Gesundheitsämter seit Wochen in großem Umfang bei der Durchsetzung der Maskenpflicht auf Bahnhöfen und in Zügen“, sagte Bundespolizei-Präsident Dieter Romann am Freitag. In den allermeisten Fällen stoße sie bei den Reisenden auf Verständnis. 

Für Ordnungswidrigkeitsverfahren und die Durchsetzung der Covid-19-Eindämmungsverordnungen sind die Landesbehörden zuständig. Die Deutsche Bahn kann Maskenverweigerer zum Verlassen ihrer Züge auffordern. Um ihr Hausrecht durchzusetzen, kann die Bundespolizei hinzugezogen werden. 

Die Bundespolizei wies darauf hin, dass dieses Verfahren nicht nur in Fernzügen, sondern in allen Zügen der Deutschen Bahn Anwendung finde, sowie in Zügen anderer Verkehrsunternehmen, die auf den Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes verkehren. Notfalls könne auch mit gebührenpflichtigen Platzverweisen und der Übermittlung der Personalien an die Gesundheitsämter reagiert werden.

19.16 Uhr: Spahn mahnt respektvolle Debatte in Corona-Krise an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in der Corona-Krise eine respektvolle Debattenkultur angemahnt. Zudem forderte er Kritiker auf, sich nicht in ihre WhatsApp- oder Facebook-Blase zurückzuziehen. Kontroverse Diskussionen seien nötig, die Frage aber sei, wie diese Debatten geführt werden, sagte Spahn am Freitag bei einem Gesundheitsforum in Hannover. Wichtig sei, einen gemeinsamen Nenner zu finden, in der Sache zu streiten und aufeinander acht zu geben. Den Ton der Debatte sollten nicht Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen wie in Berlin vorgeben. Spahn selber war Ende August bei einem Wahlkampftermin angeschrien und bespuckt worden. 

„In der Pandemie wünsche ich mir auch, dass wir Deutschen wahrnehmen, was wir zusammen erreicht haben“, sagte Spahn. Dass Deutschland im Vergleich zu Nachbarländern in der Pandemie vergleichbar gut dastehe, sei auch dem Gesundheitssystem zu verdanken und dem Einsatz der Bürgerinnen und Bürger. Es müsse auch ein Stolz für das Erreichte entwickelt werden und am Zusammenhalt festgehalten werden.

18.52 Uhr: Proteste gegen staatliche Corona-Maßnahmen in mehreren Städten

In mehreren deutschen Städten wollen am Samstag erneut Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstrieren. In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist nach Angaben der Stadt eine Protestaktion mit bis zu 3000 Teilnehmern angemeldet worden. In Hannover wollen sich den 2000 Gegnern der staatlichen Corona-Auflagen etwa 1600 Gegendemonstranten gegenüberstellen - etwa vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) unter dem Motto „Für Gesundheitsschutz und gegen Verschwörungstheorien“. 

In München darf eine geplante Demonstration nicht so stattfinden wie von den Veranstaltern geplant. Das Verwaltungsgericht München bestätigte am Freitagnachmittag die Entscheidungen der Stadt, wonach die geplante Demo unter strikten Auflagen auf der Theresienwiese erlaubt ist - allerdings nur mit 1000 Teilnehmern. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt. 

Gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts können die Veranstalter nun Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen. Ein Sprecher kündigte am Freitagabend an, dies zu tun und im Zweifel auch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einzuschalten.

16.55 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

Bielefeld

aktuell infiziert: 55

Fälle insgesamt: 783 (+5)

davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 45 (-1)

Fälle insgesamt: 2897 (+2)

davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 34 (-4)

Fälle insgesamt: 858 (+2)

davon Todesfälle: 34

Kreis Herford

aktuell infiziert: 20 (+4)

Fälle insgesamt: 573 (+4)

davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 36 (-6)

Fälle insgesamt: 761 (+1)

davon Todesfälle: 13

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 35 (-6)

Fälle insgesamt: 920 (+2)

davon Todesfälle: 31

Kreis Höxter 

aktuell infiziert: 9

Fälle insgesamt: 418 (+1)

davon Todesfälle: 18

16.27 Uhr: Mehr als 300 Menschen bei NRW-Sportveranstaltungen möglich 

Bei Sportveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen sollen von der kommenden Woche an mehr als 300 Zuschauer erlaubt werden. Das teilte die Staatskanzlei nach einem Sport-Gipfel von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag mit zahlreichen Funktionären verschiedener Sportarten mit. Dabei ging es auch um den Spitzensport jenseits der Fußball-Bundesliga. „Bevor wir über Zuschauer bei der Fußball-Bundesliga entscheiden, brauchen wir ein klares Signal für den Breitensport“, hatte Laschet im Vorfeld gesagt.

Eine genaue Zahl von Zuschauern  gab die Landesregierung zunächst nicht bekannt. „Bei regionalen Ligen und bei regionalen, nationalen sowie internationalen Sportwettkämpfen wird es wieder möglich sein – unter Beachtung notwendiger Hygiene- und Schutzmaßnahmen und der Kapazitäten der Sportstätte – mehr Zuschauerinnen und Zuschauer in Stadien und Sporthallen zuzulassen“, hieß es in der Mitteilung.

16.10 Uhr: Vize-Regierungschef möchte Coronaschutzverordnung in NRW entrümpeln

Der stellvertretende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) möchte die stetig angewachsene Coronaschutzverordnung auf das Wesentliche beschränken. „Wir brauchen eine transparente, schlanke und für die Bürgerinnen und Bürger leicht nachvollziehbare Verordnung“, sagte der FDP-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. In den vergangenen sechs Monaten sei die bisherige Verordnung auf inzwischen 19 Seiten, 19 Paragrafen und 41 Bußgeld-Tatbestände angewachsen. Die aktuelle Version gilt zunächst noch bis einschließlich Dienstag nächster Woche.

14.35 Uhr: Gut 10.000 Kitas in Corona-Kita-Register angemeldet

Mehr als 10.000 Kitas und Tagespflegepersonen haben sich seit der Einrichtung des Kita-Registers zur Erforschung der Corona-Bedingungen in der Kinderbetreuung inzwischen in das Verzeichnis eingetragen. Das teilte das Deutsche Jugendinstitut (DJI) am Freitag mit. In dem Internet-Portal können sich seit dem 11. August Betreuungseinrichtungen und Tagesmütter anmelden, um dann an regelmäßigen Befragungen zum Infektionsgeschehen und den Kapazitäten in ihrer Einrichtung teilzunehmen. 

An der ersten Befragungsrunde zwischen dem 11. August und dem 3. September nahmen demnach rund 6800 Kitas und Tagespflegestellen bundesweit teil. Die Einrichtungen wurden gebeten, auf einer Skala von 1 (leicht) bis 6 (schwer) anzugeben, wie schwierig es für sie zum aktuellen Zeitpunkt ist, eine bedarfsgerechte Betreuung zu gewährleisten. Im Schnitt gaben die Teilnehmer eine Note 2,3.

Von Gruppen- oder Kita-Schließungen wegen Corona-Fällen oder Verdachtsfällen berichteten weniger als ein Prozent der befragten Einrichtungen. Etwa zwei Prozent der Fachkräfte in den am Register teilnehmenden Einrichtungen arbeiteten nach Angaben des Jugendinstituts wegen Corona zunächst nicht mehr mit Kindergruppen. Weitere zwei Prozent könnten ihrer Tätigkeit zurzeit gar nicht mehr nachgehen, hieß es. 

Mit dem Kita-Register soll die seit der stufenweisen Wiederöffnung der Kitas laufende „Corona-Kita-Studie“ unterstützt werden.

13.52 Uhr: Frankfurt gegen Arminia vor 6500 Fans

Eintracht Frankfurt darf den Saisonauftakt in der Fußball-Bundesliga gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld vor 6500 Zuschauern bestreiten . Die Hessen erhielten am Freitag vom zuständigen Gesundheitsamt der Mainmetropole die entsprechende Genehmigung für die Partie am 19. September in der heimischen Arena.

Zuvor hatte bereits Ligarivale RB Leipzig grünes Licht für Heimspiele vor bis zu 8500 Fans erhalten. Eine bundeseinheitliche Freigabe für die teilweise Zuschauer-Rückkehr in die Stadien wird nicht vor Ende Oktober erwartet.

Die Zulassung für die Frankfurter von 6500 Besuchern gilt in der gleichen Größenordnung auch für das zweite Saison-Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am 3. Oktober. In Hessen gilt eigentlich eine Beschränkung von maximal 250 Personen für Großveranstaltungen im Freien.

12.45 Uhr: Österreich verschärft Maskenpflicht

Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Maßnahmen wieder. Von Montag an muss ausnahmslos in allen Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie die Regierung am Freitag in Wien mitteilte. Das gilt auch für Beschäftigte in Lokalen. Außerdem dürfen Speisen und Getränke in Innenbereichen nur noch an Sitzplätzen serviert werden.

Bei Veranstaltungen sind draußen nur noch 3000 Besucher statt derzeit bis zu 10.000 erlaubt. In Innenräumen sind nur noch 1500 statt 5000, ohne zugewiesene Plätze nur 50 Gäste zugelassen. Kinder müssen in der Schule außerhalb ihrer Klassenzimmer Maske tragen.

11.50 Uhr: Kassenärzte-Verbandschef will «Panikmodus ausschalten»

Der Chef des Kassenärzte-Verbandes, Andreas Gassen, hält eine Lockerung der Corona-Regeln für möglich , etwa für Stadien. «Man kann den Panikmodus ausschalten», sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) dem Wirtschaftsmagazin «Business Insider».

Es gebe derzeit keine Corona-Hotspots mit explosionsartig steigenden Infektionszahlen, die Zahlen der Intensivpatienten und der Sterbefälle seien auf niedrigem Niveau. «Die Zahlen geben Anlass, Corona-Maßnahmen zu überdenken, ohne leichtsinnig zu werden.»

Konkret bezog sich Gassen auf Veranstaltungen. «Mir leuchtet nicht ein, warum in einem Stadion für bis zu 60.000 Menschen nicht Veranstaltungen mit 5000 bis 8000 Menschen Platz finden können, wie es Ende August in der Waldbühne in Berlin ja erfolgreich praktiziert wurde.» Entscheidend sei hierbei lediglich, wie man Nadelöhre mit engen Kontakten vermeide, damit das Ansteckungsrisiko minimiert werde.

9.40 Uhr: Fehler in neustem iOS kann Risikobewertung der Corona-App verfälschen

Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes bekommen auf iPhone-Modellen mit der neusten Betriebssystem-Version iOS 13.7 unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt, als sie tatsächlich hatten. Darauf haben die Entwickler der App heute in einem Blogeintrag hingewiesen. In der neuen Version könne es "bei einer geringen Zahl von Nutzern zu irreführenden Risiko-Berechnungen kommen" heißt es darin.

Nutzer der Anwendung auf Android-Geräten sowie auf iPhones mit einem älteren iOS (bis einschließlich Version 13.6.1) seien von diesem Fehler nicht betroffen. Nach Auskunft der Entwickler wird mit Hochdruck gemeinsam mit Apple an einer Lösung gearbeitet.

8.50 Uhr: "Theater im Park" in Bad Oeynhausen mit Hygienekonzept

Für den  Beginn der neuen Spielzeit im Theater im Park in Bad Oeynhausen sind die Verantwortlichen bestens gerüstet: Jetzt wurde das coronabedingt benötigte Hygiene- und Sicherheitskonzept vorgestellt . Drei Veranstaltungen stehen bereits im September auf dem Programm. Auf den Saisonauftakt mit der Show „Night Fever“, einem Akustik-Konzert mit Melodien der Bee Gees, am Freitag, 18. September, folgen die Theaterproduktionen „Gott“ (25. September) und „Zweikampfhasen“ (30. September).

„Bis auf Weiteres gilt bei den Veranstaltungen im Theater im Park eine maximale Besucherzahl von 300 Gästen“, sagte Beate Krämer, Geschäftsführerin der Staatsbad GmbH.

7.20 Uhr: Rekordwerte in Frankreich

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter und hat einen neuen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden wurden am Donnerstag 9843 neue Fälle von Covid-19 verzeichnet, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Gesundheitsministerium meldete. Dies sei die höchste Zahl in Frankreich seit Beginn der Pandemie. Frankreich ist mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern eines der am stärksten von Corona betroffenen Länder in Europa. An diesem Freitag will die Regierung über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten. Der wissenschaftliche Beirat forderte die Regierung zum Handeln auf.

Viele Ärzte befürchten, dass die Intensivstationen im Herbst - wie bereits im März - überlastet sein könnten. Derzeit sind bereits große Versammlungen verboten. In einigen Städten sind Masken auf öffentlichen Plätzen und sogar auf den Straßen vorgeschrieben.

6.32 Uhr: Deutschland profitiert laut Prognose von Schlüssel für Corona-Hilfen

Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein.

Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik 7,27 Prozent der Zuschüsse aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität bekommen. Dies entspricht rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro.

5.10 Uhr: 1484 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1484 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 256.850 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag auf seiner Homepage bekannt gab (Stand 11.9., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9342. Das ist einer mehr als noch am Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 230.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 0,9 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Donnerstag, 10. September

20.57 Uhr: Radiopreis-Gala ohne Publikum

Sänger Milow hat gemeinsam mit den Radiophilharmonikern des Norddeutschen Rundfunks (NDR) die diesjährige Gala zur Verleihung des Deutschen Radiopreises in Hamburg eröffnet. Moderiert wird der Abend von Barbara Schöneberger. Coronabedingt ist an diesem Abend kein Publikum dabei. Im Saal sitzen vor allem die Nominierten und ihre Laudatoren. 

19.12 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

(in Klammern der Vergleich zum Vortag)

Bielefeld

aktuell infiziert: 55 (+1)

Fälle insgesamt: 778 (+5)

davon Todesfälle: 7

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 46 (+7)

Fälle insgesamt: 2895 (+9)

davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 38 (-6)

Fälle insgesamt: 856 (+3)

davon Todesfälle: 34

Kreis Herford

aktuell infiziert: 16 (+4)

Fälle insgesamt: 569 (+6)

davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 42 (+10)

Fälle insgesamt: 760 (+10)

davon Todesfälle: 13

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 41 (+5)

Fälle insgesamt: 918 (+5)

davon Todesfälle: 31

Kreis Höxter 

aktuell infiziert: 9 (-2)

Fälle insgesamt: 417 (+1)

davon Todesfälle: 18

17.57 Uhr: Entlastungen für Familien und Steuerzahler

Trotz großer Belastungen für die Staatskasse durch die Corona-Krise sollen Familien und Steuerzahler im kommenden Jahr finanziell wie geplant entlastet werden. Am Donnerstag hat der Bundestag zum ersten Mal über das sogenannte Familienentlastungsgesetz beraten. Es sieht eine Erhöhung des Kindergeldes ab Januar um 15 auf 219 für das erste und zweite Kind vor. Zudem sind höhere Freibeträge zur steuerlichen Entlastung geplant.

16.34 Uhr: Milliarden an Steuereinnahmen fehlen

Die Erholung nach der Corona-Krise kommt zögerlicher als gedacht . Bund, Länder und Kommunen müssen im kommenden Jahr wohl noch einmal mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen, als im Mai erwartet. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass erst 2022 das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist, wie das Finanzministerium in Berlin bekanntgab.

15.53 Uhr: Ein neuer Corona-Fall an Bielefelder Severing-Schule

Die Testergebnisse aller am Montag abgestrichenen Personen in der Carl-Severing-Berufsschule sind laut Stadtverwaltung negativ. Es gibt jedoch einen neuen Fall in einer anderen Klasse. An diesem Donnerstag werden deshalb zwölf Personen abgestrichen. Insgesamt sind der Stadtverwaltung am Donnerstag fünf Neuinfektionen gemeldet worden. Damit sind seit März 778 Bielefelder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Infektiös sind zurzeit 55 Menschen, also einer weniger als am Mittwoch. 

Von den positiv Getesteten sind 716 Menschen genesen, damit fünf Bielefelder mehr als am Vortag. Die Zahl der positiv getesteten Reiserückkehrer – diese wird seit 17. Juli erhoben – liegt bei 102 (+2).

In Quarantäne befinden sich aktuell 398 Menschen, das sind 31 mehr als am Vortag. Die Neuinfektionsrate in den vergangenen sieben Tagen liegt bei 7,8 pro 100.000 Einwohner, das entspricht 26 Neuinfizierten.

14.19 Uhr: Wirtschaft erholt sich, Mieten nicht

Ohne eine zweite Viruswelle könnte die deutsche Wirtschaft Ende nächsten Jahres wieder das Vorkrisen-Niveau erreichen . Davon geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin aus. Die Produktion erhole sich, Exporte zögen teilweise wieder an. Kurzarbeit und andere staatliche Hilfen hätten Schlimmeres verhindert. Sorgen bereite aber der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Europa. Und auch gerade für Geringverdiener in Deutschland hat die Krise ein Problem nicht beseitigt: die steigenden Mieten.

9.45 Uhr: Inlandstourismus auch im Juli deutlich im Minus

Die Corona-Krise belastet weiterhin massiv die Geschäfte von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben in Deutschland. Im Juli wurden 45,4 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste gezählt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das war ein Minus von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Vor allem Reisende aus dem Ausland fehlten, die Zahl der Übernachtungen brach um 56,7 Prozent ein. Besser sah es bei Gästen aus dem Inland aus - mit einem Rückgang um 14,9 Prozent auf 40,6 Millionen Übernachtungen. 

Von Januar bis Juli verbuchten Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte, Campingplätze und andere Unterkünfte insgesamt 162,5 Millionen Übernachtungen - ein Rückgang von 42,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Seit Mitte März galt wegen der Pandemie ein Übernachtungsverbot für privatreisende Gäste. Das Verbot wurde je nach Bundesland ab Mai aufgehoben. 

9.09 Uhr: Passagierzahl der NRW-Flughäfen steigt allmählich

Die Passagierzahl der Flughäfen in Nordrhein-Westfalen ist nach einem tiefen Einbruch durch die Corona-Krise im Juli wieder gestiegen. Sie sind aber in dem wichtigen Ferienmonat noch meilenweit vom Vorjahresniveau entfernt gewesen, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Demnach flogen im Juli 2020 von den sechs
Hauptverkehrsflughäfen in NRW insgesamt 640 600 Passagiere ab. Das waren demnach zwar rund viermal so viele Fluggäste wie im Vormonat Juni, aber 73,3 Prozent weniger als im Juli 2019. Die meisten Passagiere (576 159) flogen ins Ausland (−71,7 Prozent). Bei den Inlandsflügen (64 441) war das Minus noch höher (−82,2 Prozent). 

6.02 Uhr: Trump kannte die gravierenden Risiken des Coronavirus

Knapp zwei Monate vor der Wahl in den USA hat sich Präsident Donald Trump selbst in Bedrängnis gebracht durch sein Eingeständnis , die Corona-Gefahr heruntergespielt zu haben.

Trump sagte am Mittwoch (Ortszeit) in Washington zu seiner Verteidigung, er habe damit Panik vermeiden und Führungsstärke zeigen wollen. Zuvor hatten erstmals veröffentlichte Mitschnitte aus Interviews zu Beginn der Pandemie den Präsidenten in Erklärungsnot gebracht. Sein Herausforderer im Rennen ums Weiße Haus, der Demokrat Joe Biden, warf Trump umgehend vor, das amerikanische Volk belogen zu haben und für den Tod Zehntausender US-Bürger verantwortlich zu sein.

5.58 Uhr: 1892 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 255.366 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 10.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9341. Das sind drei mehr als noch am Vortag. 

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Mittwoch bei 0,88 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen. 

Mittwoch, 9. September

20.45 Uhr: Reisewarnungen für weitere Gebiete in Europa: Genf und Prag betroffen

Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für weitere Regionen in Europa ausgesprochen. Betroffen sind den Mitteilungen vom Mittwochabend zufolge etwa Genf, Prag, Dubrovnik oder die Insel Korsika. 

So wurden bereits bestehende Reisewarnungen für Teile von Frankreich ausgeweitet. Demnach wird nun wegen der hohen Infektionszahlen auch vor Reisen nach Korsika sowie in die Regionen Île-de-France, Provence-Alpes-Côte-d’Azur, Auvergne-Rhônes-Alpes, Occitanie und Nouvelle-Aquitaine gewarnt. Zuvor galten wegen der gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen bereits Reisewarnungen für die Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur an der Mittelmeerküste. 

Ebenso warnt das Auswärtige Amt nun vor Reisen in die Schweizer Kantone Genf und Waadt. Auch die tschechische Hauptstadt Prag steht jetzt mit auf der Liste. Zudem kamen weitere Gebiete in Kroatien hinzu: Dubrovnik-Neretva und Požega-Slawonien. Zuvor waren bereits die Regionen Zadar, Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien betroffen. 

20.18 Uhr: Zahl der Corona-Tests sinkt - Weiter hoher Rückstau

Erstmals seit Juni hat die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50 000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt. In jener Woche waren noch weniger als eine halbe Million Tests erfasst worden, seither war ihre Zahl stetig gestiegen. Der Anteil positiver Testergebnisse sank in den vergangenen fünf Wochen von 1,00 auf 0,74 Prozent. 

Der Rückstau an PCR-Proben habe seit der Woche vom 3. bis 9. August stark zugenommen, hieß es vom RKI auch. In der Woche bis 6. September gaben demnach 66 Labore einen Rückstau von insgesamt 29 964 abzuarbeitenden Proben an. 44 Labore hätten Lieferschwierigkeiten für Reagenzien genannt. 

18.25 Uhr: Fastnachtssitzungen und Umzüge in Mainz fallen wegen Corona aus

In der Fastnachts-Hochburg Mainz wird es wegen der Coronavirus-Pandemie wohl keine Sitzungen und Umzüge geben. Die Mainzer Fastnacht eG, ein Zusammenschluss der wichtigsten örtlichen Vereine und Garden, empfahl seinen Mitgliedsorganisationen, auf alle größeren Veranstaltungen zu verzichten. Unabhängig vom Infektionsgeschehen gebe es offensichtlich derzeit auch kein Publikum, erklärte Vorstandssprecher Markus Perabo am Mittwoch: „Daher können wir niemandem empfehlen, Zeit, Geld und Herzblut dafür zu investieren.“ Die endgültige Absage muss noch von den jeweils zuständigen Vereinen beschlossen werden. Im benachbarten Nordrhein-Westfalen mit den Hochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen steht eine Entscheidung noch aus. 

Seine Empfehlung stützt der Dachverband nach eigenen Angaben unter anderem auf die Ergebnisse einer Umfrage, an der rund 10.000 Fastnachts-Interessierte teilgenommen hatten. Dabei hatten über 80 Prozent der Befragten ausgeschlossen, dass sie in den kommenden Monaten zu einer Fastnachtssitzung gehen könnten.

18.15 Uhr: Tui ebnet Weg für weitere Corona-Milliardenhilfe

Der weltgrößte Reisekonzern Tui hat die Voraussetzung für eine weitere staatliche Milliarden-Hilfe zur Überbrückung des coronabedingten Geschäftseinbruchs geschaffen.

Die Inhaber einer Anleihe hätten der Aussetzung einer vertraglichen Bedingung zugestimmt, die eine künftige Verschuldungsbegrenzung vorgesehen habe, teilte der Konzern mit. An die Aussetzung war eine zusätzliche Kreditlinie der Förderbank KfW von rund 1,2 Milliarden Euro gebunden.

Der Tourismuskonzern kämpft wegen der Auswirkungen der Corona-Krise mit tiefroten Zahlen. Um die Krise zu überstehen, hat sich Tui nun Staatshilfen im Umfang von drei Milliarden Euro gesichert. Ein im April gewährter Kredit der KfW über 1,8 Milliarden Euro soll um 1,05 Milliarden Euro aufgestockt werden. Überdies sollen 150 Millionen Euro über eine Wandelanleihe an Tui gehen, die der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes zeichnet.

17.28 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

(in Klammern der Vergleich zum Montag)

Bielefeld

aktuell infiziert: 56 (-4)

Fälle insgesamt: 773 (+1)

davon Todesfälle: 7

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 39 (-1)

Fälle insgesamt: 2884 (+3)

davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 44

Fälle insgesamt: 853 (+3)

davon Todesfälle: 34

Kreis Herford

aktuell infiziert: 16 (+4)

Fälle insgesamt: 569 (+6)

davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 33 (+1)

Fälle insgesamt: 751 (+1)

davon Todesfälle: 13

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 36 (+3)

Fälle insgesamt: 913 (+4)

davon Todesfälle: 31

Kreis Höxter 

aktuell infiziert: 11 (+3)

Fälle insgesamt: 416 (+3)

davon Todesfälle: 18

16.25 Uhr: EU will von Biontech bis zu 300 Millionen Impfstoff-Dosen

Im Kampf gegen das Coronavirus will die EU-Kommission von der Mainzer Firma Biontech bis zu 300 Millionen Einheiten Impfstoff bestellen

Im Idealfall sollen noch vor Jahresende die ersten Impfstoff-Dosen in Europa verfügbar sein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss von Tests und die Zulassung des Impfstoffs, die der Hersteller bereits im Oktober beantragen will.

Nur Impfstoffe werden aus Sicht von Experten die weltweite Pandemie letztlich eindämmen und weitere verheerende wirtschaftliche Folgen vermeiden. Die EU-Kommission sondiert deshalb schon jetzt mit Pharmaherstellern. Inzwischen hat sie Gespräche mit sechs Firmen abgeschlossen.

14.25 Uhr: 1176 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1176 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 253 474 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.9., 0.00 Uhr). Bis Mittwochmorgen hatten etwa 228 000 Menschen die Infektion überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9338. Das sind neun weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstag bei 1,10 (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,98 (Vortag: 0,95). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen. 

14.10 Uhr: Pauschale Reisewarnung für gut 160 Länder nur noch bis Ende September

Die pauschale Reisewarnung für fast alle gut 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums wird am 30. September enden. Vom 1. Oktober an soll es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts dann auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr. 

An der Möglichkeit zu reisen werde sich damit praktisch wohl wenig ändern, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Allerdings werde zu einem differenzierten System übergegangen. Es werde wohl so sein, dass für Länder, die als Risikogebiete gelten, weiter eine Reisewarnung gelten könne.

13.15 Uhr: UN: Pandemie bremst Klimawandel nicht merklich aus

Die Corona-Pandemie hat den Klimawandel einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge nicht merklich ausgebremst. Zwar seien die weltweiten Kohlenstoffdioxid-Emissionen im April angesichts der Corona-Beschränkungen um rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, hieß es in einem am Mittwoch in New York von mehreren UN-Organisationen veröffentlichten Bericht. Schon Anfang Juni hätten die täglichen CO2-Emissionen aber nur noch rund fünf Prozent unter denen von 2019 gelegen. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Autoren des Berichts eine Minderung von vier bis sieben Prozent gegenüber den Vorjahreswerten.Die Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre sei unterdessen weiter gestiegen, heißt es in dem Bericht. Daran werde wahrscheinlich auch die leichte Minderung der Emissionen in diesem Jahr nur wenig ändern.

11.38 Uhr: SCP-Trainer Baumgart: Corona ändert Finanzgebaren nicht

Steffen Baumgart, Trainer des Fußballzweitligisten SC Paderborn 07, glaubt nicht an Veränderungen beim Finanzgebaren im Fußball durch die Corona-Krise. Das sei schwierig, weil sich das Denken der Menschen eher nicht verändere, sagte der 48-Jährige im Interview der „Süddeutschen Zeitung“ am Mittwoch.  

10.04 Uhr: Studie: Corona-Krise kostet Autobranche weltweit Milliarden

Die Corona-Krise hat die Autobranche weltweit Milliarden gekostet und tief in die roten Zahlen gedrückt.

Einer Analyse des Beratungsunternehmens EY zufolge summierten sich die operativen Verluste der 17 größten Autokonzerne im zweiten Quartal auf fast elf Milliarden Euro - nach knapp 22 Milliarden Euro Gewinn im zweiten Quartal des Vorjahres. Nur sechs Hersteller mussten keine roten Zahlen verbuchen, einzig Tesla schnitt im Zeitraum April bis Juni sogar besser ab als im Vorjahr und sprang laut EY auch gleich an die Spitze der Rangliste der profitabelsten Autokonzerne.

8.12 Uhr: Veranstalter im Kreis Höxter bangen um ihre Existenz

Abgesagte Volksfeste, Konzerte und Messen, kaum Theater, und dabei wenig finanzielle Unterstützung: Die Veranstaltungsbranche fühlt sich im Stich gelassen und wird auch im Kreis Höxter von der Corona-Krise hart getroffen.

Die hohen Kosten für Löhne, Versicherungen, Altersvorsorge und Gewerbesteuer belasten die Firmen. Und die Einnahmen fallen 2020 fast alle weg.

6.18 Uhr: NRW lockert Testpflicht für Fleischindustrie

Die NRW-Landesregierung hat die von der Fleischindustrie beklagte strenge Corona-Testpflicht gelockert. Nach den  massenhaften Ansteckungen im Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück Mitte Juni mussten Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitern ihre Beschäftigten bislang in der Regel zwei Mal pro Woche testen lassen.

Ein Test gilt als ausreichend, wenn zuvor zwei negative Ergebnisse für alle Produktionsmitarbeiter vorlagen. Die am 29. August in Kraft getretene neue Landesverordnung sieht nun aber Ausnahmen vor.

Dienstag, 8. September

18.49 Uhr: Deutlicher Anstieg der Corona-Fälle in Großbritannien

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Großbritannien wieder deutlich angestiegen. In den vergangenen Tagen gab es jeweils fast 3000 bestätigte Neuinfektionen pro Tag, wie aus den offiziellen Zahlen der Regierung von Dienstag hervorgeht. Das ist der höchste Stand seit Ende Mai.

Derzeit stecken sich vor allem junge Menschen mit dem Virus an. Das erklärt auch den bislang niedrigen Anstieg der Todesfälle, da Covid-19 bei Jüngeren oft glimpflicher verläuft. «Töte nicht deine Oma, indem du dir das Coronavirus einfängst und sie ansteckst», warnte Gesundheitsminister Matt Hancock im Sender BBC und appellierte an die Briten, Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten und sich nicht in größeren Gruppen zu versammeln.

Experten sehen die Zahlen mit Sorge und warnen vor einer zweiten Welle. «Die Menschen haben sich zu sehr entspannt», sagte der britische Epidemiologe und Gesundheitsberater Jonathan Van-Tam der BBC. Auch ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO sagte dem Sender Sky News, er rechne mit weiteren Spitzen der Fallzahlen in Großbritannien.

17.40 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL
(in Klammern der Vergleich zum Montag)

Sieben der 17 Neuinfektionen in OWL wurden aus Bielefeld gemeldet. Dort ist auch die höchste Zahl an akut Infizierten registriert.

Bielefeld
aktuell infiziert: 60 (+3)
Fälle insgesamt: 772 (+7)
davon Todesfälle: 7

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 40 (-4)
Fälle insgesamt: 2881 (+1)
davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 44 (+1)
Fälle insgesamt: 850 (+1)
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford
aktuell infiziert: 12 (+1)
Fälle insgesamt: 563 (+1)
davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 32 (+2)
Fälle insgesamt: 750 (+2)
davon Todesfälle: 13

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 33 (+4)
Fälle insgesamt: 909 (+5)
davon Todesfälle: 31

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 8
Fälle insgesamt: 413
davon Todesfälle: 18

17.28 Uhr: Antisemitische Vorfälle bei 123 Corona-Demonstrationen gezählt

Bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen ist es nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) zu etlichen antisemitischen Vorfällen gekommen. Allein im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Juni hat es bei 123 solcher Kundgebungen und Demonstrationen antisemitische Äußerungen gegeben, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des RIAS-Bundesverbands hervorgeht. Dazu gehören etwa die antisemitische Bezugnahme auf den Nationalsozialismus oder die Verwendung von antisemitischen Verschwörungsmythen.

17.06 Uhr: «Coronavirus-Update» mit neuer Expertin - Hoffnung für den Herbst

Masken, Handhygiene und Hustenetikette könnten in diesem Herbst und Winter neben dem Schutz vor Corona auch dafür sorgen, dass bestimmte andere Infektionskrankheiten zurückgehen. Eine schon ältere Studie aus Hongkong mache ihr da «ein bisschen Hoffnung», sagte die neue Gesprächspartnerin im vielbeachteten NDR-Podcast «Coronavirus-Update», die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek.

Die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt wechselt sich mit dem Berliner Virologen Christian Drosten künftig wochenweise ab. Am Dienstag gab die Frankfurterin ihren Einstand als Interviewpartnerin.

Die Hongkonger Wissenschaftler hatten im Jahr 2003, als Sars - ebenfalls ein Coronavirus - grassierte, die Zahl von Atemwegsinfektionen mit der in den Vorjahren verglichen. Aus Angst, sich anzustecken, hätten in Asien damals die meisten Menschen die sogenannten AHA-Regeln befolgt, sagte Ciesek. Die Frage war: «Was hatte das für einen Einfluss auf andere Viren?»

Verglichen wurden die Daten für vier Erreger, darunter den der Grippe. «Man hat gesehen, dass das Verhalten dazu geführt hat, dass diese Infektionen alle deutlich zurückgingen in den Monaten», sagte Ciesek. Es habe sogar ein Kontrollvirus gegeben: Hepatitis B. Hier gingen die Zahlen nicht zurück - das Virus wird nicht über die Luft, sondern über Sexualkontakte übertragen. «Die Studie gibt mir ein bisschen Hoffnung für den Herbst/Winter», sagte Ciesek. «Ich denke schon, dass man sicherlich durch die AHA-Regeln auch andere Virusinfektionen seltener sehen wird».

Dennoch sei es sehr wichtig, dass sich die Risikogruppen impfen lassen. Welche Personengruppen geimpft werden sollten, sei abhängig von der Menge der verfügbaren Dosen, sagte Ciesek. Der Vorschlag, auch alle Kinder gegen Grippe zu impfen, sei «sicher eine gute Idee», aber nur, wenn der Impfstoff dafür reicht. «Das ist ganz wichtig, dass man jetzt genaue Kriterien festlegt, damit die Dosen möglichst sinnvoll verteilt werden», mahnte Ciesek an.

Verschiedene Infekte anhand ihrer Symptome zu unterscheiden sei «total schwer», so Ciesek. Klarheit bringe nur eine Laboruntersuchung. Da gebe es im Herbst eine Neuerung: die Multiplex-PCR. «Das heißt, Sie machen einen Abstrich und können dann im Labor verschiedene Erreger auf einmal testen - nicht nacheinander, sondern parallel.»

16.08 Uhr: Brinkhaus: Altmaier soll sich um die Schausteller im Land kümmern

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beide (CDU) dazu aufgefordert, mehr für die durch die Coronakrise getroffenen Schausteller zu tun. Altmaier solle für die Schausteller eine Lösung finden, sagte Brinkhaus am Dienstag in der Fraktionssitzung der Union Teilnehmerkreisen zufolge. Weil in den vergangenen sechs Monaten viele Volksfeste und Großveranstaltungen abgesagt wurden, ist die Veranstaltungsbranche in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Das Bündnis «#Alarmstufe Rot», ein Zusammenschluss von verschiedenen Initiativen und Vereinen aus der Veranstaltungswirtschaft, will an diesem Mittwoch in Berlin demonstrieren. Die Initiatoren fordern finanzielle Hilfen des Staates.

16.02 Uhr: Tennisturnier in Hamburg vor 2300 Zuschauern möglich

Das Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum kann vor bis zu 2300 Zuschauern gespielt werden. Das gab am Dienstag die Innenbehörde bekannt, nachdem die Hansestadt zuvor eine Anpassung der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen hatte. Auf der traditionsreichen Anlage finden vom 19. bis 27. September die Hamburg European Open der Männer statt.

Die Genehmigung von mehr als 1000 Zuschauern bei Sportveranstaltungen im Freien ist der neuen Verordnung nach in Einzelfällen künftig möglich, wenn das Event an einem Veranstaltungsort ohne geschlossene Dachkonstruktion mit möglichst mehr als 10 000 festen Sitzplätzen stattfindet, und wenn der Veranstaltungsort über gesicherte Zu- und Abgänge sowie eine unbegrenzte Frischluftzufuhr verfügt. Der Ausschank von Alkohol ist untersagt.

«Das traditionsreiche Tennisturnier am Rothenbaum wird die erste Sportveranstaltung mit einer größeren Zuschauerzahl in Hamburg sein. Ich freue mich, dass wir in diesem Fall über die Grenze von 1000 Besuchern hinausgehen können», sagte der Hamburger Sportsenator Andy Grote (SPD).

15.47 Uhr: NRW fördert Produktion von Corona-Tests - 18 Millionen für Qiagen

Das Biotechunternehmen Qiagen baut mit finanzieller Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen seine Produktionskapazitäten für Corona-Tests an seinem Standort Hilden bei Düsseldorf aus. Qiagen erhalte 18,3 Millionen Euro für die Erweiterung der Anlagen zur Produktion von Labordiagnostik, teilten NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag bei einem Besuch in Hilden mit.

Qiagen stellt Reagenzien und Geräte für Corona-Tests her. Derzeit arbeitet das Unternehmen an einem Schnelltest zum Nachweis von SARS-CoV-2-spezifischen Antigenen für den europäischen Markt. «Die Anzahl an Corona-Tests ist in den letzten Wochen stark ausgebaut worden, so ist es nur folgerichtig, dass die Landesregierung auch den Nachschub an Reagenzien im Blick behält», begründete Laumann die Landesförderung.

15.31 Uhr: OVG kippt Sexverbot in Bordellen und schlägt Nase-Mund-Schutz vor

Bordellbetreiber und Prostituierte können ihre Dienstleistungen in der Corona-Krise vorläufig wieder anbieten. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden. Die vom Land erlassene Coronaschutzverordnung ist damit im Bezug auf das Verbot von sexuellen Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten und Bordellen außer Vollzug gesetzt.

Die vollständige Untersagung aller sexuellen Dienstleistungen sei derzeit nicht mehr verhältnismäßig, heißt es in der Begründung des OVG. Geklagt hatte der Betreiber eines Erotik-Massagestudios aus Köln.

Das Land habe mittlerweile weitgehende Lockerungen in nahezu allen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen zugelassen. Aus diesem Grund sei nicht ersichtlich, warum dies nicht auch für sexuelle Dienstleistungen gelten solle. Ähnlich wie beim Sex werde auch beim Sport oder im Fitnessstudio heftig geatmet und vermehrt virushaltiges Aerosol verteilt. Auch sei nicht ersichtlich, warum die Gefahr bei sexuellen Dienstleistungen höher als bei privaten Feiern mit bis zu 150 Personen sein soll.

Infektionsgefahren bei sexuellen Dienstleistungen können nach Ansicht des OVG durch begleitende Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen gemindert werden. Auch seien weitere Maßnahmen denkbar, so das OVG in dem Beschluss. So sei in einem neuen Erlass des Landes eine Pflicht zur Begrenzung der Zahl der Kunden denkbar, Abstandsgebote und Desinfektionsintervalle für die Dienstleister, ebenso Vorgaben für regelmäßige Belüftung der Räume. Nach Ansicht des 13. OVG-Senats kommt auch eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Prostituierte und die Kunden in Betracht.

14.19 Uhr: Ministerin Gebauer: Weiter kein unkontrollierter Corona-Ausbruch an Schulen - 650 Lehrer und 7000 Schüler in Qurantäne

Auch einen Monat nach Ende der Sommerferien sind laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) keine unkontrollierten Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen festzustellen. «Auch nach der Aussetzung der Maskenpflicht im Unterricht sind unsere Schulen weiterhin sichere Orte», sagte Gebauer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf. «Die Maßnahmen zur Einhaltung von Hygiene und Infektionsschutz greifen.»

Seit dem Schuljahresbeginn am 12. August hätten 99 Prozent der Schüler in NRW an regulärem Unterricht im Klassenzimmer teilnehmen können. «Der Anteil der Lehrkräfte, deren Einsatz im Präsenzunterricht durch die Pandemie verhindert wird, liegt konstant unter vier Prozent und derzeit bei 3,3 Prozent. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem vergangenen Schuljahr.»

Zum Stichtag 2. September gab es nach Angaben des Ministeriums an fast 98 Prozent von weit über 4000 befragten Schulen in NRW regulären Unterricht im Klassenzimmer. Nur drei Schulen seien vollständig geschlossen gewesen, an 101 weiteren habe es Teilschließungen gegeben. Über einzelne pandemiebedingte Schulschließungen und weitere Maßnahmen vor Ort entscheiden die Gesundheitsämter.

650 Lehrkräfte befanden sich den Angaben zufolge in Quarantäne, bei 63 von ihnen sei eine Corona-Infektion bestätigt worden. Unter den Schülern der befragten Schulen seien fast 7100 zum Stichtag in Quarantäne gewesen; bei 276 von ihnen sei eine Corona-Infektion bestätigt worden.

Gebauer dankte erneut dem gesamten Schulpersonal und den «Schülerinnen und Schülern, die sich in dieser Ausnahmesituation so vorbildlich und diszipliniert verhalten, um sich und ihre Mitmenschen zu schützen».

13.22 Uhr: Zahl der Arbeitsstunden fällt auf historisches Tief

In Deutschland wurden seit der Wiedervereinigung in einem Quartal noch nie so wenige Arbeitsstunden geleistet wie im zweiten Vierteljahr 2020. Das ermittelte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

«Die Arbeitszeit ist vor allem durch Kurzarbeit, Abbau der Zeitguthaben auf den Arbeitszeitkonten, Freistellungen und weniger Überstunden gesunken», sagte der Leiter des Forschungsbereiches Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen beim IAB, Enzo Weber. Das Arbeitsvolumen sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 13,3 Milliarden Stunden gesunken.

12.16 Uhr: Wie bedrohlich ist die Lage in Westeuropa?

Frankreich, Italien, Dänemark - um uns herum scheint sich die Corona-Lage zuzuspitzen. Bedrohliche Werte an Neuinfektionen werden gemeldet. Wie lange kann die Situation in Deutschland noch vergleichsweise ruhig bleiben?

Eine Prognose, bis zu welcher Grenze sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen hierzulande noch kontrollieren lässt und wann eine massenhafte Ausbreitung beginnt, ist dem Berliner Virologen Christian Drosten zufolge kaum möglich. «Das ist ganz schwer einzuschätzen, ab wann das passiert», sagte er kürzlich. Klar sei, dass es zu einem schlagartigen Effekt, einem Schwelleneffekt kommen könne.

11.10 Uhr: Eine Million weniger Kurzarbeiter

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im August nach Schätzung des Münchner Ifo-Instituts unter die Marke von fünf Millionen gefallen. Demnach waren bundesweit 4,6 Millionen Menschen in Kurzarbeit, eine Million weniger als im Juli teilte das Ifo-Institut am Dienstag mit.

Damit ist die Zahl der Kurzarbeiter nach wie vor sehr hoch, aber seit dem coronabedingten weitgehenden Stillstand der Industrie im Frühjahr schon wieder deutlich zurückgegangen . Im Mai waren es noch über 7 Millionen Kurzarbeiter.

10.31 Uhr: CSU pocht vor «Autogipfel» auf Kaufprämien für Verbrenner

Mitten in der Corona-Krise berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Autoindustrie über die schwierige Lage der deutschen Schlüsselbranche und zentrale Zukunftsfragen.  Schwerpunkte einer Videokonferenz am Abend (19.00 Uhr) sollen strategische Fragen sein wie Digitalisierung, Vernetzung und autonomes Fahren. Allerdings belastet die Corona-Krise die Autoindustrie, die Nachfrage ist zurückgegangen.

Viele Firmen, vor allem Zulieferer, kämpfen mit großen Problemen. Deswegen sind vor den Beratungen Forderungen nach einer stärkeren Unterstützung aufgekommen. Die Autoindustrie beschäftigt direkt mehr als 800.000 Menschen in Deutschland.

Kurz vor dem «Autogipfel» pocht die CSU angesichts der Krise in der Autoindustrie auf Kaufprämien auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Dies aber war am Widerstand vor allem der SPD-Spitze gescheitert.

8.19 Uhr: Deutschland Schlusslicht beim digitalen Lernen

Den Schulen in Deutschland ist der Übergang zum Online-Unterricht in der Coronakrise in einem internationalen Vergleich schwerer gefallen als in anderen Ländern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Eltern in Deutschland, Australien, Großbritannien, Italien, Kanada, Mexiko und Singapur im Auftrag des Technologieunternehmens Citrix.

Danach lief nur bei jedem zehnten Schüler in Deutschland (10 Prozent) der Wechsel zum Online-Unterricht reibungslos. In Deutschland meinten 50 Prozent der befragten Eltern, die Schulen seien gar nicht vorbereitet gewesen. Deshalb sei der Fernunterricht während der Krise auch nur provisorisch durchgeführt worden.

6.48 Uhr: Robert Koch-Institut meldet 1499 neue Corona-Infektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 1499 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der registrierten Fälle stieg damit auf 252.298. Die Zahl der in Verbindung mit Covid-19 gemeldeten Todesfälle stieg um vier auf 9329. Als genesen gelten nach Schätzungen des RKI etwa 226.500 Menschen.

5.34 Uhr: Merkel berät mit Gesundheitsämtern

Die Gesundheitsämter in Deutschland sollen über ihre zentrale Rolle in der Corona-Krise hinaus gestärkt werden. Über die Lage und Probleme vor Ort will Kanzlerin Angela Merkel heute in einer Videokonferenz sprechen.

Teilnehmen sollen Amtsleiter, Gesundheitsdezernenten der Kommunen, Oberbürgermeister, Landräte und Vertreter der Länder. Bund und Länder haben bereits Milliarden-Hilfen für die 375 Ämter zugesagt, die im Kampf gegen das Coronavirus seit Monaten unter Hochdruck arbeiten - beim Verfolgen von Infektionsketten oder beim Anordnen von Tests und Quarantäne.  Die Bundesärztekammer dringt auf konkrete nächste Schritte, um die Stärkung der Ämter voranzubringen.

4 Uhr: Mehr als 500.000 Corona-Infektionen in Spanien

Spanien hat als erstes westeuropäisches Land mehr als eine halbe Millionen Corona-Infektionen registriert. Bei Tests, die innerhalb der vergangenen 24 Stunden durchgeführt worden seien, seien 2440 Neuinfektionen registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Seit dem Beginn der Pandemie hätten sich damit insgesamt 525.549 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Es starben laut den Behördenangaben knapp 28.500 Menschen.

Sorgen bereitet vor allem die Situation in der Region Madrid. Auf die Hauptstadt entfiel zuletzt erneut der Löwenanteil der Neuinfektionen: 670, also etwa ein Viertel. Dahinter folgen das Baskenland mit 475 und Aragón mit 224 neuen Fällen.

Montag, 7. September

22.01 Uhr: Offensive für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Die Bundesregierung will eine Offensive für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz starten. Das kündigte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Teltow an. «Wir werden das dieses Jahr starten», sagte Heil beim Besuch einer Reha-Einrichtung.Heil erwartet auch Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit vieler Menschen.

19.11 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld

aktuell infiziert: 57
Fälle insgesamt: 765
davon Todesfälle: 7

Kreis Gütersloh

aktuell infiziert: 44 (-1)
Fälle insgesamt: 2880
davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 43 (+2)
Fälle insgesamt: 849 (+2)
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford

aktuell infiziert: 11 (+1)
Fälle insgesamt: 562 (+6)
davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 30
Fälle insgesamt: 748 (+4)
davon Todesfälle: 13

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 29 (-7)
Fälle insgesamt: 904 (+2)
davon Todesfälle: 31

Kreis Höxter 

aktuell infiziert: 8
Fälle insgesamt:413
davon Todesfälle: 18 

18.50 Uhr: 65 Kindergarten-Kinder in Quarantäne

Wegen eines Corona-Falles hat das Kreisgesundheitsamt am Montagmorgen den evangelischen Kindergarten Wunderwelt in Preußisch Oldendorf bis zum 13. September geschlossen . 65 Kinder sind gleich am Morgen wieder nach Hause geschickt worden. Wie das Gesundheitsamt auf Anfrage bestätigte, ist eine Erzieherin positiv getestet worden. Die Leiterin des Kindergartens erläuterte auf Anfrage, dass nur einer der beiden Standorte der Kindertagesstätte betroffen sei, nämlich die Einrichtung in der Friedhofstraße in Preußisch Oldendorf. Unter den Mitarbeitern des Standortes an der Spiegelstraße habe es keine positiven Corona-Testergebnisse gegeben.

16.56 Uhr: Eingeschränkter Betrieb an Bielefelder Diesterweg-Grundschule

Nach dem Coronafall an der Diesterweg-Grundschule und der damit verbundenen Schließung hat die Schule ihren Betrieb wieder aufgenommen – allerdings mit deutlichen Einschränkungen.Zwei Schulklassen sind bis einschließlich 16. September in Quarantäne, eine Schulklasse bis einschließlich 10. September. Ein großer Teil des Lehrpersonals ist nach Angaben der Stadt noch bis zum einschließlich 16. September unter Quarantäne gestellt. Mindestens in dieser Woche wird es keinen regulären Schulbetrieb geben, aber ein Betreuungsangebot über die OGS. Zwar muss der Unterricht vorerst noch auf Distanz stattfinden, heißt es auf der Internetseite der Schule, aber die OGS bietet für vier Stunden pro Vormittag die Betreuung der Kinder an.

15.35 Uhr: Biontech testet Impfstoff-Kandidaten nun auch in Deutschland

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer dürfen ihren möglichen Corona-Impfstoff nun auch in Deutschland testen . Das Paul-Ehrlich-Institut habe die Erlaubnis dazu erteilt, teilte Biontech mit. Die weltweite Studie zu dem möglichen Impfstoff mit bis zu 30.000 Teilnehmern hatte Ende Juli begonnen. Biontech und Pfizer peilen bei einem Erfolg der aktuellen klinischen Studie zu ihrem möglichen Corona-Impfstoff an, im Oktober den Antrag auf Marktzulassung zu stellen.

13.53 Uhr: Chinas Exporte steigen trotz Corona um fast zehn Prozent

Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie haben sich Chinas Exporte im August erneut deutlich erholt. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legten im Vorjahresvergleich stärker als erwartet um 9,5 Prozent zu, wie die Pekinger Zollverwaltung am Montag mitteilte.

Wie schon im Vormonat fielen die chinesischen Importe allerdings erneut geringer aus. Sie gingen um 2,1 Prozent zurück. Unterm Strich verzeichnete der Außenhandel damit ein Plus um 4,2 Prozent auf einen Wert von rund 412 Milliarden US-Dollar.

12.24 Uhr: Corona-Effekt: Lieferengpässe für Medikamente möglich

Verunsicherte Patienten, die in der Apotheke ihr Medikament nicht erhalten. Besorgte Ärzte, die von bestimmten Impfstoffen zu wenig zur Verfügung haben: Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Gesundheitsversorgung aus.

Sie habe Lieferengpässe für einige - auch wichtige - Arzneimittel und Impfstoffe verschärft, beobachten manche Experten. So sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt, das Problem habe durch die Pandemie mit ihren Handelsbeschränkungen «extrem zugenommen».

10.57 Uhr: Auszahlung des Corona-Kinderbonus startet heute

Von diesem Montag an erhalten die Eltern von rund 18 Millionen Kindern in Deutschland 300 Euro extra pro Kind von den Familienkassen. Im September sollen zunächst 200, im Oktober dann noch einmal 100 Euro Corona-Kinderbonus ausgezahlt werden.

Das Geld muss nicht beantragt werden; ausgezahlt wird es automatisch. Voraussetzung: Ein Kind muss mindestens einen Monat im Jahr 2020 Kindergeld bezogen haben. Der Kinderbonus wird aber nicht zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt, sondern als eigene Zahlung.

9.11 Uhr: Corona ließ Krankenstand nicht auffällig steigen

Die Corona-Pandemie hat die Krankmeldungen nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse im ersten Halbjahr 2020 nicht auffällig steigen lassen.

Unter ihren versicherten Arbeitnehmern lag der Krankenstand als Anteil der Fehltage an allen Arbeitstagen bei 4,4 Prozent - nach 4,3 Prozent im Vorjahreszeitraum und 4,5 Prozent im ersten Halbjahr 2018.

Die Diagnose Covid-19 spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Im März war sie demnach für 0,3 Prozent des gesamten Krankenstandes verantwortlich, im April stieg der Anteil etwas auf 0,7 Prozent und sank bis Juni wieder auf 0,2 Prozent.

7.26 Uhr: 814 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 814 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Die gemeldeten Fallzahlen an Sonntagen und Montagen sind allerdings erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 250 799 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 7.9., 0.00 Uhr).

6.24 Uhr: Die Corona-Schnüffler: Trainer aus Hörstel bringt Tieren bei, das Virus zu entdecken

Donnie hat eine ganz besondere Aufgabe. Mit ihm und neun anderen Hunden wird gerade getestet, ob sie in der Lage sind, das Coronavirus am Geruch von Speichelproben zu identifizieren. Das ist das Ziel des ganz Forschungsprojektes der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr im rheinland-pfälzischen Ulmen in Kooperation mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Und ein Ehepaar aus Hörstel im Münsterland hat daran großen Anteil: Während Dr. Esther Schalke das Projekt leitet, trainiert Hans Ebbers in diesem Projekt Hundeführer und Hunde.

Sonntag, 6. September

20.26 Uhr: Rechtsextremisten bei vielen Corona-Kundgebungen Wortführer

Sie wettern gegen eine vermeintliche «Corona-Diktatur» und wollen den «Corona-Wahnsinn stoppen». Seit Beginn der Pandemie haben Rechtsextremisten immer wieder versucht, Proteste gegen Infektionsschutzmaßnahmen für ihre Zwecke zu nutzen.

Nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz hat es in den vergangenen Monaten bundesweit mehr als 90 Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen gegeben, bei denen Rechtsextremisten Wortführer waren.

18 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld

aktuell infiziert: 57
Fälle insgesamt: 765
davon Todesfälle: 7

Kreis Gütersloh

Fälle insgesamt: 2887
davon Todesfälle: 20

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 41
Fälle insgesamt: 847
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford

Fälle insgesamt: 560
davon Todesfälle: 8

Kreis Minden-Lübbecke

Fälle insgesamt: 744
davon Todesfälle: 13

Kreis Lippe

Fälle insgesamt: 904
davon Todesfälle: 31

Kreis Höxter 

aktuell infiziert: 8
Fälle insgesamt: 412
davon Todesfälle: 18 

17.45 Uhr: Staatsfonds für Autofirmen angeregt

In der Autobranche geht es vor allem kleineren Zulieferfirmen in der Corona-Krise schlecht. IG Metall, Grüne und SPD machen sich für einen staatlichen Beteiligungsfonds stark. Vor einem weiteren Spitzentreffen mit Branchenvertretern am Dienstag bei Bundeskanzlerin Angela Merkel bestand der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder auf Kaufanreize auch für Autos mit Verbrennermotor. Der Umweltverband BUND ist strikt dagegen. Die FDP forderte die Bundesregierung auf, ihre «gelenkte Auto-Staatswirtschaft» zu beenden.

16.07 Uhr: Union Berlin testet mit tausenden Fans im Stadion

Eine Woche vor dem Pflichtspielstart gewann der Bundesligist 1. FC Union Berlin am Samstag nicht nur mit 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Vielmehr feierte Union-Präsident Dirk Zingler die genehmigte Teilöffnung der Arena für 4500 Zuschauer besonders als Ereignis mit Signalwirkung. 

«Ich hoffe, dass das ein Auftakt ist, auch mal neu zu denken, dass beides geht: Infektionsschutz und Veranstaltungen», sagte er dem «Kicker». «Wir haben den Beweis angetreten, dass es im kleinsten Bundesliga-Stadion geht.» Er wünsche sich, dass dies an anderen Bundesliga-Standorten mit Hygienemaßnahmen mit Zuschauern ebenfalls möglich werde. «Wir sollten positive Zeichen setzen und nicht immer Zeichen der Einschränkungen», betonte Zingler. Dies wollen ebenso RB Leipzig mit bis zu 8500 Zuschauern und Hertha BSC mit rund 4000 Fans bei den ersten Bundesliga-Heimspielen demonstrieren.

14.18 Uhr: Schwierige Zeiten für die Kultur

„Hundsmiserabel!“ Auf diesen Nenner bringt Universum-Chef Dirk Kaiser den Vorverkauf für die nächsten Veranstaltungen in dem Bünder Theater. Am 24. September feiert Ingo Oschmann in Bünde Premiere mit seinem neuen Programm. Normalerweise ist der Comedian aus Bielefeld ein Garant für ein volles Haus. Aber normal ist in Corona-Zeiten nichts – erst recht nicht in der Kultur . Was klingt wie ein schlechter Witz, ist Tatsache: Für Oschmann seien gerade einmal 50 Tickets abgesetzt worden. Wie alle privaten Bühnen geht es auch bei den Universum-Betreibern um die wirtschaftliche Existenz. Die 250 Stühle waren zuletzt Anfang des Jahres besetzt. Zu Sascha Korff – sein Auftritt vom Sommer wurde verschoben – seien Donnerstag immerhin 120 Zuschauer gekommen.

13.28 Uhr: Weihnachtsmärkte nicht generell absagen

Der Städte- und Gemeindebund wirbt dafür, Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Pandemie nicht schon jetzt generell abzusagen . Im ARD-«Deutschlandtrend» hatten sich zuletzt fast zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) dafür ausgesprochen, dass Weihnachtsmärkte in diesem Jahr nicht stattfinden sollten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Freitag, wenn es gelinge, Weihnachtsmärkte mit Hygiene, Abstand und Masken zu versehen, ohne ihren Charakter infrage zu stellen, könnte es das sicherlich auch geben.

12.03 Uhr: Infektionsgeschehen stabilisiert

Der seit Mitte Juli beobachtete Zuwachs habe sich stabilisiert, heißt es vom Robert-Koch-Institut. Einen Hinweis auf die Entwicklung der Lage liefern auch die überlieferten Fälle binnen einer Woche. Diese Zahl liegt bei 7352 und damit leicht über der vom Vortag (7196). Vor einer Woche lag der Wert aber noch bei 7905. Am Sonntag davor hatte er sogar bei 8528 gelegen, vor einem Monat noch bei 5271. Die Zunahme beim Infektionsgeschehen in den vergangenen Wochen war vor allem in den westlichen Bundesländern zu beobachten. Zumindest ein Teil des Anstiegs sei auf einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der Tests zurückzuführen. In der Woche vom 24. bis 30 August wurden nach RKI-Angaben 1,1 Millionen Tests gezählt - noch einmal 50.000 mehr als in der Vorwoche. In der Woche vom 22. bis 28. Juni waren es noch weniger als eine halbe Million Tests. Der Anteil positiver Testergebnisse sank in den vergangenen vier Wochen auf 0,74 Prozent. 

10.42 Uhr: Corona-Kinderbonus kommt aufs Konto

Von diesem Montag an erhalten die Eltern von rund 18 Millionen Kindern in Deutschland 300 Euro extra . Es ist eines der Mittel, mit denen die Regierung die Folgen der Corona-Krise abmildern will. 61 Prozent der Empfänger wollen den Bonus ganz oder teilweise ausgeben - das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Institut der deutschen Wirtschaft (IW). 24 Prozent der Befragten sagen, dass sie den Kinderbonus voll ausgeben werden. 37 Prozent wollen dies teilweise tun. 39 Prozent wollen den Kinderbonus vollständig sparen. In der obersten Einkommensgruppe haben 45 Prozent noch keine Pläne zum Ausgeben des Geldes, in der mittleren nur 34 Prozent. In der untersten wollen es 39 Prozent erstmal sparen.

10.01 Uhr: Mittelstand will "Agenda 2025"

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat eine «Agenda 2025» gefordert , damit Deutschland besser aus der Corona-Krise kommt. «Die akute Krisenbewältigung war im Prinzip gut. Wir müssen den Blick aber nun nach vorne richten», sagte Verbandspräsident Mario Ohoven der Deutschen Presse-Agentur. «Deutschland muss den Anspruch haben, mit neuen Geschäftsmodellen aus der Krise zu kommen. Wir brauchen eine Agenda 2025, die Krisenbewältigung und Zukunftsstrukturpolitik verbindet.» Dazu gehöre etwa eine Bildungsoffensive.

7.59 Uhr: Söder: Schule, Kitas und Wirtschaftsleben sichern

Beim weiteren Kampf gegen das Coronavirus im Herbst und Winter will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vorrangig den regulären Kita- und Schulbetrieb und das Wirtschaftsleben sichern. «Das sind die obersten prioritären Ziele: Stärkung der Wirtschaft - und Aufrechterhaltung von Schule und Kita-Betrieb für die Familien», sagte der CSU-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in München. «Das sind vitale Interessen, die eine ganze Gesellschaft betreffen.»

5:26 Uhr: 988 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom frühen Sonntagmorgen 988 neue Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig, da viele Gesundheitsämter erfahrungsgemäß am Wochenende gar nicht melden. Seit Beginn der Krise haben sich in Deutschland nachweislich 249.985 Menschen infiziert, die Zahl der Todesfälle liegt laut RKI bei 9325. Bis Sonntagmorgen haben nach Schätzungen des RKI 223.700 Menschen die Erkrankung überstanden. 

Der R-Wert lag laut einer Mitteilung am Samstag bei 1,0 (Vortrag 0,85). Der Sieben-Tage-R-Wert liegt bei 0,97 (0,94).

Samstag, 5. September

21.02 Uhr: Technikmesse IFA 2021 in vollem Umfang geplant

Die Berliner Technikmesse IFA will im kommenden Jahr wieder mit vollem Tempo durchstarten . Das kündigte die Berlin Messe zum Abschluss der «IFA 2020 Special Edition» an. Die auf drei Tage verkürzte Technikschau war in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nur für Fachbesucher und akkreditierte Medienvertreter geöffnet. Nach Angaben der Messegesellschaft kamen 6100 Besucher auf das Gelände unter dem Funkturm. Im Vorjahr hatten knapp 250.000 Menschen die IFA besucht. In diesem Jahr ka

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Neuer Erlass für Spiele ohne Fans
Arminia Bielefeld musste Mitte Oktober wegen hoher Coronazahlen in der Stadt das Spiel gegen Bayern München ohne Fans austragen – andere Bundesligisten in NRW spielten noch vor 300 Fans. Die Einhaltung der Regelung in der Coronaschutzverordnung soll nun ein Erlass des Gesundheitsministeriums sicherstellen. Foto: Thomas F. Starke
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