Umstrittene Veranstaltung in Düsseldorf: Vorverkauf läuft – Landesregierung sieht noch Klärungsbedarf
Großkonzert: noch keine Entscheidung

Düsseldorf (dpa). In der Diskussion um ein geplantes Großkonzert mit 13.000 Zuschauern in Düsseldorf trotz Corona-Ansteckungsgefahr gibt es noch keine Entscheidung. Aus NRW-Regierungskreisen hieß es, es gebe noch dringende Fragen, die geklärt werden müssten, erfuhr die Deutsche Presseagentur. Zuvor hatte das nordrhein-westfälische Kabinett am Dienstag über das Konzert diskutiert.

Dienstag, 11.08.2020, 13:12 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 13:20 Uhr
Sarah Connor gehört zu den Stars, die beim Konzert am 4. September im Düsseldorfer Fußballstadion auf der Bühne stehen sollen. Foto: dpa

Vor der Kabinettssitzung am Dienstag hatte sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) skeptisch geäußert. Er sehe das Konzert als das falsche Signal. Ähnlich hatte sich zuvor bereits Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) geäußert und rechtliche Zweifel angemeldet.

Die Stadt Düsseldorf hatte das Konzert, dass für den 4. September geplant ist, bereits genehmigt. Die Stadt verweist auf ein schlüssiges Abstands- und Hygienekonzept.

Vorverkaufsstart am Vormittag

Am Dienstagvormittag hat bereits der Vorverkauf begonnen. Der Ticket-Shop für das Event „Give Live A Chance“, bei dem unter anderem Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor auftreten sollen, wurde online freigeschaltet. Das Konzert soll im Düsseldorfer Fußballstadion stattfinden.

Die Veranstaltung soll ein Befreiungsschlag für die darbende Konzertbranche sein, die schwer mit der Corona-Pandemie zu kämpfen hat. Zugleich ist sie aber stark umstritten. Die Stadt Düsseldorf hat das Hygienekonzept abgesegnet, das Gesundheitsministerium ließ es sich nachträglich zur Prüfung schicken.

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