Ohne Abschlussball, aber mit Hygiene-Abstand – Experten warnen vor hoher Belastung
Abiklausuren unter Corona-Bedingungen beginnen in NRW

Düsseldorf (dpa). Für die Abiturienten in Nordrhein-Westfalen beginnen am Dienstag die Abschlussprüfungen unter Corona-Schutzmaßnahmen. Bis zum 25. Mai werden die knapp 90 000 Schülerinnen und Schüler ihre Abiklausuren schreiben, dann folgen die mündlichen Prüfungen. Danach stehen - wenn nötig - die Nachschreibetermine an.

Dienstag, 12.05.2020, 05:47 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 05:52 Uhr
Schüler mit Mundschutz sitzen bei der Prüfungsvorbereitung fürs Abitur in einer zum Schulraum umfunktionierten Turnhalle (Symbolbild). Foto: Bodo Schackow/dpa

Wegen der Pandemie waren die Prüfungen nach hinten verlegt worden. Nach den Schulschließungen zur Eindämmung des Virus in NRW gehörten die Schüler der Abschlussklassen von Gymnasien und Gesamtschulen zu den ersten, die zum tageweisen Unterricht an die Schulen zurückkehren konnten.

Abstand und Handhygiene

Für die Prüflinge im bevölkerungsreichsten Bundesland gelten für die anstehenden Klausuren dieselben Hygiene-Standards wie für jüngere Schüler und das Lehrpersonal: Die Tische sollen in ausreichend großem Abstand zueinander stehen, Laufwege werden entsprechend markiert, auf Handhygiene soll besonders geachtet werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte auf die besondere Belastung der Abschlussjahrgänge hingewiesen. Von gleichen Prüfungsvoraussetzungen könne nicht die Rede sein, hieß es. Die Bedingungen beim Distanzlernen seien in den vergangenen Wochen für die Schüler sehr unterschiedlich gewesen. Hinzu komme der enorme psychische Druck angesichts der Pandemie.

„Nach dem ganzen Hin und Her“

Dem Philologen-Verband NRW zufolge wollen die meisten Schüler „nach dem ganzen Hin und Her jetzt auf jeden Fall ihre Abi-Klausuren schreiben.“ Die Vorsitzende Sabine Mistler hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, sie befürchte keinen coronabedingten Noteneinbruch.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mahnte, in den Schulen auch die Reinigungskräfte in den Blick zu nehmen. „Sie müssen ebenfalls ausreichend geschützt und bei allen geplanten Maßnahmen in den Schulen berücksichtigt werden“, erklärte die Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Düsseldorf, Sigrid Wolf.

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