Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: Städtetag fordert Rettungsschirm - Gesichtsschutz-Börse in Höxter - UN-Sicherheitsrat soll beraten - 26 Todesfälle in OWL

Bielefeld (WB/sba/tho/LaRo/mat/paul/ef/dis/igs/jen/dpa). Das Coronavirus verändert die Welt: Deutschlands Grenzen sind teilweise geschlossen. Hunderttausende Betriebe gehen in Kurzarbeit. Es herrscht ein umfassendes Kontaktverbot. Verfolgen Sie alle Entwicklungen in unserem Newsblog.

Dienstag, 07.04.2020, 03:05 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 11:06 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
  • Kontaktverbot in Deutschland
  • Schulen und Kitas geschlossen
  • Virus wird zum Stresstest für die Weltwirtschaft
  • Veranstaltungen abgesagt oder verschoben

Hotlines, Frage & Antwort, Grafiken: Infos zum Coronavirus

Unter anderem informiert das Bundesgesundheitsministerium an einer Hotline zum Coronavirus. Eine Auswahl an Hotlines finden Sie hier:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Einheitliche Behördenrufnummer: 115 ( www.115.de)

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100

Neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 
(montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die alle bestätigen Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt.

Und hier gibt es den Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland.

Das Robert-Koch-Institut hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier.

Archiv: Lesen Sie hier Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März)

 

NEWSBLOG

+++ Wir setzen das Blog hier fort. +++

Dienstag, 7. April:

10.25 Uhr: Bielefelder Unternehmen Ruf-Jugendreisen hat Stornofristen verlängert

Zahlreiche Jugendliche aus Bielefeld waren in ihrem Leben mindestens einmal mit Ruf auf Reisen, viele von ihnen haben später als Reiseleiter Jugendgruppen für Ruf betreut. Das Bielefelder Unternehmen gilt als Europas führender Veranstalter für Jugendreisen. 50.000 Elf- bis 23-Jährige pro Jahr sind mit Ruf zu 60 Zielen weltweit unterwegs, seit der Gründung 1981 insgesamt mehr als eine Million. Welche Folgen die Corona-Pandemie für das Jugendreise-Unternehmen hat, erläutert Kristina Oehler, geschäftsführende Gesellschafterin, im Interview.

9 Uhr: Gesichtsschutz-Börse in Höxter

In diesen Krisentagen Schutzmasken zu bekommen, das ist schwierig. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase aus Beverungen hört immer wieder besonders von Kranken oder Senioren aus dem Kreis Höxter, dass sie nirgendwo Mundschutz zum Schutz vor Corona bekommen können. „Da müssen wir etwas tun. Ich sehe den Mangel. Viele möchten sich selbst und andere aktiv schützen“, sagte Haase.

Er will eine Gesichtsschutz-Börse gründen, die Menschen die Möglichkeit gibt, an behelfsmäßigen Mund- und Nasenschutz zu kommen und die Sammelstellen für Masken organisiert. Gestartet worden ist das Projekt am Montag beim DRK in Höxter. 

7.30 Uhr: Das Ende eines Rituals?

Verschwindet das fast zur Selbstverständlichkeit gewordene Händeschütteln wegen des Coronavirus gar? Wird es geradezu unhöflich, jemandem die Hand zu reichen? Es gebe Alternativen zum Händeschütteln, sagt die Bielefelder Expertin für gutes Benehmen, Inge Wolff: „Ein fröhliches ‚Guten Morgen‘ mit einem lächelnden Gesicht ist genauso schön.“ Wolff leitet den Arbeitskreis Umgangsformen International (AUI), und der hat schon vor Corona etwa bei der Schweinepest und Grippeepidemien dazu geraten, auf den Händedruck zu verzichten.

6.55 Uhr: IHK fordert Exit-Plan – Händler wollen öffnen

Die Wirtschaft in Ostwestfalen fordert von der Politik, dass sie Pläne für einen zügigen Ausstieg aus den gegenwärtigen Einschränkungen der Bewegungs- und Gewerbefreiheit entwickelt.

6.30 Uhr: Corona-Krise: Städtetag fordert "kommunalen Rettungsschirm"

Die Corona-Krise trifft auch die Kommunen in Deutschland hart, Steuereinnahmen brechen weg, es geht um Milliarden. Der Städtetag fordert Bundeshilfen. Müssen sonst vor Ort Schwimmbäder, Theater oder Büchereien geschlossen werden?

6.15 Uhr: UN-Sicherheitsrat soll erstmals zu Corona beraten

Die Corona-Pandemie braucht eine globale Antwort - doch der UN-Sicherheitsrat sorgt bisher mit Untätigkeit für Aufsehen. Das könnte auch an einem geplanten hochrangigen Treffen der Vetomächte liegen.

6 Uhr: Leser fragen, Experten antworten

Corona - und immer neue Fragen. Ging es zu Beginn unserer Serie „Leser fragen, Experten antworten” vor allem um medizinische Aspekte, so stehen im vierten Teil die Folgen der Corona-Krise im Mittelpunkt.

Montag, 6. April:

21.28 Uhr: britischer Premierminister auf Intensivstation

Der Zustand des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierministers Boris Johnson hat sich verschlechtert. Er sei auf eine Intensivstation gebracht worden, bestätigte eine Regierungssprecherin am Montagabend der Deutschen Pesse-Agentur in London. Der 55-Jährige war am Sonntag in das St. Thomas' Hospital gebracht worden. Er hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März öffentlich gemacht.

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Das St. Thomas Hospital im Zentrum Londons. Foto: Aaron Chown/PA Wire/dpa

21.25 Uhr: Auch Dänemark lockert Corona-Maßnahmen
Nach Österreich und Tschechien hat auch Dänemark eine erste Lockerung seiner in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen angekündigt. In einem ersten Schritt sollten Kinderkrippen, Kindergärten sowie die unteren Jahrgangsstufen null bis fünf von Schulen am 15. April wieder geöffnet werden, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

20.30 Uhr: 98.700 Infektionen in ganz Deutschland

In Deutschland sind bis Montagabend mehr als 98.700 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag, Stand 20.15 Uhr: mehr als 95.900 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 1575 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 1415). Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 25.300 nachgewiesenen Fällen und mindestens 444 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 20.800 Fällen und mindestens 297 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 20.000 Fällen und mindestens 427 Toten.

19.16 Uhr: sieben weitere Todesfälle in OWL

Sieben weitere Menschen sind nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Kreis Gütersloh und im Kreis Paderborn verstorben.  Im Kreis Gütersloh betreffen die fünf neuen Todesfälle nach Auskunft von Kreissprecher Jan Focken fünf Personen im Alter zwischen 79 und 95 Jahren. Hier ein Überblick über die Infektionen in den einzelnen Kreisen mit einem Vergleich zum Vortag. Mehr Informationen erhalten Sie beim Klick auf die Links.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat am Montag 20.721 Corona-Infizierte im Land gezählt. Die Zahl der Verstorbenen in NRW erhöhte sich am Montag auf 293. Einen Tag zuvor waren es noch 258 Todesfälle.

17.28 Uhr: Online-Handel leidet massiv unter der Corona-Krise

Auch ein Großteil der Online-Händler leidet massiv unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Insgesamt lagen die E-Commerce-Umsätze im März um fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mit. "E-Commerce ist heute ein normaler Einkaufskanal. Deshalb wirkt sich solch eine Krise in der Konsumstimmung voll auf unsere Branche aus", sagte der bevh-Präsident Gero Furchheim.

17.00 Uhr: "Wege durch das Land" erst im Spätsommer

Eigentlich wäre Anfang Mai der Auftakt für das Literatur- und Musikfestival "Wege durch das Land" gewesen. Jetzt haben die Veranstalter beschlossen, die OWL-weiten Veranstaltungen wegen der Coronavirus-Pandemie in den Spätsommer zu verlegen.

16.45 Uhr: NRW-Schulministerin denkt in Sachen Abitur über Prüfungsalternativen nach

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) denkt darüber nach, dass die Abiturprüfungen in NRW wegen des Coronavirus in diesem Jahr doch ausfallen könnten. «Sollte ein Schulstart nach den Osterferien nicht möglich sein, müssen wir neu nachdenken», sagte die Ministerin dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Denkbar sei dann etwa, die Abiturnote aus den bereits vorhandenen Noten zu ermitteln. «Die Abiturienten haben ja zwei Drittel der Leistung bereits erbracht», sagte sie. «Ähnlich könnte man auch bei der Ermittlung der Noten bei den mittleren Abschlüssen vorgehen.»

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NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) Foto: Federico Gambarini/dpa

Die Prüfungen weiter in den Sommer zu verschieben, sei keine Option. Der Beginn der Sommerferien lasse eine weitere Verschiebung nicht zu.

Die Schulen müssten sich außerdem darauf einstellen, dass ältere und vorerkrankte Lehrer beim bislang geplanten Schulstart am 20. April erstmal noch zu Hause bleiben. «Pädagogen, die älter als 60 sind, wurden vor den Ferien vorsichtshalber schon nicht bei der Notbetreuung eingesetzt», sagte die FDP-Politikerin.

15.40 Uhr: Corona-Fall in der Freiwilligen Feuerwehr

In der Freiwilligen Feuerwehr Spenge gibt es den ersten Corona-Fall. Auf die Einsatzfähigkeit der Spenger Wehr hat das jedoch keine Auswirkungen. „Wir hatten in letzter Zeit keinen Einsatz, sodass auch kein Kontakt bestand. Dienste und Übungen setzen wir schon länger aus“, sagt Wehrführer Thomas Reschke.

15.22 Uhr: Steinmeier hält Ostersamstag Fernsehansprache zu Corona

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Ostersamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie halten. Das hat das Bundespräsidialamt heute in Berlin mitgeteilt. Die Ansprache werde in ARD und ZDF jeweils im Anschluss an die Hauptnachrichtensendungen am Abend ausgestrahlt. Es ist das erste Mal, dass ein Bundespräsident in dieser Form auf ein aktuelles Ereignis eingeht, normalerweise hält er solche Ansprachen nur jedes Jahr an Weihnachten.

14.45 Uhr: In Jena gilt jetzt Mundschutzpflicht

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gilt in Jena seit heute eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz etwa in Geschäften sowie Bussen und Bahnen. Damit soll eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen eingedämmt werden. Im Freien ist der Mundschutz nicht vorgeschrieben. Nach Angaben der Stadt ist auch kein medizinischer Mundschutz notwendig, es reichen selbstgenähte Masken sowie Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken. Der Schritt gelte nicht dem Eigenschutz, sondern dem Schutz anderer, hieß es zur Begründung. Ab Freitag, 10. April, soll die Vorgabe auf weitere geschlossene Räume inklusive Arbeitsstätten mit mehr als einer Person ausgeweitet werden.

13.50 Uhr: IHK-Präsident fordert Pläne für schrittweisen Ausstieg aus dem Shutdown

Die Wirtschaft in Ostwestfalen fordert von der Politik, dass sie Pläne für einen Ausstieg aus den gegenwärtigen Einschränkungen der Bewegungs- und Gewerbefreiheit entwickelt. „Mit jedem Tag, den der Shutdown weiter geht, wächst die Zahl der Betriebe, die die Krise nicht überleben werden“, sagte Wolf Meier-Scheuven, Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, am Montag auf einer telefonischen Pressekonferenz.

12.44 Uhr: Kanzleramt: Corona-App bald einsatzbereit

Die geplante Handy-App zur Analyse der Corona-Infektionswege ist nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun sehr bald einsatzbereit - schon in den kommenden Tagen oder spätestens Wochen.

11.57 Uhr: Österreich will Anti-Corona-Maßnahmen ab 14. April lockern

Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus direkt nach Ostern langsam lockern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab die Öffnung von kleinen Geschäften sowie Bau- und Gartenmärkten unter strengen Auflagen ab dem 14. April als Ziel aus.

11.46 Uhr: Tierheim in Paderborn: Mehr Vermittlungen als sonst

Wegen des Coronavirus vermittelt das Tierheim in Schloß Neuhaus jetzt mehr Katzen und Hunde als sonst. Aber das ist auch der einzige positive Effekt der Pandemie. Der Wegfall von Einnahmen aus Flohmärkten und Festen bereitet ­große Sorgen.

10.12 Uhr: Regierung will zusätzliche Hilfe für Mittelstand beschließen

Die Bundesregierung will in der Corona-Krise zusätzliche Hilfen in großem Umfang vor allem für den Mittelstand beschließen. Das «Corona»-Kabinett wolle ein zusätzliches Kreditprogramm verabschieden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Ziel ist es, eine Pleitewelle zu verhindern und Jobs zu erhalten.

9.36 Uhr: Führt Chinas Rohstoff-Eigenbedarf zu Engpässen bei Exporten?

Die Rohstoff-Großmacht China könnte wegen neuer politischer Vorgaben und der Folgen der Corona-Krise künftig deutlich geringere Mengen an Handelspartner wie Deutschland liefern. Dies zeigt eine Untersuchung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA).

8.46 Uhr: So planen die OWL-Vereine in der Corona-Krise

Vorbereiten auf den Tag X: Bei manchen Vereinen der Bundesliga und 2. Liga darf von Montag an wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrt werden.  Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld begann bereits am Freitag damit und gehörte so zu einer kleinen Gruppe von Vereinen, die eher starten durften. Der Kontakt wurde zwar fast täglich gepflegt, doch erst am Montag kommt der Trainerstab des Bundesligisten SC Paderborn zum ersten Mal seit dem 13. März wieder zusammen.

7.29 Uhr: An Corona-Auflagen gehalten

Trotz frühlingshaften Temperaturen: Nach Auskunft mehrerer Polizeidienststellen haben sich die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen auch am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag an die Corona-Auflagen gehalten. „Die Lipper haben sich gut verhalten, wir haben nichts zu meckern“, sagte etwa ein Sprecher der Polizei Detmold am frühen Montagmorgen.

6.58 Uhr: Osterhasen schon mit Rabatt - Kontaktverbote belasten auch die Hersteller von Spielwaren

Der Lebensmittelhandel hat derzeit alle Hände voll zu tun. So lässt sich vermuten, dass es der Branche auch wirtschaftlich gut geht. Doch das gilt nicht für alle Bereiche. Es gibt Sortimente, da tut sich auch der Lebensmittelhandel unter den jetzigen Bedingungen des Kampfes gegen die schnelle Ausbreitung des Coronavirus schwer.

6.23 Uhr: Corona-Krisenkabinett tagt: Beschaffung von Schutzmaterial

Das Corona-Krisenkabinett will am Vormittag voraussichtlich über Probleme bei der Beschaffung von Schutzmaterial und Hilfen für Unternehmen beraten. Engpässe gibt es in Deutschland vor allem bei Schutzkleidung und Atemmasken.

Sonntag, 5. April:

20.47 Uhr: Die Corona-Infektionen im Überblick:

18.13 Uhr: Mathilden-Hospital in Herford: Patienten infiziert

Nicht nur Mitarbeiter, auch die ersten Patienten sind im Mathilden-Hospital mit dem Coronavirus infiziert. „Es handelt sich um fünf Personen, sie werden isoliert von allen anderen versorgt“, sagt Geschäftsführer Dr. Georg Rüter. Die Zahl der infizierten Mitarbeiter ist von acht auf zwölf gestiegen. „Auf einer Station, aber nur auf dieser, haben wir mit dem Virus ein Problem.“

17.54 Uhr: MdB Carsten Linnemann (CDU) warnt vor Corona-Bonds 

Der stellvertretende Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,  Carsten Linnemann aus Paderborn, spricht sich gegen Corona-Bonds aus.  In der Montagsausgabe des WESTFALEN-BLATTES warnt der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, vor "milliardenschweren Umverteilungsinstrumenten, bei denen drohe, dass sie dauerhaft bleiben".

16.38 Uhr: 481 Personen im Kreis Gütersloh infiziert

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 5. April, 12 Uhr, insgesamt 481 (Vortag: 470) laborbestätigte Coronainfektionen.

15.58 Uhr: Eine Bewohnerin des Hövelhofer Altenzentrums verstorben

Bereits am Samstag ist eine Bewohnerin des Hövelhofer Caritas-Altenzentrums Haus Bredemeier verstorben. Das teilte die Gemeinde am Sonntagnachmittag mit. Am Freitag hatte sich der Zustand der 85-jährigen Bewohnerin, bei der das Virus nachgewiesen worden war, deutlich verschlechtert. Sie wurde in ein Paderborner Krankenhaus eingeliefert, wo sie wenig später starb. Bereits am 27. März waren in den Altenheim erste Infektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern bekannt geworden.

15.07 Uhr: Regierung ruft zu Einhaltung der Kontaktverbote auf

Angesichts des Frühlingswetters warnt die Bundesregierung die Bürger, im Kampf gegen das Coronavirus auch über Ostern unbedingt die Kontaktverbote einzuhalten.

14.30 Uhr: 222 Infizierte in Bielefeld

222 Menschen in Bielefeld sind bislang positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind Stand Sonntagmittag 13 mehr als noch am Samstag.

13.26 Uhr: Autohandel - „Nicht alle werden überleben“

Verrückte Welt: Im Baumarkt stehen die Menschen mit Sicherheitsabstand in einer Warteschlange, doch auf der anderen Straßenseite darf das Autohaus nicht öffnen. Die Autohändler sind in großer Sorge. Bernd Hillebrand vom gleich­namigen Autohaus am Frankfurter Weg in Paderborn ist sicher: „Diese Krise werden einige Autohäuser nicht überleben.“ Hier geht es zum Bericht.

12.55 Uhr: Englischer Fußball in der Kritik - «Muss Teil beitragen»

Nirgendwo im Fußball wird so viel Geld umgesetzt wie in England. Und trotzdem halten Spieler wie Clubs während der Corona-Krise ihr Geld lieber beisammen. Die Kritik ist groß. Mehr hier

12.36 Uhr: Gut 20.500 Corona-Infektionen in NRW - 258 Patienten gestorben

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist am Sonntag auf 20 523 gestiegen. Damit erhöhte sich die Zahl innerhalb von 24 Stunden (von Samstag bis Sonntag jeweils 11.30 Uhr) um gut 1100 Fälle, wie das NRW-Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. 258 Menschen in NRW sind bisher an der Krankheit Covid-19 gestorben - das ist ein Anstieg um acht im Vergleich zum Vortag. 

Das NRW-Gesundheitsministerium führt eigenen Angaben nach bisher keine Statistik über genesene Corona-Patienten. Am Wochenende veröffentlicht das Gesundheitsministerium einmal am Tag um 11.30 Uhr die Fallzahlen und werktags zweimal - jeweils morgens und nachmittags. 

12.04: Kanzleramt: Zeit mit höchsten Infektionszahlen noch vor uns

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf die Corona-Pandemie betont,  dass der Höhepunkt der Krise in Deutschland noch bevorstehe.

Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, «uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten», sagte Braun der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns.» Vor Beginn der momentanen Einschränkungen habe es eine «Verdoppelung alle drei Tage» gegeben. Damit das Gesundheitswesen nicht überfordert werde, seien Verdopplungszeiten von deutlich mehr als zehn Tagen nötig, sagte Braun dem Blatt. «Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage.»

10.41 Uhr: Mehr als 91.300 Corona-Nachweise in Deutschland - über 1300 Tote

In Deutschland sind bis Sonntagvormittag mindestens 91.384 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.30 Uhr: 85.559 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Mindestens 1318 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.30 Uhr: 1154). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 23.000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 370 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 19.400 Fällen und mindestens 250 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner, verzeichnet Bayern mit einem Wert von 176,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 109,9. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.35 Uhr: Was Promis während der Corona-Krise zuhause anstellen

Keine Dreharbeiten, keine Auftritte: während der Corona-Krise sitzen auch Promis zuhause fest. Viele kommen dabei auf witzige Ideen, sammeln Spenden oder helfen einfallsreich.  Hier gibt es einen Überblick.

10.20 Uhr: Trump schwört USA auf harte Zeiten ein

US-Präsident Donald Trump hat die Vereinigten Staaten angesichts steigender Opferzahlen der Coronavirus-Epidemie  auf harte Zeiten eingeschworen. Es werde in den nächsten zwei Wochen «viele Tote geben, leider», sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus.

Die kommende und die darauffolgende Woche würden vermutlich die schlimmsten sein, sagte Trump. Allein am Samstag kamen in den USA der Universität Johns Hopkins zufolge mehr als 1000 Menschen infolge der Lungenerkrankung Covid-19 ums Leben. Die Zahl der bekannten Infektionen überschritt die Marke von 300.000 - deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt.

9.36 Uhr: Schalke-Boss Tönnies: „Saisonabbruch wäre der Super-GAU“

Der Schalker Aufsichtsratschef und Fleischunternehmer Clemens Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) rechnet im Fall eines Saisonabbruchs in der Fußball-Bundesliga wegen der Coronavirus-Pandemie mit dramatischen Folgen. „Ein Saisonabbruch wäre der Super-GAU“, sagte der 63-Jährige der „Welt am Sonntag“. „Dann würden wir so manchen Verein nächste Saison nicht wiedersehen, befürchte ich.“ Er mache sich derzeit „große Sorgen“ um den FC Schalke und den gesamten Fußball, „weil keiner genau weiß, mit welchem Szenario wir planen können“. 

Die Bundesliga pausiert wegen der Corona-Krise bis mindestens zum 30. April, anschließend könnten die verbleibenden Partien als Geisterspiele ausgetragen werden. „Das müssen wir akzeptieren, auch wenn die Atmosphäre in den Stadien natürlich brutal fehlt“, sagte Tönnies. „Aber es ist wichtig, dass nach den richtigen Maßnahmen, die ergriffen wurden, endlich wieder gespielt wird.“ Er halte das Risiko dabei für „kalkulierbar“, wenn ordentlich getestet werde.

9.31 Uhr: Von der Leyen für «Marshall-Plan» nach der Krise

Trotz aller Hilfemaßnahmen muss Europa mehr Geld für die Zeit nach der Corona-Krise in die Hand nehmen. Aus diesem Grund sprach sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für massive Investitionen in den EU-Haushalt aus.

«Wir brauchen einen Marshall-Plan für Europa», schreibt sie in einem Gastbeitrag für die «Welt am Sonntag». Der EU-Haushalt sei in allen Mitgliedsstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse der Krise entsprechend angepasst werden.  Mehr hier.

9.17 Uhr: Bielefeld - Schutzausrüstung für Zahnärzte wird knapp

Knapp 200 Zahnärzte gibt es in Bielefeld. Sie gehören zu einer der​ durch das Coronavirus  am meisten gefährdeten Berufsgruppen. Denn ihr Arbeitsbereich ist der Mund - direkt neben dem oberen Rachenraum, in dem die Krankheitserreger bereits lauern. Bestimmte Behandlungen nehmen sie daher derzeit nicht vor.

Denn es hapert an Schutzmasken, Handschuhen und Brillen, teils auch an Desinfektionsmitteln. Nachbestellungen seien aktuell schwierig, sagt Dr. Jost Rieckesmann, in Bielefeld als Zahnarzt niedergelassen und Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe.

8.34 Uhr: Debatte um Beschaffung von Schutzkleidung geht weiter

Schutzmasken werden in der Corona-Krise dringend gebraucht.  Für ihre Beschaffung fordert die FDP eine Luftbrücke. Die CSU setzt auf eine nationale Notfallproduktion. Andere bitten die Bundeswehr um Hilfe.

7.52 Uhr: Experten äußern Kritik an geplantem NRW-Epidemie-Gesetz

Das von der schwarz-gelben Landesregierung geplante Epidemie-Gesetz für NRW ist bei Experten auch auf Kritik und Skepsis gestoßen. In Stellungnahmen für eine Anhörung im Gesundheitsausschuss des Landtags am kommenden Montag (6. April) äußerten Vertreter von Pflegern, Ärzten, Gewerkschaften und Kommunen sowie Rechtswissenschaftler Bedenken. CDU und FDP wollten angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eigentlich einen Gesetzesentwurf mit weitgehenden Regierungsbefugnissen schon vor einigen Tagen im Eiltempo durch Landtag bringen. Die Opposition bremste das aber zunächst aus. 

Der Entwurf sieht unter anderem Zwangsverpflichtungen von Ärzten und Pflegern im Notfall vor. Außerdem sollen die Behörden berechtigt werden, medizinisches Material sicherzustellen. 

7.48 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in den USA steigt auf mehr als 300.000

n den USA gibt es inzwischen  mehr als 300.000 bekannte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging am Samstagnachmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor.

Knapp 8200 Menschen starben demnach in den USA infolge der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

7.30 Uhr: Grafik - Die am stärkten von Covid-19 betroffenen Länder

Samstag, 4. April:

20.45 Uhr: Beschränkungen werden weitgehend eingehalten

Trotz des frühlingshaften Wetters haben die meisten Bürger in Deutschland am Samstag die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie befolgt.In Nordrhein-Westfalen gingen bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen Zehntausende in Parks und Innenstädten, an Flüssen und Seen spazieren. Die meisten hielten sich dabei an die Auflagen, sich maximal zu zweit in der Öffentlichkeit zu treffen und Abstand zu halten. Polizei und Ordnungsämter überwachten das Geschehen mit großem Personaleinsatz - in Düsseldorf auch mit einer Drohne aus der Luft. An besonders beliebten Naherholungszielen hatten die Städte vorgesorgt. So hatte die Stadt Dortmund ihre Bürger gebeten, sich am Phoenix-See nur im Uhrzeigersinn um den See zu bewegen, um enge Begegnungen zu vermeiden.

18.57 Uhr: Industrie fordert Lockerung von Bürokratie-Fristen

Die Industrie fordert wegen der Corona-Krise, Fristvorgaben und Informationspflichten für Unternehmen zu lockern. «Die Unternehmen kommen schon in normalen Zeiten mit den zahlreichen Melde-, Prüf- und Anzeigepflichten kaum zurecht», sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, der Zeitung «Welt am Sonntag». «In der jetzigen Krise sind sie kaum zu schaffen, wenn die Politik an den starren Abgabefristen festhält.»

18.29 Uhr: 17 Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

Nach den Zahlen der Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe von diesem Samstag liegt bei insgesamt 2123 Menschen in der Region eine bestätigte Coronavirus-Infektion vor. 17 Menschen sind verstorben – darunter ein 63-Jähriger, der im Klinikum Lippe behandelt wurde. Hier ein Überblick über die Zahl der Infektionen in den einzelnen Kreisen mit einem Vergleich zum Vortag. Weitere Infos erhalten Sie bei einem Klick auf die Links.

17.33 Uhr: Kaum noch Passagiere an Berliner Flughäfen

Die Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sind wegen der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Wie aus dem Verkehrsbericht März hervorgeht, betrug der Rückgang bei den Fluggästen auf den ganzen Monat betrachtet fast zwei Drittel (64,7 Prozent).

15.30 Uhr: Vierter Mensch stirbt im Kreis Gütersloh an Corona

Im Kreis Gütersloh ist ein weiterer Mensch im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, ob Vorerkrankungen vorlagen und aus welcher Kommune der Mensch stammte, teilte der Kreis aber nicht mit.

14.29 Uhr: Noch 40.000 Reisende im Ausland

Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass sich in der Corona-Krise aktuell noch mehr als 40.000 deutsche Reisende im Ausland befinden. Die Angaben beruhten auf Schätzungen, teilte das Ministerium der «Rheinischen Post» mit.

13.20 Uhr: 209 Corona-Fälle in Bielefeld

Die Stadt Bielefeld hat erneut einen Anstieg der Corona-Fälle vermeldet. Seit Freitagmittag ist die Zahl von 200 auf 209 (Stand: Samstag, 12 Uhr) gestiegen. Weiterhin heißt es in der Mitteilung, dass 86 Personen mittlerweile genesen sind.

13.04 Uhr: Opposition fordert mehr Koordination bei Masken-Produktion

Angesichts der Beschaffungsprobleme bei Schutzkleidung und Medikamenten werfen die Grünen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schwere Versäumnisse in der Corona-Krise vor.

12.18 Uhr: Versicherer kommen Kunden in der Krise entgegen

Große Versicherer kommen ihren Kunden in der Corona-Krise entgegen. Der Marktführer Allianz erweitert in mehreren Bereichen den Umfang seiner Policen, und will sich bei Zahlungsschwierigkeiten seiner Kunden kulant zeigen.

«Die Botschaft ist: Wir sind da», sagte Bernd Heinemann, Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland, der Deutschen Presse-Agentur. Das Münchner Unternehmen hat in Deutschland mehr als 20 Millionen Kunden, Nummer zwei ist die Generali-Gruppe mit 10 Millionen. Der italienische Konzern richtet nun auch in Deutschland einen Nothilfefonds in Höhe von 30 Millionen Euro ein, der vor allem für Firmenkunden und «junge Geschäftspartner» gedacht ist, wie die ebenfalls in der bayerischen Landeshauptstadt beheimatete deutsche Generali mitteilte.

12.06 Uhr: SC Paderborn spart mehr als eine Millionen Euro

Die Profis des SC Paderborn und alle Mitarbeiter verzichten auf einen Teil ihres Gehalts, um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen wird die Vereinbarung bei dem Fußball-Bundesligisten zunächst bis zum 30. Juni laufen. Die Ersparnis soll bei etwa 1,5 Millionen Euro liegen. 

Manager Martin Przondziono wollte am Freitag keine Angaben zur Größenordnung machen. Der 50-Jährige beschrieb die Verhandlungen mit dem Spielerrat (Christian Strohdiek, Uwe Hünemeier, Leopold Zingerle, Sebastian Schonlau und Klaus Gjasula) als sehr offen und konstruktiv. Warum die Vereinbarung im Vergleich zu anderen Erstligisten erst relativ spät zustande kam, begründete er so: „Viele unserer Jungs waren in Quarantäne und sind zum Teil auch gar nicht vor Ort. Da war die Kontaktaufnahme in einigen Fällen nicht so einfach.“

11.20 Uhr: Mehr als 85.500 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 1150 Tote

In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 85.559 Infektionen (Vortag Stand 11.00: mehr als 80.500 Infektionen) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 20.900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 327 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 18 500 Fällen und mindestens 224 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 160,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 102,9. 

Mindestens 1154 (Vortag Stand 10.15 Uhr: 1022) mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

11.04 Uhr: Osterferien beginnen in NRW mit leeren Straßen

Die Osterferien haben am Samstag in Nordrhein-Westfalen mit leeren Straßen begonnen. Landesweit meldete der WDR um kurz nach 10.00 Uhr morgens gerade einen Kilometer Stau. Normalerweise gibt es zum Ferienbeginn volle Straßen und Verkehrsbehinderungen vor allem in Richtung Süden und Westen in die Niederlande und Belgien. NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) hatte am Vortag ausdrücklich appelliert, wegen der Corona-Pandemie auf Osterurlaube zu verzichten. 

Das betreffe nicht nur Reisen und Tagesausflüge innerhalb Nordrhein-Westfalens, sondern auch die beliebten Reisen in die Niederlande und nach Belgien. Offiziell verboten seien Urlaube in den Nachbarländer zwar nicht. „Aber Sie haben natürlich keine Möglichkeit Ihren Urlaub da zu verbringen, weil Sie nirgendwo hingehen können“, hatte Holthoff-Pförtner gesagt.

10.50 Uhr: Mehr häusliche Gewalt vor allem in Städten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht vor allem in den Städten die Gefahr einer Zunahme häuslicher Gewalt im Zuge der Corona-Krise.

«Aus den Ländern bekommen wir unterschiedliche Rückmeldungen. Es gibt offensichtlich ein Stadt-Land-Gefälle», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Aus ländlichen Regionen, wo es mehr Möglichkeiten gebe, raus zu gehen und wo Menschen nicht so sehr auf engem Raum lebten, sei das Konfliktpotenzial nicht so hoch. «Dort hören wir noch nicht von zusätzlichen Fallzahlen», sagte Giffey. Bereits in der vergangenen Woche habe sie aber aus Berlin die Rückmeldung bekommen, dass die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt um zehn Prozent gestiegen seien.

9.45 Uhr: Armine Amos Pieper spricht über das Leben eines Profis in der Corona-Krise

Amos Pieper kann sich über Langeweile in der Corona-Krise nicht beklagen. Der Abwehrspieler von Arminia Bielefeld hat im Herbst ein Fernstudium begonnen. Im Video-Interview spricht der 22 Jahre alte Profi des Zweitliga-Tabellenführers über die Zwangspause, Wirtschaftspsychologie und ein Regal, das nun endlich steht.

9.10 Uhr: Die Kurve flacht auch in Bielefeld etwas ab

In der Zeit vom 20. bis 26. März hatte sich die Zahl der Corona-Fälle in Bielefeld verdoppelt, in der Woche von 27. März bis 2. April lag die Steigerung nur noch bei 46 Prozent. „Es gibt ein deutliches Abflachen der Kurve. Ein Grund zur Entspannung ist das aber noch nicht”, sagt Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Chef des städtischen Krisenstabs. Noch immer könne es sich dabei um eine Momentaufnahme handeln. Mehr hier. 

9.00 Uhr: Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Zum Auftakt der Osterferien appellieren Politiker an die Menschen, das Kontaktverbot weiter einzuhalten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Mehr hier 

8.43 Uhr: Linke und Grüne kritisieren Reisebeschränkung in Deutschland

Die Linke im Bundestag lehnt die teilweise angeordneten Einreisebeschränkungen innerhalb Deutschlands zur Eindämmung der Corona-Krise ab.

Der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag), zwar seien die allgemeinen Kontaktsperren richtig. «Aber an den Bundesländern Grenzen hochzuziehen und zu sagen, die einen dürfen sich mal einen Tag am Meer von ihrem Alltag in der Wohnung erholen und die anderen nicht - das geht zu weit. Wohin soll das führen?» Wer den Mindestabstand wahre und sich verantwortungsvoll verhalte, solle spazieren gehen dürfen, ohne Probleme mit der Polizei zu bekommen - egal ob im Wald, im Park oder am Meer, sagte Korte.

Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, sagte dem RND, nötig seien bundeseinheitliche Regelungen. « Wir brauchen ein schlüssiges und transparentes Gesamtkonzept. Wir brauchen keine Kleinstaaterei.»

8.11 Uhr: Abmahnungen für „Mundschutz“

Firmen und Private, die in der Corona-Krise „Schutzmasken“ herstellen, laufen Gefahr, Abmahnbriefe von Anwälten zu erhalten. Der Fernsehsender NTV berichtet von solchen Fällen insbesondere in Bayern. Näherinnen, die selbst genähte Masken etwa über Ebay anbieten, soll es ebenso ergangen sein.

ustiziabel kann ein Angebot sein, wenn es gegen das Medizinproduktegesetz verstößt. Es soll verhindern, dass Kranke mit falschen Versprechungen zum Erwerb von Produkten verführt werden. Deshalb darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass ein Produkt eine Wirkung erzielt, die nicht nachweisbar ist. So darf nicht einfach behauptet werden, eine Maske schütze vor dem Coronavirus.

8.07 Uhr: Deutlich weniger Unfalltote in NRW

Die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr ist in Nordrhein-Westfalen im März - vermutlich bedingt durch die Corona-Krise - deutlich gesunken. Lediglich 23 Menschen kam im vergangenen Monat im Land bei Verkehrsunfällen ums Leben, teilte ein Polizeisprecher in Duisburg auf dpa-Anfrage mit. Im März 2019 seien es 37 Tote gewesen. Der Rückgang beträgt somit 38 Prozent. 

Die Corona-Krise führe zu einem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen. Die Polizei warnte davor, die freieren Straßen zu nutzen, um zu rasen. Die Tempokontrollen seien keineswegs ausgesetzt. Die Polizei schreite konsequent ein.

8.01 Uhr: Mehr als 85.100 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 1100 Tote

In Deutschland sind bis Freitagabend mehr als 85.100 Infektionen (Vortag Stand 20.00 Uhr: mehr als 79.400) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit. 

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 20 900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 327 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 18 500 Fällen und mindestens 224 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 160,3 die meisten Infektionen.

7.50 Uhr: Grafik - Die am stärkten von Covid-19 betroffenen Länder

Freitag, 3. April:

19.13 Uhr: Merkel nach Corona-Quarantäne: Erleben Ostern wie nie zuvor

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat alle Bürger aufgefordert, sich auch an Ostern und in den Ferien an die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu halten. Die CDU-Politikerin sagte am Freitag in ihrem wöchentlichen Podcast, sie könne noch keine Stichtage für ein Ende der Anordnungen nennen. Dies wäre in der jetzigen Situation auch unverantwortlich.

18.04 Uhr: Infektionen in Geriatrie in Enger

Im evangelischen Krankenhaus Enger hat es drei Corona-Fälle gegeben. „Eine Patientin, die in unsere Geriatrie verlegt worden war, wurde positiv auf Covid-19 getestet“, sagt Roland von der Mühlen, Geschäftsführer des evangelischen Krankenhauses Enger und des Bünder Lukas-Krankenhauses. Bei vorsorglichen Abstrichen sind zwei weitere Männer positiv getestet worden.

17.15 Uhr: jetzt 15 Todesfälle in OWL

Am Freitag haben die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe wieder aktuelle Zahlen zu den nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen veröffentlicht. Im Kreis Gütersloh gab es einen weiteren Todesfall. Damit stieg die Gesamtzahl in OWL auf 15. Mehr Informationen gibt es, wenn Sie auf die Links klicken. Hier der Überblick:

16.59 Uhr: Wissenschaftler: Lockerung nach Osterferien denkbar

Eine Lockerung der Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus ist nach Einschätzung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina nach den Osterferien vorstellbar. Mehr hier. 

15.38 Uhr: dritter Todesfall im Kreis Gütersloh

Bei dem dritten Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Kreis Gütersloh handelt es sich nach Angaben der Kreisverwaltung um einen älteren Mann mit schweren Vorerkrankungen, der am Freitag im Krankenhaus gestorben sei.

13.58 Uhr: Auf absehbare Zeit keine Rückkehr zur Normalität an den Schulen

An den Schulen in Deutschland wird nach Einschätzung von Lehrerverbänden, Bildungspolitikern und -gewerkschaften auch bei möglichen Lockerungen der strengen Anti-Corona-Maßnahmen für längere Zeit keine Normalität einkehren. „Die Schulen werden auf absehbare Zeit nicht mehr so sein wie vor Corona“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Schulkonzerte, Ausflüge, Klassenfahrten – das alles werde es erstmal nicht mehr geben. Falls die Schulen nach den Osterferien wieder schrittweise geöffnet werden sollten, könnten laut Meidinger zunächst die Abschlussklassen wieder zurückkommen. Diese Schüler benötigten die Schule jetzt wegen der Prüfungen am dringendsten, sagte er am Freitag.

13.30 Uhr: Deutscher Kreuzfahrt-Passagier stirbt in Australien

Ein deutscher Passagier des im Westen Australiens festsitzenden Kreuzfahrtschiffs „Artania“ ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Klinik der Stadt Perth gestorben. Dabei handele es sich um einen Mann in den Sechzigern, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Er gehörte zu den Passagieren, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren. Die Angehörigen seien informiert, hieß es weiter. Die „Artania“, bekannt aus der ARD-Dokuserie „Verrückt nach Meer“, liegt seit der vergangenen Woche an der Küste vor der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren.

13.07 Uhr: Häftling kommt wegen Corona frei - und fällt als Ladendieb auf

Ein Mann (44), der im Zuge der Corona-Krise vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, soll jetzt wieder ins Gefängnis kommen: Zwei Tage nach seiner Freilassung ist er laut Polizei am Donnerstag als mutmaßlicher Ladendieb erwischt worden. Ein Beil hatte er auch noch dabei.Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war der 44-Jährige trotz Hausverbots in einen Supermarkt gekommen und dort beim Diebstahl von Kosmetikartikeln ertappt worden. Als die Polizei dazu stieß, kam heraus, dass der Mann wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe zuletzt eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßte - und im Zuge der Corona-Krise am 31. März vorläufig freigelassen worden war.

13.05: Zwei Drittel weniger Leute an Bahnhöfen und Haltestellen

Durch die Maßnahmen in der Corona-Krise nutzen nach Google-Daten gut zwei Drittel weniger Menschen in Deutschland Bahnen und Busse. In Lebensmittelläden und Apotheken gingen zuletzt rund halb so viele Kunden wie Anfang des Jahres, wie aus einer Auswertung anonymisierter Bewegungsdaten des Internet-Konzerns hervorgeht. Es sind die ersten öffentlichen Zahlen zu Auswirkungen bisheriger Vorkehrungen wie Heimarbeit und Kontaktsperren. Dabei bekommt man nur eine prozentuale Veränderung insgesamt zu sehen, nicht aber die Entwicklung an einzelnen Orten. Die Daten geben auch keinen Aufschluss über die Bewegung einzelner Personen, betont Google. Die Angaben sind zwei bis drei Tage alt, weil der Konzern Zeit braucht, die Daten aufzubereiten.

13.00 Uhr: 90 Prozent der Corona-Getesteten in NRW laut Minister nicht infiziert

Neun von zehn Patienten, die in Nordrhein-Westfalen bislang auf das Corona-Virus getestet wurden, sind nicht infiziert. Diese Quote zeige, dass in NRW bereits sehr viel getestet werde, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag in Düsseldorf. Möglich wären in NRW gut 20.000 Tests pro Tag. Diese Kapazität werde derzeit nicht ausgeschöpft. Die Entscheidung liege im Ermessen der Ärzte, sagte Laumann. Kriterien für einen Corona-Test seien die Symptome, Kontakte mit Corona-infizierten und der Aufenthalt in einem Krisengebiet.

12.55 Uhr: Mehr als 100 Corona-Infizierte: Rose-Klinik wird geräumt

Nach mehr als 100 Infektionen mit dem Coronavirus wird die Rose Klinik in Horn-Bad Meinberg seit dem Freitagmorgen geräumt. Patienten werden auf Krankenhäuser verteilt oder in die häusliche Quarantäne entlassen. Mehr erfahren Sie hier.

12.47 Uhr: Krisenkabinett will über mehr Grenzkontrollen reden

Das Corona-Krisenkabinett will am Montag über mehr Grenzkontrollen beraten. Nach Informationen des „Spiegel“ soll in der Sitzung auch über eine mögliche Quarantänepflicht für alle ankommenden Flugreisenden gesprochen werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) überlegt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schon seit einigen Tagen, ob es sinnvoll sein könnte, auch an den restlichen Grenzen Kontrollen einzuführen. Bislang gibt es dazu allerdings noch keinen Konsens in der Bundesregierung. Aktuell gebe es keine Veranlassung, die bestehenden Kontrollen zu ändern, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Berlin.

12.45 Uhr: Spanische „Anti-Corona-Hymne“ geht viral

Das mehr als 30 Jahre alte Schlagerlied „Resistiré“ (Ich werde standhalten) ist in Spanien zur „Hymne“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie geworden. Der spanisch-deutsche Popmusiker Álvaro Soler (29) und rund 50 weitere Künstler des vom Virus Sars-CoV-2 besonders hart getroffenen Landes machten nun eine neue Fassung des Songs des „Dúo Dinámico“, die auf Youtube nach nur zwei Tagen schon mehr als fünf Millionen angeklickt worden ist.

12.42 Uhr: Restauratoren geben Schutzausrüstung an Klinik ab

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) spenden Schutzausrüstung ihrer Restauratoren an ein Klinikum. Abgegeben werden 6200 Einmal-Handschuhe, mehr als 130 Schutzanzüge sowie rund 150 Atemschutzmasken, wie eine SKD-Sprecherin am Freitag mitteilte. Sie gehen an das Klinikum Oberlausitzer Bergland.

12.42 Uhr: DHL-Paketmengen inzwischen auf „Vorweihnachtsniveau“

Der Paket-Dienstleister DHL meldet nach einigen Wochen Corona-Krise mittlerweile steigende Paketzahlen. Zu Beginn der Einschränkungen hatte sich zunächst kein nennenswerter Effekt bemerkbar gemacht. Man sehe nun „eine täglich steigende Zahl von Sendungen, deren Menge mittlerweile sehr spürbar über der des Vorjahres zu dieser Zeit liegt“, sagte ein Post-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Über Ostern werde die Menge voraussichtlich weiter steigen. „Der sehr plötzliche Anstieg auf nunmehr schon Vorweihnachtsniveau pro Tag in unserem Netzwerk zeigt uns, dass gerade auch kleine Händler verstärkt auf DHL setzen, um ihre Waren auch bei Schließung der Ladenlokale an den Konsumenten zu bringen“, sagte Post-&-Paket-Vorstand Tobias Meyer.

12.40 Uhr: Pfarrer „vergibt“ Klopapier-Dieb

Ein Pfarrer aus Rösrath bei Köln hat einem Toilettenpapier-Dieb auf humorige Art die Leviten gelesen. Der Unbekannte habe während des letzten Gottesdienstes, der vor dem Hintergrund der Corona-Krise noch möglich war, nahezu den gesamten Klopapier-Vorrat aus dem evangelischen Gemeindehaus Volberg gestohlen, wie Pfarrer Thomas Rusch am Freitag sagte. Daraufhin veröffentlichte er auf der Gemeinde-Homepage einen Andacht-Text: „Lieber Dieb, wenn Du dies liest: Ich wünsche Dir einen “segensreichen Gebrauch„, und hiermit erteile ich Dir pastorale “Absolution„.“ Eine Bitte fügt der Pfarrer noch an: „Bitte teile mit Deinen Nachbarn“.

12.36 Uhr: Erneut mehr als 900 Corona-Tote binnen 24 Stunden in Spanien

Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 932 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10 935, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mitteilte. Es war der zweite Tag in Folge mit mehr als 900 und bereits der siebte in Serie mit mehr als 800 Toten in Spanien.

12.04 Uhr: Beamte sollten während Dienstzeit Blut spenden

Angesichts sinkender Blutspende-Bereitschaft fordert der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, für Beamte die Erlaubnis zum Blutspenden während der Arbeitszeit. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der auch für Beamte zuständig ist, solle das ermöglichen, forderte Kuhle in einem Brief an den Minister. Das wäre ein „wichtiges Signal an andere Behörden und in die Privatwirtschaft“, sagte Kuhle am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

12.02 Uhr: Merkel kehrt ins Kanzleramt zurück

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne ins Kanzleramt zurückgekehrt. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, hat sie ihre Geschäfte wieder persönlich in der Regierungszentrale aufgenommen. Selbstverständlich würden dort die bestehenden Abstandsregelungen beachtet. Gespräche mit anderen Regierungschefs führe sie per Telefon oder per Videoschalte. „Jetzt geht die Arbeit wieder aus dem Kanzleramt weiter“, sagte Seibert.

11.22 Uhr: Maßnahmen zeigen laut RKI deutlich Wirkung - aber keine Entwarnung

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Deutschland zeigen nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen in Deutschland im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. In den vergangenen Wochen habe der Wert bei fünf, manchmal sogar bei sieben Menschen gelegen, die ein Infizierter ansteckte. Ein Grund zur Entwarnung seien die neuen Daten aber noch nicht: Erst, wenn ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen Menschen anstecke, lasse die Epidemie langsam nach. „Wir müssen unter eins kommen. Ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen gelingt“, sagte Wieler.

11.20 Uhr: Bis auf Weiteres: Deutscher Amateur-Fußball steht still

Der deutsche Amateur-Fußball steht wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit still. Die 21 Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund (DFB) haben sich gemeinsam auf eine Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes ab den Regionalligen bis auf Weiteres verständigt. Das teilten die Verbände am Freitag mit. Eine mögliche Fortsetzung werde mit einer Vorlaufzeit von mindestens 14 Tagen angekündigt, um allen Vereinen ausreichend Planungssicherheit zu geben. Wegen der derzeitigen Entwicklung könnten aber keine verlässlichen Prognosen abgegeben werden, wann und in welcher Form der Spielbetrieb in den verschiedenen Ligen wieder aufgenommen werden kann, hieß es in einer Mitteilung des Norddeutschen Fußball-Verbandes.

10.53 Uhr: Etwa 18.500 Corona-Infektionen und 220 Tote in NRW - 1022 Tote in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist am Freitag auf 18.534 gestiegen. Demnach erhöhte sich die Zahl von Donnerstag auf Freitag (10.00 Uhr) um 1280 Fälle, wie das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Während der Anstieg der Fallzahlen von Sonntag bis Mittwoch noch unter der Tausender-Marke blieb, lag er seitdem konstant bei über Tausend Fällen pro Tag. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 23 auf nun 220. Deutschlandweit sind bis Freitagvormittag mehr als 80.500 Infektionen (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 73.900) mit dem neuen Coronavirus registriert worden, so die Deutsche Presseagentur laut eigener Auswertungen der neuesten Zahlen der Bundesländer. Mindestens 1022 (Vortag Stand 10.15 Uhr: 879) mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

10.42 Uhr: Kanzleramt strebt rasche Stichproben mit Antikörpertests an

Die Bundesregierung will im Kampf gegen das Coronavirus sofort nach Vorliegen eines zuverlässigen Antikörpertests repräsentative Stichproben in der Bevölkerung machen lassen. Das kündigte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) in der ZDF-Sendung „maybrit illner“ an. Ziel sei ein Überblick, wie groß der Anteil der Menschen in der Bevölkerung ist, die Antikörper gegen das Virus haben. Einen Test auf Antikörper im Blut gebe es schon, er sei „aber noch nicht so genau, wie wir ihn brauchen“, sagte Braun. Der derzeit vorliegende Test könne „den fatalen Fehler machen, dass er einem suggeriert, man sei schon immun und es stimmt am Ende gar nicht“. Sobald dies behoben ist, solle „eine große Serie von Menschen, die glauben, sie hätten nie etwas mit Corona zu tun gehabt“, freiwillig getestet werden. Dies werde zeigen, wie viele Menschen die Erkrankung „still“ durchmachten und wie groß die Infizierten-Dunkelziffer sei.

10.33 Uhr: Schleswig-Holstein schließt mobile Würstchenstände

Schleswig-Holsteins Landesregierung hat die Schutzmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus in Teilen verschärft. Wie die Staatskanzlei am Freitag mitteile, müssen mobile Verkaufsstände wie Würstchenbuden, Eis- oder Kaffeewagen schließen. Wochenmärkte sind davon ausgenommen, also weiterhin erlaubt. Die Regierung bekräftigte, dass Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Bundeslandes untersagt sind, stellte aber auch klar: „Dies umfasst keine Tagesreisen innerhalb des Landes und keine Ausflüge von geringem Umfang wie Spaziergänge und -fahrten“. Das Land gelte nicht als Risikogebiet.

10.12 Uhr: Flieger aus Neuseeland bringt Deutsche nach Hause

Nach einem Stopp von Rückführungsflügen aus Neuseeland ist ein erster Flieger mit in dem Land gestrandeten Deutschen auf dem Weg in die Heimat. Eine Maschine der Air New Zealand verließ Auckland am späten Freitagnachmittag (Ortszeit) in Richtung Vancouver, hieß es von der Fluggesellschaft. An Bord sind 342 Passagiere. Nach einem Halt in Vancouver soll der Flieger Frankfurt am frühen Samstagmorgen erreichen.In Neuseeland sitzen zurzeit am meisten Deutsche im Ausland fest - mehr als 12 000 hatten sich nach Angaben der deutschen Botschaft in Wellington für das Rückholprogramm registriert. Weitere Evakuierungsflüge soll es in den kommenden Tagen aus Auckland und Christchurch geben.

10.10 Uhr: Puma will Dividende aussetzen - Vorstand verzichtet auf Gehälter

Der Sportartikelhersteller Puma will wegen der Coronavirus-Pandemie die Dividende aussetzen. Wegen der „stark negativen Auswirkungen“ auf sein Geschäft werde der Vorstand der Hauptversammlung einen entsprechenden Vorschlag machen, teilte das MDax-Unternehmen am Freitag in Herzogenaurach mit. Zudem soll der Vorstand zunächst im April zu 100 Prozent auf seine Gehälter verzichten. Danach werde die Situation neu beurteilt, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit.

10.10 Uhr: Chinesische Stadt verbietet Verzehr von Hunden und Katzen

Vor dem Hintergrund des Coronavirus-Ausbruchs hat die südchinesische Stadt Shenzhen das Essen von Hunden und Katzen verboten. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll das Verbot ab dem 1. Mai gelten. Es ist Teil einer weitreichenderen Verordnung, die den Verzehr von Wildtieren untersagt. Da der Ursprung des Coronavirus auf einem Markt für Wildtiere in der zentralchinesischen Stadt Wuhan vermutet wird, hatte Chinas Zentralregierung Ende Januar angeordnet, dass der Handel mit Wildtieren untersagt werden soll.

10.01 Uhr: Umsatz bei H&M bricht ein

Die schwedische Modekette H&M muss wegen der Corona-Krise und der damit verbundenen Ladenschließungen in mehreren Ländern mit einem massiven Einbruch seiner Erlöse zurechtkommen. Der Umsatz im März sank währungsbereinigt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 46 Prozent, wie die H&M-Gruppe am Freitag bei der Vorstellung ihrer Quartalszahlen mitteilte. Ende März seien 3778 der 5065 vom Konzern betriebenen Geschäfte in insgesamt 54 Märkten geschlossen gewesen, darunter alle Filialen in für H&M besonders wichtigen Ländern wie Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, wie Konzernchefin Helena Helmersson erklärte. Die Nachfrage sinke wegen der von der Coronavirus-Pandemie verursachten Sorgen und Unsicherheiten auch auf vielen anderen Märkten. Für das zweite Quartal - das bei H&M von März bis Mai geht - rechnet die Konzerngruppe wegen der anhaltenden Corona-Krise mit einem Verlust. Im ersten Quartal von Dezember bis Februar sah es noch ganz anders aus für die H&M-Gruppe: Der Umsatz wuchs in dem Zeitraum um 8 Prozent auf 54,9 Milliarden schwedische Kronen (rund 5 Mrd Euro). Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 0,8 auf 1,9 Milliarden Kronen.

10.00 Uhr: Nachbesserungen an KfW-Krediten

Die EU-Kommission hat in der Corona-Krise Nachbesserungen bei KfW-Krediten für betroffene Unternehmen genehmigt. Damit könnten nun auch Landesförderinstitute günstigere Kreditkonditionen gewähren, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Die Regelung ermögliche es, dass Landesförderinstitute Kreditprogramme mit den gleichen günstigen Konditionen gewähren können, wie sie bereits für die staatliche Förderbank KfW gelten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, dies sei neben dem KfW-Sonderkreditprogramm ein weiterer wichtiger Baustein, um den Unternehmen einen schnellen Zugang zu mehr Liquidität zu ermöglichen. „Jetzt können auch die Bundesländer flächendeckend Kreditprogramme aufsetzen, die die guten Förderkonditionen des bereits genehmigten KfW-Sonderprogramms anwenden und so Unternehmen schnell und zinsgünstig zu mehr Liquidität verhelfen.“

9.30 Uhr: So trifft die Corona-Krise die Bekleidungshersteller in Ostwestfalen-Lippe

Der Verkauf von Bekleidung ist nicht nur in Deutschland, sondern mindestens in Europa weitgehend gestoppt. Entsprechend quellen nicht nur die Leger der Modehäuser und Boutiquen, sondern auch die – wesentlich größeren – Lagerstätten bei den Produzenten über. Dabei ist die Situation bei den einzelnen Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe nicht ganz einheitlich. Mehr lesen Sie hier.

9.19 Uhr: Heil erwägt Anhebung des Kurzarbeitergeldes

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erwägt in der Coronavirus-Krise eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Er werde mit Arbeitgebern und Gewerkschaften darüber reden, „ob wir das Kurzarbeitergeld noch einmal anheben können“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitag) in Düsseldorf. Zugleich stellte er eine mögliche Verlängerung in Aussicht: „Ihr habt die erleichterten Regeln für Kurzarbeit, mit denen wir Brücken über diese Krise bauen. Wenn es nötig ist, bauen wir die auch noch länger.“ Beschäftigte in Kurzarbeit erhalten 60 Prozent und in Haushalten mit Kindern 67 Prozent des entgangenen Nettoentgelts. In einigen Branchen und Betrieben gibt es tarifvertragliche Regelungen zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.

9.17 Uhr: Pflegebeauftragter: Kräfte aus Ausland könnten nach Ostern wegbleiben

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, befürchtet, dass Pflegekräfte aus Osteuropa über Ostern in ihre Heimatländer fahren und anschließend nicht nach Deutschland zurückkehren. Für Pfleger aus Polen etwa gelte: „Dass alle die, die einen Arbeitsvertrag in Deutschland haben, natürlich auch zurückkehren können und dass die auch durchgelassen werden“, sagte Westerfellhaus am Freitag im Deutschlandfunk. Auch mit Rumänien und Tschechien würden derzeit entsprechende Regelungen ausgehandelt. Westerfellhaus betonte aber: „Man darf die Rechnung dabei auch nicht ohne die Beteiligten machen.“ Er spreche von Pflegekräften, „die zwar zurückkommen können, die aber aus Angst zuhause bleiben und sagen: “Ich bleibe jetzt bei meiner Familie„“. Der Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) hatte bereits gewarnt, dass nach Ostern bis zu 200.000 Betreuungskräfte aus Osteuropa fehlen könnten. Nach Angaben von Patientenschützern werden insgesamt 2,6 Millionen ältere Menschen zu Hause versorgt.

8.50 Uhr: China will der Coronavirus-Opfer gedenken - Flaggen auf Halbmast

China will an diesem Samstag der Coronavirus-Opfer im eigenen Land gedenken. Wie der Staatsrat in Peking am Freitag mitteilte, sollen die Flaggen landesweit auf Halbmast gesetzt werden. Zudem soll es drei Schweigeminuten geben. China gedenkt an diesem Samstag ohnehin traditionell seiner Toten (Qingming-Fest). Nach Angaben der Pekinger Gesundheitskommission sind seit dem Ausbruch des Coronavirus 3322 Menschen auf dem chinesischen Festland an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

8.48 Uhr: Rumproduzent aus Venezuela steigt auf medizinischen Alkohol um

Der für seine Spirituosen weltbekannte venezolanische Rumhersteller Santa Teresa hat wegen der Corona-Pandemie einen großen Teil der Produktion auf antiseptischen Alkohol umgestellt. Dies teilte das Unternehmen, dessen Besitzer Alberto Vollmer Nachfahre eines Hamburger Kaufmanns ist, am Donnerstag (Ortszeit) mit. In weniger als zehn Tagen habe die Destillerie in der Nähe von Revenga - 80 Kilometer von der Hauptstadt Caracas entfernt - ihre Produktlinie angepasst, ein spezielles Etikett erstellt und die erforderlichen Genehmigungen bekommen. Den meisten Krankenhäusern in Venezuela fehlen grundlegende Dinge wie Wasser und Seife.

8.36 Uhr: NRW-Innenminister Reul: Appell an die Bürger

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat an die Bevölkerung appelliert, am bevorstehenden milden Wochenende besonders beliebte Ausflugsziele zu meiden. „Es sollten nicht alle dahin fahren, wo alle hinfahren“, sagte er am Freitagmorgen dem WDR - zum Beispiel in Köln und Düsseldorf an den Rhein. Sonst gebe es neue Probleme mit fehlendem Abstand und zu engem Kontakt. Bisher seien die Auflagen wegen des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen gut eingehalten worden, bilanzierte Reul. Bis zum 1. April habe es landesweit 7300 Verstöße gegeben - bei 18 Millionen Einwohnern. Es sei nicht verboten, für Spaziergänge in andere Städte zu fahren, stellte der Innenminister klar. Aber er wolle auch nicht dafür werben. „Am besten ist es, Sie bleiben im häuslichen Umfeld.“Die Auflagen seien hart, aber die Alternative seien ein Ausgangsverbot oder Infektion und womöglich Krankheit und Tod gewesen. „Es geht hier nicht um ein Luxusproblem.“ In NRW dürfen maximal zwei Menschen zusammen in die Öffentlichkeit, Ausnahmen gelten für Familien.

8.32 Uhr: Wer darf leben, wer muss sterben? Das Horrorszenario der Ärzte

Es ist nicht völlig auszuschließen, dass bald auch deutsche Ärzte darüber entscheiden müssen, wer ein Beatmungsgerät bekommt und wer nicht. Nach welchen Kriterien würde in einer solchen Extremsituation ausgewählt?

8.10 Uhr: Spahn sieht Hinweise auf wirksame Corona-Medikamente

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 bald auch zielgerichtete Medikamente eingesetzt werden können. „Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen“, sagte der CDU-Politiker in „Bild live“. Dazu sollten Studien „schnellstmöglich möglich“ gemacht werden. Allerdings müsse auch aufgepasst werden: Die Patienten müssten geschützt werden, da jedes Medikament auch Nebenwirkungen habe. Es gebe auch in Deutschland bereits eine Reihe von Studien, auch zu dem „alten Malaria-Mittel“ Resochin (Wirkstoff Chloroquinphosphat) des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Es gebe aber auch weitere Medikamente, die helfen könnten. Auf jeden Fall werde deutlich früher ein Medikament als ein Impfstoff auf dem Markt sein, sagte Spahn, und ist damit auf einer Linie mit vielen Experten.

7.32 Uhr: 25 Krankenhaus-Mitarbeiter in Herford infiziert

Von Corona-Infektionen in der Belegschaft sind mittlerweile beide Krankenhäuser in Herford betroffen. Auf Nachfrage bestätigt das Klinikum Herford 17 Fälle, beim Mathilden Hospital sind es acht. Sorgen müssen sich Patienten aber nicht machen: Die Akutversorgung ist nicht gefährdet und in keinem der beiden Häuser hat sich bislang ein Patient mit Covid 19 angesteckt. 

7.30 Uhr: Labore in Deutschland arbeiten rund um die Uhr

Während der Corona-Epidemie arbeiten zumindest einige Labore in Deutschland rund um die Uhr, damit so viele Menschen wie möglich auf das Virus getestet werden können. An sieben Tagen der Woche werden 24 Stunden am Tag Proben auf Sars-CoV-2 hin überprüft, wie es etwa aus Laboren in Köln und im sächsischen Plauen heißt. Nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) werden bundesweit in 97 Laboren die entsprechenden Tests durchgeführt. Einer deutschlandweiten Laborabfrage des Robert-Koch-Instituts zufolge testeten Mitte März sogar mehr als 170 Labore in der Bundesrepublik Abstriche auf Sars-CoV-2. Rund 300.000 Corona-Tests werden ALM zufolge in den Laboren wöchentlich durchgeführt. Dem RKI zufolge waren es in der vergangenen Woche rund 350.000 Tests.Ein Engpass an Arbeitsmaterialien bereitet den Laboren jedoch Schwierigkeiten.

7.25 Uhr:  15.000 Bundeswehr-Soldaten einsatzbereit zur Amtshilfe

Zur Bewältigung der Corona-Krise hält die Bundeswehr von heute an 15 000 Soldaten bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen. Die Männer und Frauen seien dann unterschiedlich schnell - beispielsweise binnen 12 bis 72 Stunden - abmarschbereit, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte die Bundeswehr auf einen langen Kriseneinsatz eingestellt.Allerdings leidet auch die Bundeswehr unter der Knappheit von Schutzausrüstung, es fehlen insbesondere Schutzmasken für Fachkräfte. Hilfsgesuche aus den Ländern seien deshalb immer eine schwierige Abwägung, weil das entsprechende Material und Personal dann in den eigenen Krankenhäusern fehle, hieß es.

7.04 Uhr: Mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen weltweit - mehr als 1000 Tote in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von einer Million weltweit überschritten. Das geht aus aktuellen Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität von Donnerstag (Ortszeit) hervor. An der Lungenkrankheit Covid-19, die das vor drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 auslösen kann, starben demnach bislang weltweit mehr als 51.000 Menschen.

Laut Statistik sind zudem mehr als 1000 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, in Deutschland gestorben. Die John Hopkins Universität gibt die Zahl der Toten mit 1107 an (Stand 3.4., 7 Uhr). Mehr lesen Sie hier:

6.40 Uhr: Klinik sucht Personal in Bevölkerung

Die Mühlenkreiskliniken mit 5000 Mitarbeitern und mehreren Standorten im Kreis Minden-Lübbecke wollen im Kampf gegen das Coronavirus alle personellen Reserven in der Bevölkerung mobilisieren. Am Donnerstag hat der Klinikverbund Bürgerinnen und Bürger mit einer Fachausbildung im pflegerischen oder ärztlichen Bereich aufgerufen, bei der Bewältigung der Corona-Krise in den nächsten Monaten zu helfen. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten steigen wird“, erklärt Klinikchef Dr. Olaf Bornemeier. Mehr lesen Sie hier.

6.29 Uhr: USA wollen Kosten für Nicht-Krankenversicherte übernehmen

Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung sollen nach dem Willen des Weißen Hauses nicht für eine Behandlung wegen einer etwaigen Covid-19-Behandlung bezahlen müssen.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte im Weißen Haus: «Wir wollen, dass kein Amerikaner sich Sorgen machen muss darüber, einen Test oder eine Behandlung zu bekommen.» Präsident Donald Trump habe die Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus angewiesen, Wege zu finden, wie die Regierung für Behandlungen der rund 30 Millionen nicht krankenversicherten Amerikaner bezahlen könne. Man arbeite an einem Vorschlag für Trump, wie Coronavirus-Hilfsgelder dafür verwendet werden könnten, die Krankenhäuser direkt zu bezahlen.

6.23 Uhr: Flugzeug von NFL-Team transportiert Atemschutzmasken in die USA

Das Flugzeug der New England Patriots hat angesichts der Coronavirus-Krise mehr als eine Million Atemschutzmasken aus China in die USA geflogen. Die Boeing 767 mit dem großen Patriots-Schriftzug landete am Donnerstagabend (Ortszeit) in Boston, dort wurde die Lieferung von der US-Nationalgarde entladen. 

Notwendig geworden war der ungewöhnliche Einsatz, weil Massachusetts' Gouverneur Charlie Baker die Masken nach eigenen Angaben zwar in China kaufen konnte, aber keine Möglichkeit fand, sie in seinen Bundesstaat zu importieren. Er fragte deshalb um Hilfe bei Patriots-Besitzer Robert Kraft und bekam das Flugzeug. Normalerweise ist der Flieger im Einsatz, wenn die American-Football-Spieler des dominierenden Teams der vergangenen Jahre zu Auswärtsspielen reisen.

6.21 Uhr: Branchenverband VDA: Autoindustrie in beispielloser Krise

Die Corona-Krise trifft die Autobranche als deutsche Schlüsselindustrie hart. Sie befindet sich ohnehin in einem schwierigen Umbruch. Der Branchenverband warnt vor zusätzlichen Belastungen. An erster Stelle aber stehe Krisenmanagement.

6.12 Uhr: Senioren malen ihre Wünsche 

Im Altenzentrum Wiepeldoorn in Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) haben die Mitarbeiter und Bewohner mit einer schönen Idee ein Zeichen gesetzt. Die Bewohner, die wegen von der vom Coronavirus ausgehenden Gefahr zurzeit keinen Besuch empfangen dürfen, haben ihre Wünsche gemalt und so platziert, dass Passanten sie sehen können. Mehr hier

senioren

6.06 Uhr: Hausärzte für Antikörpertest nicht ausgestattet

Fehlende Schutzausrüstung macht es vielen Hausärzten im Moment unmöglich, Patienten Blut für einen Corona-Antikörpertest abzunehmen.

Der bisherige Corona-Abstrichtest kann nur eine aktuelle Infektion erkennen. Seit Montag bieten die ersten Labore nun auch einen Antikörpertest an. Er zeigt an, ob jemand (möglicherweise sogar ohne Symptome) die Corona-Infektion durchgemacht hat und damit immun gegen den Erreger ist – zumindest für einen gewissen Zeitraum, den Experten im Moment wegen fehlender Daten auf drei bis sechs Monate schätzen. Mehr hier.

6.02 Uhr: Die Osterferien beginnen - aber größere Ausflüge sind tabu

In den Bundesländern beginnen nach und nach die Osterferien - doch statt Koffer zu packen, gelten für die Menschen diesmal weitgehende Reisebeschränkungen.

Zur Eindämmung des Coronavirus soll dabei auch auf Tagesausflüge zu weiter entfernten touristischen Zielen verzichtet werden. Das geht aus dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern hervor, wie ein Regierungssprecher auf Anfrage der dpa erläuterte. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten dazu aufgefordert, auch zu Ostern private Reisen generell zu unterlassen. Dies gelte auch für «überregionale tagestouristische Ausflüge».

5.55 Uhr: Grafik - Die am stärkten von Covid-19 betroffenen Länder

Donnerstag, 2. April:

21.05 Uhr: Weltweit laut US-Experten mehr als 50.000 Tote durch Coronavirus

Weltweit sind nach Angaben von US-Experten bereits mehr als 50.000 Menschen am Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervor. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionsfälle lag demnach am Donnerstag bei fast einer Million. In den USA wurden bislang die meisten Infektionen gemeldet, gefolgt von Italien, Spanien, China und Deutschland. 

Mehr als 5300 Menschen starben nach Angaben der US-Universität bislang in den Vereinigten Staaten an dem Virus. In Italien waren es rund 14.000, in Spanien mehr als 10.000 und in China rund 3300.

In Deutschland wurden nach Zählungen der Deutschen Presse-Agentur bislang 79.450 Infektionen und 1001 Tote durch das Virus gemeldet. Das geht aus einer Auswertung hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

20.25 Uhr: Bundeswehr will Desinfektionsmittel selbst herstellen

Wegen der Corona-Pandemie und Engpässen in der Versorgung will die Bundeswehr eigene Desinfektionsmittel herstellen. „Grundsätzlich werden durch die Bundeswehrapotheken keine Desinfektionsmittel hergestellt. Aufgrund der besonderen Situation in der Bekämpfung des Coronavirus werden derzeit Maßnahmen getroffen, diese Herstellungskapazitäten zu ermöglichen“, zitierte die „Welt“ (Freitag) eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums.

20.09 Uhr: 2300 medizinische Mitarbeiter in Kliniken mit Corona infiziert

2300 medizinische Mitarbeiter in deutschen Krankenhäusern sind laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte das RKI der „Süddeutschen Zeitung“ auf Anfrage mit. Erfasst seien in dieser Zählung nur die Mitarbeiter von Krankenhäusern, nicht die von Arztpraxen, Laboren, Senioren- und Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Deshalb müsse von höheren Zahlen ausgegangen werden. Für eine Bestätigung war das RKI am Donnerstagabend nicht mehr zu erreichen.

19.25 Uhr: Mehr als 100 Infizierte: Kreis sichert Versorgung der Patienten in Rose-Klinik

Weil mehr als 100 Patienten und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert sind, ist die Rose-Klinik in Horn-Bad Meinberg  nicht mehr in der Lage, die Patienten zu versorgen. Nun hat der Kreis Unterstützung zugesichert. Die Rehaklinik hatte die Verantwortlichen des Kreis Lippe zuvor um Hilfe gebeten. „Der Krisenstab des Kreises Lippe arbeitet aktuell an der Sicherstellung der Versorgung der Patienten und prüft die schrittweise Verlegung der Patienten. Rettungsdienst als auch Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet sowie das Gesundheitsamt Kreis Lippe und das Klinikum Lippe bereiten aktuell die Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem Krisenstab vor“, teilt der Kreis auf seiner Internetseite mit. Am Abend waren 84 Patienten und 27 Mitarbeiter infiziert. 

18.45 Uhr: Niederlande an Deutsche und Belgier: Bleibt Ostern zuhause

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat in drei Sprachen an Deutsche und Belgier appelliert, über die Osterfeiertage nicht in sein Land zu reisen. „Kom niet naar Nederland, Bleib zu Hause, restez à la maison!“, sagte Rutte am Donnerstag nach einer Krisensitzung des Kabinetts, wie die Zeitung „De Telegraaf“ berichtete. Auch die Niederländer rief der Regierungschef angesichts der Corona-Pandemie auf, keine Reisen zu unternehmen. 

Rutte setzt dabei auf Freiwilligkeit. Von einem Verbot könne keine Rede sein, sagte er laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Grenzkontrollen soll es demnach über Ostern nicht geben. Zuvor hatten Abgeordnete des Parlaments in Den Haag die Sorge geäußert, dass über die Feiertage viele Ausländer ins Land kommen und so ungewollt zur Ausbreitung des Virus beitragen könnten. 

17.57 Uhr: Über 100 Patienten und Pfleger infiziert - Rehaklinik im Kreis Lippe bittet um Hilfe

Weil in einer Rehaklinik in Horn-Bad Meinberg mehr als 100 Patienten und Pfleger mit dem Coronavirus infiziert sind, hat das Haus den Kreis Lippe um Hilfe geben. Die Klinik bei Detmold könne die Versorgung der Patienten nicht mehr sicherstellen, teilte ein Kreissprecher am Donnerstag mit. Laut Mitteilung prüft ein Krisenstab jetzt die schrittweise Verlegung der Patienten. Nach Angaben des Kreises hat die Klinik zuletzt 78 infizierte Patienten und 27 positiv getestete Mitarbeiter gemeldet. 84 Patienten und fünf Ärzte wurden negativ getestet. 17 Patienten warten noch auf das Ergebnis.

17.32 Uhr: Alle drei Tage Corona-Tests für Bundesliga-Profis

Die neugegründete medizinische Taskforce der Deutschen Fußball Liga hat offenbar erste Entscheidungen für den Weg zu einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga getroffen. Laut der MDR-Sendung „Sport im Osten“ sollen die Profis alle drei Tage auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus getestet werden. Bei einem positiven Befund sollen nicht mehr alle Spieler der Mannschaft in Quarantäne geschickt werden, sondern nur der infizierte. 

Der MDR berichtet zudem, dass die Teams zu einer Partie antreten müssen, wenn sie 13 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung haben. Die DFL wollte den Bericht auf dpa-Anfrage am Donnerstag nicht kommentieren.

17.05 Uhr: Zahl der Infizierten in Ostwestfalen-Lippe steigt

Am Donnerstag haben die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe wieder aktuelle Zahlen zu den nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen veröffentlicht. Demzufolge gab es in OWL weitere Todesfälle. Erstmals starben in Bielefeld sowie in den Kreisen Höxter und Minden-Lübbecke Menschen nach Corona-Infektionen. Damit gibt es nun in allen Kreisen in OWL Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.
In Warburg starb ein 80-jähriger Bewohner eines Altenzentrums. Der Mann hatte laut Heimleitung multiple Vorerkrankungen. Er wurde zuletzt auf der Isolierstation des Warburger Krankenhauses behandelt. Im Mindener Klinikum starb ein 78-jähriger Mann, der ebenfalls schwere Vorerkrankungen hatte. In Bielefeld starb ein 71-jähriger Mann nach einer Corona-Infektion. Auch er hatte nach Angaben der Behörden Vorerkrankungen. Mehr Informationen gibt es, wenn Sie auf die Links klicken. Hier ein Überblick:

Bielefeld: 188 (+11)
Kreis Gütersloh: 432 (+31)
Kreis Höxter: 78 (+6)
Kreis Lippe: 393 (+46)
Kreis Minden-Lübbecke: 364 (+24)
Kreis Herford: 194 (+18)
Kreis Paderborn: 334 (+43) 

16.52 Uhr: „Durchstarten“ nach der Krise - Koalition arbeitet an Konjunkturpaket

Die Bundesregierung will nach überstandener Corona-Krise und einem Einbruch der Wirtschaft mit einem weiteren Konjunkturprogramm die Weichen für einen raschen Wiederaufschwung stellen. „Wir wollen sicherstellen, dass - wenn wir die Gesundheitskrise bewältigt haben, wenn wir die Arbeitsplätze, die Unternehmen gesichert haben, wenn es wieder aufwärts geht - das auch unterstützt wird mit konjunkturellen Maßnahmen“, sagte Finanzminister Olaf Scholz am Donnerstag. Nach den Worten von Kabinettskollege Peter Altmaier soll die Wirtschaft nach der Pandemie wieder „durchstarten“.

Auch die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr mit einem Einbruch der Konjunktur - und damit nach zehn Aufschwungjahren erstmals wieder mit einer Rezession. Die Einschnitte würden mindestens so stark, wenn nicht stärker als im Krisenjahr 2009, sagte Altmaier. Damals war das Bruttoinlandsprodukt um 5,7 Prozent gesunken. Schon jetzt verzeichnen Bund und Ländern einen Ansturm auf Soforthilfen. Erste Finanzspritzen in Milliardenhöhe wurden ausgezahlt. Die EU-Kommission will sich für ihr Kurzarbeitmodell weitere 100 Milliarden Euro am Markt leihen.

16.31 Uhr: Erster Todesfall eines Corona-Infizierten in Bielefeld

Nun gibt es auch in Bielefeld den ersten Todesfall eines Patienten, der mit dem Coronavirus infiziert war. Ein 71-jähriger Mann, der unter Vorerkrankungen litt, ist am Donnerstag nach einem Klinikaufenthalt gestorben, teilte die Stadt mit. Oberbürgermeister Pit Clausen: „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen. Es ist ein trauriger Tag für uns alle.“

16.12 Uhr: Neuer Zeitplan für Abiprüfungen - Zeugnisse bis zum 27. Juni

Das NRW-Schulministerium hat einen neuen Zeitplan für die wegen der Corona-Pandemie verschobenen zentralen Abiturprüfungen und Prüfungen in Klasse 10 festgelegt. „Voraussetzung für die Umsetzung dieser Terminpläne ist die rechtzeitige Wiederaufnahme eines geregelten Unterrichts- und Schulbetriebs“, teilte das Schulministerium am Donnerstag mit. Abiturienten sollen nach den Planungen weiterhin bis spätestens zum 27. Juni ihre Zeugnisse bekommen. 

16.07 Uhr: Grafik - Die am stärkten von Covid-19 betroffenen Länder

16.05 Uhr: Erntehelfer dürfen unter Auflagen doch nach Deutschland kommen

Um drohende Ernteausfälle zu verhindern, sollen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen. Darauf haben sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag verständigt. 

Laut einem Konzeptpapier der beiden Ressorts dürfen die Arbeiter ausschließlich in Gruppen und mit dem Flugzeug einreisen. Vorgesehen ist außerdem eine Gesundheitsprüfung. Liegen Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion vor, soll die Einreise verweigert werden. 

15.50 Uhr: In Luxemburg bleiben Schulen und Kitas bis 4. Mai geschlossen

Wegen der Corona-Pandemie bleiben Luxemburgs Schulen, Kitas und auch die Universität länger geschlossen: Frühestens am 4. Mai solle der Betrieb wieder starten, teilte der luxemburgische Bildungsminister Claude Meisch am Donnerstag mit. „Fast jeder hätte sich das anders gewünscht“, sagte er. Die Verlängerung der Schließzeiten habe die Luxemburger Regierung in Absprache mit Gesundheitsexperten beschlossen. Schüler würden auch weiterhin mit Material versorgt, um lernen zu können.

15.35 Uhr: Corona-Hotspot Ischgl - Patient 0 soll eine Schweizerin sein

Das Coronavirus hat sich laut einem Experten schon seit Anfang Februar im beliebten und zuletzt in den Fokus geratenen Wintersportort Ischgl ausgebreitet. Franz Allerberger von der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) erklärte in Wien, dass eine Schweizerin als Patient 0 gelte.

Sie habe das Virus nach Tirol gebracht und dürfte sich selbst am 5. Februar infiziert haben. Positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde sie erst viel später. Die Frau war Mitarbeiterin in einem Après-Ski-Lokal in Ischgl. Allerberger erwähnte zudem zwei norwegische Erasmus-Studenten, die ebenfalls schon infiziert gewesen seien, als sie zum Skifahren von Bologna nach Ischgl reisten.

15.09 Uhr: Steinmeier ruft zur Hilfsbereitschaft auf

In Deutschland rollen die Milliardenhilfen für Unternehmen an - doch helfen lässt sich auch im Kleinen. Darauf hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner neuen Videobotschaft aufmerksam gemacht.

Man könne seinen Lieblingsläden, die derzeit geschlossen bleiben müssen, Gutscheine abkaufen, oder in den Lieblingsrestaurants Essen zum Mitnehmen bestellen.

15.05 Uhr: Belgiens erste Fußball-Liga bricht Saison ab - Brügge Meister

Die erste Fußball-Liga in Belgien wird vor dem letzten regulären Spieltag und den Playoffs abgebrochen. Das hat der Verwaltungsrat der Pro League wegen der Coronavirus-Pandemie am Donnerstag in einer Videokonferenz empfohlen, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Wenn die Generalversammlung der Liga dem wie erwartet folgt, wird der Club Brügge zum Meister proklamiert. Absteiger in die 2. Liga würde es nicht geben, jedoch zwei Aufsteiger in die erste Liga. Der Spielbetrieb steht derzeit komplett still. 

14.45 Uhr: Drama um Kreuzfahrtschiff - Trump sagt Passagieren der «Zaandam» Hilfe zu

US-Präsident Donald Trump hat den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs «Zaandam» und des Schwesterschiffs «Rotterdam» Hilfe in der Corona-Krise zugesagt.

«Aus humanitärer Sicht haben wir keine Wahl», sagte Trump im Weißen Haus. «Menschen sterben.» Er fügte hinzu: «Wir müssen etwas tun. Und der Gouverneur (von Florida, Ron DeSantis) weiß das auch.» Die «Zaandam» und die «Rotterdam» sind auf dem Weg nach Florida, haben aber bislang keine Erlaubnis, im Zielhafen in Fort Lauderdale im Süden des Bundesstaats anzulegen.

13.32 Uhr: Speerwerfer läuft Marathon in seinem Garten

Sein Garten ist nur etwas mehr als sechs Meter lang. Das hinderte James Campbell trotzdem nicht daran, genau dort einen Marathon zu laufen. Der britische Speerwerfer sammelte mit dieser ungewöhnlichen Aktion an seinem 32. Geburtstag Spenden für den britischen Gesundheitsdienst NHS. Mehr als 20.000 Pfund (ca. 23.000 Euro) für den Kampf gegen Covid-19 kamen dabei zusammen.

Campbell, der sich wegen der Coronavirus-Pandemie zuhause in Isolation befindet, hatte am Montag bei Twitter angekündigt, er werde einen Marathon in seinem kleinen Garten laufen, wenn sein Beitrag online 10 000 Mal geteilt wird. Am Mittwoch löste der Schotte sein Versprechen ein. Sein Beitrag hatte bis dahin mehr als 23 000 Retweets.

12.29 Uhr: Von der Leyen kündigt Milliardenhilfen an

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen neuen milliardenschweren EU-Plan für Kurzarbeiter verkündet und gibt auch Fehler in der Corona-Krise zu.Die geplanten europäischen Hilfen für Kurzarbeiter sollen einem Entwurf der EU-Kommission zufolge in Form von Krediten an die EU-Staaten fließen.

12.09 Uhr: Französische Politiker: USA kaufen Masken in China auf

Französische Politiker werfen den USA vor, für Frankreich bestimmte Lieferungen von Schutzmasken in China aufzukaufen. Angeblich wurde der dreifache Preis für die Sendung bezahlt, die Masken seien nun weg. Frankreich hatte zuletzt eine Milliarde Masken bestellt.

11.46: Israels Gesundheitsminister an Coronavirus erkrankt

Israels Gesundheitsminister Jakov Litzman und seine Frau sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, die beiden würden sich daher in Quarantäne begeben.

11.39 Uhr: 35 Tipps gegen den Corona-Koller

Wer auf der Suche nach Ideen ist, wie das Mehr an Zeit mit den eigenen Kindern kreativ gestaltet werden kann, für den hat die Psychologische Beratungsstelle für Schule, Jugend und Familie des Kreises Paderborn eine Liste mit 35 Möglichkeiten zusammengestellt. Von A wie Apps für die Fitness über M wie Monopoly bis Y wie Yoga ist für jeden etwas dabei.

11.02 Uhr: Polizei warnt vor Betrügern

Die  Polizei Lippe warnt vor Betrügern am Telefon, die sich die Corona-Krise zunutze machen. Vermeintliche Polizisten sagen den Senioren, dass die Banken bald schließen würden und die älteren Menschen umgehend ihr Geld abholen sollten. Die Lipper Beamten betonen, dass Betroffene das Gespräch umgehend beenden und die Polizei informieren sollten.

10.49 Uhr: Kein Sommerfest beim Kreis Gütersloh

Landrat Sven-Georg Adenauer hat das für Freitag, 19. Juni, geplante Sommerfest des Kreises Gütersloh in Wiedenbrück abgesagt. Jetzt plant der Kreis, dieses Fesmit der Stadt Rheda-Wiedenbrück als Co-Gastgeber im nächsten Jahr nachzuholen. Zu dem Fest kommen stets über 400 geladene Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

9.15 Uhr: Federer will 2021 kommen

Tennis-Star Roger Federer hat unmittelbar nach der Absage der diesjährigen Noventi Open in Halle seine Zusage für die Auflage im Jahr 2021 gegeben. „ Bereits heute freue ich mich über meine Rückkehr nach Halle im nächsten Jahr“, sagte der 38 Jahre alte Schweizer, der einen lebenslangen Vertrag mit der traditionsreichen Veranstaltung in Ostwestfalen hat. Federer konnte das Rasenturnier bereits zehn Mal gewinnen.

7.15 Uhr: Auszahlung von Corona-Soforthilfen läuft langsam an

Nach dem großen Ansturm auf Corona-Soforthilfen für die Wirtschaft kommt die Auszahlung langsam in Gang. Rund 1,3 Milliarden Euro flossen bereits an in Existenznot geratene Unternehmen.

7.10 Uhr: UN-Klimakonferenz verschoben

Die Coronavirus-Pandemie wirft auch den Fahrplan der internationalen Klimadiplomatie über den Haufen. Das wichtige Spitzentreffen in Glasgow kann im November nicht stattfinden.

7.00 Uhr: Auch Wimbledon fällt aus

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fällt Wimbledon aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde der vom 29. Juni bis 12. Juli angesetzte Rasenklassiker in London ersatzlos gestrichen. Die nächste Auflage findet erst in einem Jahr statt.

Ebenfalls betroffen sind laut Medienberichten die British Open. Die 149. Ausgabe des traditionsreichen Golfturniers hätte am 16. Juli im Royal St. George's Golf Club im Südosten Englands ausgetragen werden sollen.

6.25 Uhr: Vapiano stellt Antrag auf Insolvenz

Die Corona-Krise greift weiter um sich: Die Vapiano-Restaurants bleiben geschlossen. Das Unternehmen muss einen Insolvenzantrag stellen. Die Auswirkungen auf deutsche Franchisenehmer sind jedoch noch unklar.

6.11 Uhr: SPD-Fraktionsvize spricht im Interview über die Corona-Folgen

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Achim Post aus Espelkamp (Kreis Minden-Lübbecke) ist in der Corona-Krise politisch nicht nur als SPD-Fraktionsvize in Berlin gefragt. Der 60-Jährige ist auch Generalsekretär der Sozialdemokratischen Parteien Europas (SPE). Andreas Schnadwinkel hat mit Achim Post über die innenpolitischen und europapolitischen Folgen der Corona-Pandemie gesprochen.

Mittwoch, 1. April:

20.43 Uhr: mehr als 72.600 Infizierte und 850 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Mittwochabend mehr als 72.600 Infektionen (Vortag Stand 20 Uhr: mehr als 67.000) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige Bundesländer ihre Zahlen auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit. 

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 17.100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 241 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 16 300 Fällen und mindestens 180 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 132,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 87,4. 

Mindestens 856 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

20.15 Uhr: mehr als 71.100 Corona-Infektionen und 800 Tote in Deutschland 

In Deutschland sind bis Mittwochnachmittag (17.00 Uhr) mehr als 71.100 Infektionen (Vortag Stand 16.25 Uhr: mehr als 65.500) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

18.45 Uhr: Truppenübungsplatz wird dicht gemacht

Während der Corona-Krise suchen offenbar immer mehr Spaziergänger auf dem Truppenübungsplatz Senne die - verbotene - Möglichkeit, dort das schöne Wetter und die frische Luft zu genießen. Jetzt hat die britischen Armee angekündigt, deshalb die Durchfahrtstraßen durch das militärische Sperrgebiet zu schließen. Die Sperrung gilt von diesem Freitag, 13 Uhr, an. Zudem werde es vermehrt Kontrollfahrten durch die „Range Patrols“ geben, unbefugtes Betreten werde angezeigt.

18.28 Uhr: Reifenwechsel wird zur Herausforderung

Der für Millionen Autofahrer in diesen Wochen eigentlich anstehende Wechsel von Winter- auf Sommerreifen wird dieses Jahr zur Herausforderung. "Die Kunden müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen", sagte Yorik M. Lowin, der Geschäftsführer des Reifenfachhandelsverbands BRV in Bonn. Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bremsten den Wechsel. Zudem sei es in manchen Bundesländern, die wie Bayern stärkere Ausgangsbeschränkungen hätten, derzeit gar nicht erlaubt, wegen eines Reifenwechsels in die Autowerkstatt zu fahren.

17.25 Uhr: Noventi-Open in Halle erst im Jahr 2021

Die 28. Auflage des Rasentennis-Turniers in Halle wird ins kommende Jahr verschoben. Wie die Veranstalter mitteilten, könne das Turnier wegen der anhaltenden Coronavirus/COVID-19-Pandemie nicht zum geplanten Zeitpunkt im Juni stattfinden. Nach gemeinsamen Beratungen der Herren-Spielervereinigung ATP (Association of Tennis Professional) mit den Turnierveranstaltern sei am Mittwoch die gesamte Rasensaison im Profitennis bis einschließlich 12. Juli verlegt worden - dem Tag des ursprünglich vorgesehenen Herren-Finales in Wimbledon. Die Eintrittskarten für die Noventi-Open behalten ihre Gültigkeit für 2021. 

17.05 Uhr: Zahl der Infizierten in Ostwestfalen-Lippe steigt

Am Mittwoch haben die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe wieder aktuelle Zahlen zu den nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen veröffentlicht. Hier ein Überblick:

Bielefeld: 177 (+13)
Kreis Gütersloh: 401 (+14)
Kreis Höxter: 72 (+2)
Kreis Lippe: 347 (+22)
Kreis Minden-Lübbecke: 340 (+46)
Kreis Herford: 176 (+14)
Kreis Paderborn: 291 (+39)

16.35 Uhr: Drittes Todesopfer in Paderborner Einrichtung

Im Paderborner Altenheim Perthes-Haus ist am Dienstagabend eine weitere Bewohnerin gestorben. Dabei handelt es sich nach Angaben der Evangelischen Perthes-Stiftung um eine 97-Jährige, die unter Vorerkrankungen litt.

16.20 Uhr: Kontaktverbot soll über Ostern verlängert werden

Die Menschen in Deutschland müssen sich auch über Ostern  auf strikte Kontaktbeschränkungen einstellen. Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktregeln wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Kanzlerin Merkel und die Regierungschefs der Länder sehen derzeit noch keine Möglichkeit, die Maßnahmen gegen das Coronavirus zu lockern. Nach Ostern soll die Lage neu bewertet werden.

15.30 Uhr: Epidemie-Gesetz für NRW muss warten

Die Opposition im Landtag bremst den Plan von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für weitgehende Regierungsbefugnisse im Kampf gegen das Coronavirus vorerst aus. Gut eine Woche nach der einstimmigen Verabschiedung eines 25-Milliarden-Rettungspakets im Landtag verweigerten SPD, Grüne und AfD der CDU/FDP-Regierung am Mittwoch die rasche Zustimmung zum geplanten Epidemie-Gesetz. Die Opposition warnte Laschet, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus das Maß zu verlieren und die Rechte des Parlaments zu beschneiden. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem Zwangsverpflichtungen von Ärzten im Notfall vor. Außerdem sollen die Behörden berechtigt werden, medizinisches Material sicherzustellen. Alle Fraktionen zeigten sich aber bereit, das Gesetz zu korrigieren und zu einer Einigung zu kommen. Am 6. April sollen zunächst Sachverständige angehört werden. Das Gesetz soll dann am 9. April in einer Sonder-Plenarsitzung verabschiedet werden.

14.55 Uhr: erster Todesfall im Kreis Herford

Nun gibt es den ersten Todesfall nach einer Corona-Infektion im Kreis Herford. In der Nacht zu Mittwoch ist ein über 80-jähriger Hiddenhauser mit Vorerkrankungen verstorben, der zuvor im Klinikum Herford behandelt wurde.

„Nun ist das passiert, was sich hier wirklich niemand gewünscht hat und es macht uns deutlich: Die Gefahr rückt näher“, so Landrat Jürgen Müller.

14.45 Uhr: Regionale Flughäfen: Gesellschafter schlagen Alarm

Vier regionale Flughäfen sind in Nordrhein-Westfalen als landesbedeutsam von der Landesregierung NRW eingestuft: Paderborn/Lippstadt, Münster/Osnabrück, Niederrhein (Weeze) und Dortmund. Angesichts der derzeitigen Corona-Krise, die den Flugverkehr besonders der kleinen Häfen zum Erliegen gebracht haben, fürchten die kommunalen Gesellschafter um deren Existenz.

Die Landräte Manfred Müller aus Paderborn, Dr. Klaus Effing vom Kreis Steinfurt, Wolfgang Spreen vom Kreis Kleve sowie die Oberbürgermeister der Städte Dortmund und Münster, Ullrich Sierau und Markus Lewe haben sich daher am Mittwoch in einem Brief an den Ministerpräsident Armin Laschet sowie die NRW-Minister Hendrik Wüst und Andreas Pinkwart gewandt.

13.30 Uhr: Wie sich der Alltag der Feuerwehr Paderborn verändert

„Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit. Aber wir versuchen, das Risiko so gering wie möglich zu halten“, erläutert Paderborns Feuerwehrchef Ralf Schmitz. Um einsatzfähig zu bleiben, hat er mit seiner Mannschaft die Arbeit in Zeiten von Corona angepasst und auch zu teils ungewöhnlichen Methoden gegriffen.

11.55 Uhr: Galeria Karstadt Kaufhof stoppt Mietzahlungen

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat die Mietzahlungen für alle Warenhäuser, Sporthäuser, Reisebüros und Logistikimmobilien gestoppt. In einem Brief an die Vermieter schrieb das Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie staatlich angeordnete Schließung der Geschäfte lasse dem Unternehmen «keine andere Wahl». Zuvor hatte der «Spiegel» über den Mietstopp berichtet.

11.45 Uhr: Lufthansa meldet Kurzarbeit an

Der Lufthansa-Konzern will in der Corona-Krise rund zwei Drittel seiner weltweit Beschäftigten in die Kurzarbeit schicken. Ein Unternehmenssprecher bestätigte in Frankfurt, dass die Sozialleistung in verschiedenen Ländern für insgesamt 87.000 Mitarbeiter beantragt worden ist. Hier geht's zum Bericht.

11.10 Uhr: 168 Tote in NRW

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen etwas stärker als in den Tagen zuvor um gut 1000 gestiegen. Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, lag die Zahl der Infizierten am Mittwoch (10 Uhr) bei 15 999. Am Dienstag (10.00 Uhr), 24 Stunden zuvor, wies die Statistik noch 14.975 Fälle auf. Somit erhöhte sich die Zahl der Infektionen jüngst um 1024. Bisher starben mit Stand Mittwoch 168 infizierte Menschen in NRW. Das sind 23 mehr als am Tag zuvor. In den drei vorausgegangenen Tagen war der Anstieg der Infektionen unter der Tausender-Marke geblieben.

10.35 Uhr: Mehr als 67.000 Corona-Nachweise in Deutschland - 701 ToteIn Deutschland sind bis Mittwochvormittag 67 150 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit 15 505 nachgewiesenen Fällen und 191 Toten und Nordrhein-Westfalen mit 15.251 Fällen und 148 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 124,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 80,8. Mindestens 701 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. 

10.25 Uhr: Zwei Coronafälle in Bielefelder Behinderteneinrichtung

Zu den Bielefeldern, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, gehören auch zwei Bewohner einer Behinderteneinrichtung. Die beiden Fälle verliefen aber glimpflich, die Betroffenen mussten nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Unterdessen blieben die Seniorenheime in Bielefeld bislang vom Virus verschont.

8.55 Uhr: Alleinerziehende kämpfen besonders in der Corona-Krise

Melanie Hedtfeld ist Chefin eines Pflegedienstes im Sauerland - und alleinerziehende Mutter. Eine Kombination, die die 42-Jährige mitten in der Corona-Krise vor eine Zerreißprobe stellt. Denn durch ihren Job gilt Hedtfeld als systemrelevant und kann ihre sechsjährige Tochter Ella jeden Morgen in die Kinderbetreuung bringen. Doch richtig wohl fühlt sie sich damit nicht. Hier geht's zum Bericht.

8.50 Uhr: Hövelhofer Firma produziert derzeit verstärkt Hygieneschutz aus Acryl

Bunte Buchstaben für eine große Leuchtreklame liegen in der Fabrikhalle an der Industriestraße 40. Nebenan produziert eine Mitarbeiterin von „Berenbrinker Lichtwerbung“ Beschriftungen für Firmenfahrzeuge. Aber der meistgefragte Artikel des Hövelhofer Unternehmens ist derzeit ein ganz anderer: die Spuckschutzwand aus Acryl.

7.50 Uhr: Nachschub bei Lebensmitteln läuft

Der Ausnahmezustand in der Corona-Krise führt zu zweistelligen Zuwachsraten im Lebensmittelhandel und steigender Nachfrage bei vielen Nahrungsmittelherstellern auch in OWL. Dem Hamsterkäufe-Phänomen zum Trotz sei die Versorgungslage weiterhin gut und gesichert, betont Rainer Angermann, Vertriebsleiter bei der Supermarktkette Combi/Jibi.

7.05 Uhr: Staatsoberhäupter rufen zu «globaler Allianz» auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zusammen mit vier weiteren Staatsoberhäuptern zur Bildung einer «globalen Allianz» gegen die Corona-Pandemie aufgerufen.

6.25 Uhr: Bad Oeynhausen: Mit Antikörpern gegen Corona 

Das Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen hat die Genehmigung zur Herstellung und Anwendung von therapeutischem Plasma zur Behandlung von Corona-Patienten erhalten.

6.10 Uhr: Corona-Drama auf Kreuzfahrtschiff «Zaandam» spitzt sich zu

Florida hat Angst vor einem Kreuzfahrtschiff, das auf den US-Staat wie ein Seuchenschiff aus alten Zeiten wirkt. Doch jetzt will US-Präsident Trump den Tausenden an Bord helfen.

6.05 Uhr: Weißes Haus befürchtet nach Prognose bis zu 240.000 Tote

Immer wieder hat Präsident Trump erklärt, das Coronavirus sei in den USA unter Kontrolle. Davon spricht er selber schon längst nicht mehr. Stattdessen bereitet Trump die Amerikaner nun auf harte Zeiten vor.

Dienstag, 31. März:

20.55 Uhr: Mehr als 67.000 Corona-Nachweise in Deutschland - 700 Tote

In Deutschland sind bis Dienstagnachmittag mehr als 67 000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 15.500 nachgewiesenen Fällen und 191 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 15.250 Fällen und 148 Toten und Baden-Württemberg mit mehr als 13.300 Fällen und 196 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 124,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 80,6.

20.49 Uhr: TuS Bad Driburg zieht sich aus der Tischtennis-Bundesliga zurück

Das Aus kommt nach 23 Jahren Bundesliga-Tischtennis in Bad Driburg ausgerechnet zum Zeitpunkt des sportlich größten Erfolges. Der Tabellenzweite TuS Bad Driburg hat am Dienstag den Rückzug seiner ersten Mannschaft zum Saisonende bekannt gegeben.

„Durch die Corona-Krise ist jetzt schon abzusehen, das uns viele unserer treuen Sponsoren nicht mehr unterstützen können und es damit finanziell keine Basis für den Verbleib in der Frauen-Bundesliga geben wird“, erklärt Helge Heinemann, Vorsitzender des Gesamtvereins.

19.45 Uhr: Infizierte in Ostwestfalen-Lippe

Am Dienstag haben sechs Kreise und die Stadt Bielefeld die Zahlen der positiv Getesteten in Ostwestfalen-Lippe aktualisiert.

Bielefeld: 164 (0)
Kreis Gütersloh: 387 (+14)
Kreis Höxter: 71 (+5)
Kreis Lippe: 325 (+23)
Kreis Minden-Lübbecke: 294 (+26)
Kreis Herford: 152 (+4)
Kreis Paderborn: 252 (+34)

16.36 Uhr: Mehr als 65.000 Corona-Nachweise in Deutschland - 664 Tote

In Deutschland sind bis Dienstagnachmittag 65.516 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit 15.505 nachgewiesenen Fällen und 191 Toten und Nordrhein-Westfalen mit 15.251 Fällen und 148 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 124,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 78,8.Mindestens 664 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

16.05 Uhr: NRW will Rettungsschirm auch über Kommunen spannen

Das Land Nordrhein-Westfalen will auch seinen Kommunen bei der finanziellen Bewältigung der Corona-Krise helfen. Dazu hat das Landeskabinett nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf am Dienstag beschlossen, ein „Kommunalschutzpaket“ zu erarbeiten.

15.30 Uhr: 470.000 Unternehmen zeigen Kurzarbeit an

Angesichts der massiven Beschränkungen wegen der Coronakrise haben inzwischen 470.000 Unternehmen in Deutschland Kurzarbeit angezeigt.  Darunter seien neben dem produzierenden Gewerbe auch viele Unternehmen aus dem Gastgewerbes und dem Handel, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Berlin.

15.15 Uhr: Tennis-Klassiker in Wimbledon vor Aus

Auch Wimbledon bildet in diesen Coronavirus-Zeiten keine Ausnahme. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg steht das prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt aufgrund der Pandemie vor der kompletten Absage.

Zwar bleiben noch fast drei Monate bis zum Auftakt des Rasenklassikers, doch das historische Aus könnte schon an diesem Mittwoch offiziell werden. Dann soll nach übereinstimmenden Medienberichten bei einer Krisensitzung der Turnier-Organisatoren die Entscheidung über die diesjährige Auflage fallen.

14.45 Uhr: Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden.

Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagt Trump bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Er ließ offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll. Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

14.30 Uhr: Bundesliga pausiert bis 30. April

In der Bundesliga und 2. Liga wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 30. April kein Fußball gespielt. Das haben die 36 Profi-Clubs am Dienstag im Rahmen einer virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga auf Empfehlung des DFL-Präsidiums beschlossen. Das bislang letzte Bundesliga-Spiel fand am 11. März statt - das ursprünglich geplante Saisonende am 16. Mai ist längst nicht mehr zu halten. 

Ob der Spielbetrieb im Mai fortgesetzt werden kann, ist allerdings völlig offen. In Deutschland gelten aufgrund der Pandemie zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben, die auch über den April hinaus Bestand haben könnten. Wenn überhaupt, dann werden die verbleibenden 163 Partien in den höchsten beiden Spielklassen wohl als Geisterspiele ausgetragen. Das Konzept für den Neustart muss von der Politik und den Gesundheitsämtern mitgetragen werden.  Mehr hier.

13.53 Uhr: Streit um Corona-Bonds tobt weiter

Im erbitterten Streit über eine gemeinsame Schuldenaufnahme in Europa haben sich italienische Politiker direkt an die Deutschen gewandt und um Zustimmung für Corona-Bonds geworben.

In einer ganzseitigen Anzeige in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» schrieben, es gehe nicht um die Vergemeinschaftung der öffentlichen Altschulden, sondern um ausreichende Mittel für einen großen europäischen Rettungsplan.

13.11 Uhr: Corona-Virus in Paderborner Altenheim: Zwei Bewohner verstorben

Zwei der 13 mit dem Coronavirus infizierten Bewohner des Paderborner Altenheims Perthes-Haus sind am Montagabend verstorben. Das bestätigte am Dienstag Felix Staffehl, Geschäftsbereichsleiter der Evangelischen Perthes-Stiftung mit Sitz in Münster, auf Anfrage dieser Zeitung. Mehr hier

11.44 Uhr: Coronavirus-Sterberate in Deutschland wird laut RKI steigen

Das Berliner Robert Koch-Institut rechnet mit einer Erhöhung der Coronavirus-Sterberate in Deutschland. Im Moment liege die Rate bei 0,8 Prozent, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag. „Die Meldungen haben aber einen Zeitverzug. Die Menschen sterben erst nach einem gewissen Krankheitsverlauf“, erläuterte er. „Wir haben jetzt ja auch leider Fälle in Pflege- und Altenheimen. Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Sterberate damit ansteigen wird.“ 

Die aus den erfassten Fällen errechnete Sterberate liegt in Deutschland bisher deutlich niedriger als in der Europäischen Union insgesamt mit etwa 7,6 Prozent. Den Grund für die momentan noch moderate Quote sieht Wieler in frühen und vielen Tests. Deshalb seien in Deutschland auch viele leichte Fälle registriert, die nicht zum Tod führten. Bislang liege das Durchschnittsalter der Infizierten bei 47 Jahren, pro Woche würden rund 350 000 Menschen in Deutschland getestet. Mehr sei im Moment mit herkömmlichen Tests nicht möglich, sagte Wieler. 

10.37 Uhr: Dax steigt über 10.000 Punkte

Der deutsche Aktienmarkt hat zum Abschluss des von der Corona-Krise geprägten Quartals seine Vortageserholung fortgesetzt. Der Dax überwand im frühen Handel die Marke von 10 000 Punkten und notierte zuletzt 2,69 Prozent höher bei 10 079,89 Zählern. Für das erste Quartal deutet sich für den Leitindex damit jedoch immer noch ein kräftiger Verlust von rund 24 Prozent an. 

10.25 Uhr: Ermutigung für Alltagshelden im Erzbistum Paderborn

„Danke, dass es euch gibt.“ Gerade hat Barbara Kulig einen schriftlichen Gruß an ihrer Mülltonne hinterlassen – für die Müllabfuhr, die kurz danach die Tonne leer macht. Geschrieben hat sie es auf eine Postkarte der Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn. „Du bist mein Alltagsheld“ steht auf der Rückseite.

„Kontakt trotz Distanz“ heißt die Aktion, mit der die Caritas-Konferenzen einerseits den wahren Helden des Alltags danken will, aber auch Senioren und allein lebenden Menschen zeigen will, dass sie nicht vergessen sind.

10.10 Uhr: Airbnb lässt Unterkünfte nun bis Ende Mai kostenlos stornieren

Die Vermittlungsplattform Airbnb kommt von der Corona-Krise betroffenen Reisenden weiter entgegen: Bis Ende Mai gebuchte Unterkünfte können kostenlos storniert werden. Die bisherige Ausnahmeregelung galt nur bis Mitte April. Zugleich macht Airbnb 250 Millionen Dollar locker, um Vermieter für die Ausfälle zumindest teilweise zu entschädigen, wie die Firma aus San Francisco in der Nacht zum Dienstag ankündigte. 

Airbnb-Reservierungen müssen üblicherweise vorab bezahlt werden, und bei Stornierungen wird oft bestenfalls ein Teil des Betrags zurückerstattet. Die aktuellen Reisebeschränkungen führen aber dazu, dass viele Airbnb-Kunden ihre Reisen nicht antreten können - und deshalb bekommen sie seit 14. März ihr Geld komplett zurück.

9.56 Uhr: Grafik - Anzahl der Infizierten und Toten in den Bundesländern

9.35 Uhr: Ex-Manager Allofs schlägt Krisen-Fonds aus Fernsehgeldern für Bundesliga vor

Der langjährige Bundesliga-Manager Klaus Allofs hat einen Krisen-Fonds aus Fernsehgeldern vorgeschlagen, um für die Folgen einer Krise wie jetzt der Coronavirus-Pandemie besser gerüstet zu sein. „Ich denke, dass das kein so schlechter Ansatz ist“, sagte Allofs dem „Weser-Kurier“ (Dienstagsausgabe). Allerdings müsse dafür eine „gesamtheitliche Lösung“ gefunden werden, die dann auch verpflichtend sei. „Die Gelder sollten zweckgebunden eingesetzt werden“, sagte Allofs, der in der Bundesliga viele Jahre die Geschicke bei Werder Bremen und beim VfL Wolfsburg geleitet hat. 

Allofs kritisierte, dass die Clubs „bei den immer steigenden Einnahmen, insbesondere aus den Medienrechten, den Gedanken an Rücklagen vernachlässigt“ hätten. „Es ging im Fußball in den letzten Jahren nur bergauf. Immer höhere Zahlen, immer höheren Einnahmen. In Zeiten, in denen der Boom scheinbar Normalität ist, ist man weniger bereit in eine solche Richtung zu denken“, sagte Allofs. 

8.51 Uhr: Flugverkehr in Frankfurt geht weiter kräftig zurück

In der 13. Kalenderwoche (23. bis 29. März) sei die Passagierzahl im Vergleich zum Vorjahr um 91 Prozent auf knapp 119.000 gesunken, teilte der Flughafenbetreiber Fraport in Frankfurt mit. Das waren noch mal deutlich weniger als noch in der Vorwoche, als noch etwas mehr als 331.000 Passagiere abgefertigt wurden. Die Zahl der Flugbewegungen sank in der 13. Kalenderwoche im Vergleich zum Vorjahr um 81 Prozent auf 1836.

8.20 Uhr: Konzert ohne Publikum in Paderborn

Premiere geglückt! Mehr als 7000 Euro hat die Paderborner Partyband Goodbeats bei ihrem ersten Konzert rein im Internet gesammelt. 850 Menschen schauten sich am Samstagabend den Auftritt in einer Lagerhalle bei Youtube an, mehr als 6000 Mal wurde die Show zeitweise aufgerufen.

8.05 Uhr: Ist unsere Freiheit in Gefahr?

Während die einen noch gravierendere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus fordern, verlangen die anderen ein Datum für ein Ende des sozialen und wirtschaftlichen Stillstands. Welche Auswirkungen haben die staatlichen Maßnahmen gegen die Pandemie auf die im Grundgesetz garantierten Freiheitsrechte? Darüber haben wir mit Staatsrechtler Prof. Dr. Christoph Gusy von der Uni Bielefeld gesprochen. Das Interview gibt es hier.

7.48 Uhr: Millionen neue Schutzmasken aus Bielefeld

Eigentlich liefert die Firma Dr. Freist Automotive Bielefeld (DFA) – vereinfacht gesagt – Dämmaterial für Autobauer. Zu den Kunden des traditionsreichen Familienbetriebes gehören die Großen der Kfz-Branche wie VW, Audi, Mercedes und BMW, sagt Chef Dr. Christoph Freist (64). Jetzt in den Krisenzeiten um das neuartige Coronavirus hat der mittelständische Betrieb an der Ernst-Graebe-Straße am Rand der Innenstadt auf einen der derzeit mit am meisten benötigten Artikel umgerüstet. Statt Dämmaterial werden Schutzmasken für medizinisches Personal gefertigt. Mehr hier.

7.40 Uhr: Jena plant Mundschutz-Pflicht

Die Stadt Jena plant in der Coranavirus-Pandemie eine Maskenpflicht. „In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden“, teilte die Stadt mit. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden. Ziel sei es, die Sicherheit des Personals im öffentlichen Leben zu erhöhen. Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz möglich, wenn sie Nase und Mund bedeckten.

7.15 Uhr: Hilfe für Kreditnehmer: Banken sollen Aufschub gewähren

Kreditinstitute in Deutschland rüsten sich für Anfragen von in Not geratenen Privatkunden. Die Geldhäuser sollen Verbrauchern, die wegen der Corona-Krise in Schwierigkeiten sind, vom 1. April an die Zahlung von Zins oder Tilgung von Verbraucherkrediten für drei Monate stunden.

7 Uhr: Wie geht es weiter mit der Fußball-Bundesliga?

Die 36 Profiklubs der 1. und 2. Liga werden am Dienstag erstmals eine virtuelle Mitgliederversammlung abhalten um das weitere Vorgehen in Zeiten der Corona-Krise zu diskutieren. 

Wichtigstes Thema dabei ist das Geld. Bei einem kompletten Abbruch der Saison würden der Liga etwa 750 Millionen Euro verloren gehen. 

6.30 Uhr: Lindner für freiwillige Apps im Kampf gegen Corona

Ein erfolgversprechender Ansatz bei der Bekämpfung des neuartigen Virus, seien Apps, die die Bürger freiwillig installierten, sagt FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Wenn jemand positiv auf das Virus getestet wurde, informierten solche Apps Personen, mit denen der Betroffene eine gewisse Zeit lang nah zusammen gewesen sei. 

Länder wie Singapur, zeigten, dass solche Apps funktionieren könnten, ohne dass eine staatliche Stelle personenbezogene Daten über ihre Bürger sammele.

6.15 Uhr: Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

In den USA steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Die Verlängerung der Schutzmaßnahmen wird auch Reisende aus Europa betreffen.  Donald Trump lässt offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll.

Montag, 30. März:

20.45 Uhr: Mehr als 61.000 Corona-Nachweise in Deutschland

Einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur zufolge gibt es hierzulande inzwischen 61.296 Corona-Infektionen. Die Zahl der Toten liegt bei 512. Rund 7000 Menschen werden wegen Covid-19 behandelt.

18.44 Uhr: Infizierte in Ostwestfalen-Lippe

Am Montag haben sechs Kreise und die Stadt Bielefeld die Zahlen der positiv Getesteten in Ostwestfalen-Lippe aktualisiert.

Bielefeld: 164 (+18)
Kreis Gütersloh: 373 (+11)
Kreis Höxter: 66 (+2)
Kreis Lippe: 302 (+13)
Kreis Minden-Lübbecke: 268 (+12)
Kreis Herford: 148 (+6)
Kreis Paderborn: 218 (+46)

18.30 Uhr: Kreis Paderborn verschärft Regeln für Pflegeeinrichtungen

Am Wochenende sind in Pflegeeinrichtungen des Kreises Paderborn zahlreiche Corona-Fälle bekannt geworden. Landrat Manfred Müller zieht daraus Konsequenzen und hat am Montag die Besuchs- und Kontaktregelungen zu Bewohnern von Seniorenheimen noch einmal deutlich verschärft.

18.36 Uhr: Frau (69) im Klinikum Lippe gestorben

Im Klinikum Lippe ist eine am Coronavirus erkrankte Patientin (69) gestorben. Es ist der dritte Todesfall im Kreis Lippe und der fünfte in OWL. Die Frau habe Vorerkrankungen gehabt, heißt es in einer Mitteilung der Kreises.

18.10 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten steigt in NRW weniger stark

Die Anzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen hat sich zuletzt weniger stark erhöht. Am Montag (16.00 Uhr) vermeldete das NRW-Gesundheitsministerium 14 442 Infizierte. Einen Tag (11.30 Uhr) zuvor waren es 13 630 - also ein Anstieg von gut 800 neuen Fällen. Von Samstag auf Sonntag erhöhte sich die Zahl noch um etwa 890 und von Freitag auf Samstag sogar um gut 1200.

17.32 Uhr: Mehr als 60.000 Corona-Nachweise in Deutschland - über 500 Tote

In Deutschland sind bis Montagnachmittag 61 296 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit 14.437 nachgewiesenen Fällen und 133 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mindestens 14.219 Fällen und 125 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 120,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 73,7.

Mindestens 512 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Darunter waren zwei Touristen während einer Reise in Ägypten und ein 67-Jähriger Tourist auf Zypern. Auf der griechischen Insel Kreta starb ein 42 Jahre alter Deutscher.

Auch in Deutschland rechnen Experten mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

17.30 Uhr: NRW-Epidemie-Novelle: Staatlicher Übergriff oder Notfallvorsorge?

Zwangsverpflichtete Ärzte, staatlich beschlagnahmtes Medizin-Material, ausgesetzte Prüfungen an Schulen und Unis - droht ein Corona-Notstandsgesetz für Nordrhein-Westfalen? „Nein, das ist ein Handlungsgesetz für bestimmte Felder“, wiegelt Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ab. Am Montag muss der CDU-Politiker hohe Wogen glätten, die sein neuer Gesetzentwurf zur Bewältigung der Corona-Krise aufgeworfen hat.

17 Uhr: Regierung: Noch keine Lockerung der Corona-Einschränkungen

Eine Lockerung oder gar Aufhebung der Abwehrmaßnahmen kommt für die Bundesregierung derzeit nicht in Frage. Man sei bei der Reduzierung der Infiziertenzahl noch nicht da, wo man hin wolle.

15.38 Uhr: 72 „Corona-Einsätze" für Paderborner Polizei

Trotz und auch wegen Corona hat die Polizei Paderborn viel zu tun: Von Freitag bis Sonntag fielen insgesamt 430 Einsätze an. Davon standen 72 Einsätze im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

14.56 Uhr: 36 Corona-Fälle im Paderborner Perthes-Haus

Im Paderborner Seniorenzentrum Perthes-Haus an der Neuhäuser Straße sind 36 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, weitere Testergebnisse stehen derzeit noch aus. Betroffen sind 23 Mitarbeiter und 13 Bewohner der Einrichtung.

14.35 Uhr: Uni-Baskets nähen Mundschutz

Obwohl die Saison abgebrochen werden musste, haben die Uni Baskets nichts an Teamgeist eingebüßt. Im Gegenteil. Unter dem Motto „Zusammenhalt ist das beste Gegenmittel“ nähen handarbeitlich geschickte Mitglieder Mundschutze – unter anderem mit Baskets-Schriftzug.

14 Uhr: "Wirtschaftsweisen" halten tiefe Rezession für unvermeidbar

Die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens und die Schließung von Geschäften sei für die Wirtschaft verheerend, aber nicht zu umgehen, sagen die «Wirtschaftsweisen».

13.15 Uhr: Corona auf Flüchtlingsinseln nur noch eine Frage der Zeit

Zahlreiche Hilfsorganisationen fordern, die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln angesichts der Corona-Ausweitung sofort zu räumen. Doch im Wahnsinn der Pandemie gehen die Hilferufe unter, während die Situation vor Ort immer absurder und unmenschlicher wird.

13.08 Uhr: Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen

Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert.

12.39 Uhr: Coronavirus verändert Alltag in der JVA Herford: Wenn Häftlingen Gefahr von draußen droht

Es dürfte derzeit der sicherste Ort vor dem Coronavirus in Herford sein: die Justizvollzugsanstalt an der Eimterstraße. Aber selbst hinter den Gefängnismauern hat die unsichtbare Gefahr den Alltag verändert. Für JVA-Leiter Friedrich Waldmann ist es eine paradoxe Situation: „In diesen Zeiten geht das Risiko ja von uns aus, von den Menschen, die von draußen hier rein kommen.“

11.18 Uhr: Fast 60.000 Corona-Nachweise in Deutschland

Bis zum Vormittag sind 59.268 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

10.36 Uhr: Umfrage: Deutsche Industrie vor starkem Anstieg der Kurzarbeit

Die deutsche Industrie steht laut einer Umfrage des Ifo-Instituts wegen der Virus-Krise vor einem drastischen Anstieg der Kurzarbeit. In den kommenden drei Monaten erwarten 25,6 Prozent der befragten Unternehmen Kurzarbeit, wie das Ifo Institut mitteilte.

9.06 Uhr: Steinhagener Firma entwickelt Anlage zur Entkeimung von Schutzanzügen

Schutzanzüge und Masken sind ein rares Gut in diesen Tagen – und sie drohen noch knapper zu werden, wenn das Coronavirus weiter um sich greift. Doch woher nehmen, wenn der Nachschub ausbleibt?  Die Antwort könnte sein: nicht wegwerfen, sondern entkeimen und wiederverwenden. Und zwar ohne Chemie.

7.51 Uhr: Sechs Corona-Fälle in Hövelhof: Altenheim-Leiterin Monika Stricker im Interview

Im Hövelhofer Haus Bredemeier sind fünf Mitarbeiter und eine Bewohnerin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Acht weitere Bewohner des Caritas-Altenzentrums klagen einer Mitteilung des Krisenstabs zufolge über Erkältungssymptome. Zum Interview mit der Einrichtungsleiterin Monika Stricker. 

6.17 Uhr: Deutsche Regierung ringt um Eindämmung der Lockerungsdebatte 

Millionen im Homeoffice, Rausgehen nur zu zweit oder mit Mitbewohnern, Freiluft-Sport nur allein. Es war schwierig, das durchzusetzen. Doch nach einer Woche Stillstand werden die Rufe nach Lockerungen immer lauter. Die Regierung ist besorgt.

5.58 Uhr: Trump bereitet USA auf dramatische Todeszahlen vor

Das Szenario für die USA in der Coronavirus-Pandemie ist düster. Präsident Trump verlängert Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus daher. Zu den Akten gelegt hat er seinen umstrittenen Plan, schon an Ostern weitgehend zur Normalität zurückzukehren.

Sonntag, 29. März:

18.55 Uhr: Italien: Langsamerer Anstieg der Neuinfektionen

Fast 800 neue Todesfälle innerhalb eines Tages in Italien, dazu kommen Tausende neue Infektionen. Aber: Der Anstieg der Infektionszahl flacht etwas ab.

18.29 Uhr: Rund 57.000 Corona-Nachweise in Deutschland - 430 Tote

In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag rund 57.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. 

16.43 Uhr: Erster Corona-Todesfall im Kreis Paderborn

Der erste Covid-19-Patient im Kreis Paderborn ist am Sonntag an der Infektionskrankheit verstorben. Es handelt sich um einen 85-Jährigen mit Vorerkrankungen.

15.48 Uhr: RKI meldet rund 4000 neue Infektionen an einem Tag

Der Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland ist weiterhin hoch. Das Robert Koch-Institut verzeichnet 4000 neue Fälle. Allerdings sind die täglichen Zahlen nicht immer vergleichbar.

15.11 Uhr: Regierung will schnelleren Nachschub an Schutzmasken

Um den Mangel an Schutzmasken und -kitteln in der Corona-Krise einzudämmen, versucht die Bundesregierung den Ankauf zu beschleunigen.

14.09 Uhr: Keine neuen Auffälligkeiten im Haus Bredemeier in Hövelhof

Im Caritas-Altenzentrum Haus Bredemeier hat sich die Zahl der Bewohner, die erkältungsähnliche Symptome und Fieber aufweisen, nicht erhöht.

13.01 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Bielefeld

Positive Nachricht aus dem Bielefelder Rathaus: Im Vergleich zu Samstag sind keine neuen Corona-Fälle hinzugekommen. Damit sind weiterhin 146 Bielefelder mit dem Virus infiziert.

7.15 Uhr: Johnson stimmt Briten auf schwere Zeiten ein

Mit einem emotionalen Brief stimmt der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson seine Landsleute auf schwere Zeiten ein und schließt auch noch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Lungenkrankheit nicht mehr aus.

7 Uhr: Wirtschaftskraft runter, Arbeitslosigkeit hoch

Deutschland steuert wegen der Corona-Krise auf schwere wirtschaftliche Zeiten zu: Die Volkswirte führender deutscher Finanzorganisationen sagen einen herben Einbruch der Wirtschaftsleistung um rund fünf Prozent voraus - ähnlich dem nach der Finanzkrise 2009.

6.45 Uhr: Trump riegelt Corona-Hotspots nicht ab

Die Zahl der Toten hat sich innerhalb weniger Tage verdoppelt, allein im Bundesstaat New York starben mehr als 700 Menschen. Die Coronavirus-Krise in den USA verschärft sich rasant. Drastische Maßnahmen zur Eindämmung sind dennoch vorerst vom Tisch.

Samstag, 28. März:

20.56: Todesfälle jetzt in jedem Bundesland

In Deutschland sind bis zum Abend mehr als 54.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. In jedem Bundesland gibt es nun Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Innerhalb Europas sind Spanien und Italien besonders schwer betroffen. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 12.744 nachgewiesenen Fällen und 105 Toten, Bayern mit 11.862 Fällen und 85 Toten sowie Baden-Württemberg mit 10.819 Fällen und 118 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 105,1 die meisten Infektionen, im Bundesschnitt waren es 65,2.

20.35 Uhr: US-Präsident Trump denkt nun über drastische Maßnahmen nach

US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar eine weitreichende Abriegelung von New York und anderen heftig von der Corona-Krise betroffenen Bundesstaaten. Der US-Ostküstenstaat New York mit der gleichnamigen Millionenmetropole hat sich zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA entwickelt. Am Samstag stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in New York, New Jersey und Connecticut zusammen auf mehr als 62.000 - das sind mehr als die Hälfte aller Fälle in den USA.

18.10 Uhr: Zwölf Corona-Tote in Altenheim in Wolfsburg

In Wolfsburg hat das Coronavirus eine Einrichtung für Demenzerkrankte stark getroffen. Hier sind laut dpa zwölf alte Menschen innerhalb weniger Tage an den Folgen des Virus gestorben - teils ohne dass sie typische Symptome zeigten. Von den 165 Bewohnern seien derzeit 72 infiziert, sie werden strikt von den negativ getesteten Personen getrennt. Insgesamt gelten in Wolfsburg 122 Menschen als infiziert.

18 Uhr: Dritter Toter in OWL

Die Gesundheitsämter haben auch am Samstag neue Zahlen zu den nachgewiesenen Infektionen in Ostwestfalen-Lippe veröffentlicht. Obwohl diese Zahlen wegen unterschiedlicher Testhäufigkeit in den Zuständigkeitsgebieten schwer vergleichbar sind, wollen wir sie als einen Anhaltspunkt hier weiterhin darstellen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

17.15 Uhr: Zweiter Todesfall im Kreis Lippe

Im Kreis Lippe wurde am Samstag der Tod eines weiteren Corona-Patienten bekannt. Das teilt der Kreis Lippe mit. Wie beim ersten Opfer handelt es sich um einen 87-jährigen Mann mit Vorerkrankungen.

16:30 Uhr: Sechs Coronafälle in Hövelhofer Altenheim

Im Hövelhofer Caritas-Altenzentrum Haus Bredemeier sind am Donnerstag fünf Mitarbeiter und ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zwei der Beschäftigten stammen aus der Sennegemeinde. Zusätzlich weisen acht weitere Bewohner des Altenzentrums an der Delbrücker Straße Erkältungssymptome auf. Das teilt der Hövelhofer Krisenstab mit, der sich am Samstag ausführlich mit der verschärften Lage befasst hat.

13.40 Uhr: Labor aus Bad Salzuflen macht ab Montag Antikörper-Tests möglich

Die Frage, ob jemand mit dem Coronavirus infiziert war, kann jetzt mit Antikörper-Tests beantwortet werden. Als eines der ersten Labore in Deutschland will das Großlabor Krone in Bad Salzuflen von Montag an entsprechende Analysen anbieten. Der Test wurde von dem Unternehmen Euroimmun aus Lübeck entwickelt.

12.23 Uhr: mehr als 800 Corona-Tote in 24 Stunden in Spanien

Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das ist der höchste Anstieg, der in dem Land bislang registriert wurde, wie die Gesundheitsbehörden in ihrer täglichen Bilanz mitteilten. Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer seit Freitag auf knapp 5700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und lag am Samstagmittag bei rund 72.000, etwa 8000 mehr als am Vortag. Jedoch hält sich damit der prozentuale Anstieg seit Tagen relativ niedrig.

12.20 Uhr: Mundschutzmasken selber nähen

Alles fing mit einem Video an, das Birte Werkmeister aus Vlotho im Kreis Herford am Wochenende bei Facebook veröffentlicht hat. Darin schildert die Krankenschwester den Mangel an Mundschutzmasken. 15.000 Menschen haben das Video angeschaut, viele ihre Hilfe angeboten. Kurzerhand hat die 49-Jährige über die soziale Plattform eine Gruppe gegründet, über die sich nun Ehrenamtliche vernetzen, die selbst Masken nähen. 315 Mitglieder gibt es schon.

11.41 Uhr: zwei Deutsche auf Zypern und auf Kreta gestorben

Ein 67-jähriger deutscher Tourist ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies habe das Krankenhaus im türkischen besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen (RIK) am Samstag. Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter Deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben.

11.34 Uhr: Merkels Botschaft aus der Quarantäne

Auch die Kanzlerin freut sich schon wieder auf Nähe zu anderen Menschen - wie viele andere verlässt Angela Merkel derzeit ihre Wohnung nicht. Immerhin: Mit dem Homeoffice laufe es ganz gut, berichtet sie - und richtet einen eindringlichen Appell an die Bürger.

11.14 Uhr: Auch Spanien ruft Militär zum Transport der Leichen

Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hieß es. Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas.

10.20 Uhr: Von der Leyen sagt, die EU-Kommission plane keine eigenen Corona-Bonds

In der Corona-Krise plant die Europäische Kommission keine eigenen Anleihen zur milliardenschweren Schuldenaufnahme. Dies stellte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur klar. «Da gibt es ganz klare rechtliche Grenzen, das ist nicht der Plan. Daran arbeiten wir nicht.»
Der «Spiegel» hatte berichtet, die EU-Kommission wolle Arbeitslosenversicherungen der Mitgliedstaaten in der Krise mit Zuschüssen in Milliardenhöhe unterstützen und dazu eigene Anleihen an den Finanzmärkten platzieren, einen Vorläufer für Eurobonds.
Der Streit über sogenannte Corona-Bonds schlägt in der EU derzeit hohe Wellen. Italien und andere Länder dringen auf eine gemeinsame Schuldenaufnahme, die unter anderen Deutschland aber ablehnt. Von der Leyen legte sich in der Debatte nicht fest und verwies auf die Eurogruppe, die binnen zwei Wochen Vorschläge machen soll. Doch zeigte sie Verständnis für die deutsche Position.

9.30 Uhr: in Minden ab nächste Woche bis zu 1000 Corona-Tests täglich

Ab Montag kann das Zentrallabor der Mühlenkreiskliniken in Minden bis zu 1000 Corona-Tests täglich durchführen. In den folgenden drei Wochen soll die Testkapazität dann nochmals sukzessive auf 2000 Tests am Tag erhöht werden. Möglich macht das eine neue, maschinelle Aufbereitung der RNA-Proben.

SchmitzProfDrFranzJosef

Laborchef Franz-Josef Schmitz

Bislang mussten die Proben händisch aufbereitet werden, was sehr viel Arbeitszeit gekostet hat. Pro Mitarbeiter konnten maximal 60 Tests am Tag bearbeitet werden. „Durch die automatische Aufbereitung können wir sehr viel mehr Tests durchführen und schnellere Ergebnisse liefern. Rein technisch sind wir ab Montag in der Lage zwölf PCR-Durchläufe am Tag zu starten und damit innerhalb von vier bis sechs Stunden ein Ergebnis zu haben“, erläutert Professor Dr. Franz-Josef Schmitz, Direktor des Zentrallabors der Mühlenkreiskliniken (MKK).

8.20 Uhr: Schnelltest soll in fünf Minuten Ergebnis bringen

In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die Test-Kits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so groß sei wie ein Toaster, und damit auch außerhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden könne, teilte der Hersteller Abbott mit.

8.00 Uhr: Keine Lockerungen der Maßnahmen in Deutschland in Sicht

Vor dem 20. April wird es keine Lockerung der bestehenden Maßnahmen gegen das Coronavirus geben. Das hat Kanzleramtsminister Braun klargestellt. Dennoch geht die Debatte um eine Exit-Strategie weiter.

7.20 Uhr: Leser fragen, Experten antworten

Überlebt das Coronavirus in der Tiefkühltruhe? Bekomme ich jetzt als Minijobber Kurzarbeitergeld? Die Redaktion hat Ihre Fragen Experten vorgelegt und andere Quellen zu Rate gezogen. Hier Teil 3 der Serie „Leser fragen, Experten antworten”.

6.48 Uhr: Luftwaffe fliegt an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

6.15 Uhr: Unsere Corona-Woche

Kinderbetreuung, Home Office und das Leben auf Distanz: Familie Rose aus Werther im Kreis Gütersloh berichtet über das Familienleben in Zeiten von Corona.

Freitag, 27. März:

19 Uhr: Müssen wir uns entscheiden, Geld oder Leben zu retten? Wir müssen beides retten, sagt unser Kommentator

In seinem Leitartikel zur Lage in der Corona-Krise schreibt WESTFALEN-BLATT-Chefredakteur Ulrich Windolph: "Die gespenstischen Szenen von geschlossenen Geschäften, von großen, doch menschenleeren Einkaufsstraßen mögen surreal wirken, bleiben aber auf absehbare Zeit der einzig richtige Weg. Wir alle wollen vermutlich nichts sehnlicher als unser altes Leben zurück. Ob wir es je zurückbekommen, steht in den Sternen. Aber sicher ist, dass wir umso weniger davon zurückbekommen, je überstürzter wir handeln."

18 Uhr: schon mehr als 180 Patienten in OWL wieder genesen

Die Gesundheitsämter haben auch am Freitag neue Zahlen zu den nachgewiesenen Infektionen in Ostwestfalen-Lippe veröffentlicht. Obwohl diese Zahlen wegen unterschiedlicher Testhäufigkeit in den Zuständigkeitsgebieten schwer vergleichbar sind, wollen wir sie als einen Anhaltspunkt hier weiterhin darstellen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

15.45 Uhr: Absichtlich angehustet - Strafverfahren eingeleitet

Mit den Worten „Ich habe Corona“ hat ein 38-Jähriger einen jungen Mann an einer Supermarktkasse in Brilon angehustet - und nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung am Hals. Der 38-Jährige sei aggressiv aufgetreten und habe sich über eine kurzzeitig unbesetzte Kasse aufgeregt, erklärte die Polizei am Freitag. Ein 24-Jähriger habe bei dem Vorfall am Donnerstag versucht, den Mann zu beruhigen. Dabei sei er dann angehustet worden. Ob der 38-Jährige tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist, müsse nun das Gesundheitsamt prüfen, sagte ein Polizeisprecher.Auch in Gütersloh wurden Menschen absichtlich angehustet. In der Fußgängerzone habe ein 52 Jahre alter Rollstuhlfahrer am Donnerstagmittag mehrere Menschen grundlos bedrängt. Die 57-Jährige, die er zuerst belästigte und anhustete, verständigte die Polizei. Für den Gütersloher zieht das ein Strafverfahren wegen Körperverletzung nach sich.

15.09 Uhr: Laut Studie ohne Gegenmaßnahmen weltweit 40 Millionen Corona-Tote

Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr mehr als 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch.Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Daher fordern die Forscher weltweit frühe Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie, wie sie in vielen Ländern bereits ergriffen wurden. Nur so sei eine Überforderung der Gesundheitssysteme zu verhindern.

13.51 Uhr: Briefe spenden Senioren in Altenbeken Hoffnung

Wer im Seniorenheim lebt, leidet derzeit besonders unter den Folgen der Corona-Krise und den damit verbundenen sozialen Einschränkungen. Besuch von den Kindern oder Enkeln ist untersagt, um soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Damit sich die Bewohner nicht einsam fühlen, hat das Seniorenzentrum Altenbeken einen Aufruf per Facebook gestartet: „Derzeit ist es zum Schutz unserer Gesundheit und der Gesundheit unserer Mitmenschen dringend erforderlich, jegliche sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Das trifft auch auf Besuche unserer Bewohner zu“, schreibt Einrichtungsleiterin Renate Rustemeyer.

Damit Angehörige trotzdem Kontakt zu den Lieben halten können, bietet der Soziale Dienst den digitalen Weg an. „Wer möchte, kann uns eine persönliche Nachricht oder einen Brief per E-Mail schicken, die wir dann ausdrucken und an die Bewohner übergeben. Wir lesen diese Briefe auf Wunsch auch vor“, erzählt Rustemeyer. So hätten die Männer und Frauen etwas in der Hand, dass sie sich immer wieder anschauen können. Hier geht's zur Geschichte.

13.41 Uhr: Ende von Merkels Quarantäne offen - Kanzlerin leitet aber nächstes Kabinett

Das Ende der häuslichen Quarantäne von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist vorerst offen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Freitag in Berlin, maßgeblich für ein Ende der Quarantäne seien die Empfehlungen der Experten und Ärzte sowie der Wissenschaftler des Robert-Koch-Institutes. Merkel werde in der kommenden Woche das Kabinett leiten - je nach dem, wie die Empfehlungen ausfielen telefonisch oder auch „persönlich, sollte die Quarantäne aufgehoben werden“. 

Merkel hatte sich am vergangenen Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben. Sie war darüber unterrichtet worden, dass sie zwei Tage zuvor zu einem Arzt Kontakt hatte, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft. Inzwischen fielen zwei Corona-Tests der Kanzlerin negativ aus. 

13.07 Uhr: IHK verschiebt Prüfungen – neue Termine im Sommer

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Hiervon sind rund 210.000 Auszubildende bundesweit betroffen, wie die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld mitteilt. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt. Darauf haben sich die zuständigen IHK-Gremien verständigt. 

Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen werden nach jetzigem Stand vom 16. bis zum 19. Juni 2020 nachgeholt. Die industriell-technischen Prüfungen sollen demnach am 16. und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni 2020 stattfinden.

12.35 Uhr: Britischer Premierminister Johnson positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilt er per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

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Foto: @borisjohnson/PA Media/dpa

11.49 Uhr: Beschluss des Bundesrats: Corona-Hilfen können fließen

Die gewaltigen Hilfen in der Corona-Krise können fließen. Der Bundesrat beschloss das milliardenschwere Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie Zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger.

Die Beschlüsse fielen einstimmig. Die ersten Gelder sollen damit noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

11.39 Uhr: Mehr als 43.700 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 270 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 43.700 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 11.500 nachgewiesenen Fällen und 85 Toten sowie Bayern mit mehr als 8800 Fällen und Baden-Württemberg mit mehr als 8400 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 87,7 die meisten Infektionen. 

Mehr als 270 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

10.52 Uhr: NRW-Schulministerin geht von Schulöffnung am 20. April aus

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) geht davon aus, dass die Schulen nach den Osterferien am 20. April wieder öffnen können. Dann könnten die angehenden Abiturienten wieder mit dem Stoff zur Vorbereitung auf die Prüfungen konfrontiert werden, sagte sie am Freitag in Düsseldorf. Wegen der Coronavirus-Krise hat die Landesregierung alle Schulen in NRW bis zum 19. April geschlossen.

10.17 Uhr: Abiturprüfungen in NRW werden verschoben

Die 88.000 angehenden Abiturienten in Nordrhein-Westfalen bekommen mehr Zeit zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Die Hauptprüfungen für das Abitur sollen erst am 12. Mai beginnen und damit drei Wochen später, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf mit. Die Schüler erhielten damit jetzt Planungssicherheit, damit sie sich bestmöglich auf ihre Prüfungen vorbereiten könnten. „Die Prüfungen werden selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden. Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität.“

Die Abiprüfungen an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs beginnen laut dem Zeitplan am Dienstag, 12. Mai. Letzter Prüfungstermin sei Montag, der 25. Mai. Für Schülerinnen und Schüler, die den Haupttermin nicht wahrnehmen könnten, werde es im Anschluss einen zentralen Nachschreibetermin geben. Durch einen stark verkürzten Korrekturzeitraum können die Abiturzeugnisse dann, wie vorgesehen, spätestens bis zum 27. Juni ausgegeben werden. Allerdings müsse auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden, hieß es weiter.

10.05 Uhr: Experte in Norditalien sieht keine Trendwende in Corona-Krise

Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg.

Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi, am Freitag im Deutschlandfunk. Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Es sei ein erstes «gutes Signal», dass sich das Tempo der bestätigten Neuinfektionen verlangsamt habe. Die Lage in den sechs Krankenhäusern der Provinz Bergamo sei weiter «sehr kritisch», sagte Tersalvi. Die Kliniken seien voll mit Intensivpatienten und «am Limit». Etwas Entlastung verschaffe die hausärztliche Versorgung. Viele weniger schwer Erkrankte würden zu Hause behandelt. «Das hilft», sagte Tersalvi, der die Zusammenarbeit aller Kliniken in der Provinz steuert.

9.40: Mehr Corona-Nachweise in den USA als in China

Die USA haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt.

In den Vereinigten Staaten gab es bis Freitagfrüh mehr als 85.900 bekannte Infektionen, in China mehr als 81.700 und in Italien mehr als 80.500, wie aus einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in den USA hervorgeht. US-Präsident Donald Trump telefonierte nach eigenen Angaben mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und hob die gute Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervor. "China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!", schrieb Trump auf Twitter.

9.27 Uhr: Digitale Nähe am Herd in Steinhagen

Wenn im analogen Leben derzeit schon alle Distanz halten müssen, so rücken sie im Netz noch enger zusammen: sogar am Kochtopf. Die Idee stammt von der Steinhagenerin Heidemarie Rabe, versierte Kochkursleiterin der Volkshochschule (VHS) Ravensberg. Sie hat vor nicht einmal einer Woche auf Facebook die Gruppe „Bürger an die Töpfe“ gegründet, die bereits jetzt an die 200 Mitglieder zählt.

9.10 Uhr: Stadtkämmerer in Bielefeld: „Wir sind längst im Krisenmodus“

Die Corona-Krise könnte auch zu einer Haushaltskrise für die Stadt Bielefeld werden. Stadtkämmerer Rainer Kaschel rechnet mit deutlich einbrechenden Gewerbesteuereinnahmen. Hinzu kämen Einnahmeausfälle bei den Gebühren, etwa bei den Kita-Entgelten. Die CDU will unterdessen eine Ratsinitiative starten, wonach die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten in Not geratenen Betrieben hilft. „Wir setzen dabei auf die Unterstützung aller Fraktionen“, so Fraktionsgeschäftsführer Detlef Werner.

8.38 Uhr: CDU/CSU: Infektionsketten per Handy-App zurückverfolgen

Im Kampf gegen die rasche Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 würden Politiker der Union gerne möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren können.

Sie soll wie eine Art digitales Tagebuch funktionieren und - falls sein Besitzer positiv auf das Coronavirus getestet wird - automatisch anonymisierte Hinweise an alle Menschen versenden, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit ihm Kontakt hatten. Mehr hier

7.23 Uhr: Rückholaktion dauert mindestens noch zwei Wochen

Die Rückholaktion der Bundesregierung für die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen wird mindestens noch zwei Wochen dauern. So lange werde man noch "sehr intensiv" mit der Organisation der Sonderflüge beschäftigt sein, sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur. "Und dann werden Einzelfälle bleiben, die schwer zu lösen sind."

Außenminister Heiko Maas besucht am 20. März das Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt. Hier wird die Rückholaktion deutscher Staatsbürger aus dem Ausland organisiert.

Außenminister Heiko Maas besucht am 20. März das Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt. Hier wird die Rückholaktion deutscher Staatsbürger aus dem Ausland organisiert. Foto: Thomas Köhler/Photothek.De

7.17 Uhr: Corona-Fallzahlen nicht aktuell

Wie wirksam ist der Shutdown Deutschlands im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus? Die Frage ist selbst für Experten schwer zu beantworten, denn der Anordnung von Maßnahmen lassen sich Infektionszahlen bisher nicht tagesgenau zuordnen.

Es hakt bei der Übermittlung der Fallzahlen an das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin, das als erste Stelle über solide bundesweite Daten verfügt – allerdings verspätet. Technisch wäre es einfach, dass jedes der etwa 400 Gesundheitsämter seine Zahlen online ans RKI meldet, aber das sieht das föderale System nicht vor.

6.40 Uhr: Verkehr in Corona-Zeiten: weniger Staus, weniger Unfälle

Führt das Kontaktverbot wegen des Coronavirus auch zu weniger Autoverkehr und damit auch zu weniger Unfällen auf den Straßen? Erste Beobachtungen der Versicherer und der Polizei bestätigen das: „Wir haben ganz offensichtlich deutlich weniger Autoverkehr“, sagt etwa der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann. „Ich bin überzeugt davon, dass wir in diesem Frühjahr einen deutlichen Rückgang der Unfälle insgesamt, aber auch der Unfälle mit Personenschaden, sehen werden.“

6.22 Uhr: Gebauer gibt Abi-Termine in NRW bekannt

Für rund 90.000 angehende Abiturienten in NRW endet am Freitag eine Zeit der Ungewissheit: Sie erfahren, ob wegen der Corona-Pandemie ihre Abitur-Termine verschoben werden oder ob die Prüfungen wie geplant direkt nach den Osterferien - also ab dem 20. April - losgehen. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will in einer Pressekonferenz um 10.00 Uhr die Prüfungstermine nennen. Zwischenzeitlich war nach einem entsprechenden Vorstoß aus Schleswig-Holstein sogar mal eine komplette Absage der Prüfungen im Gespräch gewesen. Das hatten die Schulminister in einer bundesweiten Konferenz aber einhellig abgelehnt.

6.19 Uhr: Corona-Angst sorgt für Boom im Online-Lebensmittelhandel

Die Angst vor dem Coronavirus sorgt für einen Boom im Online-Lebensmittelhandel in Deutschland. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur berichteten alle befragten Online-Anbieter über eine stark erhöhte Nachfrage. Die Folge: Wer heute im Internet Lebensmittel oder Hygieneartikel bestellt, muss bis zu zwei Wochen auf die Lieferung warten. 

Beispiel Rewe: Die hohe Nachfrage könne dazu führen, dass die im Internet bestellte Ware erst in ein bis zwei Wochen geliefert werde, teilte der Lebensmittelhändler mit. Rewe ist mit seinem in 75 Städten verfügbaren Lieferservice einer der führenden Online-Lebensmittelhändler in der Bundesrepublik.

6.12 Uhr: Druckluft für Beatmungsgeräte - Boge-Kompressoren aus Bielefeld gefragt

In der Corona-Krise sind  Kompressoren des Bielefelder Unternehmens Boge stark gefragt, um medizinische Druckluft für Beatmungsgeräte zu liefern. Aus Deutschland, Spanien und Großbritannien liegen Anfragen für mehrere hundert Geräte vor, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Wolf D. Meier-Scheuven. Boge sei auch dank „super mitziehender Lieferanten“ voll produktions- und lieferfähig, um einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung zu leisten. Mehr hier.

5.50 Uhr: Merkel: Debatte über Lockerung der Corona-Maßnahmen verfrüht

Kanzlerin Angela Merkel hält es für viel zu früh, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle "sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen", sagte sie in Berlin.

Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, "in Richtung von zehn Tagen". Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Donnerstag, 26. März:

18.32 Uhr: "Astro-Alex" macht Mut

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat sich in der Coronakrise für optimistisches Denken ausgesprochen. „Es ist sehr wichtig in solchen Zeiten, dass man positiv nach vorne schaut“, sagte Gerst am Donnerstag in einer Online-Videoschalte der Initiative Asteroid Day und der Europäischen Weltraumorganisation (Esa). Er sei „sehr positiv, dass wir alle zusammen das hinkriegen“. So eine Herausforderung zu überwinden, habe etwas Gutes für das Gemeinschaftsgefühl. Gerst betonte in seinem Home-Office, es gebe durchaus ein sehr wirkungsvolles Mittel, die Krankheit einzudämmen: zu Hause zu bleiben. Damit habe man Kontrolle über die Situation. Dies sei auch in der Raumfahrt wichtig, um Ängsten vorzubeugen.

17.46 Uhr: 1164 bestätigte Infektionen in Ostwestfalen-Lippe
Die Gesundheitsämter haben am Donnerstag neue Zahlen zu den nachgewiesenen Infektionen in Ostwestfalen-Lippe veröffentlicht. Obwohl diese Zahlen wegen unterschiedlicher Testhäufigkeit in den Zuständigkeitsgebieten schwer vergleichbar sind, wollen wir sie als einen Anhaltspunkt hier weiterhin darstellen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

17.35 Uhr Mainzelmännchen machen mit beim "social distancing"

Die Corona-Krise macht auch vor den ZDF-Mainzelmännchen nicht halt. Die sechs beliebten ZDF-Zeichentrickfiguren, die zwischen Werbespots zu sehen sind, werden nun dafür werben, wegen der Ausbreitung des Coronavirus zuhause zu bleiben und auf Distanz zu anderen zu gehen. Wie das ZDF am Donnerstag in Mainz mitteilte, werden die ersten neuen Mainzelmännchen-Clips zwischen der „heute“-Sendung um 19 Uhr und dem Wetterausblick zu sehen sein. Es ist dem Sender zufolge nicht das erste Mal, dass die Mainzelmännchen auf aktuelle Entwicklungen reagieren. In ihrer Anfangszeit, sie liefen erstmals 1963 über den Bildschirm, hätten sie etwa vor Brandgefahren durch Rauchen oder vor Unfällen im Haushalt gewarnt.

17.22 Uhr Zahl der Corona-Infektionen in NRW steigt deutlich

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen. Das Gesundheitsministerium zählte am Donnerstag 10.872 bestätigte Infektionen (Stand 16 Uhr) und damit 1186 Fälle mehr als am Vortag zur gleichen Zeit. Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um 16 auf 82. Damit erhöhte sich die Zahl der bestätigten Fälle in NRW zuletzt wieder stärker. Am vergangenen Freitag hatte das Gesundheitsministerium knapp 1300 dazugekommene Infektionen gemeldet, am Montag und Dienstag jeweils 863 und am Mittwoch knapp 600.

16.30 Uhr: Herbert Grönemeyer bedankt sich mit Song bei Helfern

Der Musiker Herbert Grönemeyer hat sich auf Instagram mit einem kurzen Song bei allen Helfern in der Corona-Krise bedankt. „Ein musikalischer Gruß und Dank an die 'Helden dieser Zeiten'“, schrieb der Sänger am Donnerstag auf dem sozialen Netzwerk. Dazu postete er ein einminütiges Video, indem er die Arbeit der Menschen würdigte, die etwa „arzten, pflegen, transportieren, kassieren, bewachen, forschen, schützen“. Außerdem appellierte er, für diese Menschen zuhause zu bleiben. Denn sie seien „die Helden dieser Zeiten“.

13.59 Uhr: Virologe Drosten: In Deutschland 500.000 Tests pro Woche

In Deutschland werden nach Schätzung des Chefvirologen der Berliner Charité, Christian Drosten, inzwischen pro Woche rund 500.000 Tests auf eine Coronavirus-Infektion durchgeführt.

"Der Grund, warum wir in Deutschland im Moment so wenige Todesfälle haben, gegenüber der Zahl der Infizierten, ist hinreichend damit zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik in Deutschland machen", sagte Drosten am Donnerstag in Berlin. Letzte Schätzungen ließen vermuten, dass wöchentlich rund eine halbe Million sogenannter PCR-Tests durchgeführt würden. Dabei werden Abstriche aus Nase oder Rachen genommen und im Labor auf Viren-Erbgut untersucht.

13.48 Uhr: US-Arztserien spenden Masken und Schutzkleidung

Millionen verfolgen die dramatischen Abenteuer von Ellen Pompeo als Dr. Meredith Grey und vielen anderen TV-Ärzten. Die Crews der Lebensretter aus dem Fernsehen tun in Corona-Zeiten jetzt aber auch im echten Leben etwas Gutes.

Zwar sind die Dreharbeiten für Serien wie "Grey's Anatomy", "Pose" oder "Seattle Firefighters – Die jungen Helden" vorerst eingestellt, doch die Macher mehrerer Produktionen sind noch einmal aktiv geworden und haben lebenswichtige Requisiten eingesammelt. Bei steigender Zahl von Covid-19-Erkrankungen in den USA und Knappheit von Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzkleidung helfen Krankenhausserien mit eigenen Utensilien aus, die sonst bei Dreharbeiten zum Einsatz kämen.

Ein Lastwagen voll mit Hilfsmittel-Spenden der Serien "Grey's Anatomy" und "Seattle Firefighters" (im US-Original "Station 19") wurde an einem Universitätskrankenhaus in Los Angeles abgeliefert, wie der Sender "ABC11" berichtete.

13.40 Uhr: Champions-League-Spiel schuld an Corona-Krise in Italien?

Das Champions-League-Match zwischen Atalanta Bergamo und Valencia gilt als der Brandbeschleuniger bei der Ausbreitung des Coronavirus im norditalienischen Bergamo. Ein Faktencheck

13.18 Uhr: „Corona-Hilfe kommt nicht an” - Unternehmer beklagt Verhalten seiner Sparkasse

Ralf Windiks (55) war halbwegs beruhigt, als er in den letzten Wochen im Fernsehen von den staatlichen Hilfen hörte, mit denen Firmen durch die Coronakrise geholfen werden soll. „Ich glaube auch, dass es Wirtschaftsminister Altmaier ernst damit ist”, sagt der Unternehmer aus Porta Westfalica. Aber letztlich entschieden die Hausbanken über die Kredite. „Und unsere lässt uns gerade hängen.”

Den gesamten Artikel lesen Sie hier.

12.46 Uhr: Vorsicht! Anfällig für Viren bei harter Trainingsbelastung

Alleine Laufen an der frischen Luft ist erlaubt - und stärkt das Immunsystem. Bis zu einem gewissen Grad. Und das gilt auch für Leistungssportler. Wer sich voll belastet, ist anfälliger. Auch deswegen wäre Olympia im Sommer ein riesiges Wagnis geworden.

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Foto: dpa

12.22 Uhr: Zahl der Privatinsolvenzen wird steigen

Das Informationsunternehmen Crifbürgel erwartet in diesem Jahr wegen des neuartigen Coronavirus mehr private Insolvenzen.

"Das Coronavirus wird die Wirtschaft schwer belasten, wobei die Auswirkungen heute noch gar nicht abschätzbar sind", sagte Geschäftsführer Christian Bock in in Hamburg. "Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass es in der Folge auch wieder mehr Privatinsolvenzen in Deutschland geben wird." Gegenwärtig rechne er mit einem Anstieg um mindestens zehn Prozent.

12.05 Uhr: Bosch entwickelt Corona-Schnelltest

Der Technologiekonzern Bosch hat nach eigenen Angaben einen Coronavirus-Schnelltest unter anderem für Krankenhäuser und Arztpraxen entwickelt. Das vollautomatische Verfahren zum Nachweis von Virenerbgut soll von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis weniger als zweieinhalb Stunden brauchen, wie Bosch am Donnerstag mitteilte. 

Laut Bosch hat der neue Test auf Sars-CoV-2 eine „Genauigkeit von über 95 Prozent“. Die Fragen, wie oft das System falschen Alarm schlägt oder wie viele Infektionen es übersieht, konnte ein Sprecher zunächst nicht beantworten. Laut Bosch erfüllt der Test die Qualitätsstandards der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

10.55 Uhr: Polizeieinsatz wegen Klopapier: Kundin setzt sich auf Kassenband

Kuriose Szenen in einem Supermarkt im oberbergischen Bergneustadt: Weil eine Kundin nur eine Packung Toilettenpapier kaufen durfte, setzte sich die Frau (54) aus Protest auf das Kassenband. Die Polizei musste sie schließlich in Handschellen abführen. 

Wie die Beamten am Donnerstag mitteilten, wollte die 54-Jährige am Vortag gegen 17.40 Uhr mehrere Packungen Klopapier kaufen: „Als sie darauf hingewiesen wurde, nur ein Paket zu kaufen und die übrigen zur Seite zu legen, setzte sich die Frau auf das Kassenband und behinderte so den weiteren Verkauf an andere Kunden.“ Die alarmierten Polizeibeamten konnten die Frau nicht beruhigen. Als sie ihr Handschellen anlegten, wehrte sie sich heftig. „Sie brüllte, ließ sich zu Boden fallen, sperrte sich gegen die Maßnahme und musste schließlich zum Streifenwagen getragen werden“, so die Polizei.

9.29 Uhr: Coronavirus lässt Verbraucherstimmung einbrechen

Die aktuelle Corona-Krise hat die Verbraucherstimmung in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise einbrechen lassen. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für April einen Rückgang um 5,6 Punkte auf 2,7 Zähler.

Nur im Mai 2009 auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise lag der Index mit 2,6 Punkten niedriger.

9.01 Uhr: Lunchpaket statt Butterkuchen

In Zeiten der Coronakrise läuft einiges anders - auch eine Blutspende. Unser Reporter Christian Althoff berichtet von seinen Erlebnissen und erklärt in seiner Reportage, warum der traditionelle Blutspende-Imbiss gestrichen wurde.

8.19 Uhr: Entscheidung über Wimbledon in der nächsten Woche

Eine Entscheidung über die Absage oder Verschiebung des Tennis-Grand-Slam-Turniers in Wimbledon wegen der Coronavirus-Pandemie soll in der kommenden Woche auf einem Krisentreffen fallen. Das teilte der Veranstalter AELTC mit. Spiele unter Ausschluss der Publikums werde es bei dem beliebten Rasen-Turnier aber nicht geben. 

Man stehe in Kontakt mit den Behörden, hieß es weiter. Die Vorbereitungen auf das am 29. Juni beginnende Turnier starten normalerweise Ende April. Eine Verschiebung des Events wäre „nicht ohne signifikante Risiken und Schwierigkeiten“ wegen des Bodenbelags. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat das Grand-Slam-Turnier immer stattgefunden.

7.51 Uhr: EU-Videogipfel zum Kampf gegen das Coronavirus

Bei einem Videogipfel wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs heute erneut ihre Maßnahmen gegen die Corona-Krise abstimmen.

Thema sind die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Virus, die Lastwagenstaus an den innereuropäischen Grenzen und der gemeinsame Kampf gegen die Wirtschaftskrise infolge der Pandemie. Die Videoschalte ersetzt den regulären EU-Gipfel, der eigentlich für Donnerstag und Freitag in Brüssel geplant war. Dieser wurde wegen Covid-19 jedoch verschoben.

7.42 Uhr: Fußball rückt zusammen: Signalwirkung durch Gehaltsverzicht

Borussia Mönchengladbach hat den Anfang gemacht, zahlreiche Fußball-Bundesligisten zogen nach: Mittlerweile verzichten bei vielen Clubs Spieler, Trainer und führende Angestellte wegen der finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise auf Teile ihres Gehalts.  Ein Überblick.

7.33 Uhr: Corona-Krise könnte Wende am Immobilienmarkt bringen

Die Corona-Krise dürfte nach Einschätzung von Ökonomen den Anstieg der Mieten und Immobilienpreise dämpfen.

Selbst ein Ende des zehnjährigen Immobilienbooms in Deutschland sei denkbar, wenn sich die Krise noch Monate hinziehe und der Alltag der Menschen stark eingeschränkt bleibe. Das würde Mietern und Immobilienkäufern nach den rasanten Aufschlägen der vergangenen Jahre Luft verschaffen.

7.28 Uhr: Corona-Urlaub für Häftlinge in NRW

Nordrhein-Westfalen will mit der vorübergehenden Entlassung von Strafgefangenen und dem Aufschieben von Haftantritten Platz in Gefängnissen schaffen. Justizminister Peter Biesenbach (CDU) sagte am Mittwoch, man wolle Platz machen, um im Ernstfall genügend Quarantänemöglichkeiten für Häftlinge zu haben. So sollen Gefangene mit Ersatzfreiheitsstrafen (weil sie Geldstrafen nicht bezahlt haben) oder Strafen bis maximal 18 Monaten Haft vorerst entlassen werden.

7.15 Uhr: „Werden in Corona-Krise alles Menschenmögliche tun“

Europas größter privater Klinikbetreiber Fresenius blickt mit Sorge auf eine weitere Zuspitzung der Lage in der Coronavirus-Krise. „Ich kann nicht garantieren, dass unser Personal und unsere Ausrüstung zum Höhepunkt der Krise ausreichen werden“, sagte Vorstandschef Stephan Sturm der „Wirtschaftswoche“. Er könne aber versichern, „dass wir alles Menschenmögliche tun werden.“

6.23 Uhr: CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann im Interview: „Nach Ostern müssen wir den Laden hochfahren“

Der promovierte Ökonom und CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann (42) kann die Folgen der Corona-Krise für Wirtschaft und Gesellschaft einschätzen. Andreas Schnadwinkel und Oliver Horst haben mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten aus Paderborn über Auswirkungen und Auswege gesprochen.

6.05 Uhr: Rückhalt für Corona-Maßnahmen in der Bevölkerung

Die im Kampf gegen das Coronavirus erlassene Kontaktsperre trifft auf breite Zustimmung in der Bevölkerung - obwohl sie die persönliche Freiheit massiv einschränkt. Die Regierung erwägt Quarantäne für Passagiere von Flügen aus Nicht-EU-Ländern. 

Mittwoch, 25. März:

18.43 Uhr: Warnung vor Cyberangriffen in der Coronavirus-Krise

IT-Sicherheitsexperten warnen vor einer erhöhten Gefahr von Cyberangriffen in der Coronavirus-Krise. Denn Online-Kriminelle haben sich schnell an die Corona-Krise angepasst. So versprach eine App zu warnen, wenn infizierte Personen in der Nähe sind - natürlich eine Lüge. Zugleich laufen durch Heimarbeit viele Arbeits-Computer außerhalb geschützter Firmen-Netzwerke.

17.03 Uhr: Zahl der bestätigten Infektionen in OWL steigt weiter

Die heimischen Gesundheitsämter haben am Mittwoch neue Zahlen zu den nachgewiesenen Infektionen in Ostwestfalen-Lippe veröffentlicht. Obwohl diese Zahlen wegen unterschiedlicher Testhäufigkeit in den Zuständigkeitsgebieten schwer vergleichbar sind, wollen wir sie als einen Anhaltspunkt hier weiterhin darstellen. Auch die Zahl der wieder Genesenen steigt. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

16.22 Uhr: Kreissparkasse Wiedenbrück schließt alle Filialen

Die Kreissparkasse Wiedenbrück hat am Mittwoch sämtliche Geschäftsstellen bis auf Weiteres geschlossen. Die Regelung soll dazu beitragen, die Coronavirus-Ausbreitung einzudämmen. Nach Auskunft des Kreditinstituts bleibt die Bargeldversorgung weiterhin gewährleistet.

15.39 Uhr: Wegen Gehaltsverzicht: Krisen-Treffen bei Arminia

Viele Fußballer aus den ersten beiden Profiligen haben sich aufgrund der Corona-Krise dazu bereit erklärt, auf Gehalt zu verzichten. Am Mittwoch nahm dieses Thema auch bei Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld mächtig Fahrt auf.

13.28 Uhr: Krisenmaßnahmen: vorerst keine Lockerung

Die Bundesregierung sieht vorerst keinen Anlass für Lockerungen der umfassenden Corona-Krisenmaßnahmen. "Wir befinden uns immer noch am Anfang einer Epidemie", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Auch wenn sich ein leichtes Abflachen der Kurve andeute, gebe es weiterhin eine hohe Zahl an Neuinfektionen und keinen Grund für Entwarnung. Es sei daher davor zu warnen, jetzt bereits von einer "Exitstrategie" zu sprechen.

13.03 Uhr: „Hilfeschrei“ der Club-Betreiber

„Eine sofortige Hilfe für die Bielefelder Clubs noch im März ist entscheidend“. Mit einem eindringlichen Appell wenden sich Betreiber von Diskotheken, Clubs und Eventstätten in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Pit Clausen. Darin bitten sie um Unterstützung und einen „Rettungsschirm“ für die Bielefelder Clublandschaft, um deren Aus zu verhindern.

12.46 Uhr: Mehr Datenverkehr wegen Corona an Frankfurter Internet-Knoten

Am Internet-Knoten in Frankfurt hat sich der Datenverkehr von Videokonferenzen angesichts von Heimarbeit in der Coronavirus-Krise verdoppelt. Insgesamt sei der durchschnittliche Datenverkehr um zehn Prozent gestiegen, teilten die Betreiber des DE-CIX-Knotens am Mittwoch mit. „Die Nutzer sind nun auch tagsüber häufiger und länger online, das merken wir stark“, berichtete Technikchef Thomas King.

An Kapazitätsgrenzen stößt der Internet-Knoten aufgrund der Nutzungssteigerung demnach aber nicht. Die notwendigen Bandbreiten könnten bereitgestellt werden, „selbst wenn alle Firmen Europas ausschließlich aus dem Home-Office arbeiteten und nebenher noch ein weltweites sportliches Großevent übertragen werden würde“. 

Neben dem Anstieg beim Konferenz-Datenverkehr - wie beispielsweise über Skype oder Zoom - verdoppelte sich auch die Zahl der Nutzer von Online- und Cloud-Gaming-Plattformen. 

12.18 Uhr: Prinz Charles positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles (71) ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Palast am Mittwoch mit. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, hieß es weiter.

12.11 Uhr: Hotels in Madrid öffnen Pforten für Krankenhauspersonal

Im besonders heftig vom Coronavirus betroffenen Madrid haben mehrere Hotels ihre Zimmer für Krankenhauspersonal zur Verfügung gestellt. Klinikmitarbeiter, die entweder außerhalb der spanischen Hauptstadt leben, wegen ihrer Dienstzeiten nah am Krankenhaus sein müssen oder zu Hause mit gefährdeten Menschen wohnen, könnten sich in acht über Madrid verteilte Hotels von den Strapazen bei der Arbeit erholen, zitierten spanische Medien das Gesundheitsministerium der Region Madrid.

11.44 Uhr: Coronavirus in Deutschland: Zahl der Toten steigt weiter an

In Deutschland sind bislang mehr als 33.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 9400 sowie Bayern mit mehr als 6300 und Baden-Württemberg mit mehr als 6000 Fällen. Mehr als 160 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

11.42 Uhr: Corona-Krisen-Paket: Große Einigkeit im Bundestag

Angesichts der Bedrohung durch die Corona-Pandemie haben im Bundestag alle Fraktion das Maßnahmenpaket der Bundesregierung für Gesundheitsschutz und finanzielle Hilfen unterstützt. Aus Sicht der Opposition fehlt bislang aber ein Plan für das, was in zwei oder drei Monaten notwendig sein wird.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte in der Generaldebatte zur Lockerung der Schuldenbremse und zum historisch einmaligen Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise: «Vor uns liegen harte Wochen. Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind.» Scholz dankte Ärzten, Verkäufern, Busfahrern und anderen, die trotz des Infektionsrisikos das öffentliche Leben am Laufen halten: «Sie leisten Großes in diesen Tagen.»

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Foto: dpa

10.46 Uhr: Dax wieder über der Marke von 10.000 Punkten

Nach seinem Absturz in der Corona-Krise hat der Dax wieder Boden gut gemacht und am Mittwoch die Marke von 10.000 Punkten erreicht. Zuletzt gewann der deutsche Leitindex 3,52 Prozent hinzu auf einen Stand von 10.042,32 Punkten. Gemessen an dem Anfang der Vorwoche erreichten Krisentief bei 8255 Punkten hat sich das Börsenbarometer damit um fast 22 Prozent erholt. Ein Konjunkturpaket in den USA zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treibt die Kurse weiter nach oben.

10.25 Uhr: Bielefeld bleibt zu Hause

Am Sonntag waren verglichen mit Samstag 22 Prozent weniger Bielefelder unterwegs. Das geht aus einer Untersuchung der Firma Teralytics im Auftrag der Bild-Zeitung hervor. Für seine Analyse hat das Unternehmen anonymisierte Mobilfunkanbieter-Daten ausgewertet. Danach waren bundesweit am vergangenen Sonntag im Schnitt 26 Prozent weniger auf Achse.

9.23 Uhr: Düsseldorfer OB warnt vor Folgen der Corona-Einschränkungen

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Einschränkungen gewarnt. „Ich befürchte, lange wird unser Land einen nahezu vollständigen Shutdown nicht überstehen“, schrieb er in einem Gastbeitrag der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). 

Schon jetzt gebe es erste Insolvenzen, die „vollmundig angekündigten großzügigen staatlichen Rettungsschirme“ würden mangels staatlicher Einnahmen auf Dauer wohl nicht durchzuhalten sein, sagte Geisel. Hinzu komme wegen der Kontaktverbote bereits eine „signifikante Zunahme“ von Inobhutnahmen und Betretungsverboten wegen häuslicher Gewalt. 

8.58 Uhr: DFL hofft auf Bundesliga-Fortsetzung Mitte Mai

Nach der Empfehlung für eine verlängerte Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga hofft die Deutsche Fußball Liga nach Informationen der „Bild“-Zeitung auf eine Wiederaufnahme Mitte Mai. Für den 16. Mai war eigentlich der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Bis zum 30. Juni solle die Saison dann mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte das Präsidium der DFL am Dienstag eine Pause bis mindestens zum 30. April empfohlen.  Die Zustimmung der 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung am 31. März zu diesem Schritt gilt als sicher.  

7.33 Uhr: Einigung in den USA auf Billionen-Dollar-Konjunkturpaket

Die USA sind fest im Griff des Coronavirus. Die Wirtschaft leidet enorm. Nun haben sich die beiden Parteien auf ein Konjunkturpaket in der Höhe von 2 Billionen Dollar geeinigt.

6.46 Uhr: 422.989 Infizierte weltweit

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind bzw. waren 422.989 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand 25. März, 5.45 Uhr). Hier der Länder-Überblick der meisten Infektionen:

China: 81.591
Italien: 69.167
USA: 55.222
Spanien: 42.058
Deutschland: 32.991
Iran: 24.811
Frankreich: 22.633
Schweiz: 9877
Südkorea: 9137
UK: 8164

6.32 Uhr: Videochat-System der Notrufzentralen soll Arztpraxen entlasten

Ein neuartiger Videochatdienst für Nothelfer, der bislang vor allem in Rettungszentralen eingesetzt wird, soll künftig auch Arztpraxen und Krankenhäuser entlasten. Er soll auch dabei helfen, Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie zu unterbrechen. Das bestehende System EmergencyEye der Start-up-Firma Corevas aus Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen) wurde mit Unterstützung des Telekommunikationskonzerns Vodafone so erweitert, dass es künftig auch von Medizinern für eine Ersteinschätzung aus der Ferne eingesetzt werden kann, kündigten die Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf an.

6.31 Uhr: Gesetze: Kubicki verteidigt beschleunigtes Verfahren

Der Bundestag achtet üblicherweise sehr genau auf seine Rechte. In der Corona-Krise soll er jetzt in einem sonst unvorstellbaren Tempo weitreichende Beschlüsse fassen. Vizepräsident Kubicki hält das für gerechtfertigt. Das Land stabilisieren, laute die Aufgabe.

6.15 Uhr: Maas warnt vor "Spirale nationaler Egoismen" in Corona-Krise

Grenzen werden geschlossen, nationale Krisenpläne aufgestellt: Gegen die Corona-Pandemie kämpft bisher in erster Linie jedes Land für sich. Kann eine Staatengruppe wie die G7 für mehr internationale Koordination sorgen?  Bundesaußenminister Heiko Maas hat zu mehr internationaler Solidarität im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen.

Dienstag, 24. März:

20.45 Uhr: laut US-Experten jetzt schon mehr als 400.000 Corona-Fälle weltweit

Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen seien inzwischen an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Dienstag.
Zwei Drittel der bis Dienstagnachmittag (Ortszeit) gemeldeten 409.000 Fälle entfielen demnach auf sechs Länder: China, Italien, die USA, Spanien, Deutschland und den Iran. In den USA ist die Zahl bekannter Infektionen zuletzt dramatisch in die Höhe geschnellt. Dort gibt es Johns Hopkins zufolge inzwischen 50.000 Fälle. Am Samstag waren die Forscher noch von rund 24.000 bekannten Infektionen ausgegangen.
Die Webseite der US-Forscher wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher in der Regel einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese sprach ihrem jüngsten Lagebericht vom Dienstag von 373.000 Erkrankungen und mehr als 16.000 Toten.

18.55 Uhr: Youtube drosselt in Corona-Krise Bildqualität auch weltweit

Youtube wird die Bildqualität nun nicht nur in Europa, sondern auch im Rest der Welt runterschrauben, um in der Coronavirus-Krise die Netze zu entlasten. Bei Videos wird als Grundeinstellung die Standard-Auflösung statt HD voreingestellt, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Dienstag mitteilte. Die Nutzer können die Videoqualität manuell ändern. Die Drosselung in Europa war vergangene Woche zunächst für 30 Tage angekündigt worden.
Die EU-Kommission hatte die Reduzierung beim Datendurchsatz von den Streamingdiensten eingefordert, aus Sorge, dass die verstärkte Heimarbeit und Nutzung von Unterhaltungsangeboten die Netze verstopfen. Internet-Anbieter versicherten bisher, dass sie den Anstieg schultern können. Allerdings könnte die lokale Netzanbindung an den Wohnorten ein Nadelöhr sein. Der EU-Kommission geht es darum, dass die Auslastung der Netze das Arbeiten von zu Hause und Zugang zu Bildungsangeboten erlaubt.

18.37 Uhr: London sucht 250.000 Freiwillige im Kampf gegen das Coronavirus

Die britische Regierung will den Nationalen Gesundheitsdienst NHS im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 250.000 Freiwilligen verstärken. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag bei einer Pressekonferenz in London mit. Knapp 12.000 NHS-Mitarbeiter im Ruhestand seien bereits einem Aufruf der Regierung gefolgt, in den aktiven Dienst zurückzukehren. Zudem solle in der kommenden Woche ein temporäres Krankenhaus eröffnet werden, das in einem Konferenzzentrum eingerichtet werde, erklärte Hancock.

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Matt Hancock, Gesundheitsminister von Großbritannien, trifft in Downing Street, London, zu einer Kabinettssitzung ein Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Die Zahl der Toten durch die von dem neuartigen Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19 in Großbritannien stieg unterdessen um 87 auf 422. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 8000. Die tatsächliche Zahl dürfte aber erheblich höher sein. In Großbritannien wurden bislang nur rund 82.000 Menschen getestet, weit weniger als beispielsweise in Deutschland. Hancock beteuerte jedoch, die Regierung sei im Begriff, Millionen von Test-Sets zu kaufen.

18.14 Uhr: in Italien erneut mehr als 700 Tote an einem Tag

In Italien sind wieder mehr als 700 Menschen innerhalb eines Tages in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Damit wurden am Dienstag vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft. Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer - das waren am Dienstag 743 mehr als am Vortag. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor. Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69.000. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit.
Nach den seit dem 10. März bestehenden Ausgehverboten im Kampf gegen das Coronavirus war in Italien erste Hoffnung auf eine Trendumkehr aufgekommen. Am Samstag hatte der Zivilschutz die Rekordzahl von rund 790 Todesopfern für einen Tag verzeichnet. Am schlimmsten von der Covid-19-Pandemie betroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei.

16.45 Uhr: jetzt 960 bestätigte Infektionen in Ostwestfalen-Lippe
Auch am Dienstag haben die heimischen Gesundheitsämter wieder neue Zahlen zu den nachgewiesenen Infektionen in Ostwestfalen-Lippe veröffentlicht. Obwohl diese Zahlen wegen unterschiedlicher Testhäufigkeit in den Zuständigkeitsgebieten schwer vergleichbar sind, wollen wir sie als einen Anhaltspunkt hier weiterhin darstellen. Es gab auch neue Genesungserfolge, aber wie bereits am Freitag in Lippe auch wieder einen Todesfall, diesmal im Kreis Gütersloh. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

16.29 Uhr: Kurzarbeit für rund 80 000 VW-Beschäftigte in Deutschland

Bei Volkswagen sollen wegen der Lieferprobleme und Absatzeinbrüche in der Corona-Krise rund 80 000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen. Dies verlautete am Dienstag aus Konzernkreisen. Das Unternehmen hat die deutschen und europäischen Werke sowie weitere Standorte in Amerika und Russland derzeit vorübergehend geschlossen oder plant dies in Kürze. Als Grund für die beantragte Kurzarbeit hatten die Wolfsburger bereits in der vergangenen Woche die beträchtlichen Arbeitsausfälle in der Produktion sowie in den angrenzenden Bereichen genannt.

16.21 Uhr: 11.000 Bewerber wollen RKI im Kampf gegen Coronavirus helfen

Auf gewaltiges Interesse ist eine Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert-Koch-Institut (RKI) gestoßen. Zwischen Donnerstag und Montag hätten sich 11.000 Menschen als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. Das Amt hatte die Stelle für das RKI ausgeschrieben. «Einen solchen Andrang auf ausgeschriebene Stellen haben wir noch nicht erlebt», sagte BVA-Präsident Christoph Verenkotte.
Die große Zahl der Bewerber für die 525 Unterstützungsstellen bringe aber auch Herausforderungen mit sich. So stünden die Telefone des Referates Personalgewinnung seit Donnerstag nicht still. Nun müssten aus der großen Menge an Bewerbungen die passendsten Kandidaten ausgewählt werden.
Aufgabe der Unterstützer wird es sein, im kommenden halben Jahr als «Containment Scouts» bei der telefonischen Befragung von Covid-19-Infizierten und deren Kontaktpersonen zu helfen. Dadurch spare das Robert-Koch-Institut Ressourcen, die es im Kampf gegen das Virus dringend benötige.

16.12 Uhr: Unternehmen können Sozialbeiträge wegen Corona-Krise später zahlen

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger erfuhr.

15.49 Uhr: Hamsterkäufe lassen nach

Toilettenpapier und Desinfektionsmittel sind noch immer Mangelware in vielen Supermärkten - doch bei vielen anderen Produkten werden die Lücken in den Regalen inzwischen wieder kleiner. «Wir stellen fest, dass sich die Regale wieder mehr und mehr füllen», sagte der Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels, Christian Böttcher, am Dienstag. Das gelte auch bei in den vergangenen Wochen stark nachgefragten Produkten wie Nudeln oder Reis. Große Einzelhandelsketten bestätigten bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur den Trend.

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Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

«Die Verbraucher gewöhnen sich allmählich an die aktuelle Situation», erklärte Böttcher die Entwicklung. Das zeige sich auch in einer gewissen Normalisierung des Einkaufsverhaltens. Selbst bei dem geradezu zum Symbol der Hamsterkäufe gewordenen Toilettenpapier hofft der Branchenkenner schon bald auf Besserung. «Wir gehend davon aus, dass in Kürze auch der Sättigungsgrad der deutschen Haushalte bei Toilettenpapier erreicht sein sollte», sagte er.

15.34 Uhr: dramatische Krise bei Betreuung Älterer?

Wegen der Coronakrise könnte die Versorgung älterer Menschen durch osteuropäische Betreuer nach Meinung von Experten demnächst völlig aus den Fugen geraten. Der Verband für häusliche Pflege und Betreuung (VHBP) warnte am Dienstag, dass nach Ostern bis zu 200 000 Betreuungskräfte fehlen. Noch dramatischer ist die Lage aus Sicht der Stiftung Patientenschutz: «Die Betreuer fehlen schon jetzt, die Krise ist längst da», sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Hunderttausende Pflegekräfte vornehmlich aus Polen hätten Deutschland angesichts der Pandemie bereits verlassen, weitere etwa aus der Ukraine und dem Baltikum säßen auf gepackten Koffern.
VHBP-Geschäftsführer Frederic Seebohm äußerte die Sorge, dass Pfleger aus Osteuropa früher als geplant in ihre Heimat zurückreisen und kein Ersatz mehr kommt. «Das hängt mit der Angst vor dem Virus, Angst um die eigenen Familien und auch der Situation an den Grenzen zusammen.» Dort gibt es zum Teil langen Wartezeiten.

15.33 Uhr: Nur noch ältere Menschen und Risikogruppen separieren?

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) fordert, bereits jetzt Ausstiegsmöglichkeiten aus den wegen des Coronavirus geltenden Verordnungen zu diskutieren. Für den Erhalt des gesellschaftlichen Friedens und der öffentlichen Ordnung sei es notwendig, «dass wir uns Gedanken über Exit-Strategien machen. Wie kommen wir kontrolliert und organisiert aus diesem totalen Lockdown wieder heraus in drei bis vier Wochen?», zitiert die «Welt» den Rathauschef.
Palmer äußerte der Zeitung gegenüber Zweifel, dass die derzeitige Ausnahmesituation sehr viel länger als einen Monat durchzuhalten sei. «Wir müssen uns auf einen Wirtschaftseinbruch gefasst machen, der sich gewaschen hat. Die Rezession ist sicher», sagte er der «Welt». Für Palmer ist demnach auch eine «vertikale Öffnung» denkbar: «Menschen, die über 65 Jahre alt sind, und Risikogruppen werden aus dem Alltag herausgenommen und vermeiden weiter Kontakte. Jüngere, die weniger gefährdet sind, werden nach und nach kontrolliert wieder in den Produktionsprozess integriert.»

15.24 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerin plant Absage der Abiturprüfungen

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) plant wegen der Corona-Pandemie die Absage der Abiturprüfungen im Land. Sie werde dem Kabinett am Mittwoch einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen, sagte Prien am Dienstag. Auch die Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und zum mittleren Schulabschluss sollen in diesem Schuljahr nicht abgenommen werden.

14.33 Uhr: Tod eines mit dem Coronavirus infizierten Mannes im Kreis Gütersloh

Im Kreis Gütersloh ist am Dienstag nach Angaben der Kreisverwaltung erstmals ein Mensch gestorben, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war: ein 74-jähriger Mann mit laut Kreis schwerwiegenden Grunderkrankungen, an denen er vermutlich auch verstorben sei.

Im Kreis Gütersloh gab es am Dienstagmittag offiziell 254 laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten den Behörden zufolge 22 Personen als wieder gesund.

13.36 Uhr: Olympische Spiele sollen verschoben werden

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe soll Medienberichten zufolge der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr zugestimmt haben. Dies berichteten die japanische Nachrichtenagentur Kyodo und der Sender NHK unter Berufung auf ein Telefongespräch von Abe mit IOC-Präsident Thomas Bach am Dienstag. Die endgültige Entscheidung müssen das Internationale Olympische Komitee, die Gastgeberstadt sowie das Japanische Olympische Komitee treffen. 

Eine Verlegung der für die Zeit vom 24. Juli bis 9. August geplanten Sommerspiele ist durch die Coronavirus-Pandemie und die nicht absehbare weitere Entwicklung unabdingbar geworden.

13.00 Uhr: Dax macht verlorenen Boden gut

Am deutschen Aktienmarkt haben Anleger am Dienstag etwas kräftiger durchatmen können. Die Lage beruhigte sich trotz Coronakrise weiter.

12.10 Uhr: Paderborner Kliniken erweitern Intensivplätze

Mit Hochdruck bereiten sich die Paderborner Krankenhäuser auf steigende Patientenzahlen durch Coronainfektionen vor. Durch das Reaktivieren „alter“ Stationen, Verlegungen und grundsätzlicher Umorganisation stehen in Paderborn zurzeit 60 Intensivbetten zu Verfügung, von denen rund die Hälfte frei ist.

11.56 Uhr: WHO sieht Hoffnungsschimmer bei Corona-Zahlen in Italien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht erste Hoffnungszeichen, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien Wirkung zeigen. „Die Fallzahlen und Totenzahlen sind in den vergangenen zwei Tagen leicht gefallen“, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Dienstag. Es sei aber noch zu früh, von einem Wendepunkt zu sprechen. 

Weltweit seien die Zahlen über Nacht weiter sprunghaft gestiegen, sagte sie. Die WHO wollte konkrete Zahlen im Laufe des Tages veröffentlichen. Sie hatte Stand Montagabend rund 335.000 nachgewiesene Infektionen und knapp 15.000 Tote erfasst. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität hatte am Dienstag bereits knapp 385.000 Fälle und 16.600 Tote verzeichnet.  

11.15 Uhr: Versicherte werden bei Corona-Verdacht zwei Wochen krank geschrieben

Die Menschen in Deutschland dürfen sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun zwei Wochen am Telefon krankschreiben lassen. In der Corona-Krise bestand die Möglichkeit bereits für sieben Tage. Nun vereinbarten die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Krankenkassen-Spitzenverband die Verlängerung, wie die KBV am Dienstag in Berlin mitteilte. Die telefonische, 14-tägige Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit sei möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. "Voraussetzung ist immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt." 

11.02 Uhr: NRW nimmt zehn Corona-Patienten aus Italien auf

Nordrhein-Westfalen nimmt zehn Corona-Patienten aus dem besonders von dem Virus betroffenen Norditalien auf. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags. Die italienische Luftwaffe werde die Patienten nach NRW verlegen. «Das ist ein kleiner Tropfen», sagte Laschet. «Aber wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein.» Jedes Leben, das man retten können, sei es wert. Zuvor hatten bereits andere Bundesländer Corona-Patienten aus dem Ausland aufgenommen.

10.18 Uhr: IOC-Präsident Bach und Abe reden über Olympia-Verschiebung

IOC-Chef Thomas Bach und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe beraten per Telefon über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio. Geht jetzt plötzlich alles doch ganz schnell?

8.51 Uhr: 382.108 Infizierte weltweit

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind bzw. waren 382.108 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand 24. März, 8.15 Uhr). Hier der Länder-Überblick der meisten Infektionen:

China: 81.553
Italien: 63.927
USA: 46.450
Spanien: 35.136
Deutschland: 29.056
Iran: 23.049
Frankreich: 20.128
Südkorea: 9.037
Schweiz: 8795
UK: 6726

8.30 Uhr: NRW erlässt Bußgeld-Katalog für Verstöße gegen Corona-Regeln

Nordrhein-Westfalen hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen bis zu 5000 Euro erlassen. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25.000 Euro fällig. Der Erlass, der nach dpa-Informationen am Montagabend an die zuständigen Behörden geschickt wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden danach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig. Verbotenes Picknicken kostet 250 Euro pro Teilnehmer. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1000 Euro. Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro. Zusätzliche Bußgelder seien möglich gegen Unternehmen, die von Verstößen profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstöße oder Verstöße gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie etwa Altenheimen.

8.02 Uhr: Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen brechen weiter ein

Internationale Reisebeschränkungen und Grenzschließungen haben auch Auswirkungen auf die zivile Luftfahrt. Immer weniger Menschen reisen. Das bekommt nun auch der Flughafenbetreiber Fraport zu spüren.

7.22 Uhr: Philologenverband: Zur Not Abitur ohne Abschlussprüfungen möglich

Die Vorsitzende des Philologenverbandes hat wegen der möglichen Folgen der Corona-Krise ein Abitur ohne Abschlussprüfungen nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich sehe sie das Abitur nicht in Gefahr, sagte Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Je nachdem, wie sich die Corona-Situation entwickelt, können die Prüfungen ja auch einfach etwas später durchgeführt werden", sagte die Vorsitzende der Interessenvertretung der Gymnasiallehrer. Sollte das nicht möglich sein, gebe es Alternativen.

Zwei Drittel der Abiturnote seien bereits durch die Leistungen in den Kursen erbracht. Das letzte Drittel der Note solle eine Prüfungssituation abbilden. "Dafür brauchen wir die Abiturprüfungen aber nicht zwingend. Wir könnten diese Note nämlich auch aus vorherigen Klausurleistungen in den Prüfungsfächern berechnen", sagte Lin-Klitzing und betonte: "Wir können, wenn es notwendig sein sollte, auch ein Abitur ohne eigene Abiturprüfungen hinbekommen."

6.59 Uhr: Schwer betroffene Provinz Hubei hebt Blockade auf

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte, sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden. Wie die Lokalregierung von Hubei am Dienstag mitteilte, sollen Menschen die Provinz ab Mittwoch um Mitternacht wieder verlassen dürfen. Ausgenommen ist jedoch noch die Millionenmetropole Wuhan, die besonders schwer betroffen war. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen.

6.21 Uhr: Die Stadt Bielefeld leert sich

Um die Einhaltung der vom Land verordneten Kontaktsperre zu kontrollieren, will die Stadt Bielefeld deutlich mehr Personal einsetzen. „Das Ziel ist, mit knapp 100 Leuten im Stadtgebiet im Schichtdienst unterwegs zu sein“, teilte die Stadt am Montag nach der Sitzung des Krisenstabes mit.

6.05 Uhr: Altmaier will rasche Corona-Hilfen

Vom Kabinettsbeschluss in wenigen Tagen bis zur Auszahlung - in Rekordtempo sollen die Corona-Hilfen bei den Unternehmen ankommen. Die Bürger hoffen derweil zuhause auf baldige Besserung der Lage. Die Notwendigkeit des Daheimbleibens haben fast alle akzeptiert.

Montag, 23. März:

20.15 Uhr: die neuen Infektionszahlen für Ostwestfalen-Lippe

Auch am Montag haben die Gesundheitsämter wieder neue Zahlen zu den nachgewiesenen Infektionen in Ostwestfalen-Lippe veröffentlicht. Obwohl diese Zahlen wegen unterschiedlicher Testhäufigkeit in den Zuständigkeitsgebieten schwer vergleichbar sind, wollen wir sie als einen Anhaltspunkt hier weiterhin darstellen. Vereinzelt gab es Heilungserfolge, aber bereits am Freitag auch den ersten Todesfall in Lippe. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

19.10 Uhr: vorsichtige Hoffnung in Italien

Italien hofft endlich auf eine Verlangsamung der Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Regierung drosselt die Wirtschaftsaktivität noch weiter. Die jüngsten Opferzahlen jedenfalls wirken wie schwaches Licht im dunklen Tunnel.

16.57 Uhr: mehr als 27.700 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 115 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 27.700 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 8200 sowie Bayern mit mehr als 5700 und Baden-Württemberg mit mehr als 4300 Fällen. Mehr als 115 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

16.31 Uhr: erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ
Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. «Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.»

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Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

16.22 Uhr: Bayern liefert 800.000 Schutzmasken an Kliniken aus

In der Corona-Krise hat Bayern mit der Auslieferung von 800.000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag mit. «Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion im Freistaat werden folgen», erklärte er.
700.000 Schutzmasken seien vom Gesundheitsministerium bestellt und bezahlt worden, teilte die Behörde mit. BMW habe zusätzlich 100.000 Schutzmasken zur Verfügung gestellt.
Laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) seien auch 235.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel angekommen. Das Technische Hilfswerk habe die Auslieferung übernommen. Masken und Desinfektionsmittel würden an die THW-Ortsverbände verschickt und von dort aus an die örtlichen Katastrophenschutzbehörden verteilt. «Die Reihenfolge wird durch die medizinische Notwendigkeit bestimmt», sagte Huml.

15.56 Uhr: rund 120.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgekehrt

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen rund 120.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. «Wir haben den Rückfluss aus den Haupturlaubsgebieten weitestgehend abgeschlossen und widmen uns jetzt ganz besonders Ländern auch in weiterer Entfernung», sagte Außenminister Heiko Maas am Montag. Es sei davon auszugehen, dass es bei der Aktion um mehr als 200.000 Deutsche im Ausland gehe.

15.32 Uhr: bis zu 2016 Euro Entschädigung bei Verdienstausfall in Corona-Krise 

Eltern, die wegen Schul- und Kitaschließungen nicht zur Arbeit können und finanzielle Einbußen hinnehmen müssen, sollen vom Staat mit bis zu 2016 Euro im Monat entschädigt werden. Die Regelung ist Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise, das am Montag vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht wurde. Ein entsprechender Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas soll demnach in das Infektionsschutzgesetz aufgenommen werden.

11.24 Uhr: „Wir kämpfen auf allen Ebenen“: Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) über die Lage

Ist der Bundestag handlungsfähig, wenn nicht alle Abgeordneten an der einzigen Plenarsitzung in dieser Woche teilnehmen können? Darüber hat Andreas Schnadwinkel mit dem Chef der Unionsfraktion, dem CDU-Abgeordneten Ralph Brinkhaus aus Gütersloh, gesprochen.

10.55 Uhr: RKI-Chef spricht von ersten Effekten der Maßnahmen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass sich der Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland leicht abschwächt. «Wir sehen den Trend, dass die exponentielle Wachstumskurve sich etwas abflacht», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin und berief sich auf tägliche Analysen. Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh, wahrscheinlich sei dies erst am Mittwoch möglich.
«Aber ich bin optimistisch, dass diese Maßnahmen schon jetzt sichtbar sind - was sehr früh ist, weil sie ja erst seit einer Woche wirklich gefahren werden», sagte Wieler. Außerdem schließt das RKI demnach aus Handydaten, dass sich die Mobilität in Deutschland zuletzt schon reduziert hat - aber es reiche noch nicht, sagte Wieler. Dieser Effekt werde sich nun aber durch die am Sonntag verkündeten Maßnahmen verstärken.

9.50 Uhr: Kabinett will umfassende Corona-Notpakete beschließen

Zur Linderung der Folgen der Coronavirus-Ausbreitung will das Bundeskabinett heute umfassende Maßnahmen beschließen. Dabei geht es um große Schutzschirme für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken.

7.45 Uhr: Kritik an Führung in Weißrussland

Nach Angaben des früheren Bundesliga-Fußballers Alexander Hleb wird der Coronavirus von der Führung seines Heimatlandes Weißrussland nicht ernst genommen. «Es ist, als wenn sich niemand darum kümmert», wird Hleb von der britischen Boulevardzeitung «Sun» zitiert. «Jeder weiß, was in Spanien und Italien passiert. Das sieht nicht gut aus. Aber in unseren Land glaubt die Präsidenten-Bürokratie, dass es nicht so schlimm ist.» Er bleibe mit seiner Familie zu Hause, aber wenn er «raus gehe, sind die Straßen und Restaurants immer noch voll». In der ersten Liga wird noch Fußball gespielt.
Der 39 Jahre alte Ex-Profi hatte in der Bundesliga für den VfB Stuttgart gespielt. Zu weiteren Stationen seiner Karriere gehörten der FC Arsenal und der FC Barcelona.

7.40 Uhr: Modebranche fordert Direkthilfen
Die Bekleidungsindustrie sieht sich wegen der Coronavirus-Krise im Ausnahmezustand und fordert Direkthilfen vom Staat. «Unsere Lieferketten sind zusammengebrochen. Viele unserer Unternehmen sind in einem Ausnahmezustand», sagte Ingeborg Neumann, Vizepräsidentin des Industrieverbands BDI und Gesamtpräsidentin der deutschen Textil- und Modeindustrie, der Heidelberger «Rhein-Neckar-Zeitung». Kurzarbeitergeld hätten viele schon beantragt, jetzt seien Direkthilfen nötig.

6.15 Uhr: Schutzmaterial aus Uniklinik gestohlen

Unbekannte haben aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) am Sonntag nach Angaben des Wissenschaftsministeriums in Niedersachsen große Mengen an Schutzmasken und Desinfektionsmitteln gestohlen. Die MHH habe daraufhin ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht und den Diebstahl zur Anzeige gebracht. Konkret handele es sich um 40 Liter Flächendesinfektionsmittel, 100 Masken der Schutzklasse FFP2, 500 Mund-Nasenschutz-Masken sowie 150 Schutzbrillen.
Zu dem Diebstahl sagte der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler: «Die Medizinische Hochschule Hannover leistet in dieser Zeit wie alle Krankenhäuser in Niedersachsen hervorragende Arbeit.» Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte arbeiteten Tag für Tag Seite an Seite daran, Menschenleben zu retten. Der CDU-Politiker betonte: «Dieser feige Diebstahl gefährdet die Menschen, die ihre eigene Gesundheit für unser aller Gesundheit jeden Tag aufs Neue aufs Spiel setzen. Und er gefährdet die Gesundheit der Patientinnen und Patienten.»

6.00 Uhr: Labor wertet Coronavirus-Proben nicht aus - Nachtestungen nötig

In einem Labor in Baden-Württemberg sind rund 2000 Proben auf eine Infektion mit dem Coronavirus liegengeblieben und müssen nun voraussichtlich zum Großteil wiederholt werden. Der privaten Einrichtung hätten für den Test notwendige Chemikalien gefehlt, daher seien die Proben nicht analysiert worden und seien nun zum Teil nicht mehr verwertbar, teilten das baden-württembergische Gesundheitsministerium und mehrere Landkreise mit. Sie waren zuvor selbst von dem Labor informiert worden waren. Etwa die Hälfte der Proben stamme allein aus dem Kreis Tübingen, der Rest aus den Landkreisen Biberach, Ravensburg und dem Bodenseekreis.
Wer zwischen dem 14. und dem 18. März in den genannten Landkreisen eine Probe abgegeben und noch kein Ergebnis bekommen hat und zudem jetzt noch grippeähnliche Symptome zeige und Fieber habe, soll sich nun bei seinem jeweiligen Gesundheitsamt melden, um einen weiteren Test zu veranlassen. Wer keine Symptome mehr habe, könne mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, nicht infiziert zu sein, hieß es weiter. Wer davon in den kommenden Tagen aber noch Symptome zeige, solle sich ebenfalls beim Gesundheitsamt melden. Parallel werde nun geprüft, ob zumindest ein Teil der liegengebliebenen Proben noch verwendet werden kann.

5.28 Uhr: IOC und Japans Premier sprechen von Olympia-Verschiebung

Die Anzeichen für eine historisch einmalige Verschiebung von Olympischen Sommerspielen wegen der Coronavirus- Pandemie mehren sich. Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Sonntag erstmals Gedankenspiele dieser Art zugelassen und sich selbst einen Vier-Wochen-Zeitraum für die Entscheidung gegeben hatte, sprach auch Japans Premierminister Shinzo Abe von einer Verschiebung der Sommerspiele in seinem Land. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein.

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Tokio: Shinzo Abe, Ministerpräsident von Japan, während einer Pressekonferenz. Foto: -/Kyodo/dpa

Sonntag, 22. März:

22.05 Uhr: Fast 330.000 Corona-Fälle weltweit

Trotz des weltweiten Kampfes gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 haben sich nach Angaben von US-Experten fast 330.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Knapp 14.400 Covid-19-Tote seien bisher gezählt worden, berichteten die Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Sonntag weiter. Die wichtigsten Aspekte zur Corona-Pandemie in der internationalen Politik vom Wochenende im Überblick:

22 Uhr: Bundestag bringt Notpakete im Krisenmodus auf den Weg

Notgesetze ohne Gesetzgeber geht nicht. Doch wie sollen die 709 Abgeordneten im Reichstagsgebäude zusammenkommen, ohne sich gegenseitig zu gefährden?  Es gibt klare Ansagen.

18.55 Uhr: Merkel wegen Kontakt zu Corona-Infiziertem in Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Der Mediziner habe am Freitagnachmittag bei Merkel eine vorbeugende Pneumokokken-Impfung vorgenommen. 

Die Kanzlerin habe nach der Information am Sonntagabend entschieden, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben, erklärte Seibert. „Sie wird sich in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre. Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen.“ 

Merkel hatte am Sonntagabend nach einer Telefonschalte mit den Ministerpräsidenten der Länder zu Kontaktbeschränkungen wegen des Coronavirus eine Pressekonferenz gegeben. 

17.10 Uhr: Laschet: „Null-Toleranz“ bei Verstößen gegen Kontaktverbot

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat drastische Bußgelder bei Verstößen gegen das Kontaktverbot in der Öffentlichkeit zur Eindämmung des Coronavirus angekündigt. Es könnten Strafen bis zu 25 000 Euro verhängt werden. Es gelte eine „Null-Toleranz-Politik gegen Regelbrecher“, sagte Laschet am Sonntag: „Unvernünftige bestrafen - hart und klar.“ 

Der CDU-Vize äußerte sich zugleich skeptisch zum Sinn von Ausgangssperren wie in Bayern. Er halte Kontaktverbote, wie sie mit Bund und Ländern gemeinsam beschlossen worden seien, für zielführender als Ausgangssperren, sagte er in Düsseldorf. Nicht das Verlassen der Wohnung sei die unmittelbare Gefahr, sondern der nahe Kontakt. „Das Ziel, dass Bund und Ländern gemeinsam agieren, ist heute erreicht worden - mit unterschiedlichen Akzenten.“

16.55 Uhr: höheres Risiko von Gewalttaten?

Der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick sieht wegen der Einschränkungen im Zuge der Coronakrise ein erhöhtes Risiko von Gewalttaten. "Die Konflikt- und Gewaltforschung rechnet in Krisenzeiten mit solcher Gewalt, die sich vor allem gegen vermeintlich Schwächere richtet. Wir müssen sie ernst nehmen, und sie kann zunehmen, wenn die Krise sich verschärft und die Stresssituation durch die eingeschränkten Freiheiten das Erregungs- und Aggressionsniveau bei jenen steigert, die eh schon aggressiv gestimmt sind", sagte Zick dem WESTFALEN-BLATT.

16.14 Uhr: Mehr als 24 100 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 90 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 24 100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt geworden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 7300 sowie Bayern mit mehr als 4400 und Baden-Württemberg mit mehr als 3800 Fällen. Mehr als 90 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten. 

15.59 Uhr: Bund und Länder verständigen sich auf umfassendes Kontaktverbot

Bund und Länder wollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Kontaktverbot beschließen.  Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. 

Eine Gruppe von zwölf Ländern hatte sich bereits vor der Schaltkonferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen.

15.20 Uhr: Coronavirus-Infizierte in Unfall verwickelt - Quarantäne-Verstoß

Ein Verkehrsunfall einer mit dem Coronavirus infizierten Frau hat für die Polizei in Brandenburg zu einer kritischen Situation geführt. Die Frau erklärte den Beamten am Samstag nach einem nicht von ihr verursachten Zusammenstoß in Müllrose, dass sie positiv auf Covid-19 getestet worden sei, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die anschließende Unfallaufnahme durch die Beamten sei daher in Vollschutzkleidung erfolgt. 

Es habe sich herausgestellt, dass die infizierte Frau widerrechtlich die amtlich verordnete häusliche Quarantäne verlassen habe. Nach einer Information an das Gesundheitsamt sei deswegen Strafanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz gegen sie erstattet worden.

13.45 Uhr: Daimler-BR: Corona-Krise nicht in zwei Wochen erledigt

In der Autoindustrie wird die Coronavirus-Krise nach Ansicht von Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht tiefe Spuren hinterlassen - und nicht so schnell zu überwinden sein.

"Es soll jetzt niemand glauben, dass das in zwei Wochen erledigt ist", sagte Brecht. Daimler produziere nun einmal Autos und Nutzfahrzeuge. "Woher sollte ich im Moment den Glauben nehmen, dass die Leute in einigen Wochen wieder massenhaft Autos kaufen?" Was die Regierung derzeit unternehme, um das öffentliche Leben herunterzufahren, sei richtig und notwendig. Aber als Folge werde sich eine Wirtschaftskrise entwickeln.

12.29 Uhr: Premier League plant Fortführung der Saison ab dem 1. Juni

Die englische Premier League will die laufende Saison einem Medienbericht zufolge ab dem 1. Juni innerhalb von sechs Wochen zu Ende spielen. So bliebe bis zum geplanten Start der neuen Saison am 8. August genug Zeit für eine Pause und die Vorbereitung, berichtete der „Daily Telegraph“ am Sonntag. Den meisten Clubs fehlen noch neun Spiele, einigen Vereinen zehn. Tabellenführer FC Liverpool steht mit Trainer Jürgen Klopp dicht vor dem Gewinn des Titels. 

Am Donnerstag hatte der englische Fußballverband FA bekanntgegeben, dass die Spielpause wegen der Coronavirus-Pandemie zunächst bis zum 30. April verlängert wird. Die Beteiligten sprachen sich jedoch für ein reguläres Ende der Saison aus, Geisterspiele gelten dabei als wahrscheinliche Option. „Wenn die Leute einen weiteren Monat zu Hause sitzen und im TV Premier-League-Fußball sehen können, kann das nur gut sein“, sagte Southamptons Geschäftsführer Martin Semmens der BBC.

12.01 Uhr: Bundesamt: Staatliche Nahrungsmittelreserven werden nicht angetastet

Trotz Hamsterkäufen wegen der Coronavirus-Krise ist die Lebensmittelversorgung in Deutschland aus Sicht des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht gefährdet. Es gebe im Moment auch „keine Planung, die staatlichen Nahrungsmittelreserven in irgendeiner Form anzutasten“, sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger, dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Auch die Wasser- und die Stromversorgung seien nicht gefährdet. 

Unger riet von Hamsterkäufen ab. „Vorratshaltung ist gut, Hamstern ist unsinnig“, sagte er der Zeitung - auch wenn es natürlich mal vorkommen könne, dass es keine Backhefe oder kein Mehl gebe.

11.22 Uhr: Regierung plant Nachbesserungen bei Kreditprogramm

Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen. Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

11.12 Uhr: Belgiens Gesundheitsministerin rechnet mit längerer Corona-Lage

Mindestens noch acht Wochen wird das Coronavirus die Lage in Belgien nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Maggie De Block dominieren. Die Prognose basiere auf Ländern wie China und Südkorea, wo das Virus früher ausgebrochen war, sagte De Block der Zeitung „De Zondag“. Die ansteigende Kurve der Erkrankungen werde auch wieder sinken: „Dieses Virus mag zwar neu sein, es verhält sich aber wie andere Viren derselben Familie“, sagte die Ministerin.

10.01 Uhr: Nur wenige Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen in Bayern

Die Polizei in Bayern hat nur vereinzelte Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung gemeldet. Generell seien die Menschen diszipliniert und würden sich an die Auflagen halten, ergaben Nachfragen bei den Polizeipräsidien am Sonntagmorgen. Bei den Verstößen handelte es sich um Einzelfälle. 

In Mitterteich (Landkreis Tirschenreuth) in der Oberpfalz feierten fünf Männer eine Grillparty und posteten ein Selfie davon im Internet. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Mitterteich hatte bereits am Mittwoch bundesweit als erste Stadt eine Ausgangssperre verhängt. 

Im Einsatzbereich des Polizeipräsidiums in Ingolstadt wurde die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu mehreren Einsätzen gerufen, die Beamten lösten dort eine Party mit 15 Gästen auf. 

9.25 Uhr: Längere Bundesliga-Pause steht bevor

In der Fußball-Bundesliga laufen die Vorbereitungen auf eine längere Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie. "Wir haben gesagt, okay, eventuell am 2. April, das kann man auch schon abhaken", sagte Rouven Schröder, Sportvorstand des 1. FSV Mainz 05 im ZDF-Sportstudio. Am 24. März werde das Präsidium der Deutschen Fußball Liga zu weiteren Beratungen zusammenkommen, bestätigte der 44-Jährige.

Bislang wurde eine Aussetzung von zwei Spieltagen bis zum 2. April beschlossen. Bei einer weiteren Mitgliederversammlung aller 36 Profi-Clubs - vermutlich am 31. März - sollen neue Maßnahmen dann kollektiv beschlossen werden.

8.54 Uhr: Italien schließt gesamte nicht lebensnotwendige Produktion

Italien schließt angesichts immer weiter steigender Totenzahlen im Zuge der Coronavirus-Pandemie die gesamte nicht lebensnotwendige Produktion. Davon seien Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgenommen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte.

"Es ist die schwerste Krise für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg." Nun werde jede produktive Tätigkeit eingestellt, "die nicht entscheidend und unerlässlich dafür ist, uns essenzielle Güter und Dienstleistungen zu garantieren". Diese drastische Maßnahme in der drittgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone soll zunächst bis 3. April gelten.

8.05 Uhr: Vor Beratungen mit Merkel: Debatte um Ausgangsbeschränkungen

Bundeskanzlerin Merkel berät mit den Ministerpräsidenten heute über die Corona-Krise. Dabei geht es auch um Ausgangsbeschränkungen. Im Vorfeld äußern sich mehrere Politiker skeptisch.

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Foto: dpa

7.30 Uhr: Weltweit mehr als 300.000 Coronavirus-Fälle

Trotz des weltweiten Kampfes gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 haben sich nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 300.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Fast 13.000 Covid-19-Tote seien bisher gezählt worden, berichteten die Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Samstag weiter. In den USA schnellte die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten binnen nur einer Woche um mehr als das Zehnfache auf mehr als 24.000 Fälle in die Höhe.

Samstag, 21. März:

20.22 Uhr: weiterer Anstieg bei Corona-Infektionen in NRW - Innenstädte leer

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstagmittag gab es in NRW 6740 nachgewiesene Fälle. Das ist im bevölkerungsreichsten Bundesland ein Zuwachs von mehr als 1000 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der erfassten Todesfälle in NRW stieg um 6 auf 23.
Weiterhin meldet der Kreis Heinsberg die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden leicht von 874 auf jetzt 916. In Köln, der größten Stadt in NRW, gab es 629 Fälle, am Vortag waren es 521.
Während in Nordrhein-Westfalen am Wochenende landesweit noch keine verschärfte Ausgangsbeschränkung gilt, haben Städte wie Köln, Dortmund, Gelsenkirchen, Leverkusen und Bochum bereits härtere Regeln aufgestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern. In den betroffenen Kommunen sind Ansammlungen von zum Teil nur mehr als zwei Personen unter freiem Himmel verboten. Ausnahmen sind Familien und Personen, die zusammenleben. Sie dürften sich weiterhin gemeinsam im Freien aufhalten.
Die Maßnahmen scheinen von der Bevölkerung größtenteils akzeptiert zu werden. dpa-Reporter berichteten von gähnender Leere, wo es sonst am Samstagmorgen recht trubelig zugeht und kaum ein Parkplatz zu bekommen ist. In der Essener Innenstadt waren nur wenige Menschen zu sehen, einzeln oder zu zweit. Ein Polizist in einem Streifenwagen sagte: «Es ist sehr, sehr ruhig.» Verkäuferinnen im Einzelhandel berichten von zum Teil massiven Einbruch beim Umsatz.

18.19 Uhr: in Italien fast 800 Tote an einem Tag

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet. Bis Samstag starben 4825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag und so viele wie bisher an keinem anderen Tag seit dem Ausbruch in dem Land Ende Februar. Besonders stark betroffen ist die nördliche Region Lombardei. Italien ist das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Die Regierung hatte daher erst am Freitag die Ausgangssperren verschärft, die seit dem 10. März landesweit gelten. Allerdings fordern Regionalpolitiker im Norden weitere Maßnahmen. In der Lombardei war der Ausbruch vor einem Monat bemerkt worden.

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Menschen in Schutzanzügen transportieren einen Sarg auf dem Friedhof von Ferrara. Foto: Massimo Paolone/LaPresse via ZUMA Press/dpa

18.00 Uhr: Schließungen, Sperren, Verbote - Das Virus hat die Welt im Griff

Weltweit machen Länder dicht und fordern ihren Bürgern weitreichende Einschränkungen im Leben im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ab. Viele Staaten fürchten, dass eine bald immens hohe Zahl von Schwerkranken ihr Gesundheitssystem zum Kollabieren bringen könnte. Wie seht es außerhalb Europas aus? Hier gibt es einen Überblick.

17.35 Uhr: Streit um Milliardenhilfe für Kliniken

Mit Milliardenhilfen für Krankenhäuser will die Bundesregierung die Kliniken in der Coronavirus-Pandemie am Laufen halten. Auch Ärzte und Pflegekräfte sollen unterstützt werden. Das Hilfspaket für Kliniken, Ärzte und Pfleger des Bundes soll in diesem Jahr voraussichtlich rund 3,3 Milliarden Euro umfassen. Außerdem will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der kommenden Woche schärfere Regel beim Infektionsschutz durchs Bundeskabinett sowie Bundesrat und Bundestag bringen.

17.22 Uhr: mehr als 21.600 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 70 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 21.600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6700 sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 3600 Fällen. Mehr als 70 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.

15.41 Uhr: Merkel geht einkaufen - auch Toilettenpapier

Bundeskanzlerin Angela Merkel verzichtet auch in der Corona-Krise nicht auf den Einkauf. Wie die «Bild»-Zeitung und RTL am Samstag berichteten, deckte sich die CDU-Politiker am Freitagabend in einem Supermarkt in Berlin-Mitte ein, wo sie laut den Angestellten regelmäßig einkaufe. Erst sei sie in die Gemüse-, dann in die Feinkostabteilung gegangen. Laut den Berichten füllte sie ihren Einkaufswagen unter anderem mit Schattenmorellen, Seife, Wein - und Klopapier. An der Kasse habe sie mit Karte bezahlt.

15.30 Uhr: die neuen Infektionszahlen für Ostwestfalen-Lippe

Auch am Samstag haben die Gesundheitsämter wieder neue Zahlen zu den nachgewiesenen Infektionen in Ostwestfalen-Lippe veröffentlicht. Obwohl diese Zahlen wegen unterschiedlicher Testhäufigkeit in den Zuständigkeitsgebieten schwer vergleichbar sind, wollen wir sie als einen Anhaltspunkt hier weiterhin darstellen. Vereinzelt gab es Heilungserfolge, aber bereits am Freitag auch den ersten Todesfall. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

15.15 Uhr: Eishockey-WM in der Schweiz abgesagt

Die Eishockey-Weltmeisterschaft vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz fällt aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus. Das teilte der Weltverband am Samstag mit.

14.40 Uhr: Norwegische Regierung bekommt mehr Vollmachten

Die Parteien im norwegischen Parlament haben sich am Samstag auf ein Krisengesetz geeinigt, das der Regierung in gewissen Bereichen mehr Vollmachten gibt. Für die Dauer von einem Monat soll die Minderheitsregierung aus Konservativen, Liberalen und Christen Maßnahmen beschließen können, ohne das Parlament konsultieren zu müssen. Damit soll der Weg für schnelle Entscheidungen freigemacht werden, die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie notwendig sein könnten. Das Parlament soll am Dienstag darüber abstimmen. Ministerpräsidentin Erna Solberg hatte ursprünglich ein halbes Jahr freie Hand haben wollen. Die Opposition war aber nur bereit, dem Krisengesetz zuzustimmen, wenn es auf die Dauer von einem Monat begrenzt wird. Außerdem kann eine Vorschrift mit den Stimmen von einem Drittel der Abgeordneten im Parlament gestoppt werden.

13.14 Uhr: Kann die Pandemie Großbritannien schlimmer als Italien treffen?

Erste Kliniken weisen Patienten ab, Krankenschwestern schützen sich mit Müllbeuteln: In Großbritannien spitzt sich die Coronavirus-Krise zu. «Wir wissen, was auf uns zukommt - und wir wissen, dass das gewaltig sein wird», zitierte der Fernsehsender Sky News am Samstag einen Mediziner aus einem Londoner Krankenhaus, der anonym bleiben wollte. Die Lage in Großbritannien könnte ihm zufolge noch verheerender als in Italien werden. 

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Ein Mann mit Mundschutz geht an einer geschlossenen Kneipe in New Cross im Süden Londons vorbei. In Großbritannien werden zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie alle Pubs, Bars, Restaurants und Cafés geschlossen. Auch Nachtclubs, Theater, Kinos, Freizeitzentren und Sportstudios dürften nicht mehr betrieben werden. Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

12.00 Uhr: Bundesregierung plant Nachtragshaushalt von 150 Milliarden

Enthalten in den 150 Milliarden ist auch Geld für einen Unternehmensrettungsschirm, das bei Beteiligungen nicht auf die Schuldenbremse angerechnet wird.

11.30 Uhr: Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen

Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

11.00 Uhr: Türkei stellt Flugverkehr nach Deutschland ein

Die Türkei hat nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Nacht den direkten Flugverkehr nach Deutschland wegen der Corona-Krise nahezu vollständig eingestellt. Die Ausreise über Drittstaaten sei aber am Samstag noch möglich, teilte das Ministerium in seinen Reisehinweisen mit.

7.15 Uhr: Deutsche zahlen in der Corona-Krise lieber kontaktlos

Die Bankkunden in Deutschland nutzen in der Corona-Krise verstärkt die Möglichkeit, an der Supermarkt-Kasse, der Tankstelle oder bei sonstigen Einkäufen kontaktlos zu bezahlen. In den vergangenen Tagen sei mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durchgeführt wurden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) der Deutschen Presse-Agentur. Im Dezember habe dieser Anteil noch bei 35 Prozent gelegen. Beim kontaktlosen Bezahlen müssen die Käufer Ihre Plastikkarten nicht in ein Lesegerät stecken und an dem Terminal eine PIN eingeben, sondern brauchen die Karte nur an das Terminal zu halten. Dabei wird erst ab einem Betrag von 25 Euro eine PIN-Eingabe notwendig. Besitzer eines Smartphones oder einer Smartwatch können den körperlichen Kontakt mit dem Bezahlterminal komplett vermeiden.

5.00 Uhr: Bundesamt bezeichnet Wasser- und Stromversorgung als sicher

Die Wasser- und Stromversorgung in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auch in Zeiten wie der Coronavirus-Krise gesichert. «Unsere Risikoanalyse geht davon aus, dass es da keine größeren Probleme geben dürfte», sagte BBK-Präsident Christoph Unger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. «Unternehmen sind verpflichtet, sich auf Krisensituationen vorzubereiten, etwa durch Schichtpläne, Stellvertreterregeln, die Identifikation von Schlüsselpersonal.» Er hoffe, dass das geschehen sei. Der BBK-Präsident empfahl eine «gesunde Vorratshaltung» von Lebensmitteln, warnte aber vor Hamsterkäufen. Mit einem Vorrat sei man «darauf vorbereitet, wenn auf der Straße Glatteis herrscht und man nicht einkaufen gehen kann, aber eben auch, wenn es wie jetzt darum geht, soziale Kontakte zu minimieren». Das BBK habe dafür schon seit langem eine Empfehlungsliste erstellt. «50 Kilo Mehl oder 100 Rollen Toilettenpapier stehen nicht auf unserer Liste. Das ist maßlos und nicht in Ordnung.»

Freitag, 20. März:

19.16 Uhr: WHO-Chef an die Jugend in Corona-Zeiten: Ihr seid nicht unbesiegbar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert an junge Leute, sich während der Corona-Krise an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. «Ich habe eine Botschaft für junge Leute», sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. «Ihr seid nicht unbesiegbar.»Zwar bestehe für ältere Menschen die größte Gefahr, sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anzustecken und die Lungenkrankheit Covid-19 zu entwickeln. «Aber es geht nicht an den Jungen vorbei», sagte Tedros. «Dieses Virus kann auch für euch einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt bedeuten, oder es kann euch töten.» Alle Menschen müssten zusammenstehen, über Landesgrenzen und Generationen hinweg. «Solidarität, Solidarität, Solidarität» forderte Tedros. Viele Menschen ignorieren die zahlreichen Aufrufe in Deutschland und anderswo, möglichst zu Hause zu bleiben.

19.15 Uhr: fast 700 Menschen in OWL infiziert

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Freitag gestiegen. Vereinzelt gab es Heilungserfolge, aber auch den ersten Todesfall. Weiter unten die aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter im Überblick. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

18.15 Uhr: Intensivmediziner mahnen zu Verschiebung von Operationen

Im Kampf gegen das Coronavirus haben Intensivmediziner konsequente Verschiebungen aller planbaren Operationen angemahnt. Es gebe immer noch Meldungen aus Kliniken, dass operative Eingriffe und Untersuchungen vorgenommen werden, die medizinisch vertretbar verlegt werden könnten, kritisierte die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin am Freitag. Dies sei angesichts der aktuellen Lage unverantwortlich. Selbst wenn in einigen Regionen Deutschlands Krankenhäuser bisher keine Covid-19-Patienten behandeln mussten, sollte die Zeit jetzt genutzt werden, um die Kapazitäten zu erhöhen und zusätzliches Personal zu schulen. Um die Kliniken für eine größere Zahl an Corona-Patienten mit schweren Verläufen frei zu halten, sollen nach dem Willen von Bund und Ländern planbare OPs verschoben werden. Dies soll schon seit vergangenem Montag soweit medizinisch vertretbar für unbestimmte Zeit gelten.

17.43 Uhr: Bund Deutscher Kriminalbeamter warnt vor Ausgangsbeschränkungen

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) lehnt weitreichende Ausgangsbeschränkungen angesichts der Coronavirus-Krise ab. Zwar gebe es noch Menschen, die den Ernst der Lage offenkundig noch nicht erkannt hätten, sagte der Vorsitzende, Sebastian Fiedler, dem «Handelsblatt». «Dennoch hielte ich Ausgangssperren aus einer Reihe von Gründen für fatal», sagte der BDK-Chef. «Einer der Gründe ist eine zu befürchtende Zunahme an häuslicher Gewalt. Eine andere ist die Kräftelage der Polizei», erklärte Fiedler. Stattdessen komme es nun auf ausreichend räumlichen Abstand der Menschen untereinander an. Etwa sollten laut Fiedler gezielt Menschenansammlungen aufgelöst werden - zum Teil geschehe das bereits. «Zudem können genau die Plätze, die zum gruppenhaften Verweilen einladen gesperrt oder zu Verbotszonen erklärt werden», erklärte der Gewerkschaftschef.

17.16 Uhr: DGB sagt Kundgebungen zum Tag der Arbeit ab

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat seine traditionellen Kundgebungen zum Tag der Arbeit am 1. Mai abgesagt. «Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten!», betonte der DGB am Freitag in einer Mitteilung. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus zwinge die Gewerkschaften zu dieser historisch einmaligen Entscheidung, erklärte der DGB-Bundesvorsitzende Reiner Hoffmann. Die zentrale Kundgebung in Baden-Württemberg unter dem Motto «Solidarisch ist man nicht alleine!» war in diesem Jahr in Stuttgart geplant.

17.07 Uhr: mehr als 18.400 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - 53 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 18.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6200, Bayern mit mehr als 3100 und Baden-Württemberg mit mehr als 2700 Fällen. Niedersachsen verzeichnet mehr als 1200 Infektionen. 53 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

17.01 Uhr: Reisewarnung gilt auch für Osterferien

Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt vorerst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. «Das ist für viele schmerzlich, aber absolut notwendig. Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und ihre Mitmenschen!», schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag auf Twitter.

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Außenminister Heiko Maas (SPD, links) im Gespräch mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag eine Reisewarnung für alle touristischen Auslandsreisen ausgesprochen - ein bisher einmaliger Vorgang. Eine Frist war bis Freitag aber nicht genannt worden. Reisewarnungen gibt es normalerweise nur bei Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Bürgerkriegsländer wie Syrien, Afghanistan oder den Jemen.

Die Reiseveranstalter müssen Kunden mit geplanter Abreise bis Ende April nun den Reisepreis erstatten. Das treffe die Branche «sehr, sehr hart», sagte der Sprecher des Deutschen Reiseverbandes, Torsten Schäfer, der Deutschen Presse-Agentur. Der Verband fordert staatliche Beihilfen - und dass sie für die ausfallenden Reisen Gutschriften verteilen statt Bargeld auszahlen kann. Für den Zeitraum Mitte März bis Ende April hatte die Reisewirtschaft bisher mit Verlusten von 4,8 Milliarden Euro gerechnet. «Wir gehen davon aus, dass das auch noch ansteigen wird», sagte Schäfer.

15.55 Uhr: Coronavirus fordert erstes Todesopfer im Kreis Lippe

Ein 87-jähriger Corona-Patient ist in der Nacht zu Freitag verstorben. Nach Auskunft des Kreises Lippe war der Mann mit Vorerkrankungen im Klinikum Lippe intensivmedizinisch behandelt worden.

14.23 Uhr: EU-Kommission lockert wegen Corona-Krise Haushaltsregeln

Angesichts der erwarteten Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie lockert die EU-Kommission die Haushaltsregeln. „Heute, und das ist ganz neu, aktivieren wir die allgemeine Ausweichklausel“, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Nationale Regierungen dürften nun unbegrenzt in die Wirtschaft investieren. 

14.01 Uhr: NRW verspricht schnelle Bürgschaften

Das größte Hilfsprogramm in der Geschichte des Landes bringt zugleich die höchste Kreditaufnahme des Landes mit sich: 25 Milliarden Euro will die Landesregierung über ein Sondervermögen bereitstellen und damit „den NRW-Rettungsschirm“ über die von der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohten Unternehmen aufspannen.

13.49 Uhr: Kreis Höxter setzt Elternbeiträge aus

Der Kreis Höxter wird ab April vorerst keine Elternbeiträge mehr für die Kindertagesbetreuung erheben. Das haben die Kreisverwaltung und Vertreter der Kreistagsfraktionen von CDU und SPD in einer Dringlichkeitssitzung am vergangenen Montagabend. Grund hierfür ist, dass aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus seit dem 16. März ein landesweites Betretungsverbot von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung gilt. Eltern können ihre Kinder also nicht mehr zur Betreuung zum Beispiel in die Kitas bringen.

13.25 Uhr: Fast 100.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt

Reiseveranstalter und die Lufthansa haben mit Hilfe der Bundesregierung seit Montag 96 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. Dafür seien etwa 100 Sonderflüge organisiert worden, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts, Maria Adebahr, am Freitag in Berlin. Weiterhin sitzen weltweit aber Zehntausende Touristen fest. Laut Adebahr haben sich seit Dienstag 144.000 Deutsche beim Auswärtigen Amt gemeldet, die nach Deutschland zurückkehren wollen. 

13.12 Uhr: Über 10.000 Coronavirus-Tote - Verdopplung der Nachweise in 12 Tagen

Das Coronavirus hat nach den Daten aus offiziellen Statistiken nun weltweit mehr als 10.000 Menschen den Tod gebracht. Die private Johns Hopkins University im US-Staat Maryland führte in ihrer Liste auf ihrer Homepage am Freitagmittag 10.038 Tote. Die tatsächliche Zahl abseits der offiziellen Statistiken dürfte deutlich höher liegen, schätzen Experten. 

Mehr als 246 000 Menschen (Stand 13 Uhr) infizierten sich den von der Universität berücksichtigten offiziellen Daten zufolge bisher mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die tatsächliche Fallzahl dürfte auch hier weitaus höher liegen. Ein großer Teil der in den letzten Monaten erfassten Betroffenen ist längst wieder gesund oder hatte von vornherein kaum oder keine Symptome.

12.42: Söder kündigt weitreichende Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern an

Zur Eindämmung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

12.30 Uhr: Hessen schließt ab Samstagmittag Gaststätten

Das Land Hessen schränkt das öffentliche Leben im Kampf gegen das Coronavirus weiter ein. Restaurants und Gaststätten in dem Bundesland müssen ab Samstagmittag (12.00 Uhr) geschlossen bleiben, wie die Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die bisherige Obergrenze für Versammlungen werde zudem von 100 auf 5 Personen reduziert, kündigte Regierungssprecher Michael Bußer an. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) wollen am Freitagmittag (14.30 Uhr) über die Maßnahmen informieren.

11.40 Uhr: Restaurantkette Vapiano ist insolvent

Die Corona-Krise hat die ohnehin angeschlagene Restaurantkette Vapiano, in Ostwestfalen mit einem Standort in Bielefeld vertreten, in die Insolvenz getrieben. «Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten», teilte das Unternehmen in Köln mit.

11.02 Uhr: Zahlen steigen weiter: mehr als 5700 Corona-Infektionen in NRW

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag (Stand: 10 Uhr) gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 5734 nachgewiesene Fälle und damit fast 1000 mehr als am Vortag. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erhöhte sich um einen auf nun 17 in NRW. 

Der Kreis Heinsberg verzeichnet weiterhin die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich binnen 24 Stunden leicht von 840 auf 874 am Freitag. In Köln gab es 521 nachgewiesene Erkrankungen mit dem Coronavirus - am Vortag waren es noch 430 Fälle. In Aachen und der Städteregion stieg die Zahl der Erkrankungen auf 361. 

Coronavirus-Infektionen melden inzwischen alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Das Ministerium betonte, die Entwicklung sei dynamisch. Die Zahlen basierten auf aktuellen behördlichen Meldungen, die das Ministerium erhalte.

10.44 Uhr: Reisewarnung gilt bis Ende April - auch für die Osterferien

Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. „Das ist für viele schmerzlich aber absolut notwendig. Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und ihre Mitmenschen!“, schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag auf Twitter. 

Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag die Reisewarnung für alle touristischen Auslandsreisen ausgesprochen - ein bisher einmaliger Vorgang. Eine Frist hatte er zunächst aber nicht genannt. Reisewarnungen gibt es normalerweise nur bei Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Bürgerkriegsländer wie Syrien, Afghanistan oder den Jemen. Sie können kostenlose Stornierungen ermöglichen.

10.36 Uhr: Dax stabilisiert sich

Am deutschen Aktienmarkt haben die Kurse am Freitag die Stabilisierung fortgesetzt. Der Leitindex Dax stieg im frühen Handel um 4,5 Prozent auf 8999,41 Punkte. Am Vortag hatte er bereits um zwei Prozent zugelegt. „Von einer Erholung zu sprechen, wäre verfrüht. Aber wir sehen zumindest erste Anzeichen einer Stabilisierung an den Börsen“, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Spannend wird sein, ob sich der deutsche Leitindex nachhaltiger stabilisieren kann. In dem nun bereits vier Wochen währenden Corona-Crash, in dem der Dax bis zum Vortag fast 5000 Punkte oder knapp 37 Prozent einbüßte, hatte es immer wieder mal Anzeichen einer Stabilisierung gegeben. Diese war dann aber meist wegen immer neuer Hiobsbotschaften schnell wieder passe.

10.33 Uhr: CDU-Innenpolitiker: Freiburger Gruppen-Verbot für ganz Deutschland

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster hat dafür plädiert, das von der Stadt Freiburg erlassene Betretungsverbot für Gruppen an öffentlichen Orten bundesweit einzuführen - auch, um eine generelle Ausgangssperre zu vermeiden. Die Regelung, die in der baden-württembergischen Stadt am Donnerstagabend verkündet worden war, könne „ein Modell für ganz Deutschland sein“, sagte der Obmann der Unionsfraktion im Innenausschuss des Bundestages am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist eine Lösung, die einerseits sehr verhältnismäßig, andererseits aber auch sehr wirksam ist - vorausgesetzt sie wird auch konsequent durchgesetzt“, fügte er hinzu. 

9.42 Uhr: Auch Youtube drosselt in Corona-Krise Bildqualität in Europa

Nach Netflix wird auch YouTube die Bildqualität in Europa etwas verschlechtern, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Alle Videos sollen zunächst in den kommenden 30 Tagen nur noch in Standard-Auflösung statt HD-Qualität übertragen werden, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Freitag ankündigte. EU-Kommissar Thierry Breton, der die Maßnahme angestoßen hatte, begrüßte den Schritt. 

Bei einer höheren Bildauflösung gibt es ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Dafür werden aber auch mehr Daten übertragen.  

9.29 Uhr: Kanzleramtschef erwartet schnellen Wirtschaftsaufschwung

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) rechnet mit einer schnellen Erholung der Wirtschaft nach der Coronavirus-Krise. „Ich kann mir vorstellen, dass am Ende einer solchen Krise die Wirtschaft sehr, sehr schnell wieder anspringt“, sagte Braun dem „Spiegel“. Er könne allerdings noch keinen Zeitpunkt dafür nennen. 

Braun wies zudem darauf hin, dass die Betroffenen nicht deshalb in einer Krise seien, „weil sie ein schlechtes Produkt haben, ein schlechtes Restaurant führen oder ein schlechter Künstler sind. Sondern weil eine Pandemie uns daran hindert, gewisse Aktivitäten auszuführen.“ Wenn das vorbei sei, würden die Menschen ihre wiedergewonnene Freiheit voll ausnutzen. 

9.15 Uhr:  Wie das Netz über den neuen Wert von Toilettenpapier lacht

Humor scheint den Menschen in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit extrem zu helfen. Vor allem der bei Hamsterkäufen „erbeutete“ neue Wertgegenstand Klopapier steht im Zentrum vieler lustiger Beiträge im Netz. 

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Foto: Fotos: dpa, Twitter/Montage: Sebastian Bauer

8.49 Uhr: Kanzleramtschef zu Ausgangssperren: Samstag entscheidender Tag

Kanzleramtschef Helge Braun hat den Samstag als entscheidenden Tag bei der Entscheidung über mögliche Ausgangssperren wegen des Coronavirus bezeichnet. „Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen“, sagte der CDU-Politiker dem „Spiegel“. „Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick.“ 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Sonntagabend mit den Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz beraten. Dabei dürfte es auch darum gehen, ob und wann Ausgangssperren verhängt werden sollen. Mehrere Regierungschefs hatten am Donnerstag mit Ausgangssperren gedroht. 

„Am Samstag verabreden sich die Menschen ja traditionell miteinander, weil sie frei haben“, sagte Braun. „Aber das geht abseits der Kernfamilie derzeit nun einmal leider nicht. Das muss jetzt eingestellt werden. Geschieht das nicht, kann es passieren, dass auch in den Bundesländern weitergehende Maßnahmen beschlossen werden, obwohl wir das eigentlich vermeiden wollen.“

7.48 Uhr: Jeder Zweite laut Umfrage in Sorge vor Corona-Infektion

Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten ist einer aktuellen Umfrage zufolge besorgt, dass sie oder ein Familienangehöriger sich mit dem neuartigen Coronavirus infizieren.

6.43 Uhr: Ärztepräsident warnt vor Überforderung

Vor neuen Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise hat die Bundesärztekammer vor einer Überforderung der Bürger gewarnt.

"Ich glaube nicht, dass wir das, was wir jetzt tun, monatelang fortführen können", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Ängste und Sorgen würden die Menschen psychisch überfordern."

6.07: Von der Leyen kritisiert Grenzstaus

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zeigt sich besorgt über die Megastaus wegen der neuen Grenzkontrollen in Europa. Tausende Menschen seien gestrandet, sagte von der Leyen in Brüssel. "Insbesondere der Stau im Güterverkehr führt dazu, dass Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter viel zu spät ihr Ziel erreichen."

6.05 Uhr: Bielefeld verzichtet auf Beiträge und Gebühren

Oberbürgermeister Pit Clausen wird dem Rat der Stadt vorschlagen, zunächst bis Ende April den Besuchern des Theaters, der Konzerte in der Oetkerhalle oder der VHS die Kosten für die ausgefallenen Veranstaltungen zu erstatten. Das gilt auch für die ausgefallenen Kurse der Musik- und Kunstschule. Auch Elternbeiträge in der Kita und der OGS sollen nicht erhoben werden.

5.57 Uhr: Kaum Bewegung, kein Sport: Gesundheit von Kindern noch nicht bedroht

Trotz des sich immer weiter ausbreitenden Coronavirus und möglicher Ausgangssperren müssen Eltern sich noch keine Sorgen wegen mangelnder Bewegung ihrer Kinder machen. „Kinder sind dauernd in Bewegung - zum Leidwesen der Eltern“, sagte Tilman Kaethner, Kinderarzt aus Nordenham im Landkreis Wesermarsch und Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Gehe das nicht, sei das zwar objektiv nicht gesund, für ernste gesundheitliche Konsequenzen bei Kindern dürfte aber die erwartbare Zeit des Stillstands im Land zu kurz sein. 

5.40 Uhr: New York wird US-Zentrum in Corona-Krise

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in New York vervierfachte sich seit Dienstag auf fast 4000 - vor allem wegen deutlich mehr Tests. Das Gesundheitssystem der Millionenmetropole scheint mäßig vorbereitet. Der Gouverneur wählt drastische Worte.

Donnerstag, 19. März:

21.28 Uhr: Freiburg erlässt eingeschränkte Ausgangssperre

Die Stadt selbst sprach von einem Betretungsverbot für öffentliche Orte, das vom 21. März bis 3. April gelten soll. Mit dieser einschneidenden Maßnahme solle die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Anlass sei die dramatische Lage der angrenzenden französischen Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört.

Das Haus oder die Wohnung soll nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden. Wer sich im Freien aufhalten möchte, dürfe das nur allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt lebten. Von allen anderen Personen sei ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Man dürfe aber weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen. Die gegenwärtigen Beschränkungen würden vorerst für zwei Wochen gelten.

19.30 Uhr: fast 600 Menschen in OWL infiziert

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Donnerstag stark gestiegen. Vereinzelt gibt es auch bereits Heilungserfolge. Weiter unten die aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter im Überblick. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

18.25 Uhr: Italien meldet mehr Tote als China bei Coronavirus-Pandemie

Italien hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit das Land auf der Welt mit den meisten offiziell gemeldeten Toten. Bisher seien 3405 mit dem Erreger infizierte Menschen gestorben, teilte der Zivilschutz am Donnerstag in Rom mit. Inwieweit die offizielle Statistik in China die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer dort ist, ist allerdings unklar. So hatte China mehrfach mit Änderungen bei der Zählweise der Infektionen für Verwirrung bei internationalen Beobachtern gesorgt. Auch in Italien wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

16.59 Uhr: Produktionsengpässe bei Corona-Tests

Die zur Zeit vorhandene Zahl der Coronavirus-Tests reicht nach Angaben der Pharmaindustrie nicht aus, um wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen weitreichende Tests durchzuführen. «Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem», sagte der Chef der Schweizer Pharmafirma Roche, Severin Schwan, am Donnerstag in einer virtuellen Pressekonferenz des Dachverbands der Pharmafirmen, IFPMA. «Es ist wichtig, dass die Tests zunächst für Risikopatienten und solche mit Krankheitssymptomen sind. Breites Testen ist einfach nicht möglich.» Roche hatte als eine der ersten Firmen Mitte März eine US-Zulassung für einen hochautomatisierten Coronavirustest bekommen. Damit können innerhalb von 24 Stunden bis zu 4000 Proben auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden. Andere Firmen sind nachgezogen. Die Kapazitäten würden stündlich hochgefahren, sagte Severin. Auf Monatsbasis stünden inzwischen Tests im zweistelligen Millionenbereich zur Verfügung.

16.46 Uhr: mehr als 13.900 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - 44 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 13.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 4700, Bayern mit mehr als 2200 und Baden-Württemberg mit mehr als 2180 Fällen. 44 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

16.44 Uhr: Fürst Albert II. von Monaco positiv auf Coronavirus getestet

Der Gesundheitszustand des 62-Jährigen gebe aber keinen Grund zur Sorge, teilte der Fürstenpalast am Donnerstag mit. Er habe sich zu Beginn der Woche einem Test auf das neuartige Coronavirus unterzogen. Der Fürst setze seine Arbeit im Büro seiner Privatwohnung fort und stehe in ständigem Kontakt mit den Mitgliedern seines Kabinetts und seinen engsten Mitarbeitern, hieß es in der Mitteilung.

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Fürst Albert II. von Monaco bei einem Interview. Foto: Gao Jing/XinHua/dpa

15.42 Uhr: Regierung erwartet etwa 2,35 Millionen Kurzarbeiter

In der Bundesregierung geht man davon aus, dass rund 2,35 Millionen Beschäftigte aus konjunkturellen oder saisonalen Gründen Kurzarbeitergeld bekommen werden.

15.25 Uhr: Laschet mahnt: Ausgangssperren weiter möglich

Trotz aller Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus sind in Nordrhein-Westfalen weiterhin auch Ausgangssperren möglich. „Jeder Einzelne hat es in der Hand zu verhindern, dass es Ausgangssperren gibt“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf. 

Die Landesregierung analysiere, ob sich die Infektionskurve angesichts der zahlreichen Maßnahmen abflachen werde. Das werde „nicht heute, nicht morgen und nicht am Wochenende“ erreicht sein, sagte Laschet. Schon jetzt ruhe das öffentliche Leben, und die Grundrechte der Bürger seien stark eingeschränkt worden. „Aber wenn man eine Maßnahme angepackt hat, muss man sie auch mal wirken lassen, ehe man über die dritte und vierte Stufe nachdenkt.“ Das sei im übrigen auch die Haltung aller Bundesländern und der Kanzlerin.

14.50 Uhr: England verlängert Fußballpause bis zum 30. April

Die durch die Coronakrise bedingte Fußballpause in England wird verlängert. Der englische Fußballverband FA gab am Donnerstag bekannt, dass der Ball bis mindestens zum 30. April ruhen werde. Darauf einigte sich die FA mit der Premier League, der für die unteren Ligen zuständigen EFL sowie der Professionellen Spielergewerkschaft und dem englischen Trainerverband.

14.09 Uhr: alle 16 Minuten ein Coronavirus-Toter in Madrid

In der besonders heftig von der Coronakrise betroffenen Region rund um die spanische Hauptstadt Madrid ist allein am vergangenen Montag alle 16 Minuten ein Mensch an dem Virus gestorben. Innerhalb von 24 Stunden habe es 88 Todesfälle rund um die Millionenmetropole gegeben, rechnete die Zeitung «El País» unter Berufung auf die Behörden vor. Die Region Madrid ist ganz besonders von dem Virus betroffen. Bis zum Donnerstag kletterte die Zahl der landesweit Infizierten weiter um 25 Prozent auf mehr als 17.000, rund 6700 davon in Madrid. 767 Patienten sind mittlerweile im ganzen Land an Covid-19 gestorben. Seit dem Wochenende herrscht eine Ausgangssperre.

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Ein Krankenwagen bringt einen Patienten in das Hotel Colon in Madrid. Die besonders stark von der Coronakrise betroffene spanische Hauptstadt Madrid nutzt jetzt auch Hotels im Kampf gegen das Virus. Foto: Javier Carbajal/dpa

13.44 Uhr: Länderchefs drohen mit Ausgangssperre

In Deutschland wächst die Sorge, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus nicht schnell genug eindämmen lässt, weil die Bürger ihr Leben nicht konsequent ändern.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) drohten am Donnerstag offen mit Ausgangssperren, falls sich die Menschen nicht an die dringend notwendigen Einschränkungen des sozialen Lebens halten.

13.34 Uhr: Deutsche Bahn will Lebensmittel auf Güterzügen transportieren

Die Coronakrise setzt Spediteure unter Druck: Hamsterkäufe, Staus an den Grenzen und Lastwagenfahrer in Quarantäne machen ihnen zu schaffen. Der Güterverkehr auf der Schiene will einspringen. Angesichts der angespannten Liefersituation bei Alltagsprodukten hat die Güterverkehrschefin der Deutschen Bahn, Sigrid Nikutta, d eshalb für mehr Transporte auf der Schiene geworben.

12.48 Uhr: "Letzter Appell an Vernunft" - Medien-Echo zu Merkel-Rede

Die Kanzlerin hat sich in der Corona-Krise mit einer Fernsehansprache an die Bürger gewandt, die in dieser Form beispiellos ist. Das Echo ist groß. Auch viele Medien bemühen Superlative. Eine Presseschau.

12.31 Uhr: Firma spendet nach Corona-Absage Hotelzimmer für Obdachlose

Eine US-Firma hat in Essen Hotelzimmer für Obdachlose gespendet, die sie durch eine Coronavirus-bedingte Absage nicht mehr selbst nutzen konnte. Vier Obdachlose hätten dank der Aktion vergangene Woche eine Nacht in einem Geschäftshotel übernachten können. Sie hätten sich „unheimlich gefreut“ über die lange entbehrte Privatsphäre, das saubere Bett und die heiße Dusche, sagte eine Caritas-Sprecherin. Die Essener Bahnhofsmission hatte den Kontakt hergestellt. Spender war der Toilettensitzhersteller Bemis, der die Zimmer für die - später abgesagte - Sanitärmesse SHK in Essen reserviert hatte.

11.20 Uhr: Regierung plant milliardenschweres Hilfspaket für Solo-Selbständige

Die Bundesregierung plant in der Coronakrise ein Hilfspaket von über 40 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Zuvor war in den Regierungskreisen die Rede von einem Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro gewesen.

10.42 Uhr: Grünen-Politiker Özdemir positiv getestet

Der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 54-Jährige veröffentlichte am Donnerstag auf Instagram ein Video, in dem er sagte, es gehe ihm «sehr gut». Er wolle seine Ansteckung öffentlich machen, «um deutlich zu machen, dass sich jede und jeder von uns anstecken kann». Der Bundestagsabgeordnete rief dazu auf, zu Hause zu bleiben und die Lage ernst zu nehmen. «Es geht jetzt darum, alle anderen zu schützen», sagte er. «Bitte bleibt zu Hause.» Er selbst habe sich schon vor dem Testergebnis freiwillig weitgehend in Quarantäne begeben und müsse jetzt nicht mehr viel ändern.

10.40 Uhr: kein weiterer Corona-Fall beim SC Paderborn

Nachdem sich Luca Kilian als erster Bundesligaspieler mit dem neuen Coronavirus angesteckt hatte, kann der SC Paderborn für die 45 weiteren Spieler und Mitglieder des Funktionsteams Entwarnung geben. „Niemand hat sich infiziert", teilte der Verein am Donnerstag mit. Mehr hier

10.13 Uhr: Zweitliga-Mannschaftsarzt: Knallharte Ausgangssperre sinnvoll

Der Mannschaftsarzt des Fußball-Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden hat sich angesichts der Coronavirus-Krise und eines infizierten Spielers seines Vereins für schärfere Maßnahmen ausgesprochen. „Ich halte es für sinnvoll, eine knallharte Ausgangssperre einzuführen, um die Infektionskette zu unterbrechen. Sonst schleppen wir das Problem über Monate mit uns rum“, sagte Tammo Quitzau dem Fachmagazin „Kicker“ in einem Interview (Donnerstag). 

Bei dem hessischen Verein war der 20 Jahre alte Außenverteidiger Tobias Mißner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auf die Frage, ob er es für realistisch halte, dass die Fußballsaison bis Juni zu Ende gespielt werden könne, antwortete Quitzau: „Das hängt sehr von den Maßnahmen ab, die jetzt beschlossen werden, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Es ist nicht ausgeschlossen.“

10.03 Uhr: Corona-Hilfe geht in Bielefeld an den Start

Mit einem groß angelegten Projekt will die Stiftung Solidarität von diesem Donnerstag an in der Corona-Krise eine Hilfe auf die Beine stellen. Die „Solidarische Corona-Hilfe Bielefeld“ soll Menschen unterstützen, die sich nicht selbst versorgen können und vernetzt sie mit denjenigen, die helfen möchten.

10.01 Uhr: Umsatzausfälle in Reisebranche wegen Corona in Milliardenhöhe

Die Coronavirus-Krise belastet die deutsche Reisebranche mit milliardenschweren Umsatzausfällen. Nach Hochrechnungen des Branchenverbandes DRV summiert sich der Ausfall bei Veranstaltern und Reisebüros allein bis Ende April auf mehr als 4,8 Milliarden Euro. Der Finanzbedarf werde weiter steigen, wenn die Krise andauere, warnte der DRV am Donnerstag.

9.11 Uhr: EZB legt Notkaufprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro auf

Die EZB will die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abfedern. Dafür kündigt sie ein Hunderte Milliarden schweres Notkaufprogramm an - mit Spielraum nach oben.

8.55 Uhr: Wie der Staat der Wirtschaft helfen will

Etliche Geschäfte, Kinos, Freizeiteinrichtungen und Cafés geschlossen, Restaurants mit stark eingeschränktem Betrieb, die Produktion in Werkshallen eingestellt, leere Büros und abgesagte Veranstaltungen: Die Folgen der Corona-Krise treffen viele Unternehmen und Beschäftigte mit voller Wucht – und lassen Existenzängste aufkommen. Der Staat hat umfangreiche Unterstützung versprochen mit dem Ziel, dass wegen Corona kein Unternehmen aufgeben muss und kein Arbeitsplatz verloren gehen soll. Bislang gibt es statt Geld und Hilfen vor allem aber viele Fragen. Die vier Kernpunkte der Hilfen und deren konkrete Bedeutung für Firmen und Beschäftigte im Überblick.

Mittwoch, 18. März:

20.27 Uhr: fast 14.000 Infektionen in Spanien - 600 Tote

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist in Spanien am Mittwoch um etwa 2000 auf fast 14.000 (13.716) gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Toten von 525 auf 598 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Nach Italien ist Spanien das Land in Europa, das derzeit am stärksten von der Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird. Am stärksten betroffen ist in Spanien die Region Madrid. Dort hatten die Behörden bis Mittwochabend mehr als 5600 Menschen gezählt, die sich mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 infiziert haben. Die Zahl der Toten lag bei 390.

18.30 Uhr: Kanzlerin Merkel appelliert an die Bürger

«Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.» Mit einem eindringlichen Appell hat Bundeskanzlerin Angela Merkel alle Bürgerinnen und Bürger zu Solidarität und Disziplin im Kampf gegen das Coronavirus gemahnt. «Das ist eine historische Aufgabe, und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen», sagte Merkel am Mittwoch in einer Fernsehansprache zur Coronakrise. «Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an», machte die Kanzlerin den überaus großen Ernst der Lage deutlich. Es sei dringend notwendig, dass die sozialen Kontakte auf ein Minimum heruntergefahren werden, damit sich das Virus nicht zu schnell ausbreite. (Hier geht es zum Wortlaut der Rede.)

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Foto: Steffen Kugler/Bundesregierung /dpa

18.00 Uhr: mehr als 480 Menschen in OWL infiziert

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Mittwoch weiter gestiegen. Die aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter im Überblick. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

17.17 Uhr: Bundestag will nächste Woche zusammenkommen - wohl verkleinert

Der Bundestag will in der kommenden Woche trotz der Corona-Pandemie zu seiner nächsten regulären Sitzung zusammenkommen. Darauf hätten sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen am Mittwoch in einer Telefonkonferenz geeinigt, teilte ein Sprecher im Anschluss auf Anfrage mit. «Eine Änderung der Präsenztage ist nicht vorgesehen.» Die Fraktionen stimmten aber untereinander für die Plenarsitzungen und Ausschussberatungen geeignete Maßnahmen ab, «um das Infektionsrisiko auf ein Mindestmaß zu reduzieren», sagte der Bundestagssprecher weiter.

17.00 Uhr: mehr als 10.000 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - 28 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 10.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit rund 3800, Bayern mit knapp 1800 und Baden-Württemberg mit mehr als 1600 Fällen. 28 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

15.22 Uhr: Eurovision Song Contest abgesagt

Der für Mitte Mai geplante Eurovision Song Contest (ESC) ist abgesagt. Der Organisator, die Europäische Rundfunkunion (EBU) in Genf, teilte diese Entscheidung am Mittwoch mit. Grund ist die Unsicherheit für die Planungen durch das neuartige Coronavirus. Das internationale Musikevent hätte vom 12. bis 16. Mai im niederländischen Rotterdam stattfinden sollen. Ein neues Datum wurde zunächst nicht genannt. Für Deutschland hätte der Sänger Ben Dolic mit dem Lied «The Violent Thing» antreten sollen.

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Foto: Koen Van Weel/ANP/dpa

15.15 Uhr: Ansturm auf Kurzarbeitergeld in Coronakrise

Die Arbeitsagenturen verzeichnen eine sehr hohe Nachfrage nach dem neu beschlossenen Kurzarbeitergeld. Viele Firmen wollen angesichts der Maßnahmen gegen das Coronavirus erstmals Kurzarbeitergeld beantragen.

14.40 Uhr: Familienfeste und das Virus

Konfirmationen und Erstkommunionen werden verschoben, Trauungen, Taufen und Beerdigungen sind, wenn überhaupt, nur noch in kleinem Rahmen erlaubt: Die Eindämmung des Coronavirus’ wird in den nächsten Wochen, vielleicht sogar Monaten, massive Auswirkungen auch auf diesen Bereich des gesellschaftlichen Lebens haben. Einblicke aus dem Kreis Herford.

14.35 Uhr: Deutsche Fußball-Nationalmannschaft spendet 2,5 Millionen Euro

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Millionen Euro für soziale Zwecke gespendet und ihre Fans aufgerufen, sich ebenfalls zu engagieren. „Wir müssen in solchen Zeiten aufeinander schauen - wir haben uns auch unsere Gedanken gemacht und spenden für einen guten Zweck 2,5 Millionen Euro“, sagte Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer (33) am Mittwoch in einem Instagram-Video der DFB-Auswahl. „Wir alle sind ein ganz großes Team, nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch in unserer Gesellschaft. Das merkt man in Zeiten wie diesen“, ergänzte der Keeper des FC Bayern München.

14.25 Uhr: WESTFALEN-BLATT-Redakteur berichtet im Video aus Spanien

Gebucht waren ursprünglich zwei Wochen Gomera. Mittlerweile befindet sich WESTFALEN-BLATT-Redakteur Andreas Schnadwinkel auf Teneriffa. Von dort schildert er, wie die Situation auf der Ferieninsel ist. In Spanien wurde wegen der Coronavirus-Pandemie  eine Ausgangssperre verhängt.

14.15 Uhr: Helfen, streamen, improvisieren: So trotzt das Land Corona

Konzerte und Clubabende im Internet, Online-Unterricht und Fußballfans, die beim Einkaufen helfen. So sehr das Coronavirus den Alltag auch einschränkt: In der Not entstehen auch Solidarität und gute Ideen.

Schritt für Schritt fährt Deutschland runter. Die Schulen sind zu, viele Spielplätze und Läden auch, die Restaurants schließen früh - und seit Dienstagabend ist klar: Nicht-EU-Bürger dürfen nicht mehr ins Land.

13.21 Uhr: Einzelhandel in NRW muss schließen

Am späten Dienstagabend teilte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW mit, dass der Einzelhandel in NRW ab Mittwoch grundsätzlich geschlossen wird.

13.15 Uhr: Impfstoff gegen Coronavirus laut RKI  im Frühjahr 2021 realistisch

Das Robert-Koch-Institut hat Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. „Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird“, sagte Präsident Lothar Wieler am Mittwoch. Alles, was bürokratisch machbar sei, müsse getan werden. Klinische Testphasen aber könne man nicht verkürzen. „Wir müssen ein Sicherheitsprofil haben. Impfstoffe können ja Nebenwirkungen haben.“ Zuvor hatte Dietmar Hopp, Miteigentümer des Tübinger Pharmaunternehmens CureVac, davon gesprochen, möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern zu können.

11.50 Uhr: Wirtschaft stabilisieren - schnelle Maßnahmen zentral

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat schnelle und zielgerichtete Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft als zentral in der Coronavirus-Krise bezeichnet. Altmaier sagte am Mittwoch in Berlin, er begrüße es daher ausdrücklich, dass die staatliche Förderbank KfW ihre Verfahren weiter straffe und bündele. „Anträge für die am vergangenen Freitag beschlossenen Hilfskredite sind ab sofort möglich und werden zügig bearbeitet. Das ist ein gutes Signal.“

11.39 Uhr: Mindestabstände in Supermärkten sollen sichergestellt werden

Zum Schutz vor möglicher Ansteckung mit dem Coronavirus in Supermärkten fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Sicherstellung von Mindestabständen zwischen den Kunden. Er verwies auf Dänemark, wo Klebeetiketten auf dem Boden dabei helfen sollen, dass Kunden an den Kassen ausreichend Abstand zueinander halten. Eine derartige Lösung sei wichtig, sagte Söder am Mittwoch bei einem Besuch eines Supermarkt-Logistikzentrums in Eitting bei München. Abgesehen davon betonte Söder, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sei gesichert

10.15 Uhr: Leser fragen, Experten antworten

Soll ich meinen Arzttermin absagen? Kann der Postbote mir das Corona-Virus ins Haus bringen? Es gibt Fragen, auf die die Internetseite des Robert-Koch-Instituts keine Antworten gibt. Die Redaktion hat deshalb Experten gebeten, Fragen von Lesern zu beantworten, und wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Rate gezogen. Mehr hier!

9.05: Diese Geschäfte dürfen weiter öffnen

Am späten Dienstagabend hat das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen präzisiert, welche Geschäfte wegen des Coronavirus nicht schließen müssen.

Weiterhin öffnen darf, wie schon vorher bekannt gegeben, der gesamte Einzelhandel für Lebensmittel. Welche Geschäfte außerdem öffnen dürfen, lesen Sie hier

7.37 Uhr: Boateng jongliert Toilettenpapier - und fordert Kumpels heraus

Toilettenpapier statt Champions League:  Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng nimmt die Zwangspause im europäischen Fußball auch mit Humor. Bei Instagram stellte der 31 Jahre alte Innenverteidiger vom FC Bayern ein Video online, in dem er statt eines Fußballs eine Rolle Toilettenpapier jongliert. Der Hygieneartikel ist in der Coronavirus-Krise in Deutschland zum Symbol der Hamsterkäufe geworden - in etlichen Supermärkten ist er ausverkauft.

6.56 Uhr: Schwieriges Geschäft mit der Liebe in Zeiten von Corona

Die Liebe hat es schwer in den Zeiten des Coronavirus - zumindest die käufliche. Bordelle müssen schließen, Escort-Services vermitteln zum Teil keine Damen mehr. Doch besonders dramatisch ist die Situation für die Prostituierten. «Die Frauen verdienen kein Geld mehr», sagte Hedwig Christ von der Nürnberger Beratungsstelle Kassandra der Deutschen Presse-Agentur. Seit Anfang der Woche riefen dort ständig verunsicherte Frauen an, die nicht mehr wüssten, wie es weiter gehen soll. Viele der Prostituierten wohnen auch in den Bordellen und können jetzt keine Miete mehr bezahlen. Rund 32.800 gemeldete Prostituierte arbeiteten Ende 2018 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland. Etwa 90 bis 95 Prozent der Frauen stammten aus dem Ausland, der Großteil davon aus Osteuropa, sagte Christ.

6.43 Uhr: Erster NHL-Spieler mit Coronavirus infiziert

In der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein namentlich nicht genannter Spieler der Ottawa Senators sei positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilte der Club aus der Hauptstadt Kanadas am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Er habe leichte Symptome und sei in Quarantäne. Seine Mitspieler sollen deswegen ebenfalls in der Selbstisolation bleiben. Die Senators haben vor der Unterbrechung in der NHL wegen der weltweiten Coronavirus-Pandemie zuletzt in Los Angeles gegen die Kings gespielt. Der ehemalige Bundestrainer Marco Sturm arbeitet dort als Assistenztrainer.

5.30 Uhr: Raumnot beim DRK-Blutspendedienst

Die Schließung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden stellt den DRK-Blutspendedienst vor ein neues Problem: Vielerorts fehle es an geeigneten Räumen, um Blutspenden zu sammeln, sagte ein Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West, der für Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie für Nordrhein und Westfalen-​Lippe zuständig ist, der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich appellierte er an die Verantwortlichen, Räumlichkeiten für diese essenzielle Aufgabe zur Verfügung zu stellen. Dafür führe man derzeit auch vielerorts Gespräche. Es müsse klar sein, dass Blutspendetermine nicht mit Schützenfesten und anderen Freizeitveranstaltungen gleichzusetzen seien. Vielmehr handele sich hierbei um Zusammenkünfte, die dringend gebraucht würden.

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Blutspende in einem Veranstaltungsraum. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

3.58 Uhr: Hopp macht Hoffnung auf Corona-Impfstoff im Herbst

Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac kann nach Einschätzung seines Miteigentümers Dietmar Hopp möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern. «Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen», sagte der SAP-Gründer und Mäzen des Fußball-Bundesligisten Hoffenheim der «Bild»-Zeitung. Weil der Druck enorm hoch sei, sollte es mit der Genehmigung durch die Behörden schneller gehen als in anderen Fällen. «Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern», sagte Hopp.

Dienstag, 17. März:

20.46 Uhr: 400 Menschen in OWL infiziert

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Dienstag weiter gestiegen. Die aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter im Überblick. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

20.20 Uhr: Deutschland setzt sofortige Einreiserestriktionen um

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine umgehende Umsetzung der Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger nach Deutschland zugesagt. «Deutschland wird das sofort umsetzen», sagte Merkel am Dienstag in Berlin auf einer Pressekonferenz nach dem Videogipfel mit ihren EU-Kollegen zum Vorgehen in der Coronavirus-Krise.

19 Uhr: EU ringt um gemeinsame Linie in Coronakrise

Zum zweiten Mal binnen einer Woche haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen am Dienstag in einem Videogipfel ihr Vorgehen in der Coronavirus-Krise abgestimmt.

Ziel war die Einigung auf einen weitgehenden Einreisestopp in die Europäische Union sowie mehr Koordination der Grenzkontrollen. Auch wollten die Staats- und Regierungschefs den gemeinsamen Kampf gegen die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Epidemie aufnehmen.

18.45 Uhr: Notfallplan für Kliniken

Es ist absehbar, dass für die Corona-Infizierten bald mehr Betten und mehr Beatmungsgeräte nötig sind. Ein Notfallplan soll dafür sorgen, dass in den Krankenhäusern nachgerüstet wird.

18.15 Uhr: Schwere Lungenerkrankungen: HDZ bereitet Behandlung vor

Das Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in Sachen Coronavirus auf eine zunehmende Versorgung von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen vorbereitet. Das Herz- und Diabeteszentrum sei als Hochspezialversorger mit 100 Intensivbetten von insgesamt 500 Planbetten Garant für die Versorgung schwerstkranker Herz-Kreislauf-Patienten in Ostwestfalen-Lippe und weit darüber hinaus.

18 Uhr: Justiz und Gerichte in NRW fahren Betrieb herunter

Die Justiz in Nordrhein-Westfalen fährt den Betrieb wegen der Coronakrise auf das zwingend notwendige Maß herunter und schränkt den Publikumsverkehr ein. Der interne Dienstbetrieb soll aber aufrechterhalten werden. Darauf verständigten sich am Dienstag laut Mitteilung das Justizministerium und Vertreter von Behörden und Gerichten bei einem Gespräch in Düsseldorf. Per Erlass gibt das Ministerium vor, dass Verhandlungen nur durchgeführt werden, wenn sie keinen Aufschub dulden, wie zum Beispiel bei Haftsachen. 

17.15 Uhr: Fast 8600 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - 23 Tote

In Deutschland sind bislang knapp 8600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 3300, Bayern mit mehr als 1300 und Baden-Württemberg mit mehr als 1100 Fällen. 23 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

14.30 Uhr: Fußball-EM 2021

Die EM 2020 soll wegen des Coronavirus in den Sommer 2021 verschoben werden. Betroffen sind zwölf Gastgebernationen, 24 Teilnehmer und Millionen Fans. Noch ist unklar, wie der Modus aussehen soll.

14.20 Uhr: Spielplätze in NRW geschlossen – Restaurants schließen um 15 Uhr

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen nun auch die Spielplätze in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich geschlossen werden, Restaurants sollen bereits um 15.00 Uhr schließen müssen. Das hat das Landeskabinett am Dienstag in Düsseldorf beschlossen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mitteilte. Außerdem stellt NRW 150 Millionen Euro Soforthilfen im Kampf gegen das Virus bereit. Das Geld solle unter anderem helfen, mehr Beatmungsplätze in Krankenhäusern und mehr Schutzkleidung zu beschaffen.

14.15 Uhr. Merz positiv auf Coronavirus getestet

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. „Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen“, sagte Merz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der 64-Jährige ergänzte: „Zum Glück habe ich nur leichte bis mittlere Symptome. Alle Termine sind abgesagt. Ich folge strikt den Anweisungen des Gesundheitsamtes.“

13.50 Uhr: zwölf Tote in NRW

Im Zuge der Coronakrise sind in Nordrhein-Westfalen bislang zwölf Menschen gestorben. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Die Zahl der Infektionen habe sich in vier Tagen auf 3060 verdoppelt. Die Todesopfer seien alle „schwer vorerkrankte Menschen“ in hohem Lebensalter gewesen, sagte Laumann.

11. 50 Uhr: Robert Koch-Institut stuft Gefährdung für die Bevölkerung in Deutschland nun als „hoch“ ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nun als „hoch“ ein. Das sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Als Gründe nannte Wieler steigende Fallzahlen sowie Alarmsignale aus öffentlichen Gesundheitsdiensten und von Kliniken. Zudem gebe es immer mehr Fälle, die nicht mehr auf bekannte Fälle zurückgeführt werden könnten. Wieler appellierte an die Krankenhäuser, ihre Kapazitäten auf Intensivstationen auszubauen. 

Bislang hatte das RKI insgesamt von einer „mäßigen“ Gefährdung in Deutschland gesprochen. 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html

11. 50 Uhr: VW setzt Produktion aus

Der Volkswagen-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vorübergehend aussetzen.

11.24 Uhr: Urlauber wollen nur noch nach Hause

Gekippt ist die Stimmung auf Teneriffa am Montagnachmittag, als die Hotel-Managerin des Riu Arecas mit einem Megaphon an den Pool kam. „Alle Gäste werden gebeten, auf ihre Zimmer zu gehen und dort zu bleiben.“

10.55 Uhr: Zahl der Corona-Toten steigt in NRW auf zehn

Die Zahl der Coronavirus-Todesfälle ist in Nordrhein-Westfalen auf zehn gestiegen. Zwei ältere vorerkrankte Menschen starben in Aachen und Eschweiler, wie Stadt und Städteregion Aachen am Dienstag mitteilten. Ein etwa 80 Jahre alter Mann aus Aachen sei mehrfach vorerkrankt gewesen. Er starb am Montagabend in einem Aachener Krankenhaus. 

Ein über 80 Jahre alter Mann aus Würselen war demnach ebenfalls vorerkrankt. Er starb in einem Eschweiler Krankenhaus. Es sind die ersten Todesfälle in Stadt und Städteregion Aachen. Hier gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums 175 nachgewiesene Infektionen. Die Region liegt damit hinter Heinsberg und Köln im oberen Bereich. 

10.06 Uhr: Dax gibt Gewinne rasch wieder ab

Der Versuch einer Stabilisierung am deutschen Aktienmarkt hat am Dienstag ein rasches Ende gefunden. Der Dax, der in den ersten Handelsminuten um fast fünf Prozent gestiegen war, gab diese Gewinne schnell wieder ab. Zuletzt lag der deutsche Leitindex noch mit 0,25 Prozent leicht im Plus bei 8764,35 Punkten. Schon in den vergangenen Wochen waren Erholungsversuche zumeist rasch in sich zusammengefallen.

9.58 Uhr: Gartenschau in Bad Lippspringe geschlossen

Die Vorsichtsmaßnahmen vor dem Corona-Virus sorgen auch in den Kreiskommunen für weitere Absagen. Das haben die Bürgermeister der Kreiskommunen bekannt gegeben. Die Gartenschau Bad Lippspringe ist von diesem Dienstag an geschlossen. Das betrifft auch das Waldleuchten.

9.29 Uhr: Maas startet Deutschen-Rückholung aus dem Ausland

Jetzt soll alles ganz schnell gehen: Ingesamt 50 Millionen Euro stellt Bundesaußenminister Heiko Maas zur Verfügung, um tausende Deutsche, die wegen der Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen, zurückzuholen.

9.27 Uhr: Mundschutz selbst gemacht - Anleitung im Internet

Die Stadt Essen hat eine Nähanleitung für die Herstellung eines einfachen Mundschutzes veröffentlicht. Das Tragen eines Schutzes könne die Übertragung einer Corona-Infektion reduzieren, heißt es in der Anleitung.

9.02 Uhr: Volkswagen will Produktion wegen Coronavirus aussetzen

Der VW-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg. 

8.41 Uhr: Kritik an Hamsterkäufen

Kunden räumen Supermarktregale leer, andere stehen kopfschüttelnd davor - und Spargelbauern bangen um Erntehelfer aus Osteuropa: Auswirkungen der Coronakrise bekommen zusehends auch Verbraucher und die Landwirtschaft zu spüren.

Über die aktuelle Lage will Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) heute gemeinsam mit der Lebensmittelbranche informieren.

8.30 Uhr: Bielefelds Schulen sind dicht - mehr als 50.000 müssen zuhause bleiben

Kurz vor 8 Uhr morgens geht es an der Sudbrackschule für gewöhnlich quirlig zu. 350 Kinder strömen dann in den Unterricht. An diesem Montag sind nur 20 gekommen. Zwölf werden nach Rücksprache mit den Eltern wieder nach Hause geschickt oder abgeholt. Acht Jungen und Mädchen werden bis 12 Uhr von den Lehrerinnen betreut, dann geht es für sie in den offenen Ganztag. So oder so ähnlich ist es am Montag an allen Bielefelder Schulen gewesen. Die Schulschließungen wegen Corona wurden weitestgehend befolgt. Mehr als 50.000 Kinder und Jugendliche in der Stadt haben zwangsfrei.

8.08 Uhr: Infektionszahlen in Europa

Die aktuellen Zahlen der Infizierten in den von der Coronavirus-Pandemie am stärksten betroffenen Ländern in Europa (Stand 17. März, 7.13 Uhr):

Italien: 27.980
Spanien: 9.942
Deutschland: 7.272
Frankreich: 6.650
Schweiz: 2.330
UK: 1.553
Niederlande: 1.414 
Norwegen: 1.347
Schweden: 1.121
Belgien: 1.058
Österreich: 1.018

6.53 Uhr: Niedersachsens Innenminister fordert Verbreitung von „Fake News“ zum Coronavirus zu bestrafen

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert ein härteres Vorgehen gegen Falschnachrichten und Halbwahrheiten in der Coronakrise. „Fake News zur Versorgungslage in Zeiten der Coronakrise sind brandgefährlich“, sagte der SPD-Politiker dem „Spiegel“. „Sie können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen. Daher müssen wir mit Bußgeldern oder sogar Strafandrohungen abschrecken“, verlangte Pistorius. 

6.27 Uhr: Handwerker in OWL nur teilweise vom Coronavirus betroffen

Handwerker in OWL sind zum Teil bereits von den Folgen des Coronavirus betroffen. Einige schwer. Andere gar nicht. Und wieder andere wissen es vielleicht noch nicht. Eine Blitzumfrage der Handwerkskammer hat ergeben, dass in Ostwestfalen-Lippe 26 Prozent bereits jetzt betroffen sind. 40 Prozent befürchten Liquiditätsengpässe. 33 Prozent der Betriebe halten es für wahrscheinlich, dass sie Kurzarbeit beantragen müssen.

6.22 Uhr: UEFA berät über die EM-Zukunft - mehr Zeit für die Ligen?

Die Uefa hat zur Krisensitzung an diesem Dienstag gerufen. In mehreren Videokonferenzen wird über die Folgen der Coronavirus-Pandemie beraten. Auf dem Tisch liegen drastische Vorschläge für die EM 2020 und die Europapokal-Wettbewerbe.

5.57 Uhr: Einreisestopps in die EU geplant

Europas Staats- und Regierungschefs debattieren über geplante weitgehende Einreisestopps in die Europäische Union. Unterdessen könnte Deutschland Tausende Staatsbürger aus dem Ausland zurückholen.

Montag, 16. März:

18.45 Uhr: mehr als 300 Infektionen in OWL

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Montag weiter gestiegen. Den aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter zufolge gab es am Abend mehr als 300 Infektionen, die sich wie folgt auf Bielefeld und die Kreise verteilen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

16.58 Uhr: Bund und Länder beschließen drastische Einschränkungen

Eine Vielzahl von Geschäften soll geschlossen, Gottesdienste sowie Treffen in Vereinen verboten und Spielplätze gesperrt werden, wie aus einem Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag hervorgeht. Ziel sei es, soziale Kontakte im öffentlichen Bereich weiter einzuschränken. Die Maßnahmen sollen ab sofort gelten. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen allerdings offen bleiben.

16.47 Uhr: Mehr als 2000 Metro-Mitarbeiter arbeiten zuhause

Nach der Bestätigung einer Corona-Infektion bei einem Mitarbeiter der Metro sollen mehr als 2000 Beschäftigte des Handelskonzerns für 14 Tage von zuhause aus arbeiten. Das teilte der Handelsriese am Montag mit. Die Metro AG hatte bereits am vergangenen Freitag – vor Bekanntwerden des aktuellen Infektionsfalls – alle Mitarbeiter am Unternehmens-Campus vorsorglich aufgefordert, eine Woche lang von zuhause aus zu arbeiten und den Besuch in der Hauptverwaltung nach Möglichkeit zu vermeiden. Diese Regelung sei nun um eine Woche verlängert worden, berichtete das Unternehmen.

14.50 Uhr: Sparkassen bezeichnen Bargeldversorgung als sicher

Die Versorgung mit Bargeld sowie alle weiteren Finanzdienstleistungen sind dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zufolge während der Coronavirus-Krise sichergestellt. Die Bargeldversorgung und die Zahlungssysteme sind und bleiben funktionsfähig,  wie DSGV-Präsident Helmut Schleweis am Montag in Berlin versicherte. Sollte es in den kommenden Stunden zur Schließung einzelner Filialen kommen, «geht dies ausschließlich auf eine Neugruppierung der Kräfte oder Absprachen mit örtlichen Behörden zum Gesundheitsschutz zurück», hieß es. Verbrauchern werde empfohlen, für tägliche Zahlungen verstärkt die Giro- oder Kreditkarte sowie das Handy zu nutzen.

14.41 Uhr: Kreis Heinsberg sucht medizinisches Personal

Der Kreis Heinsberg will Menschen, die früher im medizinischen Bereich gearbeitet haben, als potenzielle Helfer im Fall einer Verschlimmerung der Corona-Krise einspannen. Man wolle mit einem Aufruf zum Beispiel ehemalige Krankenschwestern, die nun in einem anderen Beruf arbeiten, erreichen, sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Montag in einem Facebookvideo. Auch medizinisches Personal, das nicht mehr im Dienst ist, solle aufgerufen werden, Kontaktdaten zu hinterlassen. So wäre man für einen «Tag X» vorbereitet, sagte Pusch. Er wolle «italienische Verhältnisse» vermeiden, so der Landrat.

14.24 Uhr: Stadt Essen veröffentlicht Nähanleitung für einfachen Mundschutz

Die Stadt Essen hat eine achtseitige Nähanleitung für die Herstellung eines einfachen, wiederverwendbaren Mundschutzes veröffentlicht. Das Tragen eines Schutzes könne die Übertragungswege einer Coronavirus-Infektion reduzieren, heißt es in der Anleitung. «Es ist sinnvoll, bei jeder Begegnung insbesondere mit Risikopersonen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, um die Verteilung von Tröpfchen zu verhindern.» Die Stadt empfahl solch einen Schutz vor allem Pflegedienstmitarbeitern und pflegenden Angehörigen. Zur Anfertigung werden kochfeste Baumwolle und ein Draht zum Fixieren im Nasenbereich benötigt. Die Anleitung setzt außerdem Nähutensilien wie Nähmaschine, Schere oder Bügeleisen voraus. Nach Benutzung soll der Mundschutz gewaschen und getrocknet werden. Die Stadt betont in der Anleitung, dass der selbst gemachte Schutz weder geprüft noch zertifiziert sei. Er solle nur als sinnvolle Alternative dienen, wenn im Handel keine mehr zu bekommen seien.

13.09 Uhr: weitere Todesopfer in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Coronavirus-Todesfälle auf acht gestiegen. Nach den sechs bis Sonntagabend bekannten Fällen sind in der Nacht auf Montag im Kreis Heinsberg zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion gestorben. Eine 94-jährige Heinsbergerin mit Vorerkrankungen sei an einer Lungenentzündung im Krankenhaus Heinsberg gestorben, berichtete der Kreis am Montag. Im Krankenhaus Erkelenz verstarb eine 81-jährige Patientin aus Heinsberg, ebenfalls an einer Lungenentzündung durch eine Coronavirusinfektion. «Sie war ebenfalls durch Vorerkrankungen bereits gesundheitlich belastet», hieß es. Damit sind allein im Kreis Heinsberg insgesamt bereits sechs Coronatote zu beklagen. Außerdem starb in Essen und in Düsseldorf jeweils eine infizierte Person.

12.35 Uhr: Zwei Meter Mindestabstand in Restaurants

Die Landesregierung in NRW hat ihre Einschränkungen für Restaurants und Hotels sowie Bibliotheken konkretisiert: Demnach gilt ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen, zudem müssen Hygieneregeln ausgehängt werden und Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Die Regelung gilt seit Montag.

12.15 Uhr: 2500 Infizierte in NRW

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter stark gestiegen und hat fast die Marke von 2500 erreicht. Am Montag (Stand 10 Uhr) gab es 2493 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Am Sonntagvormittag (Stand 11.30 Uhr) waren es 2100 Fälle und damit rund 400 weniger.

12 Uhr: Bürgermeister infiziert: Rathaus Schloß Holte-Stukenbrock geschlossen

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr ist mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der mit dem  Coronavirus  infizierten Menschen in Schloß Holte-Stukenbrock ist auf sechs gestiegen (Stand 16. März, 10 Uhr). Das Rathaus bleibt deshalb ab sofort geschlossen. In dringenden Fällen können Bürger die Telefonnummern 05207/8905324 oder 05207/8905124 wählen. Im Kreis Gütersloh gibt es inzwischen 71 Infizierte.  Im Bürgerportal erhalten die Bürger online alle wichtigen Informationen rund um das Rathaus und zu Online-Dienstleistungen.

11 Uhr: Notenbanken stemmen sich mit Notfallmaßnahmen gegen Krise

Führende Notenbanken haben sich am Montag mit neuen Notfallmaßnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise gestemmt.

10 Uhr: Verschiebungen von OPs

Die Verschiebung von planbaren Operationen wegen der Coronavirus-Epidemie könnte in Nordrhein-Westfalen mehr als jeden zweiten Eingriff betreffen. Das sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, am Montag im WDR. Für die Krankenhäuser bedeute das eine „gewaltige Herausforderung“. Aktuell seien die Krankenhausleitungen überall im Land damit beschäftigt, ihre Betriebsabläufe umzuorganisieren. Welche Eingriffe ohne Schaden der Patienten um einige Monate verschoben werden könnten, entscheide der behandelnde Arzt. Die Patienten reagierten nach seinem ersten Eindruck „sehr verständnisvoll“, sagte Brink. 

Mit der Verschiebung, die bundesweit und vom NRW-Gesundheitsministerium empfohlen worden war, sollen Intensiv-Betten und Beatmungsgeräte für die Behandlung schwer kranker Coronavirus-Patienten frei gehalten werden. Der Beschluss sei nachvollziehbar und werde zügig umgesetzt, versicherte Brink. Allerdings bringe der Verzicht auf so viele Operationen Einnahmeausfälle „in sehr großer Höhe“. Bund und Länder hätten für die ohnehin angespannten Kliniken einen finanziellen Schutzschirm zugesagt. „Ich hoffe, dass das ohne Klein-Klein umgesetzt wird“, sagte Brink.

9 Uhr: neue Info-Seite des Landes NRW

NRW bündelt alle Informationen zur Coronavirus-Epidemie auf einer Website und schaltet ein landesweites Bürgertelefon. Über  land.nrw/corona seien alle Entscheidungen der Landesregierung, die Erlasse und ihre Hintergründe abrufbar. Das Bürgertelefon ist unter 0211/91191001 erreichbar.

7.30 Uhr: Schulen und Kitas machen dicht

Das hat es so noch nie gegeben: Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, schließen in Deutschland Tausende Schulen und Kindertagesstätten. Eltern stehen vor einem Dilemma.

7.20 Uhr: Erzbistum Paderborn keine öffentlichen Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen

Das Erzbistum Paderborn hat mit Blick auf die Ausbreitung des Corona-Virus von Montag an und bis auf weiteres, die Absage aller öffentlichen Veranstaltungen verfügt. Dies betreffe im Besonderen öffentliche Gottesdienste, Tagungen, kirchliche Fortbildungsangebote, öffentliche Gremiensitzungen, Wallfahrten und sonstige Fahrten.

7.15 Uhr: Polizisten infiziert

Zwei Polizisten und eine Polizistin der Kreispolizeibehörde Herford sind – wie berichtet – positiv getestet.  Die Beamtin soll sich bei einer Polizeiveranstaltung in Schloß Holte-Stukenbrock angesteckt haben.

6.15 Uhr: US-Notenbank senkt Leitzins fast auf null Prozent

Die Fed reagiert mit einem großen Notfallprogramm auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Ausbreitung.  Die US-Notenbank senkt die Zinsen drastisch und kündigt ein Antikrisenpaket an.

6.00 Uhr: Einreiseverbote und strenge Grenzkontrollen

Aus Sorge vor Ausbreitung des Coronavirus wird es an den deutschen Außengrenzen zu fünf Nachbarländern künftig umfassende Kontrollen und Einreiseverbote geben.

Betroffen sind die Übergänge zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Sonntag angekündigte.

Sonntag, 15. März:

19.50 Uhr: mehr als 240 Infektionen in OWL
Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Sonntag weiter gestiegen. Den aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter zufolge gab es am Abend mehr als 240 Infektionen, die sich wie folgt auf Bielefeld und die Kreise verteilen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

18.45 Uhr: Klinikum Bielefeld untersagt Besuche von Patienten

Das Klinikum Bielefeld mit seinen drei Standorten Klinikum Bielefeld Mitte, Klinikum Bielefeld Rosenhöhe und Klinikum Halle weist darauf hin, dass ab sofort Patientenbesuche derzeit nicht mehr möglich sind – mit wenigen Ausnahmen.

18.15 Uhr: NRW beschließt gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich

Die Landesregierung hat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weitere gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich in Nordrhein-Westfalen beschlossen. „Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen. Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige sozialen Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden. So sehr das für viele Menschen ein Opfer und eine Einschränkung bedeutet, so wichtig ist es jetzt, besonnen, aber auch entschlossen unser Leben zu entschleunigen“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Noch am Sonntag sollen durch Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, wie die Staatskanzlei nach einer Kabinettssitzung mitteilte. 

18 Uhr: Spanien abgesagt: Lange Pause für Löw-Team - EM im Dezember?

Auch der DFB ist in Zeiten der Coronavirus-Gefahr gefordert. Krisenmanager Curtius muss die Ligen genauso im Blick haben wie die Nationalelf. Die EM steht vor der Verlegung oder einem Ausfall. Den Test in Spanien sagen die Gastgeber nun auch offiziell ab.

17.40 Uhr: Sechster Coronavirus-Todesfall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist eine sechster mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Ein 81-Jähriger, der vor einer Woche positiv auf das Virus getestet wurde, sei am Sonntag gestorben, teilte die Stadt Düsseldorf mit, ohne weitere Details zu nennen.Eine 84-jährige Frau aus Gangelt mit ernsthaften Vorerkrankungen war in der Nacht auf Freitag einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Neuss erlegen, wie der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, zuvor am Sonntag mitgeteilt hatte. Auch in diesem Fall sei die Virus-Infektionsquelle noch unbekannt.

17.05 Uhr: Schleswig-Holstein lässt Touristen nicht mehr auf Inseln

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will Schleswig-Holstein Touristen ab Montag 6.00 Uhr nicht mehr auf Inseln in Nord- und Ostsee. Das hat die Landesregierung in Kiel beschlossen, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mitteilte. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und die Halbinsel Nordstrand. Günther appellierte an mögliche Schleswig-Holstein-Urlauber, Reisen in den Norden zu unterlassen. Für den Montag kündigte der Regierungschef weitergehende Regelungen für den Tourismus in ganz Schleswig-Holstein an. 

17.05 Uhr: NRW-Regierung beschließt weitere Maßnahmen im Freizeitbereich

Die Landesregierung hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen.  Noch am Sonntag sollten durch Erlass des Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, teilte die Staatskanzlei mit.

16.26 Uhr: Acht neue Erkrankte im Mühlenkreis – Schulen bieten Notfallbetreuung an

Der Kreis Minden-Lübbecke hat am Sonntagnachmittag  neue Fallzahlen bekanntgegeben. Demnach haben sich acht weitere Personen mit COVID-19 infiziert. Die Gesamtzahl der Erkrankten im Mühlenkreis steigt damit auf 55.

15.45 Uhr: Deutschland schließt wegen Corona teilweise Grenzen

Wegen des Coronavirus  schließt Deutschland ab Montagmorgen 8.00 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die «Bild-Zeitung» dies berichtet.

15.35 Uhr: Stadt Herford untersagt alle Veranstaltungen

Die Stadt Herford hat am Sonntag mit einer Allgemeinverfügung alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auch mit weniger als 1.000 Personen untersagt.  Dies ist zunächst befristet bis zum 19. April, 24 Uhr.

13.51 Uhr: Kliniken und Uni-Blutspendedienst OWL rufen zur Blutspende auf

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Entwicklungen geht die Blutspendebereitschaft deutlich zurück. Um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Blutkonserven und Blutpräparaten sicherstellen zu können, rufen die Krankenhäuser und Kliniken der Region sowie der Uni-Blutspendedienst OWL zur Blutspende auf. Gerade Notfall- und Krebspatienten sowie Schwerkranke sind auf eine reguläre Versorgung mit Blutpräparaten angewiesen. Blut spenden kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren an den bekannten Stellen.

13.46 Uhr: Löhne schließt städtische Einrichtungen

Auch die Stadt Löhne greift durch. Neben der Musikschule werden von diesem Montag an auch die Jugendkunstschule, die Volkshochschule, das Stadtteilzentrum Raps sowie alle Sporthallen und sämtliche weiteren öffentlichen Veranstaltungs- oder Kulturorte geschlossen bleiben.

13.15 Uhr: Bahn schränkt Regionalverkehr ein - Verzicht auf Ticket-Kontrolle

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag in Berlin sagte. Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Ein „Notfahrplan“ sei das nicht.

13.12 Uhr: Mühlenkreiskliniken verschärfen Besuchsregelung weiter

Zum Schutz der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Mühlenkreiskliniken am Wochenende die Besucherregelung verschärft. Im Johannes Wesling Klinikum, dem Krankenhaus Rahden und dem Krankenhaus Lübbecke sind Besuche nicht mehr möglich. Ausnahmen in entsprechenden Notsituationen sind im Einzelfall möglich. Die Entscheidung trifft der diensthabende Arzt. Auf der Kinderstation im Johannes Wesling Klinikum sind die Eltern als Besuch zugelassen. In den Kreißsälen darf weiterhin eine Person die werdende Mutter bei der Geburt begleiten. Ein Rooming-in nach der Geburt ist leider nicht möglich. Auf den Neugeborenen-Stationen ist der Vater des Kindes als Besuch zugelassen.

13.09 Uhr: Hüllhorsts Bürgermeister ist in Quarantäne

Bürgermeister Bernd Rührup arbeitet seit Samstagnachmittag im Home-Office. Der 53-Jährige hat sich gemeinsam mit Ehefrau und Sohn in seinem Haus in Holsen in Quarantäne begeben. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme. „Wir sind alle topfit“, sagte das Gemeindeoberhaupt am Sonntagmorgen am Telefon.

12.19 Uhr: Eine Mitteilung des Landrats des Kreises Paderborn: Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie

"Im Kreis Paderborn sind insgesamt 36 Menschen positiv auf eine Corona-Virus-Infektion (COVID-19) getestet worden, Stand: 14. März, 18 Uhr. Das Gesundheitsamt verzeichnet einen Fall in Borchen, einen Fall in der Gemeinde Hövelhof, einen Fall in Salzkotten, vier Fälle in Bad Wünnenberg, acht Fälle in Delbrück und 21 Fälle in der Stadt Paderborn.

Die Landesregierung hat wegen des sich ausbreitenden Coronavirus beschlossen, den Unterrichtsbetrieb an allen Schulen ab kommenden Montag, 16. März, einzustellen. Für kommenden Montag, 16. März, sowie Dienstag, 17. März, sind grundsätzlich Übergangsregelungen vorgesehen. Die Schulen sollen eine Notbetreuung sicherstellen, um Eltern Zeit zu geben, eine Betreuung zu organisieren."

12.16 Uhr: Bestätigte Corona-Fälle in NRW: Zahl steigt auf 2100

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen über die Marke von 2000 gestiegen. Am Sonntag gab es (Stand 11.30 Uhr) 2100 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Am Samstag waren es zur selben Zeit 1636 Fälle und damit 464 weniger.

10.48 Uhr: Armina-Geschäftsführer appelliert: Geht nur solidarisch

Geschäftsführer Markus Rejek vom Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld hofft bei der außerordentlichen Versammlung der DFL mit den 36 Profi-Clubs an diesem Montag auf den „Solidaritätsgedanken“.

Das sagte der 51-Jährige in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Es wird dabei auch um Klubs gehen, um die es derzeit schlechter bestellt ist als um Arminia Bielefeld. Wir haben uns zumindest sportlich etwas erarbeitet, auf das wir stolz sein können: Wir stehen auf Platz eins der Zweiten Bundesliga.“

10.43 Uhr: Kunden kaufen mehr Nudeln und Konserven - Kein Nachschubproblem

Offenkundig als Folge einer Verunsicherung durch die Coronavirus-Krise stellt die Supermarktkette Rewe seit Mittwoch eine deutlich erhöhten Nachfrage fest. Das betreffe vor allem Trockenlebensmittel wie Nudeln und Reis sowie Konserven und Drogerieartikel, teilte ein Sprecher des Konzerns am Samstag in Köln mit. Es gebe aber kein Problem bei der Warenversorgung. Die Hersteller lieferten weiterhin und die Regale würden zügig nachgefüllt.

10.39 Uhr: Köln verbietet alle Veranstaltungen

Köln verbietet wegen der Coronavirus-Epidemie von Sonntag an alle Veranstaltungen. „Wir werden jegliche Veranstaltungen im Kölner Stadtgebiet bis einschließlich 10.4.2020 untersagen“, sagte Stadtdirektor Stephan Keller am Samstag im Rathaus. „Dieses Verbot gilt auch für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften.“ Geschlossen würden auch alle Kinos und Theater sowie Discos, Clubs und Bars, die Musik und Tanzveranstaltungen anbieten.

10.23 Uhr: Weißes Haus: Trump nicht mit Coronavirus infiziert

US-Präsident Trump war in Kontakt mit Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Nach wachsendem öffentlichem Druck unterzog er sich schließlich selber einem Test -  dessen Ergebnis das Weiße Haus nun veröffentlicht hat.

9.50 Uhr: Vatikan feiert Ostern ohne Besucher

Wegen der Coronavirus-Epidemie hat der Vatikan  alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans.

8.49 Uhr: mehr als 21.000 Infizierte in Italien

Ein Überblick der Infektionszahlen der am stärksten betroffenen Länder in Europa (Stand 15. März, 8.33 Uhr). Quelle: Global Cases by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University (JHU)

Italien: 21.257
Spanien: 6391
Deutschland: 4585
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8.26 Uhr: SC Paderborns Luca Kilian geht es besser

Luca Kilian,  der als erster Profi aus der Fußball-Bundesliga positiv auf den Coronavirus getestet wurde, geht es nach zwei Tagen mit Fieber und Schüttelfrost wieder besser. Das berichtete der Sportgeschäftsführer des SC Paderborn, Martin Przondziono, in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Sonntag).

7.55 Uhr: Hälfte der Fußball-Fans für Verschiebung der EM um ein Jahr

Gut die Hälfte aller Fußball-Fans in Deutschland wollen, dass die Europameisterschaft wegen der Ausbreitung des Coronavirus um ein Jahr verschoben wird. Das geht aus einer repräsentativen Online-Umfrage zum Thema „Corona und Fußball“ durch das Meinungsinstituts Bundesliga-Barometer in Kooperation mit Sport1 hervor. Demnach sind 49,1 Prozent der Fans für eine EM im Sommer 2021, eine Komplettabsage befürworten 26,2 Prozent. 

7.54 Uhr: Bei 2,2 Millionen Kindern arbeiten Eltern in Vollzeit

Schul- und Kita-Schließungen wegen des Coronavirus betreffen Millionen Arbeitnehmerhaushalte: So sind bei mehr als 2,2 Millionen Kindern bis 16 Jahren bundesweit beide Eltern oder das alleinerziehende Elternteil in Vollzeit beschäftigt. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die die Linke im Bundestag angefragt hatte.

7.45 Uhr: Coronavirus zwingt an Heim und Herd

Feste: gestrichen. Konzerte: abgesagt. Sportliche Wettkämpfe: erstmal nicht. Das Leben im Zeichen der Corona-Epidemie ist zunehmend beschränkt auf die eigenen vier Wände.  Immer mehr Krisenländer greifen zu drastischen Maßnahmen.

6.30 Uhr: neue Corona-Zahlen aus Paderborn - Appell vom Bürgermeister

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier  hat sich am Samstagabend an die Bürger der Stadt gewandt. Hier seine Botschaft im Wortlaut:"Im Kreis Paderborn sind insgesamt 36 Menschen positiv auf eine Corona-Virus-Infektion (COVID-19) getestet worden, Stand: 14. März, 18 Uhr. Das Gesundheitsamt verzeichnet einen Fall in Borchen, einen Fall in der Gemeinde Hövelhof, einen Fall in Salzkotten, vier Fälle in Bad Wünnenberg, acht Fälle in Delbrück und 21 Fälle in der Stadt Paderborn.Ich appelliere wiederholt eindringlich an private Veranstalter, sich den Empfehlungen der Landesregierung anzuschließen und Veranstaltungen abzusagen. Ich appelliere zudem eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, soziale Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden. Jeder von uns kann und muss seinen Beitrag leisten, dafür sage ich herzlichen Dank!"

Lesen Sie hier die Berichterstattung bis zum 14. März.

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