Coronavirus
Newsblog zum Coronavirus: weitere Todesopfer in NRW - mehr als 300 Infektionen in OWL

Bielefeld (WB/sba/tho/LaRo/mat/paul/ef/dpa). Das Coronavirus verändert die Welt: Auch Deutschland schließt teilweise seine Grenzen. Bundesweit stehen Tausende Haushalte unter Quarantäne. Schulen sind geschlossen. Die NRW-Regierung schränkt den Freizeitbereich stark ein. Die Industrie rechnet mit Umsatzeinbußen. An den Börsen brechen die Aktienkurse ein. Die Weltgesundheitsorganisation spricht von einer Pandemie. Verfolgen Sie alle Entwicklungen in unserem Newsblog.

Montag, 16.03.2020, 01:40 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 20:14 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

+++ Achtung: Lesen Sie die weitere Entwicklung in diesem Artikel. Dort setzen wir unseren Blog fort. +++

  • In ganz Deutschland suchen die Behörden nach weiteren Infizierten
  • Laut Robert-Koch-Institut (RKI) ist das neue Virus tödlicher als die Grippe
  • Schulen und Kitas geschlossen
  • NRW schränkt Freizeitbereich stark ein
  • Virus wird zum Stresstest für die Weltwirtschaft
  • Veranstaltungen werden abgesagt oder verschoben

Hotlines, Frage & Antwort, Grafiken: Infos zum Coronavirus

Unter anderem informiert das Bundesgesundheitsministerium an einer Hotline zum Coronavirus. Eine Auswahl an Hotlines finden Sie hier:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Einheitliche Behördenrufnummer: 115 ( www.115.de)

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100

Neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001
(montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der John-Hopkins-Universität in Baltimore, die alle bestätigen Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt.

Und hier gibt es den Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland.

Das Robert-Koch-Institut hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend. Die Übersicht gibt es hier.

 

NEWSBLOG

+++ Achtung: Lesen Sie die weitere Entwicklung in diesem Artikel. Dort setzen wir unseren Blog fort. +++

Montag, 16. März:

18.45 Uhr: mehr als 300 Infektionen in OWL

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Montag weiter gestiegen. Den aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter zufolge gab es am Abend mehr als 300 Infektionen, die sich wie folgt auf Bielefeld und die Kreise verteilen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

16.58 Uhr: Bund und Länder beschließen drastische Einschränkungen

Eine Vielzahl von Geschäften soll geschlossen, Gottesdienste sowie Treffen in Vereinen verboten und Spielplätze gesperrt werden, wie aus einem Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag hervorgeht. Ziel sei es, soziale Kontakte im öffentlichen Bereich weiter einzuschränken. Die Maßnahmen sollen ab sofort gelten. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen allerdings offen bleiben.

16.47 Uhr: Mehr als 2000 Metro-Mitarbeiter arbeiten zuhause

Nach der Bestätigung einer Corona-Infektion bei einem Mitarbeiter der Metro sollen mehr als 2000 Beschäftigte des Handelskonzerns für 14 Tage von zuhause aus arbeiten. Das teilte der Handelsriese am Montag mit. Die Metro AG hatte bereits am vergangenen Freitag – vor Bekanntwerden des aktuellen Infektionsfalls – alle Mitarbeiter am Unternehmens-Campus vorsorglich aufgefordert, eine Woche lang von zuhause aus zu arbeiten und den Besuch in der Hauptverwaltung nach Möglichkeit zu vermeiden. Diese Regelung sei nun um eine Woche verlängert worden, berichtete das Unternehmen.

14.50 Uhr: Sparkassen bezeichnen Bargeldversorgung als sicher

Die Versorgung mit Bargeld sowie alle weiteren Finanzdienstleistungen sind dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zufolge während der Coronavirus-Krise sichergestellt. Die Bargeldversorgung und die Zahlungssysteme sind und bleiben funktionsfähig, wie DSGV-Präsident Helmut Schleweis am Montag in Berlin versicherte. Sollte es in den kommenden Stunden zur Schließung einzelner Filialen kommen, «geht dies ausschließlich auf eine Neugruppierung der Kräfte oder Absprachen mit örtlichen Behörden zum Gesundheitsschutz zurück», hieß es. Verbrauchern werde empfohlen, für tägliche Zahlungen verstärkt die Giro- oder Kreditkarte sowie das Handy zu nutzen.

14.41 Uhr: Kreis Heinsberg sucht medizinisches Personal

Der Kreis Heinsberg will Menschen, die früher im medizinischen Bereich gearbeitet haben, als potenzielle Helfer im Fall einer Verschlimmerung der Corona-Krise einspannen. Man wolle mit einem Aufruf zum Beispiel ehemalige Krankenschwestern, die nun in einem anderen Beruf arbeiten, erreichen, sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Montag in einem Facebookvideo. Auch medizinisches Personal, das nicht mehr im Dienst ist, solle aufgerufen werden, Kontaktdaten zu hinterlassen. So wäre man für einen «Tag X» vorbereitet, sagte Pusch. Er wolle «italienische Verhältnisse» vermeiden, so der Landrat.

14.24 Uhr: Stadt Essen veröffentlicht Nähanleitung für einfachen Mundschutz

Die Stadt Essen hat eine achtseitige Nähanleitung für die Herstellung eines einfachen, wiederverwendbaren Mundschutzes veröffentlicht. Das Tragen eines Schutzes könne die Übertragungswege einer Coronavirus-Infektion reduzieren, heißt es in der Anleitung. «Es ist sinnvoll, bei jeder Begegnung insbesondere mit Risikopersonen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, um die Verteilung von Tröpfchen zu verhindern.» Die Stadt empfahl solch einen Schutz vor allem Pflegedienstmitarbeitern und pflegenden Angehörigen. Zur Anfertigung werden kochfeste Baumwolle und ein Draht zum Fixieren im Nasenbereich benötigt. Die Anleitung setzt außerdem Nähutensilien wie Nähmaschine, Schere oder Bügeleisen voraus. Nach Benutzung soll der Mundschutz gewaschen und getrocknet werden. Die Stadt betont in der Anleitung, dass der selbst gemachte Schutz weder geprüft noch zertifiziert sei. Er solle nur als sinnvolle Alternative dienen, wenn im Handel keine mehr zu bekommen seien.

13.09 Uhr: weitere Todesopfer in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Coronavirus-Todesfälle auf acht gestiegen. Nach den sechs bis Sonntagabend bekannten Fällen sind in der Nacht auf Montag im Kreis Heinsberg zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion gestorben. Eine 94-jährige Heinsbergerin mit Vorerkrankungen sei an einer Lungenentzündung im Krankenhaus Heinsberg gestorben, berichtete der Kreis am Montag. Im Krankenhaus Erkelenz verstarb eine 81-jährige Patientin aus Heinsberg, ebenfalls an einer Lungenentzündung durch eine Coronavirusinfektion. «Sie war ebenfalls durch Vorerkrankungen bereits gesundheitlich belastet», hieß es. Damit sind allein im Kreis Heinsberg insgesamt bereits sechs Coronatote zu beklagen. Außerdem starb in Essen und in Düsseldorf jeweils eine infizierte Person.

12.35 Uhr: Zwei Meter Mindestabstand in Restaurants

Die Landesregierung in NRW hat ihre Einschränkungen für Restaurants und Hotels sowie Bibliotheken konkretisiert: Demnach gilt ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen, zudem müssen Hygieneregeln ausgehängt werden und Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Die Regelung gilt seit Montag.

12.15 Uhr: 2500 Infizierte in NRW

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter stark gestiegen und hat fast die Marke von 2500 erreicht. Am Montag (Stand 10 Uhr) gab es 2493 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Am Sonntagvormittag (Stand 11.30 Uhr) waren es 2100 Fälle und damit rund 400 weniger.

12 Uhr: Bürgermeister infiziert: Rathaus Schloß Holte-Stukenbrock geschlossen

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr ist mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der mit dem  Coronavirus  infizierten Menschen in Schloß Holte-Stukenbrock ist auf sechs gestiegen (Stand 16. März, 10 Uhr). Das Rathaus bleibt deshalb ab sofort geschlossen. In dringenden Fällen können Bürger die Telefonnummern 05207/8905324 oder 05207/8905124 wählen. Im Kreis Gütersloh gibt es inzwischen 71 Infizierte.  Im Bürgerportal erhalten die Bürger online alle wichtigen Informationen rund um das Rathaus und zu Online-Dienstleistungen.

11 Uhr: Notenbanken stemmen sich mit Notfallmaßnahmen gegen Krise

Führende Notenbanken haben sich am Montag mit neuen Notfallmaßnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise gestemmt.

10 Uhr: Verschiebungen von OPs

Die Verschiebung von planbaren Operationen wegen der Coronavirus-Epidemie könnte in Nordrhein-Westfalen mehr als jeden zweiten Eingriff betreffen. Das sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, am Montag im WDR. Für die Krankenhäuser bedeute das eine „gewaltige Herausforderung“. Aktuell seien die Krankenhausleitungen überall im Land damit beschäftigt, ihre Betriebsabläufe umzuorganisieren. Welche Eingriffe ohne Schaden der Patienten um einige Monate verschoben werden könnten, entscheide der behandelnde Arzt. Die Patienten reagierten nach seinem ersten Eindruck „sehr verständnisvoll“, sagte Brink. 

Mit der Verschiebung, die bundesweit und vom NRW-Gesundheitsministerium empfohlen worden war, sollen Intensiv-Betten und Beatmungsgeräte für die Behandlung schwer kranker Coronavirus-Patienten frei gehalten werden. Der Beschluss sei nachvollziehbar und werde zügig umgesetzt, versicherte Brink. Allerdings bringe der Verzicht auf so viele Operationen Einnahmeausfälle „in sehr großer Höhe“. Bund und Länder hätten für die ohnehin angespannten Kliniken einen finanziellen Schutzschirm zugesagt. „Ich hoffe, dass das ohne Klein-Klein umgesetzt wird“, sagte Brink.

9 Uhr: neue Info-Seite des Landes NRW

NRW bündelt alle Informationen zur Coronavirus-Epidemie auf einer Website und schaltet ein landesweites Bürgertelefon. Über land.nrw/corona seien alle Entscheidungen der Landesregierung, die Erlasse und ihre Hintergründe abrufbar. Das Bürgertelefon ist unter 0211/91191001 erreichbar.

7.30 Uhr: Schulen und Kitas machen dicht

Das hat es so noch nie gegeben: Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, schließen in Deutschland Tausende Schulen und Kindertagesstätten. Eltern stehen vor einem Dilemma.

7.20 Uhr: Erzbistum Paderborn keine öffentlichen Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen

Das Erzbistum Paderborn hat mit Blick auf die Ausbreitung des Corona-Virus von Montag an und bis auf weiteres, die Absage aller öffentlichen Veranstaltungen verfügt. Dies betreffe im Besonderen öffentliche Gottesdienste, Tagungen, kirchliche Fortbildungsangebote, öffentliche Gremiensitzungen, Wallfahrten und sonstige Fahrten.

7.15 Uhr: Polizisten infiziert

Zwei Polizisten und eine Polizistin der Kreispolizeibehörde Herford sind – wie berichtet – positiv getestet. Die Beamtin soll sich bei einer Polizeiveranstaltung in Schloß Holte-Stukenbrock angesteckt haben.

6.15 Uhr: US-Notenbank senkt Leitzins fast auf null Prozent

Die Fed reagiert mit einem großen Notfallprogramm auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Ausbreitung. Die US-Notenbank senkt die Zinsen drastisch und kündigt ein Antikrisenpaket an.

6.00 Uhr: Einreiseverbote und strenge Grenzkontrollen

Aus Sorge vor Ausbreitung des Coronavirus wird es an den deutschen Außengrenzen zu fünf Nachbarländern künftig umfassende Kontrollen und Einreiseverbote geben.

Betroffen sind die Übergänge zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Sonntag angekündigte.

Sonntag, 15. März:

19.50 Uhr: mehr als 240 Infektionen in OWL
Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Sonntag weiter gestiegen. Den aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter zufolge gab es am Abend mehr als 240 Infektionen, die sich wie folgt auf Bielefeld und die Kreise verteilen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

18.45 Uhr: Klinikum Bielefeld untersagt Besuche von Patienten

Das Klinikum Bielefeld mit seinen drei Standorten Klinikum Bielefeld Mitte, Klinikum Bielefeld Rosenhöhe und Klinikum Halle weist darauf hin, dass ab sofort Patientenbesuche derzeit nicht mehr möglich sind – mit wenigen Ausnahmen.

18.15 Uhr: NRW beschließt gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich

Die Landesregierung hat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weitere gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich in Nordrhein-Westfalen beschlossen. „Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen. Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige sozialen Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden. So sehr das für viele Menschen ein Opfer und eine Einschränkung bedeutet, so wichtig ist es jetzt, besonnen, aber auch entschlossen unser Leben zu entschleunigen“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Noch am Sonntag sollen durch Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, wie die Staatskanzlei nach einer Kabinettssitzung mitteilte. 

18 Uhr: Spanien abgesagt: Lange Pause für Löw-Team - EM im Dezember?

Auch der DFB ist in Zeiten der Coronavirus-Gefahr gefordert. Krisenmanager Curtius muss die Ligen genauso im Blick haben wie die Nationalelf. Die EM steht vor der Verlegung oder einem Ausfall. Den Test in Spanien sagen die Gastgeber nun auch offiziell ab.

17.40 Uhr: Sechster Coronavirus-Todesfall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist eine sechster mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Ein 81-Jähriger, der vor einer Woche positiv auf das Virus getestet wurde, sei am Sonntag gestorben, teilte die Stadt Düsseldorf mit, ohne weitere Details zu nennen.Eine 84-jährige Frau aus Gangelt mit ernsthaften Vorerkrankungen war in der Nacht auf Freitag einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Neuss erlegen, wie der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, zuvor am Sonntag mitgeteilt hatte. Auch in diesem Fall sei die Virus-Infektionsquelle noch unbekannt.

17.05 Uhr: Schleswig-Holstein lässt Touristen nicht mehr auf Inseln

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will Schleswig-Holstein Touristen ab Montag 6.00 Uhr nicht mehr auf Inseln in Nord- und Ostsee. Das hat die Landesregierung in Kiel beschlossen, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mitteilte. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und die Halbinsel Nordstrand. Günther appellierte an mögliche Schleswig-Holstein-Urlauber, Reisen in den Norden zu unterlassen. Für den Montag kündigte der Regierungschef weitergehende Regelungen für den Tourismus in ganz Schleswig-Holstein an. 

17.05 Uhr: NRW-Regierung beschließt weitere Maßnahmen im Freizeitbereich

Die Landesregierung hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Noch am Sonntag sollten durch Erlass des Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, teilte die Staatskanzlei mit.

16.26 Uhr: Acht neue Erkrankte im Mühlenkreis – Schulen bieten Notfallbetreuung an

Der Kreis Minden-Lübbecke hat am Sonntagnachmittag neue Fallzahlen bekanntgegeben. Demnach haben sich acht weitere Personen mit COVID-19 infiziert. Die Gesamtzahl der Erkrankten im Mühlenkreis steigt damit auf 55.

15.45 Uhr: Deutschland schließt wegen Corona teilweise Grenzen

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montagmorgen 8.00 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die «Bild-Zeitung» dies berichtet.

15.35 Uhr: Stadt Herford untersagt alle Veranstaltungen

Die Stadt Herford hat am Sonntag mit einer Allgemeinverfügung alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auch mit weniger als 1.000 Personen untersagt. Dies ist zunächst befristet bis zum 19. April, 24 Uhr.

13.51 Uhr: Kliniken und Uni-Blutspendedienst OWL rufen zur Blutspende auf

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Entwicklungen geht die Blutspendebereitschaft deutlich zurück. Um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Blutkonserven und Blutpräparaten sicherstellen zu können, rufen die Krankenhäuser und Kliniken der Region sowie der Uni-Blutspendedienst OWL zur Blutspende auf. Gerade Notfall- und Krebspatienten sowie Schwerkranke sind auf eine reguläre Versorgung mit Blutpräparaten angewiesen. Blut spenden kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren an den bekannten Stellen.

13.46 Uhr: Löhne schließt städtische Einrichtungen

Auch die Stadt Löhne greift durch. Neben der Musikschule werden von diesem Montag an auch die Jugendkunstschule, die Volkshochschule, das Stadtteilzentrum Raps sowie alle Sporthallen und sämtliche weiteren öffentlichen Veranstaltungs- oder Kulturorte geschlossen bleiben.

13.15 Uhr: Bahn schränkt Regionalverkehr ein - Verzicht auf Ticket-Kontrolle

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag in Berlin sagte. Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Ein „Notfahrplan“ sei das nicht.

13.12 Uhr: Mühlenkreiskliniken verschärfen Besuchsregelung weiter

Zum Schutz der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Mühlenkreiskliniken am Wochenende die Besucherregelung verschärft. Im Johannes Wesling Klinikum, dem Krankenhaus Rahden und dem Krankenhaus Lübbecke sind Besuche nicht mehr möglich. Ausnahmen in entsprechenden Notsituationen sind im Einzelfall möglich. Die Entscheidung trifft der diensthabende Arzt. Auf der Kinderstation im Johannes Wesling Klinikum sind die Eltern als Besuch zugelassen. In den Kreißsälen darf weiterhin eine Person die werdende Mutter bei der Geburt begleiten. Ein Rooming-in nach der Geburt ist leider nicht möglich. Auf den Neugeborenen-Stationen ist der Vater des Kindes als Besuch zugelassen.

13.09 Uhr: Hüllhorsts Bürgermeister ist in Quarantäne

Bürgermeister Bernd Rührup arbeitet seit Samstagnachmittag im Home-Office. Der 53-Jährige hat sich gemeinsam mit Ehefrau und Sohn in seinem Haus in Holsen in Quarantäne begeben. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme. „Wir sind alle topfit“, sagte das Gemeindeoberhaupt am Sonntagmorgen am Telefon.

12.19 Uhr: Eine Mitteilung des Landrats des Kreises Paderborn: Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie

"Im Kreis Paderborn sind insgesamt 36 Menschen positiv auf eine Corona-Virus-Infektion (COVID-19) getestet worden, Stand: 14. März, 18 Uhr. Das Gesundheitsamt verzeichnet einen Fall in Borchen, einen Fall in der Gemeinde Hövelhof, einen Fall in Salzkotten, vier Fälle in Bad Wünnenberg, acht Fälle in Delbrück und 21 Fälle in der Stadt Paderborn.

Die Landesregierung hat wegen des sich ausbreitenden Coronavirus beschlossen, den Unterrichtsbetrieb an allen Schulen ab kommenden Montag, 16. März, einzustellen. Für kommenden Montag, 16. März, sowie Dienstag, 17. März, sind grundsätzlich Übergangsregelungen vorgesehen. Die Schulen sollen eine Notbetreuung sicherstellen, um Eltern Zeit zu geben, eine Betreuung zu organisieren."

12.16 Uhr: Bestätigte Corona-Fälle in NRW: Zahl steigt auf 2100

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen über die Marke von 2000 gestiegen. Am Sonntag gab es (Stand 11.30 Uhr) 2100 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Am Samstag waren es zur selben Zeit 1636 Fälle und damit 464 weniger.

10.48 Uhr: Armina-Geschäftsführer appelliert: Geht nur solidarisch

Geschäftsführer Markus Rejek vom Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld hofft bei der außerordentlichen Versammlung der DFL mit den 36 Profi-Clubs an diesem Montag auf den „Solidaritätsgedanken“.

Das sagte der 51-Jährige in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Es wird dabei auch um Klubs gehen, um die es derzeit schlechter bestellt ist als um Arminia Bielefeld. Wir haben uns zumindest sportlich etwas erarbeitet, auf das wir stolz sein können: Wir stehen auf Platz eins der Zweiten Bundesliga.“

10.43 Uhr: Kunden kaufen mehr Nudeln und Konserven - Kein Nachschubproblem

Offenkundig als Folge einer Verunsicherung durch die Coronavirus-Krise stellt die Supermarktkette Rewe seit Mittwoch eine deutlich erhöhten Nachfrage fest. Das betreffe vor allem Trockenlebensmittel wie Nudeln und Reis sowie Konserven und Drogerieartikel, teilte ein Sprecher des Konzerns am Samstag in Köln mit. Es gebe aber kein Problem bei der Warenversorgung. Die Hersteller lieferten weiterhin und die Regale würden zügig nachgefüllt.

10.39 Uhr: Köln verbietet alle Veranstaltungen

Köln verbietet wegen der Coronavirus-Epidemie von Sonntag an alle Veranstaltungen. „Wir werden jegliche Veranstaltungen im Kölner Stadtgebiet bis einschließlich 10.4.2020 untersagen“, sagte Stadtdirektor Stephan Keller am Samstag im Rathaus. „Dieses Verbot gilt auch für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften.“ Geschlossen würden auch alle Kinos und Theater sowie Discos, Clubs und Bars, die Musik und Tanzveranstaltungen anbieten.

10.23 Uhr: Weißes Haus: Trump nicht mit Coronavirus infiziert

US-Präsident Trump war in Kontakt mit Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Nach wachsendem öffentlichem Druck unterzog er sich schließlich selber einem Test - dessen Ergebnis das Weiße Haus nun veröffentlicht hat.

9.50 Uhr: Vatikan feiert Ostern ohne Besucher

Wegen der Coronavirus-Epidemie hat der Vatikan alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans.

8.49 Uhr: mehr als 21.000 Infizierte in Italien

Ein Überblick der Infektionszahlen der am stärksten betroffenen Länder in Europa (Stand 15. März, 8.33 Uhr). Quelle: Global Cases by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University (JHU)

Italien: 21.257
Spanien: 6391
Deutschland: 4585
Frankreich: 4481
Schweiz: 1359
UK: 1143
Norwegen: 1090

8.26 Uhr: SC Paderborns Luca Kilian geht es besser

Luca Kilian, der als erster Profi aus der Fußball-Bundesliga positiv auf den Coronavirus getestet wurde, geht es nach zwei Tagen mit Fieber und Schüttelfrost wieder besser. Das berichtete der Sportgeschäftsführer des SC Paderborn, Martin Przondziono, in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Sonntag).

7.55 Uhr: Hälfte der Fußball-Fans für Verschiebung der EM um ein Jahr

Gut die Hälfte aller Fußball-Fans in Deutschland wollen, dass die Europameisterschaft wegen der Ausbreitung des Coronavirus um ein Jahr verschoben wird. Das geht aus einer repräsentativen Online-Umfrage zum Thema „Corona und Fußball“ durch das Meinungsinstituts Bundesliga-Barometer in Kooperation mit Sport1 hervor. Demnach sind 49,1 Prozent der Fans für eine EM im Sommer 2021, eine Komplettabsage befürworten 26,2 Prozent. 

7.54 Uhr: Bei 2,2 Millionen Kindern arbeiten Eltern in Vollzeit

Schul- und Kita-Schließungen wegen des Coronavirus betreffen Millionen Arbeitnehmerhaushalte: So sind bei mehr als 2,2 Millionen Kindern bis 16 Jahren bundesweit beide Eltern oder das alleinerziehende Elternteil in Vollzeit beschäftigt. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die die Linke im Bundestag angefragt hatte.

7.45 Uhr: Coronavirus zwingt an Heim und Herd

Feste: gestrichen. Konzerte: abgesagt. Sportliche Wettkämpfe: erstmal nicht. Das Leben im Zeichen der Corona-Epidemie ist zunehmend beschränkt auf die eigenen vier Wände. Immer mehr Krisenländer greifen zu drastischen Maßnahmen.

6.30 Uhr: neue Corona-Zahlen aus Paderborn - Appell vom Bürgermeister

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier hat sich am Samstagabend an die Bürger der Stadt gewandt. Hier seine Botschaft im Wortlaut:"Im Kreis Paderborn sind insgesamt 36 Menschen positiv auf eine Corona-Virus-Infektion (COVID-19) getestet worden, Stand: 14. März, 18 Uhr. Das Gesundheitsamt verzeichnet einen Fall in Borchen, einen Fall in der Gemeinde Hövelhof, einen Fall in Salzkotten, vier Fälle in Bad Wünnenberg, acht Fälle in Delbrück und 21 Fälle in der Stadt Paderborn.Ich appelliere wiederholt eindringlich an private Veranstalter, sich den Empfehlungen der Landesregierung anzuschließen und Veranstaltungen abzusagen. Ich appelliere zudem eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, soziale Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden. Jeder von uns kann und muss seinen Beitrag leisten, dafür sage ich herzlichen Dank!"

Samstag, 14. März:

18.15 Uhr: Gläubige von Sonntagspflicht entbunden

Alfons Hardt, Generalvikar des Erzbistums Paderborn, hat den Gläubigen am Samstag angesichts der Coronakrise das persönliche Gebet empfohlen. Es bestehe aktuell angesichts der Situation keine Verpflichtung zur Teilnahme an der Eucharistiefeier, stellte er klar.

18 Uhr: über 200 Infektionen in OWL

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Ostwestfalen-Lippe auch am Samstag weiter gestiegen. Den aktuellsten verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter zufolge gab es am Abend mehr als 200 Infektionen, die sich wie folgt auf Bielefeld und die Kreise verteilen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

17.48 Uhr: Junge Union mobilisiert in Corona-Krise gut 1000 Einkaufshelfer

Der CDU/CSU-Nachwuchs hat in der Corona-Krise nach eigenen Angaben mehr als 1000 Helfer mobilisiert, die älteren Menschen und anderen besonders Gefährdeten Einkäufe und Erledigungen abnehmen. So viele Freiwillige hätten sich bereits in den ersten 24 Stunden nach dem Start der Aktion Einkaufshelden im Internet gemeldet, teilte die Junge Union mit. Ähnliche Aktionen haben auch andere gestartet, darunter die Jusos und viele Nachbarschaftsinitiativen. JU-Chef Tilman Kuban sagte der Deutschen Presse-Agentur, man wolle dazu beitragen, die Ansteckungsgefahr für die Risikogruppe zu verringern und die Virusausbreitung zu verlangsamen. «Als junge Generation wollen wir im Alltag konkret Hilfe leisten und für mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sorgen.» Die Junge Union bringt dabei im Internet Helfer und Hilfesuchende zusammen. Beide Seiten könnten sich seit Freitagnachmittag unter die-einkaufshelden.de registrieren. Neben der Online-Vermittlung bietet der Parteinachwuchs auch einen individuell vorausgefüllten Ausdruck an, den Helfer beispielsweise in den Flur ihres Wohnhauses oder im Supermarkt aushängen können.

17.15 Uhr: zwei Corona-Fälle bei der Polizei im Kreis Herford

Die ersten beiden Corona-Fälle bei der Polizei meldet der Kreis Herford. Eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter haben sich infiziert, sie sind in häuslicher Quarantäne. Insgesamt stieg die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Herford bis zum Samstagnachmittag auf 22 Fälle und damit um drei im Vergleich zum Vortag. Nach wie vor befinden sich mehrere hundert Menschen vorsorglich in häuslicher Quarantäne.

15.49 Uhr: erste nachgewiesene Infektionen im Kreis Höxter

Das Gesundheitsamt des Kreises Höxter hat die ersten beiden Erkrankungsfälle mit dem Coronavirus im Kreis Höxter bestätigt. Die Infektionen seien durch einen Labortest nachgewiesen worden.

15.30 Uhr Bundesliga kämpft gegen Kollaps

Die Coronavirus-Pandemie hat die Fußball-Bundesliga in eine prekäre Lage gebracht. Eine mögliches Zwangsende der laufenden Saison würde die Clubs bis zu eine dreiviertel Milliarde Euro kosten. Vor dem Krisentreffen am Montag wächst die Anspannung.

15.28 Uhr: Bestelldienst verspricht kontaktlose Lieferung

Corona verändert vieles. Der Essenbestelldienst Lieferando bewirbt derzeit einen neuen Service, der seit Samstag angeboten wird.
In Mails dazu heißt es: "Als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus bieten wir ab jetzt die kontaktlose Lieferung für Bestellungen an, die vorab online bezahlt wurden. Sofern Du diesen Service nutzen möchtest, wähle einfach eine unserer Online-Bezahlmethoden aus. Der Lieferfahrer wird bei Dir klingeln und Deine Lieferung vor Deiner Haustür abstellen."

14.44 Uhr: Krankschreibung bis zu 14 Tage ohne Arztbesuch gefordert

Der Deutsche Hausärzteverband hat wegen der Coronavirus-Krise eine Krankschreibung von bis zu zwei Wochen auch ohne Praxisbesuch gefordert. Erst vergangenen Montag hatten sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung darauf geeinigt, dass sich Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege künftig auch nur nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt bis zu sieben Tage krankschreiben lassen können.
Das sei schon eine große Erleichterung für die Ärzte, sagte der Chef des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der «Rheinischen Post». «Es wäre noch besser, diese Möglichkeit auf 14 Tage auszudehnen, dann könnten Patienten mit Verdacht auf Coronavirus auf unbürokratische Art und Weise so lange zu Hause bleiben, bis sie keine Ansteckungsgefahr mehr darstellen», forderte Weigeldt. In einer Phase wie zurzeit mit dem Coronavirus sehe man, wie wichtig es sei, die Ärzte möglichst von Bürokratie zu entlasten.
Aus der Bundesregierung wurde am Samstag zunächst auf die gemeinsame Selbstverwaltung des Gesundheitswesens verwiesen. Für die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sagte Sprecher Roland Stahl, die neue Regelung mit einer Krankschreibung bis zu sieben Tagen gelte nun seit ungefähr einer Woche. «Das ist ein erster wichtiger Schritt, um sowohl Praxen als auch Patienten, die beispielsweise leichte Erkältungsfälle sind, zu entlasten», sagte er der dpa. «Sollten weitere Schritte notwendig sein, werden wir gemeinsam mit den Krankenkassen offen für weitere Maßnahmen sein.»

14.20 Uhr: Stadt Bad Oeynhausen verfügt Schließung von GOP-Variete und Bali-Therme

Die Stadt Bad Oeynhausen (etwa 49.000 Einwohner, Kreis Minden-Lübbecke) schließt spätestens ab Sonntag über entsprechende Verfügungen überregional bedeutsame Einrichtungen wie das GOP-Variete, die Diskothek Adiamo, das Kino und das Schwimmbad Bali-Therme. „Angesichts der sich immer schneller entwickelnden Lage um Corona ist das für mich unausweichlich“, wird Bürgermeister Achim Wilmsmeier (SPD) in einer Mitteilung zitiert. Auch der neue Erlass des Landes, der kleinere Veranstaltungen begrenzen soll, spiele dabei eine Rolle.

kurpark_neu_2811-U211842753329u0F-U211850528073TGI-706x469@WB-M_HP

Das Kaiserpalais im Bad Oeynhausener Kurpark ist die GOP-Spielstätte. Foto: Claus Brand

„Wir haben mit den einzelnen Betrieben vorab telefonisch Kontakt aufgenommen und sie über die Maßnahmen informiert“, wird Wilmsmeier weiter zitiert. In den meisten Einrichtungen sei die Besucherzahl ohnehin bereits teils drastisch zurückgegangen. „Das zeigt mir, dass die Menschen sehr sensibel mit der Situation umgehen“, so der Bürgermeister. Generell müsse es darum gehen, die weitere Ausbreitung des Corona-Virus‘ zu bremsen. Bereits am Freitag hatte die Stadt Bad Oeynhausen dazu aufgerufen, die sozialen Kontakte soweit wie möglich einzuschränken. Die Stadt selber schließt aus diesem Grund ab sofort auch das Archiv, die städtischen Museen, die Stadtbücherei, die Sporthallen und die Jugendhäuser.

12.42 Uhr: Thüringen verbietet Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern in Thüringen untersagt worden. Ein entsprechender Erlass der Landesregierung an die Landkreise und kreisfreien Städte sei bereits am Freitagabend fertiggestellt worden, teilte das Thüringer Gesundheitsministerium am Samstag mit. «Verstöße müssen zur sofortigen Auflösung der Veranstaltung beziehungsweise Menschenansammlung führen», hieß es in der Mitteilung. Der Erlass gilt zunächst bis zum 10. April.

11.58 Uhr: Auch Mecklenburg-Vorpommern schließt Schulen

Wegen der Coronavirus-Pandemie bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts. Die Landesregierung in Schwerin folgt damit den Entscheidungen der meisten anderen Bundesländer.

11.46 Uhr: SC Paderborn stellt Spieler und Mitarbeiter unter Quarantäne

Luca Kilian (20) ist der erste Bundesligaspieler, der am neuartigen Coronavirus erkrankt ist. Das hat auch enorme Auswirkungen auf seinen Verein SC Paderborn, wo Mitarbeiter und Spieler in Quarantäne müssen. Der SCP teilte am Samstagvormittag mit, dass eine partielle Quarantäne angeordnet worden sei. Mannschaftsarzt Dr. Hans Walter Hemmen führte im Trainingszentrum insgesamt 45 Tests auf den Coronavirus durch.

11.38 Uhr: Merkel appelliert, Veranstaltungen zu vermeiden

Mit Blick auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jeden Einzelnen dazu aufgerufen, mit dem eigenen Verhalten Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen. Die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten werde dauern, sagte Merkel in ihrer am Samstag verbreiteten wöchentlichen Videobotschaft. Daher sei es nun wichtig, soziale Kontakte weitgehend einzustellen, «wo immer das möglich ist».

Coronavirus_Bundeska_64711378
Foto: John Macdougall/POOl AFP/dpa

«Jeder und jede kann mit seinem und ihrem persönlichen Verhalten dazu beitragen, dass sich die Geschwindigkeit, in der Menschen infiziert werden, so verlangsamt, dass unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird», sagte Merkel. Sie rief die Bürger auf, Veranstaltungen zu meiden, die nicht notwendig seien, bis hinein ins familiäre Umfeld. «Wir helfen damit ganz konkret Menschen und können Solidarität in der Gesellschaft zeigen.»
Das Coronavirus sei «eine riesige Herausforderung für uns in Deutschland», sagte Merkel. «Eine Herausforderung, wie wir sie seit langem nicht gekannt haben. Und genauso, wie es uns geht, geht es vielen Ländern, den allermeisten Ländern auf der Welt.»

11.20 Uhr: Türkei stoppt Einreise aus neun Ländern - auch aus Deutschland

Die Türkei hat Reisenden aus neun europäischen Ländern die Einreise verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das erklärte das türkische Innenministerium am Samstag. Die Grenze sei für Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden geschlossen. Auch Menschen aus Drittländern, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen neun Ländern aufgehalten haben, dürften nicht mehr einreisen.

11.10 Uhr: Bundesagentur für Anstieg von Kurzarbeitergeld gerüstet

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht sich auch für einen starken Anstieg von Kurzarbeit in Folge der Coronavirus-Krise gerüstet. Es seien keine besonderen Vorkehrungen im Haushalt erforderlich, um Kurzarbeitergeld zu zahlen, sagte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage.

10.51 Uhr: CDU-Parteitag womöglich erst nach Sommerferien

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hält es für möglich, dass die Entscheidung über den CDU-Vorsitz erst nach der Sommerpause fällt. Laschet ist einer von drei Bewerbern. Den dafür ursprünglich am 25. April vorgesehenen Sonderparteitag hat die Partei wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Laschet bewirbt sich neben Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und dem Vorsitzenden des Bundestagsausschusses des Auswärtigen, Norbert Röttgen, um die Nachfolge der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer.

10.25 Uhr: Ministerin fordert, berufstätigen Eltern die Kinderbetreuung zu ermöglichen

Nach den flächendeckenden Schließungen von Schulen und Kitas wegen des Coronavirus fordert die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) gesetzliche Änderungen, um Eltern eine Betreuung ihrer Kinder zu erleichtern. „Im schlimmsten Fall müssen Eltern dafür unbezahlten Urlaub nehmen, wenn der Arbeitgeber keine kulanten Lösungen wie Home-Office oder Überstundenabbau anbietet“, sagte Rehlinger der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstag). Hier brauche es eine schnelle und unbürokratische Lösung für die Eltern. 

Die SPD-Politikerin schlug vor, beispielsweise das Kinderkrankengeld zu erweitern. Danach können Eltern bis zu zehn Tage im Jahr zur Pflege ihres kranken Kindes von der Arbeit freigestellt werden. „Das könnte auf staatlich angeordnete Schulschließungen erweitert und die mögliche Dauer verlängert werden“ sagte Rehlinger. „Wir können ja auch nicht wollen, dass Oma und Opa betreuen müssen, denn die gehören zur besonders gefährdeten Gruppe.“ Weil damit die Lohnfortzahlung zulasten der Krankenkassen ginge, müssten die Kosten aus dem Bundeshaushalt ausgeglichen werden.

10.16 Uhr: Sechs Beispiele – so sind Bielefelder vom Virus betroffen

Manche Bereiche leiden unter der Ausbreitung des Coronavirus mehr als andere, manche Menschen sind besonders von den getroffenen Entscheidung betroffen. Hier hat die Lokalredaktion Bielefeld sechs Beispiele zusammengetragen.

10.07 Uhr: Weniger Bürokratie für Altenheime wegen Corona gefordert

Die Grundversorgung alter Menschen aufrecht zu erhalten, steht im Fokus der Altenheime. Damit die Belegschaften diese sicherstellen können, müssen sie mehr Freiheiten haben, meint ein Experte. Seniorenheime sollen nach Ansicht eines Bundes-Heim-Verbandes wegen der Corona-Epidemie von Bürokratie und Kontrollen verschont werden.

10.05 Uhr: Videoschalte wegen Coronavirus mit G7-Partnern

Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie wollen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videokonferenz beraten. Diese Sonder-Schalte soll demnach am kommenden Montag stattfinden, wie Macron ankündigte.

9.54 Uhr: Bundeswehr unterstützt Kommunen im medizinischen Bereich

Kreise und Kommunen erhalten in der Coronakrise auch Unterstützung von der Bundeswehr. „Die Bundeswehr unterstützt aktuell die zivilen Gesundheitsbehörden im Kampf gegen das Coronavirus im Rahmen von Amtshilfe“, sagte ein Sprecher der Bundeswehr der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstag). „Im Wesentlichen geht es zurzeit um Bereitstellung von Laborkapazitäten, medizinischer Schutzausrüstung wie Masken und Kittel sowie Unterstützung mit medizinischem Fachpersonal.“

9.13 Uhr: Fußball durch Coronavirus im maximalen Krisenmodus

Die DFL braucht viel Bedenkzeit für die Absage des Liga-Spieltages. Dem DFB wird die Entscheidung über den Klassiker gegen Italien von der Stadt Nürnberg abgenommen. Die großen Fußball-Verbände stehen in der Coronavirus-Krise in der Kritik und suchen nach Antworten.

8.52 Uhr: Lehrergewerkschaft kritisiert: „Fehlende Digitalisierung rächt sich jetzt“

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisiert angesichts der bevorstehenden Schulschließungen in Deutschland Versäumnisse in der deutschen Bildungspolitik. „Jetzt rächt sich, dass sich in Deutschland bei der Digitalisierung der Schulen so lange nichts richtig bewegt hat“, sagte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann. In einem Land wie Litauen beispielsweise, das zu den Vorreitern der digitalen Bildung gehöre, wäre in einer solchen Situation flächendeckender Unterricht viel wahrscheinlicher digital über das Netz möglich. 

8.35 Uhr: Veranstaltungswirtschaft fürchtet verheerende Folgen durch Corona

Der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, hat vor schwerwiegenden Folgen für seine Branche durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus gewarnt: „Wenn derartige Veranstaltungsabsagen nur über zwei, drei Wochen erfolgen müssen, werden sich zahlreiche Firmen davon nicht wieder erholen können.“

„Wir erleben derzeit nicht nur in unserer Branche, sondern in der Wirtschaft allgemein das Problem, dass auf der ganzen Ebene klare Ansagen fehlen“, kritisierte er.

8.18 Uhr: Doch kein Geisterspiel in Bielefeld: So lief das mit der Absage bei Arminia

Bei Arminia Bielefeld ging es am Freitagnachmittag auf einmal ganz schnell. Knapp zwei Stunden vor der eigentlich als Geisterspiel geplanten Partie gegen den VfL Osnabrück wurde der Spieltag wegen der Coronavirus-Pandemie komplett abgesagt. Hier berichten wir, wie die Absage ablief (mit Video).

7.45 Uhr: Einige Reiserückkehrer sollten nun daheim bleiben

Angesichts der Corona-Pandemie sollten sich alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz nach Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums selbst in Quarantäne begeben.

"Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", schrieben Minister Jens Spahn und seine Ministerium jeweils auf Twitter. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

Freitag, 13. März:

20.55 Uhr: Luca Kilian vom SC Paderborn positiv gestestet

Mit Luca Kilian vom SC Paderborn ist der erste Bundesliga-Profi positiv auf den Coronavirus getestet worden. Am Freitagabend schrieb der SCP in einer Pressemitteilung: "Im Rahmen erster Testungen zum Coronavirus am heutigen Freitag verzeichnet der SCP07 den ersten Fall einer akuten Erkrankung. Nach der Entwarnung bei Chef-Trainer Steffen Baumgart ist Innenverteidiger Luca Kilian, der seit einigen Wochen aufgrund einer Verletzung nicht zum Einsatz gekommen ist, positiv getestet worden. Der SCP07 wird in enger Abstimmung mit den Behörden vor Ort umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einleiten."

17.55 Uhr: Höcke-Auftritt in Höxter geplatzt 

Das Coronavirus macht der AfD in Höxter einen Strich durch die Rechnung. Da die Stadt Höxter alle öffentlichen Veranstaltungen bis zum 30. April untersagte, ist es nun auch der AfD nicht mehr möglich, eine für den 28. März in der Stadthalle in Höxter geplante  Kundgebung mit dem umstrittenen  thüringischen Fraktionschef Björn Höcke  durchzuführen.

16.30 Uhr: Sparkassen öffnen einige Filialen nicht mehr

Die beiden größten Sparkassen in OWL halten ab Montag einige Filialen wegen des Coronavirus geschlossen. Andere Geldinstitute halten ihr Filialnetz bislang noch komplett offen, schließen aber eine solche Maßnahme nicht grundsätzlich aus.   Die Sparkasse Paderborn-Detmold wird am kommenden Montag sechs ihrer 56 Filialen geschlossen halten. Ebenso werden acht von 32 Filialen der Sparkasse Bielefeld nicht öffnen.

14.10 Uhr: Baden-Württemberg schließt Schulen

Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt auch Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart mit. Baden-Württemberg ist das neunte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

13.48 Uhr: NRW schließt nächste Woche alle Schulen

In Nordrhein-Westfalen schließen wegen des Coronavirus in der ersten Hälfte der kommenden Woche alle Schulen bis zu den Osterferien. Das hat das Kabinett am Freitag entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Landesregierung erfuhr. Der genaue Schließungstag war zunächst noch offen - die «Rheinische Post» berichtete, dass die Schulen spätestens am Mittwoch geschlossen werden sollen. In NRW gibt es rund 5500 Schulen mit insgesamt etwa 2,5 Millionen Schüler. Wie die «Rheinische Post» unter Berufung auf mehrere Quellen in der Landesregierung berichtete, soll bereits am Montag und Dienstag keine Schulpflicht mehr gelten. Ob auch Kitas von den Schließungen betroffen sind, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will um 14.30 Uhr die Details der Regelung vorstellen.

13.02 Uhr: zweiter Fall in der FDP-Bundestagsfraktion 
In der FDP-Bundestagsfraktion gibt es eine zweite bestätigte Corona-Infektion. Ein Abgeordneter, der auch dem Fraktionsvorstand angehört, wurde positiv auf das Virus getestet, wie ein Sprecher am Freitag bestätigte. Er befinde sich bereits zu Hause, ebenso seine Mitarbeiter. Nun werde ermittelt, mit welchen Personen der Abgeordnete direkten Kontakt gehabt habe. Zuerst hatte der «Spiegel» über den Fall berichtet.

12.37 Uhr: Handwerk sagt Termine ab

Die OWL-Handwerkskammer sagt die Meisterfeier, die für den 20. März geplant war, ab. Die Feier, in deren Rahmen 150 Handwerker ihren Meisterbrief erhalten sollten, wird zu einem noch unbekannten Termin nachgeholt. Der Karrieretag im Campus Handwerk, der am 28. März stattfinden sollte, wird ebenfalls verschoben.

12.37 Uhr: Dr.-Oetker-Welt schließt

Nach dem Heinz-Nixdorf-Museumsform in Paderborn schließt nun auch die Dr.-Oetker-Welt in Bielefeld für den Publikumsverkehr. "Bis auf Weiteres", wie Unternehmenssprecher Jörg Schillinger erklärt.

12.35 Uhr: BKK Melitta und Bertelsmann schließen Geschäftsstellen

Inzwischen schließen wegen des Coronavirus die   ersten Krankenkassen ihre Geschäftsstellen. Vorreiter in Ostwestfalen-Lippe ist die Betriebskrankenkasse BKK Melitta Plus, die bereits am Freitagmorgen ihre Filialen in Minden, Espelkamp, Bünde und Nordenham bereits geschlossen hat.

12.31 Uhr: Ausländerbehörde geschlossen

Wegen eines bestätigten Corona-Falls unter den Mitarbeitern bleibt die Ausländerbehörde der Stadt Detmold ab sofort geschlossen.

11.33 Uhr: Bremen schließt Schulen

Auch das Bundesland Bremen schließt von Montag an alle Schulen und Kitas. Der Senat sehe diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, teilte die Landesregierung am Freitag nach einer Sondersitzung mit. Bremen ist neben dem Saarland, Bayern, Niedersachsen und Berlin damit das fünfte Bundesland, das sich zu einem solchen Schritt entscheidet.

10.45 Uhr: 105 nachgewiesene Infektionen in OWL

Hier eine Übersicht über die nachgewiesenen Infektionen in OWL, die dem NRW-Gesundheitsministerium bislang gemeldet wurden (Stand: 13. März, 10 Uhr):

  • Bielefeld 17 
  • Kreis Gütersloh 15 
  • Kreis Herford 9 
  • Kreis Höxter - 
  • Kreis Lippe 32 
  • Kreis Minden-Lübbecke 14 
  • Kreis Paderborn 18 
  • Gesamt 105 

10.24 Uhr: DFL will Spielbetrieb nächste Woche unterbrechen

Die Deutsche Fußball-Liga will den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga vom kommenden Dienstag an bis zum 2. April unterbrechen. Der Spieltag an diesem Wochenende solle aber so weit möglich weiter ohne Zuschauer in den Stadien stattfinden, teilte die DFL am Freitag mit.

9.57 Uhr: Niedersachsen schließt Schulen

Niedersachsen schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Sie bleiben nach dpa-Informationen von Montag an dicht. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung würden am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien beginnen. Noch offen ist, ob auch die Kindertagesstätten geschlossen werden. In Bremen will Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) am Freitagmittag informieren, ob auch dort alle Schulen geschlossen werden.

9.16 Uhr: FDP sagt Landesparteitag in Bielefeld ab

Wegen der Coronavirus-Krise hat die NRW-FDP ihren am 25. April geplanten Landesparteitag in Bielefeld abgesagt. Die Delegiertenversammlung werde auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verschoben, teilte der FDP-Landesverband am Freitag auf dpa-Anfrage mit. Über den Termin werde noch entschieden. Ob auch der am 9. Mai geplante Parteitag der NRW-CDU und der am 16. Mai vorgesehene SPD-Landesparteitag abgehalten werden können, war zunächst noch offen.

9.16 Uhr: Berliner Schulen werden geschlossen

Angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten stellen Schulen und Kitas in Berlin von nächster Woche an stufenweise ihren Betrieb ein. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag mit. Die Schließung soll am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen.  

8.03 Uhr: Virologe sagt, Schulschließungen seien «absolut alternativlos»

Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland sollten nach Ansicht des Virologen Alexander Kekulé geschlossen bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Bundesweite Schließungen seien seiner Meinung nach «absolut alternativlos», sagte er am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». Jedes infizierte Kind würde statistisch gesehen zwei bis drei andere Kinder anstecken. Das würde eine «Infektionslawine» auslösen, die nur schwer zu stoppen sei. Kekulé kritisierte: «Die Politik läuft hier leider seit Wochen der Entwicklung hinterher.» Die gemeldeten Zahlen zu Infizierten würden nur einen Stand von vor zehn Tagen wiedergeben. Grund sei die Inkubationszeit des Virus Sars-CoV-2 einerseits, sowie die Zeit, die bis zur Diagnose vergehe andererseits. Deshalb forderte Kekulé «proaktives Handeln» von den Verantwortlichen. Als Beispiel nennt er den Sonderurlaub von bis zu zehn Tagen pro Jahr, den Eltern nehmen können, wenn ihr Kind krank ist. Die Bundesregierung solle klarstellen, dass Eltern diesen Urlaub auch für die Quarantäne nehmen könnten. (dpa)

7.43 Uhr: Bayern schließt Schulen

Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr.

7.30 Uhr: Tom Hanks und seine Frau in Quarantäne

Hollywoodstar Tom Hanks (63) hat sich aus der Corona-Quarantäne aus Australien gemeldet: Er und seine Frau Rita Wilson (63) nehmen das Ganze einigermaßen gelassen hin - «ein Tag nach dem Tag anderen», wie Hanks am Freitag auf Twitter schrieb. «Wir haben Covid-19 und sind isoliert, so dass wir niemanden anstecken.»  

7.14 Uhr: Ehefrau von Kanadas Premier Trudeau positiv  getestet

Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Grégoire Trudeau, ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte ein Sprecher des Premiers am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Sophie Grégoire Trudeau werde vorerst in Isolation bleiben. Sie fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome der Lungenkrankheit Covid-19.

7 Uhr: Verdi will Konsum-Schecks für Bürger

Die Gewerkschaft Verdi hat Konsum-Schecks für die Bürger zur Abfederung einer möglichen Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie gefordert.Sobald die Ausbreitung zurückgeht, sollte allen Bürgern damit die Möglichkeit gegeben werden, durch Konsum die Konjunktur anzukurbeln, sagte Verdi-Chef Frank Werneke. Er verwies auf Hongkong, wo es 1500 Dollar für jeden Einwohner gebe. «Wir müssen viel Geld in die Hand nehmen, sonst droht der konjunkturelle Absturz», sagte Werneke.

6.40 Uhr: Saarland schließt Schulen

Als erstes Bundesland hat das Saarland in der Nacht zu Freitag bekanntgegeben, dass wegen des Coronavirus landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien geschlossen werden. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Am Freitag wollen auch Bayern und Baden-Württemberg über landesweite Schulschließungen entscheiden. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Beratungen des Kabinetts.

6.30 Uhr: So geht es jetzt einem Discobetreiber

Dirk Becker ist zum Heulen zumute. Immer wieder schüttelt er ungläubig den Kopf. Soeben hat der X-Betriebsleiter per Telefon die bittere Botschaft von der Stadt Herford erhalten. Die Großdiskothek muss unverzüglich schließen – und zwar bis Ende April.

6.14 Uhr: erster Toter in Indien

In Indien ist erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Dabei handele es sich um einen 76-jährigen Mann mit den Vorerkrankungen Bluthochdruck und Asthma, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte. Bevor er vergangene Woche zu husten begann und sich Fieber entwickelte, habe er den gesamten Februar in Saudi-Arabien verbracht.

Donnerstag, 12. März:

23 Uhr: Merkel empfiehlt Verzicht auf Sozialkontakte

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung wegen des Coronavirus zu drastischen Einschnitten aufgefordert. Wo immer möglich sollten die Menschen auf Sozialkontakte verzichten.

20.20 Uhr: vierter Coronavirus-Todesfall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist eine vierte mit dem Coronavirus infizierte Patientin gestorben. Die 78-Jährige starb am Donnerstagnachmittag an den Folgen einer Lungenentzündung in einem Heinsberger Krankenhaus, wie der von der Epidemie besonders betroffene Kreis mitteilte. Wo sich die Patientin mit dem Virus angesteckt hatte, sei noch nicht bekannt, hieß es.

19.40 Uhr: Coronavirus bringt den Sport fast zum Erliegen

Der Weltsport kommt zum Erliegen. Die Corona-Pandemie stoppt eine Liga nach der anderen - in den USA pausieren die NBA, MLS und NHL, in Deutschland seit Donnerstag die Bundesligen der Handballer und Basketballer. Der Deutsche Fußball-Bund denkt über einen Saisonabbruch nach, die UEFA über eine EM 2021.

19.30 Uhr Börsen auf Talfahrt

Wie schon zu Wochenbeginn flohen die Anleger in als sicher empfundene Wertpapiere wie etwa amerikanische und deutsche Staatsanleihen, während Aktien weltweit aus den Portfolios der Investoren flogen. Auch die Ölpreise und der Goldpreis gingen auf Talfahrt, wohingegen der Dollar gegenüber allen wichtigen Währungen an Wert gewann.

18.50 Uhr: Hermannslauf abgesagt

Nun herrscht Klarheit: Der Hermannslauf 2020 ist abgesagt. Cheforganisator Daniel Skakavac nennt das „eine Katastrophe“, hat aber Verständnis für die Entscheidung

18.17 Uhr: Schulschließungen 

Noch sind im Kampf gegen das Coronavirus keine großflächigen Schulschließungen in Deutschland geplant. Vom Tisch sind sie dennoch nicht.

18.15 Uhr: fünf Tote in Deutschland

Am Donnerstag meldeten Bayern und Baden-Württemberg je einen Corona-Todesfall.  Damit gibt es in Deutschland nun fünf Tote, die mit dem Virus infiziert waren. 

18.10 Uhr: kein Handball

Der Handballverband Westfalen sagt alle Veranstaltungen ab. Der Spielbetrieb der Kinder und Jugendlichen wird ab heute für die Saison eingestellt. Der Erwachsenenspielbetrieb ruht bis auf weiteres.  Spätestens zum 19. April wir über eine mögliche Wiedereinsetzung entschieden.

18 Uhr: 15 Infizierte im Kreis Gütersloh

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh ist auf 15 gestiegen (Stand heute 12.30 Uhr). Am Mittwoch waren fünf Fälle offiziell bestätigt. Das teilte der Kreis am Donnerstagnachmittag mit.

17 Uhr: Kontaktperson gesucht – Schulschließungen im Kreis Minden-Lübbecke

Für den Kreis Minden-Lübbecke gibt es aktuell vier neue Fälle des Coronavirus. In diesem Zusammenhang ruft der Krisenstab des Kreises alle Personen auf, die am Samstag, 7. März, das Bayrische Fest im Gasthaus Rose in Espelkamp-Vehlage besucht haben: "Wenn Sie Symptome entwickeln, bleiben Sie zuhause, meiden Sie soziale Kontakte und melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt oder beim ärztlichen Notdienst der kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117." 

Weil zu den Haushalten der positiv erstgetesteten Personen auch Kinder gehören, die Krankheitssymptome haben, werden die entsprechenden Schulen im Kreisgebiet vorsorglich am Freitag, 13. März, und am Montag, 16. März, geschlossen.

16.55 Uhr: 1000 Infizierte in NRW

Durch das neuartige Coronavirus sind in Nordrhein-Westfalen nun mehr als 1000 Menschen infiziert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren am Donnerstag (Stand 16.30 Uhr) 1041 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die mit Abstand meisten bestätigten Fälle gab es im Kreis Heinsberg (483) gefolgt von der Stadt Köln und der Städteregion Aachen (je 63). In Nordrhein-Westfalen waren in den vergangenen Tagen drei mit dem Coronavirus infizierte Patienten gestorben.

16.55 Uhr: Zweiter Fall bei Hannover 96

Am Mittwoch gab es bei Hannover 96 den ersten Corona-Fall im deutschen Profifußball. Die daraufhin durchgeführten Tests bei allen Spielern ergaben: Noch ein zweiter Profi ist infiziert. Das Team steht jetzt unter Quarantäne, die nächsten Spiele sollen ausfallen.

16.30 Uhr: Absagen in Herford

Die Stadt Herford untersagt ab sofort wegen des Coronavirus alle Veranstaltungen in Gebäuden der Stadt, wenn dort mehr als 100 Besucher erwartet werden. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die am Donnerstagnachmittag verschickt wurde.

Die Maßnahme ergänzt eine Allgemeine Verfügung, die mit sofortiger Wirkung die Durchführung größerer Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmer untersagt. Beide Maßnahmen gelten vorerst bis zum 30. April um 24 Uhr, können aber auch vorher aufgehoben werden.

16.10 Uhr: Bielefeld sagt Veranstaltungen ab

Die Stadt Bielefeld sagt bis Ende April alle öffentlichen und kommerziellen Veranstaltungen ab. Aktuell gibt es in Bielefeld sechs neue Coronafälle  – insgesamt 15 Infizierte – 300 Menschen sind in Bielefeld in Quarantäne.

16 Uhr: Schulen und Kindergärten in Hövelhof schließen

Aufgrund eines aktuellen Coronavirusfalls in einer Arztpraxis in Hövelhof, werden am Freitag, 13. März, alle Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch die Sennebücherei und das Haus der Jugend (HoT) sind von der Schließung betroffen.

15 Uhr: Im gesamten Kreis Höxter müssen Organisatoren umplanen

Veranstaltungen im Kreis Höxter, bei denen mehr als 1000 Besucher zu erwarten sind, sind am Dienstag von den zehn Städten des Kreises verboten worden. 

13.35 Uhr: Saisonende in Ischgl

Im österreichischen Skiort Ischgl wird die Skisaison vorzeitig beendet. Das gibt der Wintersportort auf seiner Homepage bekannt. Letzter Skitag ist demnach am Freitag, 13. März. Zuvor hatte ein mit Corona infizierter Barkeeper laut Kronen-Zeitung mehrere Gäste angesteckt.

13.30 Uhr: Spanische Liga stellt Spielbetrieb für zwei Wochen ein - McLaren zieht zurück 

Der spanische Club Real Madrid setzt die Spieler seiner Fußball- und Basketball-Profiteams mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Toni Kroos in Quarantäne. Der Notfallplan werde aktiviert, weil ein Basketballer positiv auf das neue Coronavirus getestet worden sei, teilte der Verein  mit. Die Quarantäne gilt immer für 14 Tage.

Formel-1-Rennstall McLaren zieht sein Team für den Auftakt in Australien nach einem Coronavirus-Fall im Rennstall zurück. Das teilte der britische Rennstall am Donnerstag mit, der für Sonntag geplante Grand Prix in Melbourne steht damit wohl vor der Absage.

12.10 Uhr CDU-Parteitag verschoben

Die CDU verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

12.02 Uhr Erster Todesfall auf Mallorca

Auf Mallorca ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Die 59 Jahre alte Frau sei in der Nacht zum Donnerstag im Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma ums Leben gekommen, teilten die zuständigen Behörden  mit. Die Patientin hatte den Angaben zufolge Vorerkrankungen. Mallorca und die anderen Balearen-Inseln sind von der Epidemie im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens bisher relativ wenig betroffen. Nach amtlichen Angaben gab es bis Donnerstag insgesamt 17 Fälle. In ganz Spanien zählten die Behörden bisher rund 2200 Infektionen. Die Frau auf Mallorca war das 56. Todesopfer in Spanien.

11.47 Uhr Vierter Todesfall in Deutschland

In Baden-Württemberg ist erstmals ein positiv auf das neuartige Coronavirus getesteter Mensch gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Es handle sich um einen 67 Jahre alten Mann. Es ist der bislang 4. Todesfall in Deutschland.

10.47 Uhr: keine Simple Minds, keine Fragezeichen, keine Kirmes

Weitere Veranstaltungen in OWL sind gecancelt oder verschoben worden. Die Simple Minds sagen ihre Tour und damit auch ihren Auftritt im Bielefelder Lokschuppen am 29. März ab - nach Ersatzterminen wird gesucht. Die Show "Die drei ??? und der dunkle Taipan" in der OWL-Arena Halle wird vom 28. März auf den 5. Oktober verlegt. Die Show "Die größten Musical Hits aller Zeiten", die für 27. März im OWL Event Center geplant war, ist auf 18. April 2021 verschoben. Die Haller Innenstadtkirmes „Halle blüht auf“ ist abgesagt.

9.57 Uhr: Besuchsverbot in Paderborner Krankenhäusern

Nachdem bereits am Mittwoch zahlreiche Krankenhäuser in Ostwestfalen-Lippe um den Verzicht auf Besuche gebeten haben, sprechen nun auch die Paderborner Krankenhäuser St. Johannisstift, St.-Vincenz-Krankenhaus, Brüderkrankenhaus St. Josef und das Medizinische Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe wegen der steigenden Zahl der Corona-Infektionen ein grundsätzliches Besuchsverbot aus.

9.30 Uhr: Frühlingsmarkt in Delbrück abgesagt

Der Delbrücker Frühlingsmarkt samt Streetfoodfestival, eigentlich geplant für den 22. März in der Delbrücker Innenstadt, wird aufgrund der Coronavirus-Entwicklung abgesagt.

Mittwoch, 11. März:

18.32 Uhr: Fernsehsendungen ohne Studiopublikum

«Anne Will», «das aktuelle sportstudio», die «NDR Talk Show» und eine Reihe von anderen Sendungen im deutschen Fernsehen finden ab sofort vorübergehend ohne Zuschauer im Studio statt. Grund ist die Sorge vor dem Coronavirus, wie das ZDF und der Norddeutsche Rundfunk am Mittwochabend mitteilten. So wird am Samstag zum ersten Mal «das aktuelle sportstudio» aus Mainz ohne Publikum gesendet. «Im ZDF-Hauptstudio in Berlin wird die Talkshow "maybrit illner" und das "ZDF-Morgenmagazin" bis auf Weiteres ohne Publikum produziert.»

18.17 Uhr: erster Bundestagsabgeordneter positiv getestet

Im Bundestag gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein FDP-Abgeordneter wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch durch die Parlamentsärztin positiv auf das Virus getestet.

17.20 Uhr: fünf Infizierte im Kreis Herford

Im Kreis Herford gibt es jetzt fünf bestätigte Fälle: vier Erwachsene und ein Mädchen (9). Alle stehen laut Kreis unter Quarantäne.

16.39 Uhr: Kliniken wollen weniger Besucher

Mehrere Krankenhäuser in OWL bitten in einer gemeinsamen Erklärung auf den Verzicht auf Besuche bei ihren Patienten. Es handele sich um eine Schutzmaßnahme.

15.56 Uhr: Vier Infizierte in Verl

In Verl (Kreis Gütersloh) gibt es vier Menschen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Bei ihnen handelt es sich nach Auskunft der Kreisverwaltung um Österreich-Rückkehrer. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh steigt damit auf neun.

15.26 Uhr: Lehrer für Schulschließungen

Der Verband Deutscher Realschullehrer fordert, die Schulen in Deutschland wegen der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus sofort flächendeckend zu schließen. «Die umfassenden Regelungen zur Schließung staatlicher Kultureinrichtungen oder der Ausschluss von Zuschauern bei großen Sportveranstaltungen machen nur dann Sinn, wenn gleichzeitig Schulen geschlossen werden», betonte der Bundesvorsitzende Jürgen Böhm am Mittwoch in München. «Angesichts der Entwicklungen der Corona-Epidemie in anderen Ländern ist es nahezu unverantwortlich von den Kultusbehörden der Länder, dass in puncto Schulschließungen die Entscheidung vielfach immer noch auf regionale Verantwortliche abgeschoben wird.»

12.40 Uhr: My Job abgesagt

Die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus zwingen auch die Veranstalter der My Job zur Absage. Die Jobmesse in der Halle 20 des Bad Salzufler Messegeländes, die größte in OWL, hätte am Freitag beginnen sollen und bis Sonntag gedauert.

12.34 Uhr: Merkel gegen Grenzschließungen

Die Bundesregierung lehnt es ab, die deutschen Grenzen wegen der Corona-Epidemie zu schließen. «Wir sind in Deutschland der Meinung, dass Grenzschließungen keine adäquate Antwort auf die Herausforderungen sind», sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in der Bundespressekonferenz in Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ergänzte: «Die Grenzen pauschal zu schließen, verhindert nicht, was da passiert.»

12.31 Uhr: Marketingkonferenz auf August verschoben

Nun ist es offiziell: Die für den 27. März geplante 5. Online Marketing Konferenz Bielefeld wird verschoben. Es gibt sogar schon einen neuen Termin: 21. August. Zur OMKB kommen mehr als 800 Branchenexperten in die Bielefelder Stadthalle. 

12.11 Uhr: Dritter Toter in Deutschland

Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Es ist der dritte bekannte Todesfall in Deutschland. Der Patient sei im Heinsberger Krankenhaus gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch, ohne weitere Details zu nennen.

10.57 Uhr: Nun auch Union gegen Bayern ein Geisterspiel

Das Meisterschaftsspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München wird nun auch zum Geisterspiel. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick teilte am Mittwoch via Twitter mit: „Aufgrund einer Anordnung unseres Amtsarztes wird das Spiel
@fcunion/@FCBayern unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden!“

10.30 Uhr: Absage von privaten Großveranstaltungen gefordert

Der Deutsche Kulturrat fordert angesichts der Ausbreitung des Coronavirus die Absage auch von privaten Großveranstaltungen. „Wenn wir das Virus in Schach halten wollen, dann kann es nicht sein, dass nur die staatlichen oder städtischen Einrichtungen geschlossen werden“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, am Mittwoch im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Er reagierte damit auf die Absage aller Veranstaltungen mit mehr als 500 Zuschauern in staatlichen Theatern, Opern und Konzerthäusern bis zum 19. April durch Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke). 

7.29 Uhr: Kultusminister beraten wegen Coronavirus über Abiturprüfungen

Die Kultusminister der Länder wollen sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 für die bevorstehenden Abiturprüfungen wappnen. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag und Freitag in Berlin würden sich die Kultusminister der Länder „intensiv zum Umgang mit den Coronavirus austauschen“, sagte die KMK-Präsidentin, Stefanie Hubig (SPD), den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Dabei soll es insbesondere um die Frage gehen, wie das Abitur 2020 unter diesen Bedingungen stattfinden könne. „Das betrifft die schriftlichen Prüfungen mit den zentralen Elementen sowie die Termine für das mündliche Abitur.“ In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Funke-Informationen bereits einen Notfallplan, der in dieser Woche an den Schulen in NRW verteilt werden soll. 

6.14 Uhr: Drastische Folgen für Kultur und Sport

Im Fußball stehen Geisterspiele an. Die Deutsche Eishockey Liga bricht ihre Spielzeit ganz ab. Konzerte, Messen und weitere Großveranstaltungen fallen in vielen Bundesländern weg oder werden verschoben.  Der Kampf gegen das neue Coronavirus hat massive Auswirkungen auf das öffentliche Leben.

5.57 Uhr: Fragen an den Virologen zum Virus und seinen Folgen

Prof. Dr. Stephan Ludwig leitet das Institut für Virologie am Universitätsklinikum Münster. Wir sprachen mit ihm über die Unterschiede zwischen  Influenza- und Corona-Viren, Fußballspiele ohne Publikum und die Frage, ob man sich die Hände desinfizieren soll.

Dienstag, 10. März:

18.12 Uhr: Eishockeysaison vorzeitig beendet

Die Deutsche Eishockeyliga sagt die bevorstehenden Playoffspiele ab. In diesem Jahr wird es wegen des Coronavirus keinen Deutschen Eishockeymeister geben. Sogar die WM, die im Mai in der Schweiz stattfinden soll, steht auf der Kippe.

18.12 Uhr: keine Automesse in Rahden

In Rahden sagt der Gewerbebund die für 28./29. März geplante Automesse unter Hinweis auf den Coronavisus ab.

18.12 Uhr: Disney in Concert verschoben

Die Show Disney in Concert, die am Samstag in der OWL-Arena in Halle stattfinden sollte, wird verschoben. Neuer Termin ist nun Sonntag, 6. September. Dagegen wird die in der Innenstadt geplante Kirmes Halle blüht auf stattfinden. Die Veranstalter gehen davon aus, dass sich niemals mehr als 600 Besucher in der City aufhalten.

18.10 Uhr: Osterlauf wird verschoben

Der Osterlauf in Paderborn wird verschoben - favorisiert wird ein Termin zwischen Mitte und Ende August. Im Kreis Paderborn hat sich eine dritte Person mit dem Coronavirus infiziert. Es handelt sich um einen Rückkehrer aus Italien. Der SCP wird mindestens die beiden nächsten Bundesligaspiele in Düsseldorf und gegen Hoffenheim vor leerem Zuschauerrängen austragen.

18.08 Uhr: Vier weitere Corona-Patienten im Mühlenkreis

Im Kreis Minden-Lübbecke haben sich  vier weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert: eine aus Stemwede und drei aus Hille. Damit sind es im Mühlenkreis nun insgesamt neun.

17.40 Uhr: Rosenball und Frühlingsfest abgesagt

Der „Rosenball 2020“ in Berlin ist abgesagt. Die von Bertelsmann geplante 14. Benefizveranstaltung zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zog regelmäßig 600 prominente Gäste an. Auch das Frühlingsfest im Gütersloher „Parkhotel”, dessen Erlös ebenfalls der Schlaganfall-Stiftung zugute kommt, fällt in diesem Jahr aus.

16.30 Uhr: Lit. Cologne abgesagt

Das Literaturfestival Lit. Cologne wird unmittbar vor dem Start abgesagt. Dies geschehe auf Empfehlung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Der „Rosenball 2020“ in Berlin ist abgesagt. Mit mehr als 200 Veranstaltungen und über 100.000 Besuchern ist die Lit. Cologne das größte Literaturfestival Europas.

15.27 Uhr: eine Milliarde für die Corona-Abwehr

Der Bundestag stellt viel Geld zum Kampf gegen den neuartigen Coronavirus zur Verfügung. „Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro“, kündigte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an.

15.16 Uhr: Land NRW verbietet Großveranstaltungen

Wegen des Coronavirus sollen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich abgesagt werden - oder ohne Zuschauer stattfinden. Das sieht ein am Dienstag beschlossener Erlass der Landesregierung mit entsprechenden Weisungen an die Kommunen vor.

14.10 Uhr: Acht weitere Erkrankungen im Kreis Lippe

Die Zahl der nachweislich am Coronavirus erkrankten Menschen in Lippe ist um acht auf elf gestiegen. Das teilt der Kreis Lippe mit. Die Infizierten seien entweder aus Risikogebieten zurückgereist oder hätten Kontakt zu am Coronavirus Erkrankten gehabt.

13.46 Uhr: Österreich erschwert Einreise aus Italien

Im Kampf gegen das sich immer weiter ausbreitende Coronavirus erschwert Österreich massiv die Einreise aus Italien. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, sagt Kanzler Sebastian Kurz in Wien.

12.00 Uhr: Es bleibt bei zwei Corona-Fällen in Bielefeld

Die zwei noch ausstehenden Tests auf Coronavirus sind nach Mitteilung des Bielefelder Gesundheitsamtes negativ. Damit sind nur zwei der sieben Bielefelder Teilnehmer der Israel-Reisegruppe positiv getestet worden.

11.30 Uhr: Partie Mönchengladbach gegen Köln ohne Zuschauer

Das Rheinderby am Mittwochabend um 18.30 Uhr wird das erste Geisterspiel der Fußball-Bundesliga.

11:00 Uhr: Waren aus China bleiben unausgepackt

Lieferungen aus China werden von Beschäftigten nicht ausgepackt, weil sie eine Ansteckung mit dem Coronavirus fürchten, berichtet die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen bei der Vorstellung  ihrer Konjunkturumfrage.

10:00 Uhr: Bertelsmann-Konzern sagt Bilanz-PK ab

Bertelsmann hat am Dienstag mitgeteilt, dass die für den 31. März in der Berliner Repräsentanz Unter den Linden 1 geplante Bilanzpressekonferenz nur als Telefonkonferenz stattfinden wird.

9.00 Uhr: Auch Neuhaus hat Verständnis für „Geisterspiele“

Arminia-Trainer Uwe Neuhaus hat ebenfalls Verständnis für Geisterspiele. „Wahrscheinlich ist es das Vernünftigste, um einen noch größeren Schaden abzuwenden“, sagte er nach dem Unentschieden beim VfB Stuttgart. Arminia empfängt am Freitag den VfL Osnabrück.

8.30 Uhr: Tönnies: Gesundheit der Fans geht vor

Das Derby Dortmund gegen Schalke am kommenden Samstag nur als Geisterspiel? Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hätte für eine solche Entscheidung Verständnis. Die Gesundheit der Fans müsse Vorrang haben, sagt er auf "Radio Warendorf".

Montag, 9. März:

22.30 Uhr: Italien verordnet Sportpause

Es ist eine dramatische Entscheidung für die Sportwelt. In Italien werden sämtliche Sportveranstaltungen bis April ausfallen. Das entschied die Regierung am Montagabend.

19.25 Uhr: OWL-Handelsforum abgesagt

Der Handelsverband sagt das für 2. April in der Bielefelder Stadthalle geplante  Handelsforum ab. Ein Ersatztermin sei nicht geplant.

18.15 Uhr: zweites Todesopfer in NRW aus Gangelt

Bei dem zweiten Coronavirus-Todesopfer in NRW handelt es sich um einen 78-jährigen Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg, der unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes litt. 

16.50 Uhr: 524 Erkrankte in NRW, 13 oder 14 in OWL

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums sind aktuell in Nordhrein-Westfalen 524 Menschen am Coronavirus erkrankt. In Ostwestfalen-Lippe sind es 13 oder 14 - fünf im Kreis Minden-Lübbecke, drei in Lippe und je zwei in Bielefeld und den Kreisen Paderborn und Herford. Was die Zahl für den Kreis Paderborn betrifft, so wird sie noch am Abend von Landrat Manfred Müller dementiert: Es gebe im Kreis nach wie vor nur einen Infizierten. Von den fünf Erkrankten in Minden-Lübbekce stammen drei aus Bad Oeynhausen, einer aus Minden und einer aus Stemwede. Die weitaus größte Zahl an Erkrankungen gibt es im Kreis Heinsberg mit 292.

16.50 Uhr: Krankschreibung am Telefon

Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege können sich nun nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt bis zu sieben Tage krankschreiben lassen - zur Entlastung der Ärzte in der Coronavirus-Krise. Patienten müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung verständigt. Die Regelung gilt für Patienten, die keine schwere Symptomatik vorweisen - ab sofort und zunächst für vier Wochen.

16.42 Uhr: zwei Tote in Deutschland

In Deutschland sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus zwei Menschen gestorben. Das teilen der Kreis Heinsberg und die Stadt Essen mit. In Essen starb eine 89-jährige Frau, bei der das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden sei.

16.35 Uhr: Driburger Kneipennacht abgesagt

Die Bad Driburger Kneipennacht am kommenden Wochenende wird verschoben. Das hat Veranstalter Stefan Friedrich mitgeteilt. Grund für die Absage sei die aktuellen Entwicklung rund um das Coronavirus. Die Entscheidung sei „schweren Herzens“ gefallen. Als Ersatztermin nennt Friedrich den Tag der deutschen Einheit, Samstag, 3. Oktober. Die Eintrittskarten würden ihre Gültigkeit behalten.

13.00 Uhr: Kinder-Uni abgesagt

Die Universität Bielefeld sagt alle öffentlichen Veranstaltungen bis Ende März ab. Darunter fällt auch die „Kinder-Uni“ für Grundschüler der 3. und 4. Klassen. Sie wurde im vergangenen Jahr von etwa 1000 Kindern besucht.

12.30 Uhr: Investoren ziehen wegen Virus-Angst die Reißleine

Die Aktienmärkte rauschen seit dem 24. Februar wegen der Viruskrise nach unten. Der Ausverkauf nimmt jetzt noch einmal Tempo auf. Dahinter steckt die enorme Unsicherheit, wie es weitergeht.

7.45 Uhr: Mehr als 100.000 Infizierte weltweit

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stehen in Deutschland Absagen von Großveranstaltungen kurz bevor. – Weltweit haben sich inzwischen weit mehr als 100.000 Menschen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert, die Dunkelziffer liegt Experten zufolge noch wesentlich höher.

7.30 Uhr: Regierung beschließt Coronavirus-Hilfen für Unternehmen

Die Koalition will Unternehmen vor den Auswirkungen der Coronakrise schützen. Dazu soll das Kurzarbeitergeld ausgeweitet werden, wie der Koalitionsausschuss am frühen Morgen in Berlin nach rund siebenstündigen Beratungen beschloss.

7.05 Uhr:  Erster Fall im Kreis Paderborn: achtköpfige Männergruppe mit Familien unter Quarantäne

Eine Reise in ein kleines Skigebiet in der Nähe von Bozen (Südtirol) hat für acht Männer aus dem Kreis Paderborn ungeahnte Folgen. Bei einem Mitreisenden ist nach der Rückkehr ein Test auf den Coronavirus positiv ausgefallen.

Sonntag, 8. März:

19.40 Uhr: Erster Deutscher an Coronavirus gestorben

Erstmals ist ein deutscher Staatsbürger nachweislich an der neuartigen Lungenerkrankung Covid-19 gestorben. Es handle sich um einen 60 Jahre alten Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist sei, teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Es ist zugleich der erste Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Afrika. Aus welchem deutschen Bundesland der Mann stammte, blieb zunächst unklar.

18.42 Uhr: Zwei weitere Corona-Fälle im Kreis Lippe

Im Kreis Lippe gibt es zwei weitere Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Es handelt sich um Teilnehmer einer Gruppe, die durch Israel gereist ist.

18.08 Uhr: Kirchen bleiben geschlossen

Nach den   ersten Coronafällen in Bielefeld werden von katholischen Kirchen in der Stadt Vorsichtsmaßnahmen getroffen. So bleiben bis Freitag, 13. März, alle Kirchen des Pastoralverbundes Bielefeld-Ost geschlossen. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, ausdrücklich nicht auf Anordnung des Gesundheitsamtes.

18 Uhr: Ludwig-Erhard-Berufskolleg wird geschlossen

Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Paderborn wird vorsorglich ab Montag, 9. März, geschlossen. Das hat der Kreis Paderborn am Sonntag mitgeteilt. Eine Familienangehörige einer Person, die vom Kreisgesundheitsamt als ein Verdachtsfall auf eine Corona-Virus-Infektion eingestuft worden ist, besucht das Berufskolleg.

13.18 Uhr: Corona-Fall im Kreis Paderborn

Ein im Kreis Paderborn lebender Reiserückkehrer aus einem vom Robert-Koch-Institur definierten Risikogebiet ist heute, zwei Tag nach seiner Rückkehr, positiv auf den Corona-Virus (COVID-19) getestet worden.

Er, seine Frau und alle Personen, von denen bekannt ist, dass sie unmittelbaren Kontakt zu ihm hatten, sind vom Gesundheitsamt des Kreises unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Das Gesundheitsamt ermittelt zurzeit, ob es noch weitere Kontaktpersonen gegeben hat.

10.12 Uhr: Gesundheitsminister Spahn: Es müssen mehr Großveranstaltungen abgesagt werden

Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen erwartet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) weitere merkliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland. „Sicherheit geht vor. Daher werden noch mehr Großveranstaltungen abgesagt werden müssen“, schrieb der CDU-Politiker am Sonntag auf Twitter. 

Zuletzt hatte es unter anderem Kritik daran gegeben, dass etwa Bundesligaspiele und andere Massenveranstaltungen in Deutschland zum Großteil wie geplant stattfinden, während anderswo in Europa restriktiver vorgegangen wird.

8.10 Uhr: „Hermann leuchtet“ wird verschoben

Mittlerweile ist das  leuchtende und von einer Lasershow in Szene gesetzte Hermannsdenkmal ein Denkmal fester Bestandteil bei den Veranstaltungen im Frühjahr. Dieses Jahr müssen die Besucher zumindest im März auf das Lichtspektakel verzichten. Der Veranstalter Light Art hat sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus dazu entschlossen, der „Hermann leuchtet“ in den Herbst zu verschieben (24. September bis 4. Oktober).

7.47 Uhr: Kampf gegen Coronavirus: Italien riegelt Norden ab

Italien ist in Europa am stärksten vom Coronavirus betroffen. Nun sperrt die Regierung große Teile im Norden ab. Die Lage in Italien spitzt sich damit dramatisch zu: Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schränkt die Regierung die Bewegungsfreiheit von rund 16 Millionen Bürgern drastisch ein. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte, die wirtschaftsstarke Lombardei und 14 andere Gebiete würden weitgehend abgeriegelt.

Samstag, 7. März:

16 Uhr: Erster Corona-Fall im Landkreis Kassel

Im benachbarten Landkreis Kassel gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Bei einem Mann aus Wolfhagen hat sich nach einer Laboruntersuchung der Verdacht bestätigt.

15.07 Uhr: zwei bestätigte Coronavirus-Fälle in Bielefeld

In Bielefeld gibt es die ersten bestätigten Corona-Fälle. Es handelt sich um zwei Fälle, die miteinander zusammenhängen. Ein 53-jähriger Mann und eine 47-jährige Frau haben sich während einer Israel-Reise mit dem Coronavirus infiziert.

Das teilte der Krisenstab der Stadt, der zuvor mehrere Stunden lang getagt hatte, am Samstagmittag mit. Die beiden Bielefeder gehörten einer Reisegruppe an, die sich eine Woche lang in Israel aufgehalten hatte. Sie waren am 4. März nach Deutschland zurückgekehrt.

14.10 Uhr: Leichter Anstieg in NRW

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums stieg die landesweite Zahl der bestätigten Infektionen seit Freitagnachmittag bis Samstagvormittag (Stand: 11.30 Uhr) um 19 auf 377 an. NRW ist bundesweit am stärksten betroffen. Das Robert Koch-Institut hatte am Freitagabend von rund 640 nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus berichtet.

12.25 Uhr: Söder fordert Corona-Notfallkonzept für die Wirtschaft

Vor dem Koalitionsgipfel am Sonntag hat CSU-Chef Markus Söder ein Notfall-Konzept zum Schutz der Wirtschaft vor Folgen des Coronavirus gefordert. „Es darf aus dem Coronavirus keine zweite Finanzkrise entstehen“, sagte der bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in München. „Wir wollen keinen Coronaschock für die deutsche Wirtschaft.“ 

11.40 Uhr: erster bestätigter Coronavirus-Fall in Bielefeld

In Bielefeld gibt es den ersten bestätigten Fall von Coronavirus. Das wurde am Samstagvormittag bekannt. Weitere Informationen zur Person, die sich mit dem Virus infiziert hat, will die Stadt auf einer Pressekonferenz ab 13.30 Uhr mitteilen.

9.27 Uhr: Goethe-Institut: Coronavirus trifft uns hart

Das derzeit international grassierende Coronavirus macht auch den Goethe-Instituten zu schaffen. „Das beschäftigt uns natürlich sehr“, sagte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, der Deutschen Presse-Agentur in Bangkok. Als Ausweichmöglichkeit für das Lehrangebot nannte Lehmann digitale Kurse. Auch in der Kulturarbeit gebe es digitale Möglichkeiten. „Aber die Begegnung ersetzt das natürlich nicht.“ 

7.53 Uhr: In OWL mehr Anfragen zur Kurzarbeit

Seit zwei, drei Wochen gibt es vermehrt Anfragen in den Agenturen für Arbeit in Ostwestfalen-Lippe, bei denen Unternehmen sich unter Bezug auf Folgen des Coronavirus nach den Möglichkeiten für Kurzarbeit erkundigen. „Die Anrufe sind bisher alle vorsorglich“, erklärt Thomas Richter, Leiter der Agentur in Bielefeld. „Ein konkreter Antrag liegt zur Stunde noch nicht vor.“

7.30 Uhr: Mehr als 600 Coronavirus-Infizierte bundesweit

Tausende Menschen in Deutschland haben sich in der vergangenen Woche auf das neue Coronavirus testen lassen, bei mehreren Hundert ist es nachgewiesen. Mehrere europäische Länder ergreifen Maßnahmen. Auch in den USA sorgt die Krankheit zunehmend für Probleme.

Außer in Sachsen-Anhalt ist der Erreger Sars-CoV-2 in allen Bundesländern nachgewiesen worden. Allerdings kehrten am Freitagabend mehrere Schülergruppen aus dem Risikogebiet Südtirol nach Sachsen-Anhalt zurück, sie sollen vorsichtshalber zwei Wochen in Quarantäne bleiben.

Freitag, 6. März

17 Uhr : Lufthansa-Konzern streicht Flugplan bis zur Hälfte zusammen

Der Lufthansa-Konzern streicht wegen des heftigen Nachfrageeinbruchs infolge der Corona-Epidemie seinen Flugplan noch weiter zusammen.  In den nächsten Wochen solle die Kapazität um bis zu 50 Prozent reduziert werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

15.30 Uhr: zwei weitere Fälle in Ostwestfalen

Auch im Kreis Minden-Lübbecke gibt es jetzt zwei Labornachweise von Coronaviren. Ein Ehepaar im Kreisgebiet ist am Freitag positiv auf Covid 19 getestet worden. 

15 Uhr: Aufatmen im Kreis Paderborn

Auch das letzte Testergebnis ist negativ. Damit sind alle vier Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Coronavirus labordiagnostisch ausgeschlossen worden.

14.10 Uhr: Schauspieler Samuel Koch in Quarantäne

In Deutschland erkranken immer mehr Menschen an dem neuartigen Coronavirus oder müssen sicherheitshalber in Quarantäne. Nun ist auch Schauspieler Samuel Koch betroffen.

13.25 Uhr: Dr. Wolff spendet Desinfektionsmittel

10.000 Flaschen eines Handdesinfektionsmittels spendet das Bielefelder Unternehmen Dr. August Wolff der Stadt Bielefeld. Die Flaschen werden in der kommenden Woche an Schulen und Kitas verteilt.

12.45 Uhr: mehr als 500 Infizierte in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Infektionen ist in Deutschland auf über 500 gestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Der Erreger ist inzwischen in 15 Bundesländern nachgewiesen, die meisten registrierten Fälle seit Jahresanfang gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. In Sachsen-Anhalt wurde bislang keine Infektion gemeldet.

10.30 Uhr: erste Infektionen im Kreis Herford

Erstmals ist das Coronavirus im Kreis Herford nachgewiesen worden. Ein älteres Ehepaar, das nach Informationen dieser Zeitung aus Bünde kommt, hat sich mit dem Virus infiziert. Das hat das Gesundheitsamt des Kreises Herford mitgeteilt.

10.22 Uhr: Wie Versicherungen betroffen sind

Kunden privater Krankenversicherungen müssen nach Einschätzung von Branchenexperten keine Prämienerhöhung allein wegen des Coronavirus befürchten. Indirekte Effekte machen der Branche allerdings Sorgen.

10.10 Uhr: Sollten die Bundesligaspiele stattfinden?

Virologe Christian Drosten wäre wegen des Coronavirus für eine Absage von Bundesligaspielen in der stark betroffenen Region Rheinland.

9.05 Uhr: EU-Gesundheitsminister treffen sich

Insbesondere in Teilen Italiens grassiert derzeit das neue Coronavirus. Aber auch andere europäische Länder haben mit steigenden Fallzahlen zu kämpfen. Nun treffen sich die EU-Gesundheitsminister in Brüssel.

Donnerstag, 5. März

19.15 Uhr: Kreis Lippe richtet Diagnosezentrum ein

Nachdem im Kreis Lippe eine nachgewiesene Infektion mit dem Corona-Virus festgestellt wurde, wurden die Kontaktpersonen der infizierten Frau ermittelt, kontaktiert und ebenfalls unter Quarantäne gestellt. Es handelt sich um acht Kontaktpersonen, deren Bewegungsprofile ebenfalls erfasst werden.

19 Uhr: Corona-Verdacht an Bielefelder Schule

Wegen eines Corona-Verdachtsfalles bleibt die Theodor-Heuss-Realschule in Bielefeld-Sennestadt an diesem Freitag geschlossen. Eine Person „aus dem schulischen Umfeld“ werde auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet, das Ergebnis soll am Wochenende vorliegen.

18 Uhr: Entwarnung im Kreis Gütersloh

Der Kreis Gütersloh hat am Abend eine weitere Entwarnung im Fall vermeintlicher Corona-Erkrankungen gegeben: Nachdem bereits ein älterer Mann negativ getestet worden war, seien jetzt auch die ihm nahestehenden Kontaktpersonen negativ auf das Coronavirus getestet worden.

15.30 Uhr: Gesundheitstag in Stemwede abgesagt

Der Gewerbeverein Stemwede hat den geplanten Gesundheitstag wegen des Coronavirus abgesagt. So soll die Ansteckungsgefahr gebannt werden.

14 Uhr: Doch kein Corona-Fall im Kreis Gütersloh

Vorläufige Entwarnung für den Kreis Gütersloh: Der Mann aus Rheda-Wiedenbrück ist doch nicht mit dem Coronavirus befallen. Dies ergab ein zweiter Test.

9.49 Uhr: Mann aus Rheda-Wiedenbrück und Frau aus dem Kreis Lippe betroffen

Auch bei einer Frau aus dem Kreis Lippe wurde eine Infektion nachgewiesen. Das teilte die Kreisverwaltung in Detmold am Donnerstag mit.

8.24 Uhr: Für Krisenmaßnahmen will die Bundesregierung bis zu 325 Millionen Euro bereitstellen

Unis und Schulen geschlossen, Theater und Kinos dicht: Italien reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit Covid-19. Die Kultusministerkonferenz hält das in Deutschland nicht für nötig. Aber es wird viel Geld bereitgehalten.

Mittwoch, 4. März

17.35 Uhr: Erster Corona-Fall in OWL

Nun hat es OWL erwischt: Im Kreis Gütersloh gibt es die erste bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-Co-V-2.

16.30 Uhr: Kein Corona-Fall im Kreis Paderborn

Die Coronavirus-Verdachtsfälle im Kreis Paderborn haben sich nicht bestätigt. Die im Labor getesteten Proben waren allesamt negativ.

14.50 Uhr: Mindener Klinik eröffnet ambulantes Corona-Notfallzentrum

Vor dem Universitätsklinikum Minden wird am Donnerstag um 13 Uhr ein ambulantes Corona-Notfallzentrum eröffnet. Das Zentrum ist vor dem Klinikum aufgebaut und besteht aus einem Trailer mit einem Untersuchungsraum sowie mehreren beheizten Zelten sowie einem Toilettenwagen. Patienten sollen sich jedoch erst telefonisch an ihren Hausarzt wenden. Sieht der Hausarzt die Notwendigkeit der stationären Behandlung, kann er an das Corona-Zentrum verweisen.

11.30 Uhr: Hannover-Messe verschoben

Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus  verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau. Das Branchentreffen mit rund 6000 Ausstellern, das vom 20. bis 24. April in der niedersächsischen Landeshauptstadt geplant war, soll jetzt vom 13. bis 17. Juli stattfinden. Dies teilte die Deutsche Messe AG am Mittwoch mit.

4.37 Uhr: rund 200 Infektionen in Deutschland

In Deutschland zählt das Robert-Koch-Institut bislang rund 200 nachgewiesene Infektionen. Viele Patienten sind inzwischen wieder gesund. Am Dienstagnachmittag kamen zuletzt das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern zu den Bundesländern hinzu, in denen das Sars-CoV-2 genannte Virus nachgewiesen worden ist. Außer in Sachsen-Anhalt wurde das Coronavirus nun in allen Bundesländern registriert.

Dienstag, 3. März

18.46 Uhr: Ärzte warnen vor unnötigen Praxisbesuchen

Deutschlands Kassenärzte warnen eindringlich vor unnötigen Praxisbesuchen aus Sorge vor dem neuen Coronavirus. Andernfalls sehen sie die Versorgung der Bevölkerung als gefährdet an. „Umfangreichere Testung von klinisch Gesunden ist medizinischer Unfug, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Dienstag in Berlin. In der vergangenen Woche seien 11.000 Tests auf das Coronavirus gemacht worden - bis Dienstagvormittag wurden aber nur 188 Sars-CoV-2-Infektionen erfasst.

18.40 Uhr: Schützen sagen Veranstaltungen ab

Der Paderborner Bürgerschützenverein will zur Vorsorge beitragen und verzichtet bis auf Weiteres auf Veranstaltungen. Abgesagte Termine sollen nachgeholt werden.

17.45 Uhr: vierter Verdachtsfall im Kreis Paderborn

Die Bürener Grundschule in Harth und das Liebfrauengymnasium Büren bleiben auch am Mittwoch geschlossen. Das hat der Kreis Paderborn mitgeteilt. Grund: Bis Dienstagnachmittag lagen keine Ergebnisse der Abstrichproben von den Verdachtsfällen im Kreisgebiet vor. Außerdem kam ein vierter Verdachtsfall hinzu.

15.26 Uhr: Frankreich beschlagnahmt Schutzmasken

Im Kampf gegen die Covid-19-Epidemie werden in Frankreich Schutzmasken beschlagnahmt. Das betreffe Lagerbestände und die laufende Herstellung, teilte Staatschef Emmanuel Macron via Twitter mit. Die Masken sollten an Beschäftigte im Gesundheitssektor sowie Bürger verteilt werden, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert seien, so der Staatspräsident.

13.52 Uhr: Klinikum Bielefeld schränkt Besuche ein

Das städtische Klinikum Bielefeld schränkt Besuche bei Patienten ein, die wegen einer Infektionserkrankung isoliert sind. Es gebe nicht genügend Schutzmaterialien, um neben dem Personal auch die Besucher damit ausstatten zu können. Die medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten habe Vorrang vor Besuchen.  

12.53 Uhr: Leipziger Buchmesse abgesagt

Die Leipziger Buchmesse wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Das haben Messeleitung und Stadtspitze entschieden, wie eine Sprecherin der Buchmesse am Dienstag mitteilte.

12.05 Uhr: Lions-Party in Minden abgesagt

Aufgrund der aktuellen Lage und der Verbreitung des Coronavirus  hat der Lions Club Minden eine für den 3. April geplante Party abgesagt. Das hat der Verein am Dienstag mitgeteilt.

„Der Lions Club Minden hat sich entschieden, die Party zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen, sobald sich die Lage geklärt hat“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Die Party sollte mit DJane Kathi Montain in der Musikbox Minden veranstaltet werden.

7.30 Uhr: Eigene Stifte, kein Abklatschen: NBA reagiert auf Coronavirus

Maximal einen Fistbump dürfen die NBA-Fans in den kommenden Tagen von den Basketballern in der besten Liga der Welt erwarten - auf Abklatschen sollen die Spieler wegen des neuartigen Coronavirus verzichten. Autogramme geben sollen die Profis demnach nur noch mit eigenen Stiften, mitgebrachte Gegenstände sollen sie nicht mehr annehmen - und sowieso auf gutes und regelmäßiges Händewaschen sowie genug Abstand zu angeschlagenen Menschen achten.

7.20 Uhr: Praxisärzte sehen Handlungsbedarf bei Schutzausrüstung

Die Praxisärzte sehen sich gewappnet für den Umgang mit dem neuen Coronavirus in Deutschland - aber Handlungsbedarf beim Nachschub an Schutzausrüstung. „Der Grundbestand, über den die niedergelassenen Kollegen in ihren Praxen verfügen, wird bundesweit nicht ausreichen, wenn die Zahl der Verdachtsfälle steigen wird“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen und ergänzt: „Und darauf deutet ja alles hin.“ 

Man sei daher im Gespräch mit dem Bundesgesundheitsministerium und allen Beteiligten, um rasch Abhilfe schaffen zu können und Schutzbekleidung dort vorzuhalten, wo sie gebraucht werde.

5.50 Uhr: Coronavirus in fast allen Bundesländern entdeckt

In Deutschland steigen die Infektionen mit dem neuen Coronavirus. Was heißt das für Krankenhäuser, wenn sich die Epidemie ausweitet? In fast allen Bundesländern gibt es seit Montagabend nachgewiesene Infektionen mit dem neuen Coronavirus. Insgesamt stieg die Zahl der erfassten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus in Deutschland auf rund 170.

Montag, 2. März

19 Uhr: Internationale Handwerksmesse wegen Coronavirus abgesagt

Die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Montagabend in München mit. Sie folgten damit einer Empfehlung des bayerischen Coronavirus-Krisenstabs.

Die IHM ist mit alljährlich 1000 Ausstellern aus 60 Ländern und mehr als 100.000 Besuchern die wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland. Die IHM hätte vom 11. bis 15. März stattfinden sollen. 

16.09 Uhr: Konzert für Kinder in Beverungen abgesagt

Mehr als 1300 Grundschüler aus dem gesamten Kreis Höxter und deren Eltern hätten eigentlich am Dienstag ein Konzert der Nordwestdeutschen Philharmonie in Beverungen hören sollen. Jetzt hat die Sparkassenstiftung als Veranstalter das Konzert abgesagt. Als Grund wird die Gefahr durch das Coronavirus angegeben.

14.07 Uhr: Spahn gegen Grenzschließungen

Auch in Deutschland steigt die Zahl erfasster Infektionen mit dem neuen Coronavirus von Tag zu Tag deutlich. Die Reaktion darauf müsse verhältnismäßig und angemessen ausfallen, betont Minister Jens Spahn. Oberstes Ziel ist dabei ein Verlangsamen der Epidemie. Eine Schließung von Grenzen sei weiter nicht nötig. Auch die Absage von Großveranstaltungen oder die Schließung von Unternehmen bei einzelnen Nachweisen unter Mitarbeitern seien nicht generell ratsam.

13.55 Uhr: drei Verdachtsfälle im Kreis Paderborn

Dem Kreisgesundheitsamt in Paderborn sind inzwischen drei Corona-Verdachtsfälle gemeldet worden. Dabei handelt es  sich um eine Frau aus Büren sowie einen Mann und eine Frau aus Paderborn. Für alle drei Personen sowie deren Angehörige  ist eine zunächst 14-tägige Quarantäne angeordnet worden. Mit Testergebnissen wird am Dienstagnachmittag gerechnet.

12.15 Uhr: Hasenfest in Warburg abgesagt

Das von der Firma Brauns-Heitmann, der Stadt und der Warburger Hanse für Palmsonntag geplante Fest „Heimat des Osterhasen“ wird abgesagt. Auch der verkaufsoffene Sonntag fällt aus.

8.44 Uhr: Coronavirus-Verdacht: Zwei Schulen in Büren (Kreis Paderborn) vorsorglich geschlossen

Ein Gymnasium in der Stadtmitte sowie eine Grundschule im Ortsteil Harth sollen am Montag und Dienstag geschlossen bleiben, wie eine Sprecherin des Kreises Paderborn in der Nacht zu Montag mitteilte.

Sonntag, 1. März

17.48 Uhr: mehr als 70 nachgewiesene Infektionen in NRW - Iran-Rückkehrer in Münster betroffen

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten steigt in NRW in hohem Tempo. Jeweils mehrere Covid-19-Fälle werden inzwischen aus vielen Teilen des Landes gemeldet. Bis Sonntagmittag gab es im besonders betroffenen Kreis Heinsberg nahe der niederländischen Grenze 65 bestätigte Fälle, wie ein Sprecher sagte. Auch aus vielen anderen Teilen des Landes berichteten Städte, Kreise oder Krisenstäbe von Covid-19-Betroffenen. Landesweit waren es deutlich mehr als 70 Fälle. Seit Samstag wird ein 51-Jähriger in der Uniklinik Münster behandelt, der von einem Urlaub aus dem Iran zurückgekehrt war. Bei ihm fiel der Test auf das neuartige Coronavirus positiv aus. Nach Angaben der Klinik wird er jetzt mit leichten Symptomen, die einer Erkältung ähneln, isoliert behandelt. Es gehe ihm soweit gut. Seine Frau habe sich freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. Die Stadt Münster hat einen Krisenstab eingerichtet und will am Montag bei einer Pressekonferenz über den Fall informieren.

15.53 Uhr: internationaler Sport in Mitleidenschaft gezogen

Infizierte Sportler, keine Autogrammstunden, Interviews aus sicherer Entfernung: Das Coronavirus zeigt unterschiedlichste Auswirkungen auf den Sport - ein Ende ist noch nicht absehbar.

15.02 Uhr: DMG Mori schließt Tochterunternehmen für zwei Tage

Das Bielefelder Unternehmen DMG Mori ist in einem Tochterunternehmen in Bayern vom Coronavirus betroffen. Sicherheitshalber sollen nun die 1600 Mitarbeiter dort nun zunächst zuhause bleiben.

12.55 Uhr: Meisterschaften in Höxter verschoben

Eigentlich sollten am Wochenende 7. und 8. März in der Höxteraner Bielenberg-Turnhalle die Deutschen Meisterschaften im Sport-Stacking (Becherstapeln) ausgetragen werden. Daraus wird vorerst aber nichts. „Aufgrund der Situation um das Coronavirus haben wir beschlossen, die Meisterschaften zu verschieben“, sagt Jörg Schilcher, Chef der ausrichtenden Boffzener Speedy-Cups. 

12.35 Uhr: Das Virus setzt Ängste frei

Das Coronavirus verändert die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten. Die unsichtbare Gefahr setzt Ängste frei. Wissenschaftler erläutern die Hintergründe - und geben einen Tipp dafür, wie man die Nerven behält.

10.15 Uhr: USA und Australien melden die ersten Toten

In Australien starb am Sonntag ein 78-Jähriger aus Perth an der Krankheit. Der Mann war zuvor zusammen mit seiner Frau auf dem vor der Küste Japans unter Quarantäne stehendem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» gewesen und hatte es dann Richtung Australien verlassen können.

10.00 Uhr: Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt

Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 gibt es nun in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.

Samstag, 29. Februar

20.04 Uhr: Hamsterkäufe in Deutschland

In den Supermärkten greifen die Kunden vermehrt zu langlebigen Lebensmitteln und Getränken. Auch Regale mit Reinigungstüchern oder Desinfektionsmitteln waren leer. Nach Einschätzung des Handels drohen deswegen aber keine Engpässe. Die Lieferstrukturen seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet, sagte der Sprecher des Handelsverbands Deutschland, Kai Falk.

17.20 Uhr: Corona-Test bei Lehrern in Bielefeld negativ

Erleichterung bei vielen Eltern in Ostwestfalen-Lippe: Die Lehrerin und der Lehrer aus Bielefeld, die Kontakt zu einem Corona-Infizierten aus dem Kreis Heinsberg gehabt hatten, sind nicht infiziert.

16.26 Uhr: vier Kita-Kinder in NRW infiziert

In Deutschland steigt die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten weiter. Auch Kinder einer Kita sind nun betroffen. Aus Südkorea werden 600 neue Fälle gemeldet - binnen 24 Stunden.

15.30 Uhr: Auch am Klinikum Bethel werden Zelte aufgestellt

Auf dem Parkplatz am Kantensiek in Bielefeld entstand eine kleine Zeltstadt, in der Personen mit Corona-Verdachtsfällen gesondert eingeschätzt und behandelt werden sollen.

14.15 Uhr: Untersuchungscontainer für Verdachtsfälle aufgebaut

An der Notaufnahme des Klinikums Lippe in Detmold wurde ein Untersuchungscontainer aufgestellt. Coronavirus-Verdachtsfälle werden dort getrennt von anderen Patienten untersucht.

12.12 Uhr: Kritik an „Herdenverhalten"

Der Ökonom Marcel Fratzscher hält verbreitetes  „Herdenverhalten" für eine der größten Gefahren in der aktuellen Coronakrise.  „Das ist meine große Sorge: Diese Panik, dieses Herdenverhalten von Finanzinvestoren", sagte der Chef des Berliner DIW der  „Passauer Neuen Presse".  „So etwas gibt es auch bei Unternehmen und Konsumenten. Das ist zum Teil sehr irrational." Im schlimmsten Fall könne dies einen Abwärtsstrudel auslösen.

11.23 Uhr: Weltweit Absage von Großveranstaltungen

Asean-Gipfel, Wada-Jahres-Symposium, ITB - wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden weltweit Veranstaltungen abgesagt. Die Zahl der Infizierten steigt auch in Deutschland weiter.

10.45 Uhr: Verdachtsfall an der FH Bielefeld

Auch an der Fachhochschule Bielefeld soll es einen Coronavirus-Verdachtsfall geben. Ein Mitarbeiter hat sich an einem Veranstaltungsort aufgehalten, an dem sich auch ein Patient aus NRW befunden hat.

08.30 Uhr: „Es werden sich 60 bis 70 Prozent infizieren"

In Deutschland werden sich nach Ansicht eines Experten viele Menschen mit dem neuen Coronavirus anstecken. „Es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit", sagte der Virologe Christian Drosten.

5.02 Uhr: Lehrer melden Kontakt zu Corona-Krankem nicht

Das Gesundheitsamt der Stadt Bielefeld hat nur zufällig erfahren, dass eine Lehrerin und ein Lehrer aus Bielefeld Kontakt zu einem Corona-Erkrankten aus dem Kreis Heinsberg hatten und sich dessen offenbar auch bewusst waren.

Freitag, 28. Februar

20.15 Uhr: Reisemesse ITB abgesagt

10.000 Aussteller, 160.000 Besucher: Die ausgebuchte Reisemesse ITB Berlin ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Dabei hatten sich die Veranstalter bis zuletzt zuversichtlich gegeben.

18.15 Uhr: Dax erlebt schwärzeste Woche seit 2011

Der Kursrutsch aus Sorge vor einer Coronavirus-Pandemie hat am Freitag mit einem Dax-Verlust von zeitweise mehr als 5 Prozent einen vorläufigen Höhepunkt erlebt.

18.10 Uhr: Kein Händeschütteln beim Sport

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) sieht derzeit keine Veranlassung, den Spielbetrieb beziehungsweise Wettkämpfe in der Leichtathletik für das Wochenende abzusagen. Es wird empfohlen, auf das Ritual des Händeschüttelns zu verzichten, "um unnötigen Körperkontakt zu vermeiden".

16.45 Uhr: Coronavirus streut durch NRW

Die Zahl der Erkrankten ist landesweit mittlerweile auf 35 gestiegen. Patienten wurden am Freitag auch aus Düsseldorf und Bergheim gemeldet. Alle hätten Bezüge zu Erkrankten im Kreis Heinsberg, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte: „Ich gehe davon aus, dass sich das in den nächsten Tagen noch weiter erhöhen wird.“ Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warnte vor Panik und Alarmismus.

15.58 Uhr: Verzicht auf Weihwasser angeraten

Der Coronavirus beginnt das öffentliche Leben zu verändern - auch in der Kirche: Wegen der Ansteckungsgefahr empfiehlt das Erzbistum Paderborn, auf das Händereichen beim Friedensgruß und die Verwendung von Weihwasser zu verzichten.

15.27 Uhr: Arminia Bielefelds Trainer äußert sich auf der Spieltags-Pressekonferenz zum Thema Coronavirus

14.15 Uhr: Schule in Bielefeld geschlossen

Die Albatrosschule in Bielefeld, eine Förderschule des Landschaftsverbandes, ist vorsorglich geschlossen worden. Dort gibt es eine Lehrerin, die Kontakt mit einem mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Heinsberg hatte. Die Frau ist symptomfrei, die Schließung ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Das Testergebnis soll am Samstagmittag vorliegen. Es gibt zudem zwei weitere Verdachtsfälle in Bielefeld.

12.47 Uhr: Weniger Flugtickets verkauft

Der Luftverkehr nach China liegt bereits weitgehend lahm. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus drückt aber auch in anderen Regionen der Welt auf die  Nachfrage nach Flugtickets.

12.44 Uhr: Experte glaubt, dass das Virus bleiben wird

Deutschland wird Experten zufolge mit dem neuen Coronavirus dauerhaft leben müssen. Der Virologe Christian Drosten erwartet, dass Deutschland in Europa eines der Länder mit den höchsten Fallzahlen wird, „weil unsere Bevölkerung sehr reisefreudig ist“.

11.57 Uhr: Universitäten beschränken Dienstreisen

Die Universität Bielefeld hat wegen Corona alle Dienstreisen nach China, Japan, Korea sowie in die italienischen Regionen Lombardei und Venezien untersagt. Auch die Universität Paderborn hat auf die Verbreitung des Coronavirus reagiert.

11.44 Uhr: Zwei weitere bestätigte Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg

Zwei weitere Menschen aus Baden-Württemberg haben sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Im ersten Fall handle es sich um einen Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg, der bei der sogenannten Influenza-Überwachung „herausgefischt“ worden sei, teilte das Sozialministerium am Freitag in Stuttgart mit. Das bedeutet, dass Proben im Labor des Landesgesundheitsamtes, die auf Influenza getestet wurden, automatisch auch auf das Coronavirus hin untersucht werden. Dies ist der erste Fall, der auf diese Art ermittelt wurde.

11.28 Uhr: Schweiz verbietet Sport-Großveranstaltungen wegen Coronavirus

In der Schweiz sind wegen der Coronavirus-Epidemie bis zum 15. März auch alle Sport-Großveranstaltungen verboten worden. Spiele mit mehr als 1000 Zuschauern dürfen auf Anweisung des Bundesrats in diesem Zeitraum nicht mehr stattfinden. Möglich bleiben demnach aber Geisterspiele ohne Fans oder Partien mit geringeren Zuschauerzahlen. Alternativ müssten die geplanten Spiele verschoben oder abgesagt werden. 

11.22 Uhr: Städte- und Gemeindebund: „Es gibt keine gesetzliche Grundlage für Abriegelung ganzer Orte“

Nach den Worten von Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, gibt es keine gesetzliche Grundlage für die Abriegelung ganzer Städte zur Eindämmung von Infektionskrankheiten. Das Infektionsschutzgesetz erlaube die Isolierung einzelner Personen, „aber es gibt darin keine Regelung, ganze Stadtteile abzuriegeln.“ Eine Abriegelung ganzer Orte und Städte halte er auch nicht für sinnvoll, wie das Beispiel Italien zeige. Bevor eine solch drastische Maßnahme ergriffen werde, könne man noch Schulen und Kindergärten schließen, Publikumsverkehr in den Verwaltungen reduzieren und Veranstaltungen absagen.

11.04 Uhr: Abgeordnete schlagen separate Anlaufstellen für Corona-Infizierte vor

Drei Bundestagsabgeordnete haben als Maßnahme gegen eine weitere Verbreitung des neuen Coronavirus Anlaufstellen für Infizierte außerhalb von Praxen vorgeschlagen. „Kliniken und Arztpraxen werden absehbar zu Infektionsherden, sobald Infizierte und Erkrankte dort Hilfe suchen“, heißt es in einem offenen Brief, den die fraktionslosen Parlamentarier Frauke Petry, Uwe Kamann und Mario Mieruch am Freitag an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schickten. Sie forderten, getrennte Anlaufstellen einzurichten - auch um die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens nicht zu gefährden.

10.15 Uhr: Weiterer Dax-Rutsch - Schwächste Woche seit 2011

Der Kursrutsch aus Sorge vor einer Coronavirus-Pandemie hat sich am Freitag fortgesetzt. Der Dax sank in der ersten Stunde des Handels 4,08 Prozent auf 11 863,27 Punkte. Mit einem Dax-Verlust von gut 12 Prozent seit dem vergangenen Freitag erleben die Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011.

10.06 Uhr: Corona-Virus: Schule in Bielefeld geschlossen

In Bielefeld ist die Albatros-Schule, eine Förderschule des Landschaftsverbandes, vorsorglich geschlossen worden. Eine Lehrerin soll Kontakt zu einem mit dem Corona-Virus infizierten Menschen gehabt haben.

„Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme,“ erläutert Werner Giebel, Rektor der Albatros-Schule. Da eine erwachsene Person des Kollegiums mutmaßlich Kontakt zu einem Corona-Erkrankten gehabt hat.

Verdachtsfall-in-Foerderschule-im-Bielefelder-Sueden-Corona-Virus-Schule-geschlossen_image_630_420f_wn

Im Kreis Heinsberg waren am Donnerstag Schulen und Kindergärten geschlossen worden. Am Freitag wurde die erste Schule in Bielefeld vorsorglich geschlossen Foto: dpa

9.53 Uhr: Freitagsgebete im Iran wegen Coronavirus abgesagt

Der schwer vom Coronavirus betroffene Iran reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die Ausbreitung. Im mehreren Teilen des Landes sind die Freitagsgebete abgesagt worden. Nach Angaben iranischer Medien finden die für das islamische Land wichtigen Zeremonien in 22 der 31 Provinzen nicht statt.

Außer den Freitagsgebeten hat das Gesundheitsministerium von allen öffentlichen Veranstaltungen, wie etwa Hochzeitsfeiern oder Trauerzeremonien, abgeraten. Schulen und Universitäten bleiben vorläufig geschlossen und werden wohl bis zum Ende der persischen Neujahrsferien Anfang April auch nicht mehr geöffnet. 

9.35 Uhr: Profi-Radrennen in Dubai wegen zwei Corona-Fällen abgebrochen

Zwei positive Test auf das neuartige Coronavirus haben zur Absage der UAE Tour der Radprofis in den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt. Das teilte der Veranstalter in der Nacht zwei Etappen vor dem Ende zum Freitag mit.

6.38 Uhr: Austausch von Schülern aus Höxter abgesagt

Sie hätten nach Italien fahren sollen. Daraus wird nun nichts.  Schüler des König-Wilhelm-Gymnasiums in Höxter können ihren Italienaustausch Mitte März nicht antreten.

5.57 Uhr: Bei Virusverdacht erst beim Hausarzt anrufen!

Im Kreis Minden-Lübbecke wird darauf hingewiesen, dass es bei Virusverdacht nicht sinnvoll sei, einfach in die nächste Klinik zu fahren. Besser solle man sich an seinen Hausarzt wenden - und sich dort zunächst telefonisch ankündigen.

5.18 Uhr: Virus in Hamburg nachgewiesen

Nun ist auch in Hamburg ein Mann positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Er arbeitet am Universitätsklinikum in der Kinder- und Jugendmedizin. Das hat auch Folgen für die jungen Patienten und deren Eltern.

5.02 Uhr: Auswärtiges Amt ahnungslos?

Das Auswärtige Amt in Berlin soll bisher keinen Überblick darüber haben, wie viele und welche deutschen Staatsbürger seit Montag auf Teneriffa unter Quarantäne stehen. Wegen inzwischen vier bestätigter Corona-Fälle (ausnahmslos italienische Touristen) dürfen etwa 1000 Urlauber das Hotel „Costa Adeje Palace” nicht mehr verlassen.  Arbeitsmediziner Dr. Klemens Liekmeier aus Paderborn ist einer von ihnen. Mit ihm sprach unser Chefreporter Christian Althoff.

Donnerstag, 27. Februar

19.48 Uhr: Facebook sagt Entwicklerkonferenz ab

Facebook hat seine für Anfang Mai geplante Entwicklerkonferenz F8 in San Jose jetzt wegen der Coronavirus-Gefahr abgesagt.

19.20 Uhr: 14 weitere Infektionen mit Coronavirus in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen sind 14 weitere Personen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Kreis Heinsberg und das NRW-Gesundheitsministerium teilten am Donnerstagabend mit, dass sich die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis Heinsberg auf 20 erhöht habe.

Alle 14 positiv Getesteten seien in häusliche Quarantäne nach Hause entlassen worden, weil eine stationäre Behandlung nicht notwendig sei, hieß es. Die Betroffenen wohnten vorwiegend in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg, eine Person lebe in der Städteregion Aachen.

19.03 Uhr: Viruskrise setzt Dax wieder stark unter Druck

Reiseeinschränkungen, stillgelegte Firmen, unterbrochene Handelsketten - das Coronavirus hat immer mehr Auswirkungen auf die Wirtschaft. Das bekommt auch der Aktienhandel zu spüren.

17.45 Uhr: Deutsche Behörden dehnen Coronavirus-Vorkehrungen weiter aus

Angesichts zunehmender Infektionszahlen mit dem Coronavirus machen sich viele Bürger Sorgen, auch was Einschränkungen im Alltag angeht. Ein Krisenstab in Berlin stößt nun die nächsten Schutzmaßnahmen an.

16.33 Uhr: Coronavirus bremst ostwestfälische Wirtschaft aus

Die von China ausgehende Ausbreitung des Coronavirus hat schon jetzt erhebliche negative Auswirkungen auf die Unternehmen in Ostwestfalen. Fast jedes zweite Unternehmen beklagt Lieferengpässe, gut ein Drittel Umsatzeinbuße.

15.50 Uhr: OWL-Fußballklubs treffen Vorbereitungen

Auch die beiden OWL-Spitzenklubs Arminia Bielefeld und SC Paderborn ist der Coronavirus Thema . Vor den Spielen am Wochenende treffen DSC und SCP erste Vorbereitungen. Hier lesen Sie mehr zu den Vorkehrungen der Vereine.

12.25 Uhr: Coronavirus-Ausbruch versetzt Deutschland in den Krisenmodus

Hunderte unter Quarantäne in NRW, die deutsche Industrie fürchtet Folgen für die Konjunktur, mindestens 15 europäische Länder sind inzwischen betroffen: Das neuartige Coronavirus verändert die Welt. Nach den ersten Ausbrüchen des neuartigen Coronavirus steht Deutschland am Beginn einer Epidemie. In mehreren Bundesländern wird intensiv nach möglichen Sars-CoV-2-Infizierten gesucht.

Auch am Rahdener Krankenhaus wird vor den Eingang eine Corona-Test-Station gebaut werden, sagen die Mediziner.

Auch am Rahdener Krankenhaus wird vor den Eingang eine Corona-Test-Station gebaut werden, sagen die Mediziner. Foto: Michael Nichau

10.15 Uhr: „Coronavirus wird Bielefeld erreichen“

Für Dr. Peter Schmid ist es keine Frage: Das  Coronavirus . „Es ist nur eine Frage des Wann. Die Dynamik der Erkrankungsfälle legt das nahe.“ Ein Grund zur Panik ist das für den Leiter des Bielefelder Gesundheitsamtes aber keineswegs.

8.30 Uhr: Epidemie trifft Firmen: Gestörte Lieferketten, gesenkte Prognosen

Die Virus-Krise erfasst immer mehr Unternehmen: Ob gestrichene Gewinnziele, Einstellungsstopps oder Schutzausrüstung für Mitarbeiter. Viele Firmen sind nun gezwungen, Konsequenzen zu ziehen.

Mittwoch, 26. Februar

16.30 Uhr: Ostwestfalen auf Teneriffa in Quarantäne

Corona-Verdacht auf Teneriffa:  Dort sind am Dienstag mehrere hundert Angestellte und etwa 1000 Urlauber des Hotels „Costa Adeje Palace“ unter Quarantäne gestellt worden, darunter auch mehrere Ostwestfalen. „Im Moment sind Ärzte in der Anlage unterwegs, um jeden Gast und jeden Mitarbeiter zu untersuchen“, sagte der Paderborner Arbeitsmediziner Dr. Klemens L. (64), der dort seit einer Woche mit seiner Frau Ute P. (60) Urlaub macht und eigentlich heute zurückkehren wollte.

14.10 Uhr: Kliniken im Kreis Minden-Lübbeecke rüsten sich für Corona

Das Virus kommt – so viel scheint sicher. Am Johannes-Wesling-Klinikum haben sich die ersten Personen auf das Corona-Virus testen lassen. Im Hintergrund der Informationsveranstaltung zum neuen Konzept des Rahdener Krankenhauses war Gelegenheit zum Gespräch mit den Fachärzten.

10.30 Uhr: Heimische Wirtschaft in Sorge

Die Wirtschaft in der Region ist wegen der Folgen des Coronavirus in großer Sorge. „Wir haben deutliche Hinweise darauf, dass es zwischen China und Deutschland zu einer Unterbrechung der Lieferkette kommt“, sagte der Außenhandelsexperte der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen, Harald Grefe, dieser Zeitung. 

Kommentare

Hermann  wrote: 15.03.2020 14:22
@Sarah:
Die Situation muss differenziert betrachtet werden, um nicht verwirrend zu wirken. Die derzeitigen Maßnahmen zur Einschränkung einer überschießenden Ausbreitung des Virus sind völlig folgerichtig, hierzulande recht spät (und bislang möglicherweise unzureichend) getroffen worden und werden sich erst in einer rückschauenden Betrachtung nach einer "Durchseuchung" der Bevölkerung über Monate und Jahre in ihrer Wirksamkeit und Angemessenheit beurteilen lassen.

Die gesellschaftlichen Einschränkungen dienen dazu, einen (nach derzeitigen Erkenntnissen zu erwartenden) Schaden von der Gesamtbevölkerung abzuwenden. Sie werden jedoch nicht verhindern können, dass einzelne (auch uns nahestehende) Menschen schwer erkranken und sterben werden. Sie dienen auch nicht dazu, jeden einzelnen vor einer Infektion zu schützen. (Erklärtes) Ziel ist es, eine zu schnelle Ausbreitung zu vermeiden. Und daran sollte nun jeder mitwirken.
Es sind insbesondere die vielen "älteren" (> 50-60 Jahren...das Risiko besteht nicht nur für hochaltrige Menschen in biblischem Alter...und auch dies wäre ja schlimm), vorerkrankten (das sind sehr viele Menschen, von denen wir dies vielleicht gar nicht wissen, deren Erkrankungen vielleicht eher banal erscheinen...), rauchenden und behinderten Menschen, die (vor allem) geschützt werden müssen. Zudem wäre es fatal, ein (ohnehin seit Jahren) angeschlagenes Gesundheitssystem mit einer (plötzlich und punktuell) auftretenden größeren Anzahl schwerer Erkrankungsfälle (neben den ja weiterhin zu behandelnden Herzinfarkten, Schlaganfällen, Krebspatienten usf.) zu überlasten.
Stellen Sie sich ein kleines Krankenhaus mit zehn Intensiv-/Beatmungsplätzen vor, von denen acht regulär (und zwingend) belegt sind. Hier würden bereits zehn zusätzliche Beatmungspatienten eine ungeahnte Überforderung in einer Kommune bedeuten, auch angesichts der dann zu treffenden Schutzmaßnahmen usw. Eine Verlegung derart schwer erkrankter Patienten in andere Krankenhäuser scheidet oft aus medizinischen Gründen aus, so dass eine Betrachtung vielmehr lokal, jedenfalls regional, zu erfolgen hat (und nicht wie häufig auf politischer und auch wissenschaftlicher Ebene national). Wem hilft dann ein Intensivbett im Klinikum Bielefeld, wenn er im Kreis Lippe in einem kleineren Krankenhaus liegt und nicht transportfähig ist (und die Mitpatienten auch nicht)? Und niemandem helfen Beatmungsplätze, für die nicht in ausreichender Zahl Personal zur Verfügung steht (auch ÄrztInnen und PflegerInnen werden erkranken, können sich ggf. aufgrund Materialmangel nicht ausreichend schützen usw.). Also alles andere als harmlos (wie Sie in Ihrem Beitrag w. o. schrieben), das stimmt. Allerdings bestreitet das ja grundsätzlich auch (mittlerweile) längst kein ernstzunehmender Politiker oder einschlägiger Wissenschaftler mehr. Allerdings haben wir ja gerade diesen Punkt längst noch nicht erreicht und ebendiese Schieflage soll ja gerade vermieden werden.
Alle derzeitigen Bemühungen sind Präventionsmaßnahmen und angebracht (möglicherweise jedoch nicht weitreichend und konsequent genug)!

Es gibt seit vielen Jahren öffentliche Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz [...], einen Vorrat für mind. zehn bis 14 Tage vorzuhalten. Also alles nichts "Neues"! Diese Hinweise gibt es (längst) und sie werden auch derzeit nicht widerrufen. (vgl. Internetpräsenz Bundesamt, verfügbar unter: https://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/VorsorgefuerdenKat-fall_node.html)

Es ist gerade gar keine Zeit für Panik, darüber hinausgehende "Hamsterkäufe" o. ä., sondern es ist Zeit für Solidarität. Eher mal zu Hause bleiben, außer Haus möglichst (etwas mehr als sonst) Abstand zu anderen halten, (auch kleinere) Feiern verschieben, Hände waschen, mit (auch banaleren) Erkältungen unbedingt die Arbeitsstelle meiden, auf ältere Nachbarn, Angehörige achten, nicht hysterisch und planlos Arztpraxen oder gar Krankenhäuser aufsuchen...UND: kein Halwissen (oder Falschmeldungen) unreflektiert anhand von Schlagzeilen im Internet, in Kanälen der sozialen Medien usw. aufschnappen und völlig unbedacht weiterverbreiten! Das zerstört am Ende Solidarität und unsere soziale Gesellschaft! (nicht nur in Zeiten einer Pandemie)


Allgemein, nicht (nur) @Sarah:
Zu einer funktionierenden Gesellschaft gehören soziale/solidarische Grundprinzipien. Denkweisen und Aussagen mit dem Tenor "Ich bin jung und mir wird nichts passieren" oder "ich gehe trotzdem feiern" sind nicht solidarisch. Aber diese Menschen wird es immer geben, auch in einer besonderen Situation wie der jetzigen; sie sind immer Teil einer Demokratie und zugleich der kritische Maßstab an dem sich die Mehrheit messen lassen muss (sonst wären es keine Demokratie). So ist es beim Klimawandel, in Flüchtlingskrisen und halt auch bei einer Pandemie. Und: Zu einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft gehören eben auch Politiker, die (ungeachtet der möglichen Folgen) sich für eine Richtung entscheiden und diese konsequent (nicht blindwütig) einschlagen und Klartext sprechen.

An solchen Führungspersönlichkeiten fehtl es leider gerade. Die Folge ist Verunsicherung, Zweifel...
"[...] sagen nicht so und nicht so, damit es nachher nicht heißt, sie hätten so oder so gesagt." (Philosoph Ernst Bloch)

Am Ende werden sich jedoch (hoffentlich und erfahrungsgemäß) immer mehr Menschen nach ihren Möglichkeiten differenziert informiert haben (jenseits gefährlichen Halbwissens auf WhatApp-Kanälen pp.), sich besinnen und sich solidarisch mit unserer Gesellschaft erklären.


Sarah  wrote: 13.03.2020 18:28
Was denn nun?
Es heißt man soll sich keine Sorgen machen, "groß Einkäufe" sind nicht notwendig. Es werden andererseits Schulen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt und so weiter. Wenn es harmlos ist, warum dann diese Maßnahmen? Wenn es doch eine höhere Gefahr ist, warum wird dann nicht entsprechend informiert und Empfehlungen getroffen?
Ich finde das sich einiges widerspricht und das ist verwirrend!
Total 2 comments
Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7298842?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F2616245%2F
Schleusener rettet Nürnberg vor dem Abstieg - Oral: «brutal»
Das Team des 1. FC Nürnberg jubelt über den erlösenden Treffer zum 3:1.
Nachrichten-Ticker