Start laut Laumanns Impffahrplan in NRW Anfang Februar
Über-80-Jährige zu Hause werden geimpft

Düsseldorf (WB) -

Der Corona-Impffahrplan für Nordrhein-Westfalen wird konkreter: Bis Mitte Februar erhält das Land in mehreren Lieferungen 920.000 Impfdosen von Biontech und Pfizer. Damit können insgesamt 460.000 Menschen immunisiert werden.

Montag, 04.01.2021, 17:44 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 17:56 Uhr
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)

Die Zahl stieg zuletzt, weil nun nicht mehr bloß mit fünf Dosen pro Ampulle, sondern aufgrund von Erfahrungswerten mit 5,5 gerechnet wird. Das gab NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag bekannt.

Während bislang nur in Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft wird, soll vom 18. Januar an auch allen etwa 90.000 Bediensteten von Krankenhäusern ein Impfangebot gemacht werden, die Kontakt zu Covid-Pa­tienten haben. Ihre Dosen sollen größtenteils in den Kliniken vor Ort verabreicht werden.

In derselben Woche bekommen zudem Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten und jene über 80-Jährigen postalisch Impfbescheide, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben. Sie bilden die erste Gruppe, die sich mit vorheriger Terminabsprache ab Anfang Februar in den dann geöffneten Impfzentren immunisieren lassen kann. „Da zu dieser Gruppe etwas mehr als eine Million Menschen zählen, werden die Impfungen allerdings bis Ende März andauern“, kündigte Laumann an. Schneller könnte es gehen, wenn in den nächsten Tagen und Wochen weitere Impfstoffe zugelassen und geliefert werden. Auf diese Zulassungen müssen auch alle über 80-Jährigen hoffen, die zwar zuhause leben, aber nicht mobil sind. Eine Impfung in den eigenen vier Wänden ist mit dem Vakzin von ­Biontech und Pfizer aufgrund der Kühlvorschriften derzeit nicht möglich.

 Bislang sind – Stand Montagmorgen – 81.300 Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland geimpft worden. Ein Chaos sieht Laumann nicht: „Dass der Impfstoff am Anfang knapp sein würde, war allen klar, die sich damit intensiver beschäftigt haben. Die Prozesse laufen gut bislang. Bis wir die nächste Lieferung erhalten, werden alle erhaltenen Dosen verimpft sein.“ Angesprochen auf mögliche strategische Fehler der Bundesregierung und der EU bei der Vorbestellung des Impfstoffes, schüttelte Laumann den Kopf: „Zu dem frühen Zeitpunkt, als wir den Impfstoff bestellen mussten, war es doch richtig, nicht nur auf einen Hersteller zu setzen.“

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