Noch kein Sieger ausgerufen
Biden: Werden die Wahl gewinnen

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden liegt bei der Stimmenauszählung deutlich vor Amtsinhaber Donald Trump und zeigt sich siegessicher. Ein endgültiger Wahlgewinner wurde jedoch immer noch nicht ausgerufen.

Samstag, 07.11.2020, 05:49 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 05:52 Uhr
Joe Biden hält eine Ansprache. Foto: Carolyn Kaster

Wilmington (dpa) - Angesichts seines Vorsprungs in wichtigen Bundesstaaten bei der US-Wahl hat sich Joe Biden siegessicher gezeigt. «Wir werden dieses Rennen mit einer klaren Mehrheit und der Nation hinter uns gewinnen», sagte er. Er betonte zugleich, es sei noch kein Gewinner ausgerufen worden.

Biden liegt bei der laufenden Stimmenauszählung deutlich vor dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump. Trump hatte den Sieg bereits in der Wahlnacht für sich reklamiert. Der Präsident führt Bidens Vorsprung auf Wahlbetrug zurück, wofür es keine Belege gibt. Bislang hat noch kein großer TV-Sender oder die Nachrichtenagentur AP einen Sieger ausgerufen, wie es in den USA nach der Präsidentenwahl gehandhabt wird.

Biden sicherte erneut zu, er werde im Fall eines Sieges der Präsident aller Amerikaner sein - auch derjenigen, die bei der Wahl nicht für ihn gestimmt haben. «Wir mögen Gegner sein, aber wir sind keine Feinde.»

Er und seine Vizekandidatin Kamala Harris seien sich bewusst, dass die Spannung nach einer «harten Wahl» wie der diesjährigen groß sei. Dennoch müsse man ruhig und geduldig bleiben, während alle Stimmen gezählt würden. Biden versicherte den Wählern: «Ihre Stimme wird gezählt. Es ist mir egal, wie sehr Leute versuchen, das zu verhindern. Ich werde es nicht zulassen.»

Der 77-Jährige fügte hinzu: «Ich war noch nie so optimistisch über die Zukunft dieser Nation.» Biden machte deutlich, dass er sich bereits nach dem aktuellen Stand des Rennens durch die Stimmen von rund 74 Millionen Amerikanern mit einem starken Mandat ausgestattet sieht, um Maßnahmen gegen das Coronavirus, für die Wirtschaft, gegen den Klimawandel und strukturellen Rassismus zu ergreifen. «Sie wollen, dass das Land zusammenkommt und nicht weiter auseinanderreißt», sagte er mit Blick auf die Wähler.

© dpa-infocom, dpa:201107-99-243707/2

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