Protest gegen Rodungen
Extinction Rebellion blockiert Eingänge an Ministerium

Waldrodungen für den Bau einer Autobahn in Hessen haben nun auch Auswirkungen bis in die Hauptstadt. Aktivisten demonstrierten am Morgen vor dem Bundesverkehrsministerium. Es ist der Auftakt einer ganzen Protestwoche.

Montag, 05.10.2020, 10:53 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 12:10 Uhr
Ein Umweltaktivist von Extinction Rebellion (XR) hat sich mit einem Bügelschloss an einem Gitter am Bundesverkehrsministerium angeschlossen. Foto: Paul Zinken

Berlin (dpa/bb) - Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion haben die Seiteneingänge des Bundesverkehrsministerium aus Protest gegen Waldrodungen in Hessen blockiert.

An der Aktion seien rund 80 Aktivisten beteiligt, sagte eine Sprecherin am Montagmorgen. «Wir fordern Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, die Rodungen für den Dannenröder Wald in Hessen zu stoppen.» Teile des 300 Jahre alten Waldes würden seit dem 1. Oktober für den Bau der Autobahn A49 gerodet. Die Berliner Polizei bestätigte, dass sie am Ministerium im Einsatz sei.

Extinction Rebellion hatte für diese Woche Protestaktionen gegen Umweltzerstörung und Klimawandel in Berlin angekündigt. Am Montag sei ein «Trauerzug der Toten Bäume» ab 10.00 Uhr geplant, der am Bundeslandwirtschaftsministerium beginnen soll, sagte die Sprecherin. Nach Angaben der Polizei vom Freitag wurden dafür 1200 Teilnehmer angemeldet. Endpunkt sei der Invalidenpark. Am Mittwoch (15.00 Uhr) sollen unter dem Motto: «The Sea Are Rising - So Are We» zwei Protestzüge mit jeweils 500 Teilnehmern vor den Parteizentralen von CDU und SPD starten. Die Demonstrationen sollen sich am Potsdamer Platz treffen und anschließend zum Brandenburger Tor ziehen.

© dpa-infocom, dpa:201005-99-827627/2

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7617706?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F2198335%2F
Polizei: Gebäude des Robert Koch-Instituts angegriffen
Eine zerbrochene Fensterscheibe und Rußspuren am Gebäude des Robert Koch-Instituts in der General-Pape-Straße im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg.
Nachrichten-Ticker