FDP-Abgeordneter Christian Sauter will Bürgermeister werden
Extertal statt Bundestag

Bielefeld/Extertal (WB/as). Die FDP in Ostwestfalen-Lippe will nach der Kommunalwahl am 13. September und möglichen Stichwahlen am 27. September zwei Bürgermeister in der Region stellen.

Dienstag, 11.08.2020, 04:43 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 05:00 Uhr
Bundestagsabgeordneter Christian Sauter (FDP) will Bürgermeister werden.

„Amtsinhaber Kai Abruszat tritt in Stemwede ohne Gegenkandidaten an, und Christian Sauter hat in seiner Heimat Extertal eine sehr realistische Chance, Bürgermeister zu werden“, sagte Frank Schäffler am Montag bei der Vorstellung der 15 FDP-Kandidaten für Posten von Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Landräten.

Der FDP-Bezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete aus Bünde (Kreis Herford) betonte nicht ohne Stolz, dass über die Hälfte der mehr als 2000 FDP-Mitglieder in OWL für Räte und Kreistage kandidieren.

Dass sich ein aktiver Bundestagsabgeordneter 13 Monate vor der nächsten Abstimmung dazu entschließt, zurück in die Kommunalpolitik wechseln zu wollen, ist außergewöhnlich. „Wenn ich in Extertal zum Bürgermeister gewählt werden sollte, dann kandidiere ich natürlich nicht mehr für den Bundestag“, sagte Sauter dem WESTFALEN-BLATT.

Dass sein Platz auf der Landesliste der NRW-FDP angesichts der im Moment relativ niedrigen Umfragewerte womöglich nicht für den Wiedereinzug in den Bundestag reichen könnte, habe bei seiner Entscheidung keine Rolle gespielt. „Das war kein Beweggrund. Ich komme aus der Kommunalpolitik und übe mein Mandat im Rat der Gemeinde Extertal auch als Bundestagsabgeordneter aus.“

Für Sauter ist Abruszat durchaus ein Vorbild: „Ein liberaler Bürgermeister ist schon etwas Besonderes.“ Der ehemalige NRW-Landtagsabgeordnete Abruszat kann Sauters Antrieb nachvollziehen: „Die Kommunalpolitik ist die Königsdisziplin der Politik.“

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