Liberale Justiz-Ikone
US-Richterin Ruth Bader Ginsburg: «Habe keinen Krebs mehr»

Ruth Bader Ginsburg hat den Krebs besiegt, und viele Liberale in den USA atmen auf. Denn wenn die 86-jährige Richterin am Obersten Gericht der USA ihr Amt aufgeben müsste, wäre der Weg frei für einen weiteren Trump-Kandidaten.

Donnerstag, 09.01.2020, 11:36 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 11:40 Uhr
Die Justiz-Ikone und älteste Richterin am US-Supreme Court, Ruth Bader Ginsburg, hat ihre Krebserkrankung besiegt. Foto: Cliff Owen

Washington (dpa) - Die Justiz-Ikone und älteste Richterin am US-Supreme Court, Ruth Bader Ginsburg, hat ihre Krebserkrankung nach eigenen Angaben besiegt.

Das neue Jahr habe gut für sie begonnen, sagte die 86-Jährige dem US-Sender CNN in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. «Ich habe keinen Krebs mehr. Das ist gut», sagte die Richterin demnach in Washington.

Die 86-Jährige ist die wohl bekannteste Richterin am Obersten Gericht der USA, dem eine politisch wichtige Rolle zukommt. Sie ist für ihre scharfe Argumentationsweise und als Vorreiterin für Frauenrechte bekannt. Ihr Leben und Wirken ist Gegenstand mehrerer Filme und Bücher. Viele Liberale feiern sie als Ikone.

Der neunköpfige Supreme Court hat in den USA nicht selten das letzte Wort in Auseinandersetzungen um weichenstellende Gesetze und Verfügungen. Die Richter werden vom US-Präsidenten ernannt und müssen vom Senat bestätigt werden.

Ginsburg hatte sich im vergangenen August wegen eines bösartigen Tumors in der Bauchspeicheldrüse einer Strahlentherapie unterziehen müssen. Bereits 2018 war sie an der Lunge operiert worden, nachdem Ärzte zwei bösartige Knoten gefunden hatten. Die Richterin war zuletzt im vergangenen November wegen Schüttelfrosts und Fiebers untersucht worden und kam kurzzeitig zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

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