Innenminister Reul dankt Polizisten in der Nacht in Köln
2900 Silvester-Einsätze in NRW – Zahl der Delikte ging zurück

Duisburg Köln (dpa). Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat in der Nacht zum neuen Jahr 2900 Einsätze gefahren. Das waren 600 weniger als beim vorigen Jahreswechsel. Auch die Zahl der bei Einsätzen Verletzten ist gesunken: Zum Jahreswechsel 2019/2020 waren es 159, im Jahr davor 256. Unter Polizisten gab es 19 verletzte Beamte, im Vorjahr waren es 38. Das teilte die Landesleitstelle der Polizei am Morgen mit.

Mittwoch, 01.01.2020, 11:49 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 12:08 Uhr
NRW-Innenminister Herbert Reul macht sich in Köln ein Bild von der Sicherheitslage rund um den Hauptbahnhof und am Dom. Foto: Roberto Pfeil/dpa

32 Festnahmen wurden in der Nacht des Jahreswechsels gezählt. Ein Jahr zuvor waren es 22. 183 Menschen wurden dem Gewahrsam zugeführt, das betraf im Jahr davor noch 262. Die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen betrug 134 (161). Die einfachen Körperverletzungen lagen bei 301, im vorigen Jahr noch bei 422.

Auch die Zahl der Sexualdelikte sank: von 33 auf 21. 401 Sachbeschädigungen wurden angezeigt, im Vorjahr 439. Raubüberfälle blieben mit 19 registrierten Fällen gegenüber dem Vorjahr (18) nahezu gleich. Bei den Taschendiebstählen kam es zu einer Steigerung von vormals 18 auf 30 Fälle.

Weniger Polizisten im Einsatz

Mit 4800 Einsatzkräften waren bei diesem Silvester weniger Polizisten im Einsatz als noch 2018/2019. Damals sorgten 5500 Beamte für Sicherheit in NRW. Alle Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom Silvester 18.00 Uhr bis zum Neujahrsmorgen 6.00 Uhr.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hatte den Jahreswechsel an der Seite von Polizeibeamten am Dom in Köln verbracht. Wie schon in den zwei Silvesternächten der Vorjahre sei es ihm wichtig, als oberster Dienstherr der Landespolizei an diesem besonderen Tag im Jahr präsent zu sein und den Polizisten für ihren Einsatz zu danken.

Köln als Synonym

„Die Silvesternacht in Köln ist zum Synonym dafür geworden, dass mal etwas nicht gut geklappt hat in dieser Nacht“, sagte Reul der Deutschen Presse-Agentur kurz nach Mitternacht. „Da ist es mir wichtig bei den Polizisten und Polizistinnen zu sein, für die Arbeit des letzten Jahres Danke zu sagen und damit auch zu demonstrieren, dass es mir nicht egal ist, dass sie hier stehen“.

Silvester 2015/16 waren rund um den Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen sexuell bedrängt und bestohlen worden. In den Jahren danach – so auch vor diesem Silvesterfest – hatte Reul immer wieder betont, dass die Polizei alles tun werde, sexuelle Übergriffe und Gewalt zu verhindern.

Allein rund um Dom und Hauptbahnhof von Köln waren zum Jahreswechsel diesmal rund 500 Polizisten im Einsatz. Landesweit waren es 4800 Beamte. Sie waren aufgefordert, bei Störungen der öffentlichen Sicherheit und bei Gewalttätigkeiten offensiv und konsequent einzuschreiten, hieß es vorab.

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