«Gute-Kita-Gesetz»
Städtebund: Qualität statt Beitragsfreiheit bei Kitas

Berlin/Passau (dpa) - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund kritisiert, dass Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz in vielen Bundesländern für die Abschaffung von Elternbeiträgen genutzt würden.

Donnerstag, 01.08.2019, 09:47 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 09:52 Uhr
Im Rahmen des «Gute-Kita-Gesetzes» bekommen die Länder 5,5 Milliarden Euro bis 2022. Foto: Monika Skolimowska

«Oberstes Ziel ist die Verbesserung der Betreuung, nicht die Gebührenfreiheit», sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der «Passauer Neuen Presse». Beitragsfreiheit für Kinderbetreuung, wie sie jetzt in einigen Ländern auf den Weg gebracht worden sei, dürfe nicht das primäre Ziel sein. «Der politische Ansatz, selbst gut verdienende Eltern von den Kindergartengebühren zu befreien, ist falsch», so Landsberg.

Eltern seien mehr daran interessiert, qualitativ hochwertige Angebote für ihre Kinder zu erhalten. «Sollten wir eines Tages, das Angebot haben, das Eltern brauchen und sich wünschen, können wir über Beitragsfreiheit gerne sprechen», erklärte Landsberg.

Im Rahmen des «Gute-Kita-Gesetzes» bekommen die Länder 5,5 Milliarden Euro bis 2022.

Kommentare

Peter  wrote: 01.08.2019 13:48
Hauptsache Geld für Pseudo-Qualität verpulvert
Von beitragsfreien Kitas profitieren alle. Auch ein paar gutverdienende. Aber von Luxusangeboten in Kitas profitieren nur die, die sich ne Kita jetzt und dann leisten können oder wollen. Aber Hauptsache mit schwer zu kontrollierenden und schwer zu überprüfenden Pseudo-Qualitätssteigerungen die Kitas weiter teuer halten - sonst trifft man dort noch auf Arbeiterkinder oder gar Hartz-IV-Kinder.
Total 1 comments
Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6819957?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F2198335%2F
Gut gemeint ist nicht gut gemacht
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Foto: dpa
Nachrichten-Ticker