War es ein Herzinfarkt? Ägyptens Ex-Präsident Mursi nach plötzlichem Tod beigesetzt

Kairo (dpa) - Nach seinem plötzlichen Tod während einer Gerichtsverhandlung ist Ägyptens früherer Präsident Mohammed Mursi beigesetzt worden. Er sei im Beisein seiner Familie auf einem Friedhof für Anführer der Muslimbrüder im Osten Kairos bestattet worden, teilte Mursis Sohn Ahmed über Twitter mit.

Von dpa
Mohammed Mursi ist im Alter von 67 Jahren gestorben.
Mohammed Mursi ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Foto: Maya Alleruzzo

Die Sicherheitsbehörden hätten eine Beerdigung im Familiengrab in seinem Geburtsort in der Provinz Scharkija untersagt. Mursi war am Montag während einer Gerichtsverhandlung ohnmächtig geworden und im Alter von 67 Jahren gestorben. Die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram meldete unter Berufung auf medizinische Kreise, der Ex-Präsident habe einen Herzinfarkt erlitten. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Der Staatsanwalt hat eine Untersuchung der Todesursache angeordnet.

Menschenrechtler machten die schlechten Haftbedingungen für Mursis Tod verantwortlich. Die Muslimbrüder warfen dem ägyptischen Staat vor, absichtlich für einen «langsamen Tod» gesorgt zu haben.

Mursi war im 2012 als erster frei gewählter Präsident des Landes an die Macht gekommen. Das Militär stürzte ihn nach Massenprotesten im Juli 2013. Seitdem saß er im Gefängnis.

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