Marsch auf die Nordgrenze
Zusammenstöße von Migranten und Polizei in Griechenland

Athen/Thessaloniki (dpa) - In Griechenland nahe der Grenze zu Nordmazedonien ist es erneut zu gewalttätigen Zusammenstößen von Migranten mit der Polizei gekommen. Zahlreiche Migranten schleuderten am Samstagnachmittag Steine auf Polizisten.

Samstag, 06.04.2019, 18:51 Uhr aktualisiert: 06.04.2019, 18:56 Uhr
Dichte Rauchwolken stehen nach Zusammenstößen mit der Polizei nahe einem Flüchtlingslager im griechischen Dorf Diavata. Foto: Angelos Tzortzinis

Die Beamten setzten ihrerseits Tränengas und Blendgranaten ein, um die Randalierer auseinander zu treiben und zurückzudrängen, wie griechische Medien übereinstimmend meldeten.

In der Region haben sich rund 2000 Ausländer versammelt, die über Nordmazedonien nach Mitteleuropa weiterreisen wollen. Sie übernachteten zuletzt in Zelten rund um ein Flüchtlingslager bei Diavata.

In den vergangenen Tagen hatte im Internet das Gerücht die Runde gemacht, die Grenze zu Nordmazedonien sei offen. Das griechische Migrationsministerium erklärte dagegen, die Grenze werde nicht geöffnet. Alle Migranten sollten in ihre Unterkünfte zurückgehen, dazu stünden Busse bereit.

Ansammlungen von Migranten, die gen Norden reisen wollten, gab es auch in Athen. Dort besetzten am Freitag rund 300 Menschen den Hauptbahnhof der griechischen Hauptstadt. Der Bahnverkehr wurde für mehrere Stunden eingestellt. Die Besetzung wurde jedoch in der Nacht zum Samstag beendet, teilte die Eisenbahndirektion mit. Alle Züge fuhren wieder.

Während des Höhepunkts der Migrationskrise war entlang der Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien ein Grenzzaun gebaut worden. Dieser steht noch und wird überwacht. Damit ist die sogenannte Balkanroute nach Mitteleuropa weitgehend geschlossen worden. Sie führt von Griechenland über Nordmazedonien, Serbien und Ungarn nach Mitteleuropa. 2015 und 2016 waren mehr als eine Million Menschen über diese Route nach Deutschland gereist.

Kommentare

WB Leser  wrote: 06.04.2019 21:19
Die Willkommenskultur
Der Zusammenhang von Armut-Massenmigration und Mieten-Wahnsinn (auch großes Thema heute) scheint sich den meisten Leuten ja nicht zu erschließen. Also das wenn jedes Jahr 100.000 + kommen diese auch Wohnungen belegen und Wohnungsbau kostet sehr viel Geld. Die Leute die kommen haben aber kein Geld um den Wohnungsbau anzukurbeln, sondern die belegen die günstige vorhandene Substanz.

Es wäre übrigens nett wenn Sie es unterlassen die Leserkommentare weg zu zensieren. Ansonsten ist es angebracht die Kommentarfunkion ganz zu deaktivieren und nicht so zu tun als ob.

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