Maas nennt Jemen als Grund
Verbot von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien verlängert

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung wird das Verbot von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien um drei weitere Wochen bis Ende März verlängern. Das teilte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch in Berlin mit.

Mittwoch, 06.03.2019, 12:46 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 12:50 Uhr
Ein Küstenschutzboot für Saudi-Arabien wird im Juli 2018 auf ein Transportschiff verladen. Die Bundesregierung hat mittlerweile alle Rüstungsexporte in das Königreich gestoppt. Foto: Stefan Sauer

«Wir haben dies getan auch mit Blick auf die Entwicklung im Jemen. Wir sind der Auffassung, dass der Jemen-Krieg so schnell wie möglich einem Ende zugeführt werden muss», sagte Maas. Das Exportverbot war ursprünglich bis zum 9. März verlängert worden.

Bis Ende des Monats sollen laut Maas auch keine bereits genehmigten Exporte ausgeliefert werden. «Wir werden uns im Verlauf des Monats mit der Entwicklung, die es insbesondere mit Blick auf den Jemen-Konflikt gibt, auseinandersetzen. Wir werden das beobachten» erklärte Maas weiter. Wie es nach März weitergehen könnte, sagte der SPD-Politiker nicht.

Aus Frankreich und Großbritannien gab es zuletzt scharfe Kritik am Stopp deutscher Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien, weil davon auch gemeinsame Rüstungsprojekte betroffen sind. Die große Koalition zeigte sich uneinig über den weiteren Umgang mit der Thematik. Das Verbot war ursprünglich nach der Tötung des regierungskritischen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi verhängt worden.

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