NRW-Schulministerium veröffentlicht Schul-Landkarte Per Mausklick zur passenden Schule

Düsseldorf (WB). Sekundarschule oder doch Gesamtschule oder nicht besser gleich Gymnasium? Mit oder ohne Ganztagsangebot? Mit diesen Fragen befassen sich derzeit viele Mütter und Väter, die ihre Kinder etwa für weiterführende Schulen anmelden wollen.

Von Hilmar Riemenschneider
Dieser Screenshot zeigt Gymnasien im Regierungsbezirk Detmold.
Dieser Screenshot zeigt Gymnasien im Regierungsbezirk Detmold.

Und auch Eltern von Kindern mit Förderbedarf stehen vor der Entscheidung, ob sie eine inklusive Regelschule oder nicht doch eine Förderschule auswählen. Oft geht es nicht nur um das schulische Angebot oder die Wahl der Freunde, sondern auch um Schulwege. Orientierung gibt seit diesem Donnerstag die digitale Schul-Landkarte NRW auf der Webseite des Schulministeriums.

Die Karte hat Schulministerin Yvonne Gebauer zu Beginn des Schuljahres versprochen. Jetzt ist die Programmierung fertig – und die FDP-Politikerin hat zufrieden den Daumen gehoben. »Mit diesem Angebot denken wir neu und unterstützen Eltern in Nordrhein-Westfalen dabei, noch besser eine passende Schule für ihr Kind zu finden«, sagte Gebauer unserer Redaktion. Eltern erhielten so schnell einen Überblick zu Angebot, Lage, Umfeld und Anbindung der Schulen in einer Region. »Das ist benutzerfreundlich, schnell, übersichtlich und zeigt, wie die Digitalisierung unser Leben erleichtern kann«, betonte Gebauer.

Übersicht auch für Förderschulen

Zwar gab es bisher schon die Möglichkeit einer online-Suche – aber die war alles andere als komfortabel. Wer auf das neue auch für mobile Geräte taugliche Angebot kommt, findet zuerst eine Seite mit Kacheln, die für verschiedene Interessen stehen: Eltern können Schulen nach Region, nach einzelnen Schulen, nach Förderangeboten Ganztag oder etwa besonderen Schwerpunkten suchen. Die Auswahl führt auf eine entsprechende Suchmaske.

Ergebnisse der eigenen Suche finden Nutzer zunächst wieder in einer Kachel-Übersicht, die aber zugleich den Sprung auf die Schul-Landkarte für NRW erlaubt. Auf ihr kann man sich weiter in ein gewünschtes Kreis- oder Stadtgebiet hinein zoomen. Die Darstellung ist die gleiche, wie man sie etwa bei Portalen für Ferienunterkünfte findet. Der Klick auf einzelne Fähnchen führt Eltern auf Detailinformationen zu den Schulen.

Für Ministerin Gebauer stand insbesondere wegen der Debatte über die Inklusion an allgemeinen Schulen und den Fortbestand von Förderschulen im Fokus, dass Eltern hier endlich eine schnell auswertbare Übersicht erhalten: »Mir war es ein besonderes Anliegen, dass dies auch für Förderschulen und inklusiv arbeitende Regelschulen gilt.« Diese Übersicht vermisste sie auch selbst bei Dienstantritt. Denn derzeit arbeitet sie an einem der zentralen Vorhaben der schwarz-gelben Landesregierung: Die Inklusion von Kindern mit Behinderung an Regelschulen und das Angebot an Förderschulen will sie neu aufstellen. Details soll es schon in Kürze geben.

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