Diskussion über den Wechsel an der Spitze der CDU-nahen Institution Schavan: Kein Interesse an Vorsitz der Adenauer-Stiftung

Berlin (dpa). In der Diskussion über den Wechsel an der Spitze der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung hat die als Kandidatin gehandelte frühere Bundesbildungsministerin Annette Schavan ein Interesse verneint. »Für den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung stehe ich nicht zur Verfügung«, sagte sie der »Schwäbischen Zeitung«.

Annette Schavan (CDU) 2014 als Wissenschaftsministerin im Bundestag.
Annette Schavan (CDU) 2014 als Wissenschaftsministerin im Bundestag. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Verschiedene Medien hatten von einem Machtkampf um den Stiftungsvorsitz berichtet. Diesen hat derzeit der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, inne.

Schavan galt den Berichten zufolge als mögliche Kandidatin. Das soll innerhalb der Stiftung allerdings auf Ablehnung gestoßen sein, unter anderem, weil die CDU-Politikerin wegen der Plagiatsaffäre ihrer Doktorarbeit 2013 vom Amt der Bildungsministerin zurückgetreten war.

Dem »Spiegel« hatte Schavan in seiner aktuellen Ausgabe noch gesagt: »Wenn ich vorgeschlagen werde, werde ich mich damit beschäftigen.« Der »Schwäbischen Zeitung« sagte Schavan, die derzeit deutsche Botschafterin im Vatikan ist: »Meine Aufgaben als Botschafterin beim Heiligen Stuhl nehme ich gerne und mit Freude wahr. Deshalb bin ich auch nicht auf der Suche nach anderen Tätigkeiten.« In Rom heißt es allerdings, Schavan würde ihren Posten dort nur noch bis Juni 2018 machen. Offiziell ist das noch nicht bestätigt.

Ein Sprecher der Stiftung sagte auf dpa-Anfrage: »Wir sind nicht Teil der kursierenden Spekulationen.« Über den Vorsitz werde eine Mitgliederversammlung am 1. Dezember entscheiden.

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