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Polizei beendet Blockade vor Flüchtlingsheim

Von dpa

Heidenau (dpa) - Erst ein rigoroses Vorgehen der Polizei mit Reizgas gegen teils rechtsradikale Störer hat in Heidenau bei Dresden den Einzug von Asylsuchenden in eine provisorische Unterkunft in einem früheren Baumarkt ermöglicht. Kurz vor 01.00 Uhr erreichte ein erster Bus mit Asylsuchenden das Gebäude, in dem noch in der Nacht etwa 250 Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Zuvor hatten Einsatzkräfte der Polizei eine Straßenblockade auf der Bundesstraße 172 aufgelöst, mit der Störer einen Einzug von Asylbewerbern in das Gebäude verhindern wollten. Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden mitteilte, bewarfen die Störer die Beamten mit Steinen, Flaschen und Böllern. Mehrere Beamte und Störer seien verletzt worden.

«Welt»: EU erwägt mehr Flüchtlinge aus Griechenland umzuverteilen

Berlin (dpa) - Angesichts des Flüchtlingsandrangs in Griechenland gibt es nach Informationen der Zeitung «Die Welt» in der EU konkrete Überlegungen, das Land kurzfristig stärker zu entlasten. Erwogen werde, mehr als die bisher vorgesehene Zahl von 40 000 Flüchtlingen aus Griechenland und Italien auf die Mitgliedsländer umzuverteilen, schreibt die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe. «Allein im Juli kamen in Griechenland mehr als 50 000 Flüchtlinge an. Die Entwicklung ist so dramatisch, dass Griechenland stärker entlastet werden muss als geplant», zitierte die «Welt» hohe EU-Kreise.

Nach Schüssen im Thalys-Zug ermittelt Anti-Terror-Staatsanwaltschaft

Arras (dpa) - Nach den Schüssen in einem Thalys-Schnellzug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris die Ermittlungen übernommen. Ein 26-Jähriger Marokkaner hatte zwei Menschen schwer verletzt. Er habe Verbindungen zu radikalen Islamisten, schrieb die spanische Zeitung «El País» unter Berufung auf Geheimdienstquellen. Er habe ein Jahr in Spanien gelebt, bevor er nach Frankreich gezogen sei. Der Marokkaner sei auch in Syrien gewesen. Zwei Fahrgäste aus den USA hätten ihn überwältigt und so möglicherweise ein «furchtbares Drama» verhindert, sagte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve am Freitagabend.

Nummer zwei des IS bei US-Luftangriff im Irak getötet

Washington (dpa) - Bei einem Luftangriff der USA im Irak ist die Nummer zwei der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Hadschi Mutas, getötet worden. Nach Angaben des Weißen Hauses starb Mutas am 18. August. Er galt als wichtiger Stellvertreter von IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi, Mutas war für den Irak zuständig.

Nordkorea zu «umfassendem Krieg» bereit

Seoul (dpa) - Nordkorea hat seinen Ton verschärft und Südkorea mit einem neuen Krieg gedroht. Die Armee und die Bevölkerung seien nicht nur zu einer Vergeltung bereit, sondern «schließen unter Einsatz ihres Lebens einen umfassenden Krieg nicht aus», hieß es in einer am Samstag von den Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Das kommunistische Regime hatte zuvor einen «Quasi-Kriegszustand» für das Grenzgebiet ausgerufen. Nordkorea fühlt sich von Propagandasendungen gestört, die der Süden an der Grenze wieder aufgenommen hatte. Pjöngjang hatte Seoul ultimativ aufgefordert, bis zum Samstag die Propaganda zu beenden. 

Ehefrau Maike: Helmut Kohls Gesundheitszustand verbessert

Berlin (dpa) - Altkanzler Helmut Kohl ist seiner Ehefrau zufolge nach mehreren Operationen auf dem Weg der Besserung. Es gehe «spürbar aufwärts», schrieb Maike Kohl-Richter in einem Beitrag für den Berliner «Tagesspiegel» (Online), in dem es vor allem um Europa und die Griechenland-Hilfen geht. Der 85-jährige Kohl hatte sich Anfang Mai einer Hüftoperation unterzogen, anschließend waren weitere Behandlungen inklusive einer Darmoperation notwendig. Mitte Juli hatte sein Büro mitgeteilt, Kohl sei weiter in einer Klinik, sein Zustand sei ernst.

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