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Nach Kentern von Flüchtlingsboot Hunderte Tote befürchtet

Von dpa

Rom (dpa) - Es könnte eines der schlimmsten Flüchtlingsunglücke im Mittelmeer sein: Ein Boot ist vor der Küste Libyens gekentert. Hilfsorganisationen befürchten Hunderte Tote. Schiffe der italienischen Küstenwache, Marine und anderer Rettungskräfte suchen nach Vermissten. Nach Angaben der Küstenwache konnten etwa 400 Migranten in Sicherheit gebracht werden. Wie viele Menschen an Bord des Schiffes waren, ist aber unklar. Hilfsorganisationen nannten Zahlen von bis zu 600 Menschen. 26 Leichen wurden bereits geborgen.

Obama nennt Streit um Iran-Abkommen wichtigste Debatte seit Irakkrieg

Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama stuft die bevorstehende Abstimmung im Kongress über den iranischen Atomdeal als wichtigste außenpolitische Entscheidung seit der Irak-Invasion 2003 ein. Viele der Leute, die für den Krieg im Irak argumentierten, argumentieren nun gegen das iranische Atomabkommen, sagte Obama in einer Grundsatzrede in Washington. Diese ist Teil massiver Bemühungen Obamas, den Kongress in den sechs verbleibenden Wochen zur möglichen Blockade von den Details und dem Nutzen des Abkommens zu überzeugen.

Japan gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Hiroshima (dpa) - Japan hat der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima durch die US-Luftwaffe vor 70 Jahren gedacht. An einer zentralen Gedenkveranstaltung nahm auch der rechtskonservative Ministerpräsident Shinzo Abe teil. Tausende Menschen versammelten sich zu einer Schweigeminute um 8.15 Uhr, dem Zeitpunkt, als die Amerikaner 1945 die erste im Krieg eingesetzte Atombombe über der westjapanischen Stadt abwarfen. Schätzungsweise 140 000 Menschen starben binnen weniger Monate.

Laut «Handelsblatt» Keine Rede von Landesverrat in Anzeige Maaßens

Berlin (dpa) - In der Anzeige des Verfassungsschutzes, die die Ermittlungen gegen das Blog Netzpolitik.org ins Rollen brachte, kommt der Vorwurf des Landesverrats nach einem Zeitungsbericht nicht vor. Wie das «Handelsblatts» schreibt, enthält das Papier lediglich eine Standardformulierung - Maaßen erstatte Strafanzeige unter allen rechtlichen Gesichtspunkten. Diese Formulierung lasse offen, welcher Straftatbestand verletzt worden sein könnte. Wie bereits bekannt, richtete sich die Anzeige gegen Unbekannt.

Berlin zweifelt an schneller Einigung mit Athen

Berlin (dpa) - In der Bundesregierung wachsen nach Informationen der «Bild»-Zeitung Zweifel, ob das dritte Hilfspaket für Griechenland noch rechtzeitig vor dem 20. August vereinbart werden kann. In Berlin werde mit einer weiteren Brückenfinanzierung gerechnet: Denn die Verhandlungen der Geldgeber mit der griechischen Regierung könnten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Athen muss am 20. August 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zahlen.

Paris und Moskau einigen sich im Streit um «Mistral»-Kriegsschiffe

Paris (dpa) - Keine französischen Kriegsschiffe für Russland: Nach monatelangen Verhandlungen haben Paris und Moskau ihren Streit um die Lieferung von zwei Hubschrauberträgern beigelegt. Paris wird die «Mistral»-Schiffe behalten und bereits bezahltes Geld an Moskau zurückgeben. Das teilten Kreml und Élysée-Palast mit. Wegen der Spannungen zwischen Russland und dem Westen in der Ukraine-Krise hatte Frankreich die Lieferung ausgesetzt. Das Rüstungsgeschäft von 1,2 Milliarden Euro war 2011 vereinbart worden.

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