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Mode
Allrounder Jeans: Das macht die ehemaligen Arbeiterhosen so unverzichtbar

Ein Kleiderschrank ohne die beliebteste Hose der Welt wäre heutzutage für die meisten kaum vorstellbar. Und das ganz unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Status oder Nationalität. Jeans begleiten uns von Kindesbeinen an und sind zum absoluten Allrounder geworden. Sieht man sich die Geschichte der blauen Arbeiterhose an, so wird schnell klar, dass deren Erfinder sich den Triumphzug ihres Kleidungsstückes nie und nimmer hätten erträumen lassen. Sie wollten nämlich eigentlich nur die Goldgräber von Kalifornien mit einem stabilen Alltagsbegleiter ausstatten.

Montag, 02.11.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 15:33 Uhr
Foto: Anne Nygård - unsplash

Auch wenn wir die Jeans für ein Original aus den USA halten, so hat ihr Name tatsächlich einen französischen Ursprung und geht auf „Gênes“ zurück, die in Frankreich gebräuchliche Bezeichnung der italienischen Stadt Genua. Von dort wiederum kamen die Baumwollhosen, die der späteren Jeans Modell standen. Bekannt gemacht hat sie schließlich ein Deutscher: Levi Strauss, der im Jahr 1847 an die US-amerikanische Westküste übersiedelte, sich als Händler in San Francisco niederließ und unter anderem Arbeitskleidung herstellte.

Dennoch ist die Jeans nicht auf seine geniale Idee zurückzuführen, sondern auf Schneider Jacob Davis. Strauss vertrieb die neu entworfenen Stücke nach dem 1873 eingetragenen Patent lediglich und machte sich damit einen bis heute rund um den Globus anerkannten Namen. Zunächst noch mit Hosenträgern versehen kamen später Gürtelschlaufen zum Einsatz und auch die Anzahl und Formen der Taschen veränderte sich noch viele Male.

Seit den 50er-Jahren gibt es auch spezielle Modelle für Frauen, die seitdem ebenfalls nicht mehr vom Bekleidungsmarkt wegzudenken sind. In allen Farben und Ausführungen kann man beispielsweise bei Jeans-Meile.de günstige Damen Jeans kaufen und hier nach der aktuell angesagtesten Passform unterscheiden.

Doch was macht diesen durch Indigo tiefblau gefärbten Denim-Stoff so einzigartig? Warum bewährt er sich durch alle Epochen und Kleiderstile seit fast 150 Jahren?

Ein langer Weg bis heute

Im zweiten Weltkrieg von US-amerikanischen Soldaten nach Deutschland gebracht, hatte es die Jeans in unseren Breitengraden erst einmal mehr als schwer sich durchzusetzen. In der DDR wurde sie sogar teilweise in der Öffentlichkeit verboten. Erst als bekannte Filmgrößen wie James Dean damit auftraten, legte ihr Image einen Wandel hin . Und so wurde das lange als Cowboy-Hose wahrgenommene Kleidungsstück mit Wild West-Flair seit 1953 auch in Baden-Württemberg produziert.

Anfänglich noch als Ausdruck der Rebellion und Jugend eingesetzt, gelangte die Hose schließlich bei Männern wie Frauen zu Salonfähigkeit und galt zeitweise sogar als Sinnbild für die Emanzipation. Zum Hippie-Stil der 70er Jahre erlebte sie einen Höhepunkt und hat sich über die Jahrzehnte immer weiterentwickelt. So wird sie heute ganz selbstverständlich sowohl zum eleganten Business-Look kombiniert, als auch als lässigen Alltagsoutfit getragen.

Die Schnitte im Wandel der Zeit

Nicht nur die Symbolik der Jeans veränderte sich mit den Jahren, auch ihre Schnitte durchlaufen seit Anbeginn einen nimmer endenden Wandel. Von der Schlaghose zur Karottenform, über leicht ausgestellte Beine bis zur Röhre. Seit einigen Jahren beherrscht nun die enganliegende Skinny-Variante die Modewelt. Und natürlich blieb es nicht bei der reinen Hose – Jeans wird in sämtlichen Kleidungsstücken verarbeitet, in Hemden, Jacken, Röcken und Kleidern ebenfalls wie im Obermaterial von Schuhen oder Hüten.

Für die Kleinsten gibt es Modelle mit bunten Comics, für die Liebhaber von Naturstoffen den kombinierten Ethno-Stil. Der Fantasie der Designer sind keine Grenzen gesetzt und der blaue Stoff verschwindet auch nie aus den Fashion-Zeitschriften und Kaufhäusern – er taucht nur immer wieder in kreativer, neuer Form auf.

Große Pluspunkte des Klassikers

Längst steht die einstige Funktionalität der Blue Denim hinter modischen Aspekten an. Gebleicht, mit Glitzer, ausgefranst, mit Löchern, in Knallfarben – jeder Geschmack wird großflächig bedient. Dennoch hat die Jeans über all die Zeit nichts an ihrer herausragenden Belastbarkeit eingebüßt. Sie begleitet uns treu bei sämtlichen Aktivitäten, ist pflegeleicht und unempfindlich gegen Schmutz.

Wichtiger ist uns allerdings inzwischen tatsächlich ihre Vielseitigkeit geworden. Mit den Jahren haben sich andere Materialmixe und Verarbeitungstechniken bewährt, die der Hose deutlich mehr Elastizität zugestehen. Und auch die Passformen richten sich noch mehr an den Kundenwünschen aus. Sie möchten einen flachen Po anheben, sehr ausladende Hüften kaschieren oder die Beine optisch strecken?

Der Markt hat für so ziemlich jede Größe und Problemzone eine Denim-Lösung auf Lager. Hinzu kommt, dass Jeans sich einfach wunderbar kombinieren lassen, egal ob Sie auf einen typisch blauen, schwarzen oder grauen Klassiker zurückgreifen, der als absolutes Must-Have offensichtlich nie aus der Mode kommen wird.

Neue Aspekte beim Jeanskauf

In Zeiten gesteigerten Umweltbewusstseins stellt sich auch die Frage, wie sich der Produktionsprozess auf unsere Natur auswirkt . Fakt ist, dass beim Färbevorgang sehr viel Wasser benötigt wird. Glücklicherweise hat sich hier aber schon einiges bei den Produzenten getan und als Käufer können Sie bewusst auf Nachhaltigkeitssiegel achten. Diese gibt es auch für fair hergestellte Kleidung sowie für Jeans aus spezieller Bio-Baumwolle. A

uch Recycling spielt eine Rolle. So werden aus abgetragenen Hosen und Hemden schicke Accessoires wie Gürtel oder Taschen. Und Do-it-yourself-Fans schenken der zu kurz gewordenen Röhre ein neues Leben als Shorts.

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