Kultur
Erkältungssymptome im Überblick

Der Hals schmerzt, die Nase läuft: Sind das Anzeichen einer Erkältung? Und wie lassen sich Erkältungssymptome lindern? Ein Überblick!

Mittwoch, 08.04.2020, 05:53 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 18:03 Uhr
Foto: Colourbox.de

Husten, Schnupfen und Co.: Das sind typische Erkältungssymptome

Erwachsene trifft es durchschnittlich zwei- bis dreimal im Jahr, Kinder sogar bis zu zehnmal – die Rede ist von der Erkältung (grippaler Infekt).Symptome wie Husten, Schnupfen und Co. kennen daher die meisten Menschen nur allzu gut. Es gibt jedoch Erkrankungen wie Allergien oder die Grippe, welche ähnliche Beschwerden verursachen können. Wie unterscheiden sie sich von einer Erkältung und welche Anzeichen weisen tatsächlich auf einen grippalen Infekt hin?

Erkältungssymptome im Überblick

Eine Erkältung wird meist durch Viren verursacht, die die oberen Atemwege befallen. Haben es sich die Krankheitserreger im Hals-, Nasen- und Rachenraum erst gemütlich gemacht, dauert es in der Regel nicht lange, bis sich die folgenden Erkältungssymptome bemerkbar machen:

  • Schnupfen: Haupteinfallstor für die Viren ist das Riechorgan, weshalb vor allem Schnupfen typisch für eine Erkältung ist. Eine laufende Nase wird oft von Niesattacken sowie einem eingeschränkten Geruchs- und Geschmackssinn begleitet. Nach einigen Tagen ändert sich die Konsistenz des Sekrets von wässrig in zähflüssig und die Schleimhäute schwellen an. Die Nase verstopft und die Atmung wird erschwert.
  • Kopfschmerzen: Einunangenehmes Druckgefühl – vor allem auf der Stirn und im Gesicht –entsteht, wenn das Sekret bei einer verstopften Nase nicht in der Lage ist, richtig abzufließen. Starke Kopfschmerzen bei Erkältung können außerdem auf eine Nasennebenhöhlenentzündung hindeuten.
  • Halsschmerzen: Siedeln sich die Erkältungsviren an der Rachenschleimhaut an, kommt es dort zu einer Entzündung. Der Hals kratzt, schmerzt und die Stimme klingt oftmals heiser. Zusätzlich treten möglicherweise Schluckbeschwerden auf.
  • Husten: Zu Beginn ist der Husten meist unproduktiv. Der trockene Reizhusten kann vor allem nachts sehr unangenehm sein und den Schlaf stören. Ein produktiver Husten (mit Auswurf) ist dagegen sehr nützlich, da der Körper so versucht, mit dem Schleim auch die Krankheitserreger loszuwerden.
  • Gliederschmerzen: Ist die Erkältung voll ausgeprägt, können Arme und Beine unangenehm zu ziehen beginnen. Dies weist darauf hin, dass das Immunsystem aktiv ist und sich der Körper gegen die Eindringlinge wehrt.

Eine leicht erhöhte Temperatur ist bei einer Erkältung ebenfalls nicht ausgeschlossen. Dabei überschreitet das Fieberthermometer die 38 Grad-Marke jedoch meist nicht. Hohes Fieber ist eher selten.

Dauer und Verlauf einer Erkältung

Eine Erkältung kündigt sich meist ein bis zwei Tage nach der Infektion mit ersten Anzeichen wie Halsschmerzen und einer laufenden Nase an. Die Halsschmerzen sind am dritten Tag nach der Ansteckung am stärksten ausgeprägt und klingen dann bereits wieder ab. Der Schnupfen erreicht seinen Höhepunkt erst einen Tag später und verschwindet dann meist innerhalb einer Woche. Kopf- und Gliederschmerzen begleiten die anderen Erkältungssymptome etwa vier Tage lang, wobei die Intensität am fünften Tag nach der Infektion am stärksten ist. Etwa eine Woche nach Ansteckung lassen diese dann in der Regel nach. An ihre Stelle kann ein trockener Reizhusten treten, der an Tag 8 bis 9 nach der Infektion in einen Husten mit Auswurf übergeht.

Erkältung oder eine andere Erkrankung?

Leider ist die Abgrenzung zwischen einer Erkältung und anderen Erkrankungen der Atemwege nicht immer ganz so einfach. Handelt es sich anstatt um einen grippalen Infekt doch um eine echte Grippe? Nicht nur wegen der Begrifflichkeiten lauert hier Verwechslungsgefahr, denn auch Symptome wie Halsschmerzen und Husten ähneln sich. Bei einer echten Grippe, die von Influenzaviren ausgelöst wird, treten die Beschwerden jedoch meist viel plötzlicher auf und sind stärker ausgeprägt. Ein Grippe-Erkrankter hat deutliche Kopf- und Gliederschmerzen und bekommt oft hohes Fieber (über 41 Grad Celsius). Er fühlt sich sehr abgeschlagen und müde. Zudem zieht sich eine Influenza länger hin.

Erkältungssymptome gleichen jedoch nicht nur denen einer Grippe: Der Grund für häufiges Niesen sowie eine laufende oder verstopfte Nase kann ebenso eine Allergie sein. Tritt der Schnupfen jedes Jahr zu einer bestimmten Jahreszeit, vor allem im Frühling, auf und hält deutlich länger an als bei einer gewöhnlichen Erkältung, kann dies ein Hinweis auf einen allergischen Schnupfen sein.

So lassen sich Erkältungssymptome lindern

Eine Erkältung ist in der Regel harmlos und erfordert nicht zwingend einen Arztbesuch. Nach etwa einer Woche klingen die Beschwerden meist von allein wieder ab. Zudem können bereits simple Hausmittel wie Nasenspülungen, Dampfinhalationen oder Erkältungstees dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern. Des Weiteren stehen in der Apotheke rezeptfreie Medikamente zur Verfügung, um einen grippalen Infekt zu behandeln.

Sind die Erkältungssymptome jedoch sehr stark ausgeprägt oder halten lange an, ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll. Das gilt insbesondere für Kinder, ältere Menschen, Patienten mit Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Asthma oder schwangere Frauen – sie sollten im Zweifelsfall immer ärztlichen Rat einholen.

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