Kultur Mit Hygge durch die Corona-Krise

Es ist eine Herausforderung, sich auf das Zuhause zu beschränken. Lediglich kurze Spaziergänge sind möglich. Für viele Menschen brechen nun die sozialen Kontakte, die Arbeitsroutinen, Gehälter und der Alltag weg. Diese Tipps helfen im neuen Alltag.

Zeit für hyggelige Gemütlichkeit.
Zeit für hyggelige Gemütlichkeit. Foto: pixabay.com © Martina Kopecká

Corona fordert uns und bestimmt unseren Alltag. Unsere Psyche spielt beim Bewältigen eine entscheidende Rolle. Eine Forschungsarbeit an der Universität Flensburg zum Thema Glück zeigte, dass Menschen ihr Glück größtenteils durch die eigene Erwerbsarbeit und ihr soziales Netzwerk beziehen. Gefühle von Nutzlosigkeit, mangelnder Sinnhaftigkeit und Einsamkeit schaden unserem Befinden. Nachrichten mit den aktuellen Statistiken verunsichern. Das ist die große Herausforderung der einzelnen Haushalte aktuell: sich trotz großer Einschnitte Inseln des kleinen Glücks zu schaffen. Das fängt mit Routinen und einem Blick für die Details des eigenen Zuhauses an.  Denn wer verschiebt das Aussortieren im Alltag nicht wegen Zeitmangels? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das eigene Zuhause gemütlich zu machen. Da die Dänen als das glücklichste Volk der Welt gelten, übernehmen wir von dort Ideen für ein hyggeliges Zuhause. Hygge ist bei den Dänen tief in der Mentalität verwurzelt. Gemütlichkeit und Genuss haben dort einen hohen Stellenwert. Kerzen gehören zum Alltag ebenso dazu wie ein leckerer Tee oder Kaffee.

Putzen, aussortieren und neugestalten

Da wir viel Zeit in unseren vier Wänden verbringen, sollten diese ein schöner Ort für uns sein. Wer direkt den Frühlingsputz startet, genießt ein sauberes Zuhause. Danach oder dabei werden Papiere abgeheftet, alte Sachen aussortiert und der Kleiderschrank auf Vordermann gebracht. Vielleicht benötigt so manche Wand neue Farbe? Wer sich schon immer ein Meer von Kissen gewünscht hat, bestellt diese jetzt. Möbel lassen sich umstellen, aussortieren oder neu dekorieren. Bilder für die Wände werden selbst gemalt. Gerade mit kleinen Künstlern im Haus lassen sich tolle Bilder gestalten. Mit einem Plan gelingen diese Vorhaben besser.

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Routinen entwickeln

Egal ob Single, Paar, Familie und mit oder ohne Home-Office – der neue Alltag braucht Routinen und Rituale. Feste Routinen helfen und geben Struktur bei endlosen Tagen. Ideal ist es, zu festen Zeiten aufzustehen, die Mahlzeiten als Ankerpunkte zu nehmen und weitere Aktivitäten als Gliederung für den Tag zu nutzen. Solche Aktivitäten können sein:

  • eine Einheit Yoga oder Pilates oder Ähnliches
  • Gespräche per Telefon oder Skype
  • Mahlzeiten
  • Arbeitseinheiten
  • Aufräumen
  • Aussortieren
  • Arbeit im Garten
  • Malen
  • Lesen
  • Entspannung
  • Spaziergang oder Joggen
  • Briefe schreiben

Feste Abläufe im neuen Alltag geben Sicherheit und bieten Wohlbefinden.

Schöne Rituale kultivieren

Rituale machen den Tag schöner. Ein solches Ritual kann etwa eine Tasse Kaffee am frühen Morgen mit einer Kerze und einem Buch sein. Wer mag, macht sich einen leckeren Milchschaum dazu und genießt im heimatlichen Café die Ruhe. In Dänemark wird vor allem das Essen zelebriert. Der Tisch ist schön gedeckt. Es gehören Kerzen dazu und das Essen wird mit Liebe angerichtet. Wer Kinder hat, kann diese einbinden. Größere Kinder lernen, ihre Lieblingsspeisen zuzubereiten, oder backen für die Familie. Denn Kinder brauchen ebenfalls sinnhafte Beschäftigungen in dieser Zeit. Und wer träumt nicht von einer hauseigenen Tea-time mit selbstgemachtem Gebäck? Vielleicht lässt sich am Mittag ein Espresso auf dem Balkon oder der Terrasse trinken. Am Abend kann ein gemütliches Schaumbad für Entspannung sorgen. Hyggelige Rituale tun der Seele gut und sind mit Liebe gemacht.

Jeder sollte sich besonders verwöhnen. Foto: pixabay.com © Oldiefan

Entspannung üben

Wenn die Gedanken kreisen und die Sorgen groß sind, fällt Entspannung schwer. Methoden wie die Progressive Muskelrelaxation (PMR) oder Autogenes Training (AT) helfen zur inneren Balance.

PMR

Bei der PMR geht es um die Anspannung und anschließende Entspannung der 16 Muskelgruppen. Start ist gewöhnlich an Hand und Unterarm und das Ende am Fuß. Die Muskelspannung wird zehn Sekunden gehalten und danach bewusst gelöst. Nicht die Luft anhalten während der Spannung.

AT

Autogenes Training arbeitet mit Autosuggestion. Aussagen wie „Ich bin ganz ruhig!“ oder „Meine Ruhe wird tiefer!“ leiten die Übung ein. Im Anschluss werden die einzelnen Körperteile per Autosuggestion zum Entspannen gebracht, etwa mit „Mein rechter Arm ist ganz schwer!“ und „Mein rechter Arm ist ganz warm!“ sowie „Mein Herz schlägt ruhig und kräftig!“.

Beide Methoden sind wissenschaftlich erforscht. Anleitungen finden sich online.

Bewegung einbauen

Mit dem eingeschränkten Radius ist es schwer, doch Bewegung sollte zum Alltag gehören. Mehrere kurze Spaziergänge tun gut. Ebenso bietet sich eine Radtour durch ein nahes Gebiet an. Online finden sich viele Angebote für Bewegung im Haus für Kinder bis zu Senioren. Da gibt es beispielsweise Parcours mit Dosen, die kleine Frösche in der Hocke von kleinen Fröschen überspringen. Zudem offerieren viele Studios Online-Kursangebote.

Schöne Dinge machen

Generell sollte jeder Tag ein Highlight haben. Das ist in dieser Zeit schwierig, aber es versüßt lange Tage. Hinsetzen und all die Dinge notieren, die im Alltag zu kurz kommen. So entsteht rasch eine inspirierende Liste für die nächsten Wochen.

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