Kultur
Nachhaltigkeit - Eine Aufgabe für uns alle

Nachhaltigkeit und umweltverträglicheres Wirtschaften berühren uns alle – insbesondere vor dem Hintergrund der ökologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre. Im Grunde ist jeder einzelne gefragt, seinen Teil beizutragen.

Dienstag, 03.03.2020, 10:26 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 10:34 Uhr
Energiewende, Nachhaltigkeit, Klimawandel – große Themen unserer Zeit. Foto: elxeneize © Adobe Stock

Nachhaltigkeit in der Entwicklung der Geschichte

Seit Beginn der Industrialisierung und medizinischer und wissenschaftlicher Fortschritte in den frühen 1900er Jahren haben zwei Dinge zugenommen: Die Wirtschaft ist weltweit enorm expandiert und die Weltbevölkerung hat sich mehr als vervierfacht. Diesen Entwicklungen haben wir zwar unseren Wohlstand, besonders in westlichen Industrienationen, zu verdanken – doch diese Entwicklungen fordern natürlich auch ihren Tribut.

Da im Rahmen all dieser Bestrebungen auch große Mengen an Ressourcen benötigt werden und insbesondere in frühen Jahren der Wirtschaftsexpansion kaum darauf geachtet wurde, leidet die Natur spürbar darunter. Viele verschiedene Themen, die mit diesen Entwicklungen in Verbindung gebracht werden, standen in den letzten Jahrzehnten immer wieder hoch im Diskurs. Beinahe täglich konnte irgendwo in den Nachrichten einer der folgenden Punkte mitverfolgt werden:

  • Umweltverschmutzung: Die allgemeine zunehmende Verschmutzung der Natur durch Abfälle und Chemikalien, besonders bei nicht biologisch abbaubaren Stoffen.
  • Das Ozonloch: Seit der Entdeckung und einer Panikwelle in den 80er Jahren ist dank des Verbots von FCKW-Treibmitteln nun eine deutliche Besserung messbar.
  • Menschgemachter Klimawandel: Das große Streitthema schlechthin. Dank wissenschaftlicher Bestätigung des Phänomens haben sich 197 Staaten darauf geeinigt, das Problem anzuerkennen und zusammen dagegen zu arbeiten.
  • Artensterben: Generell ein Problem, aber insbesondere beim Bienensterben wieder hoch im Gespräch.
  • Mikroplastik: In den letzten Jahren ins Gespräch gekommen, sind kleinste Kunststoffteilchen – beispielsweise aus Kosmetikprodukten – jüngst als große Gefahr für die Umwelt identifiziert worden.
  • Waldrodung: Ein weltweites Problem, da Holz oft als Werkstoff oder nur zur Raumgewinnung ohne nachhaltige Forstwirtschaft geschlagen wird. Ökosysteme gehen verloren, im Holz gebundenes CO2 wird freigesetzt.
  • Feinstaub und Smog: Durch Abgase und Aerosole jeder Art bilden sich insbesondere in Ballungs- und Wirtschaftszentren wiederholt hohe Konzentrationen an gesundheitsschädlicher Luftverunreinigung.
  • Energiewandel: Angefangen vom Kohle- und Atomausstieg in Deutschland, die bis 2038 respektive 2022 beendet werden sollen, bis hin zum vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien – die Energiewirtschaft ist ein wichtiges Thema.
  • Klimagipfel: Jährlich veranstalten die Vereinten Nationen eine Konferenz, auf der die Entwicklungen des Klimawandels und sämtliche Konsequenzen und politische Entscheidungen zur Gegenwirkung diskutiert werden.

Die wirtschaftliche Ausbeutung der Ressourcen unseres Planeten ist also, gemeinsam mit den Folgen und Möglichkeiten zur Lösungsfinden, eines der größten Themen unserer Zeit. Bei all diesen Bereichen steht häufig die Diskussion im Mittelpunkt, wie die Entwicklungen gestoppt beziehungsweise umgekehrt werden könnten. Dafür sind natürlich umfassende Veränderungen in genau dem Verhalten notwendig, das erst dazu geführt hat. Hier kommt meist die gewissenlose Ausbeutung für wirtschaftliche Zwecke als Hauptansatzpunkt zur Sprache.

Als Leitkonzept für alle möglichen Maßnahmen, die hier in Frage kommen, hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit etabliert. Wirtschaften und ein weiterhin hoher Lebensstandard – aber unter Beachtung möglicher Folgen für die Umwelt und somit auf eine Art und Weise, die auch für viele Jahre in der Zukunft noch vertretbar ist.

Die zwei Parteien: Privathaushalte und Weltwirtschaft

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Unverpackt-Läden werden immer beliebter auf der Seite der Verbraucher. Foto: js-photo © Adobe Stock

Auf der Erde gibt es über sieben Milliarden Menschen. Jeder trägt also mit seinem individuellen Konsum- und Lebensverhalten mehr oder weniger zur Umweltverschmutzung bei. Doch haben Veränderungen im Verhalten von Einzelpersonen überhaupt einen Effekt, wenn man dies mit den Verschmutzungen großer Konzerne vergleicht?

Das ist eine der grundlegenden Diskussionen, die immer wieder zur Sprache kommt. Viele politische Ideen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit beziehen sich auf Veränderungen, die insbesondere von Einzelpersonen gespürt werden: Mülltrennung, höhere Steuern auf Kraftstoffe, zusätzliche Kosten für Verbraucher durch die EEG-Umlage – all das betrifft uns als Bevölkerung direkt mit.

Verbraucher spüren Auswirkungen

Viele weitere Pflichten, aber auch Anregungen zur Umstellung unseres Lebensstils werden daher zu einer spürbaren Belastung im Alltag. Wer auch persönlich von der Notwendigkeit des Fokus auf Nachhaltigkeit überzeugt ist, dürfte sich daran weniger stören, doch es gibt auch regelmäßig kritische Stimmen zu vielen dieser Aspekte.

Ein Argument lautet, dass zusätzliche Kosten oder Verhaltensänderungen für Privatpersonen kaum einen Einfluss auf die Gesamtsituation hätten. Der Grund: Der Einfluss der Wirtschaft, insbesondere in großen Industrie- und Schwellenländern, ist so viel größer, dass der Anteil des privaten Sektors verschwindend gering sei.

Während die Konzerne und Unternehmen also unbeeindruckt weiterarbeiten, oder wie beispielsweise durch die verbrauchergestützte EEG-Umlage ihre Strukturveränderungen finanziert bekommen, müssen Privatpersonen zusätzliche Kosten sowie gegebenenfalls Einschränkungen hinnehmen.

Natürlich ist es klar, dass die Politik keine Maßnahmen entscheiden kann, die für die Wirtschaft in ihrer Gesamtheit nicht tragbar sind. Doch in Relation zu ihrem Einfluss auf die Umwelt können die Verpflichtungen zur Umstellung zum Teil verschwindend klein wirken. Ganz im Gegensatz dazu die Effekte auf Ottonormalbürger: So gehen einige Vorschläge der Grünen Parteien, wie etwa das vollständige Verbot von Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2030, für viele Bürger zu weit.

Wer hat den größeren Fußabdruck?

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Ist die Industrie der wahre Übeltäter? Bei solchen Bildern liegt diese Vermutung nahe. Foto: Wirestock © Adobe Stock

Um dieses Problem der Relation zu lösen, müsste man also lediglich herausfinden, wer einen größeren Effekt auf die Umwelt und das Kima hat. Sind es große, produzierende Unternehmen und die industrielle Logistik, oder doch die Kilometer, die die etwa 39 Millionen Autofahrer in Deutschland im privaten Leben zurücklegen? Regelmäßig gehen Zahlen umher, die beispielsweise behaupten, dass bereits ein Transportschiff Kraftstoff äquivalent zu 200.000 Autos pro Tag verbraucht.

  • Im Durchschnitt emittiert ein Privathaushalt im Deutschland in einem Jahr etwa 91 Millionen Tonnen CO2 oder vergleichbare Stoffe. Diese Zahlen hat das Umweltbundesamt in einer Studie für das Jahr 2017 ermittelt.
  • Die herstellende Industrie alleine hingegen stößt jährlich etwa 190 Millionen Tonnen Kohlendioxid-äquivalente Emissionen aus – Abgase aus Verkehrs-, Dienstleistungs- und Energiewirtschaft sind hier nicht mit einbezogen.

Bezüglich dem Energieverbrauch herrscht ein ähnliches Verhältnis. Im Jahr 2018 waren Privathaushalte lediglich für 24,1 Prozent des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich – der Rest wird fast vollständig von Industrie, Handel und Gewerbe in Beschlag genommen.

Wenig aufschlussreiche Statistiken

Das sind natürlich nur zwei der Kennzahlen, die diesbezüglich angeführt werden können. Die Umweltverschmutzung durch Abfälle, die durch beide Parteien verursacht wird, ist schwer messbar. Schon im Jahr 2010 jedoch schätzte die UN die Umweltschäden, die allein durch die 3.000 größten Konzerne verursacht werden, auf eine Höhe von 1,7 Billionen Euro.

Die Frage, in welchem Sektor nun Änderungen für mehr Nachhaltigkeit wichtiger sind beziehungsweise einen größeren Effekt hätten, ist damit jedoch noch nicht beantwortet. Die Dunkelziffer, für die es bisher keine wirklich verlässliche Antwort gibt, entsteht nämlich durch das Einsparungspotential, das überhaupt bezüglich der benötigten Ressourcen herrscht.

Auch, wenn ein Bereich deutlich höhere Zahlen in der Summe aufzeigt, ist es möglich, dass dort mit vergleichbar aufwendigen Maßnahmen nur weit geringere Verbesserungen erreicht werden könnten. In diesem Fall wäre, trotz Ansetzen beim eigentlich größeren Übeltäter, der positive Effekt auf die Nachhaltigkeit weltweit letztendlich geringer.

Am Ende ist diese Diskussion jedoch, wenn man sich beispielsweise am Verhältnis des Energieverbrauches festhält, ohnehin zwecklos. Auch, wenn es „nur 24,1 Prozent“ sind, so ist dies letztendlich eine beträchtliche Energiemenge, die im Vergleich mit der Industrie nicht so verschwindend gering ausfällt, wie manch einer vermuten mag. Dass ein Handeln an dieser Stelle also zwecklos wäre, ist eindeutig ein Fehlschluss.

Die Kombination macht es: Lifestyle als Wegweiser

Unabhängig von dieser Schwierigkeit festzustellen, wo letztendlich das größere Problem liegt, ist es natürlich nie ein Fehler, grundsätzlich den Schritt in Richtung mehr Umweltfreundlichkeit zu gehen. Das ist bereits bei vielen Menschen angekommen – die Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Teil im modernen Bewusstsein geworden.

Ebenfalls haben Unternehmen schon vor einiger Zeit diese Geisteshaltung ihrer Kunden erkannt und viele Schritte in Richtung nachhaltiges Wirtschaften unternommen. Unter dem Sammelbegriff „Corporate Social Responsibility“ nehmen mehr und mehr Firmen ihre Verantwortung gegenüber dem Planeten und der Bevölkerung wahr. Wie viel davon in der Realität jedoch Marketingmaßnahme, persönliche Überzeugung der Führungskräfte oder sogar vollständige Ablenkung von in Wirklichkeit desaströsen Praktiken ist, lässt sich von Einzelfall zu Einzelfall schwer bestimmen.

Fakt ist, dass viele Unternehmen, egal welcher Größe, bereits große Fortschritte in Richtung größtmöglicher Nachhaltigkeit gemacht haben und genau damit erfolgreich Kunden ansprechen. Klimaneutraler Versand der DHL ist eine wichtige Säule im Erfolgskonzept des Logistikriesen geworden.

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Unter anderem im Rahmen der umstrittenen „Fridays for Future“ nehmen die Demonstrationen der Bevölkerung immer mehr zu. Foto: ink drop © Adobe Stock

Auch Dienstleister, wie im Gastgewerbe, haben Schritte unternommen, um ihren Besuchern so die Möglichkeit zu bieten, in keiner Lebenslage ihre Überzeugungen zu mehr Effizienz und Umweltschutz kompromittieren zu müssen. Hotels und Hostels beispielsweise stellen ihren Betrieb mehr und mehr auf möglichst große Sparsamkeit im Umgang mit Ressourcen um und kommunizieren dies an ihre Kunden – vorbei sind beispielsweise die Zeiten, von täglich gewaschenen, ungenutzten Handtüchern.

Auch einige große Unternehmen haben sich bereits der Bekämpfung von Ressourcenverschwendung und destruktivem Wirtschaften verschrieben, um so auch ihre Produkte für Kunden attraktiver zu machen.

Wichtig ist also: Die Einstellungen und die Werte, die vom Großteil der Verbraucher geteilt werden, geben letztendlich auch die Richtung vor, die Unternehmen einschlagen müssen, um den Zeitgeist zu treffen und sowohl für Kunden, als auch für potentielle Arbeitskräfte interessant zu sein.

Kettenreaktion durch öffentliche Meinung

Es geht demnach automatisch vom Kleinen ins Große. Somit besteht das Argument, dass ab einem bestimmten Punkt sowohl die Politik aufgrund des Wählerinteresses als auch Unternehmen zur Steigerung ihrer Attraktivität durch Veränderungen im Interesse der Bevölkerung zur Handlung gezwungen werden.

Wenn dieses allgemeine Bewusstsein, der Zeitgeist und die Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit groß genug werden, können also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und gemeinsam am gleichen Strang gezogen werden: Sowohl Industrie als auch Privatpersonen sind eher bereit, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um sparsamer und umweltfreundlicher zu wirtschaften und zu leben. Damit hätte sich auch die Frage nach dem eigentlich Schuldigen erübrigt.

Die Rolle der Politik – Wird der Wirtschaft zu viel Raum gelassen?

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Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen ist ein wichtiges Thema im Hinblick auf nachhaltiges Wirtschaften. Foto: noon@photo © Adobe Stock

Dennoch ist die Frage nach der besonders in Großkonzernen eher schleppend vorangehenden Wandlung berechtigt. Dabei handelt es sich um riesige Unternehmen, die für einen entsprechend großen CO2-Fußabdruck und gegebenenfalls für riesige Mengen an Abfall verantwortlich sind. So ist beispielsweise die Zigarettenkippe der Gegenstand, der weltweit mit großem Abstand am öftesten unachtsam in die Natur geworfen wird.

Als zu Beginn der 2000er die Umweltverschmutzung ein immer größeres Thema wurde und unter Jürgen Trittin den Verbrauchern der Dosenpfand auferlegt wurde, war innerhalb weniger Jahre eine Lösung erarbeitet und implementiert. Die Tabakindustrie, die offensichtlich ein noch weit größeres Problem für die Umwelt darstellt, bleibt bis heute davon unbetroffen.

Zwar gibt es immer wieder Gespräche – erst im letzten Jahr wollte die EU die Vertreter der Tabakindustrie für die Schäden und Kosten der Entsorgung zur Kasse beten – doch zu einem wirklichen Ergebnis kommt es nie.

Wenig Druck von der offiziellen Seite

Gleichzeitig fallen regelmäßig wieder Riesenkonzerne auf, wie sie trotz großer Vergehen an der Umwelt nahezu ohne Konsequenzen davonkommen. Man denke nur an die Ölpest vor dem Golf von Mexiko. Trotz kaum messbarer Folgen für die Umwelt kam der verantwortliche Ölkonzern BP mit finanziellen Ausgleichszahlungen davon, die lediglich sechs Prozent des Jahresumsatzes betrugen. In gleicher Hinsicht werden, entgegen öffentlicher Aussagen und Werbemaßnahmen bezüglich der Nachhaltigkeit, viele Unternehmen wieder und wieder dabei überführt, wie sie Umweltprobleme verursachen. Auch hier fallen die Konsequenzen meist eher vernachlässigbar aus.

Doch das ist nicht der einzige Aspekt, in dem die Wirtschaft allem Anschein nach kaum Druck von der Politik zur Durchführung eines Wandels bekommt. Strukturveränderungen, die einerseits von Wissenschaftlern und Sachverständigen als notwendig angesehen werden, andererseits in politischen Beschlüssen als feste Ziele definiert werden, werden sehr langsam durchgesetzt.

Inkonsequente Zeitpläne für den Energiewandel

Der Kohleausstieg steht bereits seit 2016 in der Diskussion. 2018 wurde beschlossen, dass für diesen Aspekt des Energiewandels ganze 20 Jahren angesetzt werden – bis spätestens 2038 soll der Ausstieg beendet sein. Teil dieses Prozesses ist auch das Kraftwerk Datteln, dessen vierter Block in diesem Jahr noch zusätzlich zu den bestehenden Kraftwerken in Betrieb gehen wird.

Vor diesem Hintergrund – insbesondere auch wegen den sehr späten Abschaltterminen vieler Braunkohlekraftwerke nach 2035 – kritisieren Umweltschützer die Rahmenbedingungen des Planes zum Kohleausstieg. Die Kohlewirtschaft wird hier nicht genügend unter Druck gesetzt, obwohl ein möglichst schnelles Handeln – auch im Hinblick auf die Klimaziele von Paris – dringend nötig wäre.

Ähnlich sieht es in anderen Branchen aus. Die hiesige Automobilindustrie – zweifelsohne ein wichtiger Wirtschaftsfaktor Deutschlands, der natürlich nicht einfach übergangen werden kann – setzt Jahr für Jahr auf größere SUVs mit Verbrennungsmotoren, die nicht viel mit ambitionierten Klimazielen zu tun haben. Denn Fakt ist: diese Fahrzeuge liegen im Trend und verkaufen sich weiterhin gut.

Hier könnte natürlich ebenfalls ein Umdenken der Kunden zu einer Veränderung führen. Doch auch die Politik könnte hier eingreifen – was sie in anderen Ländern wie etwa Norwegen auch tut. Ab dem Jahr 2025 sollen dort nur noch abgasfreie Fahrzeuge neu zugelassen werden.

Der Clou: Norwegen hat keine eigene Automobilindustrie – es steht also zu vermuten, dass Politiker hierzulande durch Druck oder Lobbyarbeit seitens der Hersteller derartige Pläne nicht umsetzen können.

Versteift sich die Politik zu sehr auf einen Aspekt?

Ein weiterer Kritikpunkt ist die scheinbare Ablehnung von alternativen Antriebsarten, die nicht Elektromotor heißen. Dank Umweltboni, die lediglich für Elektroautos gelten, werden die deutschen Hersteller indirekt davon abgehalten, möglicherweise mit echten Innovationen im Gebiet anderer Treibstoffe, wie etwa der Brennstoffzelle, ihren eigenen Weg zu gehen.

Unter anderem wurden auch emissionsarme alternative Kraftstoffe wie E-Fuels oder der Care-Diesel bisher kaum beachtet beziehungsweise vom Umweltbundesamt nicht genehmigt. Da Innovation schon immer einer der wichtigsten Faktoren für echte Veränderungen in der Industrie ist, wird somit auf politischem Wege ein selbstständiger Weg der Unternehmen in Richtung mehr Nachhaltigkeit verhindert.

Fazit: Der Status Quo und wie es vorangeht

Wenn es um die Verantwortung für den Schutz unseres Planeten geht, gibt es also sehr wenig klare Antworten. In der Utopie würden natürlich Wirtschaftsriesen gleichermaßen durch zwar nicht zu harte, aber realistische und straffe Umweltziele der Politik, wie auch durch das Konsumverhalten der Bevölkerung zu mehr Nachhaltigkeit gedrängt. Gleichermaßen hätte der zuletzt genannte Faktor auch seinen eigenen positiven Effekt auf Umwelt und Klima.

Nachhaltigkeit ist letztendlich also eine Aufgabe, die uns allen zukommt. Sowohl Meinungsmachern in der Bevölkerung als auch Führungspersönlichkeiten in der Politik kommt daher die Rolle der Antriebsmotoren jeglicher Bestrebungen zu.

Das Erreichen der Klimaziele aus dem Pariser Abkommen ist bereits heute zweifelhaft – daher wäre es durchaus wünschenswert, wenn in naher Zukunft von allen Parteien gemeinsam eine Grundlage für konsequenteres Handeln gefunden wird.

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