Bielefelder Comedian tritt in ARD-Film auf – im WESTFALEN-BLATT-Interview Ingolf Lück: »Ich bin absoluter Märchenfan«

Bielefeld (WB). Eines der beiden neuen ARD-Weihnachtsmärchen ist ostwestfälisch geprägt: Der Bielefelder Ingolf Lück (59) wirkt in dem Film »Das Wasser des Lebens« am 25. Dezember um 14.45 Uhr mit. Im Interview mit Stefan Biestmann äußert er sich dazu.

Gut oder schlecht beraten? Der kranke König (Matthias Brenner) hofft auf die heilenden Kräfte seines Leibarztes (Ingolf Lück). Dem ist jedes Mittel recht, um den Regenten zu heilen. Die ARD zeigt das Märchen »Wasser des Lebens« am 1. Weihnachtstag.
Gut oder schlecht beraten? Der kranke König (Matthias Brenner) hofft auf die heilenden Kräfte seines Leibarztes (Ingolf Lück). Dem ist jedes Mittel recht, um den Regenten zu heilen. Die ARD zeigt das Märchen »Wasser des Lebens« am 1. Weihnachtstag. Foto: ARD

Sie spielen in dem Märchen den Leibarzt des Königs. Was hat Sie an der Rolle und am Drehbuch gereizt?

Ingolf Lück: Es ist der Reiz des Neuen, denn ich kannte dieses schöne Märchen bis dato überhaupt nicht. Es zählt zu den unbekannteren Werken der Brüder Grimm.

Das Märchen

Mit zwei Neuverfilmungen (»Wasser des Lebens« am 25.  Dezember um 14.45 Uhr und »Der Schweinehirt« am 26. Dezember um 13.40 Uhr) setzt die ARD die Märchenreihe »Sechs auf einen Streich« fort. Das Märchen »Wasser des Lebens« der Brüder Grimm erzählt die Geschichte eines kranken Königs (Matthias Brenner), dessen zwei Söhne sich auf die Suche nach dem Wasser des Lebens machen, um ihren Vater zu heilen. Für die Heilung sind dem Leibarzt (Ingolf Lück) des Königs die seltsamsten Methoden recht.

Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?

Lück: Zähne geputzt, geduscht, zum Drehort gefahren und in der Maske Text gelernt. Wie immer.

Wie würden Sie den Leibarzt charakterisieren, den Sie in dem Märchen verkörpern?

Lück: Er gehört zu der Spezies Medicus, der einen eigenen Friedhof im Garten hat, damit es die Patienten nach der Behandlung nicht so weit haben.

Wie haben Sie die Dreharbeiten erlebt?

Lück: Schwitzend in wundervoll warmen historischen Gewändern und einem molligen Hut auf dem ärztlichen Haupte. Die anderen Kollegen hatten wundervolle Drehtage im Rheinland, aber ich bin nicht aus den Gemächern des Königs rausgekommen. Ich war ja pflichtbewusst meinem sterbenden König verpflichtet.

Was macht »Das Wasser des Lebens« aus?

Lück: (lacht) Es ist ein zauberhaftes Märchen, und die Darstellung des Leibarztes soll atemberaubend sein . . .

Sind Sie selbst ein Märchenfan, und lesen Sie gerne Märchen vor?

Lück: Aber ja. Als absoluter Märchenfan lese ich natürlich gern Märchen vor. Am liebsten den eigenen Kindern vorm Einschlafen, wenn sie nachts um 4 Uhr aus dem Club kommen. Da ist die Freude immer – naja – geteilt.

Was ist Ihr Lieblingsmärchen?

Lück: Zwerg Nase! Keine Ahnung warum, denn der hat mit mir nix gemeinsam. Ich bin schließlich 1,90 Meter groß.

Wo werden Sie sich das Fernsehmärchen Weihnachten anschauen?

Lück: Ich stehe an den Feiertagen auf der Theaterbühne in Bonn, so dass ich die ARD-Mediathek bemühen werde.

Sie haben zuletzt 2007 in einem TV-Film mitgespielt, behauptet Wikipedia . . .

Lück: Das wäre schön, denn dann hätte ich ja zehn Jahre Ferien gehabt . . .

Welche Projekte stehen für 2018 an?

Lück: Als erstes werde ich meinen Wikipedia-Eintrag bearbeiten. Das kann bei den vielen nachzutragenden Projekten dauern. Und wenn ich dann noch Zeit habe, kann Arminia Bielefeld ruhig in die erste Liga aufsteigen.

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