Museen Königlicher Lodenmantel auf Schloss Herrenchiemsee

Chiemsee (dpa) - Ein Lodenmantel von Ludwig II. ist die neue Attraktion im Museum über das Leben des bayerischen Königs auf Schloss Herrenchiemsee.

Von dpa
Foto: Joseph Albert

Der schwere dunkle Mantel aus Wolle und Seide sei sehr schlicht gehalten, teilte die staatliche Schlösserverwaltung am Mittwoch in München mit. Nur die doppelreihigen Knöpfe und ein Samtkragen zierten ihn. Das Ludwig II.-Museum wird an diesem Sonntag (1. Mai) wiedereröffnet. Zuvor waren eine neue Klimaanlage eingebaut und der Brandschutz verbessert worden.

Der Lodenmantel wurde vom königlich-bayerischen Hoflieferanten Fritz Schulze geschneidert, der in der Münchner Maximilianstraße ein Konfektionsgeschäft für Herren und Damen besaß. Ludwig II. habe seit etwa 1880 bis zu seinem Tod meist Mäntel dieser gutbürgerlichen Art getragen, teilte die Schlösserverwaltung weiter mit. Eine der letzten Fotografien - entstanden Anfang des Jahres 1886 - zeige den König mit diesem Manteltypus. Die Präsentation des schlichten Kleidungsstückes soll nach Vorstellung der Museumsleitung den Gegensatz zur prunkvollen Ausstattung der Schlösser symbolisieren.

Der 1845 geborene Ludwig II. ertrank unter nie geklärten Umständen am 13. Juni 1886 im Starnberger See. Er wurde vor allem als Erbauer der Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof bekannt.

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