Hintergrund
Wie die Deutschen aus Wuhan untergebracht werden

Berlin (dpa) - Rund zwei Wochen lang werden die aus China zurückgeflogenen Deutschen und ihre Angehörigen nach ihrer Ankunft am Samstag auf einem Luftwaffenstützpunkt der Bundeswehr in Quarantäne kommen.

Freitag, 31.01.2020, 18:05 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 18:08 Uhr
Die aus Wuhan Evakuierten werden zunächst auf dem Frankfurter Flughafen untergebracht, bevor sie nach einer ersten Untersuchung ins rheinland-pfälzische Germersheim gebracht werden. Foto: Boris Roessler

Die Kaserne liegt am Stadtrand von Germersheim in Rheinland-Pfalz, rund 40 km südwestlich von Mannheim und Heidelberg. Vom Frankfurter Flughafen sind es rund eineinhalb Stunden Fahrt. Den Transport übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK). In der Kaserne ist ein eigenes Gebäude für die Menschen vorgesehen, das nach Bundeswehrangaben erst kürzlich renoviert wurde und neu bezogen wird.

Die Betroffenen sollen voneinander getrennt in Einzelzimmern «mit Nasszelle» untergebracht werden und müssen für die Zeit der Quarantäne dort auch bleiben. Die Familien würden aber nicht auseinander gerissen, hieß es am Freitag. Kontakte nach außen werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums «auf ein Minimum reduziert». Voraussichtlich werde es aber Besuchszeiten geben. Die Besucher müssten dabei Hygienemaßnahmen einhalten. Materialien wie Schutzmasken würden zur Verfügung gestellt.

Um die Betreuung vor Ort und regelmäßige Screenings sollen sich rund 30 DRK-Freiwillige kümmern. «Der Gesundheitszustand wird täglich erfasst und es wird Fieber gemessen», hieß es vom Gesundheitsministerium. Das DRK stellt nach eigenen Angaben zudem eine «mobile Gesundheitsstation» und einen speziell für den Infektionsschutz ausgerüsteten Krankenwagen zur Verfügung. Die Bundeswehr kümmert sich um die Verpflegung.

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