In Wohnhaus im Landkreis Osnabrück wohl mit Chemikalien hantiert, um Feuerwerkskörper herzustellen
21-Jähriger verliert bei Explosion Finger

Hilter (WB/ca) -

Am Neujahrstag ist es in der niedersächsischen Gemeinde Hilter (Landkreis Osnabrück) an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen in einer Doppelhaushälfte zu einer Explosion gekommen.

Freitag, 01.01.2021, 17:17 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 18:08 Uhr
Hilter: Rettungskräfte kümmern sich um einen Verletzten. Foto: TV7News / dpa

Ein Polizeisprecher teilte mit, dass im Obergeschoss drei Männer im Alter von 20, 21 und 26 Jahren mit Chemikalien hantiert hätten, um einen Feuerwerkskörper herzustellen. Beim Mischen dreier Substanzen sei es dann gegen 0.40 Uhr zur Deto­nation gekommen. „Die Männer wurden durch die Druckwelle, umherfliegende Splitter und Hitze verletzt“, sagte der Polizist.

Ein 20 Jahre alter Mann aus Hilter kam leicht verletzt davon, ein 26-Jähriger aus Bad Rothenfelde wurde schwer verletzt. In Lebensgefahr schwebte am Freitag vorübergehend ein 21 Jahre alter Mann aus Hilter. Ihm hatte die Explosion mehrere Finger abgerissen, außerdem erlitt er weitere Verletzungen.

Nach Angaben der Polizei wurde die Doppelhaushälfte erheblich beschädigt. Nach vorläufigen Schätzung betrage der Schaden mindestens 100.000 Euro. Ein Gutachter untersuchte die Unglücksstelle und stellte fest, dass das Haus nicht einsturzgefährdet ist.

Die Kripo versucht jetzt zu klären, woher die Chemikalien stammten. Die Verletzten sind nicht vernehmungsfähig.

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