Wohnen
Wohlfühlen zuhause: 3 Tipps für mehr Gemütlichkeit

Ein karges Zimmer mit Blick auf rauchende Industrieanlagen, schmutzig-braune Wänden mit Wasserflecken, auf dem Boden trister Beton, ein harter Holzstuhl und ein wackeliger Tisch – wer sich ein solches Szenario vorstellt, kommt schnell in schlechte Stimmung. Wer darin leben muss, kann sich nicht wohlfühlen, die lieblose Umgebung verhindert es. Genauso, wie eine ungünstige Umgebung für düstere Gedanken sorgt, erhellt eine freundliche Umgebung das Gemüt. Wie lässt sich eine Wohnung so richtig gemütlich machen? Der Beitrag liefert 3 zentrale Tipps.

Freitag, 07.08.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 09:51 Uhr
Helle Farben mit wenigen Akzenten strahlen ruhige Eleganz aus. Ausgewählte Bilder an den Wänden unterstreichen das Farbkonzept. Der rote Stuhl ist ein Einzelstück, welches Erinnerungen an vergangene Ferientage weckt. Foto: pixabay.com © jeanvdmeulen (CC0 Creative Commons)

Tipp 1: Die besten Wohnfarben wählen

Kaum etwas beeinflusst die Psyche so sehr wie Farben , Licht und Schatten. Stimmt das Farb- und Lichtkonzept, fühlen wir uns gleich viel wohler. Doch was sind die besten Wohnfarben? Zu diesem Thema gibt es ganz unterschiedliche Meinungen, Ideen und Vorschläge. Betreten wir eine Wohnung, wirken Farben sofort auf uns ein. Die Sehnerven geben die Informationen an das Gehirn weiter und dieses meldet sich mit Erinnerungen zurück. Gelb ist mit der Erinnerung an die Sonne verknüpft, an warme Tage und an Lebensfreude. Eine meerblaue Wand ruft die Erinnerung an die letzten entspannten Tage am Strand auf und man meint, die frische Brise auf der Haut zu spüren.

Genau deshalb – weil Farben Erinnerungen aktivieren und Emotionen wecken - ist es sehr wichtig, sich in Ruhe ein Farbkonzept auszusuchen. Das Farbkonzept ist die Grundlage für die Umgestaltung der Wohnung, an dem sich alles weitere orientiert. Folgende Möglichkeiten stellen nur einen kleinen Ausschnitt der Stimmungsvielfalt dar, die sich mit bestimmten Farbkonzepten erreichen lässt.

Harmonische Farben

Eine harmonische Farbgestaltung sollte immer das Tageslicht mit einbeziehen. Beides zusammen beeinflusst das Raumempfinden stark. Eine Farbe in all ihren Schattierungen, Höhen und Tiefen, ein Ton-in-Ton-Konzept in einer Wohnung erzielt in erster Linie eine extrem harmonische Wirkung. Um einige Beispiele zu nennen: Farbvarianten von Beige, Blau, Grün oder Gelb über alle Farbstufen und Intensitäten hinweg wirken beruhigend, klärend und wohltuend.

Kühle Farbwelten mit einem Twist

Um einen luftig-kühles Ambiente zu kreieren, sind helle Blautöne perfekt geeignet. Einige kleine Farbtupfer in Orange und Rot drehen das Empfinden in eine warme, anregende Richtung. Kommen jetzt noch transparente Möbel mit viel Glas und Metall hinzu, ist eine beruhigende, subtil dynamische Wirkung erzielt.

Natürliche Farben

Eine Wohnung in Naturfarben wie Sandgelb, Schilfgrün und Meerblau mit viel Weiß wirkt beruhigend. Wer sich einen Tag am Strand vorstellt oder einen Ausflug in die Berge hat ein ganz bestimmtes Farbkonzept vor Augen. Warum die Farbwelt in der eigenen Wohnung nicht einer blühenden Bergwiese nachempfinden? Oder darf es lieber ein fröhlicher Tag am Strand oder ein erholsamer Waldspaziergang sein? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Weniger ist mehr

Oft reicht es schon, das gewählte Farbschema in wenigen Akzenten einzubauen, um den gesamten Wohncharakter zu verändern. Wichtig ist, sich an die Farben zu halten, um das Ambiente durchgängig zu prägen.  Außerdem gilt, je kleiner eine Wohnung ist, desto weniger Farben sollten verwendet werden.

Tipp 2: Die idealen Wohlfühl-Möbel kaufen

Ein Kuschelsofa mit riesigen Kissen und bequemer Kopfstütze oder einen Massagesessel mit Magnetfeldtherapie und eingebauten Lautsprechern – in den eigenen vier Wänden sollte mindestens ein Ort perfekt zum Abschalten geeignet sein. In einem kuscheligen Sofa oder einem Sessel gelingt das im Handumdrehen. Am wichtigsten sind die verfügbaren Funktionen. Wie wäre es zum Beispiel, nach der Arbeit im Massagesessel eine wohltuende Massage mit entspannender Wärme zu genießen, um die verspannten Schultern und den schmerzenden Rücken zu lockern? Wer einen solch perfekten Ort zu Hause hat, freut sich garantiert auf die Rückkehr in die eigenen vier Wände.

Zu den wichtigen Möbeln gehören aber nicht nur Sofa, Sessel und Bett, sondern auch die Küchenausstattung. Wer gerne kocht, sollte besonderen Wert auf die Küchenzeile und die Küchenutensilien legen. Eine einladende Essecke mit dezenter Beleuchtung gehört dazu. Selbst, wenn nur sehr wenig Platz ist, sollte ein bequemer Essplatz unbedingt berücksichtigt werden. Dieser ist unverzichtbar für das Wohlgefühl zu Hause. Natürlich sollte auch die Farbwahl der Möbel ins Gesamtkonzept passen.

Tipp 3: Die schönsten Wohntextilien verwenden

Mit den passenden Wohntextilien lässt sich eine schlichte Einrichtung im Handumdrehen aufwerten. Eine Decke aus Schurwolle auf der Couch, ein geknüpfter Teppich auf dem Boden und eine handebestickte Tischdecke auf dem Küchentisch: Wohntextilien wirken einladend und verströmen ganz automatisch ein gemütliches Flair. So kann zum Beispiel eine Decke aus Fake Fur im Schlafzimmer aus einem schlichten weißen, kühl wirkenden Bett die Atmosphäre in Richtung kuscheliges Wohlgefühl drehen. Eine Patchworkdecke auf der Küchenbank sorgt von ganz allein für Gemütlichkeit. Es ist ratsam, bei der Auswahl der Wohntextilien im Farbkonzept zu bleiben. Das perfektioniert den Gesamteindruck.

Zu den Wohntextilien gehören auch Vorhänge und Rollos. Ist die Aussicht aus dem Fenster nicht attraktiv, helfen schöne Vorhänge in freundlichen Farben mühelos darüber hinweg. Ist hingegen die Aussicht besonders attraktiv, zum Beispiel auf einem blühenden Garten oder eine schöne Landschaft, geben luftig-leichte Vorhänge den passenden Rahmen dafür ab.

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Ein liebevoll gedeckter Tisch mit schöner Tischwäsche erhöht die Lebensqualität und den Wohlfühlfaktor in der Wohnung. Foto: pixabay.com © jeanvdmeulen (CC0 Creative Commons)

Leben wie Eva Padberg: Warum ist das Model so gerne zuhause?

Eva Padberg ist so gerne zuhause, weil sie sich dort von ihrem stressigen Job in der Modebranche am besten erholen kann. Einer ihrer Lieblingsorte ist die Küche. Dort kocht sie gerne mit ihren Lieben, sagt das Topmodel.

Zu einem gemütlichen Zuhause, in dem man immer wieder gerne zurückkehrt, gehört also nicht nur eine schöne Einrichtung in den richtigen Farben mit kuscheligen Wohntextilien und perfekt ausgewählten Möbeln, sondern auch die individuelle Qualität als Treffpunkt mit Freunden und Familie. Wer das verstanden hat und sein Zuhause durch fröhliche Treffen mit lieben Menschen zu einem Ort der Begegnung und Kommunikation macht, füllt die Wohnung mit Leben und schafft positive Erinnerung. Die Verknüpfung der eigenen vier Wände mit schönen Momenten, lachenden Gesicherten und gemütlichen Nachmittagen auf dem Lieblings-Sessel sorgt dafür, dass wir stets mit Freude an zuhause denken und der Wohlfühlfaktor bereits auf dem Weg nach Hause langsam aber sicher ansteigt.

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