Klimafreundlicher Konsum
Wie der Verbraucher den Klimaschutz unterstützen kann

Klimaschutz und Klimawandel sind aktuell wichtige Themen: Durch die erhöhte Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO2) und dem Ausstoß von Methan (CH4) werden Treibhausgase freigesetzt, die durch den sogenannten Treibhauseffekt eine globale Erwärmung unseres Planeten verursachen. Die Folgen des Klimawandels sind katastrophal – extreme Wetterlagen, enorme Luftverschmutzung, ein unaufhörliches Ansteigen des Meeresspiegels oder sogar das Verschwinden ganzer Lebensräume sind nur einige davon.

Dienstag, 04.08.2020, 06:10 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 16:44 Uhr
Um das Klima zu schützen kann jeder etwas tun. Foto: colourbox.de / Sqback

Der Klimawandel wird in den nächsten Jahrhunderten eine existentielle Bedrohung für Mensch und Tier, wenn sich hier nicht drastische Veränderungen einstellen. Die EU-Kommission beispielsweise möchte die gesamte EU klima- und umweltfreundlicher gestalten, der beschlossene Klimaschutzplan 2050 setzt erforderliche Maßnahmen fest für das Erreichen der langfristig gesetzten Klimaziele und auch der Verbraucher kann den Klimaschutz tatkräftig unterstützen.

Unterstützung des Klimaschutzes durch den Verbraucher

Der Verbraucher kann bereits mit wenigen Änderungen weniger der kostbaren Energieressourcen verbrauchen und somit die Umwelt effektiv schonen. Der persönliche Energiebedarf eines jeden Verbrauchers hat großen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck jedes Einzelnen. Hierzu zählen beispielsweise Heizung, Strom, Wasserverbrauch, Verbrauchsmaterialien, Mobilität u.v.m.

Das Umwelt-Bundesamt hat hierzu einen CO2-Rechner veröffentlicht, mit dem die persönliche CO2-Bilanz berechnet werden kann. Auch hier ist ersichtlich: Schon mit minimalen Veränderungen können große Beiträge zum Schutz unseres Planeten geleistet werden. Sogar mit der Umstellung auf eine gesundheits- und umweltbewusste Ernährung oder einer Reduzierung des Fleischkonsums leistet der Verbraucher einen Beitrag zum umweltfreundlicheren Konsum.

Verwendung von ressourcenschonenden Materialien

Nachhaltigkeit funktioniert vielfältig: Ressourcenschonende Materialen können überall eingesetzt werden – beim Bau von Häusern oder auch im Haushalt. Sehr viele Mode-Unternehmen setzen Zeichen und produzieren nur noch nachhaltig hergestellte Mode aus natürlichen Materialien. Auch Möbel-Hersteller haben sich bereits der Produktion mit ressourcenschonenden Materialien verschrieben und übernehmen soziale Verantwortung.

Selbst für die Büroausstattung können beispielsweise Notizbücher aus 100 % natürlichen Materialien verwendet werden, bei denen in der Herstellung auf einen schonenden Umgang mit den globalen Ressourcen geachtet wurde. Ebenso können viele Dinge wiederverwendet werden – Hände weg von Wegwerfprodukten, der Trend geht eindeutig zur Wiederverwendbarkeit.

Strom sparen

Ganz einfach zum Klimaschutz beitragen kann der Verbraucher, indem er mehr auf seinen Stromverbrauch achtet. Auch hier kann schon mit kleinen Maßnahmen viel erreicht werden:

- Elektrogeräte nicht auf Stand-by-Modus lassen, sondern ganz ausschalten
- Energiesparlampen verwenden
- abschaltbare Steckdosenleisten installieren
- beim Kauf von neuen Geräten auf den Energieverbrauch achten
- wenn möglich, stromsparende Funktionen verwenden (Spülmaschine, Waschmaschine, etc.)
- Lichter nicht unnötig brennen lassen
- Stromanbieter vergleichen und evtl. zu Anbieter mit Ökostrom wechseln
- anstatt normalen Batterien lieber zu Akkus greifen
- Waschmaschine oder Spülmaschine nur gut gefüllt laufen lassen, nicht halb leer
- vereiste Kühlschränke vermeiden und regelmäßig abtauen

Plastik vermeiden

Plastik hat bekanntlich mehrere schwerwiegende Auswirkungen und ist schädlich für die Umwelt und unsere Gesundheit. Es verrottet nicht, sondern wird in hunderten Jahren immer noch da sein. Es schwimmt in den Weltmeeren, vermüllt unsere Ozeane und hat tödliche Folgen für Tiere . Beim Zersetzungsprozess werden gefährliche Inhaltsstoffe freigesetzt, die sich auch in der Nahrungskette anreichern. Mit Plastik nehmen wir über die Nahrung, Luft oder Hautkontakt Weichmacher auf, welcher gesundheitsschädlich ist.

Im Alltag kann Plastik ganz einfach reduziert werden, indem beispielsweise beim Einkaufen auf Plastiktüten oder Plastikverpackungen verzichtet wird. Der tägliche Coffee-to-go lässt sich in den mitgebrachten Mehrwegbecher einfüllen. Getränke sollten bevorzugt in Glasflaschen anstatt in Plastikflaschen gekauft werden. Auf Einwegprodukte und Einweggeschirr sollte verzichtet werden, stattdessen sind Mehrwegprodukte eindeutig die bessere Alternative.

Fazit

Jeder Verbraucher kann den Klimaschutz tatkräftig unterstützen, indem er seinen persönlichen Energiebedarf reduziert. Damit tut er nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern schont gleichzeitig auch noch seinen Geldbeutel, da beispielsweise die Strom- oder Wasserrechnung garantiert niedriger ist. Weitere Möglichkeiten, die Ressourcen effektiv zu schonen, sind beispielsweise auch die Reduzierung des eigenen Fleischkonsums, Car-Sharing oder der Umstieg auf Bio-Lebensmittel.

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