War es ein Zusammenstoß? Todesermittlungsverfahren eingeleitet
Nach tödlichem Absturz: Noch viele Fragen offen

Haltern/Dülmen (dpa). Nach dem tödlichen Absturz zweier niederländischer Segelflugzeuge im Münsterland, bei dem zwei Piloten starben, stand die Identität der Opfer am Sonntag nicht mit letzter Sicherheit fest. Grundsätzlich sei sie zwar bekannt, sagte eine Polizeisprecherin. Wegen der Schwere der Verletzungen werde es aber wahrscheinlich eine rechtsmedizinische Untersuchung geben, um letzte Sicherheit zu bekommen.

Sonntag, 12.07.2020, 14:41 Uhr aktualisiert: 12.07.2020, 16:28 Uhr
Die beiden Wracks der Flugzeuge wurden einige hundert Meter voneinander entfernt, am Waldrand gefunden. Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft Essen habe ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung ermittle zur Unfallursache.

Die beiden Segelflugzeuge waren am Samstag in der Nähe des Flugplatzes Borkenberge abgestürzt. Einer der Toten wurde an einem Wald zwischen Haltern und Dülmen bei den Wracks entdeckt, der andere im Wald. Ein Zusammenstoß in der Luft oder auch Berührungen mit Baumwipfeln waren nicht ausgeschlossen worden. Fraglich war, ob die beiden Piloten zusammen gestartet waren.

Die beiden Wracks lagen nach Polizeiangaben am Waldrand einige hundert Meter auseinander. Trümmerteile wurden im direkten Umfeld gefunden. Polizisten durchkämmten nahe liegende Getreidefelder und stießen auch dort auf Teile. Da am Anfang nicht ausgeschlossen war, ob es weitere Opfer gab, hatten die Hilfskräfte nach Angaben der Feuerwehr Wald und Feld durchkämmt.

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