NRW-Innenminister spricht von 18 Tatverdächtigen und sechs Opfern
Missbrauchsfall Münster: Zahl der Opfer und Verdächtigen erhöht

Münster (dpa). Im Kindesmissbrauchsfall Münster hat sich die Zahl der Opfer und der Tatverdächtigen erhöht. Inzwischen gebe es 18 Tatverdächtige und sechs identifizierte Opfer im Kindesalter, teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags mit.

Donnerstag, 18.06.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 05:02 Uhr
Die Gartenlaube, in der der vermutliche Haupttäter Teile seiner Server-Anlage untergebracht hatte. Foto: dpa

Sieben Verdächtige säßen nach wie vor in Untersuchungshaft. Anfangs war von Tatverdächtigen aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg und Niedersachsen die Rede gewesen.

In dem Kindesmissbrauchsfall waren zunächst drei Opfer im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren ermittelt worden. Hinzu kamen nach Angaben der Polizei zwei Kinder, deren Väter Anzeige erstattet hätten. Die Anzeigen richteten sich nicht gegen den 27 Jahre alten Hauptverdächtigen, der bereits zweimal wegen des Besitzes von Kinderpornografie vorbestraft ist. Im Fall des sechsten Opfers werde noch ermittelt, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die Zahl der Tatverdächtigen in dem Anfang Juni öffentlich gewordenen Fall stieg inzwischen um sieben auf 18. Unter ihnen können nach dpa-Informationen auch beteiligte Personen sein, denen man zunächst keinen konkreten Missbrauch nachweisen kann. Die Verdächtigen kommen aus mehreren Bundesländern.

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