Massenalarm in Lienen (Kreis Steinfurt): Ein Toter und viele Verletzte - mit Video Gasexplosion in Lienen: Verschütteter Retter tot

Lienen (WB/cbr/cm). Schwere Explosion im Tecklenburger Land: Im Ortskern von Lienen (Kreis Steinfurt) hat es am Samstagmittag eine Explosion in einem Wohnhauses gegeben, bei der mehrere Menschen verletzt und ein Feuerwehrmann getötet wurde.

Im Ortskern von Lienen hat es am Samstagmittag eine schwere Explosion in einem Wohnhaus gegeben. Der Ortskern ist abgesperrt.
Im Ortskern von Lienen hat es am Samstagmittag eine schwere Explosion in einem Wohnhaus gegeben. Der Ortskern ist abgesperrt. Foto: Christian Müller

Zwei Feuerwehrleute sind nach der Gasexplosion im Keller eines Wohnhauses eingeschlossen worden. Einer der beiden wurde am Samstagnachmittag gerettet und mit schweren Verletzungen, jedoch ansprechbar ins Krankenhaus gebracht.

Die Lage des zweiten Feuerwehrmanns blieb zunächst unklar. Laut Aussage eines Polizeisprechers war er unter einer Betondecke eingeschlossen, welche schließlich von Spezialisten des THW geöffnet werden konnte.

„Ein Notarzt konnte sich am Abend Zugang zu dem jungen Kameraden verschaffen, jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.“, so Johannes Tiltmann, Sprecher der Kreispolizeibehörde Steinfurt.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte, wurden bei dem Vorfall mindestens drei weitere Einsatzkräfte von Trümmern getroffen und dabei schwer verletzt.

Massenalarm ausgelöst

Ein Großaufgebot an Rettern ist im Einsatz. Alarmiert wurden die Feuerwehrkräfte aufgrund von Gasgeruch in dem Mehrfamilienhaus in der rund 8600 Einwohner zählenden Gemeinde zwischen Münster und Osnabrück. Nach ersten Informationen sollen die insgesamt 17 Bewohner das Haus verlassen haben. Unmittelbar nach Eintreffen der Feuerwehr etwa gegen 12.30 Uhr kam es zu einer schweren Explosion.

Die Detonation ereignete sich in der Nähe des Wanderparks „Barfußpark“. Bei der Explosion war ein Teil der Fassade des Hauses eingestürzt. Die Unglücksstelle ist übersät mit zahlreichen Trümmerteilen.

Die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis in die Nacht andauern. Da Teile des Gebäudes stark einsturzgefährdet sind, können die Ermittler der Kriminalpolizei das Objekt noch nicht begehen.

Zur möglichen Ursache äußerte sich Tiltmann wie folgt: „Im Zuge der Bergungsmaßnahmen konnte eine große Gasflasche sichergestellt werden. Ob diese in Zusammenhang mit der Explosion am Mittag steht, ist Gegenstand der Ermittlungen.”

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