Prävention wird verstärkt – Niedersachsen will Hunde ausbilden
Sorge wegen der Schweinepest

Berlin/Münster (dpa/WB/fpl). Angesichts der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Polen werden Vorsorgemaßnahmen weiter verstärkt. In der kommenden Woche sollen deutsche und polnische Tierärzte im Grenzgebiet Informationen austauschen und über das weitere Vorgehen beraten.

Samstag, 07.12.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 07.12.2019, 09:50 Uhr
Mischling Otto hat im Saarland ein Stück Wildschwein aufgespürt, das zum Training ausgelegt wurde. Otto ist ausgebildet, tote Wildschweine aufzuspüren, die auf das Virus “Afrikanische Schweinepest” untersucht werden sollen. Auch Niedersachsenplant jetzt die Ausbildung von Wildschweinkadaver-Suchhunden. Foto: dpa

Das teilte das Bundesagrarministerium am Freitag mit. Man sei zudem von der EU-Kommission in Kenntnis gesetzt worden, dass die auf polnischer Seite eingerichtete Zone mit Ausfuhrbeschränkungen für Schweine und Fleischprodukte in Kürze unmittelbar bis zur deutsch-polnischen Grenze reichen werde.

Virus bei Wildschwein nahe der Grenze gefunden

Am vergangenen Dienstag war das Virus bei einem toten Wildschwein in der Nähe von Nowogrod Bobrzanski in der polnischen Woiwodschaft Lebus gefunden worden. Der Ort liegt nur gut 42 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. In dieser Gegend nahe der Grenze zu Brandenburg gibt es seit Mitte November einen Ausbruch der Seuche , Dutzende infizierte Tierkadaver wurden dort gefunden.

Sorgen bereiten Experten vor allem Lebensmittelreste

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) rief in einem Schreiben an ihre zuständigen Länderkollegen dazu auf, die Aufklärung bei den Bürgern weiter zu unterstützen. Sorgen bereiten den Experten vor allem Lebensmittelreste, die entweder durch Lkw-Fahrer aus Osteuropa oder durch Touristen nach Deutschland gelangen und dort zum Beispiel an Autobahnraststätten weggeworfen werden.

„Alle müssen äußerst sorgsam sein, damit uns die Tierseuche nicht trifft“, sagte ein Sprecher des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes in Münster. Wildschweine würden vor allem Wurstreste von größerer Entfernung wittern – enthielten diese dann den für Menschen zwar ungefährlichen ASP-Virus, hätte dies fast unweigerlich die Folge, dass auch Schweine am Virus erkranken.

Niedersachsen plant Ausbildung von Suchhunden

Derweil plant Niedersachsen die Ausbildung von Wildschweinkadaver-Suchhunden . Wie das Landwirtschaftsministerium erklärte, gibt es erste Gespräche mit Vertretern unterschiedlicher Verbände.

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