Kurioser Streit um Sportgerät
1800 Euro Bergungskosten: Rudermaschine sorgt für Ärger am Mont Blanc

Saint-Gervais-les-Bains (dpa). Zwischen dem Bürgermeister einer französischen Gemeinde am Fuße des Mont Blancs und einem britischen Sportler brodelt ein Streit wegen einer auf dem Berg abgestellten Rudermaschine.

Mittwoch, 04.09.2019, 08:29 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 08:32 Uhr
Das undatierte Bild zeigt den britischen Extremsportler Matthew Paul Disney auf einem Berg mit einer Rudermaschine auf der Schulter. Foto: dpa

Das Sportgerät stehe derzeit in der Vallot-Hütte auf 4362 Meter und müsse für rund 1800 Euro Bergungskosten mit einem Hubschrauber abtransportiert werden, sagte Bürgermeister Jean-Marc Peillex der Deutschen Presse-Agentur. Dazu komme noch die Verschmutzung durch den Helikopter, so Peillex.

Der britische Extremsportler Matthew Paul Disney habe die Rudermaschine auf den Berg getragen und sie dann wegen Erschöpfung auf der Hütte zurückgelassen, schrieb der Bürgermeister auf Twitter. Peillex forderte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf, Beschränkungen für die Nutzung des Mont Blancs einzuführen. So solle beispielsweise ab einer Höhe von 3000 Metern nur noch Bergsteigen erlaubt sein.

Mit Sport-Aktionen Geld gesammelt

Disney, der nach eigenen Angaben mit seinen Sport-Aktionen Geld für gemeinnützige Zwecke sammelt, erklärte, er habe seine geplante Tour wegen des Wetters abbrechen müssen und die Rudermaschine in der Hütte nur abgelegt. Das 26 Kilogramm schwere Gerät sei dort sicher unter einer Bank gelagert.

Disney versicherte, er wolle die Rudermaschine so schnell wie möglich selbst abholen – die zuständigen Behörden in Frankreich würden ihm aber nun den Abstieg mit dem Gerät verbieten, obwohl er vor dem Aufstieg die Genehmigung für die Aktion hatte. Für die kommenden Tage sei ein Treffen beider Seiten in Chamonix angesetzt, so Disney.

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