Affäre um einen von der Stadt Ahlen übers Internet verkauften Mops wird Kriminalfall
Betrugsverdacht – Staatsanwalt ermittelt wegen gepfändeten Mopses

Ahlen (dpa). Die Affäre um einen von der Stadt Ahlen gepfändeten und übers Internet verkauften Mops wird zum Kriminalfall: Nach der Prüfung einer Strafanzeige wegen Betruges sieht die zuständige Staatsanwaltschaft Münster einen Anfangsverdacht bestätigt.

Montag, 08.04.2019, 14:29 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 14:34 Uhr
Die Mops Hündin »Edda«. Foto: dpa

Sie hat daher Ermittlungen eingeleitet. Das bestätigte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt Ahlen im Münsterland will nach eigenen Angaben mit den Ermittlungsbehörden kooperieren.

Die Käuferin des Mopses, eine Polizeibeamtin aus Wülfrath bei Wuppertal, hatte einen Vollziehungsbeamten der Stadt Ahlen vor knapp drei Wochen angezeigt. Sie fühlt sich nach Angaben ihres Anwalts betrogen, nachdem sie Mops »Edda« über Ebay für 690 Euro erstanden hatte. In der Internet-Offerte habe der Vollziehungsbeamte das Tier als »kerngesund« bezeichnet und einen Preis von »750 Euro VB« angegeben.

Tierarztkosten von mehreren Tausend Euro?

Tatsächlich, so Anwalt Wolfgang Kalla, habe der Beamte gewusst, dass der Mops krank und höchstens 400 Euro wert gewesen sei. Seine Mandantin habe bereits Tierarztkosten von mehreren Tausend Euro gehabt, sagte Kalla. Er hat die Stadt daher auch zivilrechtlich verklagt. Die Klage sei der Stadt inzwischen zugeleitet worden, damit sie eine Erwiderung einreichen kann, hieß es beim Amtsgericht Ahlen.

Zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sagte ein Sprecher der Stadt am Montag: »Der Stadt Ahlen liegt keine Mitteilung der Staatsanwaltschaft vor. Falls die Staatsanwaltschaft sich an die Stadt wenden wird, werden wir unsere Kooperation anbieten.«

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