Kommentar zum Corona-Gipfel
In der Mitverantwortung

Auf geht‘s zur schwierigen Gratwanderung zwischen Lockerungen und Lockdown. Der Kurs ist kompliziert und fordert den Bürgern ein zuletzt unbekanntes Maß an Mitverantwortung ab. Das ist nicht ohne Risiko, aber ganz sicher richtig.

Mittwoch, 03.03.2021, 23:42 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 23:50 Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt zu Beginn einer Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt ihre Maske ab. Foto: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa

Dieser Corona-Gipfel sendet eine Doppelbotschaft: Wir werden etwas versuchen, müssen aber trotzdem vorsichtig bleiben. Die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin wollen die Menschen wieder mitmachen lassen, anstatt sie weiter stupide zum Nichtstun zu verdonnern. Dafür wird es höchste Zeit – nicht zuletzt deshalb, weil Bund und Länder zuletzt viel zu viel verbockt haben. Denn vor allem die Pannen und Patzer im Krisenmanagement waren es ja, die den Frust und die Ungeduld der Bevölkerung haben deutlich steigen lassen.

Nun liegt es an jeder Einzelnen und jedem Einzelnen zu beweisen, dass es gemeinsam besser geht. Wer diesen Kurs als Freifahrtschein für den eigenen Egoismus missversteht, hat nichts begriffen. Doch ist die Hoffnung begründet, dass die große Mehrheit der Deutschen nur zu gut weiß, was auf dem Spiel steht. Insofern ist es ermutigend, dass die Politik den Menschen nicht nur stumpf Verzicht verordnet, sondern endlich auch wieder wichtige Zeichen des Vertrauens sendet.

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