Kommentar zu Impfdrängler aus der AfD
Bananenrepublik

Die Corona-Impfung eines 16-Jährigen in Bad Oeynhausen könnte zu einem Fall für die Staatsanwaltschaft werden.

Sonntag, 28.02.2021, 21:54 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 07:16 Uhr
AfD-Politiker Markus Wagner Foto: dpa/Federico Gambarini

Wer auch immer dem Jungen die Spritze gegeben hat – er hat sie einer berechtigten Person vorenthalten. Man hätte jeden älteren Menschen von der Straße holen können, und ihm hätte die Impfung eher zugestanden als einem gesunden Jugendspieler des FC Bayern.

Die Staatsanwaltschaft in Halle an der Saale hat gezeigt, dass das Vordrängeln strafrechtliche Konsequenzen haben kann: Sie ermittelt gegen den vorzeitig geimpften Oberbürgermeister wegen „veruntreuender Unterschlagung“. Der Impfstoff unterliege den Vorgaben der Impfverordnung, argumentiert die Behörde.

Dazu kommt, dass in dem aktuellen Fall möglicherweise viel zu viele Impfdosen bestellt wurden. Wie kann es sein, dass nach dem Impftermin die Dosen „noch lange nicht ausgeschöpft“ gewesen sein sollen?

Es ist dringend an der Zeit, dass jemand mal genau hinsieht und diesen Sumpf trockenlegt. Oder sind wir schon eine Bananenrepublik?

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