Kommentar zur Finanzlage der Krankenhäuser
Ein Pflaster reicht nicht

Die Krankenhäuser stecken in einem dreifachen Pandemie-Dilemma. Sie halten Ressourcen für Corona-Patienten vor, verschieben nicht akute Behandlungen, und dann bleiben aus Angst vor dem Virus auch noch Patienten weg.

Montag, 22.02.2021, 23:30 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 13:00 Uhr
Ein kleines Pflaster wird nicht genügen, um die Finanznot vieler Krankenhäuser zu beheben, meint der Kommentator. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Folge: Die teils eh schon klammen Häuser stehen wirtschaftlich mit dem Rücken zu Wand und können nichts daran ändern.

Und nun? Ist guter Rat teuer. Ein Krankenhaus ist kein Kramladen, dessen Insolvenz man bedauert, aber eben auch verschmerzen kann. Kliniken gehören zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie vorzuhalten, sie zu erhalten, ist kein wirtschaftliches Kann, sondern ein politisches Muss. Geht der Träger in die Knie, ist die öffentliche Hand automatisch in der Pflicht. Wenngleich immer über die Zukunftsfähigkeit einzelner Häuser diskutiert werden darf und muss. 

An einem großen und stabilen Rettungsschirm für Kliniken geht folglich kein Weg vorbei. Die Häuser brauchen zumindest auf Sicht Sicherheit. Auch mit Blick aufs Personal. Arbeiten am Anschlag gehört in Pandemiezeiten zur Berufsbeschreibung im Gesundheitssektor. Eine chronische Insolvenzgefahr wirkt alles andere als motivierend.

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