Kommentar zu Schneechaos und Impfkampagne
Eiskalter Hotspot

Na, das ist doch mal Labsal für die vom Impfterminvergabechaos gebeutelte Nation: Wenigstens auf den Wetterbericht können sich die Deutschen noch verlassen!

Montag, 08.02.2021, 00:12 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 00:16 Uhr
Impfzentren im Schnee - hier in Magdeburg. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Der angekündigte Schneesturm traf jedenfalls so pünktlich ein, wie man es sich von manchem Impfstoff nur wünschen würde. Tröstlich ist auch der Umstand, dass es im Winter tatsächlich manchmal noch Winterwetter gibt.

Für einen Lacher gut ist auf jeden Fall der Deutsche Wetterdienst, der Ostwestfalen-Lippe angesichts der sibirischen Kälte als einen der „Hotspots“ des Wochenendes bezeichnet. Merke: Nicht nur Schnee und Eis, auch Anglizismen bergen die Gefahr von Ausrutschern.

Gar nicht lustig ist der Wintereinbruch allerdings für die überwiegend hoch betagten Menschen, die an diesem Montag ihren Impftermin haben und sich nun unter widrigen Umständen zu den Impfzentren kämpfen müssen. Während der Kreis Warendorf und andere Regionen im Münsterland bereits am Freitag reagierten und frühzeitig ankündigten, dass Impfwillige mit Montagstermin auch erst am Dienstag zu ihrem Impfzentrum kommen können, herrschte Schweigen im NRW-Gesundheitsministerium.

Das Versäumnis vom Freitag versuchte das Ministerium am Wochenende mit hastigen Notlösungen zu heilen. Quasi über Nacht sollten die Impfzentren eine telefonische Erreichbarkeit für Impfwillige herstellen. Erst nach langem Hin und Her schwenkte das Ministerium am Sonntag doch noch auf die pragmatische Variante um: Wer am Montag nicht kann, soll am Dienstag zur gleichen Zeit kommen. Warum nicht gleich so?

Räumdienste, Autofahrer, ja sogar die Bahn – sie alle waren halbwegs vorbereitet auf den Wintereinbruch. Nur das NRW-Gesundheitsministerium wurde kalt erwischt. Und das ist nun wirklich nicht zum Lachen.

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