Kommentar zu den Schulfrei-Plänen zu Karneval
Ein echter Aufreger

Wohl jeder gönnt in diesen Tagen Lehrerinnen und Lehrern ein paar freie Tage. Sie haben sich allen Vorurteilen zum Trotz sehr flexibel gezeigt und mit oft unzureichenden technischen Voraussetzungen aus der Distanz junge Menschen für Prüfungen fit gemacht.

Mittwoch, 03.02.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 09:51 Uhr
Karneval .- wie hier in Rietberg - fällt vielerorts aus. Schulfrei soll es trotzdem geben. Foto: Borgmeier

Doch die Profis hätten es kommen sehen müssen: Die Sache mit dem freien Rosenmontag (15. Februar) an vielen Schulen ist ein echter Aufreger. Feingefühl, Planung und Kommunikation von Seiten des Schulministeriums? Einmal mehr Fehlanzeige. Yvonne Gebauer hatte ja angekündigt, die verlängerten Weihnachtsferien könnten durch einen Verzicht auf Karnevalstage ausgeglichen werden. Problem: Sie hat dies nicht rechtzeitig „verordnet“. Doch Krisenmanagement ist Chefsache: Es reicht nicht, die Angelegenheit an die Schulkonferenzen weiterzugeben.

Nun ist der Imageschaden da: Bewegliche Feiertage direkt nach dem möglichen Ende der Distanzphase, die Schüler und Eltern an ihre Grenzen bringt? Das klingt ganz einfach nach dem Beharren auf lieb gewonnenen Auszeiten mitten in einer Notlage. Denn jeder Tag Unterricht ist für die Schüler, deren Zukunft auf dem Spiel steht, ein großer Gewinn – zu tun gibt es mehr als genug.

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Horror-Szenario wohl nur ausgedacht
Der Bereich an der Werre ist am frühen Samstagmorgen noch mit Flatterband abgesperrt.
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