Kommentar zur Debatte über härtere Corona-Maßnahmen
Jetzt zählt‘s

Machen wir uns nichts vor: Die Corona-Regeln wirken zwar, den erhofften Effekt erzielen sie aber nicht. Die Konsequenzen liegen auf der Hand: Der Lockdown light genügt nicht, jetzt müssen härtere Maßnahmen ergriffen werden.

Montag, 07.12.2020, 22:04 Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einigen Wochen im Kreis von Ministerpräsidenten Foto: Fabrizio Bensch/Reuters Pool/dpa

Und wieder einmal zeigt sich: Kanzlerin Angela Merkel, die im Kampf gegen die Pandemie von Anfang an schärfere Regeln sowie härtere Einschnitte forderte – und unausgesprochen folgenschwerere Konsequenzen für den Einzelnen einpreiste – , hat Recht behalten. Wieder einmal. Die Ministerpräsidenten, die sich a) nie wirklich einig waren und b) das von der Kanzlerin vorgeschlagene Maßnahmenpaket zweimal weichspülten, laufen der Corona-Entwicklung hinterher und müssen wieder einmal nachlegen.

Und noch eines zeigt sich: Die Zeit des Regel-Gleichschritts nähert sich augenscheinlich dem Ende. In Corona-Hotspots müssen andere Schutzmaßnahmen her, als in jenen Regionen, deren Inzidenz unter 50 liegt. Ein Flickenteppich, ja, leider. Ihn zu akzeptieren, regional unterschiedliche Einschränkungen auszuhalten, verlangt dem Bürger noch einmal mehr ab. Offen zu sein scheint vor dieser Gesamtkulisse erneut eine Frage: Können wir uns die verabredeten Lockerungen zu den Feiertagen wirklich leisten?

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