Kommentar zum Machtkampf in Sachsen-Anhalt
Koch und Kellner

Teil eins dieses Machtkampfes in Sachsen-Anhalt ist entschieden. Ministerpräsident Reiner Haseloff hat seinen Innenminister Holger Stahlknecht entlassen.

Freitag, 04.12.2020, 23:36 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 23:42 Uhr
Holger Stahlknecht (CDU), bislang Innenminister von Sachsen-Anhalt. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/

Das ist konsequent, vor allem war es politisch notwendig, auch für Haseloff selbst, der in diesem schmutzigen Kampf immer mehr an Boden verloren hatte.

Aber nun ein Befreiungsschlag. Stahlknecht, der im Streit der schwarz-rot-grünen Kenia-Koalition um höhere Rundfunkgebühren massiv gegen den eigenen Regierungschef gearbeitet hatte, muss gehen.

Wenn ein Minister – unabgestimmt per Interview – laut über den Bruch der Koalition nachdenkt und die Option einer Minderheitsregierung (womöglich mit Duldung der AfD) ins Spiel bringt, hat der Regierungschef keine andere Wahl. Er muss diesen Minister entlassen. Es ist die Geschichte vom Koch und vom Kellner.

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