Kommentar zu Flugsicherungskosten
Einmal ist keinmal

Einer der vielen Gründe für die Insolvenz des Airports Paderborn/Lippstadt sind die seit Jahren auflaufenden Kosten für die Flugsicherung. Während andere Flughäfen hier vom Bund entlastet werden, musste der Airport diese bislang nahezu allein erwirtschaften.

Donnerstag, 03.12.2020, 07:07 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 07:22 Uhr
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt in Büren-Ahden. Foto: Jörn Hannemann/Archiv

Bei zwei Millionen Euro Kosten und 500.000 Euro Erstattungen durch die Airlines pro Jahr ist das Delta immer noch beträchtlich. Seit Jahren kämpfen die betroffenen Regionalflughäfen mit Bundestagsabgeordneten um eine Gleichbehandlung. Davon ist man jetzt immer noch weit entfernt.

Aus den ursprünglich 50 Millionen Euro, die der Bund für das Jahr 2020 für alle betroffenen Regionalflughäfen avisiert hatte, sind nun 20 Millionen Euro geworden, die frühestens 2021 fließen werden. Bei einer Quote von 40 Prozent rechnet die Geschäftsführung mit einem Zuschuss von 600.000 Euro. Verbleiben hier also immer noch eine Million Euro Fixkosten.

Die Einmalzahlung reicht nicht aus, um den Flughafen dauerhaft konkurrenzfähig zu machen. Die verbleibenden Gesellschafter – die Kreise Paderborn, Höxter, Soest und Hochsauerlandkreis – müssen also weiter um die Gleichstellung des Airports kämpfen.

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